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CH200812A - Verzögerter Überstromauslöser. - Google Patents

Verzögerter Überstromauslöser.

Info

Publication number
CH200812A
CH200812A CH200812DA CH200812A CH 200812 A CH200812 A CH 200812A CH 200812D A CH200812D A CH 200812DA CH 200812 A CH200812 A CH 200812A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
motor
armature
release
dependent
circuit
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Haftung Licentia Beschraenkter
Original Assignee
Licentia Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Licentia Gmbh filed Critical Licentia Gmbh
Publication of CH200812A publication Critical patent/CH200812A/de

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/12Automatic release mechanisms with or without manual release
    • H01H71/44Automatic release mechanisms with or without manual release having means for introducing a predetermined time delay

Landscapes

  • Breakers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 Verzögerter    Überstromauslöser.   Es sind verzögerte    magnetische   Überstromauslöser für Wechselstrom bekannt, bei denen nur ein Magnetkreis benutzt wird und der    Eisenschluss   an zwei Stellen    unterbrochen   ist. In einem der Luftspalte ist der die Auslösearbeit liefernde Anker angeordnet, während im zweiten Luftspalt der Läufer eines    Wechselstrommotors   vorgesehen ist, der die    Verzögerung   des Auslösers regelt. 



  Die    Erfindung   betrifft demgegenüber einen verzögerten    Überstromauslöser   mit einer Erregerspule und zwei von dieser Spule zu erregenden    magnetischen      greisen.   Der Auslöser ist vorzugsweise bestimmt, durch den zu überwachenden Strom, direkt oder über    Stromwandler,      gespiesen   zu werden.

   Erfindungsgemäss wird der eine dieser Magnetkreise ausschliesslich zur Lieferung der zur Auslösung erforderlichen Energie benutzt, während der andere wenigstens zum Teil zur Erregung eines    Wechselstrommotors   bestimmt ist, der die Verzögerung des Aus-    lösers      steuert.   Die Vorteile gegenüber bekannten Anordnungen bestehen darin, dass einerseits eine höhere Genauigkeit der zeitlichen Verzögerung erreicht werden kann, und anderseits auch die Fähigkeit des Auslösers zur Energieaufnahme, die bei einer bestimmten    Durchflutung   durch die magnetische Leitfähigkeit des Auslösers    bestimmt   wird, auf ein Höchstmass gebracht werden kann.

   Bei den    bekannten   Anordnungen mit Motoren werden die Luftspalte für den Arbeitsanker und für den Motor hintereinander geschaltet, wodurch ein hoher magnetischer Widerstand und demzufolge eine niedrige magnetische Leitfähigkeit    entstehen.   Bei der    Anordnung   gemäss der Erfindung können hingegen beide Luftspalten ohne weiteres parallel gelegt werden, so dass sich ihre Leitfähigkeiten addieren, wodurch die höchst erreichbare Leitfähigkeit erzielt werden kann.

   Sind beispielsweise die magnetischen Leitfähigkeiten beider Luftspalte angenähert 

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 gleich, so    erfordert      die      Anordnung   gemäss der Erfindung nur die Hälfte der Amperewindungen wie bei den bekannten Ausführungen, um die gleiche Energieabgabe und    das   gleiche Drehmoment zu erzeugen. 



  Beide Arbeitskreise    erhalten      zweckmässi-      gerweise   einen gemeinsamen Schenkel, der von der    Erregerspule   umgeben ist. Beide Magnetkreise werden vorteilhaft derart angeordnet, dass sie einander ausserhalb der gemeinsamen Erregerspule nicht beeinflussen. Die    Vermeidung   gegenseitiger Beeinflussung wird bei der Erfindung zum Beispiel dadurch erreicht, dass die ausserhalb der Spule liegenden Teile der Magnetkreise auf entgegengesetzten Seiten der Spule liegen. Es ergibt sich dabei eine Anordnung ähnlich dem Eisenkörper der Manteltransformatoren.    Besondere   bauliche    Vorteile   erhält man auch, wenn die    Eisen-Blechschichtrichtung   in beiden Kreisen gleich ist. 



  Durch die Anordnung gemäss der Erfindung kann das Verhalten der Auslöser, insbesondere bei kleinen    Ansprechströmen,   gegenüber den bekannten wesentlich verbessert werden. Die gegebene, relativ hohe magnetische Leitfähigkeit der Eisenkreise führt jedoch dazu, dass bei    starken   Überströmen oder bei    Kurzschlussströmen   ausserordentlich starke Flüsse auftreten.

   Während dies im    Arbeitskreis   ungefährlich ist,    besteht   im Motorkreis die Gefahr, dass Beschädigungen des Motors    bezw.   des damit verbundenen Präzisionsgetriebes bei den bei Kurzschlüssen auftretenden grossen    Drehmomenten      entste-      hen.   Die    Anordnung   gemäss der Erfindung lässt sieh jedoch derart    ausbilden,   dass auch bei hohen Strömen keine zu grossen    Kräfte   am    Motorläufer      auftreten.   Hierzu werden vorzugsweise Sättigungserscheinungen benutzt, die auf verschiedene Arten angewandt werden können.

   Besitzen beide Magnetkreise einen gemeinsamen Schenkel in der Erregerspule, so    kann   durch eine zusätzliche Sättigung dieses Schenkels der    Gesamtfluss   und damit der    Flussanteil   für den    Motor   bei hohen Strömen begrenzt werden. Die zusätzliche Sättigung    kann      dadurch   erreicht wer- den, dass    bei      Überschreiten   eines bestimmten Stromes der Anker    unverzögert   angezogen wird, wodurch sich die Leitfähigkeit des Arbeitskreises    sprunghaft   erhöht.

   Hierdurch wird eine starke    Sättigung   des Mittelschenkels erzielt.    Darüber   hinaus geht ein    grosser   Teil des verringerten    Gesamtflusses   durch den Arbeitskreis, da sich dessen magnetische Leitfähigkeit durch das Anziehen des Ankers    wesentlich   erhöht. In dieser Möglichkeit liegt ein besonderer Vorzug, denn bei bekannten    Konstruktionen   findet bei    unver-      zögertem   Ansprechen des    Ankers   nicht eine    Minderung,      sondern   eine Erhöhung des Motorflusses statt. 



  Bei dieser    besonderen   Ausführungsform muss jedoch, da der Auslöser mit der vorgesehenen    Verzögerung   auslösen soll, zwischen dem    Auslösegestänge   und dem Anker ein elastisches Glied    (Durchreissfeder)   eingeschaltet werden, das bei kleinen    Überströmen   formstarr bleibt    und   nur bei Kurzschlüssen durchgerissen wird. Das    Auslöseglied   wird dabei    zweckmässigerweise   durch die Sperrung entgegen der Kraft der    Durchreissfeder   zurückgehalten. 



  Es ist ferner möglich, die    Flussbegren-      zung   in dem    Motorkreise   selbst    dadurch   zu bewirken, dass Teile des    Motorkreises   als Sättigungsstege ausgebildet sind, das heisst    ge-      ringen      Querschnitt   usw.    aufweisen   und erforderlichenfalls aus Material mit stark ausgeprägtem    Sättigungsknick   bestehen.

   Die Wirksamkeit dieser Massnahme kann noch dadurch erhöht werden, dass    parallel   zur    Mo-      torbohrung   ein Luftweg    relativ   grosser Leitfähigkeit angeordnet wird, wodurch die    Sät-      tigung   der    Stege   eher auftritt. Dazu kann zum Beispiel ein    Überbrückungsjoch   dienen, das zu beiden Seiten des Motors längs des Motorkreises in geringem    Abstand   angeordnet ist.    Dieses   Joch kann    gleichzeitig   als    Hilfsanker   für    Momentaususlösung   dienen. 



  Es ist schliesslich möglich, die magnetische Leitfähigkeit des Läufers selbst gering " zu halten, indem der Läufer aus Stahl hergestellt wird und einen    geringen   Querschnitt in    Flussriehtung   besitzt: Bei    starken   Er- 

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    regungen      sättigt   sich der Motor und ein gro- sser Teil des Flusses geht, ohne an der Drehmomentbildung teilzunehmen, durch die Motorbohrung. Derartige Motoren sind zum Beispiel Motoren, die die    Iiysterese   zur Bildung des Drehmomentes ausnutzen. Diese Motoren arbeiten vorzugsweise als    Synchronmotoren,   sie dienen also für unabhängig verzögerte Auslöser.

   Bei stromabhängig verzögerten Auslösern kann die Abhängigkeit der Laufzeit vom Strom dadurch erreicht werden, dass entgegen der Drehung des Motors stark drehzahlabhängige Widerstände (z. B. Windflügel in Luft oder Öl) wirken. 



  Bei    Anwendung   eines Klappankers im Arbeitskreis ist es möglich, den Motorkreis zur Erhöhung der Zugkraft hinzuzuziehen, indem am Anker ein    Fortsatz   angeordnet ist, so dass zwischen diesem    Fortsatz   und dem Motorkreis ein zusätzlicher    arbeitleistender   Fluss entsteht. 



  In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt. 



  1 ist die Erregerspule. 2-4-16 ist der magnetische Arbeitskreis,    3-7-16   ist der magnetische Motorkreis, wobei 16 der gemeinsame Schenkel ist. Die äussern Schenkel 2-4    bezw.   3-7 sind einander gegenüber angeordnet. Der Motor 5 kann an jeder Stelle des magnetischen Kreisteils 3-7 angeordnet werden. Zur Erzeugung des Drehfeldes dienen    Kurzschlussringe   6. Der Anker 4 ist als    Klappanker   ausgebildet. Zwischen dem obern Motorkreisteil 7 und dem    Ankerfortsatz   17 entsteht ein zusätzliches Arbeitsfeld. Der Anker 4 ist über eine    Durchreissfeder   8 und ein    Langlochgelenk   9 mit dem als Schubstange ausgebildeten    Auslöseglied   10 verbunden.

   Bei Auftreten eines    Überstromes   führt der Anker 4 und damit seine    Verlängerung   unter dem Einfluss des Magnetes eine Teilbewegung aus, wodurch das    Auslöseglied   10 nach unten geführt wird. Durch am    Aus-      lö      seglied   10 angebrachte, nicht dargestellte, mit dem Motor in Verbindung stehende Vorsprünge oder Klinken erfolgt nach dieser    Teilabwärtsbewegung   der Schubstange 10 beispielsweise durch Federn und Zahnräder die Freigabe der    Auslösestange   10, die sich unter dem Einfluss des Magnetankers 4 und seiner Verlängerung vollständig nach unten bewegt. 



  Bei grösseren Überströmen würde die    Ver-      klinkung   zu stark beansprucht werden. Aus diesem Grunde ist    zwischen   der Verlängerung des Ankers 4 und dem    Auslöseglied   10 eine Feder    zwischengeschaltet,   die ein sofortiges Anziehen des Ankers zulässt, während das    Auslöseglied   10 zurückgehalten wird. 18 ist der Anker für    Momentanauslösung,   der die    Auslösebewebung   bei grossen Strömen unabhängig vom Getriebe freigibt.

   Er bildet gleichzeitig einen    Nebenschluss   zum Motor. indem    ein   grosser Teil des die Schenkel 3    bezw.   7 durchdringenden Flusses durch die Luftspalte 19    bezw.   20    hindurchtritt.   Wird einer dieser Schenkel (insbesondere Schenkel 3) als    Sättigungssteg   ausgebildet, so ergibt dieser zusätzliche Fluss eine schnelle    Sätti-      gung   dieses Steges. Der Motor arbeitet auf ein nicht dargestelltes Getriebe, das im Raum 13    untergebracht   ist und die    Auslösebewe-      gung   des Gliedes 10 sperrt. Die Schubstange 10 ist bei 11    gelagert.   Bei 12 werden zweckmässigerweise die Einstellskalen angeordnet. 14 und 15 sind Stromanschlüsse.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verzögerter Überstromauslöser mit einer Erregerspule und zwei von dieser Spule zu erregenden magnetischen Kreisen, dadurch gekennzeichnet, dass der eine dieser Kreise zur Lieferung der zur Auslösung erforderlichen Energie und der andere wenigstens zum Teil zur Erregung eines Wechselstrommotors (5) bestimmt ist, der die Verzögerung des Auslösers steuert. UNTERANSPRüCHE 1. Auslöser nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitskreis und der Motorkreis einen gemeinsamen, die Spule durchdringenden Schenkel (16) aufweisen. <Desc/Clms Page number 4> 2.
    Auslöser nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Arbeitskreis und der Motorkreis derart angeordnet sind, dass sie sich ausserhalb der Erregerspule gegenseitig nicht beeinflussen. 3. Auslöser nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückschlüsse beider magnetischer Kreise auf entgegengesetzten Seiten der Erregerspule liegen. 4. Auslöser nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch :Mittel zur Begrenzung des Motordrehmomentes bei starken Erregungen. 5. Auslöser nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rückschluss des Motorkreises mit Sättigungsstegen zur Begrenzung des Motorflusses versehen ist. 6.
    Auslöser nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor (5) aus Stahl besteht und dem Fluss einen solchen Durchtritts- querschnitt bietet, dass bei starker Erregung ein Teil des Flusses parallel zum Motor, ohne an der Drehmomentbildung teilzunehmen, durch die Motorbohrung tritt. 7.
    Auslöser nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Arbeitsanker und dem Auslöseglied eine Durchreissfeder (8) angeordnet ist, so dass bei grossen Strömen der Anker unver- zögert anziehen kann und infolge der dadurch zustande kommenden Sättigung des gemeinsamen Schenkels der Motorfluss begrenzt wird. B.
    Auslöser nach Patentanspruch, mit Klappanker, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker mit einem Fortsatz (17) versehen ist, so dass sich zwischen diesem Fortsatz und einem dem Arbeitsluftspalt benachbarten Teil des Motorkreises ein zusätzlicher, Arbeit zu leisten bestimmter Fluss ausbilden kann, der den Zweck hat, die Zugkraft des Ankers zu erhöhen.
CH200812D 1937-01-29 1938-01-25 Verzögerter Überstromauslöser. CH200812A (de)

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CH200812A true CH200812A (de) 1938-10-31

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CH200812D CH200812A (de) 1937-01-29 1938-01-25 Verzögerter Überstromauslöser.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2014060902A1 (de) 2012-10-15 2014-04-24 Catoma Kg Schnellwechsler

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2014060902A1 (de) 2012-10-15 2014-04-24 Catoma Kg Schnellwechsler

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