CH206777A - Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von Lederriemen und anderen Lederstücken. - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von Lederriemen und anderen Lederstücken.Info
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Description
Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von Lederriemen und anderen Lederstücken. Vorliegende Erfindung betrifft ein Ver fahren zum Verbinden von Lederriemen (z. B. Treibriemen) und andern Lederstücken unter Verwendung von U-förmigen, im freien Zustand gespreizten hIetallklammern, welche mittels E;nes Setzgerätes mit einem schlitz- förmigen Führungskanal gesetzt werden, und eine Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens.
Es ist schon bekannt, zur Herstellung solcher Verbindungen Metallklämmern mit tels eines mit einem Stösser versehenen Heft gerätes, das einen schlitzartigen Führungs kanal zum Einlegen der Klammern aufweist, in die zu verbindenden Teile einzutreiben. Hierbei war jedoch die Ausbildung des Ge rätes eine derartige, dass die Einsehlagtiefe nicht geregelt werden konnte und im übri gen verunmöglichte, die Form der Metall klammern mit parallelen Schenkeln ein rich tiges Setzen derselben, so dass die Klammern entweder nicht festhielten oder an beiden Enden vorstanden.
Die Verbindung war in folgedessen unzuverlässig und im Falle von Treibriemen wurde der Lauf des Riemens beeintrP chtigt. Diese Nachteile werden nun mit dem er findungsgemässen Verfahren dadurch besei tigt, dass das Eintreiben des im Setzgerät durch Klemmung gehaltenen, an ihren zuge spitzten Schenkelenden aussen mit Keilflä chen versehenen Metallklammern in das Le der auf einer Unterlage, die härter als Leder ist, vorgenommen wird, so dass sich die En den der Klammerschenkel einwärts umrollen, wobei der Hub des Setzstössers mittels eines regelbaren Anschlages der Einschlagtiefe an gepasst wird.
Die Vorrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens gemäss der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Setzgerät mit einem regelbaren Anschlag für die Einstel lung der Setztiefe versehen ist.
Dank dieser Massnahmen ergibt sich durch die eingerollten Spitzen der Klam mern, welche widerhakenartig ins Material eindringen, eine zuverlässige feste Verbin dung, ohne Gefahr, dass die Spitzen vor stehen und dank der regelbaren Einschlag tiefe kann auch der Querteil der Klammern ins Leder nach Belieben versenkt werden. Infolgedessen laufen bei Transmissionsrie- men die Verbindungsstellen glatt und ohne Schläge über die Scheiben, und auch bei an dern Lederstücken mit auf diese Weise aus gebildeten Verbindungsstellen ergeben sich keine Störungen durch vorstehende Klam mern.
Zweckmässig werden hierbei die Klam mern aus leicht biegsamem Draht, z. B. aus Kupfer, hergestellt.
Das Verfahren sei zusammen mit der Ge brauchsweise der Vorrichtung beschrieben, von welcher in beiliegender Zeichnung ein Ausführungsbeispiel dargestellt ist, und zwar zeigt: Fig. 1 ein Setzgerät in Ansicht, Fig. ? einen Längsschnitt desselben mit eingesetzter Metallklammer, Fig. 3 eine Draufsicht vom Arbeitsende her, Fig. 4 in grösserem Massstab eine Metall klammer in Ansicht.
Das in der Zeichnung dargestellte Setz gerät weist einen Halter aus Leichtmetall mit rohrförmigem, leicht verjüngtem Schaft auf. Am obern Ende hat der Schaft eine kugelige Erweiterung 1b, deren obere Hälfte 1c mittels eines Gewindeansatzes 1y in den Schaft<B>In</B> eingeschraubt ist. In den obern Teil 1e ist ein ränderierter Reguliernippel mittels eines Gewindeansatzes 2g einge schraubt.
Am untern Ende hat der Schaft la eine kreisrunde, als Handstütze dienende Scheibe 1s -und an der Unterseite der letzteren als Fortsetzung des Schaftes den Klammerhalter 1k von im wesentlichen rechteckigem Quer schnitt-. Im Klammerhalter 1k ist ein Füh rungsstück 3 aus Stahl eingesetzt.
In der Bohrung des Reguliernippels \? ist die zylindrische Stösserstange 4 längsver schiebbar geführt. Dieselbe hat am obern Ende einen Knopf 5 und am untern Ende, eine flache Setzschiene 6, welche in den Schlitz des Führungsstückes 3 passt und deren Arbeitskante 67;; leicht einwärts ge schweift ist.
Im Mittelteil ist auf die Stö- sserstange 4 ein Bundring 7 aufgeklemmt, welcher ein Herausfallen derselben verhin- dert und zugleich als Abstützung für die um die Stösserstange gewundene Schraubenfeder 8 dient, deren unteres Ende am Grunde der Bohrung des Schaftes la abgestützt ist.
Beim Eintreiben des Stössers kommt die untere ebene Stirnfläche des Knopfes 5 auf die obere, ebenfalls ebene Stirnfläche des Regu liernippels 2 zum Aufsitzen und begrenzt hierdurch den Hub des Stössers. Die Lünge des Stössers ist so bemessen, dass bei völlig eingeschraubtem Regulierungsnippel 2 das untere Ende der Setzschiene aus dem Füh rungsstück 3 heraustritt, wie in Fig. 2 strich punktiert angedeutet.
Je nachdem der Re- ZD frulierungsnippel 2 mehr oder weniger her- t' # aus..
-eschraubt wird, wird auch die Setz schiene in der tiefsten Lage des Stössers mehr oder weniger oder gar nicht aus dem Füli- ruiigSstück heraustreten.
Die in Fig. 4 in grösserem Massstab dar gestellte U-förmige Metallklammer 1i hat ge spreizte Schenkel, so dass sie, in das Füh rungsstück 3 unter Druckanwendung einge setzt, durch Klemmung der Schenkel in die sem gehalten wird. Die Schenkel sind an den Enden zugespitzt, und zwar hat jeder Sehen kel am Fnde aussen zwei verschieden geneigte heilfläclien a und b. Infolge dieser Ausbil dung werden die ins Leder eindringenden Spitzen der Schenkel beim Eintreiben umge lenkt, so dass sie sich umrollen, wie aus Fig. 5 und 6 ersichtlich.
In das Führungsstück 3 können Metall- l..lammern- verschiedener Länge eingesetzt werden, je nach der Dicke der zu verbinden den Riementeile.
Das Verfahren zum Verbinden zweier Lederrieinenenden oder andern Lederstücke mittels der beschriebenen Vorrichtung kann folgendermassen ausgefiihrt werden:
Man legt eine Metallklammer in das Füh- rungsstiick 3 des Setzgerätes ein, ei-fasst das selbe mit einer Hand und druckt es so auf die Verbindungsstelle der beiden auf einer Unterlage, die härter als Leder ist, z. B. einer Metallplatte liegenden Lederenden auf, dass der Klammerhalter 1k quer über die Trenn- fiige greift, wobei die Scheibe 1.s ein Abglei- ten der den Schaft umfassenden Hand ver hindert.
Dann schlägt man mit der andern Hand auf den Knopf 5, wodurch der Stössen heruntergetrieben und die Klammer K ins Material eingetrieben wird, worauf die ge spannte Feder 8 den Stösser nach oben zu rückführt, indem sie auf den Ringbund 7 einwirkt. Beim Eintreiben der Metallklam mer rollen sich infolge der an den Schräg flächen eintretenden Keilwirkung, sobald die Spitzen in die Nähe der harten Unterlage kommen, die Schenkel der Klammer nach einwärts um, wie aus Fig. 5 und 6 ersicht lich. Je nach der Einstellung des Regulier nippels 2 wird dabei die Klammer mehr oder weniger tief in das Material hineingetrieben.
Ist der Regulierungsnippel so eingestellt, dass in der tiefsten Lage des Stössers die Setz schiene bündig mit dem untern Ende des Klammerhalters 11c abschliesst, so wird die Klammer bündig mit der Riemenoberfläche ins Leder eingetrieben, wie in Fig. 5 darge stellt, und, wenn die Setzschiene beim Nie derdrücken aus dem Gerät heraustritt, ergibt sich ein Versenken der Klammer, wie in Fig. 6 dargestellt. Der eingeschraubte Ver- schlussteil 1c ermöglicht ein rasches und leichtes Auseinandernehmen des Gerätes, z. B. zwecks Schmierung oder Auswechseln der Feder oder Setzschiene.
Das erfindungsgemässe Verfahren bietet einen vollwertigen, zeitsparenden Ersatz für das Riemennähen.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Verbinden von Riemen und andern Lederstücken unter Verwen dung von U-förmigen, im freien Zustand gespreizten Metallklammern, welche an ihren zugespitzten Schenkelenden aussen mit Keilflächen versehen sind und mit tels eines Setzgerätes mit einem schlitz artigen Führungskanal gesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Eintrei ben der im Setzgerät durch Klemmung gehaltenen Metallklammern in das Leder auf einer Unterlage, die härter als Leder ist, vorgenommen wird, so dass sich die Enden der Klammerschenkel einwärts umrollen,wobei der Hub des Setzstössers mittels eines regelbaren Anschlages der Einschlagtiefe angepasst wird. II. Vorrichtung zur Ausführung des Verfah rens gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Setzgerät mit einem regelbaren Anschlag für die Ein stellung der Setztiefe versehen ist.UNTERANSPRüCHE 1. Vorrichtung gemäss Patentanspruch II, bei welcher das Setzgerät einen in einem Hohlschaft geführten Stösser mit am un tern Ende befestigter Setzschiene und am obern Ende befestigtem Knopf auf weist, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft rohrartig gestaltet ist, am untern Ende eine Stützscheibe und am obern Ende eine Erweiterung aufweist, in wel cher als den Hub begrenzender Anschlag ein Reguliernippel eingeschraubt ist,in dessen Bohrung die Stösserstange ge führt ist. 2. Vorrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der obere Endteil der Schafterweiterung als abschraubbarer Verschlussteil ausgebildet ist. 3. Vorrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der Schaft des Stössers, so wie ein unter der Stützscheibe sitzender Klammerhalter aus Leichtmetall be stehen, und dass in letzterem ein Füh rungsstück aus Stahl für die einzuset zenden Klammern eingesetzt ist. 4.Vorrichtung gemäss Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass die Stösserstange von einer am Grunde der Bohrung des Schaftes einerends abgestützten Schraubenfeder umgeben ist, deren oberes Ende sich an einem auf der Stösserstange sitzenden Bund abstützt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| CH206777T | 1938-12-08 |
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| CH206777D CH206777A (de) | 1938-12-08 | 1938-12-08 | Verfahren und Vorrichtung zum Verbinden von Lederriemen und anderen Lederstücken. |
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| CH (1) | CH206777A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3728752A (en) * | 1970-02-20 | 1973-04-24 | Gutehoffnungshuette Sterkrade | Bearings for bridges and similar structures |
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1938
- 1938-12-08 CH CH206777D patent/CH206777A/de unknown
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