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CH204898A - Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Härte an Prüflingen aus plastisch verformbaren Stoffen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Härte an Prüflingen aus plastisch verformbaren Stoffen.

Info

Publication number
CH204898A
CH204898A CH204898DA CH204898A CH 204898 A CH204898 A CH 204898A CH 204898D A CH204898D A CH 204898DA CH 204898 A CH204898 A CH 204898A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
hardness
test
determining
ball
plastically deformable
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellschaft Oberhausen
Original Assignee
Gutehoffnungshuette Oberhausen
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gutehoffnungshuette Oberhausen filed Critical Gutehoffnungshuette Oberhausen
Publication of CH204898A publication Critical patent/CH204898A/de

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  • Investigating Strength Of Materials By Application Of Mechanical Stress (AREA)

Description


  Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Härte an     Prüflingen     aus plastisch verformbaren     Stoffen.       Es gibt Werkstücke, bei denen die Härte  sich örtlich verändert, so zum Beispiel nach  dem Einsatzhärten, Schneiden,     Schweissen,     Pressen und     dergl.    Die Prüfung der Härte  an Prüflingen derartiger     Werkstücke    mit  unterschiedlichen Härten macht bei den übli  chen Verfahren     (gugeldruckhärte-,        Roci,--          wellhärte-,        Vickershärte-,        Rückprallhärte-,     Fallhärte-,

   Pendelhärte- und     dergl.    Prüfver  fahren) deshalb Schwierigkeiten, weil die  Härte punktweise bestimmt wird. Auf diese  Weise ist es aber nicht möglich, ein unmittel  bar     zusammenhängendes    Bild über den Ver  lauf der Härte an den Stellen zu gewinnen,  wo sie durch technologische Verarbeitung be  einflusst ist.

   Es bereitet besonders Schwierig  keiten, zum Beispiel in der     Einflusszone    einer  Schweissnaht die härteste Stelle aufzufinden  Es wurde bereits vorgeschlagen, eine  Härteprüfung durch Ritzen des Prüflings       vorzunehmen.    Bei einer solchen Behandlung  zum Beispiel von     Farb-,    Firnis- und Lack  anstrichen sowie Metallen wurde die Be-         lastung    eines an sich starren, an einem Hebel  gelagerten     Ritzkörpers    während des Ritzens  stetig und     zwangläufig    verändert, um auf  diese Weise einen Ritz von veränderlicher  oder verschiedener Breite zu erzeugen mit  dem Ziele,

   zum Beispiel bei     Anstrichfarben     die     Trocknungs-    und     Erhärtungsdauer    oder die  Grösse und Dauer ihrer     Erweichung    bei Unter  wasserlagerung zu     ermitteln.    Bei der Unter  suchung der Härte von Metallen, zum Bei  spiel deren Alterung,     wirkte    das     Ritzwerk-          zeug    wie     eine    Pflugschar und erzeugte eine  Furche.

   Die damit verbundene starke Ver  formung des     Metalles    ist aber derart, dass  die     Ritzbreite    vielfach     kein    zuverlässiges  Mass für die zu     bestimmende    Härte des     Me-          talles    ist, zum Beispiel bei einem Gefüge  im Vergütungszustand. Zudem erlitt der       Ritzkörper    eine baldige Abstumpfung, durch  welche die     Messergebnisse    ungenau und zum  Vergleich nicht mehr geeignet waren.

   Um  dem abzuhelfen, wurde an     Stelle    des starren       Ritzkörpers    ein Rädchen örtlich gelagert, auf      welches die Kräfte, die bei nicht genau senk  recht zur     Achsrichtung    stehender     Bewe-          gungsrichtung    auftraten sowie die Rei  bungskräfte in dessen     Lagern    bei     verhält-          nismässig;        geringer    Prüflast einen     ungünsti-          ben    Einfluss ausübten.

   Es wurde dann das       R.illenwalzverfahren    mittels einer Kugel ent  wickelt, die an einem     gewichtsbelasteten,     einerseits     beweglich        belagerten    Hebel in einer  Pfanne ruht. Auch hierbei wirken die Rei  hungskräfte     zwis-chen    der Kugel und der  Lagerfläche in der Pfanne nachteilig.  



       Erfindungsgemäss    wurde     gefunden,        dass     sich die Härte eines Prüflings am besten  unter Zuhilfenahme eines     Eindrinbkörpers     bestimmen lässt, welcher beim Erzeugen der  Rille im Prüfling nicht nur an der Prüf  fläche, sondern auch an der     Crebenfliiche    zum  Abrollen gebracht wird.

   Vorzugsweise fin  det, wie bei der     Brinellhärteprüfung,    eine Ku  gel     Anwendung,    die jedoch nicht wie dort nur  senkrecht in die Prüffläche     einbedrückt,    son  dern unter einer     bleichmässigen        Belastun-          reibungsfrei    über die Prüffläche geführt  wird, indem der Prüfling verschoben wird.  



  Bei Anwendung einer sehr kleinen Kugel  von     etwa    1,7 mm Durchmesser und     weniger     können auf diese Weise örtlich eng begrenzte  Härtespitzen im Prüfling ermittelt werden.  Zum Unterschied     gegen    andere Prüfverfah  ren kann ein ununterbrochenes Bild über den  Verlauf der Härte an Stellen, wo sie örtlich  durch äussere Einflüsse verändert wurde, ge  wonnen werden.  



  Das Verfahren lässt sieh natürlich     gleich-          but    auch zum     Feststellen    einer gleichmässigen  Härte an Prüflingen aus plastisch verform  baren Stoffen anwenden.  



  Die Vorrichtung zur Durchführung des  Verfahrens gemäss der Erfindung zeichnet  sich dadurch aus, dass der Halter für den       Eindringkörper    mit einer     Abrollbahn    für den       Eindringkörper    versehen ist. Der Halter  kann an einem Hebel vorgesehen sein, der  unter einer     Gewichtsbelastung    steht. Der je  weils erforderliche Druck auf den Hebel  kann in einfacher Weise entweder durch im  mittelbare veränderliche     Gewichtsbelastung,       durch     Gewichtshebelwirl:unb,    eine Feder  oder     dergl.    erzeugt werden.

   Die Druckbe  lastung ist so zu halten. dass sie sieh wäh  rend des     Verformungsvorganges    an dem       Pilifling    nicht ändert.  



       Auf    der Zeichnung ist ein     Ausführungs-          beispiel    der Vorrichtung gemäss der Erfin  dung dargestellt. Es zeigen:       Fig.    1 und     \9    die     Vorrichtung    in     Seiten-          ansiebt    und in Draufsicht:       Fig.    3 zeigt schaubildlich einen     Prüfling     aus einem geschweissten Körper;

         Fig.    4     lässt        iii    Drauf     sieht        dieEinzelheit    einem       weiterenAusbildun-        derVorrichtun-    ersehen.  In den     Fig.    1 und 2 ist 1 ein Stempel, der  a     ii    einem Hebel ?     angeordnet    ist, dessen  Achse 3 in den Lagern -1 leicht beweglich  ruht.

   Die     Stempelbelastung    besteht     zweck-          inässig    aus einzelnen, auf den Hebel lose auf  gesetzten Platten 5, die in ihrer Anzahl dem  jeweils     gewünschten    Druck entsprechend     ver-          ringert    oder vermehrt werden. 6 ist eine an  der     Stemlieluntcrf'1 < dehe        vorgesehene        rinneii-          artige        Abrollbalin    für die. Kugel 7.

   Der Hal  ter 8 zum Einspannen des     Prüflings    9 ist       zweckmässig    mit einer Platte 1.0     @in    den  Schlitten 11 lose eingesetzt. Der somit ab  nehmbare Halter     gibt    die     Möglichkeit,    den       Prüfling    ausserhalb der Vorrichtung so einzu  spannen, dass seine     Priiffläehe    genau waag  recht berichtet ist.

   Der Schlitten     1l.        lässt    sich       mittels    einer Kurbel 12 und Gewindespindel  <B>13,</B> die an einer Platte 14     belagert    sind, in  der in Füg.     \?    ersichtlichen     Pfeilrichtung        ver-          .sehieben.        Dies    hat zur Folge. dass der Ein  spannhalter 8 mit dem Prüfling 9     gegenüber     dem Stempel bewegt und durch die Kugel 7  unter Abrollen an der     Stempelunterflä.che     und an der Prüffläche in letzterer eine Rille  <B>15</B> erzeugt wird.

   Zum Verschieben des  Schlittens 11 usw. kann statt einer Schrau  benspindel und Kurbel ein beliebiger anderer  Antrieb vorgesehen sein.  



  Statt die Kugel 7 unter Belastung ihres  sie haltenden Stempels 1 auf den Prüfling 9  zur Wirkung zu bringen, kann auch umge  kehrt der Prüfling unter Druck gegen die  Kugel gehalten werden.      Um die Kugel 7 (oder     einen    anders ge  formten Roll- oder     Wälzkörper)    mit dem  Stempel 1 in Verbindung zu halten, ist die  ser zweckmässig magnetisch.  



  Die den Schlitten     11    tragende Platte 14  ist vorteilhaft quer zum Schlitten auf einem       Unterteil    16 verschiebbar und mittels einer  an dieser gelagerten     Stellvorrichtung    17 zu  betätigen. Der Platte 14 muss der     Schlitten     11 mit dem Prüfling 9 folgen. Wenn die  Erzeugung einer Rille 15 beendigt und eine  weitere gleichgerichtete Rille erzeugt werden  soll, wird zuerst die Platte 14 verschoben und  dann der Schlitten 11 mittels der Kurbel     12     zurück-, also entgegen der gezeichneten Pfeil  richtung bewegt. Für die nächste Rille er  folgt wieder zuvor eine kurze     Querbewegung     der     Platte    14 mit dem Schlitten 11 und dem  Prüfling 9.

   Es entsteht damit, ohne dass der  Stempel 1 mit seiner Belastung und der  Kugel 7 von dem Prüfling 9 abgehoben wer  den müsste, eine Folge von mehreren Rillen.  15 nebeneinander, wie     Fig.    6 ersehen lässt.  



  18 ist eine     umlegbare    Stütze zu dem  Zweck, beim Einsetzen des Prüflings den  Hebel 2 mit seiner Belastung gehoben zu  halten.  



  Statt einer der Kugel 7 angepassten Ab  rollbahn 6 kann auch eine breitere Bahn der  Kugel 7 zur     Führung    dienen, so dass die  Kugel beim Abrollen auf dem Prüfling 9  auch die Möglichkeit hat, harten Stellen in  der Prüffläche auszuweichen, wodurch diese  besonders kenntlich gemacht werden.  



  Bei     Anwendung        verscheidener    Bewe  gungsgeschwindigkeiten der Kugel, wie sie  mit einem schneller oder langsamer be  triebenen Schlitten erreicht werden, ist es  auch möglich, den     Einfluss    der Zeit auf eine  plastische Verformung von Werkstücken  festzustellen.  



  Ferner ist bei der praktisch reibungslosen  Führung der Kugel     die    Möglichkeit gegeben,  die waagrechte Kraft, die zur Bewegung der  Kugel aufgewendet wird, wegen ihrer Ab  hängigkeit von dem Grad des Einsinkens der  Kugel in den     Prüfling    als Mass für die Härte  auszunützen. Für eine solche     Messung    kann    nach     Fig.    4 beispielsweise der Hebel 2 geteilt  und in     Querrichtung    federnd ausgebildet  sein. Er ist mit einem Messgerät 19 am     einen     Schenkel versehen, dessen Taster 20 an einem  Anschlag 21 des andern Schenkels 22 an  liegt.

   Je nach der für die Kugelbewegung  auf dem Prüfling     notwendigen    Kraft wird  der Taster 20 mehr oder weniger verschoben  und die waagrechte Komponente an dem Ge  rät angezeigt. Der Kraftmesser kann nach  Art einer hydraulischen     Messdose    oder eines       Feindehnungsgerätes    gebaut sein. Es lässt  sich auch das     Kohle-Druckmessverfahren    an  wenden. In allen Fällen soll es nicht ausge  schlossen sein, mit dem Messgerät ein Schreib  gerät zum fortlaufenden Aufzeichnen der  Kraft zu verbinden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Bestimmen der Härte an Prüflingen aus plastisch verformbaren Stoffen durch Ermittlung der Breite und Tiefe einer durch einen drehbaren Ein dringkörper erzeugten Rille, dadurch ge zeichnet, dass der Eindringkörper beim Erzeugen der Rille im Prüfling nicht nur an der Prüffläche, sondern auch an der Gegenfläche zum Abrollen gebracht wird.
    II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass der Halter (1) für den Eindringkörper (7) mit einer Abrollbahn für den Eindringkörper versehen ist. UNTERANSPRVCHE: 1. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Halter (1) für den Eindringkörper (7) magnetisch ist. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1. dadurch gekennzeichnet.
    dass sie mit einem Messgerät für die zur Bewegung des Eindringkörpers auf dem Prüfling erforderliche waagrechte Kraft komponente versehen ist.
CH204898D 1937-10-01 1938-09-30 Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Härte an Prüflingen aus plastisch verformbaren Stoffen. CH204898A (de)

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DE204898X 1937-10-01

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CH204898A true CH204898A (de) 1939-05-31

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CH204898D CH204898A (de) 1937-10-01 1938-09-30 Verfahren und Vorrichtung zum Bestimmen der Härte an Prüflingen aus plastisch verformbaren Stoffen.

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE4134513A1 (de) * 1991-10-18 1993-04-29 Schade Kg Verfahren und vorrichtung zum pruefen des ritzverhaltens von formteilen, insbesondere glasscheiben fuer kraftfahrzeuge
DE19618000C1 (de) * 1996-05-04 1997-08-07 Basf Lacke & Farben Vorrichtung zur Prüfung von Beschichtungsoberflächen
WO2006020786A3 (en) * 2004-08-13 2006-06-01 Du Pont Panel scribing device

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