Schaltung für doppelte Anrufsucher. Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltung für doppelte Anrufsucher. Sie bezweckt, die Einstellzeit der Anrufsucher auf ein Mindestmass zu verkürzen, und er reicht dies dadurch, dass die ersten Anruf sucher, zu denen mindestens ein zweiter An rufsucher Zugang hat, und an die jeweils eine bestimmte Zehnergruppe von Teilneh mern angeschlossen ist, von der gleichen An triebsvorrichtung bewegt werden, und dass diese ersten Anrufsucher die Einergruppe des anrufenden Teilnehmers suchen,
während gleichzeitig ein zweiter Anrufsucher die Zehnergruppe des anrufenden Teilnehmers aufsucht. Dabei kann durch Schaltmittel bei Einleitung eines Anrufs sowohl die Zehner gruppe in den Kontaktreihen der zweiten An rufsucher wie die Einergruppe in den Kon taktreihen der ersten Anrufsucher gekenn zeichnet werden.
Handelt es sich bei den ersten Anrufsuchern um Drehwähler, so kann man die Gruppe erster Anrufsucher als einen einzigen Drehwähler (Einerwähler) mit so vielen Bürstensätzen auffassen, als Teilneh mergruppen vorhanden sind.
Ruft beispiels weise der Teilnehmer 72 an, so stellt sich die ser Einerwähler entsprechend der Einerzif- fer 2 des anrufenden Teilnehmers ein. Nach erfolgter Einstellung steht der erste Bürsten satz des Einerwählers auf den Kontakten des Teilnehmers 12, der zweite Bürstensatz des Einerwählers auf den Kontakten des Teil nehmers 22, der dritte Bürstensatz auf denen des Teilnehmers 32, der siebente Bürstensatz auf den Kontakten des Teilnehmers 72.
Es muss nun aber noch der richtige Bürstensatz des Einerwählers, oder allgemeiner gespro chen, der der Zehnergruppe des anrufenden Teilnehmers zugeordnete erste Anrufsucher IAS ausgewählt werden.
Diese Auswahl be sorgt der zweite Anrufsucher IIAS, und zwar erfindungsgemäss gleichzeitig mit der Einstellbewegung des ersten Anrufsuchers IAS (Einerwähler). Da in einer Kontakt reihe dieses zweiten Anrufsuchers die sie bente Teilnehmergruppe als die anrufende gekennzeichnet worden ist, stellt sich somit der zweite Anrufsucher auf seine siebente Kontaktgruppe ein und erhält damit Zugang zu demjenigen ersten Anrufsucher bezw. zu demjenigen Bürstensatz des Einerwählers, der der Zehnergruppe des anrufenden Teil nehmers zugeordnet ist.
An dieser Stelle sei gleich bemerkt, dass wenn im vorstehenden oder im folgenden von Zehnergruppe und Einergruppe die Rede ist, dies nur als Bei spiel gemeint ist, d. h. dass die Gruppierung auch eine nichtdekadische sein kann.
Wird die Forderung gestellt, dass mehrere Teilnehmer gleichzeitig einen Anruf einlei ten können sollen, so muss dafür Sorge getra gen werden, dass Kreuzverbindungen vermie den werden. Eine solche Kreuzverbindung könnte zum Beispiel bei dem obigen Beispiel dann entstehen, wenn ausser dem Teilnehmer 72 noch beispielsweise der Teilnehmer 58 an rufen würde. In diesem Fall könnte sich zum Beispiel der Einerwähler auf seinen zweiten Kontakt (entsprechend der Einerziffer des Teilnehmers 72) und der Zehnerwähler auf seinen fünften Kontakt (entsprechend der Zehnerziffer des Teilnehmers 58) einstellen.
Der mit dem zweiten Anrufsucher verbun dene Nummernstromstossempfänger würde dann also mit dem Teilnehmer Nr. 52 verbun den sein, der aber gar nicht angerufen hat.
Zur Verhinderung derartiger Fehleinstel lungen wird zweckmässigerweise, sobald einer der beiden gleichzeitig laufenden Wähler eine anrufende Teilnehmer-, Einer- bezw. Zehnergruppe gefunden hat, durch ein diesem Wähler zugeordnetes Priifrelais der dem an dern Wähler individuell zugeordnete Prüf stromkreis unterbrochen, derart, dass dieser andere Wähler bei seiner weiteren Bewegung nur noch über einen beiden Wählern gemein sam zugeordneten Prüfstromkreis, also über einen eigenen Schaltarm und einen Schalt arm des bereits stillgesetzten Wählers in Reihe prüfen kann.
Der noch nicht einge- stellte Zehnerwähler kann also in diesem Fall nach Stillsetzung des Einerwählers nicht mehr auf einen beliebigen Bürstensatz des Einerwählers aufprüfen, sondern nur noch auf einen solchen, dessen Bürsten bereits auf den Kontakten eines anrufenden Teilnehmers stehen. Umgekehrt kann auch der noch nicht vollkommen eingestellte Einerwähler nach Stillsetzung des zweiten Anrufsuchers nicht auf einen beliebigen anrufenden Teilnehmer aufprüfen, sondern nur auf einen solchen, auf dessen Zehnergruppe der zweite Anruf sucher bereits steht.
Die Erfindung ist im folgenden anhand der Abbildung an einem Ausführungsbeispiel beschrieben.
DEW bedeutet den Drehmagneten des Einerwählers, DZW den des Zehnerwählers. Die Schaltarme des zweiten Anrufsuchers sind mit IIAS, die des Einerwählers mit IAS bezeichnet. Der Einerwähler hat 10 Bürsten sätze<I>a, b,</I> c, von denen jedoch nur zwei, nämlich der vierte Bürstensatz IAS4 und der fünfte Bürstensatz B185, herausgezeichnet sind.
Ausserdem besitzt der Einerwähler noch eine d-Kontaktreihe, die allen Bürstensätzen gemeinsam ist. Auch der IIAS besitzt noch eine d-Kontaktreihe, über die er vor der Stillsetzung des Einerwählers die Dekaden prüfung vornimmt.
Beim Ausführungsbeispiel ist jedem Einerwähler nur ein einziger zweiter Anruf sucher zugeordnet. Es können aber auch deren mehrere sein. Eine solche Anordnung wird sich zum Beispiel dann empfehlen, wenn der Einerwähler eine grosse Anzahl von Kon taktreihen, z. B. nicht 10, sondern 20 hat. Wenn in diesem Falle nur ein zweiter An rufsucher vorgesehen wäre, müsste dieser 20 Kontakte besitzen. Will man aber 10teilige zweite Anrufsucher verwenden, so wird man die ersten 10 Bürstensätze des Einerwählers an einen zweiten Anrufsucher und die zwei ten 10 Bürstensätze des Einerwählers an einen andern zweiten Anrufsucher anschlie ssen.
Von diesen beiden zweiten Anrufsuchern wird dann jeweils nur der für den betreffen den Teilnehmer in Betracht kommende ange lassen, z. B. unter Mithilfe des zugehörigen Dekadenrelais. Die Betriebsweise der Schaltung beim Anruf des Teilnehmers T54 ist folgende: Nimmt der Teilnehmer den Hörer ab, so wer den im Rufstromkreis die Relais B, DK und <I>An</I> in Reihe erregt.
Das Relais R ist das dem Teilnehmer 54 individuell zugeordnete Anrufrelais. Das Relais<I>An</I> ist das übliche Anlassrelais, während das Relais DK zur Kennzeichnung der Zehnergruppe des an rufenden Teilnehmers dient.
Das Relais R kennzeichnet durch seinen Kontakt r2 den vierten Kontakt in der d-Bank des Einerwäh- lers und durch seinen Kontakt r1 den vier ten Kontakt in der c-Kontaktreihe desjenigen Bürstensatzes dieses Einerwählers, der der fünften Teilnehmergruppe (Dekade) zuge ordnet ist, zu dem also der zweite Anruf sucher IIAS über den fünften Kontakt seiner c-Kontaktreihe Zugang hat.
Der Kontakt dk des Relais DK kennzeichnet gleichzeitig den fünften Kontakt an der d-Kontaktreihe des zweiten Anrufsuchers IIAS. Am Kon takt<I>an</I> des Relais<I>An</I> werden der Zehner wähler und der Einerwähler gleichzeitig an gelassen, so dass beide Wähler ihre Schalt arme fort-schalten.
Es sei nun angenommen, der Einerwäh- ler finde den ihm gekennzeichneten Kontakt als erster. In diesem Fall kommt das Prüf relais E über den gemeinsamen d-Arm des Einerwählers zum Ansprechen. Dieses Relais öffnet an seinem Kontakt e1 den Fortschalte- stromkreis des Drehmagnetes DEIY des Einerwählers und setzt somit diesen Wähler auf seinem vierten Kontakt still.
Ausserdem öffnet es an seinem Kontakt e2 den unmittel- baren Prüfstromkreis des Zehnerwählers IIAS, der über den d-Arm dieses Wählers verläuft. Der Zehnerwähler läuft also zwar weiter, kann aber jetzt nicht mehr mit seinem Relais Z prüfen, sondern die Prüfung kann nur noch mittels des Prüfrelais P, und zwar in Reihe über einen c-Arm des Einerwählers und den c-Arm des Zehnerwählers erfolgen.
Dieser Prüfstromkreis kommt in dem Augen blick zustande, wo der Zehnerwähler IIAS denjenigen Bürstensatz des Einerwählers ge funden hat, der bereits auf einer anrufenden Leitung steht. Da im vorliegenden Fall an genommen ist, dass der Teilnehmer 54 ange rufen hat, wird der Zehnerwähler auf seinem fünften Kontakt stillgesetzt, weil beim Er reichen dieses Kontaktes folgender Prüf stromkreis zustande kommt: -J-, P, c-Arm des IIAS, c-Arm des Bür stensatzes IAS5, r1, <I>T, -.</I>
In diesem Stromkreis sprechen sowohl das P- wie das T-Relais an. Das P-Relais trennt an seinem Kontakt p den Fortschaltestrom- kreis beider Wähler auf, so dass nun auch der Zehnerwähler stehen bleibt, und sorgt in nicht dargestellter Weise für die Durchschal- tung. Das Relais T, das Trennrelais des an rufenden Teilnehmers T54, öffnet an seinen Kontakten t1 und t2 den Anrufstromkreis, so dass die Relais R, <I>DK</I> und<I>An</I> abfallen,
und hält sich über seinen Kontakt t3 weiter über die c-Ader.
Sollte der Zehnerwähler früher finden als der Einerwähler - was auch bei dem vorstehenden Beispiel möglich ist, weil die Wähler keine Ruhelage zu besitzen brau chen - so spricht das Relais Z als erstes an und öffnet an seinem Kontakt z2 den unmit telbaren Prüfstromkreis des Einerwählers, so dass; der Fortschaltestromkreis des Eiuerwäh- lers erst beim Ansprechen des in Reihe über die Schaltarme beider Wähler prüfenden Re lais P an dessen Kontakt p stillgesetzt wer den. kann. Damit ist aber auch in diesem Fall sichergestellt, dass der Gruppenwähler zu einem anrufenden Teilnehmer durchge schaltet ist.