CH196614A - Verfahren zur Herstellung eines haltbar versteiften Wäscheeinlagestoffes. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines haltbar versteiften Wäscheeinlagestoffes.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines haltbar versteiften Wäseheeinlagestoffes. Es ist bekannt, Wäschestücke und der artige Gegenstände, sowie auch den Stoff, aus dem Wäschestücke hergestellt werden, in der Weise zu versteifen, dass zwei oder mehrere Gewebelagen durch irgend eine kle bende Substanz miteinander dauerhaft ver bunden werden. Es entsteht so eine verstei fende Wirkung, die dadurch zustande kommt, dass die miteinander verbundenen Gewebe lagen sich gegenseitig einen gewissen Halt verleihen und so ein stärkerer Effekt erzielt wird, als die versteifende Wirkung des Klebe mittels auf einer Gewebelage allein bedingen würde.
Trifft man die Anordnung so, dass ein mit Klebemittel überzogenes Gewebestück zwischen zwei unbehandelten Gewebestücken eingebettet ist, so erzielt man den weiteren Vorteil, dass das zur Erzielung des Klebe effektes verwendete Klebemittel nicht mehr sichtbar ist, so dass das Wäschestück trotz seiner Versteifung den Eindruck eines unbe handelten Gewebestückes macht.
Es ist auch schon vorgeschlagen worden, als Klebemittel im obigen Sinne Acetylzellu- lose zu verwenden. Eine Gewebelage wird mit Acetylzellulose imprägniert und dann zu sammen mit den zu verschmelzenden Gewebe lagen der gleichzeitigen Einwirkung von Wärme, Druck und kleinen Mengen eines Lösungsmittels für Acetylzellulose ausgesetzt. Bei diesem Verfahren wird die Acetylzellulose unter der Einwirkung des Lösungsmittels und der Wärme plastisch, worauf durch den an gewandten Druck die Gewebelagen in dauer hafter Weise miteinander verschmolzen wer den.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung eines haltbar versteiften Wäscheeinlagestoffes, welches sich dadurch auszeichnet, dass eine aus zellulosehaltigen Fasern bestehende, pergamentierte Stofflage mit einem dauerhaften, durch äussere Ein wirkung plastisch und klebend werdenden Klebemittel überzogen wird, vermittelst des sen sie mit mindestens einer Aussenstoffschicht zur Versteifung derselben dauerhaft verbun den werden kann.
Durch die Verwendung eines solchen Wäscheeinlagestoffes in Verbin- dang mit einer oder zwei Aussensoltichten erhält das kombinierte Gewebestück infolge der erhöhten Steifheit des Wäscheeinlage stoffes eine vergrösserte Gesamtsteifheit. Ist eine so hohe Steifheit nicht erwünscht, so kann mit bedeutend geringeren Mengen von Klebemittel der gleiche Effekt erzielt werden, wie es sonst bei der Verwendung von nicht pergamentierten Einlagestoffen nur mit be deutend grösseren Mengen von Klebemittel erreichbar ist.
Infolge der veränderten Struk tur der pergamentierten Stofflage wird er reicht, dass das gesamte zur Anwendung ge langende Klebmittel zur Erzielung der ge wünschten Klebewirkung herangezogen wird, während bei nicht pergamentiertem Stoff ein grösserer Teil des Klebemittels sich im In nern der Fasern oder in den Faserzwischen räumen des Stoffes absetzt, dort zwar ver steifend wirkt, aber für die zu erzielende Klebewirkung verloren ist.
Die verschiedensten Grade von Verstei fung können durch geeignete Wahl der Ver fahrensweise erzielt werden. So können sehr steife Gewebestücke durch Verwendung einer stark pergarnentierten Stofflage und viel Klebe mittel hergestellt werden. Durch Verwendung einer weniger stark pergamentierten Stofflage und von weniger Klebemittel können hinsicht lich der Versteifung alle gewünschten Zwi schenstufen erreicht werden.
Ein weiterer Vorteil von so versteiften Gewebestücken besteht noch darin, dass der pergamentierte Einlagestoff das ganze Gewebe stück am Eingehen bei der Wäsche hindert, während bisher bekannte Wäschestücke ähn licher Zusammensetzung immer noch den Nachteil zeigen, bei der Wäsche mehr oder weniger einzugehen.
Ausser diesen genannten Vorteilen hat man auch den Vorzug erhöhter Wirtschaft lichkeit, da ein grosser Teil der bisher zur Imprägnierung notwendigen Klebemittellösung insofern entbehrlich wird, als matt eine in an sich bekannter Weise pergarnentierte Stoff- lage verwendet, die an sich schon weniger Klebemittel zur Versteifung erfordert. Als Klebemittel zum Auftragen auf die pergamentierte Stofflage können wasserunlös liche Substanzen, die eine gewisse Elastizität besitzen, z.
B. Zelluloselacke. Acetyl-, Butyl-, Nitrozellulose, quellbar-eKunstharzewieVinyl- acetat und andere mehr, welche mit den be kannten Weichmachern versetzt sein können, verwendet werden. Diese Stoffe werden zweck mässig in einem geeigneten, nichtwässerigen Lösungsmittel gelöst und in Form von Lö sungen ein- oder beidseitig auf die pergamen- tierte Stofflage mittels einer Streichmaschine oder einer ähnlichen Apparatur aufgetragen.
Als Material für die Stofflage können be liebige textile Flächengebilde, die aus zellrt- losehaltigen Fasern, wie Baumwolle, Leinen, Flachs, Hanf, Ramie etc. oder aus Kunst spinnfasern oder Kunstseide aus regenerierter Zellulose oder Mischungen dieser Faserarten bestehen, Verwendung finden.
Das Verkleben der pergamentierten, mit dem Klebemittel versehenen Stofflage mit einer oder zwei Aussenstoffschichten kann so vorgenommen werden, dass diese oder nur die mit dem Klebemittel versehene Stofflage mit einer auf das Klebemittel lösend oder quel lend wirkenden Flüssigkeit besprengt und darin das Ganze durch starke Pressung mit einander verklebt wird. Hat das Klebemittel die Eigenschaft, schon unter einfacher Hitze wirkung plastisch und klebend zu werden, so kann man die Verschmelzung der verschie denen Schichten durch gleichzeitige Anwen dung von Hitze und Pressung bewerkstelli gen.
Mit Vorteil wird man oft die beiden Verfahren kombinieren und die mit dem Lö- sungs- oder Quellmittel besprengten Stoffe der gleichzeitigen Einwirkung von Wärme und Pressung unterwerfen.
<I>Ausführungsbeispiel:</I> Ein gebleichtes Gewebe, das während 8 Sekunden mit Schwefelsäure von 54 B6 behandelt. gründlich ausgewaschen und ge trocknet wurde, wird beidseitig mit einer 17'/oigen Lösung von Acetylzellulose in Ace ton überzogen und dann getrocknet. Das so behandelte Gewebe dient als Einlagestoff zwi- sehen zwei Aussenstoffschichten und das Ganze kann dann zu einem Wäschestück, etwa zu einem Kragen konfektioniert werden, wonach das Wäschestück mit Aceton eingesprengt,
auf einer Bügelpresse gebügelt und auf diese Art die gegenseitige Verklebung der Einzel schichten bewerkstelligt wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCHE: I. Verfahren zur Herstellung eines haltbar versteiften Wäscheeinlagestoffes, dadurch gekennzeichnet, dass eine aus zellulose- haltigen Fasern bestehende, pergamentierte Stofflage mit einem dauerhaften, durch äussere Einwirkung plastisch und klebend werdenden Klebemittel überzogen wird, vermittelst dessen sie mit mindestens einer Aussenstoffschicht zur Versteifung dersel ben dauerhaft verbunden werden kann. II. Nach dem Verfahren von Patentanspruch I hergestellter haltbar versteifter Wäsche einlagestoff.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH196614T | 1936-01-17 |
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Cited By (1)
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- 1936-07-06 GB GB1870436A patent/GB464463A/en not_active Expired
Cited By (4)
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| EP0644287A1 (de) * | 1993-09-17 | 1995-03-22 | Lainiere De Picardie S.A. | Schussgewirkter biologisch abbaubarer Textilsupport für einen bügelbaren Einlagestoff |
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| TR27985A (tr) * | 1993-09-17 | 1995-11-16 | Picardie Lainiere | Termo-baglanmali ic-astarlama icin, atki örgüsünde bulunan biyo-bozunur tekstil destek maddesi. |
| US5688558A (en) * | 1993-09-17 | 1997-11-18 | Lainiere De Picardie S.A. | Process of making biodegradable textile thermo-bonding interlining |
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| Publication number | Publication date |
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