CH183186A - Verfahren zur Herstellung eines zur Bereitung von Teig- und Backwaren verwendbaren Produktes aus Käse. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines zur Bereitung von Teig- und Backwaren verwendbaren Produktes aus Käse.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines zur Bereitung von Teig- und Backwaren verwendbaren Produktes aus läse. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines zur Bereitung von Teig- und Backwaren verwendbaren Produk tes aus Käse. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass geriebener Käse mit einer alkalisch reagierenden Substanz in solcher Menge zusammengeschmolzen wird, dass diese Substanzmenge, in einem dem Volumen der geschmolzenen Käsemasse glei chen Volumen Wasser gelöst, eine Wasser stoffionenkonzentration entsprechend einem pH von mindestens 9,5 aufweisen würde.
Unter den alkalisch reagierenden Substan zen eignen sich vor allem die Alkalisalze Trinatriumphosphat und Natriumkarbonat. Der Käsemasse werden zweckmässig nicht mehr als 5 % Chemikalien zugesetzt.
<I>Beispiel:</I> Fein geriebener Emmentalerkäse wird in dünner Schicht auf Blechen ausgebreitet und gleichmässig mit einer 50 % igen, heissen, wässerigen Lösung von Trinatriumphosphat bestäubt, wobei man auf 1 kg Käse 10 g der Lösung verwendet. Auf den Käse lässt man nun bis zum Sintern desselben Wasser dampf strömen. Die gesinterte Masse wird dann in einen Kessel gebracht und unter Umrühren zum vollständigen Schmelzen auf 65 C erhitzt.
Sodann wird in Dosen abge füllt, worauf man das Produkt in den ge schlossenen Dosen zwecks Sterilisation wäh rend einiger Zeit im Autoklaven auf<B>100'</B> C erhitzt und schnell abkühlt. Statt des Er- liitzens im Kessel kann die Masse auch durch längeres Aufblasen von Wasserdampf auf den Blechen vollständig geschmolzen werden.
Ein fettarmes Produkt kann erhalten werden, indem man das im Kessel auf 65 erwärmte Schmelzgut einige Zeit ruhig stehen lässt und hierauf das an seiner Oberfläche sich abscheidende Fett durch Abschöpfen entfernt.
Das eingangs erwähnte Natriumkarbonat wird zweckmässig als 25 % ige, heisse, wässe rige Lösung verwendet, und indem man auf 1 kg Käse 35 g dieser Lösung benützt. Die alkalisch reagierende Substanz kann auch in Pulverform auf den Käse gestreut werden.
Bei dem für Trinatriumphosphat gegebe nen Beispiele würde die Wasserstoffionen konzentration der Lösung, welche das Natriumphosphat in einem dem Volumen der geschmolzenen Käsemasse gleichen Vo lumen Wasser gelöst enthält, einem pH von etwa 13 entsprechen. Bei Verwendung .der angegebenen Menge Natriumkarbonat wäre der entsprechende Wert von p$ etwa 12.
Das Verfahrensprodukt bildet eine gelb liche, ziemlich harte, schwach nach Käse riechende Masse von grosser Haltbarkeit und besitzt im Gegensatz zum Ausgangsmaterial die wertvolle Eigenschaft, dass es sich nach Zerkleinerung mit Teig gut zu haltbaren Back- und Teigwaren verarbeiten lässt. Zur Bereitung der ersteren verwendet man zweck mässig das fettreiche, zur Erzeugung der letzteren das fettarme Verfahrensprodukt.
Beim Erhitzen der Käsemasse mit den Alkalisalzen werden die im Käse enthalte nen freien ?Säuren und wenigstens ein Teil des Kaseins in. Alkaliverbindung verwan delt. Ferner wird ein Teil des Fettes verseift, während die Eiweissstoffe zum Teil abgebaut. werden. Diese chemischen Vorgänge sind offenbar von wesentlicher Bedeutung für die Eigenschaften des Endproduktes, was daraus hervorgeht, dass ein ohne Zusatz von alkalisch reagierender Substanz, im übrigen aber gleich behandelter Käse die oben erwähnten, wertvollen Eigenschaften nicht aufweist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines zur Bereitung von Teig- und Backwaren ver wendbaren Produktes aus Käse, dadurch gekennzeichnet, dass geriebener Käse mit einer alkalisch reagierenden Substanz in solcher Menge zusammengeschmolzen wird, dass diese Substanzmenge, in einem dem Volumen der geschmolzenen Käsemasse gleichen Volumen Wasser gelöst, eine Wasserstoffionenkonzentration entsprechend einem p$ von mindestens 9,5 aufweisen würde. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Käsemasse höchstens 5 % Chemikalien zugesetzt wer ,den.2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als alkalisch reagie rende Substanz Trinatriumphosphat ver wendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf 1 kg Käse 5 g Trinatriumphos- phat verwendet werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die alkalisch reagie rende Substanz in wässeriger Lösung verwendet wird. 5.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der in dünner Schicht ausgebreitete Käse mit der alkalisch reagierenden Substanz bestäubt und dann durch Aufblasen von Wasserdampf ge schmolzen wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der in dünner Schicht ausgebreitete Käse mit der alkalisch reagierenden Substanz bestäubt, dann durch Aufblasen von Wasserdampf ge sintert und hierauf in einem Kessel durch geschmolzen wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, da.ss der Käse im Kessel bei etwa 65 C geschmolzen wird. B.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Schmelzgut in Dosen abfüllt und in den geschlosse nen Dosen einige Zeit auf<B>100'</B> C erhitzt. 9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Schmelze einige Zeit ruhig stehen lässt und sodann das sich an ihrer Oberfläche abscheidende Fett durch Abschöpfen entfernt, um ein fettarmes Produkt zu erhalten.
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