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CH181818A - Verfahren zur Überführung flüssiger Stoffe in blasenfreie Produkte. - Google Patents

Verfahren zur Überführung flüssiger Stoffe in blasenfreie Produkte.

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Publication number
CH181818A
CH181818A CH181818DA CH181818A CH 181818 A CH181818 A CH 181818A CH 181818D A CH181818D A CH 181818DA CH 181818 A CH181818 A CH 181818A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
polymerization
heating
carried out
flat
chambers
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Otto Dr Roehm
Original Assignee
Otto Dr Roehm
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Otto Dr Roehm filed Critical Otto Dr Roehm
Publication of CH181818A publication Critical patent/CH181818A/de

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  • Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)

Description


  Verfahren zur Überführung     flüssiger        Stoffe    in blasenfreie Produkte.    Es ist     bekannt:,    dass man flüssige Stoffe  oder     Stoffgemische    durch     Polymerisation,     Kondensation, Kondensation und     Polymeri-          sation    und dergleichen     Vorgänge    in halbfeste  oder feste Produkte von wertvollen     Eigen-          sehaften    überführen kann. Für manche  Zwecke ist es von Wichtigkeit, dass die halb  festen oder festen Produkte in blasenfreiem  Zustand erhalten werden.

   Dies gilt insbeson  dere dann, wenn es sich um die Herstellung  von Produkten handelt, welche als Glasersatz  oder für die Herstellung von splittersicherem       ('t-las    Verwendung finden sollen.  



  Wenn man zum Beispiel polymerisier  bare, ungesättigte organische Verbindungen  der     Polymerisation    durch Erwärmen unter  wirft, so erhält man zumeist Produkte, wel  che Einschlüsse von Gasbläschen enthalten.  Werden diese Produkte, welche gegebenen  falls noch     Weichmachungsmittel    enthalten  können, nach üblichen Methoden, zum Bei  spiel unter Zuhilfenahme von Wärme und  hohem Druck in Formkörper, zum Beispiel    Platten oder Filme, übergeführt so enthalten  auch diese Erzeugnisse störende Einschlüsse  von Gasblasen.  



  Eingehende Untersuchungen haben ge  zeigt,     da.ss    die bei     Polymerisationsvorgängen     und ähnlichen Prozessen auftretende Blasen  bildung auf örtlichen     Überhitzungen    beruht,  und     da,ss    man die Blasenbildung vermeiden  kann, wenn man die     Polymerisation    der Aus  gangsstoffe in dünnen     Schichten    vornimmt.  Man kann zum Beispiel derart verfahren, dass  man die zu polymerisierende Flüssigkeit in  ganz dünnen, zum Beispiel 2 bis 3 mm  dicken, Schichten     in    flache Gefässe einfüllt,  einen Deckel aufbringt und sie der Erwär  mung unterwirft. Diese Arbeitsweise hat  aber den Nachteil, dass man viel Platz  braucht.

   Ausserdem entstehen dabei beträcht  liche Verluste durch Verdampfung, da die  flachen Gefässe, insbesondere solche von     grö-,          sseren    Abmessungen, nur schlecht abgedichtet  werden können.  



  Ausgezeichnete Ergebnisse werden, wie           gefunden    wurde, dann erzielt, wenn man den  Prozess in schmalen, zum Beispiel taschen  förmigen Kammern aus Metall oder andern  geeigneten Stoffen durchführt. Hierdurch ist  man in der Lage, die in die flachen Kam  mern eingefüllte Flüssigkeit beiderseitig  gleichmässig zu erwärmen und ebenso bei       exotherm    verlaufenden Prozessen die ent  wickelte Wärme gleichmässig abzuführen und  hierdurch örtliche zur Schaumbildung     bezw.          Blasenbildung    führende Überhitzungen mit  Sicherheit zu vermeiden.  



  Die Metallkammern können in der Länge  und Breite jede für praktische     Zeweke    in  Betracht kommende Grösse haben. Dagegen  ist die Schichtdicke begrenzt, da bei zu  dicker Schicht ein gleichmässiger Verlauf  der     Polymerisation    nicht gewährleistet ist  und     infolgedessen    Blasenbildung nicht mit  Sicherheit vermieden werden kann. Im all  g     emeinen    hat sich gezeigt, dass bei Schicht  dicken von 10 mm Störungen und die damit       verbundenen        Blasenbildungen    nicht auf  treten.

   Man kann aber- auch in gegebenen  Fällen mit grösseren Schichtdicken arbeiten  und hierdurch entsprechend dickere     Poly-          merisatplatten    herstellen. Die maximalen und  die optimalen     Schichtdicken    können für das  jeweils zu polymerisierende     Ausgangsmate-          rial        bezw.    Materialgemisch durch     Vorver-          suche    leicht ermittelt werden.  



  In Ausbildung der     Erfindung    kann man  zum Beispiel derart verfahren, dass man in  flache, stehende Metallkammern die zu poly  merisierende Flüssigkeit einfüllt, die obere       spaltförmige    Öffnung verschliesst, die Kam  mern unter     Bespülung    der Hauptflächen oder  allseitiger     Bespülung    mit dem     Wärmemedium     auf die für die Durchführung des Prozesses  geeignete Temperatur bringt und sie     bezw.     ihren Inhalt bis zur     Vollendung    des     Poly-          merisationsvorganges    unter Vermeidung von  Überhitzungen auf geeigneten     Temperaturen     hält.  



  Mit Vorteil kann man zum Beispiel der  art verfahren, dass man eine Mehrzahl von  Flachkammern zu einem System zusammen  stellt, derart, dass das Heizmedium oder auch    Kühlmedium die Flachseiten aller Kammern  gleichmässig beeinflussen kann, zum Beispiel  derart, dass man zwischen den Hauptflächen  der einzelnen Kammern Räume für den       Durchgang    des Heizmediums     bezw.    Kühl  mediums vorsieht. Das System von Kammern  kann in einem Heizraum angebracht oder in  einen solchen eingeführt werden.  



  Die Wärmezufuhr     bezw.    Wärmeabfuhr  kann zum Beispiel dadurch bewirkt werden.  dass man auf passende Temperatur gebrachte  Gase (Luft) gegebenenfalls im Kreislauf  durch den Raum, in welchem das Kammer  system sich befindet, leitet.  



       Mit        Vorteil,        werden        zur     Flüssigkeiten     verwendet,    da diese be  fähigt sind, in besonders günstiger Weise die  ihnen innewohnende Wärme gleichmässig auf  den Inhalt der einzelnen Kammern zu über  tragen und ebenso überschüssige Wärme  gleichmässig abzuführen. Ist zur     Einleitung     des Vorganges, zum Beispiel eine Temperatur  von 70   C erforderlich, so kann zum Beispiel  derart verfahren werden, dass man zunächst  Flüssigkeit von<B>70'</B> C oder auch von etwas  höherer Temperatur durch den Raum leitet.

    Ist der Prozess unter Wärmeentwicklung in  Gang gekommen, so kann man die Tempera  tur der zirkulierenden Flüssigkeit derart er  mässigen, dass die überschüssige Wärme ab  geführt wird unter Aufrechterhaltung der  für den Fortgang des Prozesses erforder  lichen Wärme in den     Polymerisations-          kammern.     



  Nach Vollendung des     Polymerisationsvor-          ganges    werden die gebildeten     Polymerisat-          platten    aus den Flachkammern herausgenom  men. Feste Platten können in der Regel  durch einfaches Stürzen der Kammern zum  Herausgleiten gebracht werden.

   Die Entfer  nung der Platten aus den Kammern kann  gegebenenfalls auch dadurch erleichtert wer  den, dass die Innenflächen der Kammern mit  Stoffen ausgekleidet werden, die ein An  kleben oder Anbacken des     Polymerisates    an  den Kammerwandungen verhindern.     Hierfür     können zum Beispiel dünne Auflagen oder  Zwischenlagen aus Viskose, Gelatine, Leim      oder zum Beispiel auch mit Leim, Gelatine  und dergleichen Stoffen imprägniertes Papier  verwendet werden. Derartige     Massnahmen     empfehlen sich besonders bei der     Herstellung     von halbfesten     Polymerisatplatten.     



  In gegebenen Fällen kann man an Stelle  geschlossener     Flachkammern    auch Flachfor  men verwenden, die in bekannter Weise  leicht     zusammensetzbar        bezw.    leicht ausein  ander     nehmbar    ausgebildet sind, zum Beispiel  derart, dass eine Hauptwandung der     Kammer     gelöst und nach Herausnehmen der     Poly-          rnerisatplatte    wieder eingefügt wird oder  zum Beispiel derart,

   dass die der     obern        spalt-          förmigen    Öffnung der Kammer gegenüber  liegende schmale Wandung entfernt und die       Polymerisatplatte    mit Hilfe eines Flach  stempels oder dergleichen     herausgeschoben     wird.  



  Mit besonderem Vorteil wird derart ver  fahren, dass man in die Flachkammern Beu  tel, deren Abmessungen dem     Innenraum    der  Kammern entsprechen, aus Stoffen, welche  einerseits an den Kammerwandungen nicht  festkleben, anderseits die zu polymerisieren  den Flüssigkeiten nicht durchdringen lassen,  einsetzt, diese mit der Ausgangsflüssigkeit  füllt und den     Polymerisationsvorgang    in der  oben beschriebenen Weise durchführt. Der  artige Beutel können zum Beispiel aus     Vis-          kosefilmen,        Gelatinefilmen    und dergleichen  oder auch aus Papier, das mit Stoffen wie  Leim, Gelatine und dergleichen imprägniert  ist, hergestellt sein.

   Die Beutel können nach  dem Einfüllen des Ausgangsmaterials einfach  durch Umbiegen, gegebenenfalls durch mehr  faches     Umbördeln    des obern offenen Teils ge  schlossen werden. Es hat sich überraschender  Weise herausgestellt, dass alsdann selbst bei  mehrstündigem Erhitzen des     Beutelinhaltes     auf die zur     Polymerisati.on    erforderliche  Temperatur, zum Beispiel etwa<B>70'</B> C nichts  von dem Inhalt verdampft, also keinerlei  Verluste entstehen. Weiterhin wurde festge  stellt, dass bei Verwendung von Zwischen  schichten aus oben genannten Stoffen,     insbe=     sondere von daraus hergestellten Beuteln der       Polymerisationsvorgang    besonders ruhig und    störungsfrei verläuft.

   Die Anwendung von  Beuteln bietet nach den besonderen Vorteil,  dass die fertigen     Polymerisatplatten    durch  Herausziehen der Beutel aus den Flach  kammern überaus einfach aus diesen entfernt  und gegebenenfalls in den Beuteln aufbe  wahrt und versandt werden können.  



  Die Eifindung gestattet, wie bereits oben  dargelegt wurde, die Herstellung blasenfreier       Polymerisatplatten,    die entweder als solche,  sowie sie anfallen, zum Beispiel als Glas  ersatz, verwendet werden können oder auch  in blasenfreie andere Gebilde übergeführt  werden können. Man kann zum Beispiel der  art verfahren, dass man die     Polymerisat-          platten    zwischen     Metallplatten    von grösseren  Abmessungen legt und dieselben der Einwir  kung von Wärme und Druck unterwirft.  Hierdurch kann man das     Polymerisat    er  weichen und in erweichten Zustand zu einer  dünneren, aber entsprechend grösseren Platte       verpressen.     



  Zwecks Herstellung von splittersicherem  Glas kann man zum Beispiel derart ver  fahren, dass man zwischen zwei Glas  scheiben, deren Abmessungen zum Beispiel  100 X 50 cm betragen können, . eine     Poly-          merisatplatte,    deren Abmessungen zum Bei  spiel 32 X 16 X 1 cm betragen, legt und  durch Einwirkung von Wärme und Presse  druck das     Polymerisat    zu einer den gesam  ten Zwischenraum zwischen den Glasplatten  ausfüllenden dünneren     Polymerisatschicht          verpresst.    Hierdurch erhält man eine völlig  blasenfreie, die Glasscheiben fest miteinander  verbindende     Polymerisatzwischenlage.     



       Splittersicheres    Glas kann zum Beispiel  auch so hergestellt werden, dass auf einer  Glasscheibe entlang ihren     ganten    etwa  0,5 mm Dicke und einige Millimeter Breite  Filme aus elastischem Material derart aufge  legt werden, dass sie bis auf eine Unterbre  chung einen geschlossenen Rahmen bilden.  Die Filmbänder können zum Beispiel aus  einem gummiartigen     Polymerisat    aus     Poly-          acrylsäuremethylester,    aus Papier, Gummi  oder dergleichen bestehen.

   Wird auf die  Filmlage     eine    zweite Glasplatte     aufgelegt,         so entsteht eine Kammer mit den beiden Glas  scheiben als Hauptwänden, die getrennt sind  durch     die    zwischenliegende     Filmbandlage,     deren Unterbrechung     nunmehr    eine Öffnung  bildet.  



  1 il die so gebildete Kammer wird durch  die Öffnung eines der in den Beispielen er  wähnten     monomeren    oder     anpolymerisierten     Produkte gegossen. Die     Polymerisation    wird  durch Erwärmung erwirkt, und es entsteht  ein blasenfreies, gutes nichtsplitterndes  Glas.  



  Soll unter Verwendung elastischer Rand  auflagen ein Glasersatz, wie weiter oben     er-          wälint,    hergestellt werden, so können bei  spielsweise auf der Glasscheibe in Abständen  einzelne Scheibchen aufgeklebt werden, deren  Länge z. B. 3     ein    und deren Breite - z. B.  0,5 cm und deren Dicke 0,6 cm betragen  kann. Hierauf wird eine zweite Glasscheibe  auf diese elastischen     Zwischenkörper    so ge  klebt, dass sich die beiden Glasscheiben über  decken, und durch die elastischen Zwischen  körper in gewünschtem Abstand gehalten  werden. Werden nunmehr drei der Seiten  flächen dieses Gebildes flüssigkeitsdicht ge  schlossen, beispielsweise durch Verkleben mit  Papier, so erhält man eine Kammer ähnlich  der oben beschriebenen Art.

   In die offene  Seite     wird    das zu polymerisierende Material,  zum Beispiel 65 Teile     monomerer        Methacryl-          säuremethylester    mit 35 Teilen     Isobutyl-          phthalat    und     Benzoylsuperoxyd    als     Poly-          merisationsbeschleuniger    eingegossen.  



  Nunmehr wird einige     Stunden    auf etwa  <B>80'</B> erhitzt und polymerisiert. Es tritt dabei  eine Zusammenziehung der Flüssigkeit ein.  Da das entstehende     Polymerisat    an den  Glasscheiben klebt, entsteht ein Druck auf  die     elastischen    Zwischenkörper, diese geben  nach, es kann also kein Hohlraum zwischen  Glas und     Polymerisat    entstehen.  



  Nach Beendigung der     Polymerisation    und  Abkühlung lässt sich der entstehende Glas  ersatz     mit    vollständig glatter Fläche ablösen,  wobei zur Vermeidung von Bruchverlusten  zweckmässig die Abkühlung und Ablösung       in.    warmem Wasser erfolgt.    Die Kammer kann auch allseitig geschlos  sen werden, sobald das     monomere        bezw.    an  polymerisierte Produkt eingegossen ist.  



  Man ist also vermöge der Erfindung in  der Lage, dickere     Polymerisatplatten,    zum  Beispiel solche, deren Dicke 10 mm beträgt,  blasenfrei herzustellen und diese durch Ein  wirkung von Wärme und Druck in dünnere,  dem jeweiligen Verwendungszweck ange  passte     ebenfalls    blasenfreie, flache Gebilde,  zum Beispiel solche von     0,5-2    mm Dicke  von entsprechend grösseren Abmessungen  überzuführen. In gleicher Weise kann man  auch noch dünnere, zum Beispiel filmartige  Gebilde, herstellen.  



  Man kann das Verfahren auch so durch  führen, dass man an Stelle von Platten  stangenförmige Produkte von gewünschtem,  zum Beispiel kreisförmigem, ovalem, recht  eckigen oder quadratischem Querschnitt her  stellt. Die     Polymerisation    erfolgt alsdann in  entsprechend gestalteten, zum Beispiel röh  renförmig ausgebildeten     Polymerisationsge-          fässen,    deren Abmessungen so zu wählen sind,  dass ein     störungsfreier    Verlauf des     Polymeri-          sationsvorganges    im Sinne der Erfindung ge  währleistet ist und blasenfreie Produkte ent  stehen. Bei Herstellung von Rundstangen  kann der Durchmesser zum Beispiel 1 cm,  gegebenenfalls auch mehr betragen.

   Die  Weiterverarbeitung der gebildeten     Polymeri-          satstangen    kann dann zum Beispiel so er  folgen, dass eine Stange von zum Beispiel  rundem oder ovalem Querschnitt in Plättchen  in passender Dicke, zum Beispiel 0,5 mm bis  1 cm zerschnitten wird. Diese Stücke können  alsdann zwischen Metallplatten oder Glas  platten unter Erweichung     verpresst    und hier  durch in entsprechend dünnere Schichten,  zum Beispiel solche von 0,05 bis 0,2 mm  übergeführt werden. Hierdurch kann man  zum Beispiel runde oder ovale Kunst  glasscheiben aus splittersicherem Glas für  optische Zwecke, zum Beispiel für Schutz  brillen und dergleichen, herstellen.  



  Als Ausgangsstoffe für die Durchführung  des Verfahrens kommen in erster Linie     unge-          sättigte    organische Verbindungen, insbeson-           dere    solche mit Doppelbindungen zwischen  zwei     C-Atom.en    oder Gemische solcher in Be  tracht, welche durch     Polymerisationsvor-          gänge    in halbfeste oder feste Produkte über  geführt werden können, die als Kunststoffe  verwendbar sind.

   Die     polymerisierbaren    Aus  gangsstoffe können auch Zusätze, -wie     Poly-          merisationsbeschleuniger,        Weiclimachungs-          mittel    usw. enthalten. Geeignete Ausgangs  stoffe sind zum Beispiel     3lethacrylsäureester,          A.crylsäureester,        Vinylacetat,        Styrol    usw.  Die Ausgangsstoffe können vor Einführung  in die     Verfestigungskammer    durch bekannte  Mittel, wie Evakuieren, Auskochen und der  gleichen, blasenfrei gemacht werden.  



  <I>Beispiele:</I>  1. 60     Teile.Iethacrylsäureäthylester    wer  den mit einem     Weichmachungsmittel,    zum  Beispiel 40 Teilen     Isobutylphthalat,    gemischt  und unter     Mitverwendung    eines Beschleuni  gers, zum Beispiel von     Benzoy        lsuperoxyd,    in  5 mm dicker Schicht in Flachkammern bei  etwa 70 " C polymerisiert.  



  2.     50    \feile     Methacrylsäureäthylester    wer  den mit 25 Teilen     @lcrylsäuremethylester     und 25 Teilen     Isohutylphthalat    gemischt und  unter Zuhilfenahme von     Benzoylsuperoxyd     bei etwa 7 0   C in<B>10</B> mm dicker Schiebt  polymerisiert.  



  3.     7()    Teile     Vinylacetat    werden mit  30 Teilen     Isobutylphthalat    gemischt und mit       Benzoylsuperoxyd    bei etwa 70 " C in 5 min  dicker Schicht polymerisiert.  



  4.     Methacrylsäureä,thylester        wird    unter  Zuhilfenahme von     Benzoylsuperoxyd    bei  etwa 70   C in 5 mm dicker Schicht polymeri  siert.  



  Auch andere Verfahren, welche geeignet  sind, flüssige Ausgangsstoffe in halbfeste  oder feste als Kunststoffe verwendbare Pro  dukte überzuführen, können nach vorliegen  der Erfindung durchgeführt werden. Das  Verfahren eignet sich unter anderem für die  Herstellung von Kunstharzen nach Art des       Bakelites    und dergleichen.  



  Für die industrielle Durchführung der  angemeldeten Erfindung kann man mit Vor-    teil Apparate verwenden, die aus einer Mehr  zahl von schmalen Kammern bestehen     und    .  derart zusammengesetzt sind, dass jede zur       Polymerisation    eines einzufüllenden flüssi  gen Stoffes dienende Kammer an ihren bei  den Breitseiten von Heiz- beziehungsweise  Kühlkammern begrenzt ist.

   Die Formen,  in denen die     Polymerisation    durchgeführt       wird    - hier kurz     "Polymerisationskam-          mern"        genannt    -, können mit     Vorteil    durch  Rahmen gebildet werden, die zwischen je  zwei Heiz-     bezw.    Kühlkammern geschaltet  sind, so dass die     Polymerisationskammern    von  je zwei Aussenwandungen der Heiz-     bezw.     Kühlkammern und den Innenflächen der ein  gesetzten Rahmen begrenzt sind.

   Nach Öff  nen des     Systemes    durch     Auseinanderbewegen     der Einzelteile der Apparatur können die       Polymerisatplatten    in einfachster Weise aus  dem Rahmen herausgenommen werden.  



  Die beigefügte Zeichnung veranschaulicht  ein Ausführungsbeispiel für eine derartige  Apparatur, und zwar zeigt       Fig.    1 in Seitenansicht ein durch Spindel  pressung gehaltenes System von Rahmen und  Heiz-     bezw.    Kühlkammern, wobei der Unter  teil des Trägergestelles teilweise aufgeschnit  ten gezeichnet ist;       Fig.    2 zeigt in einem     Schnitt    nach     A-B     der     Fig.    1 einen Rahmen im Längsschnitt  parallel zu den Breitseiten und einen Quer  schnitt parallel zur Stirnseite;

         Fig.    3 veranschaulicht eine Heiz-     bezw.     Kühlkammer im Vertikalschnitt parallel zu  den Breitseiten und in einem Querschnitt  parallel zur vordern Stirnfläche.  



  Im einzelnen sind dabei a die Heiz-     bezw.     Kühlkammern, hier kurz      < ;        Wärmeregulier-          kammern     genannt, b die Rahmen. Die       Wärmeregulierkammern    erhalten das Regu  liermedium, zum Beispiel Heizdampf, Kühl  wasser oder dergleichen, durch     die    Zufüh  rungsstutzen c, welche zweckmässig durch  Schläuche an eine gemeinsame Hauptleitung  angeschlossen sind. Die Abführung des Re  guliermediums, bei Dampf zweckmässig eben  falls in eine zum Beispiel unter Unterdruck  stehende     Sammeleitung,    erfolgt durch die      Rohrstutzen und Schläuche d.

   Die Füllung  der Rahmen     bezw.    der von diesen im Verein  mit den anliegenden     Wärmeregulierkammern     gebildeten Räumen erfolgt durch etwa mit  tels     Zweiweghahnen    abschliessbare Zulei  tungen e und (nicht gezeichnete)     Luftaus-          lässe    oder     Abführungs-        bezw.    Absauge  leitungen.

   Die     Wärmeregulierkammern    lagern  sich mittels der Laufrollen k auf dem Unter  gestell     bezw.    der auf diesem aufgelagerten  Profilschiene     f    gegeneinander verschiebbar  auf, und werden durch die beiden Kopfstücke  h und h' und die jene verbindende Spindel  g derart gegeneinander gepresst, dass sie die  von ihnen eingeschlossenen Rahmen in ge  sicherter Stellung erhalten. Gegebenenfalls  können aber auch etwa mittels     Schnellver-          schlusshaken,    Kette oder dergleichen je zwei  Kammern oder alle Kammern derart unter  einander verbunden werden, dass die von  ihnen     eingeschlossenen    Rahmen sich auf die  Verbindungselemente mittels Nasen, Haken  oder dergleichen auflagern können.

   Die Rah  men selbst können verschiedene Gestalt be  sitzen, beispielsweise rechteckige, ovale, qua  dratische, kreisrunde oder dergleichen Form  haben. i     ist    eine Zwischenlage, zum Beispiel  aus     Viskosefolie.     



  Zur Erreichung gewünschter Formgebung  für die fertigen     Polymerisationsprodukte     kann man aber auch den äussern Seitenflächen  der     Wärmeregulierkammern    geeignete Ge  staltung, zum Beispiel erhabene     (bezw.    ver  tiefte) Prägungen geben, welche sich auf  dem fertigen Formprodukt als Vertiefungen       (bezw.    Erhebungen) darstellen und beispiels  weise die Unterteilung der fertigen Gebilde  in     Einzelteile    durch Zerbrechen, Zerschneiden  oder dergleichen erleichtern.  



  Zur Unterteilung des von dem Rah  men und den begrenzenden     Wärmeregu-          lierkammerwänden    eingeschlossenen Raumes  kann man zum Beispiel auch die Seitenwände  der     Wärmeregulierkammern    mit Längsrillen  von halbkreisförmigem, rechteckigem oder  dergleichen Querschnitt versehen, und dabei  die     Seitenwände    in das Innere der Rahmen  soweit hereinragen lassen, dass sie den von    dem Rahmen eingeschlossenen Raume in ein  zelne     stabförmige    Hohlräume unterteilen,

    welche in     Längsrichtung    oder auf der     Ober-          oder    Unterseite nur soviel Verbindungsräume       untereinander    aufweisen, dass ein störungs  loser Durchtritt der     Polymerisationsflüssig-          keit    in sämtliche so geschaffene     Kammern.er-          möglicht    ist. Gegebenenfalls können aber  auch bei einer derartigen Unterteilung ver  schiedene Zuführungsöffnungen für jede  Einzelkammer im Rahmen vorgesehen wer  den.  



  Die zu polymerisierenden Flüssigkeiten  können in die     Polymerisationskammer    auch  durch Saugwirkung eingesaugt oder     einge-          presst    werden. Man kann zum Beispiel auch  so vergehen, dass man in die Kammern die zu  polymerisierende Flüssigkeit     einpresst        und     den Kammerinhalt in den Anfangsstadien  des'     Polymerisationsvorganges    unter Auf  rechterhaltung der Verbindung mit den     Flüs-          sigkeitszuführungsrohren    lässt, und die Flüs  sigkeit in den Kammern unter einem ge  wissen Druck hält.

   Diese Arbeitsweise kommt  insbesondere dann in Betracht, wenn der       Polymerisationsvorgang    unter Kontraktion  verläuft. In diesem Falle wird durch Nach  pressen von Flüssigkeit für eine völlige Aus  füllung der     Poly        merisationskammern    Sorge  getragen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Überführung flüssiger Stoffe in blasenfreie Produkte, dadurch ge kennzeichnet, dass polymerisierbare unge sättigte organische Verbindungen in flachen beiderseits beheizbaren und kühlbaren For men durch Polymerisation in festen Zustand übergeführt werden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da .durch gekennzeichnet, dass die Polymeri- sation in stangenartigen Formen erfolgt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwände der Formen, in wel chen die Polymerisation durchgeführt wird, mit Stoffen ausgekleidet werden, welehe ein Ankleben oder Anbacken der Polymerisate an den Wandungen verhin dern. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüehen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass in den Formen, in wel chen die Polymerisation vorgenommen wird, Beutel aus Stoffen, welche an den Formwandungen nicht festkleben und die gegen die zu polymerisierenden Flüssig keiten beständig sind, angebracht werden und die Po15 merisation in diesen Beuteln durchgeführt wird.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass als Heiz- bezw. Kühlmittel Flüssigkeiten angewendet werden. die un ter gleichmässiger Bespülung der flachen Formen, in denen die Polymerisation durchgeführt wird, im Kreislauf durch die Heiz- bezw. Kühlräume geführt wer den.
    PATENTANSPRUCH II: Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekennzeich- tiet durch auseinandernehmbare flache For men, in welchen die Polymerisation durchge führt wird.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> <B>5 1 .</B> Vorrichtung nach Patentanspruch II, da- durch gekennzeichnet, dass die Formen, in denen die Polymerisation durchgeführt wird, durch je zwei Heiz- bezw. Kühl platten und zwischen diese gelegte Rah men gebildet werden. 6.
    Vorrichtung nach Patentanspruch 1I und [iinteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Breitseiten aller Formen gleich zeitig der Einwirkung des Heizmediums bezw. Kühlmediums ausgesetzt werden können. 7.
    Vorrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 5 und 6, dadurch ge kennzeichnet, dass sie mehrere beweglich angeordnete, flach ausgebildete Illeiz- bezw. Kühlplatten aufweist, zwischen denen die Rahmen derart eingelegt werden können, dass beim Gegeneinanderbewegen der Heiz- bezw. Kühlplatten durch die Breitseiten der Platten und die Rahmen abgeschlossene schmale Kammern gebildet werden,
    während beim A.useinanderbe- wegen der Heiz- bezw. Kühlplatten die Rahmen zwecks Herausnahme des ver festigten Produktes freigegeben werden. B. Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Flächen der flachen Formen, in welchen die Polymeri- sation durchgeführt wird, Prägungen auf weisen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1152045B (de) * 1957-12-11 1963-07-25 Elfriede Schulz Geb Liedtke Verfahren zum Herstellen ornamentaler Fenster aus glasklarem Kunststoff

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1152045B (de) * 1957-12-11 1963-07-25 Elfriede Schulz Geb Liedtke Verfahren zum Herstellen ornamentaler Fenster aus glasklarem Kunststoff

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