Verfahren zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken. Das den Gegenstand der vorliegenden Er findung bildende Verfahren zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken, insbesondere Kragen, Manschetten, Hemdenbrüsten usw. bezweckt Wäschestücke herzustellen, welche nach dem Plätten von selbst wieder steif wer den.
Um das lästige Stärken von Wäsche stücken zu vermeiden, befinden sich verschie dene Methoden in Anwendung. Fast alle diese Methoden beruhen auf der Verwendung von Acetylzellulose oder von Acetatkunst- seide, sei es allein oder in Verbindung mit Baumwollfäden. Diese Verfahren haben mehrere Nachteile gezeigt: 1. Das Wäschestück behält auch im Wasser, d. h. in der Wäsche, seine Steifheit und der Waschprozess ist dadurch unvoll kommen und erschwert.
2. Die Wasserdurchlässigkeit ist ent weder gänzlich aufgehoben oder aber sehr gering.
Die Herstellung, d. h. Konfektionie- rung des Wäschestückes ist oft sehr er schwert, insbesondere dann, wenn es sich um ein mit Acetylzellulose imprägniertes Zwi- schenfutter handelt, welches als Bindeglied zwischen den äussern Stofflagen dient.
4. In jedem Falle aber ist die Fabrika tion kompliziert und oft nicht ungefährlich, da die Verbindung der verschiedenen Stoff teile nur mittels Lösungsmitteln. (wie z. B. Aceton) möglich ist, deren Anwendung in folge der entstehenden Dämpfe mit Gefahr verbunden ist.
5. Die Verwendung von Acetylzellulose bedingt also erhebliche Mehrarbeit und Kosten gegenüber dem nachstehend beschrie benen Verfahren.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Herstellung von gesteiften Wäschestücken ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei Gewebelagen ein Gewebe als Futter stoff eingelegt wird, der mindestens teilweise mit Vinylacetat imprägniert ist und dass die ser imprägnierte Futterstoff zusammen mit den andern Stofflagen zu Wäschestücken verarbeitet und schliesslich heiss geplättet und gepresst wird, wodurch die äussern Stoff lagen mit dem Futterstoff verbunden werden. Es können beim Futterstoff z.
B. alle Schuss- und alle Kettfäden, oder nur die Schuss- oder nur die Wettfäden imprägniert sein, oder es kann für den Schuss oder/und für die Kette imprägniertes Garn neben nicht imprägnier tem Baumwollgarn verwendet sein. Soll das ganze Gewebe imprägniert sein, so kann auch ein Gewebe verwendet werden, das erst nach dem Weben als ganzes Stück imprägniert wurde, vorteilhafterweise ein solches, für dessen Imprägnierung eine Lösung verwendet wurde, der zwecks besserer Haftung im beissen Wasser, d. h. in der Wäsche, ein Pro zentsatz Paragummi beigefügt worden war.
Man kann natürlich auch einen solchen Futterstoff verwenden, dessen Garn vor dem Verweben mit Vinylacetat und Paragoummi getränkt wurde.
Das mit Vinylacetat versehene Gewebe wird als Zwischenfutter in die Wäschestücke verarbeitet. Die Wäschestücke können in üblicher Weise konfektioniert werden. Nach Fertigstellung kann das Wäschestück mit- telst Pressen oder Calander, welche auf 160 Grad erhitzt sind, geplättet werden. Dadurch werden die äussern Teile des Wäschestückes mitdemZwisohenfutterverbunden. Nachdem Erkalten desWäschestückes wird dasselbe steif.
Der Vorteil dieses Verfahrens liegt also darin, dass keinerlei Behandlung mit Lösungs mitteln, wie z. B. Aceton, mehr erforderlich ist, weil Vinylacetat durch die Einwirkung der Hitze erweicht und die Stoffteile ver klebt. Das Wäschestück wird im warmen Wasser, also in der Wäsche, sofort vollkom men weich, kann also gerieben und ge waschen werden wie gewöhnliche Wäsche stücke. Es nimmt den Steifheitsgrad erst wieder an, nachdem es geplättet und erkaltet ist. Beim Plätten bleibt das Wäschestück ebenfalls ganz weich. Der Plänevorgang er fordert keinen besonderen Zeitaufwand.
Die Wäschestücke sind. .genau so einfach zu plät ten wie gewöhnliche Wäschestücke, im Ge gensatz zu solchen, deren Futterstoff Acetyl- zellulose enthält.
Für die Fabrikation ist das vorliegende Verfahren eine bedeutende Erleichterung und Vereinfachung. Sie erfordert nicht mehr Zeit als gewöhnliche, nicht imprägnierte oder nicht gestärkte Wäsche. Ausserdem gestattet dieses Verfahren auch ein Steifmachen von Wäschestücken, welche aus Acetatkunstseide hergestellt sind oder solche enthalten, was bei den bekannten Verfahren, die ein mit Acetylzellulose oder ähnlichen Derivaten, die mittelst Aceton gelöst werden müssen, ge tränktes Zwischenfutter benutzen, nicht der Fall ist, da sich der Oberstoff des Wäsche stückes naturgemäss bei der Behandlung mit Aceton auflösen würde.
Da die erfindungsgemäss erhaltenen Wäschestücke in der Wäsche vollkommen weich werden, ist der Reinigungsprozess leich ter durchzuführen und daher gründlicher als bei einem Wäschestück, welches auch im Wasser hart bleibt. Da keinerlei Behandlung mit Aceton nötig ist, indem das Klebemittel durch die Wirkung des heissen Pläneeisens erweicht und die verschiedenen Stofflagen miteinander verbindet, bleiben auch die aus dem Aceton sich entwickelnden, gesundheit- schädlichen Dämpfe weg.
Process for the production of stiffened items of laundry. The object of the present invention forming process for the production of stiffened items of laundry, in particular collars, cuffs, shirt breasts, etc. aims to produce items of laundry which stiff again by themselves after flattening.
Various methods are used to avoid the annoying starching of laundry. Almost all of these methods are based on the use of acetyl cellulose or acetate synthetic silk, either alone or in conjunction with cotton thread. These methods have shown several disadvantages: 1. The item of laundry also retains in the water; H. in the laundry, its stiffness and the washing process is incomplete and difficult.
2. The water permeability is either completely abolished or very low.
The manufacture, d. H. It is often very difficult to assemble the laundry, especially when it is an intermediate lining impregnated with acetyl cellulose, which serves as a link between the outer layers of fabric.
4. In any case, however, the fabrication is complicated and often not without risk, as the various parts of the fabric can only be connected using solvents. (such as acetone) is possible, the use of which is associated with danger due to the vapors produced.
5. The use of acetyl cellulose therefore requires considerable additional work and costs compared to the method described below.
The method according to the invention for the production of stiffened items of laundry is characterized in that a fabric is inserted as lining between two layers of fabric, which is at least partially impregnated with vinyl acetate and that this impregnated lining is processed together with the other layers of fabric to items of laundry and finally hot-flattened and is pressed, whereby the outer fabric layers are connected to the lining. It can for the lining z.
B. all weft and all warp threads, or only the weft or just the betting threads be impregnated, or it can be used for the weft and / or for the warp impregnated yarn in addition to non-impregnated cotton yarn. If the entire fabric is to be impregnated, a fabric can also be used that was impregnated as a whole piece after weaving, advantageously one that was impregnated with a solution that was used for better adhesion in biting water, i.e. H. in the laundry, a percentage of paragum had been added.
You can of course also use such a lining material, the yarn of which has been soaked with vinyl acetate and paragum rubber before weaving.
The fabric provided with vinyl acetate is used as an intermediate lining in the laundry items. The items of laundry can be made up in the usual way. After completion, the item of laundry can be flattened using presses or calenders, which are heated to 160 degrees. In this way, the outer parts of the laundry are connected to the intermediate lining. After the item of laundry has cooled down, it becomes stiff.
The advantage of this method is that no treatment with solvents, such. B. acetone, more is required because vinyl acetate softens by the action of heat and the fabric parts stick ver. The item of laundry immediately becomes completely soft in warm water, i.e. in the laundry, so it can be rubbed and washed like normal items of laundry. It only regains its degree of stiffness after it has flattened and cooled down. The laundry also remains very soft when flattening. The planning process does not require any special expenditure of time.
The laundry items are. Just as easy to flatten as ordinary laundry items, in contrast to those whose lining contains acetyl cellulose.
The present method is a significant facilitation and simplification for the production. It does not require more time than ordinary, non-impregnated or starched laundry. In addition, this method also allows stiffening of items of laundry made of acetate rayon or containing such, which is not the case with the known methods that use an intermediate lining soaked with acetyl cellulose or similar derivatives that have to be dissolved with acetone, because the outer fabric of the item of laundry would naturally dissolve when treated with acetone.
Since the laundry items obtained according to the invention become completely soft in the laundry, the cleaning process is easier to carry out and therefore more thorough than with an item of laundry which also remains hard in water. Since no treatment with acetone is necessary, as the adhesive softens through the action of the hot planing iron and connects the various layers of fabric, the harmful vapors that develop from the acetone are also eliminated.