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CH187229A - Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Bildern mittels elektrischer Ladungen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Bildern mittels elektrischer Ladungen.

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Publication number
CH187229A
CH187229A CH187229DA CH187229A CH 187229 A CH187229 A CH 187229A CH 187229D A CH187229D A CH 187229DA CH 187229 A CH187229 A CH 187229A
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CH
Switzerland
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image
voltage
dependent
receiving surface
ion source
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Application number
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English (en)
Inventor
Actiengesellsch Electricitaets
Original Assignee
Ver Gluehlampen & Elec Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Ver Gluehlampen & Elec Ag filed Critical Ver Gluehlampen & Elec Ag
Publication of CH187229A publication Critical patent/CH187229A/de

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    • H04N5/80Television signal recording using electrostatic recording
    • H04N5/82Television signal recording using electrostatic recording using deformable thermoplastic recording medium
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G15/00Apparatus for electrographic processes using a charge pattern
    • G03G15/22Apparatus for electrographic processes using a charge pattern involving the combination of more than one step according to groups G03G13/02 - G03G13/20
    • G03G15/32Apparatus for electrographic processes using a charge pattern involving the combination of more than one step according to groups G03G13/02 - G03G13/20 in which the charge pattern is formed dotwise, e.g. by a thermal head
    • G03G15/321Apparatus for electrographic processes using a charge pattern involving the combination of more than one step according to groups G03G13/02 - G03G13/20 in which the charge pattern is formed dotwise, e.g. by a thermal head by charge transfer onto the recording material in accordance with the image

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Description


  verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Bildern mittels elektrischer Ladungen.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur  Erzeugung von Bildern     mittels    elektrischer  Ladungen, bei welchem durch dis Bildspan  nung beeinflusste elektrische Ladungen auf  eine Isolatorfläche aufgefangen und die La  dungsverteilung der Isolatorfläche mit Hilfe  darauf aufgebrachter, materieller Teilchen  sichtbar gemacht werden.  



  Dieses Verfahren     ist    gemäss: der Erfin  dung dadurch gekennzeichnet, dass die elek  trischen Ladungen mit einem durch die  Bildspannung gesteuerten und relativ zur  Isolatorfläche sich bewegenden Ionenbündel,  welches in einem Raume von mindestens  0,001 mm Gasdruck erzeugt     wird,    auf die  Isolatorfläche aufgebracht werden.  



  Ferner bezieht sich die Erfindung auf  eine Einrichtung zur Ausführung dieses  Verfahrens. Diese     Einrichtung    ist dadurch  gekennzeichnet, dass, sie eine Ionenquelle,  eine Saugelektrode und einen     Isolierkörper     enthält, welcher so angeordnet ist, dass, er    die die Ionenquelle mit .der Saugelektrode  verbindende Gerade schneidet, ferner, dass       mindestens    einer ihrer Bestandteile zur Be  wegung des     Ionenbündels    relativ zur Auf  nahmefläche .dient.

   Es soll vorausgeschickt  werden, dass, die Ausdrücke "Bild" und       "Bildspannung"    in dieser     Beschreibung    und  in den Ansprüchen im allgemeinsten Sinne  gebraucht werden, namentlich wird durch  den Ausdruck     "Bild",    die sichtbar     fixierte     Darstellung jedes zeitlichen Verlaufes, oder  jeder räumlichen Konfiguration, durch     den     Ausdruck     "Bildspannung"    der momentane  Wert der zu je einem     Bildpunkts    gehören  den, die Abbildung steuernden, elektrischen  Spannung bezeichnet.  



  Die einfachste Herstellungsart von     "mit-          tels    elektrischen Ladungen erzeugten     Bil-          dern",    aus welcher gleichzeitig auch ,der       Sinn    obigen     Ausdruckes    klar hervorgeht,  ist folgende: Auf die Oberfläche     eines    durch  Reiben     elektrisch    zu machenden,     gut    isolie-      renden Körpers, z. B. einer Hartgummi  platte,     wird    mit einem entsprechenden  Werkzeug, z.

   B. mit einer kugelförmig     ab-          gerundeten    Metallspitze,     geschrieben    oder  gezeichnet. Die Hartgummiplatte wird     in-          folgedieser    Reibung der Spitze längs der in  dieser     Weise    beschriebenen Linie negative  elektrische     Ladungen,    erhalten und da Hart  gummi ein vorzügliches     Isoliermaterial    ist,       bleiben    diese Ladungen an ihrem Ort  stecken.  



       Wird    die auf diese Weise     beschriebene     Fläche mit feinen Staubkörnchen, z. B. mit  dem bekannten Schwefel-Miniumgemenge,  dem sogenannten elektroskopischen Pulver,  bestreut, so werden     elektrische        Ladungen    die       Pulverkörnchen;    - namentlich .das     positiv     geladene Miniumpulver - an der Oberfläche  längs der beschriebenen Bahn festhaften und  wird dadurch das     mittels    elektrischer La  dungen erzeugte, unsichtbare Bild dauernd  sichtbar.

   Das     elektrische    Bild kann auch  durch ,das Bestreuen der Rückseite :der Hart  gummiplatte sichtbar gemacht werden, ins  besondere wenn die Platte genügend dünn  ist; doch ist :das auf .der Rückseite "ent  wickelte" Bild - zufolge der Divergenz der       elektrischen    Kraftlinien -     weniger    scharf,  als das an der Bildfläche     erscheinende,    recht       scharfe    Bild.

   Das so erhaltene Bild     kann      mangels äusserer Krafteinflüsse -     beliebig     lang aufrechterhalten werden., da die an der  Hartgummiplatte haftenden Pulverkörnchen  von selbst nicht     abfallen;    soll jedoch das  Bild durch eine, an sich bekannte Methode,  z. B. durch Daraufstäuben von flüssiger  Schellacklösung dauernd fixiert werden, so  wird auf     die    Fachschrift von Dr. Paul  Selényi: "Ein neuer Kathodenstrahlenoszillo  graph", Elektrotechnika, 6.3:, 1930, verwiesen.  



       In.        !diesem    Beispiel wurden die elektri  schen Ladungen, durch welche das Bild oder  die Zeichnung hervorgerufen wurde, mittels  Reibung auf der Bildfläche selbst erzeugt.  Es     können    aber auf der Bildfläche elektrische       Zeichnungen    auch     mittels    von aussen zuge  führter,     elektrischer        Ladungen,    z. B.     durch          Elektronenladungen        hervorgerufen    werden.    Ein derartiges Verfahren     beschreiben    die  Abhandlungen des Dr.

   Paul Selényi in der       "Zeitschrift    für Physik", 895, 1928, und in  der "Zeitschrift für techn. Physik", 451,  1928 und 486, 19:29, ferner z. B. die ungari  schen     Patents    Nr. 97970 und 108130.     Nach     diesem     bekannten    Verfahren - wenn es sich  z.

   B.     um    die Abbildung des zeitlichen     -Ver-          laufes    veränderlicher elektrischer Spannun  gen handelt - können durch ein durch elek  trische Spannungen erzeugtes und mittels elek  trischer oder     magnetischer    Kräfte scharf ge  bündeltes (konzentrierten)) Kathodenstrah  lenbündel, welches durch die abzubildende       veränderliche    Spannung seiner Richtung  nach, bezw.

   in seiner Intensität beeinflusst  wird, die negativen     Ladungen    dieses     Katho-          denstrahls    auf die Oberfläche der Isolier  platte aufgetragen werden, ,die dort festhaf  tend ein unsichtbares elektrisches Bild er  zeugen, welches alsdann     nach    obigem Ver  fahren     ,sichtbar    gemacht werden kann. Mit  demselben Verfahren können auch elektrisch  gesandte Bilder reproduziert werden.

   Zu  diesem     Behufe    wird     die    ganze     Oberfläche     der     Isolierplatte    mit dem     Kathodenstrahlen-          bündel    dicht abgetastet, wobei die     Intensität     des     .Strahls    durch ,die zu den einzelnen Bild  punkten .gehörenden Spannungen, den     soge-          nannten    Bildspannungen, beeinflusst wird.  



  Dieses bekannte Verfahren ist trotz     seiner     Einfachheit und anderer bedeutenden Vor  züge, wie z. B. seiner Empfindlichkeit eigent  lich doch mehr für     Laboratoriumsarbeit,    für  Messungen usw. geeignet. In der     Praxis-    sind       nämlich        einesteils    die Anwendung und Ein  stellung der zur Erzeugung von     Kathoden-          strahlen,        respektive    eines Elektronenbündels       entsprechender    Intensität und Konzentration  notwendigen hohen Spannungen und Hilfs  einrichtungen, z.

   B. der     Konzentrierspulen,     und     andernteils    der     Umstand,    dass in     :der          Kathodenstrahlenröhre    ein vorzügliches Va  kuum :aufrechterhalten und demgemäss die  Röhre z. B. nach der     in.    unsern oben er  wähnten Patenten     beschriebenen    eigenartigen       Ausführung    hergestellt werden müsste, um  zu verhüten,     dass    die in der Röhre entstehen-      den positiven Ione die durch die Elektronen  auf die isolierende Röhrenwand saufgetrage  nen Ladungen     neutralisieren,    unangenehm.

    Ferner     äst    das Bild, wenn dessen     Entwick-          lung    auf der äussern     Röhrenfläche    selbst,  oder auf einer darauf .gelegten     dünnen    Haut  erfolgen soll, nicht .genügend scharf, was oft  nachteilig wirkt. Die :grösste Schwierigkeit  bereitet jedoch ,die Notwendigkeit der Erzeu  gung und     Aufrechterhaltung    des erreich  baren besten Vakuums, das heisst die störende  Wirkung der Ionenladungen.  



  Es wurde gefunden, dass alle diese Nach  teile ausgeschaltet und ein sowohl zu wissen  schaftlichen,     wie    auch zu     praktischen     Zwecken recht vielseitig verwendbares Ver  fahren (im nachfolgenden kurz "Elektro  graphieren" genannt) und vorzügliche Bil  der     (nachstehend        "Elektrogramme"    genannt),  erreicht     werden        können,    indem man zur Er  zeugung von     Elektrogrammen,    an Stelle der  Elektronenladungen die bisher als störend  empfundenen und zu vermeiden besuchten  Ionenladungen verwendet, was notwendiger  weise mit Hilfe eines     neuen,

      vom hier als be  reits bekannt erwähnten wesentlich verschie  denen Verfahren erfolgt.  



  Durch Anwendung von Ionenladungen  entfällt vor allem die oben erwähnte Schwie  rigkeit, nämlich die     Neutralisierung    der auf  den Auffangschirm gebrachten Ladungen  durch solche von entgegengesetztem Vor  zeichen. Elektronenströme sind nämlich  stets - ausser wenn sie im vollkommensten  Vakuum erzeugt werden - mit der Er  scheinung der     .Stossionisation,    also mit dem  Entstehen positiver Ione verbunden, woge  gen Ionenströme leicht so erzeugt werden  können, dass die     .Strömung    nur aus gleich  namigen elektrischen Teilchen     gebildet    wird.  



  Der     bedeutendste        Vorteil    des erfindungs  gemässen Verfahrens     besteht    im     Gegensatz     zu dem bisher bekannten darin, dass es in  Luft von     atmosphärischer    oder höherem  Druck, ferner in andern Gasen oder Gasge  mischen, in Dampf oder auch in Nieder  druck-Luft- oder Gasatmosphäre, deren    Druck jedoch mindestens 0,001 mm Hg, z. B.  0,05-30 mm Hg beträgt, ausführbar ist. Ein  weiterer Vorteil ist der, dass     ass    Saugspan  nung relativ     niedrige        .Spannungen    genügen,  und dass die zur Erzeugung des Elektro  grammes erforderliche elektrische Energie  sehr gering ist.

   Ferner in Anbetracht dessen,  dass zur Entwicklung der vermittels des  erfindungsgemässen Verfahrens erhaltenen  Elektrogramme Pulverteilchen von sozusagen  kolloidaler Feinheit verwendet werden kön  nen, deren     Körnchen    an Grösse     diejenigen    der  zur     Zeit    bei lichtempfindlichen Filmen ge  bräuchlichen Emulsion kaum, oder gar nicht  übertreffen, können sehr feine, zur Ver  grösserung oder     Projektion    .gut .geeignete       Elektrogramme    ,hergestellt werden, welche  auf der     Auffangfläche    einer     .gut    isolierenden       Grundplatte    entwickelt,

       erstaunlich        scharf     und reichlich graduiert erscheinen. Wir fan  den nämlich, dass .die auf dem Wege des  erfindungsgemässen Verfahrens erhaltenen       Elektrogramme        ebensogut,    oft sogar besser  zu entwickeln sind,     als    solche, welche mit  dem bisher bekannten Verfahren erzeugt       wurden.     



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren ist  sehr     vielseitig    verwendbar, so z. B. zur  Oszillographie, zur Abbildung von Tönen  und     Bildern,    insbesondere für Zwecke des  Tonfilmes, der     Bildtelegraphie    und des Fern  sehens.  



  Im folgenden soll das     erfindungsgemässe     Verfahren in verschiedenen     beispielsweise-,     angeführten Ausführungsformen,     und    eben  so beispielsweise einige     Ausführungsformen          geeigneter    Einrichtungen, zur Durchführung  ,des Verfahrens,     anhand    der     beigeschlossenen          Zeichnung    ausführlich erläutert werden,'  wobei  Fig.

   1 die zur Demonstration der zum  Elektrographieren geeigneten Einrichtung,       Fig.    2 das     mit    der     Einrichtung    nach       Fig.    1     erzeugte        Oszillogramm    respektive  Elektrogramm des Wechselstromes,       Fig.        3,    eine vervollkommnete     Ausfüh-          rungsform    der     in.        Fig.    1 dargestellten     Ein-          richtung    zum     Elektrographieren,         Fig. 4 das mittels der Einrichtung nach  Fig.

   3 erhaltene Oszillogramm respektive       Elektrogramm    eines     Wechselstromes,     Fig. 5 die Kurve eines Wechselstromes,  welchem eine Gleichstromvorspannung in       Reihe        zugeschaltet        wurde,     Fig. 6 eine zum Elektrographieren von       Tonbildern    geeignete Einrichtung,  Fig. 7 und 8 die mit der Einrichtung  nach Fig. 6 hergestellten Tonbilder, und  Fig. 9 eine Ausführungsform einer Bild  telegraphie-,     respektive    Fernsehempfangs  einrichtung darstellen.  



  In der Einrichtung nach Fig.1 besteht  die Ionenquelle aus -dem in atmosphärischer       Luft    brennenden Lichtbogen 1, welcher zwi  schen gewöhnlichen Bogenlampenkohlenstif  ten brennt und aus der Gleichstromquelle 2,  z. B. einer Akkumulatorenbatterie, über den  Vorschaltwiderstand 8 gespeist wird. Diesem  Bogen gegenüber ist in     einem    Abstand von  wenigen     Millimetern    die ebene     Metallplatte,5     in der     Pfeilrichtung    4 verschiebbar angeord  net; die dem Bogen     zugekehrte    Seite der Me  tallplane     ist    mit einer, aus Isoliermaterial,  z. B. aus     Hartgummi    bestehenden,     :dünnen,     z.

   B.     0,2-1        mm    starken     Platte    6 bedeckt,  deren dem Lichtbogen zugekehrte Fläche die  Auffangfläche und deren Metallplatte 5 die  Saugelektrode bildet. Die     letztere    kann     auch     z. B. aus einer auf die Hartgummiplatte auf  gehefteten Stanniolfolie, oder aus einem be  liebig auf die     Gummiplatte    aufgetragenen  Metallüberzug bestehen und     ist    ihre Entfer  nung vom Lichtbogen in diesem Beispiel  etwa     4-5    mm. Will man die Spannung  einer Wechselstromquelle 7, welche einige  Hundert, z.

   B.     800--600    Volt Spannung und  50 Hertz-Perioden besitzt, abbilden, so wird  einer ihrer Pole an die     Saugelektrode    5 und  der andere an einen beliebigen Punkt     des-          Lichtbogenstromkreises    1 geschaltet. Bei  diesem Beispiel     ist    diese     Spannung,    also die  Bildspannung, gleichzeitig auch die Saug  spannung.

   Man verschiebt nun die     Platten     5 und 6 gemeinsam und mit gleichmässiger       Geschwindigkeit    in der     Richtung    des Pfeils 4  und schaltet nachher die     Wechselspannung       aus, worauf dann die Auffangfläche der  Platte 6 mit einer Mischung von     Schwefel-          und    Miniumpulver (also mit dem bekann  ten elektroskopischen Pulver) gleichmässig  zu     besprühen    ist. Alsdann erhält man auf  der Platte das in Fig. 2 dargestellte Bild  (das Elektrogramm).  



  Diese Zeichnung besteht grösstenteils aus  einer Reihe der Figur des Bogens ähnlichen  Flecken; die mit A bezeichneten Flecke sind  rot, weil sie mit Minium, die mit B bezeich  neten ,gelb, weil sie mit Schwefel bedeckt  sind.  



  Das Entstehen dieser     Elektrogramme    ist  sehr einfach zu erklären. Die Gase im Licht  bogen sind     bekanntlich    in ,grossem Masse  ionisiert, das     heisst    sie enthalten positive und       negative    Ionen und auch freie Elektronen in  grosser Anzahl.

   Die     Wechselspannung    der       Stromquelle    7 saugt aus     dem    Bogen abwech  selnd     positive    und negative Ionen (mit letz  teren die Elektronen     miteinbegriffen)    her  aus, und überträgt     diese    auf die Oberfläche  der Isolierplatte 6.     Wird.    die     Platte    hierbei  in der Pfeilrichtung 4 verschoben, so.     lagern     sich die     +    und -Ionen räumlich getrennt  nebeneinander auf der Oberfläche der Platte  6 und bleiben auch nach Ausschalten der  Wechselspannung dort haften.

   Bestreut man  nun diese abwechselnd positive und negative  Ladungen tragende Fläche mit einem Pul  ver aus     Schwefel-Miniumgemisch,    so     wird     der negativ geladene Schwefel auf den posi  tiven Stellen, das positiv geladene.     Minium     aber auf den negativ     geladenen.    Stellen haf  ten bleiben und es     wird    so .die Verteilung  der elektrischen Ladungen sichtbar.  



  Das in     dieser    Weise erhaltene Elektro  gramm gibt selbstverständlich nur ein ganz  rohes Bild vom zeitlichen Verlauf des be  sagten Wechselstromes, aus welchem höch  stens die     Zahl    der Polwechsel pro Sekunde  festgestellt     werden        könnte,        wenn    die     Ver-          schiebungsgeschwindigkeit    der Platte be  kannt ist.  



  Ein bedeutend vollkommeneres Bild ist  zu erreichen, wenn man zwecks     Abgrenzung         des     Querschnittes    des auf die Auffangfläche  gelangenden Ionenbündels, zwischen Licht  bogen und Auffangfläche einen mit einem  linienartigen Spalt versehenen Schirm (Dia  phragma) anordnet: Die schematische Dar  stellung der Draufsicht einer solchen An  ordnung zeigt Fig. 3. Auf der Zeichnung be  deutet 1 die Bogenlampe; im Gegensatz zur  Zeichnung steht in Wirklichkeit die     Ebene     der     Kohlenstäbe    senkrecht auf der Ebene  der Zeichnung; die Überweisungszeichen  2-7 sind gleichbedeutend mit den entspre  chenden Bezeichnungen der Fig. 1. 8 bedeu  tet den     erwähnten    Schirm.

   Der Schirm kann  aus isolierendem oder aus leitendem Material,  z. B. aus Metall bestehen; im letzteren Fall  kann er von der Einrichtung, wie auch von  der Erde isoliert     sein.    Der Schirm trägt die  zur Papierebene senkrechte,     linienartige     Spalte 9, deren Breite sich von einigen Hun  dertstel- bis auf einige Zehntelmillimeter be  laufen kann. Wird mit dieser Anordnung  die oben beschriebene Aufnahme wiederholt,  so entsteht das in Fig.4 dargestellte Elek  trogramm .des Wechselstromes.

   Dieses Elek  trogramm gleicht der in der Tonfilmtechnik  auf photographischem Wege erhaltenen In  tensitätsschrift, und falls zur Aufnahme  zwischen den Lichtbogen     und    die Saugelek  trode ein Tonstrom, resp. eine Tonspan  nung geschaltet war, kann sie als Bild des  in Rede stehenden Tones betrachtet werden.  Diese Anwendung unseres Verfahrens wird  nachstehend noch ausführlicher erörtert wer  den. Der Platte 6 strömt durch den Spalt 8  ein scharf begrenztes, schmales Bündel von  Ionenstrahlen zu; die Stärke dieses Ionen  stromes und demnach auch die Ladung der  Platte 6 wechselt entsprechend dem momen  tanen Wert der Spannung der Stromquelle 7  von Punkt zu Punkt.

      Wir haben gefunden, dass die     Elektro-          gramme    besser     entwickelt    werden können,  wenn die Saugelektrode von dem Isolator  vor der Entwicklung entfernt wird.  



  Bei genauerer Beobachtung fand sich,  dass das mit der Anordnung nach Fig. 3 er-    zeugte Elektrogramm gemäss Fig. 4 noch  immer kein genaues Bild des zeitlichen     Ver-          laufes    der in Rede stehenden Wechsel  spannung (Bildspannung) darstellt.     Inner-          halb    der einzelnen     Streifen.    erhält man zwar  zur Hauptsache :dem     Spannungswechsel    ent  sprechend dünklere und hellere Schattierun  gen;

   der Umstand jedoch, dass obwohl die  Wechselspannung nur für die Dauer je eines  Augenblickes gleich Null     isst,    hingegen das  Bild in Fig. 4 pulverfreie Stellen von end  licher Breite aufweist, zeigt, dass, es sich  hierbei um kein genaues Abbilden handelt.  Der Grund hierfür liegt darin, dass die  Platte 6     nicht    nur an jenen Stellen pulver  frei bleiben wird, an welchen die auf die  Ionen wirkende Saugspannung und demge  mäss die Aufladung der Platte gleich Null  ist, sondern überall, wo die Anziehungskraft  der Plattenladungen geringer ist, als zum  Festhalten der Teilchen erforderlich ist.  



  Diese Schwierigkeit kann durch     Awen-          dung    einer Vorspannung zur Saugspannung  behoben werden. Der momentane Wert der  abzubildenden Wechselspannung sei z. B.  E = E0 cos c t, und nun schalte man (nach  Fig. 5) mit dieser Spannung eine konstante  Gleichspannung U in Reihe, so dass nunmehr  als Saugspannung die Spannung<I>U</I>     -f-   <I>E</I>  wirke.

   Wählt man diese Spannung U grösser  als den Wert von E0, und zwar mindestens  so gross, dass in jenen Momenten, in welchen  E = - E0 wird, das heisst wenn die Lade  spannung, welche auf die Platte wirkt,     den     niedrigsten Wert U - E0 besitzt, die zum  Entwickeln verwendeten Pulver- respektive  Materialteilchen auf der Fläche gerade nicht  mehr haften bleiben, so wird das an der  Platte festhaftende Pulverquantum prak  tisch dem jeweiligeh momentanen Wert der       Spannung    E proportional sein und so er  hält man eine verzerrungsfreie Abbildung.

    Eine verzerrungsfreie Abbildung erhält man  auch dann, wenn die     Vorspannung    grösser  als der oben erwähnte Wert gewählt     wird;          das    Bild entsteht jedoch in diesem Falle auf  einem, in seiner     ganzen    Fläche mit     Entwick-          lungsniaterialteilchen    behaftetem     Grund.        In         diesem Falle hat die resultierende Spannung  ständig ein unverändertes Vorzeichen, und  nehmen auch an der Ionenströmung, also an  der Ausladung der Platte, nur Ionen eines  und desselben Vorzeichens,     und    zwar ent  weder positive oder negative Ionen teil,

   je  nach dem Zeichen der angewandten Vorspan  nung.  



  Die Anwendung einer Vorspannung hat  noch einen Vorteil. Bei der Einrichtung laut  Fig. 3 gelangen die durch den Spalt 9 drin  genden Ionen offenbar nach dem Ablauf  einer gewissen Zeit auf die Oberfläche der  Platte 6; es erfolgt demnach das Elektro  graphieren des zeitlichen Verlaufes der  Spannung unter einer     gewissen    zeitlichen  Verspätung, das heisst auf der Platte 6 mit  einer gewissen räumlichen Verschiebung im       Verhältnis    zum Spalt 9.

   Da aber die Ge  schwindigkeit .der     Ionen.    zu der auf sie wir  kenden Feldstärke, das heisst zu der Saug  spannung proportional     ist,    so wird sich  auch diese     "Phasenverschiebung"    gemäss dem  momentanen Wert der Saugspannung von       Punkt    zu Punkt     ändern,    was die Verzerrung  des Elektrogrammes zur Folge haben kann.

    Es ist klar, dass falls die Vorspannung im  Verhältnis zu jener, welche elektrographiert  werden soll, genügend gross gewählt wird,  so wird die zur Vorspannung additionelle  wechselnde     Saugspannung    ,die Geschwindig  keit der     Ionen    in keinem störenden Masse       beeinträchtigen,    das heisst es werden im  Bilde     keine    Verzerrungen auftreten, zu wel  chem Zwecke der absolute Wert der Vor  spannung zweckmässig höher gewählt     wird,     als der absolute     Wert    der     maximalen     Spitzenspannung der zu     elektrographieren-          den    Spannung.

   Für besondere Zwecke kann  als Saugvorspannung auch eine Wechsel  stromspannung, oder eine solche von beliebi  ger Spannungskurve verwendet werden. Es  können auch die, durch     Änderungen    .der  "Phasenverschiebung" infolge Schwankun  gen der     Saugspannung    verursachten Verzer  rungen vermieden werden, wenn als Saug  spannung eine von der     Bildspannung    unab  hängige, zweckmässig     konstante        Spannung       angewendet     und    die     Intensität    des so er  zeugten Ionenbündels durch die Bildspan  nung beeinflusst wird,

   welche     einer    im Wege  des Ionenbündels gelegten Steuerelektrode  zugeführt     wird.     



  Will man die in Fig. 1 respektive ä skiz  zierten Demonstrationsapparate zur Auf  nahme von Oszillogrammen von     Wechsel-          spannungen    praktisch verwenden, so. sind an  ihnen     gewisse        Abänderungen    vorzunehmen.  Die längs der Zeitachse zu erfolgende lineare  Bewegung     -,der    Platte 6     ist    zweckmässig  durch eine     Kreisbewegung    zu ersetzen.

   Aus       diesem        Grunde    soll die Platte 5 durch eine       Metallscheibe,    respektive Metalltrommel er  setzt und die     eine    Seite der Scheibe, respek  tive die Mantelfläche der Trommel mit einer       dünnen    Isolierschicht     überzogen    werden. Ist  die Umdrehungszahl der     Scheibe    respektive  der     Trommel    bekannt, so kann die Frequenz  der     Wechselspannung    aus den Streifenab  ständen des Elektrogrammes bestimmt wer  den.

   Will man den zeitlichen Verlauf des  Spannungswechsels genau kennen lernen,  so überzieht man den Mantel der     Trommel     mit einem Band aus durchsichtigem Isolier  material, wonach das auf diesem entwickelte       Elektrogramm        mittels    eines     automatischen     Mikrophotometers photometriert werden  kann. Auf diese Weise erhält man aus dem       Elektrogramm    die den zeitlichen Verlauf  des Spannungswechsels darstellende Kurve,  das heisst ein     Zeitspannungsdiagramm;    ist       hingegen    die Frequenz der Wechselspan  nung bekannt, so kann aus dem Elektro  gramm die Bewegungsgeschwindigkeit der  Auffangfläche festgestellt werden.

   Das er  findungsgemässe Verfahren     ist    demnach  auch zur Bestimmung des Bewegungsgesetzes  oder Bewegungsverlaufes in Bewegung be  findlicher Körper geeignet, wobei sieh ent  weder die Auffangfläche, oder aber die       Ionenquelle    bewegt, während das andere  Element, also die     Ionenquelle,    oder aber die  Auffangfläche ortsfest bleibt und die als  Saugspannung wirkende Bildspannung eine  bekannte und konstante Periodenzahl be  sitzt.      Die relative     Bewegung        zwischen    der Auf  fangfläche und den Ionen kann verschiedent  lich bewerkstelligt werden. In obigem haben  wir jene Methode erläutert, bei welcher die  Ionenquelle und der Schirm ortsfest sind  und die Auffangfläche beweglich ist.

   Es  kann aber auch letztere ortsfest und :die  Ionenquelle und der Schirm, oder eventuell  nur der Schirm respektive der Spalt beweg  lich sein. Eine solche Anordnung ist z. B.  die, bei der ein, zwischen koaxialen Kohlen  brennender Lichtbogen, oder eine     Glüh-          kathode    von einem ebenfalls koaxialen     zy-          linderförmigen    Schirm umgeben ist, dessen  Mantel parallel zur Achse einen Spalt trägt  und den die Auffangfläche in der Form  eines Zylindermantels umgibt, wobei dieser  den Schirm bildende Zylindermantel sich um  seine Längsachse dreht.

   In jedem Falle ist  es aber wichtig, dass während er relativen       Bewegung    jener Teile der Auffangfläche,  auf welchen im gegebenen Moment die  Ionenladungen aufgetragen werden, von der  Ionenquelle möglichst stets in derselben  konstanten     Entfernung    gehalten wird, damit  keine, zufolge der Abstandsänderungen her  vorgerufene veränderliche " Phasenverschie  bung" auftrete, welche zu Verzerrungen füh  ren könnte.

   Es kann auch, insbesondere bei  Elektrographierung in einem unter niedri  gem Druck stehenden Raum, so verfahren  werden, dass das Ionenbündel, anstatt mit  Schirm und Spalt, oder nebst diesen, ver  mittels magnetischem oder elektrischem  Kraftfeld, in an sieh bereits     bekannter     Weise auch seiner Richtung nach beeinflusst  wird, das heisst in der erwünschten Weise  gesteuert wird, wobei dann sämtliche Teile  der Apparatur ortsfest sein können.

   Dem  nach     wird    unter mittels Bildspannung erfol  gender "Steuerung" des Ionenbündels nicht  allein die Beeinflussung :seiner Intensität,       sondern    auch die seiner Richtung verstan  den, denn es wird ja auch dann ein Bild er  halten, wenn vermittels der durch die Bild  spannung gesteuerten     Bewegung    des Ionen  bündels auf der Auffangfläche eine     Linien-          zeichnung        entsteht.       Als Auffangfläche     kann    ein beliebiges,  gut isolierendes Material, z. B. Ebonit, Glas,  Glimmer, Film, insbesondere     Acetyl-Zellu-          losefilm    usw., angewendet werden.

   Oft ist es  zweckmässig, dass die- Elektrode der Saug  spannung die auf den Isolator     aufgetragene     Metallschicht ist, welche im Falle eines  durchsichtigen     oderdurchscheinenden    Iso  liermaterials zweckmässig .so dünn sein kann,  .dass sie selbst durchsichtig oder ,durchschei  nend ist. Solche Überzüge können z. B. mit  Kathodenzerstäubung oder mit thermischer  Verdampfung im Vakuum     erzeugt    werden  und müssen dieselben - um eine     Äqüipoten-          tialfläche    zu bilden - kontinuierlich sein.  



  Als Ionenquelle können ausser dem elek  trischen Lichtbogen noch viele andere elek  trische Entladungsformen und andere Organe  verwendet werden. So kann z. Bauch ein  Glimmbogen verwendet werden, .welcher in  einem Gasraum atmosphärischen     Druckes     mit einer     Spannung    von einigen hundert  Volt, in einem Gasraum von niedererem Druck  mit bedeutend geringerer Spannung erzeugt  wird. Eine in freier Luft brennende     Flamme     kann auch verwendet werden, ferner die     ,so-          genannte        ;stille    Entladung, welche auf .Lei  tern mit kleinem Krümmungsradius (Spitzen,  Drähten) mit einigen     tausend    Volt Spannung  zu erzeugen ist.

   Besonders zweckmässig ist die  Verwendung jener elektrischen Entladung,  welche in einem unter     atmosphärischem    oder  geringerem Druck stehenden Gasraum, zwi  schen einer mit Elektronen     emittierender     Substanz (z. B. Erdalkalioxyden) überzoge  nen     Glühkathode    und einer in deren Nähe  untergebrachten Anode stattfindet.

   Eine der  artige Apparatur ähnelt gewissermassen dem,  in. der     Tonfilmtechnik    unter dem Namen       "Katho,dophon"    bekannten     gaselektrisohen     Mikrophon, doch dient sie hier natürlicher  weise ganz andern Zwecken,     sie    liefert :die  zum     Verfahren;    nötigen     Ione.    Die Verwen  dung .dieser Entladungsform ist auch deshalb  sehr vorteilhaft, weil durch entsprechende  Ausgestaltung der Glühkathode, auch die       Ionenquelle    ihrer jeweiligen     Verwendung        ge,          mäss    ausgestaltet werden kann. Wird z.

   B. als      Glühkathode ein mit Erdalkalioxyd über  zogener Draht verwendet, so erhält man auch  ohne Anwendung des Schirmes 8 respektive  ,des Spaltes 9 leine praktisch als linear auf  zufassende Ionenquelle; also ,ein Ionenbündel  vom     Querschnitt    einer     Linie,    wie dies z. B.

    zur Oszillographierung von Wechselströmen,  zur Aufnahme von     Tonbildern    usw.     nötig        ist.     Bei     gewissen,    weiter     unten        noch    zu erläutern  den Anwendungen, wird ein     mit        Erdalkali-          oxyd    überzogenes Metallband oder     Metall-          röhrchen    verwendet, welch     letzteres    zweck  mässig indirekt beheizt wird.

   Schliesslich,  wenn die ganze Apparatur in einem Nieder  druckgasraum     untergebracht    wird, kann als  Ionenquelle auch die Glimmentladung ver  wendet werden.    Das Entwickeln der Elektrogramme kann  ebenfalls von den oben     erwähnten    Methoden  abweichend erfolgen.

   Bei der Zerstäubung  des Schwefel-Miniumgemisches erhalten näm  lich die Teilchen verschiedener Substanz La  dungen entgegengesetzten     Vorzeichens.    Er  folgt das Elektrographieren .mit elektrischen  Ladungen gleichen Vorzeichens, was bei  einer entsprechend gross ,gewählten Vorspan  nung stets !der Fall ist, so werden eigentlich  gleichartige Teilchen, der     Plattenladung    ent  gegengesetzten     Vorzeichens        benötigt.    Solche  werden erhalten, wenn irgendein homogenes,  pulverförmiges Material, z. B. Infusorien  erde, in der Weise zerstäubt wird, dass die  Körnchen auf ihrem Wege     ran    irgendeinen  festen Körper anprallen, respektive densel  ben streifen.

   Erfolgt das Elektrographieren  mit .genügend starken Ladungen, so kann die       Entwicklung        ,auch    mittels elektrisch neutra  len, das heisst mit ungeladenen Teilchen, z. B.  Likopodium bewerkstelligt werden. Das       Entwicklungspulver    muss nicht unbedingt       isolierend    sein, man     kann    auch Metallpulver,  z. B. Aluminiumstaub sowohl in reinem me  tallischen Zustand, wie auch an     der    Ober  fläche     oxydiert    benützen. Zur Entwicklung  kann ferner noch jene Erscheinung verwen  det werden, wonach Dämpfe, z. B.

   Wässer-,  Quecksilberdampf usw., :durch Ionen konden-    siert werden, das Entwickeln kann also nicht  nur mit festen, sondern auch mit Material  teilchen in Dampf- oder in flüssigem Aggre  gatzustande erfolgen, ja sogar mit aus auf  die     Platte        zerstäubtem    Nebel sich nieder  schlagenden Flüssigkeitspartikeln erfolgen.  Die     Entwicklung        kann        insbesondere    -bei bieg  samen oder bandförmigen Filmen zweck  mässig so erfolgen, dass man den elektro  graphisch bereits .geladenen     Film    durch eine  Kammer zieht, in welcher sich z.. B. durch       Einblasen    schwebende Pulverteilchen, Nebel  oder kondensierbarer Dampf befinden.

   Diese  Art der Entwicklung ist besonders bei an       ihrer    Rückseite mit einem leitenden Überzug       versehenen    Filmen vorteilhaft, mit welchen  fortlaufend elektragraphiert werden. soll.  



  In obigem     wurde    das erfindungsgemässe  Verfahren und die Anordnung in ihrer Ver  wendung als Oszillograph zwecks     Elektro-          graphieren    des zeitlichen     Verlaufes    verän  derlicher     elektrischer        Spannungen        erörtert.     Das Verfahren     kann.    aber natürlich auch in       allen,    jenen Fällen angewendet werden, wo       es    sich um die Abbildung solcher Grössen  oder Erscheinungen handelt, die     in.    elek  trische     Spannungsschwankungen    übertragbar  gemacht werden können. So kann es z.

   B.  zur Aufnahme und Festhalten     von.    Tönen  in der Form von Tonbildern verwendet wer  den.     In    diesem Falle werden die Töne in  bekannter     Weise        mittels    Mikrophon aufge  fangen, die im Mikrophon erregten Ton  ströme     werden    in erforderlicher Weise ver  stärkt;

   die so erhaltene veränderliche Span  nung wird zweckmässig mit der entsprechen  den     Vorspannung    in     Reihe    geschaltet und  nun     als        Saugspannung    - welche gleich  zeitig die Bildspannung darstellt - auf die       in        Fig..B!    dargestellte oder auf eine     beliebig     andere entsprechende Apparatur geschaltet.  Verschiebt man     .die    Auffangfläche, z.

   B. die  Platte 6 vor dem Spalt 9 mit gleichmässiger  Geschwindigkeit, so erscheint auf der ent  wickelten Platte ein ein     Tonbild    bildendes  Elektrogramm,     welches    ähnlich dem in       Fig.    4 dargestellten ist und in der Tonfilm  technik     "Intensitätsschrift"        genannt    wird.           Im    vorhergehenden wurde     angenommen,     dass die abzubildende Spannung selbst, z. B.  die Tonspannung, eventuell mit     einer    Gleich  stromspannung in Reihe geschaltet, als  Saugspannung     verwendet    wird, das heisst  dass die Steuerung des Ionenstromes durch  das Schwanken der Saugspannung selbst er  folge.

   Will man mit ,diesem Verfahren ein  gut brauchbares Bild herstellen, so muss die  abzubildende Spannung die Grössenordnung  von zirka. 100 Volt besitzen. Wir fanden,  dass das Verfahren sich bedeutend günstiger  gestaltet, wenn man als     Saugspannung    eine  von der     Bildspannung    unabhängige, zweck  mässig     konstante    Gleichstromspannung ver  wendet und den einen Pol der abzubildenden  Spannung an eine Steuerelektrode, am  zweckmässigsten an die zwischen der Ionen  quelle und der Auffangfläche untergebrachte  und durchbrochene Steuerelektrode, z.

   B. an  den in Fig. 3 mit 8 bezeichneten, mit einer  Öffnung versehenen und in diesem Falle aus  Metall (Leiter) bestehenden Schirm, den an  dern Pol aber zweckmässig an die Ionen  quelle schaltet,     .das    heisst wenn man die  Saugspannung und die     Bildspannung    separat       verwendet.    In diesem Falle     erfolgt    die  Steuerung der Intensität des Ionenbündels  durch das mittels der Bildspannung     erregte     elektrische Feld, also mit     Aufwand    minimal  ster Energie.  



  Die günstige Wirkung solcher Anord  nungen kann dadurch     erklärt    werden, dass  eine solche Elektrographiereinrichtung mit  sog. Raumladungsströmen, also mit sol  chen Strömen arbeitet, in welchen sich  nur gleichartig geladene, elektrische Par  tikel von der Ionenquelle zur Saugelektrode  bewegen. Dies ist selbstverständlich, falls  eine solche Ionenquelle, z. B. eine     Glüh-          kathode    verwendet wird, welche lediglich  Ionen desselben Vorzeichens erzeugt; ent  hält ,jedoch die Zonenquelle, wie z.

   B. der       elektrische    Lichtbogen, Ionen beider Vor  zeichen, und schaltet man an die Saugelek  trode eine gleichgerichtete Saugspannung,  so wird diese aus der Ionenquelle nur gleich  artige Ionen     absaugen.    Ein derartiger, durch         elektrische        Panikelchen    gleicher Polarität  getragener Raumladungsstrom, kann - wie  dies an sich bekannt ist - mittels einer  Hilfselektrode, z. B. durch ein Gitter ge  steuert werden.

   Tatsächlich     bewiesen    unsere  Versuche, dass in obiger Apparatur der zur  Saugelektrode fliessende Strom nicht allein  mit der Saugspannung, sondern auch mit der  an die Blende     geschalteten        Steuerspannung     verändert werden kann, das heisst eine mit  Steuerelektrode versehene     Apparatur    arbeitet  im wesentlichen genau wie eine Dreielektro  denröhre, wobei die Saugelektrode der  Anode, die Blende dem Gitter und die Ionen  quelle der Kathode entspricht.

   Da nun die  Öffnung der Blende im praktischen Ge  brauch nur sehr klein, höchstens mit einer  Fläche von einigen     Quadratmillimetern    .ge  wählt werden muss, so ist der Durchgriff des  Apparates sehr .gering; sein Verstärkungs  koeffizient, welcher bekanntlich der Rezi  prokwert des, Durchgriffes ist, ist also sehr  gross. Als Beispiel der Empfindlichkeit einer  solchen Steuerung     sollen.    hier zahlenmässige  Daten einer Einrichtung angeführt werden:  Die Zonenquelle bildet ein mit     Erdalkali-          metallogyd    überzogenes     Platinband    von  10 X 2 X0,02 mm. Die Steuerelektrode ist  eine 0,5 mm starke Metallplatte mit einem  5 X 0,5 mm Spalt.

   Die Auffangfläche ist  eine den Mantel einer Metalltrommel umhül  lende Hartgummiplatte von 0,25 mm Stärke.  Die     Entfernung    zwischen der     Glühkathode     und der     Steuerelektrode    (Blende) ist 0,8 mm,  zwischen Blende und Auffangfläche 0,5 mm.  Die Steuerelektrode wird durch die um ihre  Achse drehbare, die Hartgummiplatte tra  gende Metalltrommel gebildet.

   Schalten wir  in dieser Anordnung zwischen der Saugelek  trode und der Ionenquelle eine Gleichstrom  spannung von 600, Volt, ferner auf die  Blende eine Wechselstromspannung von 0,4  Volt und drehen nun die Metalltrommel ein  mal um ihre Achse,     bestreuen    alsdann die       Hartgummifläche    mit einer Mischung von       Schwefel-Miniumpulver,    so erhalten wir     ein     vollkommen ausgesteuertes Bild, das heisst  ein solches, an dessen dunkelsten Stellen auf      der Hartgummiplatte gar kein Minium haf  ten bleibt.<B>Da</B> der Spitzenwert der 0,4 Volt  Wechselspannung     rund    0;6 Volt beträgt, be  deutet dieses     Ergebnis;

      dass der Verstär  kungsfaktor obiger Anordnung     ein.    Tausend  facher ist.     In    andern Fällen zeigte diese       Anordnung    eine noch bedeutend grössere  Empfindlichkeit, so dass eine Potential  schwankung von kaum     0;05-0"1    Volt der  Steuerelektrode sich am Bilde als merkliche       Intensitätsänderung    zeigte.  



  Die hohe Empfindlichkeit jener Anord  nungen, welche     mit    separater Saug- und  Steuerspannung     arbeiten,    ist     mit    bedeuten  den     technischen    Vorteilen     verbunden.    Han  delt es sich z. B. um     die        Aufzeichnung    von       Tonbildern,    oder um     Bildübertragung,    so  kann die Verstärkeranordnung wesentlich  vereinfacht, eventuell gänzlich weggelassen  werden. Mit der im obigen Beispiel     zahlen-          mässig        beschriebenen        Anordnung    werden  z.

   B. tadellose     Tonbilder        in    der Weise er  zeugt, dass     ein        ;gewöhnliches    Mikrophon aus       geringer        Entfernung    besprochen wurde, wo  bei die durch eine, in der Telephontechnik  gebräuchliche     Übertragungsspule    (Transfor  mator mit offenem     Eisenkern)    geleiteten  Tonströme ohne jedwede Verstärkung an die       Glühkathode    und an die als Gitter     funktio-          nierende    Blende ,geschaltet werden konnten.

    Weiter wurde festgestellt, dass für diese Drei  elektrodenanordnung, welche eine der der  Dreielektrodenröhre ähnliche     Gitterspan-          nung-Anodenstromcharakteristik    besitzt, un  ter     Berücksichtigung    der speziellen Eigen  schaften dieser Anordnung, alle aus der     Ra.-          dioteehnik    bei     Elektronenröhren    gültigen       Regeln    anwendbar     sind.    Hieraus folgt,

   dass       die    Steuerelektrode nicht unbedingt zwischen  der Innenquelle und der Saugelektrode lie  gen     muss"    sondern sie kann in der Umgebung  der Innenquelle an jeder solchen Stelle unter  gebracht werden, von wo sie     ihre    Steuer  wirkung ungehindert entfalten kann.

   Längs  der geraden     Strecke    .der     Charakteristik    kann  mittels     entsprechender        Änderung    der     Saug-          und    Gittervorspannung .gearbeitet werden,  wobei     ein    verzerrungsfreies Bild     ,gewonnen            wird;        man    kann aber auch am untern     Knie-          teil    der Charakteristik ganz gut arbeiten, in  welchem Falle die     Anordnung        gleichzeitig     als Gleichrichter funktioniert.

   Handelt     es     sich z. B. um die Abbildung von drahtlos  übermittelten Tönen oder Bildern, so kann  aus der Verstärkeranordnung die     Gleichrich-          ter-(Detektor)Röhre    wegbleiben und die mo  dulierte, hochfrequente Spannung direkt an  die Steuerelektrode geführt werden. Dem  Beispiele der Mehrgitterröhren gemäss, kön  nen mehrere Steuer- oder Hilfselektroden,  z. B. Blenden,     Verwendung    finden und an       diese    dem jeweiligen Zwecke entsprechend  verschiedene Spannungen, eventuell auch  eine Rückkopplung, geschaltet werden.

   Die  Steuerelektrode muss nicht     unbedingt    durch  brochen sein, denn der     gewünschte    Effekt       kann.    auch mit einer massiven Elektrode,  die     das    Innenbündel seitlich begrenzt, oder  mit     ihm    parallel angeordnet     ist,    erreicht  werden.  



  Im folgenden sind einige weitere Ausfüh  rungsformen der zur     Ausführung    des erfin  dungsgemässen Verfahrens in Frage kom  menden Vorrichtungen beschrieben. Fig. 6  ist die     schematische        Darstellung    einer     Vor-          richturig,    welche zur Aufnahme von Ton  filmen oder von sogenannten Film-Gram  mophon-Tonbildern brauchbar ist. Die in  direkt geheizte Glühkathode 10, welche als  Innenquelle dient, ist z.

   B. ein     Platinröhr-          chen,    welches auf einer längsdurchbohrten  Magnesiaröhre montiert und mit     Erdalkali-          oxyden    überzogen ist; ihre Achse ist senk  recht     zur    Ebene der Zeichnung     und    parallel  zur     Achse    des Spaltes 12. Der     in    der     Bolh-          rung    des Isolierröhrchens untergebrachte  Heizkörper dieser Kathode wird über den       Vorschaltwiderstand    3 von der Stromquelle  2     regulierbar    gespeist.

   Der     Metallschirm    11       ist    vor der Kathode senkrecht zur     Zeieb-          nungsebene    untergebracht und besitzt den  schmalen Spalt 12. Zur Aufnahme der Ton  bilder dient eine dünne, aus     .durchsichtigem          Isoliermaterial    bestehende Bandfläche     (Film)     deren der Kathode zugekehrte     Oberfläche          als    Aufnahmefläche benützt wird.

   -Der un-           beschriebene        Film    wird von der Spule 14  mit konstanter Lineargeschwindigkeit     ab-          und    nachdem er beschrieben ist, auf .die  Filmspule 14' aufgewickelt. Zur     Führung     des Filmes     dienen:    die Metalltrommeln 15  und 15'. Die Saugspannung wird der Gleich  stromquelle 51 entnommen; der negative Pol       derselben    ist mit der     Glühkathode    und der  positive Pol mit der als Saugelektrode wir  kenden Metalltrommel 15 verbunden. Die  Tonaufnahme geschieht mit Hilfe des Mikro  phons 16; 17 ist die Stromquelle des Mikro  phons und 18 der Translator.

   Wenn nötig       wird    der     Mikrophonstrom    im     Verstärker    19  verstärkt und diese Spannung - eventuell  unter Zwischenschaltung der Vorspannungs  batterie 20 - als Bild- bezw. Steuerspan  nung zwischen die Glühkathode 10, und das  Diaphragma 11, das hier die Rolle eines  Gitters übernimmt, geschaltet. Die Steuer  spannung kann aber auch zwischen die  Saugelektrode und das Diaphragma gelegt  werden.

   Inder     Kammer    2'1 wird der Film,  der zunächst nur mit elektrischer     Ladung          beschrieben    ist, mit Hilfe elektrisch :gelade  ner und mit einem     Luftstrom    in die Kammer  2'1     eingeblasener    Staubteilchen zum sicht  baren Tonbilde entwickelt. Das Tonbild  wird dann mit einem     zweckmässig    gewählten  Überzug, z.

   B. einer Schellacklösung, welche  durch die Röhre 22 zerstäubt     wird,    über  zogen, so     dass,    nachdem Verdunsten     des        Lö-          sungsmittels    der zurückbleibende Schellack  das Elektrogramm in durchsichtiger Schicht       fixiert    und schützt.  



  Die Entwicklungskammer 2'1 (bezw. 36  in Fig. 9) ist im allgemeinen eine Kammer;  welche mit den zum Einblasen der ent  wickelnden Pulverteilchen     geeigneten    Vor  richtung, z. B. mit einem Gebläse mit Ein  blasrohr und mit einer beliebigen Vorrich  tung versehen ist, welche diesem Gas- oder  Luftstrome den Staubentwickler zuführt.

    Sie umgibt die Aufnahmefläche bezw. einen  Teil derselben, zu welchem     Zwecke    z.     B.    die  Öffnung, durch welche der bandförmige Iso  lierkörper hindurchgezogen wird,     zweck-          mässigerweise        kanalförmig    ausgebildet und    im     gegebenen    Falle mit einem     Exhaustor     verbunden wird, der die durchtretenden     Pul-          verteilchen    absaugt, oder der eine Druck  leitung trägt, der den Durchgang dieser  Staubteilchen verhindert.

   Wird in einer sol  chen     Kammer    ein Film entwickelt, der auf  der Rückseite keinen leitenden     Überzug    be  sitzt, so     muss,    zweckmässig dafür gesorgt  werden,     dass:    die entwickelnden Staubteil  chen nur die Vorderfläche, nicht aber die  Hinterfläche erreichen, was     zweckmässig     durch geeignete Ausbildung der Kammer  und der Bandführung erreicht wird.

      Das oben erwähnte     Verfahren:    hat meh  rere Vorteile gegenüber der photographi  schen Aufnahme der     Tonbilder.    Dadurch,       dass)    wir die Tonströme,     bezw.        Tonspannun-          gen    unmittelbar zur Erzeugung der Tonbil  der     verwenden,    können jene     Vorrichtungen,     welche beim photographischen Verfahren  die Stromschwankungen in Lichtschwankun  gen umwandeln (Saitenoszillograph, Kern  zelle     etc.)    vermieden werden, so     dass'    die  ganze Vorrichtung verbilligt und wesentlich  vereinfacht wird.

   Die     Vorrichtung    enthält  weiterhin kein     schwingungsfähiges    Element,  demzufolge     ist    die     Frequenzkurve    bei Ausser  achtlassung der     Frequenzabhängigkeit    des  Mikrophons und eventuell des Verstärkers,  vollkommen gerade.  



  Dank dieser     Vorteile    kann dieses Verfah  ren zur     Tonaufnahme    auch in     jenen        Fällen          erwünscht    sein, in welchen das     endgültige     Tonbild, z. B. am Rande eines Tonfilmes  photographisch festgehalten werden     soll.    Zu  diesem Zwecke kann das durch Bestäuben       entwickelte    Elektrogramm     nachträglich    auf  einen lichtempfindlichen Film     umkopiert     werden. Noch günstiger ist aber in solchen  Fällen das kontinuierliche Verfahren.

   Das  Tonbild wird auf einen in sich     geschlossenen     und gleichförmig bewegten sogenannten un  endlichen Film als     Elektrogramm    aufgenom  men, das so entstehende und durch Bestäu  ben entwickelte     Elektrogramm    wird an  schliessend, eventuell ohne fixiert zu werden,  in     kontinuierlichem    Betriebe als Kontakt-      kopie auf einem lichtempfindlichen Filme;  z.

   B. auf dem Tonfilm oder     auf    Papier, um  kopiert, wonach das Pulverbild vom Filme  gelöscht     wird.    Die elektrischen Ladungen,  welche     beim    Abwischen - ,des     Filmes    mög  licherweise entstanden sind, werden neutrali  siert und der ganze Prozess wird kontinuier  lich wiederholt bezw. fortgesetzt. Dieses  Verfahren wird später im Zusammenhange  mit Fig. 9, noch eingehender beschrieben  werden.  



  Die so gewonnenen     Tonbilder    sind - wie  weiter oben erwähnt - sogenannte Intensi  tätstonbilder, wie sie aus Fig. 4 zu ersehen  sind. Es stellte sich heraus,     dass        bei        :einer    be  sonderen     Ausführungsform    des erfindungs  gemässen Verfahrens, sowohl das aus Fig. 7  ersichtliche sog. ,transversale" Tonbild,  als auch eine gewisse Modifikation der  Intensitäts- und der Transversaltonbilder er  reichbar ist. Zu diesem Zwecke wird eine  direkt .geheizte     Glühkathode,    z.

   B. ein mit  Erdalkalioxyd überzogenes Platinband als  Ionenquelle verwendet und werden dessen       elektrische    Daten 'zweckmässig derart bemes  sen, dass die     notwendige    Heizspannung in       derselben.    Grössenordnung, z. B. zirka 1 Volt  liegt,     wie    die     Bildspannung.        Zum    Beispiel  muss eine mit Erdalkalioxyd überzogene  12 X 2,5 X 0,02 mm Platinglühkathode mit  4 Volt X 4,5 Amp. Heizleistung belastet  wenden, damit der mittlere Teil :des Bandes  in einer Länge von     .5        mm    .gleichmässig den  erwünschten Ionenstrom liefert.

   Stellt man  nun     .einen    5 X 0,5 mm Linienspalt vor diese  Glühkathode und verbindet dessen Dia  phragma     mit,dem    negativen     Ende,der        Glüh-          kathode    und legt man 600 Volt     Spannung    an  die Saugelektrode, so     entsteht    auf einer       gleichmässig    vordem Spalte bewegten Auf  nahmefläche ein     etwa    5 mm     breites,    in der       Längsrichtung    vollständig     und    in der Quer  richtung fast vollständig .gleichförmig ab  schattiertes Bandbild.

   Geht man nun vom  Werte 0 aus und legt man eine wachsende  negative Vorspannung an das Diaphragma,  so beobachtet man, dass das Bandbild fort  während schmäler wird, und zwar ver-         schwindet    zuerst das der negativen Seite der  Glühkathode zugekehrte Ende des Bandes  und dieses     Verschwinden    schreitet allmählich  der positiven Seite der     Glühkathode    zu.  Diese Erscheinung wird dadurch verursacht,  dass :der Heizstrom ein nicht     vernachlässig-          bares    -Spannungsgefälle an der Kathode her  vorruft, und zwar     etwa    0,5 Volt pro mm.

    Demzufolge besitzen die einzelnen Punkte  der Kathode entlang auch bei .gegebener  äussern     negativen    Spannung, auf das     :Gitter     bezogen, nicht die gleiche Spannung, sondern  eine     umso        negativere,    je     näher    der     Punkt     dem negativen Ende der Glühkathode     liegt.     Es ist also die     Emission    der Kathode nicht  einmal der     gleichmässig        temperierten        Strecke     entlang     ,gleichmässig,

      sondern sie     nimmt    nach  der negativen Seite hin allmählich ab, wo  mit das allmähliche     Verschwinden    des Bildes  von :der negativen     Seite    her erklärt wird.  Eine derartig     ungleichmässige    Emission :di  rekt geheizter     Glühkathoden    ist in der  Vakuumröhrentechnik bekannt und .gilt im  allgemeinen für schädlich. Zufolge vorlie  gender     Erfindung    lässt sich aber diese Er  scheinung beispielsweise     folgendermassen     nutzbringend anwenden.

   Die Vorspannung  ,des Diaphragmas wird so gewählt, dass nur  der positive Teil der Kathode merklich       emittieren        kann,        :das.    heisst dass     aus    dem  Bildbande nur die Odem positiven Kathoden  ende zugekehrte Hälfte erhalten bleibt. Un  ter Beibehaltung der oben     angegebenen    Da  ten ist hierzu -eine negative Gittervorspan  nung nötig.

   Bei schwächerer Heizung oder       niedriger    Saugspannung oder verminderten  Spaltedimensionen etc. ist es möglich, dass  zum     erwähnten    Zwecke     eine        positive    Gitter  vorspannung     benötigt        wird.    Wird     nun    die  abzubildende     Wechselspannung,    z.

   B. eine  Tonspannung, in Serie mit der Vorspannung  auf das.     Diaphragma        ,gelegt,    so erhält man  ,das Tonbild nach     F'ig.        :8.        Dieses    Tonbild  kann als     Kombination    eines     transversälen     und eines     Intensitätstonbildes    gelten: es be  steht aus dunkleren und helleren Streifen,  unter denen aber .die dunkleren     gleichzeitig     auch entsprechend     -länger    sind, so dass die      Enden der Streifen ein transversales Ton  bild darstellen.

   Wir möchten bemerken, dass       die    Streifen in der Querrichtung nicht scharf       begrenzt    sind,     sondern    mehr     allmählich    ver  schwinden, ohne aber dass hierdurch .der       technische    Vorteil dieses zusammengesetzten  Tonbildes .Schaden erlitte. Es ist nämlich  leicht einzusehen, dass ein derartiges Ton  bild einen viel     weiteren    Bereich der     Ton-          intensität        wiederzugeben        gestattet,    als das  Intensitäts- oder das Transversaltonbild an  sich gestatten     würde.     



  Eine weitere praktische Anwendung der  Erfindung betrifft die Herstellung von Bil  dern im engeren Sinne,     das    heisst sie     betrifft     die Darstellung von Bildern, die den photo  graphischen     Bildern    ähnlich sind und die  ebene oder räumliche Figuren, kurz Gegen  stände,     darstellen.    Wie aus folgenden     Über-          lebgungen        hervorgeht,    ist dieser Anwendungs  kreis der Erfindung ausserordentlich weit.

    Ein Lichtstrahl ruft auf einer photographi  schen     Platte,    je nach seiner     Intensität,    eine  veränderlich starke chemische Wirkung,  bezw. nach der Entwicklung eine verschie  den tiefe Schwärzung hervor; ganz entspre  chend verursacht ein aus der Ionenquelle  austretendes Ionenbündel je nach seiner In  tensität eine variierende Aufladung der Auf  fangflächen bezw. nach dem Bestauben der       letzteren,    eine variierende     Bedeckung    und  Schattierung hervor.

   Bei der     optischen    Ab  bildung kann man aber     ;das    Bild des ganzen  Gegenstandes auf einmal aufnehmen, weil  das optische Bild, welches von einer Linse  oder einem Spiegel herstammt, gleichzeitig       alles    Strahlenbündel von den verschiedenen     Ge-          genstandspunkten    umfasst, wogegen wir mit  dem Ionenbündel gleichzeitig nur einen  Punkt auf einmal abzubilden vermögen und  das vollständige Bild aus seinen einzelnen  Punkten nacheinander zusammensetzen     müs-          sen.     



  Es     sei    bemerkt, dass wir in dieser     Be-          schreibung    und in den     Ansprüchen        unter     "Punkt" bezw. "Bildpunkt", dem erfin  dungsgemässen Verfahren und den Eigen  tümlichkeiten . der - Vorrichtungen entspre-    chend, nicht nur streng punktartig, das heisst  ungefähr     kreisförmige    Bildteile verstehen,       sondern    auch     längere,    schmale, linienartige       Bildelemente,    mit Hilfe deren Zusammen  setzung wir z.

   B. das .oben erwähnte zusam  mengesetzte Tonbild erhielten, und dessen  Dimensionen entweder durch ,die Ionenquelle,  oder durch die Diaphragmaöffnung, oder  aber durch beide     bestimmt    werden, indem  der Querschnitt des erzeugenden Ionenbün  dels durch .diese festgelegt wird. Die Bild  telegraphie     und    die     Fernsehtechnik    kennt  verschiedene Verfahren, welche das Bild aus  den     Bildpunkten        zusammenzusetzen    gestat  ten.

   Allen Verfahren :gemeinsam     ist    deren       charakteristische    Eigenschaft, dass sie das  Bild - ein reales     optisches    Bild,     Zeichnung,     Photographie etc. - in Bildelemente zer  legen und die den     Bildpunkten    zugehörenden  Lichtbündel auf eine     photoelektrische    Vor  richtung, z. B. auf eine Photozelle,     wirken          lassen    und den in dieser erzeugten Wechsel  strom bezw. Wechselspannung zweckmässig  verstärkend durch einen     Draht    oder drahtlos,  der     Empfängerstation    zuführen, und dort     die     Strom- bezw.

   Spannungsschwankungen wie  der in Lichtschwankungen umsetzen. Aus  diesen     Lichtbündeln    schwankender Intensi  tät wird das     Bild    erneut zusammengesetzt,  und entweder mit     dem,    blossen Auge     beGbach-          tet    oder auf einer     lichtempfindlichen    Fläche,  z. B. einem Film, fixiert.

   Ein Ausführungs  beispiel des erfindungsgemässen     Verfahrens     ist von den eben     erwähnten    Verfahren darin       verschieden,    dass die     elektrischen    Impulse     in     der Empfängerstation nicht in Lichtimpulse       umgesetzt    werden, sondern -     gegebenenfalls     nach     einer        Verstärkung    -     unmittelbar,    das  heisst als elektrische Impulse zur     Steuerung     des     Ionenbündels    verwendet.

   werden,     dass     weiterhin die lichtempfindliche Schicht  durch die Oberfläche der     isolierenden    Auf  nahmefläche ersetzt wird, und     @dass    das so  gewonnene elektrische Bild auf die oben       beschriebene    Weise entwickelt und eventuell  dauernd fixiert wird.  



  Es sei     betont,        .dass    dieses -Verfahren in  einigen- Fällen mit Vorteil die "Photogra-      phie" in :gewöhnlichem Sinne zu ersetzen  vermag. Dieses Verfahren bezw. die zu  seiner     Ausführung    dienende Vorrichtung       unterscheidet    sich von der oben kurz skiz  zierten und von der weiter unten eingehend       beschriebenen    nur darin, dass Sender- und  Empfängerstation räumlich nahe beieinander  sind. Wollen wir z. B. das     Elektrogramm     eines Gegenstandes, einer Szene usw., her  stellen, ,so kann     beispielsweise    folgender  massen     vorgegangen    werden: wir stellen zu  nächst, z.

   B. mit Hilfe eines geeigneten Lin  sensystems, das reelle     optische    Bild des     Ge-          genstandes    dar, zerlegen dieses Bild z. B.  mit einer Nipkowscheibe, Schraubenspiegel  usw., in     Bildelemente    und     verfahren    weiter,.

    wie oben beschrieben,     wobei    die elektrogra  phische     Vorrichtung        unmittelbar    neben der       bildzerlegenden    Vorrichtung sein kann und       mit        letzterer        entweder        elektrisch        oder    mecha  nisch zur     Synchronisierung    verbunden ist.

    Diese letztere Ausführung vereinfacht und  verbilligt die     Vorrichtung    ganz wesentlich  und vereinfacht     auch    deren     Bedienung.    In  dieser Ausführung hat das Verfahren noch  den Vorteil, dass es auch unmittelbar ein  positives Bild liefert,     wenn    die Steuerspan  nung, die möglicherweise mit einer Vorspan  nung in Reihe liegt, mit der richtigen Po  larität zwischen Steuerelektrode und Ionen  quelle     :geschaltet    ist. Dieses Verfahren kann  unter anderen auch dann vorteilhaft ange  wandt werden, wenn     es    sich nur um eine       vorübergehende        Fixierung    des     Bildes    han  delt.

   Weiterhin     kann    das Verfahren dazu  verwendet     werden,    um in eine lineare Reihe  von     Bildpunkten    zerlegte     Bilder    aufzuheben  und aus diesen die Bilder     später    zu reprodu  zieren, so wie dies anhand des     Poulsenver-          fahrens    (Magnetsierung eines Stahlbandes)  schon bekannt ist.     Das    Verfahren     wird    an  hand des zum Fernsehen vorgeschlagenen  sog. Zwischenpunktverfahrens weiter unten  an einem Beispiel noch ausführlicher er  örtert. .  



  Es erscheint     somit    überflüssig, :die An  wendung der     Elektrographie    für die eigent  liche Bildtelegraphie eingehend zu - beschrei-    bei. Es handelt sich ,dabei gewöhnlich     um     ,die Weitersendung von Drucksachen, Photo  graphien usw.

   Das zu befördernde Bild     wird     in der Sendestation auf der     Mantelfläche          eines    Zylinders festgelegt und mit einem       punktförmigen        Lichtbündel    in einer Spirale       abgetastet.    In der     Empfängerstation    wird  eine Zylinderfläche mit der vorher erwähn  ten sychron gedreht und ein mit der Bild  spannung     moduliertes,        punktförmiges    Licht  bündel hergestellt und das     Bild    auf ein licht  empfindliches, auf die Zylinderfläche     ge-          spanntes    Papier oder Film projiziert.

   Das  Verfahren nach der     Erfindung    kann so an  gewandt werden, dass die Mantelfläche des  Aufnahmezylinders mit einer dünnen Schicht  oder einem Film aus isolierendem     Material     umgeben und dieses mit     Hilfe    einer punkt  artigen oder     punktartig    begrenzten Ionen  quelle beschrieben wird, dessen     Intensität     zweckmässig mit der auf das     Diaphrag-ma     als Hilfselektrode     gelegten        Bildspannung    ge  steuert     wird.     



  Im     Zusammenhange    mit dem aus der       Fernsehtechnik    bekannten     Zwischenfilmver-          fahren    ist die Elektrographie besonders ,gün  stig anwendbar. Bekanntlich wurde dieses  Verfahren ,sowohl beim Senden, als auch  beim     ,Empfang    von Bildern bei der     Fern-          sehübertragung    in Vorschlag ;gebracht. 'Zur  Sendung verfährt man derart,     dass    die zu  sendende lebende     ,Szene        und,die    begleitenden  Töne auf bekannte Weise als     Tonfilm.    auf  genommen werden.

   Der Film wird im     konti-          nuierlichen    Betriebe     entwickelt,        fixiert    und  das Bild wird von Punkt zu     Punkt    abge  tastet, während die begleitenden Töne in der  üblichen Weise gesendet werden. Darauf       wird.    die     Emulsion    samt     Bild    vom     Film     entfernt, der Film von neuem mit Emulsion  überzogen     und    das ganze Verfahren am sel  ben unendlichen Filmbande beliebig oft  wiederholt.

   Dieses komplizierte Verfahren  ist deshalb nötig geworden, weil auch die  besten optischen Vorrichtungen nur so licht  schwache Bilder einer     lebenden.        Szene,    zu ent  werfen; vermögen, dass die hinreichend klein  gewählten Bildelemente in einer Photozelle-      nur einen minimalen Photostrom erzeugen,  deren hinreichende Verstärkung in dem zur  Sendung nötigen Ausmasse (einige Kw)  praktisch unmöglich ist. Der     Energiever-          p        'ktise     brauch des erfindungsgemässen Verfahrens  kann hingegen sehr niedrig gehalten werden.  Die Anodenleistung, die sowieso von der  Anoden- bezw.

   Saugbatterie :geliefert wird,  ergab nach unseren Erfahrungen mit     10-s     Amp. in der Sek., das heisst mit einer  Ladung von 10-$ Coulomb, ein Elektro  gramm von zirka 15 cm2 Zeichenfläche, wo  bei sich diese Empfindlichkeit noch bedeu  tend steigern liesse. Der Gitterstrom lag da  bei in .der     Grössenordnung    zwischen 10-10  und 10-9 Amp. Demnach kann die Elektro  graphie fast die Empfindlichkeit des photo  graphischen     Verfahrens    erreichen; im ge  gebenen Falle hat aber das     Ersetzen    der  Photographie durch die Elektrographie  ganz wesentliche Vorteile.

   Die Elektro  graphie kann - gleich der Photogra  phie - an einen in sich geschlossenen  unendlichen Film ausgeübt werden, auf wel  chem sowohl die Bilder, als auch die Ton  bilder aufgenommen und von ihm in bekann  ter Weise abgenommen werden, worauf der  Film abgewischt wird. Dieses Verfahren ist  unvergleichlich einfacher als das entspre  chende photographische Verfahren. Ein  weiterer wesentlicher Vorteil dieses Verfah  rens besteht darin, dass die Entwicklung des  Elektrogrammes in Bruchteilen einer Se  kunde ausführbar ist, wogegen die Entwick  lung eines photographischen Bildes minde  stens eine Verzögerung von     20-30    Sekun  den verursacht.  



  Das     photographische    Verfahren     benötigt     eine umfangreiche, sehr     kostspielige    und  heikle Apparatur, so dass es nur für Licht  bildtheater und ähnliche Unternehmen in  Frage käme, wogegen das angedeutete elek  trographische Verfahren dem Hausgebrauche  zugänglich ist. Ein weiterer Vorteil dieses  Verfahrens besteht darin, dass die Bilder in  beliebiger Grösse projizierbar sind.  



  Eine Einrichtung, welche zur Ausfüh  rung des     obigen        Verfahrens    dienen kann, ist    in Fig. 9 beispielsweise dargestellt. Die  Nipkowscheibe 28 besteht aus Metall und  dient zur     Zusammensetzung    des Bildes, sie  trägt die     Löcher    42, die auf einem     greise     angeordnet sind. Die Ionenquelle 24 ist       zweckmässig    eine indirekt     geheizte    Glüh  kathode, deren Längsrichtung - abweichend  von der Figur - zur Papierebene     senkrecht     steht     und    von der Stromquelle 2,5 gespeist  wird. 24' ist eine zweite Ionenquelle, z. B.

    eine Glühkathode, ein Lichtbogen, oder eine  Flamme, welche zum Neutralisieren der  .während des Abwischens entstandenen La  dungen der     Aufnahmefläche    dient. Das end  lose Band<B>26</B> besteht aus     einem    durchsich  tigen Isoliermaterial und dient zur     Eelektro-          graphie    der Bilder; es wird durch die dre  henden Scheiben 27 und 27' in der Richtung  des Pfeils 28 bewegt. Seine der Glühkathode       2!4    zugekehrte Fläche dient zur Aufnahme  des Bildes.<B>29</B>     ist    ein endloses Metallband.,  welches durch die Metallscheiben 30, 30' in  der Richtung des Pfeils 31 bewegt wird.

    Die Batterie     4,3    liefert die     konstante    Saug  spannung, ihr negativer Pol ist mit der  Glühkathode, ihr positiver Pol durch die  Scheibe 30' mit :dem als     Sangelektrode    wir  kenden Metallbande 2:9 verbunden. Die Dreh  zahl der     Scheiben    27, 27' und<B>30,30!</B> ist der  art     bemessen    und die Scheiben sind so unter  gebracht, dass das.     Isolierband    26 und das  Metallband     2'9    sich mit gleicher Geschwin  digkeit bewegen und auf der Strecke, wo sie  gegenüber .der Glühkathode 24 zu liegen  kommen, das heisst dort, wo die Aufnahme  stattfindet, sich fest aneinanderliegend be  wegen.

   Damit wird vermieden, dass die Bän  der sich     :gegenseitig    verschieben. und Anlass       zur    Bildung von     Reibungselektrizität    geben.  Handelt es sich z. B. um den Empfang von  drahtlos beförderten     Bildern,    so wird der  ankommende, modulierte     Hochfrequenzstrom     von :der Antenne 32 aus im Empfänger 33  verstärkt und die verstärkte,     eventuell     gleichgerichtete Bildspannung     mit    der Vor  spannung 34 in Reihe zwischen die     Glüh-          kathode    24 und, durch die     Metallbürste    35,  die     Nipkowscheibe    23 gelegt.

   Die Nipkow-      scheibe 23 und die Scheiben 27, 2.7' und 30,  30' laufen synchron mit dem Bildzerlegungs  apparat der Sendestation. Das Synchroni  sieren kann mit einer beliebigen an sieh be  kannten Methode bewerkstelligt werden. Das  aufzunehmende Bild     wird        wie    oben beschrie  ben mit Ionenladungen auf jenen Teil des  Bandes 26     (Bildband)    aufgedrückt, welches  vor der Glühkathode 24 bezw. vor der Loch  serie 42 der Nipkowscheibe sich vorbei  bewegt. Der Querschnitt des aufschreiben  den Ionenbündels, der in -diesem Falle  zweckmässig punktähnlich ist,     wird    durch  die Durchmesser der Löcher der     Nipkow-          scheibe    festgelegt.

   Indem sich das Bildband  weiter bewegt,     tritt    es in die Kammer 36  ein, worin es mit dem -durch die Röhre 37  eingeblasenen Staub entwickelt wird. Für  den Fall, dass das Bild mit dem blossen Auge  beobachtet     wird,    dienen die Lichtquelle 38       und    die vorgelegte Milchglasscheibe 39 zur       Durchleuchtung    desselben. Die Bilder wer  den in bekannter Weise im synchron gedreh  ten Polygonspiegel 40 beobachtet.

   Natürlich  sind in diesem Falle die Löcher der     Nipkow-          scheibe    nicht spiralförmig, sondern in einem  zur Scheibenachse konzentrischen     Kreise    an  geordnet     und    sie besorgen nur die     Zerlegung     der     einzelnen    Bildzeilen im Bildpunkte,       während    die Zerlegung .des Bildes in Zeilen  durch die     Bewegung    des     Filmstreifens    be  wirkt     wird.    Dies hat unter anderem den  Vorteil, dass die Glühkathode     bandförmig     sein darf,

   und dass ihre Länge nur gleich  dem Abstand zweier Nachbarlöcher der  Nipkowscheibe sein muss. Wären hingegen  die Löcher der Nipkowscheibe spiralförmig  angeordnet, so mühte die Ionenquelle flä  chenhaft ausgedehnt     und    gleich gross wie die       Bildfläche    sein.     Darnach    muss das Bild vom  Filmbande entfernt werden.

   Diesem Zwecke  dient die drehbare Bürste 41, welche die  Pulverteilchen vom Bande entfernt und die  Ionenquelle 24', welche die hierbei eventuell  entstandenen     elektrischen    Ladungen mit den  aus- ihr     ausgesaugten    entgegengesetzt gelade  nen Ionen neutralisiert und die zweckmässig       ebenfalls        zur    Zeichenebene     -senkrecht.    unter-    gebracht ist. Alsdann     ist    das Filmband zur  Aufnahme neuer Bilder vorbereitet.

   Zweck  mässig     werden    die Bilder     statt        unmittelbar     betrachtet     mittels    einer     optischen    Vorrich  tung auf einen Schirm projiziert.

   Ferner  wird die Bürste 41 zweckmässig mit einer  geeigneten Hülle umgeben, aus welcher das  abgeriebene Pulver     mit        Vakuum    abgesaugt  und in     jenen    Behälter     zurückgeführt    wird,  aus welchem das Pulver durch die     Röhre    37  in die Kammer 36 geblasen wird, so dass  auch das Entwicklerpulver in kontinuier  licher Zirkulation     verwendet        wird.     



  Die oben     beschriebene        Einrichtung    wird  vereinfacht, wenn die Rückseite des Film  streifens     2,6,    mit einer durchsichtigen Metall  schicht überzogen     ist,    weil in diesem Falle  die Trommeln 30 und 30' samt dem Metall  bande     29        überflüssig    werden und die Saug  spannung statt auf die Trommel 27 bezw. 2.7'  unmittelbar auf den Metallüberzug des Fil  mes geschaltet wird. In diesem Falle liegt  die Spannung auch während der Entwick  lung auf der     Hinterwand    des Filmes, was  aber nach     angestellten        Versuchen:    die Ent  wicklung des Elektrogrammes nicht stört.

    Die     Glühkathode    24' kann durch eine  Flamme oder einen elektrischen Lichtbogen  in ihrer Funktion als neutralisierende Ionen  quelle ersetzt werden; diese     Ionenquellen     können gegebenenfalls geerdet oder an meh  reren     andern    Stellen     angeordnet    werden.

    Die strahlende     Wärme    -der     Ionenquelle          kann,    wenn     nötig,    vom Filme in beliebiger  Weise, durch     gekühlte    Schirme oder durch  Luftkühlung     ferngehalten    werden.

       Ist    die  Geschwindigkeit des Bandes 26 gross, so  wird die     Kammer    3,6 in der in     Fig.    6 darge  stellten Weise zweckmässig derart, das heisst  an einer solchen     ,Stelle    untergebracht, dass  das Band ohne     Richtungsänderung    durch  sie hindurchläuft, damit die     Pulverteilchen     nicht     hinunterzentrifugiert    werden und da  durch nicht ein verzerrtes Bild entsteht.

   Es  ist ferner     natürlich,    dass sowohl der elektro  graphische Vorgang, -als auch die Entwick  lung, die Beobachtung . des Bildes und- das       Abbürsten    in     einem        und-    demselben:.     Teile.    des      Bandes, z.

   B. links, geschehen kann.     Ferner     kann das elektrographische Verfahren in  einem Raume unter vermindertem     Druck,     und das Entwickeln etc. entweder ebenfalls  unter     vermindertem        Druck,    oder bei Atmo  sphärendruck ausgeübt werden.     Hierdurch     wird einerseits die Auswahl einer passenden  Ionenquelle erleichtert;

   anderseits werden  der Energieverbrauch und     das    Geräusch der  Nipkowscheibe (welches besonders bei Ton  aufnahmen und Wiedergaben sehr     stört)     vermindert, ein Verfahren, welches     übrigens     an sich bekannt ist.     In.    diesem Falle wird  der Film in die     Unterdruckkammer    z. B. so  ein- und ausgeführt, dass er durch lange und  schmale Kanäle gezogen wird, welche einen  grossen     .Strömungswiderstand    besitzen; die  durch diese Öffnungen strömende     geringe     Luftmenge wird fortlaufend abgesaugt. Un  ter Film ist in der     obigen    Beschreibung  ganz allgemein jedes biegsame Band aus  Isoliermaterial, welches also z.

   B. auch aus  imprägniertem und durchsichtig gemachtem  Papier bestehen kann, zu verstehen. Infolge  seiner hohen Isolation kann Acetylzellulose  vorteilhaft     verwendet    werden. Die Leiter  fläche der Elektrode, welche sich dem     Iso-          lierkörper    anschliesst, und auch Saugelek  trode genannt wird, muss nicht unbedingt  ein Metall sein, sie kann z. B. auch aus  Graphit bestehen. Ferner muss sie nicht fest  sein, sondern kann auch flüssig, z. B. Queck  silber sein, und sie kann unter Umständen  auch in dem     Isolierkörper        eingebettet    wer  den.  



  Wenn z. B. auf     einen    einseitig metalli  sierten Film ein anderer Film aufgepresst  wird, erhält hierdurch der Film zwei Auf  fangflächen, auf welch beiden     elektrogra-          phiert    werden kann, und falls der Film und  die dazwischen liegende Metallschicht durch  sichtig oder durchscheinend sind, kann die  Übereinanderlagerung von Bildern sehr ein  fach, sowohl mittels gleichzeitigem, wie  auch durch nacheinander erfolgendes Elek  trographieren bewerkstelligt werden. Dieses  Verfahren gestattet das gleichzeitige Elektro  graphieren von zueinander gehörenden Wer-    ten, z. B. von Spannungs- und Stromkurven,  besonders, wenn zur     Entwicklung    auf jeder  Seite verschiedenfarbiger Staub verwendet  wird, und kann das Verfahren in diesem  Falle z.

   B. zur Übertragung von farbigen  Bildern verwendet werden. Die die Saug  elektrode bildende Zwischenmetallschicht  kann bei einem Band von bestimmter Länge  mit an dessen Enden an die Trommelachse  geschalteten Zuleitungen, bei endlosem Band  hingegen mit einem z. B. am Rand des Fil  mes vorragenden Zusatzstück, welches auf  der Leitungstrommel aufliegt und von ihr  Spannung erhält, versehen sein. Die einge  bettete Metallschicht muss natürlich sehr  dünn, kontinuierlich und ihre Breite mit  jener -des Filmes gleicher Grössenordnung       sein.     



  Das elektrographische Verfahren gestat  tet     ferner    auch :die     Reproduktion    farbiger  Bilder in einer dem in .der Vervielfältigungs  technik gebräuchlichen Dreifarbendruck ähn  lichen Weise. Das Bild wird z. B. zu diesem  Zwecke an der Sendestation     mehrmals,    z. B.  dreimal, hintereinander unter     Zwischenschal-          tung    dreier     verschiedenfarbiger        Lichtfilter     (rot, ,gelb, blau) abgetastet und der Film  streifen wird im Empfänger     ebenso        i    oft,  z.

   B. dreimal, durchgeführt, .das heisst es       wird        nacheinander        mehrmals    z. B. dreimal  auf dieselbe Aufnahmefläche mit     jeweils     veränderter Bildspannung     elektrographiert.     Ein     derartiger    Empfänger besitzt zweck  mässig drei abwechselnd benutzbare     Ent-          wicklungskammern,        in    welchen der Film der  Reihe nach mit drei verschieden gefärbten,  z. B. die Farben der Farbfilter wiedergeben  den,     Staubpulvern    entwickelt wird.

   Das so  erhaltene Bild ist ähnlich jenem, welches  mittels des     Lumiere-Verfahrens    hergestellt  wird.  



  Das oben     erwähnte    zweifarbige Bild be  stellt hingegen aus auf beiden Seiten eines  durchscheinenden oder durchsichtigen     Iso-          lators    liegenden, auf je einer Seite gleich  farbigen und auf jeder .Seite durch je eine  durchsichtige oder durchscheinende     Schicht     bedeckten Pulverteilchen.      Es wird betont, dass, die Saugelektrode  nicht unbedingt auf -der Rückseite des     Iso-          lierkörpers    aufliegen muss, sondern, dass  zwischen beiden auch ein geringer Abstand  von etwa     0,0'1-0,5    mm zulässig ist, wenn  dies aus irgend     einem    Grunde, z.

   B. aus       Gründen    der Isolation bei sehr. hoher Saug  spannung, notwendig wäre. In diesem Falle       kann    .das System als ein Kondensator mit  zwei Dielektrika betrachtet werden, von de  nen das eine der Isolierkörper und das an  dere die zwischenliegende Luft- oder Gas  schicht ist, welche unter Atmosphärendruck  bezw. unter erhöhtem oder reduziertem  Drucke stehen kann.  



  In manchen Fällen, z. B. wenn die Elek  trographie unter vermindertem Druck ausge  übt wird,     kann.    die Saugspannung auf den       zwischen    der Innenquelle und der Auf  nahmefläche untergebrachten Schirm     oder     das     Gitter    gelegt werden, obwohl im allge  meinen das oben     beschriebene    Verfahren  vorteilhafter ist. Die     Elektrogramme    können  natürlich nicht nur durch Bespritzen, son  dern     auch    in anderer Weise z.

   B. dadurch,  dass eine     zusammenhängende    feste Haut dar  auf gepresst wird, fixiert werden, oder aber  so, dass man als     Aufnahmefläche    eine  Schicht aus     relativ    leicht .schmelzbarem     Iso-          liermaterial,    z. B. Paraffin, verwendet.

   Nach  dem Entwickeln wird     die    Fläche erwärmt,  die Entwicklerteilchen werden hierdurch ein  gebettet und diese bleiben dann nach .dem  Abkühlen dauernd     fixiert.    Im allgemeinen  kann also ein     entwickeltes    Elektrogramm so  fixiert werden, dass die entwickelten Teil  chen zweckmässig in ein     -durchsichtiges        Me-          dium    ganz oder teilweise     eingebettet        werden.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I Verfahren zur Erzeugung von Bildern aus ' zusammengesetzten Bildpunkten, bei welchem durch die Bildspannung beein flusste elektrische Ladungen auf eine Iso latorfläche aufgefangen und die Ladungs verteilung der Isolatorfläche mit Hilfe dar auf aufgebrachter, materieller Teilchen sicht bar gemacht werden, dadurch gekennzeich- net, dass die elektrischen Ladungen mit einem durch die Bildspannung gesteuerten und relativ zur Isolatorfläche sich bewegen den Innenbündel, welches in einem Raume von mindestens 0,001 mm Gasdruck erzeugt wird, auf die Isolatorfläche aufgebracht werden. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Erzeu- g-ung und gleichzeitigen Steuerung .des Innenbündels die Bildspannung benützt wird. 2.. Verfahren nach Unteranspruch 1, da- idurch gekennzeichnet, dass die Bild spannung mit einer Vorspannung in Serie ,geschaltet .wird. 3..
    Verfahren nach Patentanspruch I, da ,durch gekennzeichnet, .dass das Innen bündel mit Hilfe einer von der Bild spannung unabhängigen Spannung er zeugt wird, und dass die Bildspannung das elektrische Feld erzeugt, mit wel chem das Innenbündel gesteuert wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, @da- durch gekennzeichnet, dass die Relativ bewegung ,des Innenbündels .der Auf nahmefläche ,gegenüber durch die Bewe gung der Aufnahmefläche relativ zum stillstehenden Innenbündel bewerkstelligt wird. 5.
    Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass die Bewe gung :der Aufnahmefläche mit gleich förmiger Geschwindigkeit erfolgt, und ,dass der Abstand zwischen Innenquelle und Aufnahmefläche im Laufe der ge nannten Bewegung konstant gehalten wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Relativ bewegung des Innenbündels zur Auf- ;nahmefläche durch die Bewegung des zwischen Innenquelle und Aufnahme- fläche untergebrachten und mit einer Öffnung versehenen Schirmes bewirkt wird, wobei,dieser Schirm allein bewegt wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I, -da durch gekennzeichnet, dass die Relativ bewegung des Ionenbündels zur Auf nahmefläche durch die Bewegung des zwischen Ionenquelle und Aufnahme fläche untergebrachten und mit einer Öffnung versehenen Schirmes bewirkt wird, wobei dieser Schirm zusammen mit der Ionenquelle bewegt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Relativ bewegung des Ionenbündels zur Auf nahmefläche durch die Bewegung des zwischen Ionenquelle und Aufnahme fläche untergebrachten und mit einer ,Öffnung versehenen Schirmes bewirkt wird, wobei dieser Schirm zusammen mit der Aufnahmefläche bewegt wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Ionen- laadungen auf ein Organ aus Isoliermate rial aufgedrückt werden. 10. Verfahren nach Unteranspruch 9, da- ,durch gekennzeichnet, dass die Ionen ladungen auf ein wenigstens durchschei nendes Band aufgedrückt werden. 11. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Band auf einer Seite mit einem wenigstens durchscheinenden Metallüberzug verse hen wird. 12.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch :gekennzeichnet, dass eine Gleich spannung als Vorspannung mit der ;Bildspannung in Serie geschaltet wird, wobei der Absolutbetrag der Vorspan nung grösser .als die maximale absolute Grösse der Bildspannung gewählt wird. 13. Verfahren nach Unteranspruch 12, da durch gekennzeichnet, dass die Grösse der Vorspannung derart bemessen wird, dass die durch die resultierende minimale Bildspannung aufgedrückten Ladungen noch gerade nicht ausreichen, um die Materialteilchen an der Aufnahmefläche festzuhalten. 14. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Elektro- gramm mit festen Materialteilchen ent wickelt wird, welche auf die Aufnahme fläche aufgebracht werden.
    15. Verfahren, nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Elektro gramm mit flüssigen Materialteilchen entwickelt wird, welche auf die Auf nahmefläche aufgebracht werden. 16. Verfahren nach Unteranspruch 15, da durch gekennzeichnet, dass die flüssigen Materialteilchen aus einem Dampf kon densiert sind. 17. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 10, dadurch gekenn zeichnet, dass das Elektrogramm mit Lykopodiumpulver entwickelt wird, wel ches auf die Aufnahmefläche -aufge bracht wird. 18.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 10, dadurch gekennzeich net, dass, die die aufgedrückten Ladungen tragende Aufnahmefläche durch eine Kammer geführt wird, in welcher Ma terialteilchen schweben. 19. Verfahren nach Patentanspruch, da durch .gekennzeichnet, dass die die aufge- diückten Ladungen tragende Aufnahme fläche durch eine Kammer geführt wird, in welcher ein kondensierbarer Dampf enthalten ist. 20.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass' das ent wickelte Elektrogramm fixiert wird, in dem die Materialteilchen in ein wenig stens durchscheinendes Medium wenig stens teilweise eingebettet werden. 2@1. Verfahren nach Patentanspruch. I, da durch gekennzeichnet, dass das ent wickelte Bild entfernt -wird, wonach die eventuell aufgetretenen Ladungen neu tralisiert werden, und dassi die Elektro graphie an derselben Isolierfläche wie derholt wird. 2.2. Verfahren nach Unteranspruch 21, da durch gekennzeichnet, dass es kontinuier lich auf einem unendlichen und beweg ten Isolierbande ausgeübt wird.
    23: Verfahren nach Patentanspruch I, da " -durch gekennzeichnet, dass die Elektro graphie auf -der Oberfläche eines Filmes " aus Acetylzellulose ausgeübt wird. 24. Verfahren nach Patentanspruch I, da - . durch gekennzeichnet, dass das auf einem durchsichtigen Isoliermaterial bereitete Elektrogramm als Kontaktkopie auf eine lichtempfindliche Fläche übertragen wird. 25.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da- ,durch gekennzeichnet, dass die Ionen ladungen in einem Raume bei Unter druck auf die Isolierfläche aufgebracht werden, und dass das Elektrogramm bei mindestens demselben Drucke entwickelt wird. 26.
    Verfahren nach Patentanspruch I zur - Erzeugung der Spannungs- und Strom " Bilder von Wechsel- und veränderlichen Spannungen und Strömen, dadurch ge- kennzeichnet, dass es derart ausgeübt wird, dass die veränderliche Spannung bezw. eine dem veränderlichen ,Strome proportionale Spannung als Bildspan - - nung .geschaltet wird. 27. -Verfahren nach Patentanspruch I zur " - Herstellung von Tonbildern, dadurch ge kennzeichnet, dass die Tonspannung als Bildspannung geschaltet wird. 2$.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Bild in Bildpunkte .aufgeteilt und abgetastet -wird, und dass die so erhaltene Bildspan - nung übertragen und mit ihr das Innen bündel gesteuert wird. 29. Verfahren nach Unteranspruch 28, da- durch gekennzeichnet, dass es mit Hilfe " eines Innenbündels ;ausgeübt wird, " des . - sen Querschnitt punktförmig .ist: 30.
    Verfahren nach Unteranspruch<B>28,</B> da " durch gekennzeichnet, dass in der Emp fängerstation eine mit der Sendestation synchronisierte Nipkowscheibe in dem ' Wege des Innenbündels gelegt ist und auch als Steuerelektrode verwendet wird. " 31.
    Verfahren nach - Patentanspruch I zur Abbildung von flächenhaften und räum liehen Figuren bezw. zur Reproduktion flächenhafter Bilder, dadurch Bekenn zeichnet, dass ein reelles optisches Bild der abzubildenden Figur bezw. des Bildes erzeugt wird, dass dieses Bild in Bild punkte zerlegt und abgetastet wird, und dass die so erhaltene Bildspannung über tragen wird und nach ihrem Empfange zur :Steuerung des Innenbündels verwen det wird. 32.
    Verfahren nach Unteranspruch <B>311,</B> da- .durch gekennzeichnet, dass das Zerlegen und das durch Elektrographie ausge führte Wiederzusammensetzen des Bil des durch miteinander mechanisch ver bundene und synchronisierte Vorrich tungen bewirkt wird.
    'PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Ausführung -des- Ver fahrens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass sie eine Innenquelle, eine Saugelektrode und einen Isolierkörper ent hält, welcher so angeordnet ist, dass er die ,die Innenquelle mit der Saugelektrode ver bindende Gerade schneidet, ferner,
    dass min- destens edner ihrer Bestandteile zur Bewe gung des Innenbündels relativ zur Auf nahmefläche dient. UNTERANSPRüCHE 33.
    Einrichtung nach Patentanspruch II zur Ausführung ödes in Unteranspruch 3 ge kennzeichneten Verfahrens, ,dadurch ge kennzeichnet, dass sie mindestens eine " Steuerelektrode enthält, welche. in der Nähe -der Innenquelle untergebracht ist. 34. Einrichtung nach Unteranspruch 33, dadurch :
    gekennzeichnet, dass mindestens eine ihrer Steuerelektroden aus einem, eine den Querschnitt des Innenbündels begrenzende Öfffnung aufweisenden, lei tenden Schirme besteht. 3:5. Einrichtung nach Unteranspruch 34, dadurch .gekennzeichnet, dass die Steuer- spannung zwischen Ionenquelle und Steuerelektrode gelegt ist. 36. Einrichtung nach Unteranspruch 34, ,dadurch gekennzeichnet, dass die Steuer spannung mit einer Vorspannung in Serie zwischen Ionenquelle und Steuer elektrode gelegt ist. 37.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Ionenquelle und Aufnahmefläche ein Schirm untergebracht ist, welcher eine dem Querschnitt des Ionenbündels be grenzende Öffnung trägt. 38. Einrichtung nach Unteransprüchen 34 und 37, dadurch gekennzeichnet, dass eine Nipkowscheibe als Schirm benützt wird. 39. Einrichtung nach Patentanspruch II, ,dadurch gekennzeichnet, dass als Ionen quelle ein; elektrischer Lichtbogen be nutzt wird. 40. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch :gekennzeichnet, dass als Ionen quelle ein Glimmbogen benutzt wird. 41.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Ionen quelle eine stille elektrische Entladung benutzt wird. 42. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Ionen quelle eine Flamme benutzt wird. 43. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Ionen quelle eine bei Unterdruck stattfindende Glimmentladung benutzt wird. 44. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Ionen quelle eine geheizte, mit emittierenden Stoffen überzogene Glühkathode ver wendet wird. 45.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolier körper auf der Saugelektrode mindestens teilweise aufliegt, wobei .die Saugelek trode und der Isolierkörper zusammen bewegbar sind. 46. Einrichtung nach Unteranspruch 45, da durch gekennzeichnet, dass die Saugelek trode als Platte ausgebildet ist. 47. Einrichtung nach Unteranspruch 45, da durch gekennzeichnet, dass die Saugelek trode als Scheibe ausgebildet ist. 48. Einrichtung nach Unteranspruch 45, da durch gekennzeichnet, dass die Saugelek trode als Trommel ausgebildet ist. 49.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch ,gekennzeichnet, dass als Auf nahmefläche ein isolierendes Band dient. 50. Einrichtung nach Unteranspruch 49, da durch gekennzeichnet, dass das isolie- xende Band ein Acetylzellulosefilm ist. 51. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch :gekennzeichnet, dass ihre Saug elektrode ein. Metallüberzug des Isolier- körpers ist.
    52:. Einrichtung nach Unteranspruch 51,- da durch gekennzeichnet, dass der Metall überzug wenigstens durchscheinend ist. 53. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass als Saug elektrode eine in den Isolierkörper ein- igebettete .Schicht aus einem Leiter ver wendet wird.
    54: Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie minde stens eine die Aufnahmefläche wenig- stens teilweise umgebende und zur Ein führung der entwickelnden Materialteil chen :geeignete Entwicklerkammer be sitzt. 55. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einem Organ versehen ist, welches zum Abwischen der Elektrogramme geeignet ist.
    56. Einrichtung nach Unteranspruch 55, da durch gekennzeichnet, dass das .genannte Organ eine Zylinderbürste ist. 57. Einrichtung nach Unteranspruch 55, da durch gekennzeichnet, dass in ihr die Aufnahmefläche nach dem Abwisch- organ einer Vorrichtung :gegenüber zu liegen kommt, welche die Ladungen des Isolierkörpers zu neutralisieren vermag.
    58. Einrichtung nach Unteranspruch 57, da -durch .gekennzeichnet, dass die Neutrali- siervorrichtung aus einer Ionenquelle be steht. 5:9. Einrichtung nach Unteranspruch 55, da- ,durch gekennzeichnet, dass sie eine Vor richtung aufweist, welche die ent wickelnden Substanzteilchen nach dem Abwischen in dem Behälter der Ent- wicklungskammer zurückbefördert. 60.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer Fixieranordnung versehen ist, wel che die Fixierflüssigkeit auf die Auf nahmefläche zu blasen vermag. 61. Einrichtung nach Unteranspruch 60, da ,durch :gekennzeichnet, dass die Fixier- anoDdnung in einem Zerstäuber besteht. 62. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine zwischen .die Ionenquelle und die Saug- bezw. Steuerelektrode geschaltete Vor spannungsquelle enthält. 63.
    Einrichtung nach Patentanspruch II zur Herstellung von Tonbildern, ,dadurch ge kennzeichnet, dass die Tonspannung an ,die Ionenquelle geschaltet ist. 64. Einrichtung nach Patentanspruch Il zur Herstellung von Tonbildern, dadurch ge kennzeichnet, dass die Tonspannung an ,die Saug- bezw. Steuerelektrode geschal tet ist. 6;5.
    Einrichtung nach Patentanspruch II zur Erzeugung sogenannter "zusammenge- setzter" Tonbilder, dadurch gekennzeich net, dass als Ionenquelle eine direkt ge heizte Glühkathode verwendet wird, und ,dass die mit der Vorspannung in Reihe geschaltete Tonspannung auf den zwi schen Ionenquelle und Aufnahmefläche untergebrachten und mit einem Spalte versehenen .Schirm .geschaltet ist. 66. Einrichtung nach Patentanspruch II zum Empfang von elektrisch übertrage nen Bildern, dadurch gekennzeichnet, ,dass die übertragende Bildspannung mit einem Pole mit der Ionenquelle verbun den ist. 67.
    Einrichtung nach - Patentanspruch II zum Empfang von elektrisch übertrage nen Bildern, dadurch gekennzeichnet, dass die übertragende Bildspannung mit einem Pole mit der Steuer- bezw. Saug elektrode verbunden ist. 6-8. Einrichtung nach Unteranspruch 66, de ren Nipkowscheibe und deren zur Bewe gung der Aufnahmefläche dienende Vor richtung mit dem Bildzerlegungsapparat ,des Senders synchronisiert ist, und wel che eine Vorrichtung zur visuellen Beob achtung bezw. zur Projektion des über tragenen Bildes enthält. 69.
    Einrichtung nach Unteranspruch 66, ge kennzeichnet durch die folgenden Be standteile: ein als Nipkowscheibe ausge bildeter Schirm an. dem die Löcher ent lang eines Kreises untergebracht sind und der zwischen der Ionenquelle und der durchsichtigen endlosen, gleichförmig be wegten Aufnahmefläche des Isolierbandes angeordnet ist;
    eine Entwicklungskam- mer, welche in der Bewegungsrichtung ,der Aufnahmefläche ,gerechnet hinter der Nipkowscheibe liegt, einen Apparat zum Betrachten bezw. zur Projektion ,des Bildes, ferner eine Abwischvorrich tung und schliesslich eine Vorrichtung zur Neutralisierung der entstandenen Ladungen. 70. Einrichtung nach Unteranspruch 69, da durch gekennzeichnet, dass die Saugelek trode als Metallüberzug auf der Rück seite des Isolierbandes ausgebildet ist. 71.
    Einrichtung nach Unteranspruch 69, @da- durch ,gekennzeichnet, dass :die Saugelek trode als ein. mit dem Isolierband be wegtes und auf eine Strecke auf seiner Rückseite anliegendes Metallband ausge bildet ist.
    72. Einrichtung nach Unteranspruch 69, da durch gekennzeichnet, dass ihre Nipkow- scheibe, Ionenquelle und mindestens ein Teil ihrer Aufnahmefläche in einem Raume untergebracht ;sind, in welchem Unterdruck erzeugt werden kann. 73. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 35, 38, 44, 45, 49, 54, 57, 59, welche zur Rückbildung der empfangenen Bildspannungen in ein sichtbares Bild dient. 74.
    Einrichtung nach Unteranspruch 54 zur Erhaltung von farbigen Bildern, da- ,durch gekennzeichnet, dass sie mehrere Entwicklerkammern besitzt, deren jede einzelne mit verschieden gefärbten Ent wicklerteilchen gespeist werden kann.
CH187229D 1934-03-22 1935-03-20 Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Bildern mittels elektrischer Ladungen. CH187229A (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1118819B (de) * 1957-11-22 1961-12-07 Gen Electric Verfahren und Vorrichtung zum Aufzeichnen von elektrischen Signalen, insbesondere von Fernsehsignalen
DE1142384B (de) * 1959-12-11 1963-01-17 Telefunken Patent Verfahren zur bleibenden Aufzeichnung von Bildreihen, insbesondere von Fernsehprogrammen
DE2140563A1 (de) * 1970-09-04 1972-03-09 Ibm Verfahrea und Vorrichtung zur Erstellung elektrostatischer Bilder

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