verfahren und Einrichtung zur Erzeugung von Bildern mittels elektrischer Ladungen. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Erzeugung von Bildern mittels elektrischer Ladungen, bei welchem durch dis Bildspan nung beeinflusste elektrische Ladungen auf eine Isolatorfläche aufgefangen und die La dungsverteilung der Isolatorfläche mit Hilfe darauf aufgebrachter, materieller Teilchen sichtbar gemacht werden.
Dieses Verfahren ist gemäss: der Erfin dung dadurch gekennzeichnet, dass die elek trischen Ladungen mit einem durch die Bildspannung gesteuerten und relativ zur Isolatorfläche sich bewegenden Ionenbündel, welches in einem Raume von mindestens 0,001 mm Gasdruck erzeugt wird, auf die Isolatorfläche aufgebracht werden.
Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine Einrichtung zur Ausführung dieses Verfahrens. Diese Einrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass, sie eine Ionenquelle, eine Saugelektrode und einen Isolierkörper enthält, welcher so angeordnet ist, dass, er die die Ionenquelle mit .der Saugelektrode verbindende Gerade schneidet, ferner, dass mindestens einer ihrer Bestandteile zur Be wegung des Ionenbündels relativ zur Auf nahmefläche .dient.
Es soll vorausgeschickt werden, dass, die Ausdrücke "Bild" und "Bildspannung" in dieser Beschreibung und in den Ansprüchen im allgemeinsten Sinne gebraucht werden, namentlich wird durch den Ausdruck "Bild", die sichtbar fixierte Darstellung jedes zeitlichen Verlaufes, oder jeder räumlichen Konfiguration, durch den Ausdruck "Bildspannung" der momentane Wert der zu je einem Bildpunkts gehören den, die Abbildung steuernden, elektrischen Spannung bezeichnet.
Die einfachste Herstellungsart von "mit- tels elektrischen Ladungen erzeugten Bil- dern", aus welcher gleichzeitig auch ,der Sinn obigen Ausdruckes klar hervorgeht, ist folgende: Auf die Oberfläche eines durch Reiben elektrisch zu machenden, gut isolie- renden Körpers, z. B. einer Hartgummi platte, wird mit einem entsprechenden Werkzeug, z.
B. mit einer kugelförmig ab- gerundeten Metallspitze, geschrieben oder gezeichnet. Die Hartgummiplatte wird in- folgedieser Reibung der Spitze längs der in dieser Weise beschriebenen Linie negative elektrische Ladungen, erhalten und da Hart gummi ein vorzügliches Isoliermaterial ist, bleiben diese Ladungen an ihrem Ort stecken.
Wird die auf diese Weise beschriebene Fläche mit feinen Staubkörnchen, z. B. mit dem bekannten Schwefel-Miniumgemenge, dem sogenannten elektroskopischen Pulver, bestreut, so werden elektrische Ladungen die Pulverkörnchen; - namentlich .das positiv geladene Miniumpulver - an der Oberfläche längs der beschriebenen Bahn festhaften und wird dadurch das mittels elektrischer La dungen erzeugte, unsichtbare Bild dauernd sichtbar.
Das elektrische Bild kann auch durch ,das Bestreuen der Rückseite :der Hart gummiplatte sichtbar gemacht werden, ins besondere wenn die Platte genügend dünn ist; doch ist :das auf .der Rückseite "ent wickelte" Bild - zufolge der Divergenz der elektrischen Kraftlinien - weniger scharf, als das an der Bildfläche erscheinende, recht scharfe Bild.
Das so erhaltene Bild kann mangels äusserer Krafteinflüsse - beliebig lang aufrechterhalten werden., da die an der Hartgummiplatte haftenden Pulverkörnchen von selbst nicht abfallen; soll jedoch das Bild durch eine, an sich bekannte Methode, z. B. durch Daraufstäuben von flüssiger Schellacklösung dauernd fixiert werden, so wird auf die Fachschrift von Dr. Paul Selényi: "Ein neuer Kathodenstrahlenoszillo graph", Elektrotechnika, 6.3:, 1930, verwiesen.
In. !diesem Beispiel wurden die elektri schen Ladungen, durch welche das Bild oder die Zeichnung hervorgerufen wurde, mittels Reibung auf der Bildfläche selbst erzeugt. Es können aber auf der Bildfläche elektrische Zeichnungen auch mittels von aussen zuge führter, elektrischer Ladungen, z. B. durch Elektronenladungen hervorgerufen werden. Ein derartiges Verfahren beschreiben die Abhandlungen des Dr.
Paul Selényi in der "Zeitschrift für Physik", 895, 1928, und in der "Zeitschrift für techn. Physik", 451, 1928 und 486, 19:29, ferner z. B. die ungari schen Patents Nr. 97970 und 108130. Nach diesem bekannten Verfahren - wenn es sich z.
B. um die Abbildung des zeitlichen -Ver- laufes veränderlicher elektrischer Spannun gen handelt - können durch ein durch elek trische Spannungen erzeugtes und mittels elek trischer oder magnetischer Kräfte scharf ge bündeltes (konzentrierten)) Kathodenstrah lenbündel, welches durch die abzubildende veränderliche Spannung seiner Richtung nach, bezw.
in seiner Intensität beeinflusst wird, die negativen Ladungen dieses Katho- denstrahls auf die Oberfläche der Isolier platte aufgetragen werden, ,die dort festhaf tend ein unsichtbares elektrisches Bild er zeugen, welches alsdann nach obigem Ver fahren ,sichtbar gemacht werden kann. Mit demselben Verfahren können auch elektrisch gesandte Bilder reproduziert werden.
Zu diesem Behufe wird die ganze Oberfläche der Isolierplatte mit dem Kathodenstrahlen- bündel dicht abgetastet, wobei die Intensität des .Strahls durch ,die zu den einzelnen Bild punkten .gehörenden Spannungen, den soge- nannten Bildspannungen, beeinflusst wird.
Dieses bekannte Verfahren ist trotz seiner Einfachheit und anderer bedeutenden Vor züge, wie z. B. seiner Empfindlichkeit eigent lich doch mehr für Laboratoriumsarbeit, für Messungen usw. geeignet. In der Praxis- sind nämlich einesteils die Anwendung und Ein stellung der zur Erzeugung von Kathoden- strahlen, respektive eines Elektronenbündels entsprechender Intensität und Konzentration notwendigen hohen Spannungen und Hilfs einrichtungen, z.
B. der Konzentrierspulen, und andernteils der Umstand, dass in :der Kathodenstrahlenröhre ein vorzügliches Va kuum :aufrechterhalten und demgemäss die Röhre z. B. nach der in. unsern oben er wähnten Patenten beschriebenen eigenartigen Ausführung hergestellt werden müsste, um zu verhüten, dass die in der Röhre entstehen- den positiven Ione die durch die Elektronen auf die isolierende Röhrenwand saufgetrage nen Ladungen neutralisieren, unangenehm.
Ferner äst das Bild, wenn dessen Entwick- lung auf der äussern Röhrenfläche selbst, oder auf einer darauf .gelegten dünnen Haut erfolgen soll, nicht .genügend scharf, was oft nachteilig wirkt. Die :grösste Schwierigkeit bereitet jedoch ,die Notwendigkeit der Erzeu gung und Aufrechterhaltung des erreich baren besten Vakuums, das heisst die störende Wirkung der Ionenladungen.
Es wurde gefunden, dass alle diese Nach teile ausgeschaltet und ein sowohl zu wissen schaftlichen, wie auch zu praktischen Zwecken recht vielseitig verwendbares Ver fahren (im nachfolgenden kurz "Elektro graphieren" genannt) und vorzügliche Bil der (nachstehend "Elektrogramme" genannt), erreicht werden können, indem man zur Er zeugung von Elektrogrammen, an Stelle der Elektronenladungen die bisher als störend empfundenen und zu vermeiden besuchten Ionenladungen verwendet, was notwendiger weise mit Hilfe eines neuen,
vom hier als be reits bekannt erwähnten wesentlich verschie denen Verfahren erfolgt.
Durch Anwendung von Ionenladungen entfällt vor allem die oben erwähnte Schwie rigkeit, nämlich die Neutralisierung der auf den Auffangschirm gebrachten Ladungen durch solche von entgegengesetztem Vor zeichen. Elektronenströme sind nämlich stets - ausser wenn sie im vollkommensten Vakuum erzeugt werden - mit der Er scheinung der .Stossionisation, also mit dem Entstehen positiver Ione verbunden, woge gen Ionenströme leicht so erzeugt werden können, dass die .Strömung nur aus gleich namigen elektrischen Teilchen gebildet wird.
Der bedeutendste Vorteil des erfindungs gemässen Verfahrens besteht im Gegensatz zu dem bisher bekannten darin, dass es in Luft von atmosphärischer oder höherem Druck, ferner in andern Gasen oder Gasge mischen, in Dampf oder auch in Nieder druck-Luft- oder Gasatmosphäre, deren Druck jedoch mindestens 0,001 mm Hg, z. B. 0,05-30 mm Hg beträgt, ausführbar ist. Ein weiterer Vorteil ist der, dass ass Saugspan nung relativ niedrige .Spannungen genügen, und dass die zur Erzeugung des Elektro grammes erforderliche elektrische Energie sehr gering ist.
Ferner in Anbetracht dessen, dass zur Entwicklung der vermittels des erfindungsgemässen Verfahrens erhaltenen Elektrogramme Pulverteilchen von sozusagen kolloidaler Feinheit verwendet werden kön nen, deren Körnchen an Grösse diejenigen der zur Zeit bei lichtempfindlichen Filmen ge bräuchlichen Emulsion kaum, oder gar nicht übertreffen, können sehr feine, zur Ver grösserung oder Projektion .gut .geeignete Elektrogramme ,hergestellt werden, welche auf der Auffangfläche einer .gut isolierenden Grundplatte entwickelt,
erstaunlich scharf und reichlich graduiert erscheinen. Wir fan den nämlich, dass .die auf dem Wege des erfindungsgemässen Verfahrens erhaltenen Elektrogramme ebensogut, oft sogar besser zu entwickeln sind, als solche, welche mit dem bisher bekannten Verfahren erzeugt wurden.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist sehr vielseitig verwendbar, so z. B. zur Oszillographie, zur Abbildung von Tönen und Bildern, insbesondere für Zwecke des Tonfilmes, der Bildtelegraphie und des Fern sehens.
Im folgenden soll das erfindungsgemässe Verfahren in verschiedenen beispielsweise-, angeführten Ausführungsformen, und eben so beispielsweise einige Ausführungsformen geeigneter Einrichtungen, zur Durchführung ,des Verfahrens, anhand der beigeschlossenen Zeichnung ausführlich erläutert werden,' wobei Fig.
1 die zur Demonstration der zum Elektrographieren geeigneten Einrichtung, Fig. 2 das mit der Einrichtung nach Fig. 1 erzeugte Oszillogramm respektive Elektrogramm des Wechselstromes, Fig. 3, eine vervollkommnete Ausfüh- rungsform der in. Fig. 1 dargestellten Ein- richtung zum Elektrographieren, Fig. 4 das mittels der Einrichtung nach Fig.
3 erhaltene Oszillogramm respektive Elektrogramm eines Wechselstromes, Fig. 5 die Kurve eines Wechselstromes, welchem eine Gleichstromvorspannung in Reihe zugeschaltet wurde, Fig. 6 eine zum Elektrographieren von Tonbildern geeignete Einrichtung, Fig. 7 und 8 die mit der Einrichtung nach Fig. 6 hergestellten Tonbilder, und Fig. 9 eine Ausführungsform einer Bild telegraphie-, respektive Fernsehempfangs einrichtung darstellen.
In der Einrichtung nach Fig.1 besteht die Ionenquelle aus -dem in atmosphärischer Luft brennenden Lichtbogen 1, welcher zwi schen gewöhnlichen Bogenlampenkohlenstif ten brennt und aus der Gleichstromquelle 2, z. B. einer Akkumulatorenbatterie, über den Vorschaltwiderstand 8 gespeist wird. Diesem Bogen gegenüber ist in einem Abstand von wenigen Millimetern die ebene Metallplatte,5 in der Pfeilrichtung 4 verschiebbar angeord net; die dem Bogen zugekehrte Seite der Me tallplane ist mit einer, aus Isoliermaterial, z. B. aus Hartgummi bestehenden, :dünnen, z.
B. 0,2-1 mm starken Platte 6 bedeckt, deren dem Lichtbogen zugekehrte Fläche die Auffangfläche und deren Metallplatte 5 die Saugelektrode bildet. Die letztere kann auch z. B. aus einer auf die Hartgummiplatte auf gehefteten Stanniolfolie, oder aus einem be liebig auf die Gummiplatte aufgetragenen Metallüberzug bestehen und ist ihre Entfer nung vom Lichtbogen in diesem Beispiel etwa 4-5 mm. Will man die Spannung einer Wechselstromquelle 7, welche einige Hundert, z.
B. 800--600 Volt Spannung und 50 Hertz-Perioden besitzt, abbilden, so wird einer ihrer Pole an die Saugelektrode 5 und der andere an einen beliebigen Punkt des- Lichtbogenstromkreises 1 geschaltet. Bei diesem Beispiel ist diese Spannung, also die Bildspannung, gleichzeitig auch die Saug spannung.
Man verschiebt nun die Platten 5 und 6 gemeinsam und mit gleichmässiger Geschwindigkeit in der Richtung des Pfeils 4 und schaltet nachher die Wechselspannung aus, worauf dann die Auffangfläche der Platte 6 mit einer Mischung von Schwefel- und Miniumpulver (also mit dem bekann ten elektroskopischen Pulver) gleichmässig zu besprühen ist. Alsdann erhält man auf der Platte das in Fig. 2 dargestellte Bild (das Elektrogramm).
Diese Zeichnung besteht grösstenteils aus einer Reihe der Figur des Bogens ähnlichen Flecken; die mit A bezeichneten Flecke sind rot, weil sie mit Minium, die mit B bezeich neten ,gelb, weil sie mit Schwefel bedeckt sind.
Das Entstehen dieser Elektrogramme ist sehr einfach zu erklären. Die Gase im Licht bogen sind bekanntlich in ,grossem Masse ionisiert, das heisst sie enthalten positive und negative Ionen und auch freie Elektronen in grosser Anzahl.
Die Wechselspannung der Stromquelle 7 saugt aus dem Bogen abwech selnd positive und negative Ionen (mit letz teren die Elektronen miteinbegriffen) her aus, und überträgt diese auf die Oberfläche der Isolierplatte 6. Wird. die Platte hierbei in der Pfeilrichtung 4 verschoben, so. lagern sich die + und -Ionen räumlich getrennt nebeneinander auf der Oberfläche der Platte 6 und bleiben auch nach Ausschalten der Wechselspannung dort haften.
Bestreut man nun diese abwechselnd positive und negative Ladungen tragende Fläche mit einem Pul ver aus Schwefel-Miniumgemisch, so wird der negativ geladene Schwefel auf den posi tiven Stellen, das positiv geladene. Minium aber auf den negativ geladenen. Stellen haf ten bleiben und es wird so .die Verteilung der elektrischen Ladungen sichtbar.
Das in dieser Weise erhaltene Elektro gramm gibt selbstverständlich nur ein ganz rohes Bild vom zeitlichen Verlauf des be sagten Wechselstromes, aus welchem höch stens die Zahl der Polwechsel pro Sekunde festgestellt werden könnte, wenn die Ver- schiebungsgeschwindigkeit der Platte be kannt ist.
Ein bedeutend vollkommeneres Bild ist zu erreichen, wenn man zwecks Abgrenzung des Querschnittes des auf die Auffangfläche gelangenden Ionenbündels, zwischen Licht bogen und Auffangfläche einen mit einem linienartigen Spalt versehenen Schirm (Dia phragma) anordnet: Die schematische Dar stellung der Draufsicht einer solchen An ordnung zeigt Fig. 3. Auf der Zeichnung be deutet 1 die Bogenlampe; im Gegensatz zur Zeichnung steht in Wirklichkeit die Ebene der Kohlenstäbe senkrecht auf der Ebene der Zeichnung; die Überweisungszeichen 2-7 sind gleichbedeutend mit den entspre chenden Bezeichnungen der Fig. 1. 8 bedeu tet den erwähnten Schirm.
Der Schirm kann aus isolierendem oder aus leitendem Material, z. B. aus Metall bestehen; im letzteren Fall kann er von der Einrichtung, wie auch von der Erde isoliert sein. Der Schirm trägt die zur Papierebene senkrechte, linienartige Spalte 9, deren Breite sich von einigen Hun dertstel- bis auf einige Zehntelmillimeter be laufen kann. Wird mit dieser Anordnung die oben beschriebene Aufnahme wiederholt, so entsteht das in Fig.4 dargestellte Elek trogramm .des Wechselstromes.
Dieses Elek trogramm gleicht der in der Tonfilmtechnik auf photographischem Wege erhaltenen In tensitätsschrift, und falls zur Aufnahme zwischen den Lichtbogen und die Saugelek trode ein Tonstrom, resp. eine Tonspan nung geschaltet war, kann sie als Bild des in Rede stehenden Tones betrachtet werden. Diese Anwendung unseres Verfahrens wird nachstehend noch ausführlicher erörtert wer den. Der Platte 6 strömt durch den Spalt 8 ein scharf begrenztes, schmales Bündel von Ionenstrahlen zu; die Stärke dieses Ionen stromes und demnach auch die Ladung der Platte 6 wechselt entsprechend dem momen tanen Wert der Spannung der Stromquelle 7 von Punkt zu Punkt.
Wir haben gefunden, dass die Elektro- gramme besser entwickelt werden können, wenn die Saugelektrode von dem Isolator vor der Entwicklung entfernt wird.
Bei genauerer Beobachtung fand sich, dass das mit der Anordnung nach Fig. 3 er- zeugte Elektrogramm gemäss Fig. 4 noch immer kein genaues Bild des zeitlichen Ver- laufes der in Rede stehenden Wechsel spannung (Bildspannung) darstellt. Inner- halb der einzelnen Streifen. erhält man zwar zur Hauptsache :dem Spannungswechsel ent sprechend dünklere und hellere Schattierun gen;
der Umstand jedoch, dass obwohl die Wechselspannung nur für die Dauer je eines Augenblickes gleich Null isst, hingegen das Bild in Fig. 4 pulverfreie Stellen von end licher Breite aufweist, zeigt, dass, es sich hierbei um kein genaues Abbilden handelt. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Platte 6 nicht nur an jenen Stellen pulver frei bleiben wird, an welchen die auf die Ionen wirkende Saugspannung und demge mäss die Aufladung der Platte gleich Null ist, sondern überall, wo die Anziehungskraft der Plattenladungen geringer ist, als zum Festhalten der Teilchen erforderlich ist.
Diese Schwierigkeit kann durch Awen- dung einer Vorspannung zur Saugspannung behoben werden. Der momentane Wert der abzubildenden Wechselspannung sei z. B. E = E0 cos c t, und nun schalte man (nach Fig. 5) mit dieser Spannung eine konstante Gleichspannung U in Reihe, so dass nunmehr als Saugspannung die Spannung<I>U</I> -f- <I>E</I> wirke.
Wählt man diese Spannung U grösser als den Wert von E0, und zwar mindestens so gross, dass in jenen Momenten, in welchen E = - E0 wird, das heisst wenn die Lade spannung, welche auf die Platte wirkt, den niedrigsten Wert U - E0 besitzt, die zum Entwickeln verwendeten Pulver- respektive Materialteilchen auf der Fläche gerade nicht mehr haften bleiben, so wird das an der Platte festhaftende Pulverquantum prak tisch dem jeweiligeh momentanen Wert der Spannung E proportional sein und so er hält man eine verzerrungsfreie Abbildung.
Eine verzerrungsfreie Abbildung erhält man auch dann, wenn die Vorspannung grösser als der oben erwähnte Wert gewählt wird; das Bild entsteht jedoch in diesem Falle auf einem, in seiner ganzen Fläche mit Entwick- lungsniaterialteilchen behaftetem Grund. In diesem Falle hat die resultierende Spannung ständig ein unverändertes Vorzeichen, und nehmen auch an der Ionenströmung, also an der Ausladung der Platte, nur Ionen eines und desselben Vorzeichens, und zwar ent weder positive oder negative Ionen teil,
je nach dem Zeichen der angewandten Vorspan nung.
Die Anwendung einer Vorspannung hat noch einen Vorteil. Bei der Einrichtung laut Fig. 3 gelangen die durch den Spalt 9 drin genden Ionen offenbar nach dem Ablauf einer gewissen Zeit auf die Oberfläche der Platte 6; es erfolgt demnach das Elektro graphieren des zeitlichen Verlaufes der Spannung unter einer gewissen zeitlichen Verspätung, das heisst auf der Platte 6 mit einer gewissen räumlichen Verschiebung im Verhältnis zum Spalt 9.
Da aber die Ge schwindigkeit .der Ionen. zu der auf sie wir kenden Feldstärke, das heisst zu der Saug spannung proportional ist, so wird sich auch diese "Phasenverschiebung" gemäss dem momentanen Wert der Saugspannung von Punkt zu Punkt ändern, was die Verzerrung des Elektrogrammes zur Folge haben kann.
Es ist klar, dass falls die Vorspannung im Verhältnis zu jener, welche elektrographiert werden soll, genügend gross gewählt wird, so wird die zur Vorspannung additionelle wechselnde Saugspannung ,die Geschwindig keit der Ionen in keinem störenden Masse beeinträchtigen, das heisst es werden im Bilde keine Verzerrungen auftreten, zu wel chem Zwecke der absolute Wert der Vor spannung zweckmässig höher gewählt wird, als der absolute Wert der maximalen Spitzenspannung der zu elektrographieren- den Spannung.
Für besondere Zwecke kann als Saugvorspannung auch eine Wechsel stromspannung, oder eine solche von beliebi ger Spannungskurve verwendet werden. Es können auch die, durch Änderungen .der "Phasenverschiebung" infolge Schwankun gen der Saugspannung verursachten Verzer rungen vermieden werden, wenn als Saug spannung eine von der Bildspannung unab hängige, zweckmässig konstante Spannung angewendet und die Intensität des so er zeugten Ionenbündels durch die Bildspan nung beeinflusst wird,
welche einer im Wege des Ionenbündels gelegten Steuerelektrode zugeführt wird.
Will man die in Fig. 1 respektive ä skiz zierten Demonstrationsapparate zur Auf nahme von Oszillogrammen von Wechsel- spannungen praktisch verwenden, so. sind an ihnen gewisse Abänderungen vorzunehmen. Die längs der Zeitachse zu erfolgende lineare Bewegung -,der Platte 6 ist zweckmässig durch eine Kreisbewegung zu ersetzen.
Aus diesem Grunde soll die Platte 5 durch eine Metallscheibe, respektive Metalltrommel er setzt und die eine Seite der Scheibe, respek tive die Mantelfläche der Trommel mit einer dünnen Isolierschicht überzogen werden. Ist die Umdrehungszahl der Scheibe respektive der Trommel bekannt, so kann die Frequenz der Wechselspannung aus den Streifenab ständen des Elektrogrammes bestimmt wer den.
Will man den zeitlichen Verlauf des Spannungswechsels genau kennen lernen, so überzieht man den Mantel der Trommel mit einem Band aus durchsichtigem Isolier material, wonach das auf diesem entwickelte Elektrogramm mittels eines automatischen Mikrophotometers photometriert werden kann. Auf diese Weise erhält man aus dem Elektrogramm die den zeitlichen Verlauf des Spannungswechsels darstellende Kurve, das heisst ein Zeitspannungsdiagramm; ist hingegen die Frequenz der Wechselspan nung bekannt, so kann aus dem Elektro gramm die Bewegungsgeschwindigkeit der Auffangfläche festgestellt werden.
Das er findungsgemässe Verfahren ist demnach auch zur Bestimmung des Bewegungsgesetzes oder Bewegungsverlaufes in Bewegung be findlicher Körper geeignet, wobei sieh ent weder die Auffangfläche, oder aber die Ionenquelle bewegt, während das andere Element, also die Ionenquelle, oder aber die Auffangfläche ortsfest bleibt und die als Saugspannung wirkende Bildspannung eine bekannte und konstante Periodenzahl be sitzt. Die relative Bewegung zwischen der Auf fangfläche und den Ionen kann verschiedent lich bewerkstelligt werden. In obigem haben wir jene Methode erläutert, bei welcher die Ionenquelle und der Schirm ortsfest sind und die Auffangfläche beweglich ist.
Es kann aber auch letztere ortsfest und :die Ionenquelle und der Schirm, oder eventuell nur der Schirm respektive der Spalt beweg lich sein. Eine solche Anordnung ist z. B. die, bei der ein, zwischen koaxialen Kohlen brennender Lichtbogen, oder eine Glüh- kathode von einem ebenfalls koaxialen zy- linderförmigen Schirm umgeben ist, dessen Mantel parallel zur Achse einen Spalt trägt und den die Auffangfläche in der Form eines Zylindermantels umgibt, wobei dieser den Schirm bildende Zylindermantel sich um seine Längsachse dreht.
In jedem Falle ist es aber wichtig, dass während er relativen Bewegung jener Teile der Auffangfläche, auf welchen im gegebenen Moment die Ionenladungen aufgetragen werden, von der Ionenquelle möglichst stets in derselben konstanten Entfernung gehalten wird, damit keine, zufolge der Abstandsänderungen her vorgerufene veränderliche " Phasenverschie bung" auftrete, welche zu Verzerrungen füh ren könnte.
Es kann auch, insbesondere bei Elektrographierung in einem unter niedri gem Druck stehenden Raum, so verfahren werden, dass das Ionenbündel, anstatt mit Schirm und Spalt, oder nebst diesen, ver mittels magnetischem oder elektrischem Kraftfeld, in an sieh bereits bekannter Weise auch seiner Richtung nach beeinflusst wird, das heisst in der erwünschten Weise gesteuert wird, wobei dann sämtliche Teile der Apparatur ortsfest sein können.
Dem nach wird unter mittels Bildspannung erfol gender "Steuerung" des Ionenbündels nicht allein die Beeinflussung :seiner Intensität, sondern auch die seiner Richtung verstan den, denn es wird ja auch dann ein Bild er halten, wenn vermittels der durch die Bild spannung gesteuerten Bewegung des Ionen bündels auf der Auffangfläche eine Linien- zeichnung entsteht. Als Auffangfläche kann ein beliebiges, gut isolierendes Material, z. B. Ebonit, Glas, Glimmer, Film, insbesondere Acetyl-Zellu- losefilm usw., angewendet werden.
Oft ist es zweckmässig, dass die- Elektrode der Saug spannung die auf den Isolator aufgetragene Metallschicht ist, welche im Falle eines durchsichtigen oderdurchscheinenden Iso liermaterials zweckmässig .so dünn sein kann, .dass sie selbst durchsichtig oder ,durchschei nend ist. Solche Überzüge können z. B. mit Kathodenzerstäubung oder mit thermischer Verdampfung im Vakuum erzeugt werden und müssen dieselben - um eine Äqüipoten- tialfläche zu bilden - kontinuierlich sein.
Als Ionenquelle können ausser dem elek trischen Lichtbogen noch viele andere elek trische Entladungsformen und andere Organe verwendet werden. So kann z. Bauch ein Glimmbogen verwendet werden, .welcher in einem Gasraum atmosphärischen Druckes mit einer Spannung von einigen hundert Volt, in einem Gasraum von niedererem Druck mit bedeutend geringerer Spannung erzeugt wird. Eine in freier Luft brennende Flamme kann auch verwendet werden, ferner die ,so- genannte ;stille Entladung, welche auf .Lei tern mit kleinem Krümmungsradius (Spitzen, Drähten) mit einigen tausend Volt Spannung zu erzeugen ist.
Besonders zweckmässig ist die Verwendung jener elektrischen Entladung, welche in einem unter atmosphärischem oder geringerem Druck stehenden Gasraum, zwi schen einer mit Elektronen emittierender Substanz (z. B. Erdalkalioxyden) überzoge nen Glühkathode und einer in deren Nähe untergebrachten Anode stattfindet.
Eine der artige Apparatur ähnelt gewissermassen dem, in. der Tonfilmtechnik unter dem Namen "Katho,dophon" bekannten gaselektrisohen Mikrophon, doch dient sie hier natürlicher weise ganz andern Zwecken, sie liefert :die zum Verfahren; nötigen Ione. Die Verwen dung .dieser Entladungsform ist auch deshalb sehr vorteilhaft, weil durch entsprechende Ausgestaltung der Glühkathode, auch die Ionenquelle ihrer jeweiligen Verwendung ge, mäss ausgestaltet werden kann. Wird z.
B. als Glühkathode ein mit Erdalkalioxyd über zogener Draht verwendet, so erhält man auch ohne Anwendung des Schirmes 8 respektive ,des Spaltes 9 leine praktisch als linear auf zufassende Ionenquelle; also ,ein Ionenbündel vom Querschnitt einer Linie, wie dies z. B.
zur Oszillographierung von Wechselströmen, zur Aufnahme von Tonbildern usw. nötig ist. Bei gewissen, weiter unten noch zu erläutern den Anwendungen, wird ein mit Erdalkali- oxyd überzogenes Metallband oder Metall- röhrchen verwendet, welch letzteres zweck mässig indirekt beheizt wird.
Schliesslich, wenn die ganze Apparatur in einem Nieder druckgasraum untergebracht wird, kann als Ionenquelle auch die Glimmentladung ver wendet werden. Das Entwickeln der Elektrogramme kann ebenfalls von den oben erwähnten Methoden abweichend erfolgen.
Bei der Zerstäubung des Schwefel-Miniumgemisches erhalten näm lich die Teilchen verschiedener Substanz La dungen entgegengesetzten Vorzeichens. Er folgt das Elektrographieren .mit elektrischen Ladungen gleichen Vorzeichens, was bei einer entsprechend gross ,gewählten Vorspan nung stets !der Fall ist, so werden eigentlich gleichartige Teilchen, der Plattenladung ent gegengesetzten Vorzeichens benötigt. Solche werden erhalten, wenn irgendein homogenes, pulverförmiges Material, z. B. Infusorien erde, in der Weise zerstäubt wird, dass die Körnchen auf ihrem Wege ran irgendeinen festen Körper anprallen, respektive densel ben streifen.
Erfolgt das Elektrographieren mit .genügend starken Ladungen, so kann die Entwicklung ,auch mittels elektrisch neutra len, das heisst mit ungeladenen Teilchen, z. B. Likopodium bewerkstelligt werden. Das Entwicklungspulver muss nicht unbedingt isolierend sein, man kann auch Metallpulver, z. B. Aluminiumstaub sowohl in reinem me tallischen Zustand, wie auch an der Ober fläche oxydiert benützen. Zur Entwicklung kann ferner noch jene Erscheinung verwen det werden, wonach Dämpfe, z. B.
Wässer-, Quecksilberdampf usw., :durch Ionen konden- siert werden, das Entwickeln kann also nicht nur mit festen, sondern auch mit Material teilchen in Dampf- oder in flüssigem Aggre gatzustande erfolgen, ja sogar mit aus auf die Platte zerstäubtem Nebel sich nieder schlagenden Flüssigkeitspartikeln erfolgen. Die Entwicklung kann insbesondere -bei bieg samen oder bandförmigen Filmen zweck mässig so erfolgen, dass man den elektro graphisch bereits .geladenen Film durch eine Kammer zieht, in welcher sich z.. B. durch Einblasen schwebende Pulverteilchen, Nebel oder kondensierbarer Dampf befinden.
Diese Art der Entwicklung ist besonders bei an ihrer Rückseite mit einem leitenden Überzug versehenen Filmen vorteilhaft, mit welchen fortlaufend elektragraphiert werden. soll.
In obigem wurde das erfindungsgemässe Verfahren und die Anordnung in ihrer Ver wendung als Oszillograph zwecks Elektro- graphieren des zeitlichen Verlaufes verän derlicher elektrischer Spannungen erörtert. Das Verfahren kann. aber natürlich auch in allen, jenen Fällen angewendet werden, wo es sich um die Abbildung solcher Grössen oder Erscheinungen handelt, die in. elek trische Spannungsschwankungen übertragbar gemacht werden können. So kann es z.
B. zur Aufnahme und Festhalten von. Tönen in der Form von Tonbildern verwendet wer den. In diesem Falle werden die Töne in bekannter Weise mittels Mikrophon aufge fangen, die im Mikrophon erregten Ton ströme werden in erforderlicher Weise ver stärkt;
die so erhaltene veränderliche Span nung wird zweckmässig mit der entsprechen den Vorspannung in Reihe geschaltet und nun als Saugspannung - welche gleich zeitig die Bildspannung darstellt - auf die in Fig..B! dargestellte oder auf eine beliebig andere entsprechende Apparatur geschaltet. Verschiebt man .die Auffangfläche, z.
B. die Platte 6 vor dem Spalt 9 mit gleichmässiger Geschwindigkeit, so erscheint auf der ent wickelten Platte ein ein Tonbild bildendes Elektrogramm, welches ähnlich dem in Fig. 4 dargestellten ist und in der Tonfilm technik "Intensitätsschrift" genannt wird. Im vorhergehenden wurde angenommen, dass die abzubildende Spannung selbst, z. B. die Tonspannung, eventuell mit einer Gleich stromspannung in Reihe geschaltet, als Saugspannung verwendet wird, das heisst dass die Steuerung des Ionenstromes durch das Schwanken der Saugspannung selbst er folge.
Will man mit ,diesem Verfahren ein gut brauchbares Bild herstellen, so muss die abzubildende Spannung die Grössenordnung von zirka. 100 Volt besitzen. Wir fanden, dass das Verfahren sich bedeutend günstiger gestaltet, wenn man als Saugspannung eine von der Bildspannung unabhängige, zweck mässig konstante Gleichstromspannung ver wendet und den einen Pol der abzubildenden Spannung an eine Steuerelektrode, am zweckmässigsten an die zwischen der Ionen quelle und der Auffangfläche untergebrachte und durchbrochene Steuerelektrode, z.
B. an den in Fig. 3 mit 8 bezeichneten, mit einer Öffnung versehenen und in diesem Falle aus Metall (Leiter) bestehenden Schirm, den an dern Pol aber zweckmässig an die Ionen quelle schaltet, .das heisst wenn man die Saugspannung und die Bildspannung separat verwendet. In diesem Falle erfolgt die Steuerung der Intensität des Ionenbündels durch das mittels der Bildspannung erregte elektrische Feld, also mit Aufwand minimal ster Energie.
Die günstige Wirkung solcher Anord nungen kann dadurch erklärt werden, dass eine solche Elektrographiereinrichtung mit sog. Raumladungsströmen, also mit sol chen Strömen arbeitet, in welchen sich nur gleichartig geladene, elektrische Par tikel von der Ionenquelle zur Saugelektrode bewegen. Dies ist selbstverständlich, falls eine solche Ionenquelle, z. B. eine Glüh- kathode verwendet wird, welche lediglich Ionen desselben Vorzeichens erzeugt; ent hält ,jedoch die Zonenquelle, wie z.
B. der elektrische Lichtbogen, Ionen beider Vor zeichen, und schaltet man an die Saugelek trode eine gleichgerichtete Saugspannung, so wird diese aus der Ionenquelle nur gleich artige Ionen absaugen. Ein derartiger, durch elektrische Panikelchen gleicher Polarität getragener Raumladungsstrom, kann - wie dies an sich bekannt ist - mittels einer Hilfselektrode, z. B. durch ein Gitter ge steuert werden.
Tatsächlich bewiesen unsere Versuche, dass in obiger Apparatur der zur Saugelektrode fliessende Strom nicht allein mit der Saugspannung, sondern auch mit der an die Blende geschalteten Steuerspannung verändert werden kann, das heisst eine mit Steuerelektrode versehene Apparatur arbeitet im wesentlichen genau wie eine Dreielektro denröhre, wobei die Saugelektrode der Anode, die Blende dem Gitter und die Ionen quelle der Kathode entspricht.
Da nun die Öffnung der Blende im praktischen Ge brauch nur sehr klein, höchstens mit einer Fläche von einigen Quadratmillimetern .ge wählt werden muss, so ist der Durchgriff des Apparates sehr .gering; sein Verstärkungs koeffizient, welcher bekanntlich der Rezi prokwert des, Durchgriffes ist, ist also sehr gross. Als Beispiel der Empfindlichkeit einer solchen Steuerung sollen. hier zahlenmässige Daten einer Einrichtung angeführt werden: Die Zonenquelle bildet ein mit Erdalkali- metallogyd überzogenes Platinband von 10 X 2 X0,02 mm. Die Steuerelektrode ist eine 0,5 mm starke Metallplatte mit einem 5 X 0,5 mm Spalt.
Die Auffangfläche ist eine den Mantel einer Metalltrommel umhül lende Hartgummiplatte von 0,25 mm Stärke. Die Entfernung zwischen der Glühkathode und der Steuerelektrode (Blende) ist 0,8 mm, zwischen Blende und Auffangfläche 0,5 mm. Die Steuerelektrode wird durch die um ihre Achse drehbare, die Hartgummiplatte tra gende Metalltrommel gebildet.
Schalten wir in dieser Anordnung zwischen der Saugelek trode und der Ionenquelle eine Gleichstrom spannung von 600, Volt, ferner auf die Blende eine Wechselstromspannung von 0,4 Volt und drehen nun die Metalltrommel ein mal um ihre Achse, bestreuen alsdann die Hartgummifläche mit einer Mischung von Schwefel-Miniumpulver, so erhalten wir ein vollkommen ausgesteuertes Bild, das heisst ein solches, an dessen dunkelsten Stellen auf der Hartgummiplatte gar kein Minium haf ten bleibt.<B>Da</B> der Spitzenwert der 0,4 Volt Wechselspannung rund 0;6 Volt beträgt, be deutet dieses Ergebnis;
dass der Verstär kungsfaktor obiger Anordnung ein. Tausend facher ist. In andern Fällen zeigte diese Anordnung eine noch bedeutend grössere Empfindlichkeit, so dass eine Potential schwankung von kaum 0;05-0"1 Volt der Steuerelektrode sich am Bilde als merkliche Intensitätsänderung zeigte.
Die hohe Empfindlichkeit jener Anord nungen, welche mit separater Saug- und Steuerspannung arbeiten, ist mit bedeuten den technischen Vorteilen verbunden. Han delt es sich z. B. um die Aufzeichnung von Tonbildern, oder um Bildübertragung, so kann die Verstärkeranordnung wesentlich vereinfacht, eventuell gänzlich weggelassen werden. Mit der im obigen Beispiel zahlen- mässig beschriebenen Anordnung werden z.
B. tadellose Tonbilder in der Weise er zeugt, dass ein ;gewöhnliches Mikrophon aus geringer Entfernung besprochen wurde, wo bei die durch eine, in der Telephontechnik gebräuchliche Übertragungsspule (Transfor mator mit offenem Eisenkern) geleiteten Tonströme ohne jedwede Verstärkung an die Glühkathode und an die als Gitter funktio- nierende Blende ,geschaltet werden konnten.
Weiter wurde festgestellt, dass für diese Drei elektrodenanordnung, welche eine der der Dreielektrodenröhre ähnliche Gitterspan- nung-Anodenstromcharakteristik besitzt, un ter Berücksichtigung der speziellen Eigen schaften dieser Anordnung, alle aus der Ra.- dioteehnik bei Elektronenröhren gültigen Regeln anwendbar sind. Hieraus folgt,
dass die Steuerelektrode nicht unbedingt zwischen der Innenquelle und der Saugelektrode lie gen muss" sondern sie kann in der Umgebung der Innenquelle an jeder solchen Stelle unter gebracht werden, von wo sie ihre Steuer wirkung ungehindert entfalten kann.
Längs der geraden Strecke .der Charakteristik kann mittels entsprechender Änderung der Saug- und Gittervorspannung .gearbeitet werden, wobei ein verzerrungsfreies Bild ,gewonnen wird; man kann aber auch am untern Knie- teil der Charakteristik ganz gut arbeiten, in welchem Falle die Anordnung gleichzeitig als Gleichrichter funktioniert.
Handelt es sich z. B. um die Abbildung von drahtlos übermittelten Tönen oder Bildern, so kann aus der Verstärkeranordnung die Gleichrich- ter-(Detektor)Röhre wegbleiben und die mo dulierte, hochfrequente Spannung direkt an die Steuerelektrode geführt werden. Dem Beispiele der Mehrgitterröhren gemäss, kön nen mehrere Steuer- oder Hilfselektroden, z. B. Blenden, Verwendung finden und an diese dem jeweiligen Zwecke entsprechend verschiedene Spannungen, eventuell auch eine Rückkopplung, geschaltet werden.
Die Steuerelektrode muss nicht unbedingt durch brochen sein, denn der gewünschte Effekt kann. auch mit einer massiven Elektrode, die das Innenbündel seitlich begrenzt, oder mit ihm parallel angeordnet ist, erreicht werden.
Im folgenden sind einige weitere Ausfüh rungsformen der zur Ausführung des erfin dungsgemässen Verfahrens in Frage kom menden Vorrichtungen beschrieben. Fig. 6 ist die schematische Darstellung einer Vor- richturig, welche zur Aufnahme von Ton filmen oder von sogenannten Film-Gram mophon-Tonbildern brauchbar ist. Die in direkt geheizte Glühkathode 10, welche als Innenquelle dient, ist z.
B. ein Platinröhr- chen, welches auf einer längsdurchbohrten Magnesiaröhre montiert und mit Erdalkali- oxyden überzogen ist; ihre Achse ist senk recht zur Ebene der Zeichnung und parallel zur Achse des Spaltes 12. Der in der Bolh- rung des Isolierröhrchens untergebrachte Heizkörper dieser Kathode wird über den Vorschaltwiderstand 3 von der Stromquelle 2 regulierbar gespeist.
Der Metallschirm 11 ist vor der Kathode senkrecht zur Zeieb- nungsebene untergebracht und besitzt den schmalen Spalt 12. Zur Aufnahme der Ton bilder dient eine dünne, aus .durchsichtigem Isoliermaterial bestehende Bandfläche (Film) deren der Kathode zugekehrte Oberfläche als Aufnahmefläche benützt wird.
-Der un- beschriebene Film wird von der Spule 14 mit konstanter Lineargeschwindigkeit ab- und nachdem er beschrieben ist, auf .die Filmspule 14' aufgewickelt. Zur Führung des Filmes dienen: die Metalltrommeln 15 und 15'. Die Saugspannung wird der Gleich stromquelle 51 entnommen; der negative Pol derselben ist mit der Glühkathode und der positive Pol mit der als Saugelektrode wir kenden Metalltrommel 15 verbunden. Die Tonaufnahme geschieht mit Hilfe des Mikro phons 16; 17 ist die Stromquelle des Mikro phons und 18 der Translator.
Wenn nötig wird der Mikrophonstrom im Verstärker 19 verstärkt und diese Spannung - eventuell unter Zwischenschaltung der Vorspannungs batterie 20 - als Bild- bezw. Steuerspan nung zwischen die Glühkathode 10, und das Diaphragma 11, das hier die Rolle eines Gitters übernimmt, geschaltet. Die Steuer spannung kann aber auch zwischen die Saugelektrode und das Diaphragma gelegt werden.
Inder Kammer 2'1 wird der Film, der zunächst nur mit elektrischer Ladung beschrieben ist, mit Hilfe elektrisch :gelade ner und mit einem Luftstrom in die Kammer 2'1 eingeblasener Staubteilchen zum sicht baren Tonbilde entwickelt. Das Tonbild wird dann mit einem zweckmässig gewählten Überzug, z.
B. einer Schellacklösung, welche durch die Röhre 22 zerstäubt wird, über zogen, so dass, nachdem Verdunsten des Lö- sungsmittels der zurückbleibende Schellack das Elektrogramm in durchsichtiger Schicht fixiert und schützt.
Die Entwicklungskammer 2'1 (bezw. 36 in Fig. 9) ist im allgemeinen eine Kammer; welche mit den zum Einblasen der ent wickelnden Pulverteilchen geeigneten Vor richtung, z. B. mit einem Gebläse mit Ein blasrohr und mit einer beliebigen Vorrich tung versehen ist, welche diesem Gas- oder Luftstrome den Staubentwickler zuführt.
Sie umgibt die Aufnahmefläche bezw. einen Teil derselben, zu welchem Zwecke z. B. die Öffnung, durch welche der bandförmige Iso lierkörper hindurchgezogen wird, zweck- mässigerweise kanalförmig ausgebildet und im gegebenen Falle mit einem Exhaustor verbunden wird, der die durchtretenden Pul- verteilchen absaugt, oder der eine Druck leitung trägt, der den Durchgang dieser Staubteilchen verhindert.
Wird in einer sol chen Kammer ein Film entwickelt, der auf der Rückseite keinen leitenden Überzug be sitzt, so muss, zweckmässig dafür gesorgt werden, dass: die entwickelnden Staubteil chen nur die Vorderfläche, nicht aber die Hinterfläche erreichen, was zweckmässig durch geeignete Ausbildung der Kammer und der Bandführung erreicht wird.
Das oben erwähnte Verfahren: hat meh rere Vorteile gegenüber der photographi schen Aufnahme der Tonbilder. Dadurch, dass) wir die Tonströme, bezw. Tonspannun- gen unmittelbar zur Erzeugung der Tonbil der verwenden, können jene Vorrichtungen, welche beim photographischen Verfahren die Stromschwankungen in Lichtschwankun gen umwandeln (Saitenoszillograph, Kern zelle etc.) vermieden werden, so dass' die ganze Vorrichtung verbilligt und wesentlich vereinfacht wird.
Die Vorrichtung enthält weiterhin kein schwingungsfähiges Element, demzufolge ist die Frequenzkurve bei Ausser achtlassung der Frequenzabhängigkeit des Mikrophons und eventuell des Verstärkers, vollkommen gerade.
Dank dieser Vorteile kann dieses Verfah ren zur Tonaufnahme auch in jenen Fällen erwünscht sein, in welchen das endgültige Tonbild, z. B. am Rande eines Tonfilmes photographisch festgehalten werden soll. Zu diesem Zwecke kann das durch Bestäuben entwickelte Elektrogramm nachträglich auf einen lichtempfindlichen Film umkopiert werden. Noch günstiger ist aber in solchen Fällen das kontinuierliche Verfahren.
Das Tonbild wird auf einen in sich geschlossenen und gleichförmig bewegten sogenannten un endlichen Film als Elektrogramm aufgenom men, das so entstehende und durch Bestäu ben entwickelte Elektrogramm wird an schliessend, eventuell ohne fixiert zu werden, in kontinuierlichem Betriebe als Kontakt- kopie auf einem lichtempfindlichen Filme; z.
B. auf dem Tonfilm oder auf Papier, um kopiert, wonach das Pulverbild vom Filme gelöscht wird. Die elektrischen Ladungen, welche beim Abwischen - ,des Filmes mög licherweise entstanden sind, werden neutrali siert und der ganze Prozess wird kontinuier lich wiederholt bezw. fortgesetzt. Dieses Verfahren wird später im Zusammenhange mit Fig. 9, noch eingehender beschrieben werden.
Die so gewonnenen Tonbilder sind - wie weiter oben erwähnt - sogenannte Intensi tätstonbilder, wie sie aus Fig. 4 zu ersehen sind. Es stellte sich heraus, dass bei :einer be sonderen Ausführungsform des erfindungs gemässen Verfahrens, sowohl das aus Fig. 7 ersichtliche sog. ,transversale" Tonbild, als auch eine gewisse Modifikation der Intensitäts- und der Transversaltonbilder er reichbar ist. Zu diesem Zwecke wird eine direkt .geheizte Glühkathode, z.
B. ein mit Erdalkalioxyd überzogenes Platinband als Ionenquelle verwendet und werden dessen elektrische Daten 'zweckmässig derart bemes sen, dass die notwendige Heizspannung in derselben. Grössenordnung, z. B. zirka 1 Volt liegt, wie die Bildspannung. Zum Beispiel muss eine mit Erdalkalioxyd überzogene 12 X 2,5 X 0,02 mm Platinglühkathode mit 4 Volt X 4,5 Amp. Heizleistung belastet wenden, damit der mittlere Teil :des Bandes in einer Länge von .5 mm .gleichmässig den erwünschten Ionenstrom liefert.
Stellt man nun .einen 5 X 0,5 mm Linienspalt vor diese Glühkathode und verbindet dessen Dia phragma mit,dem negativen Ende,der Glüh- kathode und legt man 600 Volt Spannung an die Saugelektrode, so entsteht auf einer gleichmässig vordem Spalte bewegten Auf nahmefläche ein etwa 5 mm breites, in der Längsrichtung vollständig und in der Quer richtung fast vollständig .gleichförmig ab schattiertes Bandbild.
Geht man nun vom Werte 0 aus und legt man eine wachsende negative Vorspannung an das Diaphragma, so beobachtet man, dass das Bandbild fort während schmäler wird, und zwar ver- schwindet zuerst das der negativen Seite der Glühkathode zugekehrte Ende des Bandes und dieses Verschwinden schreitet allmählich der positiven Seite der Glühkathode zu. Diese Erscheinung wird dadurch verursacht, dass :der Heizstrom ein nicht vernachlässig- bares -Spannungsgefälle an der Kathode her vorruft, und zwar etwa 0,5 Volt pro mm.
Demzufolge besitzen die einzelnen Punkte der Kathode entlang auch bei .gegebener äussern negativen Spannung, auf das :Gitter bezogen, nicht die gleiche Spannung, sondern eine umso negativere, je näher der Punkt dem negativen Ende der Glühkathode liegt. Es ist also die Emission der Kathode nicht einmal der gleichmässig temperierten Strecke entlang ,gleichmässig,
sondern sie nimmt nach der negativen Seite hin allmählich ab, wo mit das allmähliche Verschwinden des Bildes von :der negativen Seite her erklärt wird. Eine derartig ungleichmässige Emission :di rekt geheizter Glühkathoden ist in der Vakuumröhrentechnik bekannt und .gilt im allgemeinen für schädlich. Zufolge vorlie gender Erfindung lässt sich aber diese Er scheinung beispielsweise folgendermassen nutzbringend anwenden.
Die Vorspannung ,des Diaphragmas wird so gewählt, dass nur der positive Teil der Kathode merklich emittieren kann, :das. heisst dass aus dem Bildbande nur die Odem positiven Kathoden ende zugekehrte Hälfte erhalten bleibt. Un ter Beibehaltung der oben angegebenen Da ten ist hierzu -eine negative Gittervorspan nung nötig.
Bei schwächerer Heizung oder niedriger Saugspannung oder verminderten Spaltedimensionen etc. ist es möglich, dass zum erwähnten Zwecke eine positive Gitter vorspannung benötigt wird. Wird nun die abzubildende Wechselspannung, z.
B. eine Tonspannung, in Serie mit der Vorspannung auf das. Diaphragma ,gelegt, so erhält man ,das Tonbild nach F'ig. :8. Dieses Tonbild kann als Kombination eines transversälen und eines Intensitätstonbildes gelten: es be steht aus dunkleren und helleren Streifen, unter denen aber .die dunkleren gleichzeitig auch entsprechend -länger sind, so dass die Enden der Streifen ein transversales Ton bild darstellen.
Wir möchten bemerken, dass die Streifen in der Querrichtung nicht scharf begrenzt sind, sondern mehr allmählich ver schwinden, ohne aber dass hierdurch .der technische Vorteil dieses zusammengesetzten Tonbildes .Schaden erlitte. Es ist nämlich leicht einzusehen, dass ein derartiges Ton bild einen viel weiteren Bereich der Ton- intensität wiederzugeben gestattet, als das Intensitäts- oder das Transversaltonbild an sich gestatten würde.
Eine weitere praktische Anwendung der Erfindung betrifft die Herstellung von Bil dern im engeren Sinne, das heisst sie betrifft die Darstellung von Bildern, die den photo graphischen Bildern ähnlich sind und die ebene oder räumliche Figuren, kurz Gegen stände, darstellen. Wie aus folgenden Über- lebgungen hervorgeht, ist dieser Anwendungs kreis der Erfindung ausserordentlich weit.
Ein Lichtstrahl ruft auf einer photographi schen Platte, je nach seiner Intensität, eine veränderlich starke chemische Wirkung, bezw. nach der Entwicklung eine verschie den tiefe Schwärzung hervor; ganz entspre chend verursacht ein aus der Ionenquelle austretendes Ionenbündel je nach seiner In tensität eine variierende Aufladung der Auf fangflächen bezw. nach dem Bestauben der letzteren, eine variierende Bedeckung und Schattierung hervor.
Bei der optischen Ab bildung kann man aber ;das Bild des ganzen Gegenstandes auf einmal aufnehmen, weil das optische Bild, welches von einer Linse oder einem Spiegel herstammt, gleichzeitig alles Strahlenbündel von den verschiedenen Ge- genstandspunkten umfasst, wogegen wir mit dem Ionenbündel gleichzeitig nur einen Punkt auf einmal abzubilden vermögen und das vollständige Bild aus seinen einzelnen Punkten nacheinander zusammensetzen müs- sen.
Es sei bemerkt, dass wir in dieser Be- schreibung und in den Ansprüchen unter "Punkt" bezw. "Bildpunkt", dem erfin dungsgemässen Verfahren und den Eigen tümlichkeiten . der - Vorrichtungen entspre- chend, nicht nur streng punktartig, das heisst ungefähr kreisförmige Bildteile verstehen, sondern auch längere, schmale, linienartige Bildelemente, mit Hilfe deren Zusammen setzung wir z.
B. das .oben erwähnte zusam mengesetzte Tonbild erhielten, und dessen Dimensionen entweder durch ,die Ionenquelle, oder durch die Diaphragmaöffnung, oder aber durch beide bestimmt werden, indem der Querschnitt des erzeugenden Ionenbün dels durch .diese festgelegt wird. Die Bild telegraphie und die Fernsehtechnik kennt verschiedene Verfahren, welche das Bild aus den Bildpunkten zusammenzusetzen gestat ten.
Allen Verfahren :gemeinsam ist deren charakteristische Eigenschaft, dass sie das Bild - ein reales optisches Bild, Zeichnung, Photographie etc. - in Bildelemente zer legen und die den Bildpunkten zugehörenden Lichtbündel auf eine photoelektrische Vor richtung, z. B. auf eine Photozelle, wirken lassen und den in dieser erzeugten Wechsel strom bezw. Wechselspannung zweckmässig verstärkend durch einen Draht oder drahtlos, der Empfängerstation zuführen, und dort die Strom- bezw.
Spannungsschwankungen wie der in Lichtschwankungen umsetzen. Aus diesen Lichtbündeln schwankender Intensi tät wird das Bild erneut zusammengesetzt, und entweder mit dem, blossen Auge beGbach- tet oder auf einer lichtempfindlichen Fläche, z. B. einem Film, fixiert.
Ein Ausführungs beispiel des erfindungsgemässen Verfahrens ist von den eben erwähnten Verfahren darin verschieden, dass die elektrischen Impulse in der Empfängerstation nicht in Lichtimpulse umgesetzt werden, sondern - gegebenenfalls nach einer Verstärkung - unmittelbar, das heisst als elektrische Impulse zur Steuerung des Ionenbündels verwendet.
werden, dass weiterhin die lichtempfindliche Schicht durch die Oberfläche der isolierenden Auf nahmefläche ersetzt wird, und @dass das so gewonnene elektrische Bild auf die oben beschriebene Weise entwickelt und eventuell dauernd fixiert wird.
Es sei betont, .dass dieses -Verfahren in einigen- Fällen mit Vorteil die "Photogra- phie" in :gewöhnlichem Sinne zu ersetzen vermag. Dieses Verfahren bezw. die zu seiner Ausführung dienende Vorrichtung unterscheidet sich von der oben kurz skiz zierten und von der weiter unten eingehend beschriebenen nur darin, dass Sender- und Empfängerstation räumlich nahe beieinander sind. Wollen wir z. B. das Elektrogramm eines Gegenstandes, einer Szene usw., her stellen, ,so kann beispielsweise folgender massen vorgegangen werden: wir stellen zu nächst, z.
B. mit Hilfe eines geeigneten Lin sensystems, das reelle optische Bild des Ge- genstandes dar, zerlegen dieses Bild z. B. mit einer Nipkowscheibe, Schraubenspiegel usw., in Bildelemente und verfahren weiter,.
wie oben beschrieben, wobei die elektrogra phische Vorrichtung unmittelbar neben der bildzerlegenden Vorrichtung sein kann und mit letzterer entweder elektrisch oder mecha nisch zur Synchronisierung verbunden ist.
Diese letztere Ausführung vereinfacht und verbilligt die Vorrichtung ganz wesentlich und vereinfacht auch deren Bedienung. In dieser Ausführung hat das Verfahren noch den Vorteil, dass es auch unmittelbar ein positives Bild liefert, wenn die Steuerspan nung, die möglicherweise mit einer Vorspan nung in Reihe liegt, mit der richtigen Po larität zwischen Steuerelektrode und Ionen quelle :geschaltet ist. Dieses Verfahren kann unter anderen auch dann vorteilhaft ange wandt werden, wenn es sich nur um eine vorübergehende Fixierung des Bildes han delt.
Weiterhin kann das Verfahren dazu verwendet werden, um in eine lineare Reihe von Bildpunkten zerlegte Bilder aufzuheben und aus diesen die Bilder später zu reprodu zieren, so wie dies anhand des Poulsenver- fahrens (Magnetsierung eines Stahlbandes) schon bekannt ist. Das Verfahren wird an hand des zum Fernsehen vorgeschlagenen sog. Zwischenpunktverfahrens weiter unten an einem Beispiel noch ausführlicher er örtert. .
Es erscheint somit überflüssig, :die An wendung der Elektrographie für die eigent liche Bildtelegraphie eingehend zu - beschrei- bei. Es handelt sich ,dabei gewöhnlich um ,die Weitersendung von Drucksachen, Photo graphien usw.
Das zu befördernde Bild wird in der Sendestation auf der Mantelfläche eines Zylinders festgelegt und mit einem punktförmigen Lichtbündel in einer Spirale abgetastet. In der Empfängerstation wird eine Zylinderfläche mit der vorher erwähn ten sychron gedreht und ein mit der Bild spannung moduliertes, punktförmiges Licht bündel hergestellt und das Bild auf ein licht empfindliches, auf die Zylinderfläche ge- spanntes Papier oder Film projiziert.
Das Verfahren nach der Erfindung kann so an gewandt werden, dass die Mantelfläche des Aufnahmezylinders mit einer dünnen Schicht oder einem Film aus isolierendem Material umgeben und dieses mit Hilfe einer punkt artigen oder punktartig begrenzten Ionen quelle beschrieben wird, dessen Intensität zweckmässig mit der auf das Diaphrag-ma als Hilfselektrode gelegten Bildspannung ge steuert wird.
Im Zusammenhange mit dem aus der Fernsehtechnik bekannten Zwischenfilmver- fahren ist die Elektrographie besonders ,gün stig anwendbar. Bekanntlich wurde dieses Verfahren ,sowohl beim Senden, als auch beim ,Empfang von Bildern bei der Fern- sehübertragung in Vorschlag ;gebracht. 'Zur Sendung verfährt man derart, dass die zu sendende lebende ,Szene und,die begleitenden Töne auf bekannte Weise als Tonfilm. auf genommen werden.
Der Film wird im konti- nuierlichen Betriebe entwickelt, fixiert und das Bild wird von Punkt zu Punkt abge tastet, während die begleitenden Töne in der üblichen Weise gesendet werden. Darauf wird. die Emulsion samt Bild vom Film entfernt, der Film von neuem mit Emulsion überzogen und das ganze Verfahren am sel ben unendlichen Filmbande beliebig oft wiederholt.
Dieses komplizierte Verfahren ist deshalb nötig geworden, weil auch die besten optischen Vorrichtungen nur so licht schwache Bilder einer lebenden. Szene, zu ent werfen; vermögen, dass die hinreichend klein gewählten Bildelemente in einer Photozelle- nur einen minimalen Photostrom erzeugen, deren hinreichende Verstärkung in dem zur Sendung nötigen Ausmasse (einige Kw) praktisch unmöglich ist. Der Energiever- p 'ktise brauch des erfindungsgemässen Verfahrens kann hingegen sehr niedrig gehalten werden. Die Anodenleistung, die sowieso von der Anoden- bezw.
Saugbatterie :geliefert wird, ergab nach unseren Erfahrungen mit 10-s Amp. in der Sek., das heisst mit einer Ladung von 10-$ Coulomb, ein Elektro gramm von zirka 15 cm2 Zeichenfläche, wo bei sich diese Empfindlichkeit noch bedeu tend steigern liesse. Der Gitterstrom lag da bei in .der Grössenordnung zwischen 10-10 und 10-9 Amp. Demnach kann die Elektro graphie fast die Empfindlichkeit des photo graphischen Verfahrens erreichen; im ge gebenen Falle hat aber das Ersetzen der Photographie durch die Elektrographie ganz wesentliche Vorteile.
Die Elektro graphie kann - gleich der Photogra phie - an einen in sich geschlossenen unendlichen Film ausgeübt werden, auf wel chem sowohl die Bilder, als auch die Ton bilder aufgenommen und von ihm in bekann ter Weise abgenommen werden, worauf der Film abgewischt wird. Dieses Verfahren ist unvergleichlich einfacher als das entspre chende photographische Verfahren. Ein weiterer wesentlicher Vorteil dieses Verfah rens besteht darin, dass die Entwicklung des Elektrogrammes in Bruchteilen einer Se kunde ausführbar ist, wogegen die Entwick lung eines photographischen Bildes minde stens eine Verzögerung von 20-30 Sekun den verursacht.
Das photographische Verfahren benötigt eine umfangreiche, sehr kostspielige und heikle Apparatur, so dass es nur für Licht bildtheater und ähnliche Unternehmen in Frage käme, wogegen das angedeutete elek trographische Verfahren dem Hausgebrauche zugänglich ist. Ein weiterer Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass die Bilder in beliebiger Grösse projizierbar sind.
Eine Einrichtung, welche zur Ausfüh rung des obigen Verfahrens dienen kann, ist in Fig. 9 beispielsweise dargestellt. Die Nipkowscheibe 28 besteht aus Metall und dient zur Zusammensetzung des Bildes, sie trägt die Löcher 42, die auf einem greise angeordnet sind. Die Ionenquelle 24 ist zweckmässig eine indirekt geheizte Glüh kathode, deren Längsrichtung - abweichend von der Figur - zur Papierebene senkrecht steht und von der Stromquelle 2,5 gespeist wird. 24' ist eine zweite Ionenquelle, z. B.
eine Glühkathode, ein Lichtbogen, oder eine Flamme, welche zum Neutralisieren der .während des Abwischens entstandenen La dungen der Aufnahmefläche dient. Das end lose Band<B>26</B> besteht aus einem durchsich tigen Isoliermaterial und dient zur Eelektro- graphie der Bilder; es wird durch die dre henden Scheiben 27 und 27' in der Richtung des Pfeils 28 bewegt. Seine der Glühkathode 2!4 zugekehrte Fläche dient zur Aufnahme des Bildes.<B>29</B> ist ein endloses Metallband., welches durch die Metallscheiben 30, 30' in der Richtung des Pfeils 31 bewegt wird.
Die Batterie 4,3 liefert die konstante Saug spannung, ihr negativer Pol ist mit der Glühkathode, ihr positiver Pol durch die Scheibe 30' mit :dem als Sangelektrode wir kenden Metallbande 2:9 verbunden. Die Dreh zahl der Scheiben 27, 27' und<B>30,30!</B> ist der art bemessen und die Scheiben sind so unter gebracht, dass das. Isolierband 26 und das Metallband 2'9 sich mit gleicher Geschwin digkeit bewegen und auf der Strecke, wo sie gegenüber .der Glühkathode 24 zu liegen kommen, das heisst dort, wo die Aufnahme stattfindet, sich fest aneinanderliegend be wegen.
Damit wird vermieden, dass die Bän der sich :gegenseitig verschieben. und Anlass zur Bildung von Reibungselektrizität geben. Handelt es sich z. B. um den Empfang von drahtlos beförderten Bildern, so wird der ankommende, modulierte Hochfrequenzstrom von :der Antenne 32 aus im Empfänger 33 verstärkt und die verstärkte, eventuell gleichgerichtete Bildspannung mit der Vor spannung 34 in Reihe zwischen die Glüh- kathode 24 und, durch die Metallbürste 35, die Nipkowscheibe 23 gelegt.
Die Nipkow- scheibe 23 und die Scheiben 27, 2.7' und 30, 30' laufen synchron mit dem Bildzerlegungs apparat der Sendestation. Das Synchroni sieren kann mit einer beliebigen an sieh be kannten Methode bewerkstelligt werden. Das aufzunehmende Bild wird wie oben beschrie ben mit Ionenladungen auf jenen Teil des Bandes 26 (Bildband) aufgedrückt, welches vor der Glühkathode 24 bezw. vor der Loch serie 42 der Nipkowscheibe sich vorbei bewegt. Der Querschnitt des aufschreiben den Ionenbündels, der in -diesem Falle zweckmässig punktähnlich ist, wird durch die Durchmesser der Löcher der Nipkow- scheibe festgelegt.
Indem sich das Bildband weiter bewegt, tritt es in die Kammer 36 ein, worin es mit dem -durch die Röhre 37 eingeblasenen Staub entwickelt wird. Für den Fall, dass das Bild mit dem blossen Auge beobachtet wird, dienen die Lichtquelle 38 und die vorgelegte Milchglasscheibe 39 zur Durchleuchtung desselben. Die Bilder wer den in bekannter Weise im synchron gedreh ten Polygonspiegel 40 beobachtet.
Natürlich sind in diesem Falle die Löcher der Nipkow- scheibe nicht spiralförmig, sondern in einem zur Scheibenachse konzentrischen Kreise an geordnet und sie besorgen nur die Zerlegung der einzelnen Bildzeilen im Bildpunkte, während die Zerlegung .des Bildes in Zeilen durch die Bewegung des Filmstreifens be wirkt wird. Dies hat unter anderem den Vorteil, dass die Glühkathode bandförmig sein darf,
und dass ihre Länge nur gleich dem Abstand zweier Nachbarlöcher der Nipkowscheibe sein muss. Wären hingegen die Löcher der Nipkowscheibe spiralförmig angeordnet, so mühte die Ionenquelle flä chenhaft ausgedehnt und gleich gross wie die Bildfläche sein. Darnach muss das Bild vom Filmbande entfernt werden.
Diesem Zwecke dient die drehbare Bürste 41, welche die Pulverteilchen vom Bande entfernt und die Ionenquelle 24', welche die hierbei eventuell entstandenen elektrischen Ladungen mit den aus- ihr ausgesaugten entgegengesetzt gelade nen Ionen neutralisiert und die zweckmässig ebenfalls zur Zeichenebene -senkrecht. unter- gebracht ist. Alsdann ist das Filmband zur Aufnahme neuer Bilder vorbereitet.
Zweck mässig werden die Bilder statt unmittelbar betrachtet mittels einer optischen Vorrich tung auf einen Schirm projiziert.
Ferner wird die Bürste 41 zweckmässig mit einer geeigneten Hülle umgeben, aus welcher das abgeriebene Pulver mit Vakuum abgesaugt und in jenen Behälter zurückgeführt wird, aus welchem das Pulver durch die Röhre 37 in die Kammer 36 geblasen wird, so dass auch das Entwicklerpulver in kontinuier licher Zirkulation verwendet wird.
Die oben beschriebene Einrichtung wird vereinfacht, wenn die Rückseite des Film streifens 2,6, mit einer durchsichtigen Metall schicht überzogen ist, weil in diesem Falle die Trommeln 30 und 30' samt dem Metall bande 29 überflüssig werden und die Saug spannung statt auf die Trommel 27 bezw. 2.7' unmittelbar auf den Metallüberzug des Fil mes geschaltet wird. In diesem Falle liegt die Spannung auch während der Entwick lung auf der Hinterwand des Filmes, was aber nach angestellten Versuchen: die Ent wicklung des Elektrogrammes nicht stört.
Die Glühkathode 24' kann durch eine Flamme oder einen elektrischen Lichtbogen in ihrer Funktion als neutralisierende Ionen quelle ersetzt werden; diese Ionenquellen können gegebenenfalls geerdet oder an meh reren andern Stellen angeordnet werden.
Die strahlende Wärme -der Ionenquelle kann, wenn nötig, vom Filme in beliebiger Weise, durch gekühlte Schirme oder durch Luftkühlung ferngehalten werden.
Ist die Geschwindigkeit des Bandes 26 gross, so wird die Kammer 3,6 in der in Fig. 6 darge stellten Weise zweckmässig derart, das heisst an einer solchen ,Stelle untergebracht, dass das Band ohne Richtungsänderung durch sie hindurchläuft, damit die Pulverteilchen nicht hinunterzentrifugiert werden und da durch nicht ein verzerrtes Bild entsteht.
Es ist ferner natürlich, dass sowohl der elektro graphische Vorgang, -als auch die Entwick lung, die Beobachtung . des Bildes und- das Abbürsten in einem und- demselben:. Teile. des Bandes, z.
B. links, geschehen kann. Ferner kann das elektrographische Verfahren in einem Raume unter vermindertem Druck, und das Entwickeln etc. entweder ebenfalls unter vermindertem Druck, oder bei Atmo sphärendruck ausgeübt werden. Hierdurch wird einerseits die Auswahl einer passenden Ionenquelle erleichtert;
anderseits werden der Energieverbrauch und das Geräusch der Nipkowscheibe (welches besonders bei Ton aufnahmen und Wiedergaben sehr stört) vermindert, ein Verfahren, welches übrigens an sich bekannt ist. In. diesem Falle wird der Film in die Unterdruckkammer z. B. so ein- und ausgeführt, dass er durch lange und schmale Kanäle gezogen wird, welche einen grossen .Strömungswiderstand besitzen; die durch diese Öffnungen strömende geringe Luftmenge wird fortlaufend abgesaugt. Un ter Film ist in der obigen Beschreibung ganz allgemein jedes biegsame Band aus Isoliermaterial, welches also z.
B. auch aus imprägniertem und durchsichtig gemachtem Papier bestehen kann, zu verstehen. Infolge seiner hohen Isolation kann Acetylzellulose vorteilhaft verwendet werden. Die Leiter fläche der Elektrode, welche sich dem Iso- lierkörper anschliesst, und auch Saugelek trode genannt wird, muss nicht unbedingt ein Metall sein, sie kann z. B. auch aus Graphit bestehen. Ferner muss sie nicht fest sein, sondern kann auch flüssig, z. B. Queck silber sein, und sie kann unter Umständen auch in dem Isolierkörper eingebettet wer den.
Wenn z. B. auf einen einseitig metalli sierten Film ein anderer Film aufgepresst wird, erhält hierdurch der Film zwei Auf fangflächen, auf welch beiden elektrogra- phiert werden kann, und falls der Film und die dazwischen liegende Metallschicht durch sichtig oder durchscheinend sind, kann die Übereinanderlagerung von Bildern sehr ein fach, sowohl mittels gleichzeitigem, wie auch durch nacheinander erfolgendes Elek trographieren bewerkstelligt werden. Dieses Verfahren gestattet das gleichzeitige Elektro graphieren von zueinander gehörenden Wer- ten, z. B. von Spannungs- und Stromkurven, besonders, wenn zur Entwicklung auf jeder Seite verschiedenfarbiger Staub verwendet wird, und kann das Verfahren in diesem Falle z.
B. zur Übertragung von farbigen Bildern verwendet werden. Die die Saug elektrode bildende Zwischenmetallschicht kann bei einem Band von bestimmter Länge mit an dessen Enden an die Trommelachse geschalteten Zuleitungen, bei endlosem Band hingegen mit einem z. B. am Rand des Fil mes vorragenden Zusatzstück, welches auf der Leitungstrommel aufliegt und von ihr Spannung erhält, versehen sein. Die einge bettete Metallschicht muss natürlich sehr dünn, kontinuierlich und ihre Breite mit jener -des Filmes gleicher Grössenordnung sein.
Das elektrographische Verfahren gestat tet ferner auch :die Reproduktion farbiger Bilder in einer dem in .der Vervielfältigungs technik gebräuchlichen Dreifarbendruck ähn lichen Weise. Das Bild wird z. B. zu diesem Zwecke an der Sendestation mehrmals, z. B. dreimal, hintereinander unter Zwischenschal- tung dreier verschiedenfarbiger Lichtfilter (rot, ,gelb, blau) abgetastet und der Film streifen wird im Empfänger ebenso i oft, z.
B. dreimal, durchgeführt, .das heisst es wird nacheinander mehrmals z. B. dreimal auf dieselbe Aufnahmefläche mit jeweils veränderter Bildspannung elektrographiert. Ein derartiger Empfänger besitzt zweck mässig drei abwechselnd benutzbare Ent- wicklungskammern, in welchen der Film der Reihe nach mit drei verschieden gefärbten, z. B. die Farben der Farbfilter wiedergeben den, Staubpulvern entwickelt wird.
Das so erhaltene Bild ist ähnlich jenem, welches mittels des Lumiere-Verfahrens hergestellt wird.
Das oben erwähnte zweifarbige Bild be stellt hingegen aus auf beiden Seiten eines durchscheinenden oder durchsichtigen Iso- lators liegenden, auf je einer Seite gleich farbigen und auf jeder .Seite durch je eine durchsichtige oder durchscheinende Schicht bedeckten Pulverteilchen. Es wird betont, dass, die Saugelektrode nicht unbedingt auf -der Rückseite des Iso- lierkörpers aufliegen muss, sondern, dass zwischen beiden auch ein geringer Abstand von etwa 0,0'1-0,5 mm zulässig ist, wenn dies aus irgend einem Grunde, z.
B. aus Gründen der Isolation bei sehr. hoher Saug spannung, notwendig wäre. In diesem Falle kann .das System als ein Kondensator mit zwei Dielektrika betrachtet werden, von de nen das eine der Isolierkörper und das an dere die zwischenliegende Luft- oder Gas schicht ist, welche unter Atmosphärendruck bezw. unter erhöhtem oder reduziertem Drucke stehen kann.
In manchen Fällen, z. B. wenn die Elek trographie unter vermindertem Druck ausge übt wird, kann. die Saugspannung auf den zwischen der Innenquelle und der Auf nahmefläche untergebrachten Schirm oder das Gitter gelegt werden, obwohl im allge meinen das oben beschriebene Verfahren vorteilhafter ist. Die Elektrogramme können natürlich nicht nur durch Bespritzen, son dern auch in anderer Weise z.
B. dadurch, dass eine zusammenhängende feste Haut dar auf gepresst wird, fixiert werden, oder aber so, dass man als Aufnahmefläche eine Schicht aus relativ leicht .schmelzbarem Iso- liermaterial, z. B. Paraffin, verwendet.
Nach dem Entwickeln wird die Fläche erwärmt, die Entwicklerteilchen werden hierdurch ein gebettet und diese bleiben dann nach .dem Abkühlen dauernd fixiert. Im allgemeinen kann also ein entwickeltes Elektrogramm so fixiert werden, dass die entwickelten Teil chen zweckmässig in ein -durchsichtiges Me- dium ganz oder teilweise eingebettet werden.