Verfahren zur Herstellung eines Nährmittels. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung eines Nährmittels, das dadurch gekennzeichnet ist, dass Eiweiss körper enthaltende, im Pflanzen- oder Tier reiche vorkommende, zu Nahrungs- und Fut terzwecken an sich nicht geeignete Produkte zerkleinert werden, das zerkleinerte feuchte Material unter ständiger Beseitigung der ent stehenden Wasserdämpfe vorgetrocknet und das vorgetrocknete Produkt schliesslich auf eine Temperatur um<B>130</B> bis 16101 C erhitzt wird.
Trockenes Ausgangsmaterial wird nach dem Zerkleinern mit Wasser befeuchtet und erst nach dem Befeuchten dem Vortrock nen und Erhitzen ausgesetzt.
Es zeigte sich bei Versuchen, dass das Material durch die beim Vortrocknen, erfol gende Verdampfung flüchtiger chemischer Verunreinigungen gereinigt, sterilisiert und in seinem Gefüge gelockert wird.
Die Ge- fügelockerung tritt vermutlich insbesondere dadurch ein, dass, der im Innern der Material teilchen vorhandene Wasseranteil zur Ver- dampfung gelangt, und dass der durch diese Verdampfung bewirkte Wasserdampfdruck von innen nach aussen wirksam wird. Durch das Vortrocknen wird .die Hauptmenge .des Wassers beseitigt. Die nachfolgende Erhit zung führt zu einem durchaus wasserfreien Endprodukt.
Es hat sich gezeigt, dass aus den. für das vorliegende Verfahren haupt sächlich geeigneten Ausgangsprodukten sich beim Vortrocknen glasig harte, glutinhaltige Produkte von dunkler Farbe bilden, woraus geschlossen werden kann, dass schon beim Vortrocknen eine tiefergehende Umwandlung des Ausgangsmaterials stattfindet. Bei Temperaturen ungefähr zwischen 130 und <B>160'</B> C findet schliesslich die Umwandlung der glutinhaltigen Produkte in wasserfreie Substanzen statt,
die andere Eigenschaften und anders Aussehen als das Ausgangsmate rial und die Zwischenprodukte aufweisen.
Das neue Verfahren kann beispielsweise ausgeführt werden, indem man Fibrillen, Binde- und verwandtes Gewebe, Knorpeln, Horn, Nägel und andere Kollagene,<B>Ei</B> lastin, Keratine, Fibroin usw. Eiweisskörper enthal tende Ausgangsmaterialien mit Hilfe von Wasser, Alkalien, Säuren reinigt..
bezw. ent- gerbt, zerkleinert und anschliessend daran in einem heissen Luftstrom vortrocknet und bei stetiger Temperaturerhöhung des Luftstro mes bis auf ungefähr <B>160'</B> C erhitzt. Durch den Luftstrom werden hierbei die entstehen den Wasserdämpfe abgeführt. Bei dieser Be handlung werden eine gründliche Lockerung des Gefüges und ausserdem physikalische und vor allem chemische Veränderungen bewirkt.
Mit der Erhöhung der Temperatur der die Materialteilchen umspülenden Heissluft geht weiteres Expandieren :der Teilchen, bezw. Volumenvergrösserung des Materials Hand in Hand. Es werden so rundliche Gebilde, die weisse bis lichtgelbe Farbe annehmen und die nach Beendigung des Prozesses schaumartige, leicht zerreibliche Konsistenz und kristall ähnlich glänzende Bruchflächen aufweisen, erhalten.
Die Endprodukte, welche zumeist geruch- und geschmacklos, in Wasser unlös lich und. nicht .gelatinierend sind, sind frei von patogenen Keimen und können bis 90 an verdaulichem Eiweiss enthalten.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann in einem einzigen Arbeitsgang ausgeführt werden. Das Produkt bleibt hierbei an Ort und Stelle und wird im Luftstrom vorge trocknet und zu: Ende behandelt. Man ge langt auf diese Weise vom Ausgangsmaterial unmittelbar zum Fertigprodukt. Besondere Bedeutung erhält das neue Verfahren in seiner Anwendung auf tierische Häute, Hautabfälle, entgerbte Lederabfälle, Knochen, Sehnen, Hufe, Fischabfälle, die bereits genannten und auch noch andere Produkte.
Selbstverständlich kann die Behandlung (Vortrocknen und Erhitzen) auch unter Ab saugen der sich bildenden Wasserdämpfe vor sich ,gehen.
Method of making a nutrient. The invention relates to a process for the production of a nutrient, which is characterized in that protein-containing, rich in plants or animals, not suitable for food and feed products are crushed, the crushed moist material below constant elimination of the water vapors that arise, and the pre-dried product is finally heated to a temperature of between <B> 130 </B> and 16101 C.
Dry raw material is moistened with water after being crushed and only exposed to pre-drying and heating after moistening.
Tests have shown that the material is cleaned, sterilized and its structure is loosened by the evaporation of volatile chemical impurities that occurs during pre-drying.
The poultry loosening presumably occurs in particular because the water content present inside the material particles evaporates and the water vapor pressure caused by this evaporation becomes effective from the inside to the outside. Most of the water is removed by pre-drying. The subsequent heating leads to a thoroughly anhydrous end product.
It has been shown that from the. Mainly suitable starting materials for the present process, glassy, hard, glutinous products of dark color are formed during pre-drying, from which it can be concluded that a more profound transformation of the starting material takes place during pre-drying. At temperatures between about 130 and <B> 160 '</B> C, the products containing glutin are finally converted into anhydrous substances,
which have different properties and appearance than the starting material and the intermediate products.
The new method can be carried out, for example, by starting materials containing fibrils, connective and related tissue, cartilage, horn, nails and other collagens, egg, keratins, fibroin, etc., with the aid of water , Alkalis, acids cleans ..
respectively De-tanned, comminuted and then pre-dried in a hot air stream and heated to approximately 160 ° C with a constant increase in the temperature of the air stream. The resulting water vapors are carried away by the air flow. This treatment causes a thorough loosening of the structure as well as physical and, above all, chemical changes.
With the increase in the temperature of the hot air flowing around the material particles, further expansion takes place: the particles, respectively. Increasing the volume of the material hand in hand. In this way, rounded structures that take on a white to light yellow color and which, after the process has ended, have a foam-like, easily friable consistency and crystal-like shiny fracture surfaces are obtained.
The end products, which are mostly odorless and tasteless, insoluble in water and. are not gelatinizing, are free of pathogenic germs and can contain up to 90% of digestible protein.
The method according to the invention can be carried out in a single operation. The product remains in place and is pre-dried in an air stream and treated to the end. In this way, you get directly from the starting material to the finished product. The new process is particularly important in its application to animal hides, skin waste, untanned leather waste, bones, sinews, hooves, fish waste, the aforementioned and other products.
Of course, the treatment (pre-drying and heating) can also take place with suction from the water vapors that are formed.