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CH170878A - Verfahren zur Herstellung steriler, aggressiver Lösungen, und Vorrichtung zu seiner Durchführung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung steriler, aggressiver Lösungen, und Vorrichtung zu seiner Durchführung.

Info

Publication number
CH170878A
CH170878A CH170878DA CH170878A CH 170878 A CH170878 A CH 170878A CH 170878D A CH170878D A CH 170878DA CH 170878 A CH170878 A CH 170878A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
vessel
boiler
sterile
heating
steam
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
M Lautenschlaeger G M B H F
Original Assignee
F & M Lautenschlaeger Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by F & M Lautenschlaeger Gmbh filed Critical F & M Lautenschlaeger Gmbh
Publication of CH170878A publication Critical patent/CH170878A/de

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  • Apparatus For Disinfection Or Sterilisation (AREA)

Description


      Verfahren    zur Herstellung steriler, aggressiver Lösungen,  und Vorrichtung zu seiner     Durchführung.       Zur Bereitung von sterilen Lösungen,  insbesondere Kochsalzlösungen,     Sublimat-          lösungen,    Lösungen anderer aggressiver  Chemikalien, Säuren und dergleichen, wer  den Gefässe aus keramischem Material ver  wendet, in denen die Lösung unter Ein  wirkung entsprechend gespannten Dampfes  auf die Sterilisationstemperatur erhitzt. und  anschliessend abgekühlt wird. Zweckmässig  werden die Gefässe aus     keramischem    Ma  terial hierbei drucklos in einen Metall  behälter eingebaut.

   Der     Sterilisationsprozess     ist aber wegen der geringen Wärme  durchlässigkeit des keramischen Materials  sehr zeitraubend, und es stehen aus diesem  Grunde die     Anheiz-    und Kühlperiode in einem  sehr ungünstigen Verhältnis zur eigentlichen       Sterilisierzeit,    die nur 5 bis 6 Minuten bei  Einhaltung einer Temperatur von 120' C zu  betragen braucht.  



  Die Anwendung von keramischem Mate  rial ist aber erforderlich, weil Kochsalz  lösungen Metallgefässe stark angreifen und    die Lösungen dadurch verunreinigt und für  ihren Bestimmungszweck ungeeignet werden.  



  Es ist Gegenstand der Erfindung, die  Nachteile der bekannten Einrichtungen zu  beseitigen, und es wird dieser Zweck da  durch erreicht, dass das für die Bereitung  der Lösung     bezw.    für die Einstellung auf  ihre richtige Konzentration benötigte Was  ser in einem besonderen Gefäss sterilisiert  und nach der Sterilisation, eventuell nach  vorhergegangener Kühlung, in ein Gefäss  aus keramischem Material übergeleitet wird,  das den aufzulösenden Körper (zum Beispiel  Kochsalz) oder eine aus ihm hergestellte  hochkonzentrierte Lösung enthält. Der In  halt des keramischen Gefässes kann zweck  mässig durch den bei der Sterilisation des  Wassers in dem einen Gefäss     entwickelten     Dampf sterilisiert werden.  



  Auf diese Weise wird wegen des guten  Wärmedurchganges durch das die Haupt  menge der Flüssigkeit enthaltende Metall  gefäss die Heiz- und Kühlperiode auf einen      Bruchteil der bei Anwendung von nur kera  mischen Gefässen erforderlichen Zeit herab  gesetzt. Es können ausserdem in entsprechen  den Gefässen jeder Grösse grosse Flüssigkeits  mengen auf Vorrat zubereitet werden, so dass  sie in- jedem Augenblick verwendungsbereit  sind, und es wird insbesondere hierbei die  Möglichkeit einer     Reinfektion        praktisch    aus  geschlossen, weil -das     Sterilisiergut    nach der  Sterilisation dem Zugriff des Bedienungs  personals und dergleichen entzogen ist.  



  Auf der Zeichnung ist eine beispielsweise  Ausführungsform der für die Durchführung  des neuen Verfahrens erforderlichen Einrich  tung schematisch dargestellt.  



  1 ist ein Gefäss aus keramischem Mate  rial, das in     einen    drucksicheren Kessel 2  eingebaut ist und allseitig von Dampf um  spült werden kann. Das Gefäss ist zur Auf  nahme einer konzentrierten Stammlösung  oder des zu lösenden Salzes selbst bestimmt,  die durch den     Einguss    3 eingeführt werden  können. 4 ist der Isoliermantel des Kessels  2, der mit einer Heizvorrichtung 5 beliebiger  Art, dargestellt ist eine     elektrische    Wider  standsheizung, zur     Konstanthaltung    der  Temperatur der Lösung versehen sein kann.

    Das Gefäss 1 ist mit einer verschliessbaren  Entleerungsvorrichtung 17, der Kessel 2 mit  einer     Verschlussklappe    18 versehen, 19 ist der  Schalter für die     Heizung,5.     



  6 ist ein zweites Gefäss, das zweckmässig  in der Nähe des eben beschriebenen Aggre  gates untergebracht wird. Dieses Gefäss ist  zur Aufnahme von Wasser bestimmt, das       später    in das Gefäss 1 übergeführt     werden,     kann. Dieses Wasser soll auf .Sterilisations  temperatur erhitzt werden. Zu diesem Zweck  ist in der dargestellten Ausführungsform ein  Doppelmantel 16 vorgesehen. Es kann aber  selbstverständlich auch jede beliebige andere  Heizungsart, wie zum Beispiel Gas, Elektri  zität oder sonstige Heizmittel, angewandt  werden. 7 ist eine Leitung und 14 ein in  ihr angeordnetes Ventil, durch die Dampf,  der aus dem Wasser im Gefäss 6 sich bildet,  in und um das Gefäss 1 und 2 geleitet wer  den kann.

   Der Doppelmantel 16 kann auch    das Kühlwasser aufnehmen, zu dessen Ab  leitung die     Abflussleitung    15 dient. Die  Dampfzufuhr zum Doppelmantel 16 wird  durch Ventil $ und Kondenstopf 9 geregelt.  Das Ventil 10 überwacht den Kühlwasser  zufluss, Ventil 11 seinen Abfluss. Zur Fül  lung des Gefässes 6 mit Wasser dient das  Ventil 12, zu seiner Entleerung das Ventil  13, an das sich eine Leitung 19' in das Ge  fäss 1 anschliesst.  



  Die Einrichtung arbeitet wie folgt:  Durch das Ventil 12 wird Wasser in das  Gefäss 6 eingelassen und durch Einleitung  von Dampf in den Doppelmantel 16 erhitzt.  Hierbei entwickelt sich reiner Dampf, der  durch die Leitung 7 und das Ventil 14 in  das Gefäss 1 und den das Gefäss umschliessen  den Kessel 2 überströmt. Hierbei ist die Ent  leerungsvorrichtung 17 und die Klappe 18  geöffnet, so dass der Dampf frei durch  strömen und die Gefässe 1 und 2 reinigen  kann. Wenn dies geschehen ist, wird die  Entleerungsvorrichtung 17 und die Klappe  18 geschlossen. Der Dampf erhält dadurch  höhere Spannung, und Gefäss 1 und Kessel 2  werden nunmehr mit ihrem gesamten Inhalt  sterilisiert.

   Nachdem die Sterilisation voll  endet ist, wird das Wasser im Gefäss 6 ent  weder durch Einleiten von Kühlwasser in  den Doppelmantel 16 oder mit Hilfe einer  besonderen Kühlvorrichtung auf Gebrauchs  temperatur gekühlt und durch das Ventil 13  in das Gefäss 1 geleitet, in das durch den       Einguss    3 sterile     Stammlösung    oder die zu  lösende Substanz selbst in steriler Form ein  geführt wurde. Die im Gefäss 1 hergestellte  Lösung der vorgeschriebenen Konzentration  wird dann durch die     Heizvorrichtung    5 auf  Gebrauchstemperatur gehalten und kann im  Bedarfsfall nach Öffnung der Klappe 18  durch die Entleerungsvorrichtung 17 ent  nommen werden. Diese Entleerungsvorrich  tung ist an der tiefsten Stelle des Gefässes 1  angeordnet und liegt ebenfalls drucklos im  Kessel 2.

    



  Es ist selbstverständlich, dass an die  Entnahmevorrichtung 17 auch sterilisierte  Schlauchleitungen und dergleichen ange-      schlossen werden können, so dass     Spülungen     direkt aus dem Apparat möglich werden.  Dadurch. dass das Gefäss 6 verhältnismässig       grosse    Heiz- und Kühlflächen aus Metall auf  weist, ergeben sich kurze     Anheiz-    und Kühl  zeiten, sowie starke Dampfentwicklung zur  Sterilisation des Kessels 2 mit allen seinen  Innenteilen, die sich im leeren Zustande und  da sie von beiden Seiten mit Dampf umspült  werden, leicht und schnell erhitzen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung steriler aggres siver Lösungen, dadurch gekennzeichnet, dass das Lösungsmittel in einem Kessel aus Metall durch Erhitzen sterilisiert und im sterilen Zustande in ein zweites, vorher durch den bei der Sterilisation des Wassers gebildeten Dampf seinerseits sterilisiertes Gefäss aus keramischem Ma terial, in das das zu lösende Ingrediens oder eine hochkonzentrierte Stammlösung desselben im sterilen Zustand eingebracht wird, übergeführt wird.
    II. Vorrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch ein mit Heiz- und Kühl vorrichtung versehenes Metallgefäss (6), das durch Leitungen (19', 7) mit Ven tilen (18, 14) mit einem aus keramischem Stoff bestehenden, druckentlastet in einem Kessel (2) liegenden Gefäss (1) verbunden ist.
    UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das aus kerami schem Stoff bestehende Gefäss (1) an tiefster Stelle eine Entleerungsvorrichtung (17) und der es umgebende Kessel (2) eine durch eine Klappe (18) verschliessbare, an tiefster Stelle befindliche Öffnung aufweist, zum Zwecke der Ermöglichung der Durchströmung des Sterilisierdampfes aus dem Kessel (1) durch d as Aggregat (1 und 2).
CH170878D 1932-09-30 1933-08-07 Verfahren zur Herstellung steriler, aggressiver Lösungen, und Vorrichtung zu seiner Durchführung. CH170878A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE170878X 1932-09-30

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Publication Number Publication Date
CH170878A true CH170878A (de) 1934-07-31

Family

ID=5689043

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CH170878D CH170878A (de) 1932-09-30 1933-08-07 Verfahren zur Herstellung steriler, aggressiver Lösungen, und Vorrichtung zu seiner Durchführung.

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