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CH177063A - Fussunterlage zur Behandlung des Plattfusses bezw. Spreizfusses. - Google Patents

Fussunterlage zur Behandlung des Plattfusses bezw. Spreizfusses.

Info

Publication number
CH177063A
CH177063A CH177063DA CH177063A CH 177063 A CH177063 A CH 177063A CH 177063D A CH177063D A CH 177063DA CH 177063 A CH177063 A CH 177063A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
foot
foot pad
splayfoot
sole
treatment
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Alfred Prof Dr Med Fleisch
Original Assignee
Alfred Prof Dr Med Fleisch
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Alfred Prof Dr Med Fleisch filed Critical Alfred Prof Dr Med Fleisch
Publication of CH177063A publication Critical patent/CH177063A/de

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43BCHARACTERISTIC FEATURES OF FOOTWEAR; PARTS OF FOOTWEAR
    • A43B7/00Footwear with health or hygienic arrangements
    • A43B7/14Footwear with health or hygienic arrangements with foot-supporting parts
    • A43B7/1405Footwear with health or hygienic arrangements with foot-supporting parts with pads or holes on one or more locations, or having an anatomical or curved form
    • A43B7/1415Footwear with health or hygienic arrangements with foot-supporting parts with pads or holes on one or more locations, or having an anatomical or curved form characterised by the location under the foot
    • AHUMAN NECESSITIES
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Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Epidemiology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Finger-Pressure Massage (AREA)

Description


  Fussunterlage zur Behandlung des Plattfusses     bezw.    Spreizfusses.    Die heutige wissenschaftliche Auffassung  über die Entstehung des Plattfusses und der  damit zusammenhängenden Beschwerden ba  siert auf der Vorstellung der statischen Über  lastung des Fussgewölbes, sei es infolge an  geborener Schwäche der Muskeln und Bänder,  sei es bei ursprünglich normalem Bau durch  Überlastung infolge zu grossen Körpergewich  tes. Dementsprechend beruht die ganze wis  senschaftliche Therapie der Gegenwart darin,  das sich senkende Gewölbe des Fusses durch  Unterlagen zu stützen.

   Alle diese Unterla  gen, seien sie aus Stahl, Leichtmetall, Leder,  Gummi oder dergleichen, dienen demselben       Zweck,        nämlich    das Fussgewölbe in die Höhe  zu     drücket,    und damit dessen Senkung     nie-          chanich    zu verhindern. Die ärztliche Er  fahrung beweist aber, dass diese     Stützbehaild-          lung    des Fussgewölbes nicht immer gute Resul  tate gibt.

   Nur die leichten Fälle von     Platt-          fussbeschwerden    können damit beschwerde  frei gemacht werden; aber alle mittleren und  schweren Fälle werden wohl etwas gebessert,  aber sie werden nicht     beschwerdefrei    und  nicht geheilt.    Die Gegenstand der Erfindung bildende  Fussunterlage zur Behandlung und Heilung  des Plattfusses beruht auf einer gänzlich  neuen wissenschaftlichen Vorstellung über die  Entstehung des Plattfusses. Darnach ent  stehen Plattfuss und Spreizfuss als Folge von  immer wiederkehrenden anpassenden (adap  tierenden) Reflexen, die von 2-3 schmerz  haften Druckstellen der Fusssohle ausgelöst  werden.  



  Der anatomische Bau und die     physiolo-          gischeFunktionsweise    des     menscblichen    Fusses  entspricht dem Gehen auf weicher, dem Druck  des Fusses nachgebender Unterlage. Tatsäch  lich geht aber heute der Mensch fast aus  schliesslich auf harten Böden, wie Stein- und  Holzdielen, harten Strassendecken. Auch die  gebräuchliche Ledersohle des     Schuhwerkes     ist eine dem Druck des Fusses kaum nach  gebende Unterlage für den Fuss.

   Infolge  dieser harten Unterlage ist die Fusssohle nicht  gleichmässig belastet, sondern es sind haupt  sächlich drei Stellen der Fusssohle, die die  Körperlast zu tragen haben, nämlich: das  Zentrum der Ferse, das Zentrum des Gross-           zehenballens    und zum Teil noch der Klein  zehenballen. Diese drei Stellen sind es, die  fast allein die Körperlast zu tragen haben  und die deshalb überlastet werden. Durch  den dauernd zu hohen Druck auf diese drei       Kardiualtragstellen    werden diese entzündet  und schmerzhaft.

   Der menschliche Organis  mus sucht sich nun den gegebenen, für ihn  ungünstigen Verhältnissen so gut als mög  lich anzupassen, indem er durch anpassende  (adaptierende) Reflexe die drei überlaste  ten     Kardinaltragstellen    nach Möglichkeit zu  entlasten sucht. Die einzig mögliche Ent  lastung besteht in einer Senkung des Quer  und Längsgewölbes des Fusses durch diese  adaptierenden Reflexe, wodurch auch andere  Teile der Fusssohle belastet und damit das  vom Organismus erstrebte Ziel erreicht wird,  nämlich Entlastung der drei     Kardinaltrag-          stellen.    Wie viele Abwehrmassnahmen des  Organismus, so ist auch diese nur wertvoll  und zweckmässig für beschränkte Zeitdauer.  Sie führt hingegen bei immer neuer Wieder  holung mit der Zeit ebenfalls zu Nachteilen.

    Dieser Nachteil, den die für den Einzelfall  zweckmässige adaptierend reflektorische Sen  kung der Fussgewölbe mit der Zeit zur Folge  hat, ist die sukzessiv immer mehr zunehmende  Senkung der Fussgewölbe mit Ausbildung von  Spreiz- und Plattfuss, die ihrerseits nun Stö  rungen und Schmerzen verursachen.  



  Spezielle experimentelle Untersuchungen  haben die Richtigkeit dieser Theorie bestätigt.  Entsprechend der hier geäusserten neuen  Theorie ist die heute allgemein übliche Be  handlung des Plattfusses durch Stützung des  Fussgewölbes wenig zweckmässig; denn sie  beseitigt die wirkliche Ursache der Krank  heit, nämlich die Überlastung der drei Kar  dinaltragstellen der Fusssohle nicht, sondern  sie kann sie höchstens etwas lindern.  



  Aus diesen Überlegungen ergibt sich, dass  die Fussunterlage zur Behandlung des     Spreiz-          bezw.    Plattfusses, wenn sie die geforderte  Entlastung der drei     Kardinalstützstellen    des  Fusses bewirken soll, gemäss der Erfindung  aus einem Material bestehen muss, das weich  und elastisch ist und sich den Wölbungen    der Fusssohle anschmiegt, und dass sie sich  ferner über die ganze Fusssohle erstrecken  soll. Das Material, aus dem die Unterlage  besteht, muss weich und nachgiebig sein, da  mit der belastete Fuss sich in diese hinein  versenken kann. Dadurch wird keine ein  zelne Stelle des Fusses mehr überlastet, son  dern es wird die ganze Last ziemlich gleich  mässig auf die ganze Fusssohle verteilt. Solche  zweckmässige Unterlagen für den Fuss wären  z. B.

   Sand oder weiche Erde. Für die tech  nische Ausführung solcher Unterlagen kom  men jedoch Materialien wie     Poragummi    und       Schaumgummi    in erster Linie in Frage.     Pora-          gummi    ist zufolge seiner     zelligen    Struktur  physiologisch und in bezug auf Lüftung ideal,  erfordert aber eine ziemlich grosse Schicht  dicke der Unterlage. Etwas weniger weicher  Schaumgummi     (caoutchouc        mousse)    liefert,  wenn leicht perforiert, bei geringerer Schiebt  dicke ausgezeichnete Resultate, wenn seine  Oberfläche der Konfiguration, also dem Ver  tikalprofil der Fusssohle leicht angepasst ist.

    Durch die Profilierung der Einlage kann bei  geringerer Schichtdicke dieselbe Entlastung  der drei Kardinalstellen erreicht werden wie  durch grössere Schichtdicke ohne Profilierung.  



  Diese Unterlage kann entweder im Schuh  fixiert sein oder sie kann als einschiebbare  Einlage fabriziert werden. Um das Gleiten  des Strumpfes auf derselben zu erleichtern,  kann die obere Fläche derselben mit glattem  Gewebe oder mit einem ganz weichen, glat  ten Leder überzogen sein.  



  Diese weichen, sich der Fusskonfiguration  anpassenden Einlagen müssen direkt an die  Fusssohle zu liegen kommen. Die bekannten  Gummisohlen der Schuhe nützen nichts,  erstens weil der Gummi verhältnismässig hart  und zweitens weil zwischen Fuss und Gummi  eine harte Ledersohle dazwischengeschaltet ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Fussunterlage zur Behandlung des Platt- bezw. Spreizfusses, dadurch gekennzeichnet, dass sie sich über die ganze Fusssohle er streckt und aus einem elastischen, weichen, und daher der Wölbung der Fusssohle sich anschnfiegendem Material besteht und so eine Entlastung der drei Kardinalstützstellen des Fusses bewirkt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Fussunterlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie aus Schaum- gummi besteht. 2. Fussunterlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie aus Pora- gummi besteht.
    Fussunterlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sie auf ihrer Oberseite schon in unbelastetem Zustand eine der Fusswölbung entsprechende Form aufweist. Fussunterlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass deren Oberseite mit einem schmiegsamen, glatten Überzug versehen ist.
CH177063D 1934-05-05 1934-05-05 Fussunterlage zur Behandlung des Plattfusses bezw. Spreizfusses. CH177063A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH177063T 1934-05-05

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH177063A true CH177063A (de) 1935-05-15

Family

ID=4427457

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH177063D CH177063A (de) 1934-05-05 1934-05-05 Fussunterlage zur Behandlung des Plattfusses bezw. Spreizfusses.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH177063A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746845C (de) * 1941-03-22 1944-10-18 Carl Biirkenstock Fa Schuheinlage aus nachgiebigem Werkstoff

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE746845C (de) * 1941-03-22 1944-10-18 Carl Biirkenstock Fa Schuheinlage aus nachgiebigem Werkstoff

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