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CH163757A - Elektrische Eisenbahn-Zugssicherungseinrichtung. - Google Patents

Elektrische Eisenbahn-Zugssicherungseinrichtung.

Info

Publication number
CH163757A
CH163757A CH163757DA CH163757A CH 163757 A CH163757 A CH 163757A CH 163757D A CH163757D A CH 163757DA CH 163757 A CH163757 A CH 163757A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
organ
vigilance
sub
safety device
train safety
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hasler A-G Vormals Tele Hasler
Original Assignee
Hasler Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Hasler Ag filed Critical Hasler Ag
Publication of CH163757A publication Critical patent/CH163757A/de

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T7/00Brake-action initiating means
    • B60T7/12Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger
    • B60T7/16Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger operated by remote control, i.e. initiating means not mounted on vehicle
    • B60T7/18Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger operated by remote control, i.e. initiating means not mounted on vehicle operated by wayside apparatus
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60TVEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
    • B60T7/00Brake-action initiating means
    • B60T7/12Brake-action initiating means for automatic initiation; for initiation not subject to will of driver or passenger
    • B60T7/128Self-acting brakes of different types for railway vehicles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)

Description


  



  Elektrische   Eisenbahn-Zugssicherungseinrichtung.   



   Die meisten bekannten Eisenbahn-Zugssicherungseinrichtungen bezwecken, Züge, die von unaufmerksamen oder nicht mehr   handlungsfähigen      Lokomotivführern    geleitet werden, vor   geschlossenen Signalen zwang-    mässig abzubremsen.



   Vorliegende Erfindung geht von der Auffassung aus, dass auch das Vorüberfahren an offenen Signalen, das Hineinfahren in Gefällstrecken und enge   Kurven, das Überfah-    ren von unbewachten   Bahnübergängen,    sowie das Vorbeifahren an andern   Gefahrenpunk-    ten (Baustellen usw.) durch unaufmerksame oder nicht mehr handlungsfähige Führer zu Unglücksfällen führen kann.



   Um solche zu verhüten, werden bei bekannten   Eisenbahn-Zugssicherungseinrich-    tungen vor alle diese   Gefahrenstellen    Beein  flussungsvorrichtungen,    zum Beispiel   Kon-    taktstellen, gelegt, die beim Überfahren durch den Zug seine Bremsen auslösen und ihn vor der   Gefahrenstelle    zum Stehen bringen, wenn nicht kurz vorher der Führer durch Betätigung eines Wachsamkeitsorganes seine   Wachsamkeit    und Handlungsfähigkeit bezeugt.

   Da es aber schon   vorge-    kommen ist, dass auch aufmerksame und voll  handlungsfähige    Führer geschlossene Signale überfahren haben, sei es aus   Verweahslung    bei   unzweckmässiger    Aufstellung derselben oder infolge schlechter Sicht, so sieht die Erfindung vor, ein polarisiertes Brems-Auslöserelais von einem   durch ein Wachsam-    keitsorgan gesteuerten Umschalter derart zu beherrschen,   dab    es beim Betätigen des Wachsamkeitsorganes und Überfahren von von Signalen unabhängigen, an bestimmten Strekkenstellen angeordneten Beeinflussungsvorrichtungen keine Bremsung auslöst und beim Überfahren von Streckenstellen mit von Sig   nalen abhängigen Beeinflussungsvorrichtun-    gen bei geschlossenen.

   Signalen trotz   Betä-      tigung des Wachsamkeitsorganes    eine Zwangsbremsung auslöst.



   Auf der Zeichnung, in welcher mehrere  Ausführungsbeispiele des   Erfindungsgegen-    standes schematisch dargestellt sind, zeigt
Fig.   1    und 2 eine Ausführungsform der   Zugssicherungseinrichtung    mit zur Speisung der   Einrichtungsstromkreise    auf der Strecke   ortsèst    angeordneten Bakterien,
Fig. 3 und 4 eine andere   Ausführungs-    form, bei der eine zur Speisung der verschiedenen Stromkreise notwendige Batterie auf dem Triebfahrzeug angeordnet ist,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform, die eine Kombination der in den Fig.1 und 2, sowie 3 und 4 dargestellten Einrichtungen   darstellt,   
Fig.   6    ein Diagramm des Registrierstreifens des Geschwindigkeitsmessers auf dem Triebfahrzeug ;

  
Fig. 7 ist eine schaubildliche Darstellung eines vom Wachsamkeitsorgan gesteuerten   Zeitschalters ;   
Fig. 8 bis 14 zeigen eine Variante eines Wachsamkeitsorganes ;
Fig. 8 ist ein Querschnitt desselben ;
Fig. 9, 10, 12 und 14 sind Innenansichten von links in Fig. 8 gesehen ;
Fig. 11 und 13 sind Teildraufsichten zu Fig. 10 und 12.



   Bei den verschiedenen Ausführungsformen bezeichnen gleiche Bezugszeichen ein  ander    entsprechende Teile.



   In den Fig.   1    und 2 bezeichnet Fs die Fahrschienen   (Geleise),    G ein Gefahrpunkt   auf-der Fahrstrecke,    zum Beispiel ein unbe  wachter    Bahn bergang, und Ka und   Wu    Kontaktvorrichtungen an Beeinflussungspunkten, und zwar sind   Ka    solche   Kontakt-    vorrichtungen, die an von Streckensignalen   abhängigen und E° solche,    die an von Signalen unabhängigen Beeinflussungspunkten angeordnet sind. Als Kontaktvorrichtungen   Ka und Eg    sind sogenannte Krokodile angenommen. Die Krokodile sind in bezug auf die Geleiseaxe versetzt angeordnet, und zwar sind die Krokodile für die beiden einander entgegengesetzten Fahrtrichtungen je auf der einen Seite der Geleiseaxe angeordnet.

   Du   ist ein Doppelumschalter, der mit dem Haupt-    einfahrsignal Hs gekuppelt ist und mit demselben umgestellt wird.   Sb    sind den   Kroko-    dilen zugeordnete Streckenbatterien. Der Umschalter   Dit    ist in die Leitung   t viner       Streekenbatterie Sb eingeschaltet, o dass je    nach der Stellung des Hauptsignals entweder der Pluspol der Batterie am zugehörigen Krokodil und der Minuspol an den elektrisch von den ansto¯enden Fahrschienen isolierten Schienen   Fsi    oder der Minuspol am Krokodil und der Pluspol an den Schienen   ri'si    angeschlossen ist. Bei geschlossenem Hauptsignal ist, wie Fig. 2 zeigt, der Minuspol an das Krokodil und der Pluspol an die Schienen   F.si angeschlossen.

   Die Krokodile Zu    sind dauernd mit dem Pluspol der Batterie Sb verbunden, deren Minuspol an die Schienen angeschlossen ist. Das Triebfahrzeug ist mit den   Krokodilen zusammenarbeitenden    Stromabnehmern   Sa der Sicherungseinrich-    tung in Form von   Stahl-oder      Bronzebürsten    ausgerüstet.

   Von den   Stromabnehmern    Sal und   Sa2    führen Leitungen 1 und 2 zu   Kon-    takten 3 und 4 eines Umschalters 5, welcher mit dem nicht gezeichneten   Umsteuerhebel    zum Beispiel der mit Dampf betriebenen Lokomotive oder mit dem   Wendeschalter    des elektrischen Triebfahrzeuges gekuppelt ist und demzufolge je nach der in Frage kommenden Fahrtrichtung auf Vorwärts-oder   Rückwärtsfahrt eingestellt    wird. Vom Schalter   5    führt eine Leitung 6 zu einem polarisierten   Brems-AuslöserdaisB.    mit zwei   Steuerspulen    7 und 8, die einen gemeinsamen Anker 9 beherrschen.

   Von den Steuerspulen 7 und 8 wirkt die eine   bei bestimmter Strom-    richtung im Sinne des permanenten Relaismagnetes und die andere Spule in entgegengesetztem Sinne auf den Anker 9. Der Anker 9 beherrscht ein Bremsventil Bv, das an die Bremsleitung   Bl    angeschlossen und mit einer Alarmpfeife Ap versehen ist. Der
Anker 9 kann durch ein von Hand zu be  tätigendes    Organ, zum Beispiel einen   Drük-    ker 10 in seine SchlieBstellung zurückbewegt werden, um das Anwachsen der   Bremswir-    kung zu verhindern, die durch das Relais BA eingeleitet wurde.

   Die Betätigung des Relais BA bezw. jede durch dasselbe veranlasste  Auslösung der Bremse (Zwangsbremsung) wird auf dem Papierstreifen Ps des Geschwindigkeitsmessers Gm registriert, um den Lokomotivführer wegen   Nachlässigkeit    oder   Versagen zur Rechenschaft    ziehen zu können.



     Zwangsbremsungen    werden, wie später erlÏutert. auf zwei verschiedene Arten festgehalten, je nach dem es sich   um die Verwechs-      lung eines Signals    oder um eine Nachlässigkeit des Fiihrers in der Betätigung des Wach  samkeitsorganes    handelt. Zu diesem Zweck ist der Anker 9 des Relais   BA    durch einen zweiarmigen, bei 11 gelagerten Hebel 12 mit dem Bremskontrollstift Bk in Bewegungsverbindung.

   Als Wachsamkeitsorgan dient ein Drücker Wo, welcher seine Bewegungen durch einen Hebel 13 auf den Registrierstift Wk überträgt und so die Registrierung des Wach  samkeitsorganes auf dem Papierstreifen    Ps veranlaBt Im Gehäuse des   Geschwindigkeits-    messers Gm ist ein Umschalter Js eingebaut, welcher ebenfalls mit dem Registrierstift Wk in Bewegungsverbindung steht und bei Be  tätigung    des Wachsamkeitsorganes Wo ein   Impulskontroll-Relais    Jr unter Strom setzt, dessen Anker   14    den   Impulskontrollstift    Jk betätigt. Der Kontakt 15 des Umschalters Js ist mit dem obern Ende der Wicklung 8 des   Brems-Ausloserelais    BA verbunden.

   Der Kontakt 16 dagegen ist über die Wicklung des Impulskontrollrelais Jr   mit dem untern    Ende der Wicklung 8, mit dem obern Ende der Wicklung 7 und durch die Leitung 17 mit dem auf den Schienen laufenden Rad (oder   Gleitbügel)    18 verbunden, durch welches die elektrische Verbindung zwischen dem Triebfahrzeug und den Fahrschienen hergestellt wird. Das untere Ende der Steuerspule 7 ist an der Leitung 6 angeschlossen.



     AnschlieBend    wird dargelegt, wie das Brems  Auslöserelais    in den im nachstehenden aufgeführten   Betriebsfällen    wirkt.



     Betriebsfall A    :  Überfahren eines von Signalen unabhängigen Krokodils in einer bestimmten Fahrtrichtung bei betätigtem Wachsamkeitsorgan.



   In diesem Falle flieBt ein Strom vom Pluspol der Batterie   Sb über Eqe, Sa. S,    2, 5, 6, Js, Kontakt   16,    Jr,   17,    18, Fs und zum Minuspol der Batterie zurück. Die Steuerspule 7 wird dabei mit dem untern Ende an den positiven und mit dem obem Ende an den negativen Batteriepol angeschlossen und dadurch von einem Stromimpuls   durch-    flossen, wobei sie bei der vorliegenden Stromrichtung den   Relaismagneten    in seiner Wirkung unterst tzt, so daB der Anker unbeeinflusst in seiner Stellung verbleibt. Die Spule 8 wird in diesem Fall nicht vom Strom durchflossen.



   Betriebsfall B :  Überfahren eines von Signalen unabhängigen Krokodils in einer bestimmten Fahrtrichtung bei nicht betätigtem   Wachsamkeits-    organ.



   Vom Pluspol der Batterie   Sb    flie¯t der Strom über Ku, Sa2, 2, 5, 6, einerseits über Spule   7,    Leitung 17 und anderseits über Js, Kontakt 15, 8,   17, 18,    Fs und zurück zum Minuspol der Batterie. Die Spule 7 unterstützt wieder den   Relaismagneten,    die Spule 8 dagegen wirkt der Spule 7 und dem   Mag-    neten entgegen, und zwar überwiegt die Gegenwirkung der Spule 8, welcher Umstand ein Abfallen des Ankers 9 und damit das   Öffnen des Brems-Ausloseventils Bv    bewirkt.



   Betriebsfall C :  Überfahren eines von Signalen abhÏngigen Krokodils in einer bestimmten Fahrtrichtung bei geschlossenem Signal und bei   betätigtem Wachsamkeitsorgan.   



   Das Krokodil ist durch den   Doppel-Um-    sehalter Du an den Minuspol der Batterie   Sb    angeschlossen. Der Strom flie¯t vom Pluspol der Batterie über Du, Fsi, 18, 17, einerseits über 7 anderseits über   Jr,    16 nach 6, 5, 2, Sa2,   Ka,      Dg    und zurück zum Minuspol der Batterie Sb. Der Strom flieBt in solcher Richtung durch die Spule 7, dass das Offnen des   Brems-Auslöseventils    Bv bewirkt wird. 



   Betriebsfall D :  Überfahren eines von Signalen abhÏn gigen Krokodils bei geschlossenem Signal und nicht betätigtem Wachsamkeitsorgan.



  Der Strom flieBt vom Pluspol der Batterie über Du, Fsi, 18, 17, einerseits über 7 und anderseits über 8 und   15    nach 6, 5, 2, Sa2, BTa,   Dm    zum Minuspol der Batterie zurück.



  Durch die Wirkung der Spule 7 wird der Anker 9 so   beeinflusst, daB er das iBremsaus-      loseventil Bv öffnet.   



   Betriebsfall E :  Überfahren eines von Signalen abhängigen Krokodils bei offenem Signal und betätigtem Wachsamkeitsorgan.



   Die sich abspielenden VorgÏnge sind die gleichen wie im Betriebsfall A.



      Betriebsf all F :     Überfahren eines von Signalen abhÏngigen Krokodils bei offenem Signal und nicht betätigtem Wachsamkeitsorgan.



   Die sich abspielenden Vorgänge sind die gleichen wie im Betriebsfall B.



   In den BetriebsfÏllen A, C und   E    wird die Betätigung des Wachsamkeitsorganes Wo durch den Stift Wk registriert. Da bei be  tätigtem    Wachsamkeitsorgan der Schalter Js mit dem Impulskontrollrelais Jr in Reihe geschaltet wird, findet bei der   Impulsgebung    eine Aufzeichnung, durch den Stift Jk statt.



  Ist die Batterie nicht betriebsfähig, so fällt die letztere Registrierung aus, was dann bei der Streifenkontrolle festgestellt werden kann. Wird aber aus Unachtsamkeit oder Unvermögen des   Führers das Wachsamkeits-    organ nicht betätigt, so fallen beide   Regi-      strierungen ! aus.    Der Umschalter Js bleibt auf den Kontakt 15 eingestellt. Der Strom verläuft dann wie in den   Betriebsfällen    B, D und   F.    Das   Brems-Ausloserelais    lost somit eine Zwangsbremsung   aus,dievom.StiftjB &     registriert wird.



     In den Fällen, wo jedes Krokodil    eine eigene Stromquelle besitzt, ist es auch ohne weiteres möglich, an Stelle der isolierten Schienen   Fsi    gewöhnliche, also nicht isolierte Schienen zu verwenden. Isolierte Schienen sind für die mit Hauptsignalen zusammen  wirkende Krokodile anzuwenden,    wenn für alle Krokodile einer Strecke eine gemeinsame Stromquelle vorhanden ist.



   Die in Fig.   3    und 4 dargestellte Ausführungsform der   Zugssicherungseinrichtung    weicht von der vorbeschriebenen hauptsÏch  lich dadurch    ab, dass die ortsfesten Batterien auf der   Fahrstreoke    in Fortfall kommen und durch eine auf dem Triebfahrzeug mitgeführte Gleichstromquelle   Fb    ersetzt sind.

   Bei jedem Hauptsignal befinden sich nebeneinander, das hei¯t in   ungleichem    Abstand von der Geleisemitte entfernt, zwei Krokodile   Ka'    und   Ka".    Das innere Krokodil   Ea'ist    mit den voneinander nicht isolierten Schienen Fs, das äussere, ausserhalb der betreffenden Schiene   liegende Krokodil ga",    mit einem Kontakt eines Schalters D verbunden, welcher mit dem   Hauptsignal    Hs gekuppelt ist.



  Die von Signalen unabhängigen Krokodile   tms    sind mit den Fahrschienen leitend verbunden ; sie liegen im gleichen Abstand von der Geleiseaxe wie die innern   Krokodile Ka'.   



  Das Triebfahrzeug trägt für jede Fahrtrichtung (Vorwärtsfahrt und Rückwärtsfahrt) ein Paar   Stromabnehmerbürsten,    also im ganzen zwei Paare Stromabnehmerbürsten Sal',   Sal"und Sa2', Sa2".    Die beiden Bürstenpaare sind um den gleichen Betrag zur   Längsaxe    des Triebfahrzeuges versetzt, wie die Krokodile zur   Geleiseaxe.    Die Stromabnehmerbürsten sind durch Leitungen   1,      1'    und 2, 2'mit den Kontakten 3, 3' und 4, 4' eines doppelten, mit dem Umsteuerhebel oder Wendeschalter gekuppelten Umschalters 5'-5"verbunden, welcher je nach der Fahrtrichtung auf die zugehörigen Kontakte 3,   3"    oder 4, 4"eingestellt ist.

   Das Schaltglied 5'desselben ist unter Umgehung der einzigen Wicklung 8 des Brems-Auslöserelais BA direkt mit dem Umschalter Js im Ge  schwindigkeitsmesser    Gen verbunden. Der Kontakt 15 dieses Umschalters Js ist   durch.    eine Leitung 19 mit dem Schaltglied 5" in Verbindung. Das obere Ende der Wicklung 8 ist mit der Leitung 19 und das untere  Ende mit der Leitung 17'verbunden, die vom Minuspol der Batterie   Fb    über das Impulskontrollrelais Jr zum Kontakt 16 führt. Der Pluspol der Batterie   Fb    ist durch die Leitung 17"mit dem   Hauptschalter    Hz der   Zugsicherungseinrichtung    in Verbindung.



  Dieser   Hauptschalter    ist mit dem nicht gezeichneten Druckkolben der   Bügel-oder    Bremsdruckluftleitung oder-Dampfleitung gekuppelt, so dass mit dem Bereitstellen des Triebfahrzeuges auch zwangsweise   die Siche-      rungseinrichtung eingeschaltet    wird. Um beim Bereitstellen des Triebfahrzeuges zwangsweise eine Kontrollbremsung herbeizuführen und dadurch feststellen zu können, ob die Sicherungseinrichtung funktioniert, ist zwischen der Ruhestellung und der Ar  beitsstellung    des Schalters Hz ein mit der Leitung 19 verbundener Kontakt 20 vorhanden, über den der Kontakthebel des Schalters Hz beim Einschalten hinweggleitet.



   Im allgemeinen ist die Wirkungsweise dieser Ausführungsform die gleiche, wie beim Beispiel   nach den Fig. 1    und 2. Wird beim Überfahren eines Krokodils Ku oder   7Da'    (letzteres bei offenem   Hauptsignal,    durch das Wachsamkeitsorgan Wo der Schalter Js auf den Kontakt 16 eingestellt, so wird eine Zwangsbremsung vermieden.



  Wenn beim   tSberfahren eines    Krokodils Ka" das zugeordnete   Hauptsignal    Hs geschlossen ist, so wird trotz Betätigung des Wachsam  keitsorga, nes    eine   Zwangsbremsung ausgelost,    indem ein Strom im Stromkreis von dem Pluspol der Batterie   Fb    über 17",   Hz,      17,    18, Fs, D, Ka",   Sal" (oder Sa2"), 1'    (oder   2'),    4' (oder 3'), 5", 19, 8 und   tuber 17'    zurück zum Minuspol der Batterie fliesst.



   Bei der in Fig. 5 dargestellten   Ausfüh-    rungsform ist das Triebfahrzeug mit einer Ausrüstung versehen, die eine Benützung des Triebfahrzeuges sowohl auf Strecken gestattet, die mit einer Einrichtung nach dem erstbeschriebenen Ausführungsbeispiel, als auch auf Strecken, die mit einer Einrichtung nach dem in den Fig. 3 und 4 dargestellten Beispiel ausgerüstet sind.

   Das Triebfahrzeug trägt vier Stromabnehmerbürsten Sal', Sal" und Sa2'und Sa2", wie bei der   Ausführungs-    form nach den Fig. 3 und 4, einen doppelten mit dem   Umsteuerhebel    oder Wendeschalter gekuppelten, also in bezug auf seine Einstellung von der Fahrtrichtung abhängigen, Umsehalter   5'¯5", einen mit dem Druck-    kolben in der B gel-oder   Bremsdruckluft-    leitung oder Dampfleitung gekuppelten   Hauptschalter    Hz, der beim Ein-und Ausschalten   selbsttätig.

   eine gontrollbremsung    herbeiführt, ferner eine mitfahrende Batterie   Fb    und einen registrierenden   Geschwindig-      keitsmesser    Gm mit angebautem   Brems-Aus-      löserelais    BA. Gegenüber den zuvor beschriebenen Ausführungsformen ist das Triebfahrzeug noch mit einem dreipoligen Strecken  system-Wechselschalter SW    und einem zwei   poligen Wachsamkeits-und Rückstellschal-    ter WR zur Fernbetätigung verschiedener Organe ausgerüstet.

   Für Strecken ohne ortsfeste Batterien nach dem in den Fig.   3    und 4 dargestellten Beispiel ist der Schalter SW in seine Stellung einzustellen, wie Fig. 5 in vollen Linien zeigt, f r Strecken mit ortsfesten Batterien in die durch gestrichelte Linien angedeutete Stellung. Die Verbindungsweise der   Biirsten,      Schalterkontakte,    Relaisspulen und der übrigen Organe der Einrichtung ist aus Fig. 5 ersichtlich.

   Wird der zweipolige Wachsamkeits-und Rückstellschalter   WR    geschlossen, so verbindet er durch den Hebel   86    die Leitung   86    mit zwei Relais 88 und 89, von denen ersteres zur Be  tätigung    eines   Abschlussorganes    90 einer Abzweigleitung 91 der Druckluftleitung 92 und letzteres zur Betätigung eines   Abschluss-    organes 93 am Ende der Druckluftleitung 92 dient. Das Ventil 93 steuert eine an die.



  Leitung 92   angeschlossene Signalpfeile Sp    und das Ventil 90 einen an die Zweigleitung 91 angeschlossenen Rückführkolben Rk des Ankers   9    des mit zwei Wicklungen 7 und 8 ausgerüsteten   Brems-Auslöserelais    BA. Der Hebel 87 verbindet bei geschlossenem Schalter WR die Leitung 85 mit einem Relais   94,    das den selbsttätig in seine Ausgangsstellung zurüokkehrenden Hebel 13 bewegt   und da-    durch den Umschalter Js von der Relais wicklung 8 auf das Impulskontrollrelais Jr umstellt und den   Wachsamkeitskontrollstift      Wk    betätigt. Sämtliche Relais   88,    89,   7,    8, 94, Jr sind durch die Leitung 17'an den Minuspol der Batterie Fb angeschlossen.

   Der Wachsamkeits-und Rückführungsschalter WR ist zweckmässigerweise in jedem auf einem Zug vorhandenen Führerstand angeordnet, so dass es möglich ist, den   Umschal-    ter Js und sämtliche Relais   durch Fern-    steuerung von mehreren Stellen des Zuges aus zu bedienen.



   Soll das Triebfahrzeug auf einer Strecke mit einer Sicherungseinrichtung mit ortsfesten Batterien nach Art der in den Fig.   1    und 2 dargestellten Einrichtung betrieben werden, so ist der   ! Streckensystem-Wechsel-    schalter SW in die in Fig. 5 punktiert eingezeichnete Stellung umzustellen.



   Die Wirkungsweise der Einrichtung f r diese Stellung des Umschalters   SW    ergibt sich aus dem über die Ausführungsform nach den Fig.   1    und 2 gesagten anhand der Fig. 5 ohne weiteres.



   Zum besseren Verständnis der allgemeinen Wirkungsweise der beschriebenen   Zugssicherungseinriohtungen    sei anhand des Diagrammes nach Fig. 6 die Schilderung einer Reihe von Vorgängen auf einer bestimmten Fahrstrecke wiedergegeben. Der   Diagrammstreifen    ist in drei übereinander liegende Abschnitte unterteilt ; der unterste   G    dient zur Aufzeichnung der   Geschwin-      digkeit,    der mittlere Z zur Aufzeichnung der Zeitkurve und der oberste S zur Registrierung der verschiedenen   Kontrollzeichen.    Als   Kontrollzeichen    sind folgende vorgesehen :
Impulszeichen = ein kurzer senkrechter Strich dicht über der Grundlinie   CAL    auf der Vertikalen des betreffenden Signals.



     Wachsn7seitsgeichen    = ein Punkt dicht unter der Kopflinie EL links neben der Ver  tikalen    des betreffenden Signals.



   Zwangsbremsung bei nicht betÏtigtem   Wachsasnlseitsorgan    = über der Kopflinie ein-Dreieck mit der Spitze nach oben.



   Zwangbremsung bei betÏtigtem Wachsamkeitsorgan   = über der Kopflinie ein Drei-    eck mit der Spitze nach unten.



   Der Registrierstift für die Zeitkurve beginnt jede halbe Stunde eine neue   Aufwärts-    bewegung von der Nullinie aus. Die ganzen   Tagesstunden    sind durch einen in   entspre-      chender    Höhe über der Nullinie neben dem betreffenden vertikalen Halbstundenstrich befindlichen Stich St markiert. Unter dem   Diagrammstreifen    sind die verschiedenen Signale durch Symbole angedeutet. Ihre Bedeutung ergibt sich aus den nachstehenden Erläuterungen. Die unter den Signal-Symbolen aufgezeichneten Buchstaben bezeichnen die dort jeweils vorkommenden im vorstehenden erläuterten   Betriebsfälle.   



   Den Betrachtungen wird eine Fahrt von der Station I zur Station V zugrundegelegt, die normalerweise ohne Zwischenhalt erfolgen soll. Berücksichtigt sind nur diejenigen Signale und Warnungszeichen, die in der Fahrtrichtung liegen   und denen BeeinflussungsX    vorrichtungen (Kontaktorgane) zugeteilt sind. Es bedeuten :
3 und 8 offene   Hauptsignale,    13 und   18    geschlossene   Hauptsignale,      72 und    7 offene Vorsignale, 12 und 17 geschlossene Vorsignale, 1,   4,    9 und 14 offene Ausfahrtsignale, 5, 10, 11 und 15 Warnungstaèln für un  bewachte    Bahn bergÏnge, 6   Warnungstafel    für Baustelle, 16   Warnungstafel    für Ge  fällsbruch.   



   Der Zug fuhr, wie aus der Zeitkurve (obere) ersichtlich ist, um   13.    28 Uhr in Station I ab und erreichte gemäss der Geschwindigkeitskurve (untere) nach 6 km die zu  lässige Höchstgeschwindigkeit    von 100   km/Std.   



   Kurz vor dem offenen Ausfahrtsignal   1    betätigte der Führer das Wachsamkeitsorgan der   Zugssicherung    (Kontrollzeichen 1) als Beweis, dass er richtig beobachtet hat. Beim Überfahren des Signals wurde der Impuls der   zugehöri. gen Beeinflussungsvorrichtung    registriert (Kontrollzeichen   1')    ; damit wird angezeigt,   dass die Ubertragung    an dieser Kontaktstelle richtig vor sich ging. 



   Das Vorsignal 2 wurde vom Führer nicht gesehen (das   Wachsamkeitszeichen    fehlt).



  Trotzdem dieses Vorsignal offen war, wurde die automatische Bremse   (Kontrollzeiehen      2"")    und die   Alarmpfeife    ausgelöst. Das   Impulskontrollzeichen    fehlt, da der Impuls in diesem Fall einzig über das   Bremsauslöse-    relais BA ging, weil das Wachsamkeitsorgan nicht betätigt wurde. Der Führer   merkte    den Fehler und hob die automatische Bremsung, auf, immerhin sank die Geschwindigkeit auf 75   km/Std.   



   Das offene   Hauptsignal    3 wurde recht  zeitig    beobachtet (3"). Die Übertragung fand ebenfalls richtig statt   (3').   



   Das gleiche war der Fall beim offenen Ausfahrtsignal 4 (Kontrollzeichen 4" und 4').



   Das Warnungszeichen 5 für einen unbe  wachten Bahnübergang übersah    der   Lokomo-      tivführer    (kein   Wachsamkeitszeichen),    weshalb die automatische Bremse einsetzte   (5"")..   



  Das Impulszeichen fehlt, da der Impuls wie beim Vorsignal 2 nur über das   Bremsrelais    geleitet wurde.



   Bei 6 befand sich eine   Warnungstafel    wegen einer Baustelle, die vom Führer recht  zeitig    beobachtet wurde (6") und deren provisorisch zugeteilte   Beeinflussungsvorrichtung    richtig funktioniert hat (6').



   Die Signale 7, 8 und 9 sind richtig wahrgenommen worden (7", 8", und   9").   



  Die zugehörigen   Beeinflussungsvorrichtungen    haben ebenfalls richtig übertragen (7', 8' und 9').



   Die unbewachten   Bahnübergänge 10 und    11 sind rechtzeitig beobachtet worden (10" und 11"). Bei 10 ist jedoch kein Impuls verzeichnet, ein Zeichen, dass die betreffende Be  einflussungsvorrichtung,    zum Beispiel wegen Batteriedefekt, verunreinigter   Eontaktfläche    oder dergleichen, nicht mehr in Ordnung ist.



   Das geschlossene Vorsignal 12 wurde richtig vermerkt (12"), ebenfalls der Impuls der   zugehörigen Beeinflussungsvorrichtung    (12'). Die darauf folgende Bremsung ist vom Führer ausgeführt mit dem normalen Führerbremsventil (kein Bremskontrollzeichen).



   Nach einem Halt von 6 Minuten vor dem geschlossenen   Hauptsignal      13    konnte die Fahrt fortgesetzt werden.   Das Uberfahren    des geöffneten Signals war jedoch erst   mög-    lich, nach Betätigung des   Wachsamkeits-    organes (13"). Der Impuls wurde ebenfalls registriert   (13').   



   Das Ausfahrtsignal 14 und der unbewachte   Bahnübergang    15 wurden rechtzeitig wahrgenommen (14"und 15").   Entspre-    chende Impulsübertragungen haben in   Ord-    nung stattgefunden (14'und 15').



   Die Warnungstafel 16 für den folgenden   Gefällsbruch    ist rechtzeitig vermerkt worden (16"), die zugeteilte Beeinflussungsvorrichtung war in Ordnung (16'). Die folgende Geschwindigkeitsabnahme auf 62 km/Std. wurde durch den Führer veranlaBt (kein   Bremskontrollzeichen).   



   Das geschlossene Vorsignal 17 wurde richtig wahrgenommen (17"), ebenfalls der zugehörige Impuls registriert (17'). Der Führer leitete die Bremsung ein, um den Zug vor dem folgenden Hauptsignal zum Stehen zu bringen.



   Infolge Verwechslung des geschlossenen   Einfahrtsignals    18 mit einem nicht   zustän-    digen offenen Signal glaubte der Führer zur Einfahrt in die Station V   berechtigt    zu sein.



  Er hob die beim Vorsignal 17 eingeleitete Bremsung bei   43    km/Std. auf und betätigte das Wachsamkeitsorgan (18") um beim offen   geglaubten Hauptsignal 18 vorbeifahren    zu können. Da es aber geschlossen war, setzte bei der ihm zugeteilten   Beeinflussungsvor-    richtung trotzdem eine automatische   Brem-    sung   (18'") ein    und brachte den Zug etwas nach dem   Hauptsignal    zum Stehen. Da das Wachsamkeitsorgan kurz vorher betätigt wurde, ist auch der Impuls registriert (18').



   Die Weiterfahrt in den Bahnhof   V    ging nach 8 Minuten Aufenthalt normal von statten.



   Bisher wurde angenommen, dass die Dauer der   Betätigung des Wachsamkeitsorganes    in das   Belieben des Triebwagenführers    gesetzt ist. Es erscheint aber zweckmässig, die Dauer der Betätigung der die Zwangsbrem sung verhindernden Vorrichtung zeitlich (oder eventuell für einen gewissen Weg) zu beschränken, damit der Führer   gezwun-    gen ist, das Wachsamkeitsorgan vor jeder neuen Betätigung in die Anfangsstellung zurückzubewegen, bezw. von dieser Stellung aus neu in die Wirkungsstellung zu bringen.



  Diese Beschränkung der Zeitdauer der Einwirkung des Wachsamkeitsorganes Wo bezw. der durch dasselbe in Wirkliehkeit gesetzien pneumatischen, mechanischen oder elektrischen   Registriervorrichtung auf    den Schalter Js (Fig.   1,    3, 5) kann nach Ablauf eines gewissen Zeitintervalles zum Beispiel von 5 Sekunden oder nach Zurücklegung eines gewissen Weges, zum Beispiel von 100   m,    vom Moment der Betätigung hinweg durch ein Organ des Geschwindigkeitsmessers oder zum Beispiel durch eine Vorrichtung, wie sie in Fig. 7 dargestellt ist, herbeigeführt werden.

   Bei dieser letzteren Vorrichtung ist auf einer liegenden Welle 21 ein hohler   "Wachsamkeitshebel"22    lose drehbar gelagert, an welchem eine Sperrklinke 23-23' längsverschiebbar geführt ist, die   mittelst    eines am obern Ende angeordneten Drückers 24 entgegen der Wirkung einer Feder (nicht gezeichnet) nach innen geschoben und dadurch mit ihrer durch einen Schlitz   25 des    Hebels 22 hindurch ragenden Nase 23'aus dem Bereich eines   Sperrhakens 26 gebracht    werden kann. Mit dem Wachsamkeitshebel 22 ist ein in dessen Achsialebene angeordneter Arm 27 fest verbunden, der an seinem freien Ende eine Mitnehmerklinke   28    8 trägt.



  Die Klinke 28 greift in einen Ausschnitt 29 einer Scheibe 30, neben welcher eine weitere Scheibe   31    auf der Welle 21 lose drehbar angeordnet ist. Die Klinke 28 trägt einen nach aussen ragenden Arm 28', in dessen Bereich ein um   60   verschobener,    ortsfester Anschlag 32 ragt, durch den beim Auftreffen des Armes 28'infolge einer entsprechenden Drehung des   Wachsamkeits-    hebels die Klinke 28 aus dem Ausschnitt 29 der von der Klinke mitgenommenen Scheibe 30 gehoben wird.

   Eine an der letzteren angeordnete Klinke 33 kommt gleichzeitig mit einem Ausschnitt   34 der    Scheibe 31 in   Fin-    griff, die auf ihrem Umfang sechs solche um   60   auseinanderliegende Ausschnitte    aufweist.   Bine      zwischen den Seheiben    30 und 31 angeordnete, am einen Ende an der Welle 21 und am andern Ende an der Scheibe 30 angreifende (nicht gezeichnete)   Schrauben-    feder dreht die Scheibe 30 nach Freigabe durch die Klinke 28 in ihre   Ausgangsstel-    lung zurück. Dabei nimmt sie durch die   Klinke 33 die    Scheibe 31 mit, die ihrerseits durch eine hohle Welle 35 mit einem Zahnrad 36 fest verbunden ist.

   Ein mit dem letzteren in Eingriff stehendes Zahnrad 37 von sechsmal kleinerem Durchmesser macht bei jeder Drehung des Zahnrades 36 um   60      eine volle Umdrehung, die durch eine   Kur-    belstange 38 auf einen zweiarmigen, um eine liegende Welle 39 drehbaren bei seiner Betätigung eine   volle    Schwingung   ausfüh-    renden Kipphebel 40 übertragen wird. Der Kipphebel trägt einen den Umschalter Js   darstellenden Quecksilberkippschalter    41 be  kannter    Art, welcher djen Rückfluss der Quecksilbermasse von dem aus Fig. 7 ersichtlichen rechten Ende nach links durch die tiefer liegende Umgehungsleitung 42 nur durch eine   Kapillaroffnung 43    gestattet.

   Die Verbindung des   Quecksilberschalters    mit der Leitung 6   bezw. den Kontakten    15 und 16 ergibt sich aus Fig. 7. Gewöhnlich nimmt der Quecksi. lberschalter die in Fig. 7 ge  zeichnete    Lage ein, in welcher die Leitung 6 durch die Quecksilbermasse mit dem   Kon-    takt 15'in Verbindung steht. Durch die Betätigung des Wachsamkeitshebels 22 wird der Quecksilberschalter 41 vorübergehend in die entgegengesetzte Schräglage gebracht, wodurch das Quecksilber nach der rechten Seite aus dem obern Rohr heraus in den   Raum ausserhalb desselben flieBt.    Dadurch wird die Verbindung zwischen der Leitung 6 und dem Kontakt 15'unterbrochen und dafür diejenige zwischen 6 und 16 bezw. 16' hergestellt.

   Da der Rückfluss des   Queck-    silbers in die frühere Lage (gezeichnet) durch die   Kapillaroffnung    43 verzögert wird, verstreicht eine von der Grosse der letzteren abhängige Zeitdauer bis zur   Wiederherstel-      lung    der Verbindung zwischen Leitung 6 und Kontakt 15 bezw.   15',    bezw. Unterbrechung zwischen Leitungen 6 und Kontakt 16 bezw.



  16'. Zur Verhinderung der Auslösung von weiteren   Zwangsbremsungen    konnte der Triebwagenführer den Hebel 22 nicht einfach andauernd in der Arbeitsstellung halten, er ist vielmehr zur   Herbeiführung der Wach-      samkeitswirkung      genötigt,    den Hebel   2,      2 aus    der Ausgangslage, wie sie in Fig. 7   gezeich-    net ist, von neuem in die andere Endlage zu bewegen.



   In den Fig. 8 bis 14 ist eine beispielsweise Ausführungsform des in den Fig.   1    und 3 mit Wo und in Fig. 5 mit   WR    bezeichneten Wachsamkeitsorganes dargestellt.



  Es bezeichnet 56 einen am Gehäuse des Ge  schwindigkeitsmessers    angebrachten Träger, an welchem um einen Bolzen 57 ein kreisrundes GehÏuse 58 drehbar gelagert ist. Eine auf die Nabe des   letzteren gewickelte einer-    ends an einem ortsfesten Stift 59   anderends    an einem am Gehäuse befestigten Stift 60 angreifende Drehfeder   61.    sucht das Gehäuse
58 stets in der durch zwei Anschläge 62 und   74    bestimmten   Ausgangs-bezw.    Ruhestellung zu halten.

   Das Gehäuse 58 trÏgt einen dessen Stirnwand durchdringenden   Wachsamkeitsdrücker      64.    In einem F h rungsorgan 65, das am Träger 56 um 180         zu dem in der Ausgangsstellung (oben) befindlichen Drücker 64 versetzt angebracht ist, ist ein   Stösser    66 längsverschiebbar geführt.



  Derselbe wird durch eine Feder 67 nach vorn    (Fig.    8 rechts) geschoben, jedoch nur soweit, dass er durch den nach innen geschobenen Drücker 64 nicht erreicht werden kann. Es ist daher zur Betätigung des zum Umstellen des Schalters Js oder WR dienenden   Stossers   
66 durch den um   180# nach    unten gedreh ten Drücker 64 die Anwesenheit eines den
Zwischenraum zwischen den Teilen 64 und    d   
66 ausfüllenden Stückes 68 eines zweiteiligen
Riegels   68-ss8'erforderlich.    Dieser Riegel besteht aus einem durch die Schraube 69 an der Stirnwand des GehÏuses 58 einwärts    schwingbar    gelagerten, gekröpften Hebel aus zwei durch ein Scharnier 70 zusammenge  , lenkten    Teilen 68 und 68'.

   Eine Feder 71 ist bestrebt, den Teil 68 gegen die Stirnwand des Gehäuses 58 zu halten und eine Feder 72 ist bestrebt, den Riegel nach einwärts zu schwenken, was geschehen kann, wenn der Riegelteil 68'durch den Drücker 64 über den Anschlag 74 gehoben wird. Der letztere begrenzt die in bezug auf die Fig. 9, 10, 1. 2 und 14 von der Ruhestellung aus links herum mögliche durch Anschlagen am ortsfesten Anschlag 63. In dieser Stellung befindet sich der Drücker 64-dem Stift 66 gegen ber.



   In der Ruhestellung nehmen die Teile die in Fig. 9 dargestellte Lage ein. Der Riegelteil 68 liegt mit seiner Nase 73 an der Stirnwand des Gehäuses 58 an. Zur BetÏtigung des Drückers 64 auf den   Stösser    66 und Be  tätigen    des Umschalters Js durch den letzteren ist es erforderlich, zuerst das Gehäuse 58 aus der Stellung nach Fig. 9 in die   Stel-    lung nach Fig. 10 entgegengesetzt zur Uhrzeigerdrehrichtung um 180   zu drehen. Nach Beginn der Drehung legt sich der Riegelteil 68 von aussen an den Anschlag 74 an. In der Stellung nach den Fig. 10 und 12 liegt der Anschlag 74 am Anschlag   63    an.

   Wird dann der Drücker 64 einwärts gedrückt, so stosst er den Riegelteil 68 über den Anschlag 74 hinaus, wobei durch den Riegelteil   68    auch der Stosser 66 nach hinten gesto¯en und durch diesen der Hebel des Umschalters Js vom Kontakt 15 auf den Kontakt 16 umgelegt wird. Durch die Feder 72 wird nun der Riegel   68-68'einwärts    geschwenkt   (Fig.    12), bis die Nase   73    gegen den Anschlag 74 stösst, wobei nun der Riegel aus dem Bereich des Drückers 64 und des Stossers 66 gelangt ist.

   Letzterer geht nun zurück, so dass der Hebel des Schalters Js durch eine im Geschwindigkeitsmesser eingebaute, nicht dargestellte Vorrichtung, die entsprechend dem zurückgelegten Weg oder nach einer be  stimmten    Zeit automatisch betätigt wird, auf den Kontakt 15 zurückgestellt wird. Zu einer neuen Betätigung des Schalters Js   m-ass    daher der Drücker 64 mit dem Gehäuse 58 um 180   zurückgedreht werden, was nach Freigabe des Drückers 64 unter dem Einfluss der Feder 61 selbsttätig geschieht.

   Bei    : i    diesem   Zurückdrehen des Gehäuses 58 glei-    tet der Riegel 68-68'über den Anschlag
62 und wird durch diesen wieder   zurück-,    das hei¯t nach aussen gedreht und damit wieder über den Anschlag 74 und in den Bereich des Drückers 64 zurückgebracht  (Fig. 14). Erst jetzt kann die Betätigung des letzteren von neuem erfolgen.



   Die beschriebenen und in den Fig. 7 bis 14 dargestellten Wachsamkeitsvorrichtungen sind derart ausgebildet, dass eine zufällige Betätigung durch den Führer ausgeschlossen ist ; es sind vielmehr dazu   Bewegungen notig,    welche der Führer nur bei klarem Verstand ausführen kann. Ferner ist die Zeitdauer der   Betätigung-begrenzt, damit    der Führer gezwungen ist in der Nähe der Signale bezw. der Beeinflussungspunkte nach dem Signal   Ausschau    zu halten, so dass er auch unfehlbar feststellen wird, ob dasselbe auf Fahrt oder Halt gestellt ist.



   Elektrische   Triebfahrzeuge    werden oft nur durch einen einzigen Mann bedient und sind für den Fall, dass dieser Mann aus irgend einem Grunde, zum Beispiel infolge plötzlich eintretendem Tod, mit einer sogenannten Totmann-Einrichtung ausgerüstet, die bei ihrer Betätigung das Bremsventil öffnet und so den Zug zum Stehen bringt. Die   beschrie-    bene Zugsicherungseinriehtung kann mit der   Totmann-Einrichtung    in der Weise in Verbindung gebracht werden, dass   das Bremsaus-    löserelais auf das Bremsventil der Totmann Einrichtung wirkt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Elektrische Eisenbahn-Zugssicherungsein- richtung zur Verhütung des Uberfahrens von geschlossenen Hauptsignalen mit von diesen abhängigen Beeinflussungsvorrichtungen und des unachtsamen Vorüberfahrens an auf der Strecke vorhandenen Stellen mit von Signalen unabhängigen Beeinflussungsvorrichtungen, welche Einrichtung auf dem Triebfahrzeug eine auf dessen Bremsen einwirkende Vor- richtung besitzt, dadurch gekennzeichnet, da13 ein polarisiertes Brems-Auslöserelais von einem durch ein Wachsamkeitsorgan ge steuerten Umschalter derart beherrscht ist,
    dass es beim Betätigen des Waehsamkeits- organes und Überfahren von von Signalen unabhängigen an bestimmten Stellen angeordneten Beeinflussungsvorrichtungen keine Bremsung auslost und beim Überfahren von Stellen mit von Signalen abhängigen Beein flussungsvorrichtungen bei geschlossenen Signalen trotz Betätigung des Wachsamkeits- organes eine Zwangsbremsung auslost.
    UNTERANSPRUOHE : 1. Zugssicherungseinrichtung nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Wachsamkeitsorgan so ausgebildet ist, dass zu seiner Betätigung mindestens zwei verschiedene Bewegungen nötig . sind.
    2. Zugssicherungseinrichtung nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch das Betätigen des Wachsa. mkeits organes zugleich eine Signalpfeife in Tä- tigkeit gesetzt wird.
    3. Zugssicherungseinrichtung nach Unter anspruch 2, mit Vorrichtung, welche die Betätigung des Wachsamkeitsorganes und die Zwangsbremsungen auf dem Re gistrierstreifen registriert, gekenn. zeich- net durch eine Vorrichtung, welche auch die Impulse beim Uberfahren der Beein flussungsvorrichtungen registriert.
    4. Zugssicherungseinrichtung nach Unter anspruch 3, in Bahnanlagen, deren Trieb fahrzeuge eine eigene Stromquelle besit zen, gekennzeichnet durch eine Schaltvor richtung, welche gestattet, die Strom quelle des Triebfahrzeuges ein-und aus zuschalten und dadurch auf Strecken ohne und mit ortsfesten Stromquellen für die Beeinflussungsvorrichtungen zu ver kehren.
    5. Zugssicherungseinrichtung nach Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass mit Hilfe von Relais und Schaltern die Betätigung des Wachsamkeitsorganes und der Rüokstellvorrichtung des Brems- ventils von mehreren Stellen des Zuges aus geschehen kann.
    6. Zugssicherungseinrichtung nach Unter anspruch 5, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, die mit der Vorrichtung zum betriebsmässigen Bereitstellen des Triebfahrzeuges in Bewegungsverbin- dung steht, so dass mit dem Triebfahr- zeug auch die Zugssicherungseinrichtung zwangsmässig bereit gestellt wird.
    7. Zugssicherungseinrichtung nach Unter anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mit der Vorrichtung zum betriebs- mässigen Bereitstellen des Triebfahr- zeuges in Bewegungsverbindung stehende Vorrichtung so ausgebildet ist, dass beim Bereitstellen des Triebfahrzeuges eine einmalige Kontrollbremsung herbeige führt wird.
    S. Zugssicherungseinrichtung nach Unter anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zu geschlossenen Hauptsignalen gehörigen Beeinflussungsvorrichtungen einen andern Abstand von der Geleise axe haben als alle übrigen.
    9. Zugssicherungseinrichtung nach Unter anspruch 4, in Bahnanlage mit Anlage teilen, bei denen die Beeinflussungsvor- richtung mit Gleichstromquellen in Ver bindung stehen, dadurch gekennzeichnet, dass die zu Hauptsignalen gehörigen Be einflussungsvorrichtungen durch einen vom Hauptsignal gesteuerten zweipoligen Umschalter mit der Stromquelle in Ver bindung stehen, durch welchen Schalter bewirkt wird, dass bei geschlossenem Hauptsignal die zugehörige Beeinflus sungsvorrichtung in bezug auf alle an dern Beeinflussungsvorrichtungen der Sicherungseinrichtung umgekehrte Po larität aufweisen.
    10. Zugssicherungseinrichtung nach Unter anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, da¯ das Brems-Auslöserelais zwei Steuer spulen besitzt, von welchen. Spulen die eine über das Wachsamkeitsorgan und die andere unter Umgehung des Wach samkeitsorganes mit den Stromabneh mern verbunden ist und von welchen Spulen je nach dem Betriebsfall jede vom Strom in der einen oder andern Rich tung durchflossen wird.
    11. Zugssicherungseinrichtung nach Unter anspruch 10, für Triebfahrzeuge mit auf ein Bremsventil wirkender Totmann- Einrichtung, dadurch gekennzeichnet, da¯ das Bremsauslöserelais auf das Bremsventil der Totmann-Einrichtung wirkt.
    12. Zugssicherungseinrichtung nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da¯ das Wachsamkeitsorgan mit einer Vor richtung in Verbindung steht, welche die Aufhebung der Wirkung der I3eeinflus sungsvorrichtungen auf die Vorrichtung zum Auslösen der Bremsung zeitlich be schrÏnkt.
    13. Zugssicherungseinrichtung nach Unter anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Wachsamkeitsorgan ein Quecksilberkippkontakt mit Kapillar öffnung in der Rückflussleitung für das Quecksilber betätigt wird.
    14. Zugssicherungseinrichtung nach Unter anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, da¯ das Wachsamkeitsorgan einen Drük- ker besitzt, welcher durch eine Schwenk- bewegung einem Organ zum Offnen eines elektrischen Schalters gegenüber einge sbellt werden und bei seiner Betätigung nur unter Vermittlung eines zwischen ihm und dem genannten Organ liegenden Stückes auf das letztere einwirken kann, welches Stück in der Arbeitsstellung des Drückers selbsttätig aus dem Bereich des- selben bewegt wird und nur durch Zu rückschwenken des Drückers in die Aus gangsstellung wieder in den Bereich des letzteren gebracht werden kann.
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