Verfahren zur Herstellung von Faserstoffplatten für die 41a.u-, Möbel-, Verpackungsindustrie usw.
In der Bauindustrie finden Faserstoff platten aus in der Hauptsache vegetabilischen Grundstoffen in immer grösserem Masse Auf nahme, da sie sich vor Bauplatten minera lischer Grundlage, wie Gipsplatten, Asbest- Zementplatten und andere, auszeichnen durch geringes spezifisches Gewicht, Preiswürdig keit, hohe Isolierfähibl@eit geben Schall und Wärme, bei guter Elastizität und Wider standsfähigkeit gegen äussere Beanspruehun- ben. Bisher wurden für solche Faserstoff platten hochwertige Grundstoffe,
wie sie auch in der Zellulose- und Papierfabrikation Anwendung finden, gebraucht und dadurch einem andern Verwendungszweck entzogen. Wenn auch für solche Faserstoffplatten ne ben hochwertigen Werkstoffen, wie beispiels weise Papierholz, auch schon Abfälle grö sserer Abmessungen, zum Beispiel Säbewerks- abfälle, ferner auch Stroh, verwendet wur den, so war doch die Aufschliessung dieser Werkstoffe nach den bisher geübten Ver- fahren, wie Schleifen, Fasersprengung, Ko chen, Dämpfen, chemische Diberierunb usw., kostspielig,
da sie mit grossem Aufwand an Zeit und Kraft, sowie mit kostspieligen Ein richtungen verbunden war.
Das neue Verfahren bezweckt die Ver stellung einer Faserstoffplatte guter Quali tät mit geringsten Kosten. Als Grundstoff werden minderwertige bis wertlose Abfälle von vegetabilischen faserigen Werkstoffen verwendet. Es werden vorzugsweise Abfälle verwendet, die bisher nicht verwendet wer den konnten, daher wertlos, teilweise auch in der Fabrikation hinderlich waren und höchstens zu Brennzwecken verwendet wer den konnten. Aber selbst für letzteren Zweck waren häufig besondere kostspielige Einrich tungen und Arbeitsleistungen erforderlich, um sie verfeuern zu können. Nach dem vor liegenden Verfahren werden solche Abfälle.
die sozusagen bar nichts kosten, als Grund stoff verwendet. Es können zum Beispiel faserige Abfälle aus der Zellulosefabrikation, Holzschleiferei, Strohpappenfabrikation,Torf- industrie und andern Industrien Verwendung finden. Das Verfahren kann zum Beispiel wie folgt ausgeführt werden: Zunächst werden die vorgenannten Grund stoffe unter möglichster Aufrechterhaltung der Faser zerkleinert. Die bekannten Schleif verfahren sind für diese Grundstoffe nicht an wendbar.
Beispielsweise ist gedacht an die bei der Zellulosefabrikation abfallenden Zelluloseäste und Siebspäne, sowie die bei der Holzschleiferei abfallenden Schälspäne und Schleifsauerkraut. Auch in andern In dustrien ergeben sich Späne und Holzabfälle kleinster Abmessungen, wie zum Beispiel in der Furnierindustrie, in Holzwerken und der gleichen.
Am zweckmässigsten und billigsten gestaltet sich die Zerkleinerung dieses Ma terials durch Stampfen, Zertrümmern und Zerreiben mit bekannten Apparaten, wie Stabmühlen, Kugelmühlen, gollergängen, Desintegratoren, Raffineuren und andern. Die so erhaltenen faserigen Bestandteile wer den mit Wasser gemischt.
Geeignete Binde- mittel, beispielsweise Harzleim, Kasein, Kunstharze, werden in wässeriger Lösung oder Emulsion zugesetzt und durch geeignete Fällmittel auf der Oberfläche der Fasern niedergeschlagen. Falls erforderlich, werden noch Füllmittel oder Substanzen zur Er zielung gewünschter Eigenschaften, wie Was serbeständigkeit, Feuerbeständigkeit, oder auch Farbmittel zugefügt. Es ist hierbei nicht erforderlich, den entstehenden Brei bis zu der bisher üblichen Verdünnung zu brin gen.
Der Wassergehalt kann vielmehr be deutend geringer sein. Der Brei wird sodann in Plattenform oder auch auf fortlaufenden Transportvorrichtungen zu einer Bandform gebracht und gleichzeitig durch Absaugen oder Abpressen oder durch eine Verbindung beider Vorgänge entwässert.
Die durch For mung oder durch Zerschneiden der Bänder gewonnenen Platten werden darauf durch Hitze getrocknet. Man kann Platten von poröser Beschaffenheit, halbharte und auch harte Platten erzielen, indem man während der Trocknung und Abbindung der Binde mittel durch Pressen einen mehr oder weni ger starken Druck auf den Werkstoff aus übt. Es besteht auch die Möglichkeit, die Platten zuerst zu trocknen und dann in trok- kenem Zustande zu pressen und auf die ge wünschte Dichte zu bringen, wobei vor der Pressung unter Umständen eine Imprägnie rung mit den gewünschten Substanzen vor genommen werden kann.
Die nach diesem Verfahren hergestellte Platte kommt einer solchen aus hochwertigen Grundstoffen hergestellten an Güte nahe und kann in den verschiedensten Zweigen der Bau industrie mit gutem Erfolg verwendet wer den. Sie zeichnet sich aus durch ausserordent liche Billigkeit, da der Grundstoff fast nichts kostet und die Verarbeitung bedeutend ein fachere Betriebseinrichtungen, weniger Kraft und Zeit in Anspruch nimmt.
Die Verwendung der vorbeschriebenen Platte ist nicht auf das eigentliche Bau wesen beschränkt; sie kann auch im Wagen- und Waggonbau und in der Kühlindustrie verwendet werden, sowie für Möbelteile, für Verpackungszwecke und anderes mehr.
Process for the production of fiber boards for the 41a.u, furniture, packaging, etc.
In the construction industry, fiber boards made mainly of vegetable raw materials are increasingly being used, as they are characterized by low specific weight, good value for money and high insulation properties compared to building boards with a mineral basis, such as plasterboard, asbestos-cement boards and others emit sound and warmth, with good elasticity and resistance to external stresses. So far, high-quality raw materials have been used for such fiber boards,
as they are also used in cellulose and paper production, used and thus withdrawn from any other purpose. Even if, in addition to high-quality materials such as paper wood, waste of larger dimensions, for example sawmill waste, and also straw, were used for such fibreboard, these materials were broken down according to the previously practiced methods such as grinding, fiber blasting, cooking, steaming, chemical dibering, etc., expensive,
because it was associated with a great deal of time and effort, as well as expensive facilities.
The aim of the new process is to adjust a fiber board of good quality at the lowest possible cost. Inferior to worthless waste of vegetable fibrous materials is used as the raw material. It is preferred to use waste that could not previously be used who, therefore worthless, was sometimes a hindrance in manufacture and at most used for burning purposes who could. But even for the latter purpose, special expensive facilities and labor were often required in order to be able to burn them. According to the present procedure, such waste.
which cost nothing in cash, so to speak, as a raw material. For example, fibrous waste from cellulose production, wood grinding, straw cardboard production, the peat industry and other industries can be used. The method can be carried out, for example, as follows: First of all, the aforementioned basic materials are comminuted while maintaining the fiber as much as possible. The known grinding processes are not applicable to these raw materials.
For example, the cellulose branches and screen shavings that fall off during cellulose production, as well as the peeling shavings and sauerkraut that fall off during wood grinding, are considered. In other industries, there are chips and wood waste of the smallest dimensions, such as in the veneer industry, in woodworks and the like.
The most convenient and cheapest is the crushing of this Ma terials by tamping, smashing and grinding with known devices, such as rod mills, ball mills, gollergänge, disintegrators, refiners and others. The fibrous components thus obtained are mixed with water.
Suitable binders, for example rosin glue, casein, synthetic resins, are added in aqueous solution or emulsion and deposited on the surface of the fibers by suitable precipitants. If necessary, fillers or substances are added to achieve desired properties, such as water resistance, fire resistance, or colorants. It is not necessary here to bring the resulting paste up to the previously customary dilution.
Rather, the water content can be significantly lower. The pulp is then made into a strip shape in plate form or on continuous transport devices and dewatered at the same time by suction or pressing or by a combination of both processes.
The plates obtained by shaping or cutting the strips are then dried by heat. Sheets of a porous nature, semi-hard and hard sheets can be achieved by applying more or less strong pressure to the material during the drying and setting of the binding agent by pressing. There is also the possibility of first drying the boards and then pressing them in the dry state and bringing them to the desired density, in which case an impregnation with the desired substances can be carried out before pressing.
The panel produced by this process comes close to that made from high-quality raw materials and can be used with good success in a wide variety of branches of the construction industry. It is characterized by its extraordinary cheapness, since the raw material costs almost nothing and the processing is considerably simpler and takes less effort and time.
The use of the plate described above is not limited to the actual construction; it can also be used in car and wagon construction and in the refrigeration industry, as well as for furniture parts, for packaging purposes and more.