CH161651A - Anlasseinrichtung für Verbrennungskraftmaschinen. - Google Patents
Anlasseinrichtung für Verbrennungskraftmaschinen.Info
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Description
Anlasseinrichtung für Verbrennungskraftmaschinen. Die Erfindung bezieht sich auf eine An lasseinrichtung für Verbrennungskraftmaschi- nen mit einer Schwungmasse und einem in einen Teil der Verbrennungskraftmaschine einrückbaren Kupplungsglied, zum Beispiel einem Ritzel, wobei zwischen das Kupplungs glied und die Schwungmasse eine Reibungs kupplung eingeschaltet ist. Bei einer bekann ten Ausführung ist das Ritzel mit der Schwungmasse über eine federbelastete La mellenkupplung :dauernd kraftschlüssig ver bunden.
Das hat den Nachteil, dass jedesmal beim Einspuren des Ritzels in den Schwung radzahnkranz des Motors das R.itzel sowohl wie der Schwungradzahnkran.z stark abge nützt, ja sogar oft beschädigt werden. Auch sind elektrische Anlasser ohne besondere Schwungmasse schon bekannt, bei denen die zwischen dem Ritzel und dem Anker des An lassmotors eingeschaltete Lamellenkupplung durch ein auf der Antriebswelle achsial ver- schraubbares Pressglied kraftschlüssig ge macht werden kann.
Die Kupplung stellt in diesem Fall :den Kraftschluss erst her, wenn das Ritzel beim Einspuren an seiner freien Drehung gehindert wird. Damit aber das Ritzel überhaupt voll einspuren kann, muss es vor Übertragung des Hauptdrehmomentes durch eine Hilfskraft eingespurt werden, denn ein volles Einspuren würde unter Last nicht möglich sein, weil der Flankendruck der Zähne vom ersten Augenblick des Ein spurens an so gross ist, dass die achsiale Ein zugskraft des Ankers nicht ausreicht, das Ritzel ganz einzuschieben.
Diese zweite Aus führung ist also für Schwungradanlasser gar nicht möglich, weil bei diesen ja die volle Drehkraft schon beim Einspuren da ist.
Durch die Erfindung wird :der Nachteil der Abnützung der Zahnkränze, wie er bei der ersterwähnten der bekannten Ausführun gen vorhanden ist, behoben, indem eine An lassvorrichtung nach Art der an zweiter Stelle genannten bekannten Ausführung ge schaffen wird, welche dadurch auch für Sehwungradanlasser verwendbar gemacht wird,.
dassder KraItschluss zwischen dem Ritzel und der Schwungmasse, welcher durch eine durch ein in achsialer Richtung ver- schraubbares Pressglied betätigten Lamellen kupplung hergestellt werden kann, willkür lich eingeleitet werden kann.
Die Erfindung wird in der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes veranschaulicht. Es zeigt: Fig. 1 teilweise einen Längsschnitt eines Anlassers mit in achsialer Richtung ver schiebbarem Anker in der Ruhestellung, Fig. 2 das .Schaltbild der Anlasseinrich- tung, Fig. 3 den Anlasser in eingerücktem Zu stande, aber mit ausgerückter Lamellenkup- plung, Fig. 4 den Anlasser in der Arbeitsstel lung.
In den Fig. 1, 3 und 4 ist 1 der Anker eines elektrischen Anlassmotors, welcher in bekannter Weise durch die magnetische Kraft der Feldwicklung achsial verschoben werden kann. Auf der Ankerwelle 21 ist ein Schwungrad 3 aufgekeilt und ein Ritzel 4 drehbar gelagert. Das Ritzel 4 hat einen Schaft 5, welcher aussen ein Steilgewinde 6 hat.
Eine Mutter 7 kann sich vermittelst des Steilgewindes 6 auf dem Schaft verschrau ben. Die Drehkraft des Ankers 1 wird auf das Ritzel 4 durch eine Lamellenkupplung 8 übertragen. Die Lamellen 9 der Kupplung greifen mit Nasen 10 in Aussparungen 11 des Flansches 12 am Schwungrad 3. ein., wäh- rend,die Lamellen 13 mit Nasen 14 in Nuten 1.5 der Mutter 7 eingreifen.
Zwischen der Mutter 7 und einem Anschlag 16 auf dem Ritzelschaft 5 ist eine Feder 17 eingespannt, welche die Mutter 7 gegen die Lamellen zu schieben sucht.
An einem Auge 20 des Gehäuses 18 ist ein Hebel 19 über der Lamellenkupplung 8 dreh bar gelagert. Ein Ende des Hebels ragt in das Gehäuse hinein und schlägt beim Schwenken des Hebels gegen einen Flansch 21 der Mutter 7 an und verschiebt diese auf dem Schaft 5. Der Hebel wird durch eine Feder 24 in seine Ruhestellung zurückgezo- gen. Auf dem Gehäuse 18 ist ferner ein Schalter 22 so angeordnet, dass der Schalt arm 25 durch einen Anschlag 23 am Hebel 19 beim Schwenken :des Hebels in die Ein schaltstellung gebracht wird.
Der Schaltarm trägt einen ]Kontakt 26, dem ein auf dem Ge häuse isoliert befestigter Gegenkontakt 27 gegenüberliegt. Der Schaltarm 25 wird in seiner Einschaltstellung durch eine Halte spule 28 gehalten und durch eine Feder 29 abgehoben, sobald die Haltespule stromlos wird.
In dem Schaltbild, welches Fig. 2 zeigt, ist '30 eine Batterie, deren einer Pol an Masse und der andere Pol an einer Bürste 3-4 des Anlasserankers 1 liegt. An die andere Bürste 35 ist ein Ende einer Hilfsfeldwicklung 31 und ein Ende der Haltewicklung 28 des Schalters 2,2, sowie ein Ende der Hauptfeld wicklung 83 gelegt. Die beiden andern En den der Wicklungen 28 und 31 sind an einen Pol des Schalters 32 angeschlossen, dessen anderer Pol an Masse liegt. Das zweite Ende der Wicklung 33 ist an den isolierten Kon takt 27 angeschlossen, welcher dem Kontakt 26 an dem an Masse angeschlossenen Schalt arm 25 gegenüber liegt.
Die Wirkungsweise der Anlassvorrich- tung ist folgende: Um den Verbrennungsmotor anzuwerfen, wird der Schalter 32 geschlossen. Dadurch wird zunächst erreicht, dass der Anker 1 durch die magnetische Kraft der Hilfsfeld wicklung 31 in bekannter Weise achsial ver schoben und in langsame Drehung versetzt wird, wobei das Ritzel 4 mitgenommen und in den Zahnkranz 36 des Verbrennungs motors eingespurt wird. Die zum Hilfsfeld 3,1 parallele Haltespule 28 wird gleichzeitig erregt, sie vermag jedoch nicht den Schal ter 22 zu schliessen.
Sobald das Ritzel eingespurt ist und von dem Schwungkranz 3,6 an einer weiteren Drehung gehindert wird, schraubt sich die Mutter 7 zunächst gegen die Lamellen vor und macht @dadurch die Kupplung kraft schlüssig. Die Drehkraft des Anlassmotors ist. jedoch in dieser ersten Schaltstellung so klein, dass der Motor wieder stehen bleibt. Nun wird der Hebel 19 in die in Fig. 3 dar gestellte Lage gebracht. Beim Schwenken des Hebels wird die Mutter 7 von der Kup plung weg gegen den Anschlag 16 geschoben und damit die Kupplung gelöst. Gleichzeitig wird der Schaltarm 25 durch den Anschlag 23 auf den Kontakt 27 gedrückt.
Damit ist nun der Arbeitsstromkreis eingeschaltet, denn die Hauptfeldwicklung 33 ist durch den Schalter 2,2 ebenfalls an Masse gelegt. Der Anlassmotor läuft nunmehr mit der Schwung- masse leer hoch und erreicht als Reihen schlussmotor natürlich eine sehr hohe Dreh zahl. Um die Kupplung 8 einzuschalten, wird der Hebel 19 in seine Anfangslage zu rückgelegt. Die Feder 17 schiebt dann die Mutter 7 wieder gegen die Lamellen vor und leitet damit den Kraftschluss zwischen dem Anker 1 bezw. Schwungrad 3 und dem Ritze] 4 ein.
Die Mutter 7 presst nun die Lamellen mit einer Kraft zusammen, die dem am Ritze] geforderten Drehmoment entspricht. Durch die Haltespule 28 bleibt der Arbeitsstrom kreis des Anlassmotors geschlossen, so dass dieser die Wirkung des Schwungrades 3 noch unterstützen kann. Wenn der Anlasser beim Anspringen des Verbrennungsmotors überholt wird, spurt das R.itzel in bekannter Weise aus.
Anstatt mit Hilfe des verschiebbaren Ankers kann man das Ritze] auch mit dem Hebel 19 einrücken; dabei muss,die Mutter 7 und der Ritzelschaft so ausgebildet werden, dass sich die Mutter um den der Verschie bung zum Einspuren des Rstzels entsprechen den Weg wieder gegen die Kupplung hin zurück verschrauben kann. um die Kupplung kraftschlüssig zu machen. In diesem Fall wird also beim Lösen der Kupplung gleich zeitig das Ritze] eingerückt.
Ein weiterer Vorteil einer Anlasseinric_h- tung gemäss der Erfindung mit Anlassmotor besteht darin, dass eine besondere Freilauf vorricUtung für das leere Hochlaufen des Anlassmotors erspart werden kann.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Anlasseinrichtung für Verbrennungskraft maschinen mit einer Schwungmasse, einem in einen Teil der Verbrennungskraftmaschine einrückbaren Kupplungsglied und einer La mellenkupplung zwischen der Schwungmasse und dem Kupplungsglied, dadurch gekenn zeichnet, dass an der Lamellenkupplung der Kraftschluss durch Verstellen eines in ach sialer Richtung verschraubbaren Pressgliedes willkürlich eingeleitet werden kann.<B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Anlasseinrichtung gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass während des Anlassvorganges beim Lösen der Kup plung gleichzeitig das Kupplungsglied eingerückt wird. 2. Anlasseinrichtung mit elektrischem An trieb gemäss Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die Vorrichtung, welche den Kraftschluss zwischen Schwungmasse und Kupplungsglied einleiten kann, zwangläufig die Kupplung löst, wenn sie den Arbeitsstromkreis des Anlassers schliesst.3. Anlasseinrichtung gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 2 mit einem durch ein Hilfsfeld verschiebbaren Anker, dadurch gekennzeichnet, dass in dem zum Hilfs- feldstromkreis parallelen, die Ilauptfeld- wicklung enthaltenden Arbeitsstromkreis ein Schalter liegt, der von der Vorrich tung zum Lösen der Kupplung betätigt und durch eine Haltespule in der Ein schaltstellung gehalten werden kann.
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