CH150149A - Automobilkarosserie. - Google Patents
Automobilkarosserie.Info
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Description
Automobilkarosserie. Die vorliegende Erfindung hat den Zweck eine Einrichtung zu schaffen, durch welche es möglich gemacht wird, während der Fahrt den sehr beschränkten innern Luftraum einer geschlossenen Karosserie, wie Limousinen, Landaulets und dergleichen, durch Hebung des Daches nach oben bei warmem Wetter zu erweitern und eine bequeme Lüftung über die Insassen weg zu erzielen, bei kühlerem Wetter jedoch den vorherigen Zustand wie der herzustellen.
Lüftungseinrichtungen in festen Karos seriedächern sind bereits bekannt. Sie rei chen aber nicht aus, um eine gute Lüftung herbeizuführen, und stören als hinzugefügte Fremdkörper am Dach.
Gemäss vorliegender Erfindung ist das Dach als Ganzes durch eine Hebevorrichtung an den Seitenwänden abhebbar gemacht, so dass reichlich Luft über die Köpfe der In sassen hinweg eintreten und ausströmen kann. Im Gegensatz zu solchen Bauarten, bei denen das Dach abgehoben oder höher gestellt wer den kann, um bei .stehendem Fahrzeug für Wohnzwecke usw. den Innenraum zu ver grössern, kann man das Dach während der Fahrt heben und senken, da erfindungsgemäss das Dach in jeder Stellung gegen unbeabsich tigte Bewegung gehalten wird.
Zweckmässig ist zwischen dem Dach und dem obern Rand der Seitenwände eine luft durchlässige Einlage, zum Beispiel aus Gaze stoff, grossmaschigem Gewebe, Drahtgeflecht, perforiertem Blech, oder Stoffen und Ge weben mit Draht- oder Blechversteifung. derart angeordnet, dass diese beim Anheben des Daches selbsttätig den Zwischenraum zwischen diesem und den Seitenwänden aus füllt.
Diese Zwischenlage soll eine Milderung des Luftzuges und ein Abhalten von Ver unreinigungen durch Fremdkörper, Insekten und dergleichen bewirken. Der Siebstoff kann entweder an dem anhebbaren Dach und an den Seitenwänden befestigt sein und legt sich beim Senken des Daches selbsttätig zusammen, oder aber der Siebstoff kann aus steifem und nicht zusammenlegbarem Ma- terial bestehen und in einer Nute im Dach oder in den Seitenwänden versenkbar sein.
Die neue Einrichtung ist bei Karosserien der verschiedensten Arten, Limousinen, Lan- daulets und dergleichen bei vielerlei Aus führungsformen dieser Bauarten anwendbar. Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungs gegenstandes zeigt die beigefügte Zeichnung.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Ka rosserie mit der üblichen tiefen Einstellung des Daches; Fig. 2 zeigt in derselben Darstellungs weise das Dach in gehobenem Zustand; Fig. 3 zeigt eine Rückansicht; Fig. 4 in grösserem Massstab in einem teilweisen senkrechten Querschnitt eine be sondere zweckmässige Gestaltung der Fuge zwischen Dach und Seitenwand.
Als Dach a ist derjenige Teil der Ka rosserie bezeichnet, der den Innenraum der Karosserie nach oben gegen Wasser ab schliesst. Er kann aus starrem oder bieg samem Baustoff hergestellt sein. Die zu seiner Versteifung nötigen Streben werden in der Regel .fest mit ihm verbunden sein. Sie könnten jedoch auch abnehmbar ange ordnet sein und in jedem Falle gegen die Innenseite mit einem zur Polsterung passen den Stoff bespannt werden.
Das Dach a ist nun nicht unveränder lich fest mit den Seitenwänden b der Ka rosserie verbunden, sondern mittelst geeig neter Vorrichtungen c, beispielsweise Hub spindeln mit selbsthemmendem Schrauben gewinde, für den Bedarfsfall anhebbar.
Diese Anhebevorrichtungen sind zweck mässig vom Innern der Karosserie aus be dienbar. Sie können selbst abnehmbar ange ordnet sein.
Wird das Dach aus der Stellung gemäss Fig. 1 in diejenige nach Fig. 2 angehoben, so wird hierdurch der Innenraum der Karos serie wesentlich erweitert, und es wird durch den Zwischenraum zwischen Dach und Sei tenwand eine ausgiebige Belüftung über die Köpfe der Fahrzeuginsassen hinweg erzielt. Der. so gewonnene Zwischenraum wird zweck- mässig mit einer Ausfüllung aus luftdurch lässigem Stoff irgendwelcher Art versehen, beispielsweise einem Siebstoff, der sich beim Senken des Daches selbsttätig zusammenlegt oder in einer Nut der Seitenwände oder des Dachrahmens versenkt wird. Diese Ausfül lung bewirkt eine Milderung des Luftzuges und ein Abhalten von Verunreinigungen, Fremdkörpern, Insekten und dergleichen.
Der Dachhubmechanismus kann auch so eingerichtet sein, dass nur eine Seite des Daches angehoben wird und die andere ge schlossen bleibt, um das Eindringen starker Seitenwinde zu vermeiden.
In gleicher Weise könnte das Dach auch nur hinten oder nur vorne angehoben wer den, oder es könnte nur ein Teil des Da ches angehoben, im übrigen das Dach aber in seiner tiefsten Stellung belassen werden. Die Höhe der Anhebung des Daches ist na türlich beliebig wählbar. Die Trennungsfuge zwischen Dach und Wand kann auch über der Fensterhöhe an beliebiger Stelle angebracht werden, sei es so, dass sie nach oben oder nach den Sei ten zu offen ist. Am vorteilhaftesten ist natürlich die Anordnung der Fuge so, dass oben kein Spalt offen bleibt, sondern die Fuge nach der Seite ausmündet und dort von einem überspringenden Teil des Daches bedeckt wird.
In Fig. 4: ist in grösserem Massstabc ein Querschnitt durch die Trennfuge zwischen abhebbarem Dach und Seitenwand gezeigt. Für die Einlage d ist steifes Material ver wendet und die Einlage ist in diesem Bei spiel an den Seitenwänden starr befestigt. Diese luftdurchlässige Zwischenlage ist in einer Nut e des Dachrahmens gleitend ge führt und ist in geschlossenem Zustand un sichtbar. Zur besseren Dichtung und Sicher heit gegen Witterungseinflüsse ist die Trenn fuge mit einem Falz f versehen. Es kön nen auch mehrere Falze vorgesehen sein.
Auch können an der Karosserie., des bes seren Aussehens wegen, Zier- und Über gangsleisten g angebracht sein, die dabei noch eine -bessere Ableitung von Regen- wasser gewährleisten. Die starre Ausfüh rungsart der Zwischenlage hat den Vorteil, dass sie auch bei geringem Anheben des Daches ein glattes Aussehen hat und we niger dem Verschleiss unterworfen ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Automobilkarosserie, gekennzeichnet durch ein während der Fahrt mittelst einer An- hebevorrichtnug von den Seitenwänden ab hebbares Dach, welches in jeder Stellung gegen unbeabsichtigte Bewegung gehalten wird. UNTERANSPRÜCHE: 1. Automobilkarosserie nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass eine Hebevorrichtung vorgesehen ist, mittelst welcher das Dach während der Fahrt gehoben und gesenkt werden kann. 2. Automobilkarasserie nach dem Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das anhebbare Dach in jeder Stellung versperrbar ist. 3. Automobilkarosserie nach dem Patent anspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Ver sperren des anhebbaren Daches eine Hebe spindel mit selbsthemmendem Schrauben gewinde dient.4. Automobilkarosserie nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Dach und dem obern Rand der Seitenwände eine luftdurchlässige Zwischenlage angeordnet ist, die beim Anheben des Daches selbsttätig den Zwischenraum zwischen diesem und den Seitenwänden ausfüllt. 5. Automobilkarosserie nach dem Patent anspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenlage aus weichem, biegsamem Stoff besteht, der am Dach und den Seitenwänden be festigt ist und sich beim Senken des Daches selbsttätig zusammenlegt. 6. Automobilkarosserie nach dem Patent anspruch und Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenlage aus steifem, luftdurchlässigem Material besteht. 7. Automobilkarosserie nach dem Patent anspruch und Unteransprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwi schenlage aus Drahtgewebe besteht.B. Automobilkarosserie nach dem Patent anspruch und Unteransprüchen 4 und 6. dadurch gekennzeichnet, dass die Zwi schenlage aus perforiertem Blech be steht. 9. Automobilkarosserie nach dem Patent anspruch und Unteransprüchen 4 und 6. dadurch gekennzeichnet, dass die Zwi schenlage aus Stoff mit Versteifungsein richtung besteht. 10. Automobilkaroeserie nach dem Patent anspruch und Unteransprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die steife Zwischenlage an den Seitenwänden be festigt und in einer Nut im Dachrahmen versenkbar ist. 11. Automobilkarosserie nach dem Patent anspruch und Unteransprüchen 4 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die steife Zwischenlage im Dachrahmen befestigt und in einer Nut in den Seitenwänden versenkbar ist. 12.Automobilkarosserie nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtflächen zwischen Dach und Seitenwänden wenigstens einen Falz bezw. eine Nut aufweisen.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH150149D CH150149A (de) | 1930-10-09 | 1930-10-09 | Automobilkarosserie. |
Country Status (1)
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1930
- 1930-10-09 CH CH150149D patent/CH150149A/de unknown
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