Schauzeichen. In der Fernsprechtechnik sind die soge- nannten Kugelschauzeichen als Mittel be kannt, Anrufe optisch kenntlich zu machen. Sie sind meist mit einer Membran ausge rüstet, auf der leichte Körper, zum Beispiel Holundermarkkügelchen, liegen, die bei Er regung der Membran in hüpfende Bewegung versetzt werden.
Die praktischen Betriebsbedingungen, unter denen diese optischen Schauzeichen ar beiten müssen, liegen meist so, dass die Fre quenz der zur Erregung verwendeten Ruf ströme etwa zwischen 300 und 600 Hertz liegt. Hierdurch ergaben sich bei den bis herigen Ausführungsformen, die mit nicht verstellbaren Membranen versehen waren, Nachteile insofern, als die Schauzeichen nur für Rufströme einer bestimmten Frequenz verwendet werden konnten. Bei einem Ruf strom beispielsweise, dessen Frequenz in grö- sserem Abstande von der ':festen Eigen frequenz der Membran lag, und der deshalb nur sehr geringe Amplituden erzeugen konnte, war es nicht möglich, das Schau zeichen dieser Frequenz anzupassen.
Aus diesem Grunde konnten die bisher gebräuch lichen Schauzeichen im allgemeinen nur dann benutzt werden, wenn die ankommenden Rufströme verhältnismässig stark waren, so dass ein Signalisieren meist nur auf kurze Entfernungen möglich war. Diese geringe Reichweite der Rufe ist als grosser Nachteil anzusprechen, der die Anwendbarkeit solcher Schauzeichen stark beschränkt.
Gemäss der Erfindung ist das die An zeigekörper tragende Organ gegenüber dem es antreibenden. Magnetsystem derart ver stellbar, dass die Breite des Luftspaltes zwi schen ihm und den Polschuhen des Magnetes und damit die Eigenschwingungszahl des Organes auf verschiedene Werte eingestellt werden können.
Hierdurch ist es möglich, dem Schauzei chen in jedem Falle die Eigenschwingungs zahl zu geben, die für die vorliegende Fre quenz des Rufstromes erforderlich ist. Da die Eigenfrequenz auch durch die Eigen schaften des angetriebenen Organes an sich bestimmt ist, ist es zweckmässig, bei der Be messung des Organes von vornherein den ge gebenen Verhältnissen Rechnung zu tragen. Handelt es sich um ein Gerät, das für rauhe Betriebe bestimmt ist, und bei dem infolge dessen das die Kugeln tragende Organ kräftig sein muss, ohne dass die Amplituden durch die erhöhte Steifigkeit zu stark ver ringert werden, so wird dieses Organ zweck mässig derart ausgeführt,
dass ein zur Auf nahme der Anzeigekörper bestimmter Teil des Organes nur durch elastische Stege mit dem übrigen Teil des Organes verbunden ist.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfin dungsgegenstandes zeigen die Abb. 1 und 2, wovon Abb. 1 ein Schnitt senkrecht zur Membran, Abb. 2 eine Ansicht der Membran ist. In einem Stellring 1 ist die Membran 2 eingespannt. Der Ring ist auf das Gehäuse aufgeschraubt, derart, .dass durch Verdre hen des Ringes die Membran den Polschuhen des permanenten Magnetes 6 genähert oder von diesen entfernt werden kann. Auf diese Weise ist die eingangs erwähnte Einstellung des Luftspaltes und der Eigenschwingung möglich gemacht. Auch die Breite der Re sonanzkurve wird durch solch eine Verstel lung beeinflusst.
Der Rufstrom durchfliesst die Wicklung 7 und ändert damit den mag netischen Fluss im Takte der Ruffrequenz. Die Membran gerät in Schwingungen und bringt die auf ihr frei liegenden, kugelför migen Anzeigekörper 4 zum Hüpfen. Die durchsichtige Schutzkappe 3 schützt die Kugeln und die Membran gegen mechanische Verletzungen und gestattet die Beobachtung.
Wie Abb. 2 zeigt, teilen zwei halbkreis förmige Schlitze 8, die zweckmässigerweise durch Ausstanzen hergestellt werden, die Membran in die Teile 9 und 10, die nur durch zwei schmale, elastische Stege 11 verbunden bleiben. Der Kreisring 10 wird in dem S tsll- ring 1 der Abbildung 1 eingespannt, wäh rend der Teil 9 die Kugeln 4 trägt. Bei Anruf sind durch diese Ausführung die Aus schläge des Teils 9 und damit die Empfind lichkeit des Schauzeichens bedeutend höher als bei ungeschlitzten Membranen.
Eine andere Möglichkeit, die Empfind lichkeit des Schauzeichens zu steigern, be steht darin, dass die Erhöhung der Membran elastizität durch eine oder mehrere wulst- förmige Ausbeulungen in Form konzentri scher, elastischer Ringe erzielt wird. Ein Ausführungsbeispiel hierfür zeigen die Ab bildungen 3 und 4, und zwar Abb. 3 einen Schnitt durch die Membran, und Abb. 4 die Draufsicht.
Ausser der Empfindlichkeits steigerung ergibt sich durch .diese Ausfüh rung die Möglichkeit, durch geeignete Bemes sung des Wulstes 12, der den die Kugeln 4 tragenden Teil 13 mit dem eingespannten Teil 14 der Membran verbindet, die Eigen frequenz der Membran in weiten Grenzen beliebig wählen zu können.