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CH144556A - Verfahren zum Imprägnieren von nach bekannten Verfahren entcoffeinierten Rohkaffeebohnen für die Herstellung coffeinfreien bezw. coffeinarmen Kaffees. - Google Patents

Verfahren zum Imprägnieren von nach bekannten Verfahren entcoffeinierten Rohkaffeebohnen für die Herstellung coffeinfreien bezw. coffeinarmen Kaffees.

Info

Publication number
CH144556A
CH144556A CH144556DA CH144556A CH 144556 A CH144556 A CH 144556A CH 144556D A CH144556D A CH 144556DA CH 144556 A CH144556 A CH 144556A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
caffeine
extract
coffee
free
beans
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Neustadt Guido
Neustadt Ismar
Original Assignee
Neustadt Guido
Neustadt Ismar
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Neustadt Guido, Neustadt Ismar filed Critical Neustadt Guido
Publication of CH144556A publication Critical patent/CH144556A/de

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  • Tea And Coffee (AREA)

Description


  Verfahren zum Imprägnieren von nach     bekannten    Verfahren     entcoffeinierten    Rohkaffee  bohnen für die Herstellung     coffeinfreien        bezw.        coffeinarmen        ldaffees.       Die Erfindung betrifft     ein    Verfahren  zur     Herstellung    von höchstens geringe Men  gen     Coffein    enthaltendem     Käffee,    welches  dadurch gekennzeichnet ist,

   dass durch Ex  traktion     entcoffeinierte    Rohkaffeebohnen mit  einer höchstens geringe Mengen     Coffein    ent  haltenden     Kaffeextraktlösung    imprägniert  werden, welche bei der     Extraktion    von Roh  kaffeebohnen gewonnenen, höchstens geringe  Mengen     Coffein    enthaltenden Extrakt ent  hält und einen höheren Gehalt an im Kaffee  extrakt vorkommenden Stoffen aufweist, als  den Rohkaffeebohnen bei der Extraktion ent  zogen wurde.  



  Es ist bereits bekannt,     entcoffeinierte     Rohkaffeebohnen mit dem bei der     Entcof-          feinierung    gewonnenen Extrakte zu dem  Zwecke zu imprägnieren, um dem Kaffee die  bei der     Entcoffeinierung    entzogenen, für den  Geschmack und das Aroma wertvollen Stoffe  wieder zuzuführen. Die Imprägnierung soll  hierbei in der Weise erfolgen,     dass    man die    Bohnen mit dem Extrakte versetzt und ihn  in die Zellen der Bohnen diffundieren lässt.

    Es ist klar, dass hierbei die Bohnen nur so  viel     Extraktstoffe    im besten Falle aufneh  men können, dass ein Gleichgewicht des Ge  haltes in den Bohnen und in der sie umge  benden     Imprägnierungsflüssigkeit    eintritt.  Hiernach bleibt ein erheblicher Rest an E1  traktstoffen von der Wiedereinführung in die       entcoffeinierten    Bohnen ausgeschlossen, so  dass diese auch nie im Geschmack und     Aroma,     einen unbehandelten Kaffee erreichen kön  nen.  



  Nach dem Verfahren der Erfindung wird  der Idealzustand, das heisst die Rückführung  einer Menge von     Extraktstoffen.    die der  Menge in unbehandelten Bohnen vollkommen  entspricht, dadurch erreicht, dass zur Im  prägnierung der Bohnen nicht ausschliesslich  die den Bohnen entzogene     Extraktmenge     oder eine ihr entsprechende verwendet wird,  sondern neben dieser und mit ihr zusammen      ein Stammextrakt von echter oder künstlicher       Rohkaffeextraktlösung,    so dass stets die Im  prägnierung mit     einer    Flüssigkeit bewirkt       wird,    die erheblich grössere     Mengen    an Ex  traktstoffen enthält, als der Menge ent  spricht, die aus den zu imprägnierenden Roh  bohnen erhalten wurde.

   Zu diesem Zwecke  ist es erforderlich, bei Eröffnung des Be  triebes einmalig sich diesem Stammextrakt  zu verschaffen,     bezw.    selbst herzustellen, um  diesen alsdann laufend zusammen mit dem  aus den Bohnen jeweilig erhaltenen oder ihm  in der Menge entsprechenden Extrakt zur  Imprägnierung     mit    zu verwenden, indem der  bei der Imprägnierung zurückbleibende Teil  der Flüssigkeit bei der Imprägnierung des  nächsten Postens     entcoffeinierten    Kaffees als  Stammextrakt dient. Bei der praktischen  Ausführung des Verfahrens wird man natür  lich kleine sich ergebende Verluste von Zeit       ziz    Zeit durch Beschaffung einer entsprechen  den Menge neuen Stammextraktes zu erset  zen haben.  



  Das Verfahren kann gleichzeitig im  Kreislauf ausgeführt werden und soll anhand  der schematischen Zeichnung in einem Aus  führungsbeispiel besprochen werden.  



  a ist eine feststehende, schrägliegende und  heizbare Trommel mit im Innern drehbar an  geordneter Siebtrommel b. c ist der Eintrag       und        d    der Austrag für das zu behandelnde  Gut. Die Trommel ist durch eine Leitung     e     mit dem Verdampfer f verbunden, der seiner  seits durch die Leitung g an den     Extrakteur     h angeschlossen ist. Mittelst des Hahnes i  kann das im allgemeinen schwerere orga  nische Lösungsmittel (zum Beispiel Chloro  form) -durch die Leitung     k    abgelassen und  die wässerige     Extraktlösung    durch die Lei  tung     l    nach dem weiteren Verdampfer     in.    ge  schickt werden.

   Dieser ist durch die Leitung  n an die Trommel angeschlossen.  



  2000 kg Rohkaffeebohnen werden bei  spielsweise in die Siebtrommel eingebracht,  in dieser mit Wasser übergossen und etwa.  drei Stunden bei zirka 90   C in der in Dre  hung versetzten Siebtrommel extrahiert. Die  entstandene     Extraktlösung    wird hierauf    durch die Leitung e. nach dem Verdampfer  f abgelassen. Hierauf werden die Bohnen mit       L'assdampf    nachbehandelt, bis dieselben prak  tisch völlig ausgelaugt sind, wobei die Ver  bindungsleitung e zwischen der Trommel und  dem Verdampfer f für den Ablauf des sich  bildenden Kondensates offen gehalten wird.

    Nach zirka     11/12        stündiger        Ausdämpfung    wird  die Leitung e. geschlossen und im Verdampfer  f die Flüssigkeit bis zu einer bestimmten  Konzentration eingeengt. Sodann wird die  Lösung durch     die        Leitung    g nach dem     Ex-          trakteur        li.    geschickt, wo sie durch organische  Lösungsmittel, insbesondere Chloroform,     Te-          trachlorkohlenstoff    usw. vom     Coffein    be  freit wird.

   Hierauf wird der Hahn     i.    umge  stellt und die wässerige     Extraktflüssigkeit     durch die Leitung l nach dem     Verdampfer     in befördert, in welchen vorher bei der erst  maligen Inbetriebnahme der Anlage der  Stammextrakt eingefüllt worden ist. Die ver  einigte Flüssigkeit wird alsdann zur Impräg  nierung der     entcoffeinierten    Bohnen durch  die Leitung     3c    in die Trommel abgelassen.

    Nach erfolgter Imprägnierung, die bei etwa  90   C drei Stunden in Anspruch nimmt,  durchläuft der nicht verbrauchte Extrakt  wieder die ganze Apparatur und sammelt sich  im Behälter in als Stammextrakt, um mit dem  bei der     Entcoffeinierung    eines neuen Postens  Rohkaffee gewonnenen     caffeinfreien    Ex  trakte zusammen zur weiteren Imprägnierung  verwendet zu werden.  



  Die Imprägnierung der     entcoffeinierten     Bohnen wird im ständigen Betriebe zur Er  sparnis von Zeitverlusten selbstverständlich  stets sofort nach beendeter     Auslaugung    und  nach Abfluss des Kondensates einsetzen, so  dass das ganze Verfahren sich ohne Unter  brechung im Kreislauf abspielt, wobei zur  erstmaligen Imprägnierung zusammen mit  dem Stammextrakt eine der zu behandelnden  Bohnenmenge entsprechende     coffeinfreie     Kaffeextrakte verwendet wird.

   In der Folge  wird als solche jedesmal der bei der     Ent-          coffeinierung    eines Postens Rohkaffee ge  wonnene Extrakt zusammen mit dem bei der  Imprägnierung eines vorhergehenden Postens      zurückgewonnenen Stammextrakt zur Im  prägnierung des in Behandlung befindlichen  Rohkaffees benutzt.  



  Soll. an Stelle echten     Rohkaffeextraktes     ein künstlicher     Rohkaffeextrakt    verwendet  werden, so kann als solcher beispielsweise  eine Lösung von 45 Teilen Zucker, 15 Teilen  Gerbsäure, 2 Teilen doppelkohlensaurem Na  tron und 38 Teilen Wasser oder ein 60 %     iger     wässeriger Feigenextrakt benutzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von höchstens geringe Mengen Coffein enthaltendem Kaffee, dadurch gekennzeichnet, dass durch Extraktion entcoffeinierte Rohkaffeebohnen mit einer höchstens geringe Mengen Coffein enthaltenden Kaffeextraktlösung imprägniert werden, welche bei der Extraktion von Roh kaffeebohnen gewonnenen, höchstens geringe Mengen Coffein enthaltenden Extrakt ent hält, und einen höheren Gehalt an im Kaffee- extrakt vorkommenden Stoffen aufweist, als den Rohkaffeebohnen bei der E\traktlon ent zogen wurde. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Imprägnierungs- flüssigkeit ein Gemisch des coffeinfreieri Kaffeextraktes-und einer Lösung von 4,7) Teilen Zucker, 15 Teilen Gerbsäure, 2 Tei len doppelkohlensaurem Natron und 38 Teilen Wasser verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, daB als Imprägnierungs- flüssigkeit ein Gemisch des coffeinfreien Kaffeextraktes und eines 6() ö igen wäs serigen Feigenextraktes verwendet wird.
CH144556D 1928-06-22 1929-06-07 Verfahren zum Imprägnieren von nach bekannten Verfahren entcoffeinierten Rohkaffeebohnen für die Herstellung coffeinfreien bezw. coffeinarmen Kaffees. CH144556A (de)

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DE144556X 1928-06-22

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CH144556A true CH144556A (de) 1931-01-15

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CH144556D CH144556A (de) 1928-06-22 1929-06-07 Verfahren zum Imprägnieren von nach bekannten Verfahren entcoffeinierten Rohkaffeebohnen für die Herstellung coffeinfreien bezw. coffeinarmen Kaffees.

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