Zangenartiges Werkzeug zum Verbinden von übereinanderliegenden Verpackungs- bandeisenenden und eines dieselben teilweise umgebenden, vorgefalzten Metallstreifens. Die Erfindung betrifft ein zangenartiges Werkzeug zum Verbinden von übereinander liegenden V erpackungsba.ndeisenenden und eines dieselben teilweise umgebenden, vor gefalzten Metallstreifens. Ein zu diesem Zwecke allgemein bekanntes und vielfach angewendetes Werkzeug ist zum Beispiel in der amerikanischen Patentschrift Nr. 1038109 dargestellt.
Bei Verwendung eines derartigen Werk- zeuges wird das Bandeisen um die Ver packung gespannt und, nachdem ein vor- ,gefalzter Metallstreifen, zum Beispiel nach der amerikanischen Patentschrift Nr.1445330, über die Bandeisenenden gelegt ist, werden der Streifen und die übereinander liegenden Bandenden gleichzeitig einer durch das Werkzeug ausgeübten, zusammenschnüren den Wirkung auf die Ränder ausgesetzt, derart, dass die Bandenden und die Hülse eine Verbindung bilden und unter der zu- vor erzeugten Spannung vereinigt gehalten werden.
Um bequem und schnell angebracht werden zu können, muss die Hülse oder der Streifen mit etwas Spiel um die überein ander liegenden Bandenden greifen, das heisst, es soll ein Spielraum zwischen den Wänden der Längsnuten der Hülse und den Rändern des Metallbandes vorhanden sein.
Eine Schwierigkeit, welche man bei den bisher üblichen Werkzeugen dieser Art empfand, besteht darin, dass vor der Defor mierung die Flanschen der Hülse oder des Streifens nicht genügend unter den Band enden gebogen oder gefaltet sind. Demzu folge wird die Hülse oder der Streifen oft nicht genügend dicht gegen die Ränder des Bandes gezogen und werden insbesondere an der Stelle der grössten Deformierung die Ränder der Flanschen der Hülse nach innen durchgedrückt in der Richtung der Ver packung, so dass ausragende Teile entstehen, welche die Verpackung und deren Inhalt beschädigen und verhindern, dass der Ver- schluss' flach auf der Verpackung anzuliegen kommt.
Weiter wird zufolge dieser Durch- drückung nach innen der Widerstand der Hülsenflanschen gegen Auseinanderspreizung oder Lösung unter Bandspannung verringert und können die Verbindungen nicht so viel Spannung ertragen, als wenn das erwähnte Durchdrücken vermieden werden würde. Gewöhnlich werden diese Schwierigkeiten mehr in den Vordergrund gerückt, je nach dem die Stärke des Metalles für die Hülse zunimmt, so da.ss es sich als fast unmöglich erwiesen hat, die Stärke dieser Verbindun gen durch die Verwendung von dickeren Hiilsen zu steigern.
Die vorliegende Erfindung hat zum Zweck, diese Nachteile zu vermeiden, da durch, dass die kurzen Arme der Za.ngen- liebel einander gegenüber liegende, mit ver setzt zueinander angeordneten Zähnen und Aussparungen versehene Backen besitzen, so da.ss die Zähne des einen Backens in die Aussparungen des andern Backens ein greifen, wenn die Zange geschlossen ist, wobei das Ineinandergreifen dieser Backen in der Schliesslage derselben an der durch die Verbindungsstelle gelegten, senkrecht zum Werkzeug stehenden Längssymmetrie- ebene vorbei erfolgt.
Die Zeichnung veranschaulicht die Er findung mit einem Ausführungsbeispiel. Fig. 1 ist eine Seitenansicht eines zangenartigen Werkzeuges nach der Erfin dung und auf den zu verbindenden Teilen gestellt, die sich zwischen den Backen be. finden; Fig. 2 ist eine Seitenansicht des gleichen Werkzeuges mit geschlossenen Backen am Ende der Verscblussbildung: Fig. 3 ist ein Längsschnitt bei geschlos senen Backen; Fig. 4 ist eine Unteransicht bei offenen Backen; Fig. 5 ist eine Unteransicht bei geschlos senen Backen.
Das dargestellte Werkzeug besteht aus einem Paar von Handgriffen oder Hebel armen 10 und 11, die durch einen Dreh zapfen oder Bolzen 12 gelenkig miteinander verbunden sind, so dass sie um den Bolzen 12 gedreht werden können. Der Drehzapfen 12 wird von einem Bolzen gebildet, der am einen Ende mit einem festen Kopf 13 und am andern Ende mit einer losen Mutter 14 versehen ist, Die Oberenden der Arme können so weit verlängert sein, dass eine ge nügende Hebellänge erhalten wird, und kön nen mit Griffen versehen sein, um die. Be dienung zu erleichtern.
Die Arme 10 und 11 sind mit Backen 15 bezw. 16 versehen, welche einander zugekehrt und mit kom plementären Aussparungen 17 bezw. 18 ver sehen sind, welche einen Kanal zwecks Auf nahme der übereinander liegenden Band enden und der dieselben umgebenden Hülse, sowie des noch zu beschreibenden Ambosses bilden. Die keilförmigen, ausragenden En den der Backen 15 und 16 sind mit versetzt zueinander angeordneten; Zähnen 20 und Aus sparungen 21 versehen, so dass die Zähne des einen Backens in die Aussparungen des andern Backens eingreifen, wenn die Zange geschlossen ist.
In jedem Backen 15, 16 ist in der Mitte ein Deformierungsstift 22 bezw. 23 mit gekrümmter Vorderfläche angeordnet, welche Stifte aus gehärteten Einsätzen bestehen kön nen, welche in Löchern in den Backenaus sparungen passen. Der beste Erfolg wird dadurch erzielt, dass die einander gegenüber liegenden Flächen dieser Stifte halbkreis förmig ausgebildet werden.
Die obenerwähn- ten Stiftlöcher können weiter durch die Backen hindurch als verhältnismässig enge Löcher 24, 25 verlängert sein, worin ein Gerät eingeführt werden kann, um die De formierung sstifte im Falle eines Bruches oder aus andern Gründen herausdrücken zu können. Der Amboss 26 liegt im durch die Backenaussparungen 17 und 18 gebildeten Kanal. Dieser Amboss hat die Form eines Steigbügels mit zwei parallelen Schenkeln, durch welche der Bolzen 12 geführt ist, der den Bügel gelenkig auf seinem Platz hält.
Sind die Backen ganz geöffnet, so liegen Anschläge 27 der Hebelarme an den Seiten kanten des Ambosses an, wodurch letzterer zentral im Kanal zwischen den Bachen ge stellt wird (Fig. 1). Sind die Backen ganz aufgeschlossen, so wird der Amboss in ähn licher Weise von den dagegen anliegenden Flächen der Backen in der Mittellage ge halten (Fig. 2 und 3). Die Enden 28 des Ambosses 26 ragen etwas ausser den zwi schenliegenden Teilen aus, wodurch eine zentrale Aussparung 29, zur Aufnahme einer geringen Anhebung oder Aufbiegunm der Bandenden nebst Hülse an der Stelle der grössten Deformation, gebildet wird.
Im Betrieb werden die Backen zuerst ge öffnet und wird das Werkzeug auf dem zuvor gespannten Band gestellt, dessen ein ander überlappende Enden von dem vor gefalzten Streifen umgeben sind, bis, der Amboss (Steigbügel) mit dem Bande in Be rührung kommt (Fig. 1). Darauf werden die Zangenarme gegeneinander bewegt, zwecks Einklemmung der einander gegenüber liegen den Randstellen der von der Hülse um gebenen, übereinander liegenden Bandenden. Die Einstellung ist in. Fig. 1 dargestellt.
Während der ersten Periode dieser Klemmwirkung werden die Flanschen der Hülse durch die keilförmigen Enden der Backen um die Seitenkanten des Bandes und unten gegen das Band gefaltet. Zufolge der ineinander eingreifenden Aussparungen und Zähne der Backen können die Deformierungs- stifte 22, 23 hinter den Backenenden an geordnet werden, so dass das Umfalten der Hülsenflanschen vollständig erfolgen kann, bevor an den Rändern der Verschluss durch Deformierung zustande kommt.
Der oben erwähnte erforderliche Anfangsspielraum wird also entfernt und die Hülsenflanschen klemmen die Ränder der übereinander lie genden Bandenden fest aufeinander. Über dies können bei dieser Ausführung die Bak- ken während der Klemmwirkung ganz unter halb des Verbindungsteils liegen, so dass die Hülsenflanschen, nachdem dieselben dicht um die Ränder des Bandes gezogen und un ten flach gegen das untere Band gebogen sind, in diesem Zustande gehalten und ver hindert werden, aufzubiegen, oder nach innen - in der Richtung der Verpackung - auszuragen.
Nachdem die Planschen um die Bandränder gezogen und unter die Bandenden gebogen sind, kommen durch die weitere Schliessbewegung der Backen die Deformie- rungsstifte 22, 23 in Tätigkeit, wobei die einander gegenüber liegenden Ränder der Bandenden und der Hülse gemäss scharf be grenzten Flächen zusammengedrückt und de formiert werden, entsprechend dem geboge nen Verlauf der Deformierungsstifte.
Diese Querdeformation wird von einer Ausbiegung der Hülse und der Bandenden in der Deformierungszone begleitet, welche Ausbiegung durch den zwischenliegenden vertieften Teil 29 des Ambosses begrenzt wird, indem dadurch, dass die Backen in einander greifen, verhindert wird, dass die Flanschen nach innen durchgedrü < ;kt wer den, so dass sich diese Flanschen eher nach aussen, als nach innen (zu der Verpackung hin), wie bei den bekannten Zangen biegen (siehe auch Fig. 3).
Die charakteristische Biegung in der Hülse und in den Band enden bildet also einen taschenförmigen Hohlraum für die deformierten Flanschen, wobei eine ausserordentlich festschliessende und starke Verbindung hergestellt wird. @ETeil die Flanschen oder die Ränder der Hülse dicht um die Ränder der Bandenden gefaltet und darunter gebogen werden, wei ter während der fortgesetzten Schliessbewe gung der Backen dort festgehalten und in den taschenförmigen Deformierungshohl- raum nach aussen gedrückt werden, ist die Verbindung ausserordentlich dicht. und flach auf der Unterseite und wird sie flach und dicht gegen die Verpackung anliegen.
Die Verbindung kann mit geringerem Kraftauf wand hergestellt werden, weil die mit der Zange auszuübenden Vorgänge (das heisst das Bilden und Umfalten der Flanschen der Hülse und darauf die Querdeformierung der Hülse und der Bandenden) der Reihe nach stattfinden. Die Deformationen können tie fer ausgebildet werden, weil die Deformie- rungsstifte sich weiter an den Flächen der Backen vorbei erstrecken können als bei den bekannten Zangen, so da.ss eine stärkere Ver bindung mit Metall gleicher Abmessungen oder eine ebenfalls feste Verbindung mit Hilfe einer Hülse aus stärkerem Metall er halten wird.