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CH136502A - Verfahren und Einrichtung zum Verschieben der Fassungen an Elektroden von elektrischen Öfen. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Verschieben der Fassungen an Elektroden von elektrischen Öfen.

Info

Publication number
CH136502A
CH136502A CH136502DA CH136502A CH 136502 A CH136502 A CH 136502A CH 136502D A CH136502D A CH 136502DA CH 136502 A CH136502 A CH 136502A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
electrode
furnace
winch
moving
socket
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Wacker Gesellschaft Alexander
Original Assignee
Wacker Chemie Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wacker Chemie Gmbh filed Critical Wacker Chemie Gmbh
Publication of CH136502A publication Critical patent/CH136502A/de

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B7/00Heating by electric discharge
    • H05B7/02Details
    • H05B7/10Mountings, supports, terminals or arrangements for feeding or guiding electrodes

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description


      Zierfahren    und Einrichtung zum Verschieben der Fassungen an Elektroden  von elektrischen Öfen.    Beim Betrieb elektrischer Öfen wird der  Strom dem Schmelzgut heute meistens durch  Elektroden zugeführt, welche dem Verbrauch  durch     Abbrand    ausgesetzt sind und daher  in gewissen Zeitabständen erneuert werden  müssen. Bei den sogenannten Dauerelektroden,  die in der Regel vertikal angeordnet sind,  ist die die Elektrode tragende und als Klemm  fassung ausgebildete     Elektrodenfassung    nicht  an dem ausserhalb des Ofens befindlichen       Elektrodenende    angebracht, sondern meistens  in der Nähe der Eintrittsstelle der Elektrode  in den Ofen.

   Durch den     Abbrand    wird nun  das unterhalb der Fassung befindliche Stück  der Elektrode verkürzt und muss daher von  Zeit zu Zeit wieder verlängert werden. Dieses  Verlängern wird nach den bisher bekannten  Verfahren in der Weise durchgeführt, dass  die Klemmfassung, welche allgemein nicht  nur zum Tragen der Elektrode benutzt wird,  sondern der Elektrode gleichzeitig auch den    Strom zuführt, gelöst wird, wobei beim Lösen  derartiger Klemmfassungen die Elektrode  unter der Wirkung ihres Eigengewichtes nach  unten rutscht; es wird also das aus der  Fassung nach unten herausragende     Elektro-          denende,    welches durch den     Abbrand    zu kurz  geworden war, wieder verlängert.

   Nachdem  die notwendige Länge wieder herausragt, wird  die Rutschbewegung durch Festziehen der  Fassung unterbrochen. Dieses Lösen und  Festziehen der     Fassung,    sowie das Durch  rutschen der Elektrode sind Vorgänge,     welcbe     den Ofenbetrieb empfindlich stören.  



  Beim Lösen und Festziehen der Fassung  von Hand muss der Ofen vorher abgeschaltet  werden. Man kann sich zwar diese Arbeit  durch hydraulisch oder     peumatisch    betätigte  Einrichtungen weitgehend erleichtern und sie       darin    auch ohne Abschaltung des Ofens       durchführen;    doch sind derartige Mittel kost  spielig, oftmals wenig betriebssicher und vor      allem beseitigen sie nicht die Schwierigkeiten  in der Beherrschung der Bewegung der Elek  trode während des     Rutschens.    Diese Bewe  gung wird durch das Eigengewicht der Elek  trode hervorgerufen und muss durch die Rei  bungskraft zwischen der Elektrode und der  mit ihr in Berührung kommenden Oberfläche  der Fassung abgebremst werden.

   Die Rei  bungskraft ist in hohem Masse von der Be  schaffenheit dieser Berührungsflächen abhän  gig, welche gleichzeitig auch dem Strom  übergang dienen und durch diesen mannig  fachen Veränderungen bis zur Zerstörung  unterliegen können. .    Die aus den eben genannten Gründen  nur schwierig zu beherrschende Bewegung  der Elektrode während des     Rutschens    ist  ausserdem völlig unerwünscht, falls man den  Rutschvorgang ohne Beeinträchtigung der  Ofenbelastung durchführen will, denn bei  der einmal gewählten Spannung und dem  gegebenen Widerstand des Bades ist die Ofen  belastung nur von der     Eintauchtiefe    der Elek  trode in das Bad abhängig.

   Wird durch die       .Abwärtsbewegung    der Elektrode während  des     Rutschens    die     Eintauchtiefe    vergrössert,  so steigt der Strom an und da die Begren  zung des     Durchrutschens    schwierig ist, sind  starke Stromstösse und damit Belastungs  schwankungen im speisenden Netz unver  meidlich, welche eine sehr kräftige elektrische  Einrichtung voraussetzen, wenn diese keinen  Schaden erleiden soll.

   Es kommt noch hinzu,  dass durch das teilweise Lösen der Klemm  fassung der     Anpressdruck    der Fassung und  damit auch der Kontaktplatten auf die Elek  trode an dieser Stromübergangsstelle herab  gesetzt wird, so dass der Kontakt verschlech  tert, das Eindringen von Fremdkörpern (Staub  oder dergleichen) mit nachfolgenden schweren  Schädigungen der Kontaktfläche aber erleich  tert wird. Ebenso ist in allen Fällen eine  erhebliche Relativbewegung der Elektrode  gegenüber dem Ofen unvermeidlich.

      Diese Nachteile können nun durch die  vorliegende Erfindung dadurch vermieden  werden, dass gemäss dem Verfahren während    der Betätigung eines auf die Elektroden  fassung wirkenden Windwerkes im Hubsinne  die Elektrode durch eine äussere zusätzliche  Kraft festgehalten wird, so dass vom Wind  werk nur die Fassung unter Überwindung  der     Reibung    längs der Elektrode verschoben  wird, ohne dass die Stellung der Elektrode  relativ zum Ofen wesentlich verändert, der       Anpressdruck    der Fassung verringert und der  Stromübergang behindert wird.

   Diese zur  Durchführung des Verfahrens benötigte äussere  Kraft wird     zweckmässigerweise    dadurch er  zeugt, dass die Einrichtung zur Durchführung  des Verfahrens ein     Widerlager        aufweist,     welches der jeweiligen betriebsmässigen Lage  der Elektrode     anpassbar    und derart angeordnet  ist, dass bei Betätigung des Windwerkes im       Hubsinne    die Elektrode an einer Verschie  bung relativ zum Ofen verhindert werden  kann.  



  Die beiliegende Zeichnung zeigt schema  tisch ein Ausführungsbeispiel der     zurDurchfüh-          rung    des Verfahrens dienenden Einrichtung. Die  Elektrode     1.    vom Eigengewicht G hängt in  der Fassung 2, welche mit dem vorteilhafter  weise gleichmässig auf den Umfang verteilten       Anpressdruck    PI die Elektrode umgreift und  sie infolge der Reibungskraft R in Schwebe  hält. Die Fassung hängt mit Ketten oder  sonstigen     Tragorganen    an einem nicht ge  zeichneten, ausserhalb des Ofens angebrachten  Windwerk, welches also im normalen Betrieb  eine Kraft     .P2    zum Tragen der Elektrode  aufbringen muss, welche dem Gewicht von  Elektrode und Fassung gleich ist.

   Während  des Rutschvorganges kommt durch die     An-          briDgung    eines mit dem obern Ende der  Elektrode zusammenarbeitenden, nicht ge  zeichneten     Widerlagers    eine zusätzliche Kraft       P3    zur Einwirkung auf die Elektrode, welche  bei Betätigung des Windwerkes im Hubsinne  allmählich vom Werte Null bis zu solcher  Grösse ansteigt, dass sie zusammen mit dem  Eigengewicht G zur Überwindung der Rei  bungskraft R ausreicht.

   Selbstverständlich  ist während dieses Vorganges auch die vom  Windwerk auszuübende Kraft     P2    um die  Kraft     P3    gegenüber dem normalen Zustand  <B>s</B>           ergrössert,    und es muss das Windwerk dem  entsprechend kräftig ausgeführt sein. Nach  genügender Verschiebung der Fassung wird  das Windwerk so weit auf Senken geschaltet,  bis die Kraft     P3    auf den Wert Null gesunken  ist und das     Widerlager    frei entfernt werden  kann, worauf die volle Bewegungsfreiheit  der Elektrode und somit der normale betriebs  mässige Zustand wieder hergestellt ist.

   Zur  Kontrolle des Rutschvorganges, das heisst  insbesondere zur Feststellung der Grösse der  zusätzlich aufgewendeten Kraft P3 können       zweckmässigerweise    die Angaben von Strom  zeigern herangezogen werden, welche den  Strom der     Windwerksmotore    anzeigen.  



  Als     Widerlager    können zum Beispiel ge  spannte Ketten dienen, welche zwischen Haken  eingehängt werden, die einerseits am obern  Rand der Elektrode, anderseits an tiefer lie  genden ortsfesten Trägern der Stützkonstruk  tion angeordnet sind. Die Ketten werden in  vorteilhafter Weise jeweils nur' in solcher  Länge eingehängt, dass sie sich bereits nach  einer kleinen Aufwärtsbewegung der Elek  trode spannen.  



  Unmittelbar nach der Inbetriebsetzung  des Windwerkes tritt also zunächst eine  Aufwärtsbewegung der Elektrode ein, welche  abhängig ist vom Spielraum, welchen das       Widerlager    freilässt. Dieser kann durch ge  naues Anpassen     äuf    ein sehr geringes Mass  beschränkt werden, so dass die anfängliche  Aufwärtsbewegung der Elektrode ohne prak  tische Bedeutung für den Ofenbetrieb bleibt,  da sie in der gleichen Grössenordnung ist,  wie eine Regulierbewegung. Als     Widerlager     können auch Zwischenstücke, zum Beispiel  aus Holz, in passender Grösse zwischen dem  obern Ende der Elektrode und zum Bei  spiel einer darüber befindlichen Trägerlage  der Tragkonstruktion des Ofens eingelegt  werden. Auch Schraubenspindeln und ähn  liche verstellbare Organe sind anwendbar.

    Das Einbringen und Anpassen des Wider  agers zwischen dem obern Ende der Elek  trode und der Stützkonstruktion kann ohne       Belästigung    durch die Ofenhitze in dem Raum    vollzogen werden, welcher zum Aufsetzen  neuer     Stücke-    auf die Dauerelektrode sowieso  benötigt wird. Der eigentliche     Rutschvorgang     erfolgt bei der Betätigung des Windwerkes  im Hubsinne     zweckmässigerweise    langsam,  so dass er leicht zu überwachen ist und durch       Stillsetzen    des Windwerkes jederzeit sicher  beendet werden kann.  



  Die     Elektrodenfassung    ist zweckmässiger  weise auf der Elektrode elastisch nachgiebig  aufgesetzt, etwa derart, dass zwischen ver  stellbare; in Muttergewinden des Fassungs  ringes drehbare Schraubenbolzen und die  Kontaktplatten kräftige Federn eingelegt  werden, so dass durch die Nachgiebigkeit der  Federn auch bei den unvermeidlichen, gering  fügigen Durchmesserabweichungen der Elek  troden ständig ein annähernd gleichmässiger       Anpressdruck    aufrecht erhalten bleibt.

   Die  Schraubenbolzen werden dann bei einer sol  chen Fassung so weit hineingedreht, bezie  hungsweise die Federn so stark gespannt,  dass die bei dem Rutschvorgang, zum Beispiel  aus den Angaben des Stromzeigers bestimm  bare Kraft     P3    zum Beispiel eine Grösse von       "00-100        %        des        Eigengewichtes        der        Elektrode     erreicht. Damit ist einerseits eine genügende  Sicherheit gegen ein unbeabsichtigtes Durch  rutschen der Elektrode unter der Einwirkung  ihres Eigengewichtes vorhanden, anderseits  wird eine unzulässige Belastung von Stütz  konstruktion,     Widerlager,    Windwerk und  Aufhängeorganen vermieden.

   Sollte im Taufe  einer längeren Betriebszeit die Oberfläche  der Fassungen und damit die Grösse der  Reibungskraft     B    Veränderungen erleiden, so  ist jederzeit durch Nachstellen der Feder  spannung die bei der Durchführung des  Rutschvorganges gewünschte Stromstärke,  das heisst schliesslich die Kraft     P'    auf die  gewünschte Grösse wieder einstellbar.  



  Die vorstehend beschriebene Erfindung  betrifft somit ein sicheres und einfaches  Rutschverfahren, welches erlaubt, mit wenig  kostspieligen Einrichtungen alle erwähnten  Schwierigkeiten der bisherigen Verfahren zu  umgehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zum Verschieben der Fassun gen an Elektroden elektrischer Öfen, da durch gekennzeichnet, dass während der Betätigung eines auf die Elektrodenfas- sung wirkenden Windwerkes im Hubsinne die Elektrode durch eine äussere zusätz liche Kraft festgehalten wird, so dass vom Windwerk nur die Elektrodenfassung be wegt und unter Überwindung der Reibung längs der Elektrode verschoben wird, ohne dass die Stellung der Elektrode relativ zum Ofen wesentlich verändert, der An- pressdruck der Fassung verringert und der Stromübergang behindert wird.
    II. Einrichtung für die Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass ein der je weiligen betriebsmässigen Lage der Elek- trode anpassbares Widerlager vorhanden ist, zum Zwecke, bei Betätigung des Windwerkes im Hubsinne zwecks Ver schiebung der Elektrodenfassung die Elek trode an einer Bewegung relativ zum Ofen verhindern zu können.
    UNTERANSPRUCH: <B>Ei</B> iinrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Widerlager so ausgebildet ist, dass es jederzeit zwischen das eine Ende der Elektrode und ortsfeste Konstruktionsteile am Ofen eingefügt werden kann.
CH136502D 1928-10-26 1928-10-26 Verfahren und Einrichtung zum Verschieben der Fassungen an Elektroden von elektrischen Öfen. CH136502A (de)

Applications Claiming Priority (1)

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CH136502T 1928-10-26

Publications (1)

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CH136502A true CH136502A (de) 1929-11-15

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CH136502D CH136502A (de) 1928-10-26 1928-10-26 Verfahren und Einrichtung zum Verschieben der Fassungen an Elektroden von elektrischen Öfen.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0042609A1 (de) * 1980-06-20 1981-12-30 M.A.N. MASCHINENFABRIK AUGSBURG-NÜRNBERG Aktiengesellschaft Verfahren zum Nachlassen der Elektroden eines Elektro-Lichtbogenofens

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0042609A1 (de) * 1980-06-20 1981-12-30 M.A.N. MASCHINENFABRIK AUGSBURG-NÜRNBERG Aktiengesellschaft Verfahren zum Nachlassen der Elektroden eines Elektro-Lichtbogenofens

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