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CH129861A - Verfahren zum Waschen bei niederen Temperaturen. - Google Patents

Verfahren zum Waschen bei niederen Temperaturen.

Info

Publication number
CH129861A
CH129861A CH129861DA CH129861A CH 129861 A CH129861 A CH 129861A CH 129861D A CH129861D A CH 129861DA CH 129861 A CH129861 A CH 129861A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
washing
urea
low temperatures
parts
urease
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Cie G M B H Henkel
Original Assignee
Henkel & Cie Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Henkel & Cie Gmbh filed Critical Henkel & Cie Gmbh
Publication of CH129861A publication Critical patent/CH129861A/de

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  • Detergent Compositions (AREA)

Description


  Verfahren zum Waschen     hei    niederen Temperaturen.    Einen wesentlichen Teil des Waschpro  zesses bildet bisher meist die mechanische  Behandlung der zu reinigenden     Stoffe    durch  Reiben von Hand, durch Schlagen, Drücken  oder durch Schwenken und Bewegen in  Waschmaschinen. Seit einiger Zeit hat man  nun erkannt, dass bei Anwendung gewisser  Waschmittel, der sogenannten     "selbsttätigen"     Waschmittel, sich diese mechanische, die  Textilfaser naturgemäss sehr schädigende Be  handlung erübrigt. Insbesondere kommt diese  günstige Eigenschaft den     perborathaltigen     Waschmitteln, wie z. B. dem     "Persil",    zu.  



  Die selbsttätige Wirkung     derartigerWasch-          mittel    beginnt bei Temperaturen oberhalb 70 ,  sie. findet aber in der Hauptsache erst beim  Kochen statt. Da nun aber viele     Stoffe,    wie  Wolle, Seide und Kunstseide, Temperaturen  über 70  nicht ohne Schädigung ertragen, so  ist man für diese empfindlichen Textilien  bisher auf die schädigende mechanische Be  handlung angewiesen.  



  Versuche haben nun ergeben, dass man  gemäss dem Verfahren der vorliegenden Er  findung eine selbsttätige Waschwirkung auch    bereits unterhalb von 70  erreichen kann,  wenn man eine enzymatische     Harnstoffspaltung     in der Waschlauge erzeugt. Diese Spaltung  des Harnstoffes geht bereits bei Zimmertem  peratur, besser aber bei Temperaturen von  30 bis 70 , vor sich und besteht darin, dass  der Harnstoff in Ammoniak und Kohlensäure  zerfällt. Der Zerfall ist sowohl an dem Auf  steigen kleiner Glasbläschen, die den Schmutz  teilweise mit sich führen, als auch an dem  sich entwickelnden     Ammoniakgeruch    zu er  kennen.  



  Ein weiterer Vorteil des Verfahrens ist  die an     eich    bekannte, milde Waschwirkung  des sich entwickelnden     Ammoniaks.     



  Das Verfahren lässt sich zum Beispiel so  ausführen, dass einem, z. B. aus Seife, mildem  Alkali und dergleichen bestehenden Wasch  mittel zur Erzeugung der selbsttätigen Wir  kung     Harnstoff    und     Urease    als     harnstoff-          spaltendes    Mittel in trockenem Zustande hin  zugefügt werden. Die Wirkung beginnt dann  erst beim Einbringen des Mittels in Wasser,  derart, dass je nach der angewendeten Zu  sammensetzung, Temperatur und Konzen-           tration    in einer Stunde ein beträchtlicher  Teil des eingebrachten     Harnstoffes    zerlegt ist.  



  Es ist bekannt, dass das Temperaturopti  mum für die enzymatische     Harnstoffspaltung     40 bis 60  ist, dass aber bei höheren oder  tieferen Temperaturen ebenfalls eine, wenn  auch schwächere Wirkung vorhanden ist.  Ebenso ist für diese Spaltung ein Optimum  der     Wasserstoffionen-Konzentration    bekannt,  das aber ebenfalls nicht genau eingehalten  zu werden braucht.  



  Das     Ureasepräparat    kann zum Beispiel  nach dem Verfahren     van        Slyke     &      Cullen,     beschrieben in der "Deutschen medizinischen       Wochenschriftll    40 (1914), Seiten 1219 bis  1221, hergestellt werden.  



  Für praktische Reinigungszwecke ist die  Anwendung von Seife, mildem Alkali oder  anderen Mitteln von benetzender und schmutz  lösender Eigenschaft neben dem Harnstoff  und der     Urease    sehr zu empfehlen, weil weder       Harnstoff,    noch     Urease,    noch die Spaltungs  reaktion der Waschlauge netzende und     emul-          gierende    Eigenschaften zu verleihen vermögen.  



  Als Beispiel     für    ein zur Ausführung des  Verfahrens dienendes Waschmittel wird fol  gendes angegeben:  10 Teile Kernseife,  1.2 Teile phosphorsaures Natron     (Na2          HP04),          \?    Teile Harnstoff,  0,5 Teile     Ureasepräparat.     



  Ein Beispiel, in dem das Optimum der       Wasserstoffionenkonzentration,    das zweck-         mässigerweise    einzuhalten ist, berücksichtigt  ist, ist folgendes  10 Teile Seife,  8 Teile Harnstoff,  6 Teile phosphorsaures Natron     (NaH2P04          sico.),     2 Teile phosphorsaures Natron     (Na2HP04          sicc.),     4 Teile     Ureasepräparat.     



  Diese Komposition, in der Konzentration       voll    1,5     gr    auf 1000     cm3    Wasser gelöst,  ergibt bei 35  C eine     Wasserstoffionenkon-          zentration        (pH)    von 7,2.  



  Ein besonderer Vorteil des Verfahrens ist,  wie Versuche ergaben, dass der Glanz der  Farbe nicht nur erhalten bleibt, sondern so  gar noch erhöht wird, und der für neue  Textilien aus Seide, Kunstseide und Wolle  charakteristische knirschende Griff bei diesem  Waschverfahren wiederhergestellt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Waschen bei niederen Temperaturen, dadurch gekennzeichnet, dass man in der Waschlauge-eine enzymatisohe Harnstoffspaltung durch Urease erzeugt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die, die Harnstoff spaltung bewirkenden Stoffe in Mischung mit mindestens einem anderen Waschmittel der Waschlauge zusetzt.
CH129861D 1926-08-17 1927-08-03 Verfahren zum Waschen bei niederen Temperaturen. CH129861A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE129861X 1926-08-17

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CH129861A true CH129861A (de) 1929-01-02

Family

ID=5663297

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CH129861D CH129861A (de) 1926-08-17 1927-08-03 Verfahren zum Waschen bei niederen Temperaturen.

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CH (1) CH129861A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0040380A1 (de) * 1980-05-09 1981-11-25 AQUANORT Ing. Skirde & Co. Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Textilien

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0040380A1 (de) * 1980-05-09 1981-11-25 AQUANORT Ing. Skirde & Co. Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Textilien

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