Filter zur Reinigung und Entkeimung von Luft und Gasen. Die vorliegende Erfindung bezweckt die Erreichung eines Luftfilters mit besonderer Eigenschaft und Wirkung, um Luft und Gase, und zwar insbesondere die Luft in grö- 13eren Räumen hvie Krankenhäuser, Opera tionssäle usw.
aber auch in Gärkellern, Le bensmittelräumen usw.) von schädlichen Bak terien, auch von solchen besonders wider- standfähigen schädlichen Bakterien, wie Tu berkelbazillen, Choleravibrionen ete. oder auch nur von bestimmten Arten von Bakte rien, sowie zugleich auch von Staub zu be freien, also ganz oder teilweise keimfreie Luft zu erzielen.
Dieser Zweck wird dadurch erreicht, dass gemäss der Erfindung der Filter mindestens teilweise aus Kupfer in Verbindung mit einem metallischen, viskosen, bakterizide Ei genschaften besitzenden Zusatz besteht. Es kann zum Beispiel ein aus Kupfer bestehen der Filter mit, einer Kupfer, Nickel, Silber etc. enthaltenden viskosen Substanz bestri chen, benetzt oder gesättigt sein, welche zum Beispiel aus 01en oder einer andern Lösungs flüssigkeit wie Paraffin mit 01 hergestellt und mit der das oder die Metalle in feinster Verteilung vermengt sind.
Der Filter kann in seiner äusserlichen Ge staltung und Anlage je nach besonders in Be tracht kommenden Umständen ausgeführt werden, und ein Vorteil ist es ferner, dass zur Anlage dieses Filters auch gewisse, für ir gendwelche industrielle Betriebe schon be kannte Filteranlagen benützt, oder dass der Filter ohne weiteres als Ergänzung an sie angeschlossen werden kann.
Er kann zum Beispiel aus in einem orts festen oder transportablen Behälter eingefüg ten bezw. eingebauten kupferhaltigen porö sen Platten oder aus kupferhaltigen Sieben bestehen, wobei die Platten oder Siebe mit einer viskosen, kupferhaltigen Substanz über zogen sind.
Er kann aber auch so ausgeführt sein, rlass zwischen mit Durchbrechungen versehe- nen Wänden Füllgut in Form einzelner klei ner Stücke aus Kupfer oder kupferhaltigem Material eingeschichtet ist und dass dieses Füllgut mit einer kupferhaltigen viskosen Substanz überzogen ist. Er kann auch so beschaffen sein, dass das Filtermaterial statt mit einer viskosen, kupferhaltigen Substanz mit einer viskosen Substanz, die mit Nickel, Silber oder andern bakteriziden Metallen bezw. Metallsalzen ver sehen ist, überzogen ist.
Der Filter kann statt massive Teile auf zuweisen, auch als ein herab rieselnder Flüs sigkeitsschleier ausgeführt werden, der die wirksamen Stoffe enthält, das heisst ausser Kupfer in feinster Verteilung mindestens eines der erwähnten bakteriziden Metalle in viskoser Form. Die Luft wird durch den Schleier getrieben. Die bauliche Ausführung kann dabei zum Beispiel nach Art eines so genannten amerikanischen Wasserfilters aus geführt werden.
Bei Ausführungen des Filters in massiver Art ist es zweckmässig, auch die unmittelbare Umgebung des Filters mit einem kupferhal tigen Anstrich zu versehen.
Durch die Verwendung von metallischem Kupfer bezw.- von andern, aber kupferhaltig gemachten Materialien mit einer viskosen, kupferhaltigen oder mit andern bakteriziden Metallen wie Nickel oder Silber versetzten Substanz wird eine vollkommen bakterien tötende Wirkung erreicht.
Die Entkeimung geschieht dabei so, dass die Bakterien zusammen mit dem Staubluft . gemisch in den Filter eintreten und zunächst durch die viskose Substanz aufgeweicht wer den, worauf sie dann dem keimtötenden Ein fluss des Kupfers unterliegen und nach ihrer Tötung zusammen mit dem Staub ausgeschie den werden.
Der Filter ermöglicht selbst auf zählebige Bakterien, wie Tuberkelbazillen eine absolut bakterizide Wirkung zu erreichen, indem zu nächst bei diesen die Aussenschicht eine ge wissermassen wachsartige Hülle der Bazillen, welche sie gegen Kupfer und andere Metalle mit bakteriziden Wirkungen, sowie gegen an dere Agentien allein weitgehend unempfind lich macht, von der öligen Substanz durch drungen wird, so da.ss dann die Bazillen da durch ebenso empfindlich werden wie andere Bakterien, und dass sodann im weiteren Sta dium durch die metallische Einwirkung- (als Plasmagift) eine vollständige Zersetzung und Tötung erfolgt.
Durch Anpassung der Zusammensetzung der wirksamen Substanzen kann eine nur se lektive, also eine sich nur auf gewisse Bak terien äussernde Wirkung erreicht werden, während zum Beispiel Pilzsporen den Filter unbeschädigt passieren können. Das ist zum Beispiel von Vorteil in einem Gärkeller, ivo störende Bakterien beseitigt, aber Keime von Edelhefe erhalten bleiben sollen. Der Vor gang der selektiven Filtration von Keimen ist so, dass zunächst alle Bakterien mit dem Staubluftgernisch in den Filter eintreten, dort auch mit der viskosen Substanz in Berührung kommen und sämtlich zurückgehalten werden.
Weiterhin aber wirkt diese in dem Filter vor handene viskose und mit einer bakteriziden Metallbeimengung versehene Flüssigkeit je nach ihrer Konzentration und Zusammen setzung auf die verschiedenen Bakterien nicht von gleicher Wirkung. Je nach derselben werden nämlich die Bakterien durch die ge- w a -hlte viskose Substanz aufgeweicht, kl und mittelst des vorhandenen Kupfers (oder an dern Metalles) getötet,
während auf andere Bakterien die nämliche viskose Flüssigkeit und Konzentration keine Einwirkung hat. Die getöteten Bakterien bleiben hierauf mit den Staubteilen in dem Ablagerraum des Fil ters liegen oder -,verden abgeschwemmt. Die am Leben gelassenen Bakterien, die auch zwar zuerst ausgeschieden worden sind, ge langen aber nach gewisser Zeit ,wieder in den Luftstrom, werden wieder ausgeschieden, ge langen wieder in den Luftstrom usw. bis sie auf der Reinluftseite schliesslich aus dem Fil ter heraustreten. Bei reichlicher Ansä.mmlung der am Leben erhaltenen Bakterien können sie sogar durch den Filter hindurchwachsen.
So ist es also erklärlich, da.ss gewisse Keime zu einem gewünschten Zweck, beispielsweise Gärung, herangezogen werden können, wäh rend schädliche Keime zurückgehalten wer den. (Bei einem Dauerbetrieb, wie es bei spielsweise die Gärung ist, spielt die Zeit, innerhalb der die Pilzsporen durch den Filter hindurchwachsen, keine Rolle.)
Filters for cleaning and disinfecting air and gases. The present invention aims to achieve an air filter with a special property and effect to remove air and gases, in particular the air in larger rooms, such as hospitals, operating theaters, etc.
but also in fermentation cellars, food rooms, etc.) of harmful bacteria, including those particularly resistant harmful bacteria such as tuber bacilli, cholera vibrions, etc. or only from certain types of bacteria, as well as from dust at the same time, so to achieve completely or partially germ-free air.
This purpose is achieved in that, according to the invention, the filter is at least partially made of copper in combination with a metallic, viscous, bactericidal egg-possessing additive. For example, a filter made of copper can be coated, wetted or saturated with a viscous substance containing copper, nickel, silver, etc., which is made from oils or another solution liquid such as paraffin with 01 and with which the or the metals are mixed in a very fine distribution.
The external design and system of the filter can be designed depending on the particular circumstances in question, and it is also an advantage that certain filter systems that are already known for some industrial operations are used to create this filter, or that the Filters can easily be connected to them as a supplement.
For example, it can be inserted into a fixed or transportable container. built-in copper-containing porous plates or made of copper-containing sieves, the plates or sieves being coated with a viscous, copper-containing substance.
It can, however, also be designed in such a way that filling material in the form of individual small pieces of copper or copper-containing material is layered between walls provided with openings and that this filling material is coated with a copper-containing viscous substance. It can also be designed so that the filter material instead of a viscous, copper-containing substance with a viscous substance, which bezw with nickel, silver or other bactericidal metals. Metal salts is ver see, is coated.
The filter can, instead of massive parts, also be designed as a downward trickling liq sigkeitsschleier that contains the active substances, that is, apart from copper in finest distribution, at least one of the mentioned bactericidal metals in viscous form. The air is driven through the veil. The structural design can for example be carried out in the manner of a so-called American water filter.
If the filter is designed in a massive way, it is advisable to also paint the immediate vicinity of the filter with a copper-like paint.
By using metallic copper or other materials made of copper with a viscous substance that contains copper or has been mixed with other bactericidal metals such as nickel or silver, a completely bactericidal effect is achieved.
The disinfection takes place in such a way that the bacteria together with the dusty air. Mixture enter the filter and first softened by the viscous substance, whereupon they are subject to the germicidal influence of copper and are excreted together with the dust after they have been killed.
The filter makes it possible to achieve an absolutely bactericidal effect even on tenacious bacteria such as tubercle bacilli, in that the outer layer of these bacilli is largely a waxy shell that protects them against copper and other metals with bactericidal effects, as well as against other agents insensitive, the oily substance penetrates, so that the bacilli are then just as sensitive as other bacteria, and that then in the further stage through the metallic action (as plasma poison) a complete decomposition and killing takes place .
By adapting the composition of the active substances, it is only possible to achieve a selective effect, i.e. an effect that only affects certain bacteria, while fungal spores, for example, can pass through the filter undamaged. This is an advantage, for example, in a fermentation cellar, ivo eliminates disturbing bacteria, but germs from noble yeast should be preserved. The process of selective filtration of germs is such that first of all all bacteria enter the filter with the dusty air mixture, where they also come into contact with the viscous substance and are all held back.
Furthermore, this viscous liquid provided with a bactericidal metal admixture in the filter does not have the same effect on the various bacteria depending on its concentration and composition. Depending on the same, the bacteria are softened by the selected viscous substance, killed by the copper (or other metal) present,
while the same viscous liquid and concentration have no effect on other bacteria. The killed bacteria then remain with the dust particles in the storage space of the filter or - are washed away. The bacteria left alive, which were also eliminated first, but after a certain time, get back into the air flow, are eliminated again, get back into the air flow, etc. until they finally emerge from the filter on the clean air side. If the bacteria kept alive are abundant, they can even grow through the filter.
So it is understandable that certain germs can be used for a desired purpose, for example fermentation, while harmful germs are retained. (With continuous operation, such as fermentation, for example, the time within which the fungal spores grow through the filter does not matter.)