CH109476A - Verfahren zur Herstellung von Borkohlenstoff. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Borkohlenstoff.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Borkohlenstoff. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Borkohlenstoff von besonderer Härte, die so gross ist, dass sie die Härte des Diamanten erreicht und sogar übertreffen kann.
Als Verbindung zwischen Bor und Kohlen stoff ist bisher nur die Verbindung BGC, Bor karbid genannt, bekannt geworden. Für seine Herstellung sind verschiedene Verfahren an gegeben worden. Ausserdem ist in der Lite ratur noch von derVerbindung <I>B2</I> 0? gesprochen worden. Versuche von Tucker (vergleiche Gmelin-Kraut, Handbuch der anorganischen Chemie, Band 1 und 2 Seite 812 und fol gende) haben aber gezeigt, dass es sich hier bei nicht um eine Verbindung B2 C2 handelt, sondern um ein Gemisch aus B6C und Gra phit.
Dieses Gemenge besitzt keine besonders hohe Härte und Tucker hat ein für Schleif zwecke brauchbares Material nur mit reinem kristallisiertem Borkarbid B6C erhalten.
Borkarbid BoC besitzt bereits eine hohe Härte. Diese wertvolle Eigenschaft wird je doch durch eine gewisse Sprödigkeit beein trächtigt. Vorliegende Erfindung zeigt nun einen Weg, um aus Bor und Kohlenstoff Massen zu erzeugen, deren Festigkeits- und Härte eigenschaften diejenigen von Borkarbid B6C nicht unwesentlich übertreffen. Durch die Er findung werden die Übelstände, welche sich sonst bei der Erzeugung von Massen aus Bor und Kohlenstoff einstellen, vermieden.
Diese Übelstände bestehen darin, dass keine eigentliche homogene Schmelze erzeugt wird, sondern dass Gebilde erzeugt werden von durchaus verschiedener lokaler Zusammen- Setzung.
Das vorliegende Verfahren zur Herstellung von Borkohlenstoff beruht darauf, dass man in einer Schmelze von Bor mit Kohlenstoff, Kohlenstoff gleichmässig in einem solchen Mengenverhältnis löst, dass _ eine Schmelze entsteht, welche mehr als 15-16 % Kohlen Stoff, welche der Verbindung B60 entspre chen würden, jedoch nicht mehr als 30 /o Kohlenstoff enthält. Würde Kohlenstoff in der Schmelze nicht homogen gelöst, so würde an einzelnen Stellen eine zu starke Häufung des Kohlenstoffes erfolgen. An diesen würde bei der Abkühlung leicht eine Ausscheidung von Graphit vor sich gehen, die sich auch auf die weniger gesättigten Stellen ausbreiten würde.
Um die Ausscheidung von Graphit beim Abkühlen der Masse zu vermeiden, wird zweckmässig eine schnelle Abkühlung der Schmelze herbeigeführt.
Besonders günstige Ergebnisse bezüglich der mechanischen Eigenschaften der erkal teten Masse erzielt man, wenn man in der Schmelze von Bor und Kohlenstoff etwa 26 bis 27"/o Kohlenstoff gleichmässig löst. Eine solche Zusammensetzung lässt sich auch bei gewöhnlichem Druck mit Sicherheit erreichen.
Die Schmelze aus Bor und Kohlenstoff, welche den Ausgangspunkt der Erfindung bildet, kann in verschiedener Weise leerge stellt werden, zum Beispiel indem man Bor mit Kohle mischt und etwa auf<B>30001'</B> im elektrischen Ofen erhitzt. Man kann auch statt des Bors Borstickstoff mit Kohle ge mischt erhitzen oder von vornherein Bor karbid (B6C) dazu benutzen.
In der Schmelze wird alsdann Kohlenstoff gelöst, und zwar in solchen Mengen, dass das fertige Produkt mehr als 15-16% (entsprechend der Ver- bindung BeC), aber nicht mehr als 300/.) Kohlenstoff enthält. Der Kohlenstoff kann irr fester oder auch in gasförmiger Form zur Lösung gebracht werden.
Im ersteren Falle setzt man dem Ausgangsmaterial, welches zur Bildung der Schmelze aus Bor und Koh- lenstoff benutzt wird, die erforderliche Menge Kohlenstoff, die sich ohne weiteres errechnen lässt, am besten bereits vor dein Schmelzen in pulverförmigem Zustande zu. Im letzteren Falle wird die Schmelze dein Einfluss einer Kohlenstoffdampfatmosphäre ausgesetzt, indem man Kohlenstoffdämpfe in den Schmelzraum einleitet oder darin erzeugt.
Die Erzeugung der Kohlenstoffdämpfe geschieht durch Er hitzung von Kohle mittels des elektrischen Stromes oder durch Spaltung von kohlen stoffhaltigen Massen, wie zum Beispiel Schwe felkohlenstoff oder Leuchtgas bei hoher Tem peratur. Um den Kohlenstoffgehalt, den man auf diese Weise in der Schmelze erzeugt hat, zahlenmässig festzustellen, empfiehlt es sich, die ,Schmelze erkalten zu lassen und dann zu untersuchen.
Je nach dem Ergebnis der Untersuchung wird man alsdann unter sonst gleichen Verhältnissen den Kohlenstoff- dampf längere oder kürzere Zeit zur Einwir kung bringen.
<I>Beispiel 1:</I> 330 gr Bor werden mit 120 gr Kohle, beides in pulverisiertem Zustande sorgfältig gemischt und alsdann im elektrischen Ofen auf etwa 3000 " erhitzt. Der entstehende Schmelzfluss wird schnell abgekühlt.
Beispiel <I>2:</I> 780 gr Borkarbid von der Zusammenset zung BrC werden im elektrischen Ofen bei etwa 3000 in einer indifferenten Atmosphäre geschmolzen, alsdann wird innerhalb des Schmelzraumes ebenfalls reit Hilfe des elek trischen Stromes durch Erhitzen eines oder mehrerer Kolile=istä be eine Kohlendampf atmosphäre erzeugt, diese lässt man 1 bis 2 Stunden auf das Schmelzgut einwirken, wo durch sich Kohlenstoff in der Schmelze löst. Hiernach wird dasselbe abgekühlt.
Eine besonders schnelle Abkühlung der Schmelze erhält man, wenn man die genann ten Ausgangsmaterialien im richtigen Dlen- genverhältnis, das sich ohne weiteres errech nen lässt, als Pulver mischt und Stäbchen daraus formt und diese dann nur an den Enden gelagert mit Hilfe des elektrischen Stromes zum Schmelzen bringt. Das Schmelz gut tropft dann frei herab und kühlt sich dabei schnell ab.
Zur weiteren Steigerung der Festigkeit des Scliinelzgutes kann man den Ausgangs stoffen geringe Mengen, zum Beispiel einige Prozente von Metallen; welche einen hohen Siedepunkt besitzen, zum Beispiel Wolfram oder Titan oder von deren Karbiden, zum Beispiel Wolfranikarbid, Titarikarbid oder dergleichen zusetzen;
jedoch ist es zweck mässig, die Zusätze nur so gering zu bemes sen, dass eine schädliche oder nennenswerte Herabsetzung der Härte nicht eintritt. Man kann auch etwas von dem Borgehalt durch geeignetes Metall, z. 13. Wolfram ergänzen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Borkohlen- stoff, dadurch gekennzeichnet, dass man in einer Schmelze von Bor und Kohlenstoff gleichmässig Kohlenstoff in einem solchen Mengenverhältnis löst, dass eine Schmelze entsteht, welche mehr als 15-16/o Kohlen stoff, jedoch nicht mehr als 30o% Kohlen stoff enthält. UNTERANSPRüCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Schmelzgut schnell abkühlt. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Erzeugung der Schmelze dienenden Stoffe mit dem erforderlichen Kohlenstoff als Pulver zu sammengemengt, zu Stäben geformt und ohne Einbettung mit Hilfe des elektri schen Stromes geschmolzen werden, wo bei man das geschmolzene Material herab tropfen lässt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man den Ausgangs stoffen der Borkohlenstoffschrnelze geringe Mengen hochsiedenden Metalles zusetzt. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man der Schmelze den zu lösenden Kohlenstoff in Form von Kohlenstoffdampf zuführt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DEP44954D DE456921C (de) | 1922-09-20 | 1922-09-20 | Verfahren zur Herstellung von Koerpern aus Borkohlenstoff |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1032725B (de) * | 1954-03-05 | 1958-06-26 | British Aluminium Co Ltd | Verfahren zur Herstellung von Carbiden, Boriden, Borcarbiden sowie Mischungen von Boriden und Carbiden des Titans, Zirkons, Niobs und Tantals und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens |
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