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Differentialgetriebe fUr Kraftfahrzeuge.
Um die übermässige Empfindlichkeit der allgemein gebräuchlichen Differentialgetriebe mit Stirnoder Kegelrädern zu vermeiden, hat man diese durch Sehneckenverzahnungen, Bremsvorrichtungen oder auch vollkommene Verriegelungen zu ergänzen oder zu ersetzen versucht. Derartige Konstruktionen komplizieren und verteuern jedoch die normale Ausführungsform, sind zum Teil schnellem Verschleiss unterworfen und bedingen meist konstruktive Änderungen beim Einbau in das Achsgehäuse.
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der Strasse beim Fahren in gerader Richtung allein durch eine neue Zahnform der im normalen Differential verwendeten Zahnräder. Die Zähne dieser Zahnräder erhalten nämlich konkaves Kopf-und konvexes
Fussprofil.
Beim Zusammenarbeiten zweier Zahnräder der üblichen Evolventenverzahnung tritt je nachdem
Evolventenwinkel oder der Neigung der Zahndruckrichtung zum Radl1mfang eine Kraftkomponente auf, welche die Räder auseinander zu treiben sucht. Wählt man ganz ausserordentlich grosse Evolventen- winkel, so lässt sich diese Druckkomponente entsprechend gross gestalten. Sie kann auch zur Erzielung einer starken Reibung in Stirnlagern des Radkörpers benutzt werden.
Anderseits tritt bei der Evolventen- verzahnung zwischen zwei aufeinander arbeitender Zahnflanken stets ein Gleiten ein, welches mit der
Entfernung vom Teilkreise schnell anwächst, da bei gleicher Umfangsgeschwindigkeit im Teilkreise die
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Entfernung vom Teilkreis arbeiten daher stets unter grossem Gleiten, und bei Wahl sehr grosser Druckwinkel auch unter entsprechend vergrössertem Zahndruck, im Resultat also mit beliebig gross zu bebemessender Reibung aufeinander. Grosse Druekwinkel ergeben daher zwischen den Zahnflanken und in den Lagerungen bei entsprechender Wahl aller Verhältnisse äusserst grosse Gesamtreibung bis zur vollkommenen Selbsthemmung.
Trotzdem lässt sich der angestrebte Zweck nicht ohne weiteres mit der üblichen Evolventenverzahnung durch einfaches Vergrössern des Druckwinkels erreichen, da es nicht möglich ist, die zu jedem korrekten Arbeiten bei Vermeidung von Stössen und stellenweisem grossen Spielraum zwischen den Zahnflanken unbedingt erforderlichen Länge der Eingriffda. uer bei Anwendung sehr grosser Druckwinkel zu erzielen. Soll der Eingriff bei einer Zahnflanke in korrekter Weise allmählich fortschreiten und nicht aufhören, bevor er auf der benachbarten Zahnflanke wieder begonnen hat, so wird die Konstruktion einer gänzlich neuartigen Zahnform erforderlich.
Die Eigenarten dieser Zahnform bestehen im wesentlichen aus einer in ihrem mittleren Teil aussergewöhnlich stark geneigt liegenden flachen Zahnflanke, welche nach den Zahnkopf-und Fussenden hin stark an Krümmung zunimmt. Diese Krümmung nach den Kopfund Fussenden des Zahnes hin erfolgt in dem Sinne, dass sie von einer entsprechenden Abnahme des Druckwinkels begleitet wird. Im Resultat entsteht daher, wie oben erwähnt, ein Zahn mit konkaven Kopf-und konvexen Fussprofilen.
Ein derartiger Zahn arbeitet im mittleren Teil infolge seines eigenartig grossen Druckwinkels mit entsprechend grosser Reibung zwischen den Zähnen und auch an den Flächen zwischen den Naben der Radkörper und den entsprechenden Aufnahmeflächen im Lagergehäuse, während die konkaven, respektive konvexen Kopf-und Fussenden mit geringerem Druckwinkel hauptsächlich zur Sicherung eines genügend langen Eingriffes dienen. Ähnlich wie bei der Zykloidenverzahnung kämmt beim Zusammenarbeiten derartiger Zahnflanken stets ein erhaben gekrümmtes mit einem hohlgekrümmten Flankenstück zusammen, jedoch arbeitet nicht wie bei der Zyldoidenverzahnnng ein konvexes Kopf-
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