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Müllverbrennungsofen.
Die Erfindung bezieht sich auf Öfen zur Verbrennung von Miill u. d-i. wie sie durch das öster reichisehePatentNr. 86419 bekanntgeworden sind und betrifft eine neue Bauart der Ofenwandung, die zur
Vorwärmung der Verbrennungsluftherangezogen wird. Die Verbrennung erfolgt in wagrechten Schichten.
Die entstehenden Gase können durch die Ofenwand abgezogen werden und zur Heizung von Dampf- kesseln dienen oder-wenn sie brennbar sind-in Verbrennungskraftmaschinen ausgenutzt werden. Ferner sieht die Erfindung ein zentrales Gasalbleitungsrohr und zentrale Zuleitungen für Luft und'Wasser zum Ofenschacht vor, so dass ein leichtes Anblasen in der Ofen mitte möglich ist bzw. die Luft und'die brennbaren Gase abgesaugt werden können, wobei sie im Aufsteigen das Material trocknen. Nach'der Erfindung ist der ofenschacht unten durch eine wa. grechte, sich drehende Platte abgeschlossen, die die ununterbrochene Abfuhr von Schlacke oder andern Verbrennungsrückstände erlaubt.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Ofens na. ch dar Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt einen lotrechten Schnitt des Ofens von seiner unteren Mündung bis zur Höhe des Ringkanals für
Verbrennungsluit. Fig. 2 zeigt einen lotrechten Schnitt durch das untere Ofenende mit der rotierenden Platte und der Schlackenausstossvorrichtung.
Dem Ringkanal wird durch ein Gebläse kalte Verbrennungsluft zugeführt, die durch K@näle 28 in den Sammelkanal 29 und weiter durch zwischen den Abzugkanälen 31, 32 gelegene Kanäle in'den Hauptsammler 30 gelangt, der die Brenndüsen 16 unmittelbar speist. Zur Heizung von Kesseln bestimmte Feuergase treten durch die Kanäle 31 aus dem Ofenschacht, steigen durch die Öffnungen 33 (wenn die
Steine 34 auf den Sitzen 35 ruhen) in den Hauptsammler 36, aus dem sie unmittelbar unter die Kessel geführt werden.
Wenn dagegen brennbares Gas zum Antrieb von Motoren gewonnen werdensoll, werden die Verschluss- steine 34 wagrecht auf die Sitze 37 gelegt und so die Kanäle 31 abgeschlossen. Die Gase ziehen dannaus den
Kanälen 32in den Sammelkanal 36. Da die Leitung zu den Kesseln in diesem Falle abgesperrt ist, steigen die
Gase durch die lotrechten Kanäle 38 auf, wo sie sich abkühlen, indem sie die Verbrennungsluftin den
Kanälen 28 vorwärmen und gelangen in den Hauptsammler 39, von dem sie den Motoren zugeführt werden.
Während nach dem Patent Nr. 86419 die Auflockerung der Schlacke durch Dampfeinblasung erfolgte, sind nach der Erfindung zu diesem Zwecke Wassereinspritzdüsen 40 vorgesehen, deren Neigung beliebig geändert werden kann. Die Düsen befinden sich an den Enden von Rohren 41,'die mittels" biegsamer Schläuche 43 an die Hauptleitung 42 angeschlossen sind. Der beim Auftreffen des Wassers auf die rotglühende Schlacke entstehende Dampf wird durch hohle Stahlkammern 44 abgesaugt, die durch weite Öffnungen mit dem Ofenschacht in Verbindung stehen. Der Dampf gelangt weiter durch Röhren 45 in ein Sammelrohr 46, aus dem er durch einen Ventilator abgesaugt wird.
Im Innern des Ofens erfolgt eine Wassjreinspritzung am Oberteil einerBlechkappe47 (Fig. 2). Der hiebei erzeugte Dampf wird ebenfalls durch die Kammern 44 abgesaugt und bewirkt auf seinem Wege eine weitere Kühlung und Auflockerung der Schlacke, auf die er trifft.
Unmittelbar unter den Düsen 16 befinden sich von Wasser durchströmte Kühlkästen 61, die ein Zusammenbacken der Schlacke und Anhaften an der Schachtwandung verhindern.
Die durch das zerstäubte Wasser aufgelockerte Schlacke sinkt auf eine Rippen besitzende bewegte
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trifft, die mehr oder weniger in das Ofeninnere vorgeschoben werden kann, um eine grössere oder kleinere Sehlackehmenge abzustreifen, die über eine geneigte Fläche 50 nach aussen gelangt.
Ausser der Klappe 49 ist zum Entfernen der Schlacke ein Ausstosser 51 vorhanden, der eine kräftige mittels der Schrauq, e 53 bewegte Wandermutter 5Zträgt. Die Schraube 53 wird mittels der Getriebe 54, 55 von den Riemenscheiben 56 angetrieben. Der Ausstosser wird oberhalb der Platte 48 in radialer Richtung gegen die geneigte Fläche 50 vorbewegt. Sein Kopf 57 hebt ein entsprechend breites Stück der Schlacke ab und befördert es auf die Fläche 50.. Sobald der Kopf 57 den äusseren Rand der Platte 48 erreicht hat, wird eine Umsteuerung eingeschaltet und der Ausstosser in seine Anfangslage zurückgeführt. Ist er
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gedreht wird. Die Platte 48 dreht sich um ein der Breite des Ausstossers entsprechendes Stück weiter, worauf sie angehalten und der Ausstosser vorbewegt wird. Dieses Spiel wiederholt sich selbsttätig.
Fig. 1 zeigt den Ausstosser nicht, dagegen ist hier oberhalb der schiefen Fläche 50 ein Gewölbe 71 ersichtlich. Unterhalb desselben befindet sich ein Blechboden 73, durch dessen Öffnung die Schlacke und Asche entleert wird. Diese Öffnung ist durch einen Schieber 72 verschliessbar, um die Abfuhr der Verbrennungsrückstände regeln zu können. Wie in Fig. 1 dargestellt ist, erstreckt sich ein zentrales Rohr 74 durch die Mitte des Schachtes. Sein unteres Ende liegt annähernd in gleicher Höhe mit den Düsen 16. Etwas unterhalb der Ebene dieser Düsen und oberhalb der Platte 48 ist in der Mitte der Kühlzone des Ofens eine kegelförmige Kappe 70 eingebaut, unter der eine mit einem Gebläse 76 verbundene Rohrleitung 78 ausmündet. Durch ein in der Achse dieser Leitung geführtes Rohr 77 wird Druckwasser herangebracht.
Durch Einblasen von Luft durch die Leitung 78 unter die Kappe 70 wird eine vollstänständige Verbrennung der zwischen den Zerstäubern 40 und der Kappe 70 befindlichen brennbaren Bestandteile erzielt. Luft und heisse Gase steigen durch das Rohr 74 auf, veranlassen die Bildung von brennbarem Gas und trocknen den im Ofenschacht zur Verbrennungszone herabsinkenden Müll.
PATENT-ANSPRÜCHE :
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wandung nach Patent Nr. 86419, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Luftkanälen zwei Reihen radial verlaufender Kanäle (31, 32) übereinander in der Schachtwandung vorgesehen sind, die oberhalb der Verbrennungszone in den Schacht münden, wobei die untere Reihe von Abzugkanälen (,'31) zur Fortleitung heisser Verbrennungsgase, z. B. unter einen Dampfkessel dient, während durch die obere Reihe radialer Kanäle (32) brennbare Gase, beispielsweise zur Verwe : l1dungin Verbrennungskraftmaschinen abgeführt werden können.