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Die Erfindung bezieht sich auf eine Zusatzlinse für eine Brille, welche an der inneren Oberflä- che des Brillenglases mit Hilfe einer Saugeinrichtung losbar befestigbar ist.
Die US 5, 266, 977 A beschreibt eine derartige Zusatzlinse, die ringsumlaufend in einem Linsenhalter in Gestalt eines Saugnapfes aus Kunststoff, z B Vinyl, aufgenommen ist. Der Saugnapf samt Linse kann an der Innen-oder Aussenfläche einer Brille angesaugt werden, wodurch eine Betrachtung naheliegender Objekte ermöglicht werden soll. Insbesondere wird die Verwendung einer derartigen Zusatzlinse zusammen mit Schutzbrillen fur Schwimmer erwähnt, damit diese an einer Stoppuhr die Zeit ablesen konnen Bei dieser bekannten Zusatzlinse ist durch die Saugnapfhalterung eine Flache des Gesichtsfeldes abgedeckt, die einem Mehrfachen des nutzbaren Sehfeldes der Zusatzlinse entspricht, sodass die Brille in ihrem normalen Gebrauch nur mangelhaft verwendbar ist Falls sich der Saugnapf löst, z.
B. wenn seine Haftlippe vor Gebrauch nicht gut gereinigt wurde, fällt die Zusatzlinse von der Brille und geht hierdurch, nicht zuletzt wegen ihrer geringen Grösse naturgemäss leicht verloren. Ein weiterer Nachteil der bekannten Zusatzlinse liegt darin, dass es dem Benutzer kaum moglich sein wird, eine solche Linse an einer augen- und brillenoptisch korrekten Stelle aufzusetzen, wozu bei Verwendung von zwei Zusatzlinsen das Problem der Einhaltung des korrekten Pupillenabstandes kommt.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine Zusatzlinse zu schaffen, die in ihrer Verwendung das Sehfeld der Brille weniger einschränkt. Auch soll ein unbeabsichtigtes Lösen der Zusatzlinse von dem Brillenglas erschwert werden Diese Aufgabe wird mit einer Zusatzlinse der eingangs genannten Art gelöst, bei welcher erfin- dungsgemÅass die Saugeinrichtung im Randbereich der Zusatzlinse in einem beschrankten Winkelbereich vorgesehen ist, wodurch die Zusatzlinse so auf das Glas der Brille aufsetzbar ist, dass ein von Teilen der Saugeinrichtung freier Ubergangsbereich zwischen oberem Rand der Zusatzlinse und Brillenglas verbleibt Die Zusatzlinse nach der Erfindung kann zweckmässigerweise am unteren Bereich einer Brille, insbesondere auch einer Sonnenbrille mit der Saugeinrichtung am unteren Rand der Zusatzlinse
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aufgesetzt werden,
wodurch-ähnlich wie bei bekannten BifocalglÅasern - der Übergangsbereich zwischen Zusatzlinse und Brillenglas, somit zwischen den Bereichen des Nahsehens und des
Weitsehens ungestört bleibt.
Zweckmässige Weiterbildungen der Zusatzlinse sind in den abhängigen Ansprüchen 2 bis 10 gekennzeichnet.
Um das optisch korrekte Aufsetzen einer Zusatzlinse nach der Erfindung auf die Gläser einer Brille zu gewährleisten bzw. zu erleichtern, sieht die Erfindung eine Hilfsvorrichtung zum kontrollierten Aufsetzen vor, welche gekennzeichnet ist durch einen Rahmen mit zwei in einem vorbestimmten Abstand befindlichen Aufnahmen, in welchem je eine Zusatzlinse losbar gehalten werden kann Zweckdienliche Weiterbildungen der Hilfsvorrichtung sind in den abhangigen Ansprüchen 12 bis 18 gekennzeichnet.
Die Erfindung samt ihren weiteren Vorteilen ist im folgenden anhand beispielsweiser Ausführungsformen näher erläutert, die in der Zeichnung veranschaulicht sind In dieser zeigen Fig 1 eine Vorderansicht einer Zusatzlinse nach der Erfindung, Fig 2 eine Seitenansicht zu Fig. 1, Fig. 3 in einer Seitenansicht, teilweise geschnitten, eine auf ein Brillenglas aufgesetzte Zusatzlinse nach der Erfindung, Fig. 4 in teilweiser Darstellung gemäss Fig 1 eine Zusatzlinse mit Saugleiste, Fig 5 in einer Hinteransicht eine Brille mit einer daran angelegten Hilfsvorrichtung zum kontrollierten Aufsetzen von Zusatzlinsen, Fig. 6 in einer Darstellung wie Fig 5 eine zweite Ausführung einer Hilfsvorrichtung und Fig. 7 in schematischer, perspektivischer Darstellung eine dritte Ausführungsform einer Hilfsvorrichtung.
Wie aus den Fig 1 bis 3 hervorgeht sind an dem bei Verwendung unteren Rand einer Zusatzlinse 1 Saugnäpfchen 2 - im gezeigten Beispiel drei Stuck - befestigt. Hier sind die Saugnäpfchen 2 mit Stielen 3 einstückig ausgebildet, wobei die von den Saugnäpfchen abgewandten Enden der Stiele 3 an der Zusatzlinse 1 beispielsweise angeklebt sind Die Saugnäpfchen 2 und die Stiele 3 bestehen vorteilhafterweise aus einem geeigneten Kunststoff, der mit Vorteil klar oder durchscheinend ist Falls die Zusatzlinse 1 gleichfalls aus Kunststoff besteht, können die Stiele 3, gegebenenfalls auch die Saugnäpfchen 2, einstückig mit der Zusatzlinse 1 ausgebildet sein Die Saugnapfchen 2 bilden eine Saugeinrichtung, mit deren Hilfe die Zusatzlinse 1 an einem Brillenglas 4 befestigt werden kann,
wie Fig 3 zeigt Zweckmässigerweise wird je eine Zusatzlinse 1 an der Innenseite der Gläser 4 einer Brille 5 (siehe Fig 5 und 6), z B einer Sonnenbrille
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befestigt. Durch die Länge der Stiele 3 kann die Winkellage der Zusatzlinse 1 bezüglich des zugehörigen Brillenglases 4 auf ein optisch geeignetes Mass gebracht werden, beispielsweise um Mehrfachreflexionen zu verhindern.
Die Saugnäpfchen 2 konnen auch so an der Zusatzlinse 1 befestigt sein, dass sie radial über deren Rand vorstehen, sodass die Saugnapfchen 2 ausserhalb des Sichtbereiches der Linse 1 liegen (nicht dargestellt).
Eine alternative Ausführungsform ist in Fig 4 schematisch dargestellt Hier ist an dem im Gebrauch unteren Rand der Zusatzlinse 1 eine schmale, der Randkrümmung der Zusatzlinse 1 angepasste, die Saugeinrichtung bildende Saugleiste 6 angebracht, z. B aufgeklebt. Zweckmässigerweise ist die Saugleiste 6 in mehrere, im vorliegenden Fall vier Saugkammern 7 unterteilt.
Auch die Saugleiste 6 besteht mit Vorteil aus klarem oder durchscheinendem Kunststoffmaterial. Die Unterteilung der Saugleiste 6 in mehrere Saugkammem 7 bringt in gleicher Weise wie die Verwendung mehrerer Saugnäpfchen 2 eine erhöhte Sicherheit gegen unbeabsichtigtes Loslösen der Zusatzlinse 1 von dem Brillenglas 4 Den oben beschriebenen Zusatzlinsen ist gemeinsam, dass die Saugeinrichtung an der Zusatzlinse nur in einem beschränkten Winkelbereich angeordnet ist, sodass bei korrekt auf das Brillenglas aufgesetzter Zusatzlinse ein vollig freier Übergangsbereich zwischen dem oberen Rand der Zusatzlinse und dem Brillenglas verbleibt.
Bei der Ausfuhrung nach Fig 1 und 2 beträgt dieser freie Übergangsbereich als Winkelbereich a, bezogen auf die optische Mitte der Zusatzbrille etwa a= 230 , somit erheblich mehr als 180 Um das Aufbringen von Zusatzlinsen 1 auf die Gläser 4 einer Brille 5 zu erleichtern, und um die Zusatzlinsen in ihre optisch korrekte Lage bezüglich der Brillengläser 4 zu bringen, sieht die Erfindung eine Hilfsvorrichtung 8 vor, die in Fig. 5 in einem ersten Ausfuhrungsbeispiel dargestellt ist.
Die Vorrichtung 8 weist einen Rahmen 9 auf, der aus zwei Teilen 91, 9r besteht Diese Teile besitzen je eine Aufnahme 101, lOr für eine Zusatzlinse 1 Diese Aufnahmen 101, lOr dienen dazu, die Zusatzlinsen l lösbar zu halten, was auf unterschiedliche Art realisiert werden kann Im vorliegenden Beispiel besitzt jede Aufnahme 101, 10r kurze Schlitze 11, in welche die Stiele 3 der Saugnäpfchen 2 eingreifen konnen Die beiden Teile 91,9r können mit Hilfe einer Justiereinrichtung, im vorliegenden Fall einer Schraubenspindel 12, gegeneinander verschoben werden (siehe Pfeil in Fig.
5), wodurch auch der Abstand der Aufnahmen 101, lOr und letztlich auch der Abstand von in die Aufnahmen eingesetzten Zusatzlinsen 1 geändert wird
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Um die Hilfsvorrichtung 8 gegen die Brille 5 ausrichten zu konnen, ist ein Zentriermittel vorge- sehen, hier zwei Pratzen 13, die dem Nasenbügel 5n der Brille 5 zugeordnet sind Im gezeigten
Beispiel sind weiters an dem Rahmen 9 zwei Anschläge 14 angeordnet, die im Gebrauch an dem unteren Rand der Brillenfassung anliegen
Um die Zusatzlinsen an den Gläsern 4 einer Brille 5 zu befestigen, verwendet der Benutzer die
Hilfsvorrichtung 8, die beispielsweise in einem Etui zusammen mit den Zusatzlinsen 1 aufbe- wahrt wurde. Der Benutzer steckt die Zusatzlinsen 1 in die Aufnahmen 101, lOr und stellt den korrekten Pupillenabstand mit Hilfe der Schraubenspindel 12 ein.
Sodann bringt er die Hilfsvorrichtung 8 in die in Fig 5 gezeigte Lage und presst dann die Zusatzlinsen 1 mit den
Saugnäpfchen 2 gegen die Brillengläser 4, worauf die Hilfsvorrichtung 8 nach unten gezogen werden kann, wobei die Stiele 3 der Saugnapfchen 2 aus den Schlitzen 11 treten und die Zusatzlinsen 1 in korrekter Lage auf den Glasern 4 anhaften Es darf an dieser Stelle angemerkt werden, dass die Zusatzlinsen 1 auch auf andere Art, z. B mit Hilfe von Federklammern od. dgl. lösbar in den Aufnahmen 101, lOr der Hilfsvorrichtung 8 gehalten werden können Fig. 6 zeigt eine Hilfsvorrichtung 8', die bezüglich der Aufnahmen im wesentlichen der vorhin beschriebenen Ausführungsform entspricht.
Bei dieser vereinfachten Ausführungsform sind die Aufnahmen jedoch nicht gegeneinander verstellbar, d. h. die Hilfsvorrichtung 8'ist an einen bestimmten Pupillenabstand angepasst. Die Hilfsvorrichtung 8 weist unterhalb der Aufnahmen 101, lOr Verlängerungen 15 auf, in welchen Lochblenden 16 ausgebildet sind. Bei Anschaffung einer Hilfsvorrichtung 8'kann ein Benutzer dadurch im Geschäft die für ihn richtige Hilfsvorrichtung 8'aus einer Anzahl verschiedener Hilfsvorrichtungen auswählen, indem er durch die Lochblenden 16 mit beiden Augen blickt und feststellt, ob er einen Gegenstand in der Ferne mit beiden Augen gut erfassen kann.
In diesem Fall entspricht der Abstand der Lochblenden 16 dem Pupillenabstand, wobei die Aufnahmen 101, lOr in einer solchen Lage angeordnet sind, dass dann auch die optischen Mitten von eingesetzten Zusatzlinsen 1 dem Abstand der Lochblenden 16 entsprechen Bei der Ausführung nach Fig 6 besitzt die Hilfsvorrichtung 8'eine Zentriemase 17, die dem Grund des Nasenbügels der Brille 5 zugeordnet ist Es soll besonders darauf hingewiesen werden, dass auch bei einer Ausführungsform mit verstellbarem Abstand von zwei Rahmenteilen 91,9r gemäss Fig.
5 Verlangerungen 15 ähnlich der Fig 6 mit Lochblenden 16 vorgesehen sein können, wodurch dem Benutzer einer verstellbaren Hilfsvorrichtung 8 nach Fig 5 die Möglichkeit gegeben ist, jederzeit den korrekten Pupillenabstand zu uberprufen Fig 7 zeigt schematisch eine Hilfsvorrichtung 8" zum kontrollierten Aufsetzen von Zusatzlinsen 1, die in Aufnahmen 101, lOr gehalten sind, wobei die Aufnahmen mit Hilfe einer Schrau-
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benspindel 12 gegeneinander verstellbar sind. Die Hilfsvorrichtung 8" entspricht somit im wesentlichen einer Ausführungsform nach Fig. 5, doch sind hier an dem Rahmen 9 noch beidseitig Bügel 18 angelenkt.
Diese Bügel konnen wie die Bügel einer üblichen Brille verwendet werden und es ist klar, dass die Ausführung einer Hilfsvorrichtung 8" nach Fig. 7 nicht nur zum Befestigen von Zusatzlinsen 1 auf einer Brille 5 verwendet werden kann, sondern dass diese Hilfsvorrichtung 8" auch als Notbrille verwendbar ist Es ist weiters anzumerken, dass die Hilfsvorrichtung 8, 8'bzw 8"nicht nur zum Anbringen der Zusatzlinsen 1 an den Gläsern einer Brille verwendet werden kann, sondern auch zu dem Abnehmen dieser Zusatzlinsen 1. Hierbei wird die Hilfsvorrichtung so an die Zusatzlinsen 1 an den Gläsern 4 der Brille 5 gebracht, dass die Stiele 3 der Saugnapfchen 2 in die Schlitze 11 der Aufnahmen 101, lOr gelangen, worauf die Zusatzlinsen gegen die Kraft der Saugnäpfchen 2 von den Gläsern 4 abgehoben werden konnen