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AT55457B - Verfahren zur Darstellung von Glykol- und Glykolhydrinestern der Diglyzerridphosphorsäuren. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Glykol- und Glykolhydrinestern der Diglyzerridphosphorsäuren.

Info

Publication number
AT55457B
AT55457B AT55457DA AT55457B AT 55457 B AT55457 B AT 55457B AT 55457D A AT55457D A AT 55457DA AT 55457 B AT55457 B AT 55457B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
glycol
esters
hydrin
preparation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Adolf Dr Gruen
Fritz Dr Kade
Original Assignee
Adolf Dr Gruen
Fritz Dr Kade
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Adolf Dr Gruen, Fritz Dr Kade filed Critical Adolf Dr Gruen
Application granted granted Critical
Publication of AT55457B publication Critical patent/AT55457B/de

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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 
 EMI1.1 
 
Das vorliegende Verfahren ermöglicht die Synthese von Derivaten einer neuen Verbindungsklasse, der gemischten Ester der Phosphorsäure mit Diglyzeriden einerseits und negativ substituierten Alkoholen andererseits. 



   Diese Verbindungen der allgemeinen Formel : 
 EMI1.2 
 (R   =   Alkyl,   X =   Halogen oder Hydroxyl) sind als Zwischenprodukte zur synthetischen Darstellung der   Lezithine   technisch wichtig und sind auch an sich therapeutisch wertvoll. 
 EMI1.3 
 ausgehen, die nach Hundeshagen durch Einwirkung von Phosphorsäuren oder   phosphorsäure-   anhydrid auf die Diglyzeride erhalten werden (F. Hundeshagen, J.   pr.   [1883]   L2J,   28, S. 219). 



   Diese   Diglyzeridphosphorsäuren,   die primären Ester, werden durch Behandeln mit Äthylenglykol oder   Glkolhalogenhydrinen,   auch Athylenhalogeniden, allein oder bei Gegenwart eines Wasser-bzw. Chlorwasserstoff entziehenden Mittels (wie Kupfersulfat, Phosphor-   pentoxyd usw. ) weiter esterifiziert, das heisst es wird ein zweites Wasserstoffatom der     Phosphorsäure   durch ein Radikal   CgX ersetzt,   so dass sekundäre Ester entstehen. 



   Es ist nicht nötig, von den reinen Orthephosphorsäureestern der Diglyzeride auszugeben, vielmehr können die Gemenge von Ortho-,   Meta-und Phosphorsäureestern,   welche sich bei der Einwirkung von Phosphorsäureanhydrid auf Diglyzeride bilden, mit Glykol oder   Glykolchlor-     liydrinen   direkt in die gemischten Ester der Orthophosphorsäure umgewandelt werden. 



   Diese gemischten Phosphorsäureester bilden sich ferner auch neben geringen Mengen anderer Produkte bei gleichzeitiger Einwirkung von Phosphorsäureanhydrid, Diglyzoriden und Glykol oder Glykolhalogenhydrinen aufeinander und können aus dem Reaktionsgemisch leicht abgeschieden werden. 



     Beispie ! I   : 10 Teile   x, ss-Distearin   werden bei Wasserbadwärme erst geschmolzen und dann in die erstarrende Masse 1 Teil   Pbosphorsäureanbydrid   in kleinen Anteilen eingerührt. Nach genügender Einwirkung, welche je nach der absoluten Menge des Reaktionsgemisches verschiedene Zeit erfordert, fügt man mindestens   1'3   Teile äthylenchlorhydrin partienweise zu, rührt erst und knetet dann bis zum vollkommenen Erstarren. 



  Wird die Masse nunmehr vorsichtig erwärmt, so schmilzt sie, ohne einen Rückstand zu hinterlassen, zu einer klaren Flüssigkeit. Man erwärmt dieselbe hierauf noch längere Zeit wenig über den Schmelzpunkt. 



   Das so erhaltene Reaktionsprodukt besteht aus ungefähr gleichen Teilen Glykolester und Glykolhydrinester der   Distearinphosphorsi1ure,   da das   Glykolchlorhydrin   zum Teil unter Abspaltung des Chlors, zum geringeren Teil unter Abspaltung der Hydroxylgruppe mit einem Wasserstoffatom der Distearylphosphorsäure reagiert. 
 EMI1.4 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Man lost hierauf in der eben nötigen Menge Thionylchlorid oder noch besser in Oxalylchlorid, erwärmt kurze Zeit, destilliert den Überschuss des Säurechlorids ab und wäscht gründlich mit Äther bis zum Verschwinden der   Chlorionenreaktion.   



   Das   Produkt besteht   aus dem fast reinen Distearylchlorhydrinester I. 
 EMI2.1 
 
<tb> 
<tb> 



  0#1691 <SEP> g <SEP> Substanz <SEP> ergeben <SEP> 0#0289 <SEP> g <SEP> Ag <SEP> Cl,
<tb> 0#0724 <SEP> G <SEP> " <SEP> " <SEP> 0#1652 <SEP> g <SEP> 24 <SEP> Mo.O3 <SEP> + <SEP> P3O5.
<tb> 



  Berechnet: <SEP> P2O5 <SEP> = <SEP> 9#2%, <SEP> Cl <SEP> = <SEP> 4 <SEP> 6%.
<tb> 



  Gefunden <SEP> : <SEP> P2O5=9#0%, <SEP> Cl=4#2%
<tb> 
 
Zur Reinigung kann die Verbindung rasch aus Schwefelkohlenstoff, Benzol usw. umkristallisiert und mit kaltem Alkohol und Äther gewaschen werden, wodurch sie in mattweissen Kriställchen, die bei 600 sintern und bei 65 bis 660 klar schmelzen, erhalten 
 EMI2.2 
 schwach sauer und geben mit Aminen Salze. 



   So entsteht z. B. bei Einwirkung von unverdünntem oder in Äther oder Alkohol ge-   löstem   Trimethylamin auf eine Suspension oder Lösung des Esters in einem neutralen Medium in vorzüglicher Ausbeute das   norma) e Trimethytaminsatz,   ein Isomeres des salzsauren Lezithins, welchem die Formel : 
 EMI2.3 
 
 EMI2.4 
 Lezithins einlagert. Dieser Verbindung dürfte somit die Formel : 
 EMI2.5 
 zukommen. Durch Umkristallisieren aus Äther, Schwefelkohlenstoff, Benzol oder   ähnlichen     mitteln,   Waschen mit kaltem Alkohol, wird die erste Verbindung rein erhalten in Form weisser zäher Kristalle, die bei 66  sintern und bei 69  schmelzen.

   Das Salz ist wesentlich   beständiger a ! s   der freie saure Ester. 
 EMI2.6 
 produkt wird direkt weiter verarbeitet, indem es fein pulverisiert in Äther aufgeschlämmt und mit einem doppelten Überschuss 30prozentiger alkoholischer   Trimethylaminlösung   zwei Stunden geschüttelt wird. Hierauf wird abgesaugt, mit Äther und Alkohol gewaschen und im Vakuum getrocknet. Man erhält so eine Verbindung, welcher die Formel : 
 EMI2.7 
 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 zukommen dürfte. Dieselbe ist isomer mit Stearinsäurelezithin. Das entstehende Produkt erhält schon den N-reicheren Körper (Einlagerungsprodukt, vergl. Beispiel I) beigemengt. 
 EMI3.1 
 
<tb> 
<tb> 



  0'0798 <SEP> 9 <SEP> Substanz <SEP> ergaben <SEP> 0-1720 <SEP> g <SEP> 24 <SEP> mo.O3+P2O5,
<tb> 0#2196g <SEP> " <SEP> " <SEP> 5#0cm3 <SEP> N <SEP> bei <SEP> 20  <SEP> und <SEP> 720 <SEP> mm.
<tb> 



  Gefunden: <SEP> P2O5=8#50%, <SEP> N=2#46%,
<tb> Berechnet <SEP> : <SEP> P205 <SEP> = <SEP> 8#79%. <SEP> N=1#70%.
<tb> 
 



   Die Verbindung zeigt in den physikalischen Eigenschaften bereits Ähnlichkeit mit Lezithin, unterscheidet sich jedoch von demselben chemisch in charakteristischer Weise (z. B. Abspaltung des Trimehylamins durch Säuren). 



     B e i s p i e l III: 10 Teile &alpha;, &alpha;-Distearin   werden mit etwa 1 Teil Phosphorsäureanhydrid und   1#3 Teilen Glykolchlorydrin   eine Stunde lang reagieren gelassen. 



   Die Reaktion verläuft noch leichter als beim Verestern der   x, ss. Diglyzeride.   Das in vorzüglicher Ausbeute entstehende Gemisch von Glykol-und Glykolchlorhydrinestern der   a,     &alpha;-Distearylphosphorsäure   wird, wie bei I angegeben, chloriert und der Ester durch Umkristallisieren gereinigt. 
 EMI3.2 
 
<tb> 
<tb> 



  1. <SEP> 0-1593 <SEP> (/Substanz <SEP> ergaben <SEP> 0-3432 <SEP> 9 <SEP> 24 <SEP> Mo. <SEP> 03+PsO.,
<tb> 2. <SEP> 0#0724 <SEP> g <SEP> " <SEP> " <SEP> 0#1652 <SEP> g <SEP> 24 <SEP> Mo.O3+P2O5.
<tb> 



  Gefunden <SEP> : <SEP> P2O5=8#47, <SEP> 9#00%,
<tb> Berechnet <SEP> : <SEP> P20s <SEP> = <SEP> 9-260/0.
<tb> 
 
 EMI3.3 
 Beispiel IV : 2 Teile reiner   Distearylorthophosphorsäureester   
 EMI3.4 
 
<tb> 
<tb> (gefunden <SEP> : <SEP> P2O5 <SEP> =10-2"/. <SEP> berechnet <SEP> : <SEP> P205 <SEP> = <SEP> 10'080/0)
<tb> 
 und 2 Teile Glykolchlorhydrin, in der eben nötigen Menge Benzol gelöst, werden mit 1 Teil scharf entwässertem Kupfersulfat oder Zinkchlorid usw. sechs Stunden auf Temperaturen unterhalb der Siedepunkte der Lösungen erhitzt. Man saugt von dem Gemenge   (i < 'r Kupfer-bzw. Zinksalze   ab und   wäscht   mit Benzol. Aus den Filtraten scheidet sich erst Distearin ab, dann Fraktionen der sekundären Phosphorsäureester, bei 61 bis 660 schmelzend, die durch weitere Kristallisation gereinigt werden.

   Die Ausbeuten sind jedoch wesentlich geringer als die bei I bis III erhaltenen.

Claims (1)

  1. PATENT. ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von Glykol- und Glykolhydrinestern der Diglyzeridphosphorsäuren von der allgemeinen Formel : EMI3.5 (wonn R = Alkyl und-Y= Halogen oder Hydroxyl bedeutet) und deren Aminsalzen, dadurch gekennzeichnet, dass man auf Diglyzeride nacheinander Phosphorsäureanhydrid und Athylenglykol oder dessen Halogenhydrine einwirken lässt, gegebenenfalls mit Halogenierungsmitteln nachbehandelt und die entstandenen Verbindungen mit Aminen, insbesondere mit Trimethylamin, neutralisiert.
AT55457D 1910-08-19 1911-08-10 Verfahren zur Darstellung von Glykol- und Glykolhydrinestern der Diglyzerridphosphorsäuren. AT55457B (de)

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DE55457X 1910-08-19

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AT55457B true AT55457B (de) 1912-09-25

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AT55457D AT55457B (de) 1910-08-19 1911-08-10 Verfahren zur Darstellung von Glykol- und Glykolhydrinestern der Diglyzerridphosphorsäuren.

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