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Die Erfindung betrifft eine Befestigungseinrichtung für eine in eine Bohrung eines Motorgehäuses einer Brennkraftmaschine einsetzbare Kraftstoffeinspritzeinrich- tung, insbesondere für einen Common-Rail-Injector, mit einem eine Aufnahme- bohrung zur Aufnahme der Kraftstoffeinspritzeinrichtung aufweisenden Befesti- gungsflansch, welcher mit zumindest zwei bezüglich der Kraftstoffeinspritzein- richtung gegenüberliegend angeordneten Schrauben am Motorgehäuse befestig- bar ist.
Aus der DE 42 22 081 Al ist eine Befestigungseinrichtung für eine Kraftstoffein- spritzeinrichtung mit einem Befestigungsflansch bekannt. Der Befestigungs- flansch wirkt auf einen anschlussseitig angeordneten Kragen der Kraftstoffein- spritzeinrichtung ein und spannt somit die Kraftstoffeinspritzeinrichtung gegen das Motorgehäuse. Diese Befestigungsart ist für Kraftstoffeinspritzeinrichtungen mit längerer Bauweise, wie sie beispielsweise bei Speichereinspritzsystemen verwendet werden, ungeeignet, da durch die Befestigung in die Kraftstoffein- spritzeinrichtung Spannungen eingeleitet werden, welche Fehlfunktionen verur- sachen können. Um Störungen der Funktion der Kraftstoffeinspritzeinrichtung in Folge von Befestigungsspannungen zu vermeiden, ist eine Befestigung im Be- reich der düsenseitigen Hälfte der Kraftstoffeinspritzeinrichtung wünschenswert.
Dies ist aber aus Platzproblemen nicht immer möglich.
Aus der DE 26 49 357 Al ist eine Befestigungseinrichtung für eine Kraftstoffein- spritzeinrichtung bekannt, welche ein Druckstück mit einem gabelförmigen Ende aufweist, welches in beidseitig ausgefräste Ausnehmungen des Düsenhalters der Kraftstoffeinspritzeinrichtung einwirken. Das Druckstück ist über eine Spann- schraube im Motorgehäuse befestigt.
Aus der EP 0 385 820 Bl ist weiters eine Anordnung zur Halterung und Positio- nierung von Kraftstoffinjektoren an einem Verbrennungsmotor bekannt, wobei jeder Injektor mittels einer Halterungsstange befestigt ist, in welcher Öffnungen ausgebildet sind, wobei jede dieser Öffnungen einen komplementärgeformten Bereich des Düsenhalters aufnimmt. Auch diese Art der Befestigung ist relativ platzaufwendig und birgt die Gefahr, dass Befestigungsspannungen in die Kraftstoffeinspritzeinrichtung eingeleitet werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Befestigungseinrichtung bereitzustellen, mit welcher auf möglichst einfache und platzsparende Weise eine Kraftstoffeinspritz- einrichtung am Motorgehäuse befestigt werden kann. Dabei soll eine hohe Funk- tionssicherheit gewährleistet werden.
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Erfindungsgemäss wird dies dadurch erreicht, dass der Befestigungsflansch über einen Stützring auf die Kraftstoffeinspritzeinrichtung einwirkt. Der Stützring ermöglicht es, dass der Befestigungsflansch möglichst tief an der Kraftstoffein- spritzeinrichtung angreift. Um eine einfache Montage zu ermöglichen, ist es be- sonders vorteilhaft, wenn der Stützring in eine Ringnut der Kraftstoffeinspritzein- richtung eingesetzt ist. Durch den in die Ringnut eingesetzten Stützring kann der Befestigungsflansch von der Düsenseite auf den Düsenhalter geschoben werden.
Danach wird der Stützring auf die Ringnut gezogen. Durch Anpressen des Befes- tigungsflansches am Stützring wird die Kraftstoffeinspritzeinrichtung gegen das Motorgehäuse gepresst und somit fixiert.
Um ein Verdrehen der Kraftstoffeinspritzeinrichtung relativ zum Motorgehäuse zu vermeiden, ist in einer besonders bevorzugten Ausführungsvariante vorgesehen, dass die Kraftstoffeinspritzeinrichtung verdrehsicher mit dem Befestigungsflansch verbunden ist, wobei vorzugsweise die Verdrehsicherung durch ein zwischen den Schraubenköpfen der Befestigungsschrauben und dem Befestigungsflansch angeordnetes Positionierblech gebildet ist. Das zwischen den Schraubenköpfen der Befestigungsschrauben und dem Befestigungsflansch angeordnete Positionierblech ist formschlüssig mit der Kraftstoffeinspritzeinrichtung verbunden.
Um eine besonders einfache Montage zu ermöglichen, ist vorgesehen, dass das Positionierblech eine Ausnehmung aufweist und mit dieser im Wesentlichen quer zur Kraftstoffeinspritzeinrichtung auf diese aufschiebbar ist. Um eine lagerichtige Befestigung der Kraftstoffeinspritzeinrichtung zu ermöglichen, ist es besonders vorteilhaft, wenn die Ausnehmung zwei parallel Kanten aufweist, welche auf ei- nen Zweikant der Kraftstoffeinspritzeinrichtung aufschiebbar sind.
Für eine möglichst spannungsfreie Befestigung der Kraftstoffeinspritzeinrichtung ist es günstig, wenn die Ringnut im Bereich der brennraumseitigen Hälfte, vorzugsweise im Bereich des brennraumseitigen Drittels der Kraftstoffeinspritzeinrichtung angeordnet ist. Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, dass die Aufnahmebohrung des Befestigungsflansches mindestens dem grössten Durchmesser der Kraftstoffeinspritzeinrichtung im Bereich der brennraumseitigen Hälfte, vorzugsweise im Bereich des brennraumseitigen Drittels entspricht. Dies ermöglicht es, den Befestigungsflansch von der Düsenseite her auf die Kraftstoffeinspritzeinrichtung aufzuschieben.
Um eine zuverlässige Fixierung ohne Beeinträchtigung der Funktion der Kraftstoffeinspritzeinrichtung zu erreichen kann vorgesehen sein, dass die Befestigungsschrauben mit einem vorbestimmten Drehmoment mit dem Gehäuse verschraubt sind.
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In weiterer Ausführung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Befesti- gungsschrauben auf Anschlag verschraubt sind. Durch den Anschlag wird eine Begrenzung der in die Kraftstoffeinspritzeinrichtung eingeleitete Spannungen er- reicht. Vorzugsweise ist dazu vorgesehen, dass die Befestigungsschrauben zu- mindest teilweise von einer Anschlaghülse umgeben sind. Die Anschlaghülse ist dabei zwischen dem Befestigungsflansch und dem Motorgehäuse oder zwischen dem Positionierblech und dem Motorgehäuse angeordnet.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren näher erläutert.
Es zeigen Fig. 1 die erfindungsgemässe Befestigungseinrichtung in einer Drauf- sicht, Fig. la eine Kraftstoffeinspritzeinrichtung mit der Befestigungseinrichtung in einer Schrägansicht, Fig. 2 die erfindungsgemässe Befestigungseinrichtung in einer ersten Ausführungsvariante in einem Schnitt gemäss der Linie II-II in Fig. 1, Fig. 3 die erfindungsgemässe Befestigungseinrichtung in einer zweiten Ausfüh- rungsvariante in einem Schnitt analog zu Fig. 2 und Fig. 4 ein Detail der Befesti- gungseinrichtung.
Funktionsgleiche Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.
Fig. 1 zeigt eine mittels einer Befestigungseinrichtung 1 in einem Motorgehäu- se 2, beispielsweise einen Zylinderkopf fixierte Kraftstoffeinspritzeinrichtung 3.
Die Befestigungseinrichtung 1 weist einen Befestigungsflansch 4 und ein Positio- nierblech 5 auf. Befestigungsflansch 4 und Positionierblech 5 werden über Befes- tigungsschrauben 6 mit dem Zylinderkopf 2 verbunden. In einer Ringnut 7 des Düsenhalters 8 der beispielsweise durch einen Common-Rail-Injektor gebildeten Kraftstoffeinspritzeinrichtung 3 ist ein Stützring 9 angeordnet, auf welchem sich der Befestigungsflansch 4 abstützt und die Kraftstoffeinspritzeinrichtung 3 am Motorgehäuse 2 anpresst. Der Befestigungsflansch 4 weist zur Aufnahme des Düsenhalters 8 eine Aufnahmebohrung 10 auf, deren Durchmesser D mindestens dem grössten Durchmesser d zwischen der Düse 11 und einem Zweikant 12 ent- spricht. Der Befestigungsflansch 4 kann somit von der Seite der Düse 11 auf den Düsenhalter 8 aufgeschoben werden.
Nach Aufschieben des Befestigungsflan- sches 4 wird im Zuge eines Vormontagevorganges der Stützring 9 in der Ringnut 7 angeordnet und der Befestigungsflansch 4 in Anlage mit dem Stützring 9 gebracht.
Um ein ungewolltes Verdrehen der Kraftstoffeinspritzeinrichtung 3 zu vermeiden, ist zwischen den Schraubenköpfen 6a der Befestigungsschrauben 6 und dem Be- festigungsflansch 4 das Positionierblech 5 angeordnet. Das Positionierblech 5
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weist eine Ausnehmung 13 mit zwei parallelen Kanten 13a auf, welche mit dem Zweikant 12 des Düsenhalters 8 korrespondiert, so dass das Positionierblech 5 quer zur Kraftstoffeinspritzeinrichtung 3 aufgeschoben und in Anlage zum Befes- tigungsflansch 4 gebracht werden kann. Das Positionierblech 5 wird zusammen mit dem Befestigungsflansch 4 mittels der Befestigungsschrauben 6 am Zylin- derkopf 2 befestigt, wobei der Befestigungsflansch 4 über den Stützring 9 den Düsenhalter 8 gegen das Motorgehäuse 2 drückt.
Um eine spannungsfreie Befestigung der Kraftstoffeinspritzeinrichtung 3 zu ermöglichen, müssen bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsvariante die Befestigungsschrauben 7 mit gleichem Drehmoment angezogen werden.
Bei der in der Fig. 3 dargestellten Ausführungsvariante ist pro Befestigungs- schraube 6 jeweils eine Anschlaghülse 14 vorgesehen, welche die maximal auf den Düsenhalter 8 wirkende Befestigungskraft limitiert. Die Anschlaghülsen 14 sind dabei entweder zwischen dem Motorgehäuse 2 und dem Befestigungs- flansch 4 oder zwischen dem Motorgehäuse 2 und dem Positionierblech 5 ange- ordnet.
Die Befestigungseinrichtung 1 benötigt in beiden Ausführungsvarianten beson- ders wenig konstruktiven Bauraum und gestattet eine spannungsfreie Befesti- gung der Kraftstoffeinspritzung 3 am Motorgehäuse 2, da der Stützring 9, Befes- tigungsflansch 4, Positionierblech 5 und Zweikant 12 auf der der Düse 11 zuge- wandten, brennraumseitigen Hälfte der Kraftstoffeinspritzeinrichtung 3 vorteil- hafterweise sogar in dem der Düse 11 zugewandten brennraumseitigen Drittel der Kraftstoffeinspritzeinrichtung 3 angeordnet sind.