AT515803B1 - Leckschutzauskleidung für einen Tank, Verfahren zu deren Einbringen und Verfahren zum Sanieren eines Tanks - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Leckschutzauskleidung (7) für einen Tank, umfassend eine an die Innenform des auszukleidenden Tanks (1) angepasste kollabierbare Hülle (8), die Hülle (8) mit einem Stützgerüst (14) aus druckbeaufschlagbaren Schlauchsegmenten (15 - 23) versehen ist, welches im druckbeaufschlagten Zustand die Hülle (8) zumindest annähernd zu der genannten Innenform aufspannt, wobei die Hülle (8) nach dem oder bereits während des Druckbeaufschlagen(s) des Stützgerüsts (14) mit vergleichsweise geringerem Druck oder langsamer oder zeitverzögert aufgeblasen wird. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Einbringen einer derartigen Leckschutzauskleidung (7) in einen Tank (1) und ein Verfahren zum Sanieren eines solchen Tanks.
Description
Beschreibung [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leckschutzauskleidung für einen Tank, ein Ver¬fahren zu deren Einbringen in den Tank und ein Verfahren zum Sanieren eines Tanks mit Hilfeeiner solchen Leckschutzauskleidung.
[0002] Ein Verfahren zum Einbringen von solchen Leckschutzauskleidungen in den Tank ge¬mäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine solche Leckschutzauskleidung gemäß demOberbegriff des Anspruchs 12 sind aus der US 2011/0305409 A1 bekannt.
[0003] Leckschutzauskleidungen werden zum Sanieren von undichten Tanks oder zum Nach¬rüsten von einwandigen Tanks mit einer Doppelwand-Lecküberwachung verwendet. Bei letzte¬rer wird mit einer Abstandshalteschicht zwischen Schutzauskleidung und Tankwandung einHohlraum zwischen Auskleidung und Tankwandung errichtet, evakuiert und auf eine Druckän¬derung überwacht, die ein mögliches Leck anzeigt.
[0004] Das Einbringen einer herkömmlichen Leckschutzauskleidung ist eine zeitraubende undgefährliche Arbeit. Personal muss in den Tank einsteigen, meist über eine enges Mannlocheines Tankdoms bei einem unterirdisch vergrabenen Tank, und zunächst die Abstandshalte¬schicht und anschließend die Leckschutzauskleidung in Form von vor Ort zu verschweißendenKunststoffbahnen aufbringen.
[0005] Es wurden daher bereits vorkonfektionierte, an die Innenform des auszukleidendenTanks angepasste, aufblasbare Leckschutzauskleidungen vorgeschlagen (DE 33 20 867 A1,EP 2 390 085 A1, EP 2 690 036 A1), welche in drucklosem Zustand über das Mannloch in denTank abgelassen und anschließend aufgeblasen werden, um ein Betreten des Tanks mit dendamit einhergehenden hohen Arbeitsschutzanforderungen zu vermeiden.
[0006] Auch das Einbringen und Aufblasen einer solchen vorkonfektionierten Leckschutzaus¬kleidung ist weiterhin eine große Herausforderung. Die Auskleidung kann sich beim Aufblasenleicht verkanten, wenn sie nicht exakt positioniert ist, und kommt dann nicht korrekt an derTankinnenwand zur Anlage, was das Tankvolumen beträchtlich verringert. In der EP 2 690 036A1 wurden zahlreiche Hilfskonstruktionen vorgeschlagen, mit denen eine korrekte Positionie¬rung der Auskleidung vor dem Aufblasen ohne Betreten des Tanks erreicht werden soll, wieaufblasbare Hilfsrutschen, Seilzüge, deren Umlenkrollen mittels Teleskopstangen und Elektro¬magneten an den Tankinnenwänden angebracht werden, um die Auskleidung in den Tank zuziehen und zu positionieren, oder auch am Boden der Leckschutzauskleidung verlaufendeLuftschläuche, die zuerst befüllt werden und dadurch eine zusammengerollt eingebrachte Aus¬kleidung über die Länge des Tankbodens ausrollen. Aus der genannten US 2011/0305409 A1ist es bekannt, die Leckschutzauskleidung mit einem daran befestigten oder darin integriertendruckbeaufschlagbaren Stützgerüst zu versehen, das nach dem Einbringen der Hülle in denTank mit einem aushärtbaren Druckfluid befüllt wird, um die Hülle zu der gewünschten Innen¬form aufzuspannen. Das Stützgerüst ist dabei ein Gitter aus druckbeaufschlagbaren Wülstenoder Kanälen an bzw. in der Hülle. Alle vorgenannten Lösungen sind entweder arbeitsintensivund erfordern zahlreiche Manipulationsschritte oder erreichen weiterhin keine zufriedenstellen¬de Positionierung der Auskleidung für ein korrektes Aufblasen im Tank.
[0007] Die Erfindung setzt sich zum Ziel, eine Leckschutzauskleidung und ein Verfahren zuderen Einbringen in einen Tank zu schaffen, welche die genannte Nachteile des Standes derTechnik überwinden.
[0008] Dieses Ziel wird in einem ersten Aspekt der Erfindung mit einem Verfahren zum Einbrin¬gen einer Leckschutzauskleidung in einen Tank erreicht, umfassend: [0009] Bereitstellen einer an die Innenform des Tanks angepassten, kollabierbaren Hülle, diemit einem Stützgerüst aus druckbeaufschlagbaren Schlauchsegmenten versehen ist, welchesim druckbeaufschlagten Zustand die Hülle zumindest annähernd zu der genannten Innenformaufspannen kann; [0010] Einbringen der Hülle in kollabiertem Zustand mitsamt ihrem Stützgerüst in drucklosemZustand über eine Öffnung des Tanks in den Tank; und [0011] Druckbeaufschlagen des Stützgerüsts mit zumindest einem Druckfluid, bis die Hülle sichzumindest annähernd zu der genannten Innenform aufspannt; [0012] welches Verfahren sich gemäß der Erfindung dadurch auszeichnet, dass die Hülle nachdem oder bereits während des Druckbeaufschlagen(s) des Stützgerüsts mit vergleichsweisegeringerem Druck oder langsamer oder zeitverzögert aufgeblasen wird.
[0013] Gemäß der Erfindung wird ein an der Hülle befestigtes oder darin integriertes druckbe-aufschlagbares Stützgerüst verwendet, welches - wenn es mit einem Druckfluid wie Luft, Gas,Flüssigkeit, Schaum od.dgl. gefüllt wird - die Innenform des Tanks annähert und so die Hülle indiese Form zieht bzw. spannt. Dadurch, dass die Hülle nach dem oder bereits während desDruckbeaufschlagen(s) des Stützgerüsts mit vergleichsweise geringerem Druck oder langsameroder zeitverzögert aufgeblasen wird, wird das Gewicht der Hülle beim Aufrichten des Stützge¬rüsts mitgetragen. Die Erfindung erübrigt die Verwendung gesonderter Hilfskonstruktionen zurVorpositionierung der Hülle und erreicht durch das sich selbst aufrichtende Stützgerüst eineperfekte Ausrichtung der Hülle für den anschließenden (oder unterstützend bereits begonne¬nen) Aufblasvorgang, welcher die Leckschutzauskleidung an alle Innenseiten des Tanks anlegt.
[0014] Das Verfahren der Erfindung kann in wenigen Schritten durchgeführt werden und erfor¬dert lediglich eine gesonderte Druckfluidquelle für das Stützgerüst, um dieses früher, stärkeroder schneller mit Innendruck zu beaufschlagen als die Hülle. Die Druckfluidquelle für dasStützgerüst kann z.B. ein pneumatischer Kompressor oder eine hydraulische Pumpe sein oderüber entsprechende Fluidschaltungen von der Druckfluidquelle, welche zum Aufblasen derHülle dient, abgeleitet werden.
[0015] In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind zumindest einige der Schlauch¬segmente des Stützgerüsts voneinander gesondert druckbeaufschlagbar und an separat steu¬erbare Druckfluidquellen angeschlossen, so dass das Stützgerüst selektiv sukzessive aufgerich¬tet werden kann.
[0016] So kann das Stützgerüst insbesondere zumindest ein gerades Schlauchsegment haben,das beispielsweise längs des Bodens eines liegend-zylindrischen oder quaderförmigen Tankszu liegen kommt, und zumindest zwei normal dazu verlaufende ringförmige Schlauchsegmente,die beispielsweise erst nach dem Druckbeaufschlagen des geraden Schlauchsegments druck¬beaufschlagt werden und so die Hülle in die Höhe ziehen.
[0017] Für Tanks, die mit nach innen vorstehenden Verstärkungsstegen ausgestattet sind,eignet sich eine bevorzugte Ausführungsform des Leckschutzauskleidung, welche zumindestzwei weitere ringförmige Schlauchsegmente hat, die unter Bildung eines Ringspalts eng neben¬einander liegen und so zwischen sich einen Verstärkungssteg aufnehmen können, um die Hüllevor einer Beschädigung durch den Verstärkungssteg zu schützen.
[0018] Derartige weitere Schlauchsegmente, welche an den Orten von Stegen, Spalten usw.der Tankinnenwand zu liegen kommen, können nach dem Aufrichten des Stützgerüsts optionalauch ausgeschäumt werden, um die Hülle dort dauerhaft zu schützen. Schlauchsegmente ohneeine solche dauerhafte Schutzfunktion werden bevorzugt nach dem Aufrichten des Stützgerüstsund Aufblasen der Hülle evakuiert, damit sie kollabieren und keinen wertvollen Tankinnenraumverbrauchen.
[0019] Bevorzugt hat die Hülle auch einen Hals zur Auskleidung eines Doms des Tanks undwird in einem zusammengefalteten und/oder zusammengerollten Zustand über den Dom in denTank eingebracht und mit ihrem Hals am Tankdom befestigt. Besonders günstig ist es dabei,wenn das Stützgerüst ein kragenförmiges Schlauchsegment hat, welches am Ansatz des Hal¬ses liegt, um die Hülle am Übergang zwischen Tank und Tankdom zu schützen bzw. zu verstär¬ken.
[0020] Die Hülle wird bevorzugt aus einer luftdichten Folie, insbesondere Kunststofffolie, gefer- tigt und auf ihrer Außenseite mit einer Abstandshalteschicht versehen. Die Abstandshalte-schicht kann beispielsweise durch Noppen, die auf die Folie aufgebracht oder aus dieser aus¬geformt werden, oder durch ein luftdurchlässiges Vlies gebildet sein. In weiterer Folge kann dieHülle an ihrer Außenseite gleich mit einer Absaugleitung, die beispielsweise am Boden desTanks zwischen Hülle und Tank in die Abstandshalteschicht mündet, sowie einer Druckmesslei¬tung, die insbesondere an der Oberseite des Tanks zwischen Hülle und Tankwandung in dieAbstandshalteschicht mündet, versehen sein. Diese Leitungen können bis zum Hals der Hüllegeführt werden, um sie über den Dom ausbringen und anschließen zu können.
[0021] In einem zweiten Aspekt schafft die Erfindung auch ein Verfahren zum kompletten Sa¬nieren eines Tanks ohne die Notwendigkeit eines Einsteigens in den Tank, indem vor demEinbringen der Leckschutzauskleidung eine abdichtende und/oder korrosionsschützendeSchicht auf die Innenoberfläche des Tanks aufgebracht wird. Dies ist besonders dann vonNutzen, wenn die Leckschutzauskleidung als Innenwand eines Doppelwand-Leckschutzüberwachungssystems verwendet wird, um eine Abdichtung bzw. Sanierung der alsAußenwand des Doppelwand-Leckschutzüberwachungssystems dienenden Innenoberflächedes Tanks zu erreichen. Bevorzugt wird dabei die genannte Schicht von einem in den Tankeingebrachten Roboter oder Roboterarm aufgesprüht, was ein vollständig „unbemanntes“ Sa¬nierungsverfahren, d.h. ohne die Notwendigkeit eines gefährlichen Begehens des Tanks, er¬möglicht.
[0022] Optional können vor dem Aufbringen der Schicht allfällige undichte Stellen des Tanksmit Hilfe des Roboter bzw. Roboterarms mit einer Dichtmasse verspachtelt werden.
[0023] Als abdichtende und/oder korrosionsschützende Schicht wird bevorzugt ein sprühfähi¬ges und selbsthärtendes Epoxidharz verwendet, das z.B. über Sprühdüsen des Roboters bzw.Roboterarms versprühbar ist.
[0024] Optional kann die Hülle zusätzlich mit einer Innenbeschichtung oder Innenhülle zurErhöhung ihrer chemischen Resistenz, insbesondere Benzinbeständigkeit, versehen werden.Die Innenbeschichtung oder -hülle kann schon vor dem Einbringen der Leckschutzauskleidungin den Tank auf die Innenseite der Hülle aufgebracht oder in diese eingelegt worden sein, oderauch erst nach dem Montieren der Leckschutzauskleidung im Tank in einem gesondertenSchritt innenseitig aufgebracht oder darin aufgeblasen werden.
[0025] In einem dritten Aspekt schafft die Erfindung eine Leckschutzauskleidung für einenTank, umfassend eine an die Innenform des auszukleidenden Tanks angepasste kollabierbareHülle, die mit einem Stützgerüst aus druckbeaufschlagbaren Schlauchsegmenten versehen ist,welches im druckbeaufschlagten Zustand die Hülle zumindest annähernd zu der genanntenInnenform aufspannt, wobei erfindungsgemäß das Stützgerüst an zumindest eine erste Druck¬fluidquelle und die Hülle an eine zweite Druckfluidquelle mit vergleichsweise geringerem Druckoder langsamerem oder späterem Druckaufbau angeschlossen ist.
[0026] Hinsichtlich weiterer Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Leckschutzausklei¬dung wird auf die obigen Ausführungen und die nachfolgende ausführliche Beschreibung be¬vorzugter Ausführungsbeispiele verwiesen, die in den beigeschlossenen Zeichnungen darge¬stellt sind. In den Zeichnungen zeigen: [0027] Die Fig. 1 und 2 das Verfahren und die Leckschutzauskleidung der Erfindung wäh¬ rend des Einbringens in einen Tank in verschiedenen Stadien inschematischem Längsschnitt; [0028] Fig. 3 die Leckschutzauskleidung der Fig. 1 und 2 in einer schematischen
Perspektivansicht; [0029] Fig. 4 das Anliegen der Leckschutzauskleidung von Fig. 3 im Bereich ei¬ nes Verstärkungssteges des Tanks in einer vergrößerten Schnittan¬sicht; und [0030] Fig. 5 den Dom des Tanks der Fig. 1 und 2 in einer Draufsicht.
[0031] In den Fig. 1 und 2 ist ein Tank 1 gezeigt, wie er beispielsweise als unterirdischer Kraft¬stofflagerbehälter in Tankstellen verwendet wird. Der Tank 1 hat eine Tankwandung 2 mit z.B.der Form eines Quaders oder (hier:) eines liegenden Zylinders mit bombierten Enden 3, 4 undeinem Dom 5, über welchen der Tank betreten werden kann. Die Öffnung 6 des Tankdoms 5 istdazu gerade ausreichend, z.B. etwa 60 cm im Durchmesser. Der Tank 1 kann dabei ein Volu¬men von 10 - 50 m3 oder mehr haben. Übliche Einbauten wie Füllstandsgeber, Entlüftungsöff¬nungen, Verstärkungsstege usw. des Tanks 1 sind in den Fig. 1 und 2 zwecks Übersichtlichkeitnicht dargestellt.
[0032] In Fig. 3 ist eine Leckschutzauskleidung 7 gezeigt, die in den Tank 1 eingebracht wird,um diesen auszukleiden. Die Leckschutzauskleidung 7 kann beispielsweise zum Abdichteneines undicht gewordenen Tanks 1 verwendet werden oder um diesen resistent gegenüberaufzunehmenden aggressiven Flüssigkeiten zu machen. Die Leckschutzauskleidung 7 weisteine flexible, kollabierbare und wiederaufblasbare Hülle 8 aus einem für die genannten Zweckegeeigneten Material auf, beispielsweise aus einer Kunststofffolie aus PVC od.dgl. mit einerWandstärke von z.B. 1-3 mm.
[0033] Die Hülle 8 ist so gut wie möglich an die Innenform des auszukleidenden Tanks 1 ange¬passt und dazu auch mit einem (optionalen) Hals 9 ausgestattet, welcher den Dom 5 des Tanks1 auskleidet und beispielsweise mit einem Zwischenring, Flansch od.dgl. am oberen Ende desDoms 5 befestigt werden kann. Die Hülle 8 kann zusätzlich mit einer Innenbeschichtung oderInnenhülle zur Erhöhung ihrer chemischen Resistenz, beispielsweise Benzinbeständigkeit,versehen werden, z.B. mit einer Polyamidbeschichtung, die gegebenenfalls auch erst nachträg¬lich, nach dem Montieren der Leckschutzauskleidung 7 im Tank 1, innenseitig aufgebracht oderdarin aufgeblasen werden kann.
[0034] Die Leckschutzauskleidung 7 kann nicht nur zum Sanieren oder Erhöhen der Resistenzeines Tanks 1 verwendet werden, sondern insbesondere auch zum Aufbau eines Doppelwand-Leckschutzüberwachungssystems, indem die Hülle 8 in einem geringen Abstand zur Innenseiteder Tankwandung 2 gehalten wird, um dazwischen eine Hohlraum 10 auszubilden. Der Hohl¬raum 10 kann im Betrieb des Tanks 1 unter Unterdrück (evakuiert) oder Überdruck (druckbe¬aufschlagt) gesetzt und mittels einer Druckmesseinrichtung auf Druckkonstanz überwacht wer¬den, so dass ein Ansteigen des Unterdrucks oder Abfallen des Überdrucks ein Leck in der Hülle8 und/oder der Tankwandung 2 anzeigt, wie in der Technik bekannt.
[0035] Zur Errichtung der Hohlraums 10 wird eine Abstandshalteschicht 11 eingesetzt, die mitder Leckschutzauskleidung 7 mit-vorkonfektioniert werden kann. Zu diesem Zweck wird Ab¬standshalteschicht 11 direkt auf die Außenseite der Hülle 8 aufgebracht, beispielsweise in Formeines luftdurchlässigen Vlieses mit einer Wandstärke von 2 - 3 mm. Alternativ könnte die Ab¬standshalteschicht 11 auch durch eine Noppenfolie oder direkt aus der Hülle 8 ausgeformteNoppen, Rippen od.dgl. gebildet werden, welche den Hohlraum 10 zwischen Tankwandung 2und Hülle 8 errichten.
[0036] Zur Evakuierung des Hohlraums 10 kann die Leckschutzauskleidung 7 eine an derAußenseite der Hülle 8 in die Abstandshalteschicht 11 - bevorzugt an deren Unterseite - mün¬dende Absaugleitung 12 aufweisen; und zur Drucküberwachung des Hohlraums 10 eine bevor¬zugt an ihrer Oberseite mündende Druckmessleitung 13. Die Absaugleitung und die Druck¬messleitung 13 werden auf der Außen- oder Innenseite der Hülle 8 bis zum Hals 9 und überden Dom 5 aus dem Tank 1 herausgeführt und an eine entsprechende Leckschutzüber¬wachungseinrichtung (nicht gezeigt) angeschlossen.
[0037] Zur Montage der Leckschutzauskleidung 7 im Tank 1 wird die Leckschutzauskleidung 7in einem kollabierten bzw. drucklosen Zustand, insbesondere zusammengefaltet und/oderzusammengerollt, über den Dom 5 in den Tank 1 eingebracht. Um die Hülle 8 mitsamt ihreroptionalen Abstandshalteschicht 11 für das anschließende Aufblasen im Tank 2 auszurichten,dienen die folgenden Maßnahmen.
[0038] Gemäß Fig. 3 ist die Hülle 8 dazu mit einem Stützgerüst 14 aus Schlauchsegmenten 15- 23 ausgestattet, welche von einer Druckfluidquelle 24 (Fig. 1) über entsprechende Anschluss¬leitungen 25 mit einem Druckfluid beaufschlagt werden können. Das Druckfluid kann Druckluft,Gas, Wasser, Hydrauliköl, Schaummaterial usw. sein und die Druckfluidquelle 24 dementspre¬chend z.B. ein Kompressor, eine Gasflasche, eine Hydraulikpumpe, ein Schaumreservoir usw.
[0039] Die Schlauchsegmente 15-23 sind so im Stützgerüst 7 angeordnet, dass dieses dieInnenform des Tanks 2 in der Art eines Netzgitters grob annähert. Beispielsweise werden füreinen liegend-zylinderförmigen Tank 1 ein gerades Schlauchsegment 15 entlang der Längser¬streckung bzw. des Bodens des Tanks 1 und zwei normal dazu angeordnete ringförmigeSchlauchsegmente 17, 22 an den Enden 3, 4 des Tanks 1 verwendet. Optional kann entlangder Oberseite des Tanks 1 ein weiteres geradliniges Schlauchsegment 16 verwendet werden.Falls gewünscht, können weitere ringförmige Schlauchsegmente 18 bis 21 über die Länge desgeraden Schlauchsegments 15 verteilt angeordnet werden, wie später noch ausführlicher erör¬tert. Ein gesondertes, etwa kragenförmiges Schlauchsegment 23 kann rund um den Ansatz desHalses 9 verwendet werden, um den Übergang zwischen Tankwandung 2 und Dom 5 desTanks 1 zu verkleiden, der sonst die Leckschutzauskleidung 7 beschädigen könnte.
[0040] Das Stützgerüst 14 bzw. die Schlauchsegmente 15-23 können auf die Innen- und/oderAußenseite der Hülle 8 aufgebracht sein, beispielsweise aufgeschweißt, oder direkt aus demMaterial der Hülle 8 ausgeformt, z.B. durch Falze oder Falten, die mit entsprechendenSchweißnähten abgetrennt werden.
[0041] Es versteht sich, dass alle oder einige der Schlauchsegmente 15-23 voneinandergesondert oder gemeinsam druckbeaufschlagt werden können. Beispielsweise können einigeoder mehrere der Schlauchsegmente 15-23 intern verbunden sein; im einfachsten Fall wird eineinziger Schlauch so geformt und gelegt, dass er die verschiedenen Schlauchsegmente 15-23in einem Zug bildet. Alternativ können einzelne oder einige der Schlauchsegmente 15-23jeweils zu einem gesondert druckbeaufschlagbaren Druckkreis zusammengeschlossen werden.Die Druckfluidquelle 24 kann dementsprechend mehrere Ausgänge bzw. Anschlussleitungen25, 25', 25" haben, die die jeweiligen Druckkreise individuell speisen können. Beispielsweisekönnen das untere gerade Schlauchsegment 15 - optional zusammen mit weiteren seitlichengeraden Schlauchsegmenten (nicht gezeigt) - einen ersten Druckkreis bilden, der über eineerste Anschlussleitung 25 als erstes druckbeaufschlagt wird; das (optionale) obere geradeSchlauchsegment 16 einen zweiten Druckkreis, der über eine zweite Anschlussleitung 25' alszweites druckbeaufschlagt wird; und die aufrecht stehenden ringförmigen Schlauchsegmente17-22 einen dritten Druckkreis, der über einen dritte Speiseleitung 25" als letztes, später oderlangsamer druckbeaufschlagt wird, um das Stützgerüst 15 sukzessive aufzurichten.
[0042] Fig. 4 zeigt eine beispielhafte Durchführung durch den Hals 9 und den Dom 5 für dieAbsaugleitung 12, die Druckmessleitung 13, die Speiseleitungen 25, 25', 25" für die verschiede¬nen Druckkreise von Schlauchsegmenten 15-23 sowie die Speiseleitung 27 zum Aufblasender Hülle 8, welche durch das Halsinnere selbst gebildet sein kann.
[0043] Das Stützgerüst 14 ist jedenfalls gegenüber dem Inneren der Hülle 8 gesondert druck-beaufschlagbar. Nach dem Einbringen der Leckschutzauskleidung 7 in den Tank (Fig. 1) wirdzunächst das Stützgerüst 14 durch Druckbeaufschlagung aufgerichtet, und erst anschließendwird die Hülle 8 über den Hals 9 aufgeblasen. Dazu kann eine zweite Druckfluidquelle 26 ver¬wendet werden, die über die Anschlussleitung 27 Druckluft in den Hals 9 der Hülle 8 einspeist.
[0044] Optional kann jedoch bereits beim Druckbeaufschlagen des Stützgerüsts 14 mit demAufblasen der Hülle 8 begonnen werden, um das Gewicht der Hülle 8 (und der optionalen Ab-standshalteschicht 11) mitzutragen. Beispielsweise wird das Stützgerüst 14 mit einem Innen¬druck von 2-3 bar beaufschlagt und gleichzeitig - oder zeitverzögert oder mit langsameremDruckaufbau - die Hülle 8 mit einem Innendruck von 1 bar aufgeblasen.
[0045] Beim Aufrichten des Stützgerüsts 14 können auch einzelne zu Druckkreisen zusam¬mengeschaltete Gruppen von Schlauchsegmenten 15-23 aufeinanderfolgend, mit unterschied¬ licher Zeitverzögerung, mit unterschiedlichen Drücken oder mit unterschiedlicher Geschwindig¬keit des Druckaufbaus druckbeaufschlagt werden, um das Stützgerüst 14 kontrolliert sukzessiveso im Inneren des Tanks 1 aufzurichten, dass dabei die Außenseite der Hülle 8 bzw. der Ab-standshalteschicht 11 an den Tankinnenwänden gleitet und die Leckschutzauskleidung 7 sopositioniert, dass die Hülle 8 (mitsamt ihrer optionalen Abstandshalteschicht 11) sich beimAufblasen korrekt an die Innenseite der Tankwandung 2 anlegt.
[0046] Wenn der Tank 1 innenseitige Rippen, Stege, Vorsprünge od.dgl. hat, beispielsweiseumlaufende innenseitig vorspringende Verstärkungsstege 28 wie in Fig. 5 gezeigt, könnenspeziell an diesen Stellen positionierte Schlauchsegmente 18-21 verwendet werden, um dieHülle 8 bzw. die Abstandshalteschicht 11 dort zu schützen. Fig. 5 zeigt eine Situation, in der einPaar von ringförmigen Schlauchsegmenten 20, 21 zwischeneinander einen Ringspalt 29 bildet,der einen solchen Verstärkungssteg 28 der Tankwand eng aufnimmt und die Hülle 8 vom Steg28 schützend beabstandet. Die Abstandshalteschicht 11 kann dabei zwischen der Hülle 8 undden Schlauchsegmenten 20, 21 oder zwischen den Schlauchsegmenten 20, 21 und dem Steg28 liegen.
[0047] Nach dem Aufrichten des Stützgerüsts 14 und Aufblasen der Hülle 8, um diese an dieInnenwand des Tanks 1 anzulegen, kann das Stützgerüst 14 evakuiert werden, damit seineSchlauchsegmente 15-23 kollabieren und keinen Innenraum im Tank 1 vergeuden. Schützen¬de Schlauchsegmente, wie die Paare 18/19, 20/21 um die Verstärkungsstege 28, könnendruckbeaufschlagt belassen oder dauerhaft mit einem z.B. selbstaushärtenden Schaummaterialausgeschäumt werden. Solche ausgeschäumten Schlauchsegmente können auch an anderenOrten von Spalten, Nuten, Vorsprüngen usw. der Tankwandung 2 verwendet werden, welchedie Leckschutzauskleidung 7, insbesondere ihre Hülle 8, verletzen könnten.
[0048] Eine Erweiterung des geschilderten Verfahrens zum Sanieren des Tanks 1 ist in Fig. 1strichliert bei 30 angedeutet und wird im Folgenden beschrieben.
[0049] In einem dem Einbringen der Leckschutzauskleidung 7 in den Tank 1 vorgeordnetenSchritt werden zunächst allfällige undichte Stellen des Tanks 1 ausgebessert und/oder seineInnenoberfläche 31 mit einer abdichtenden und/oder korrosionsschützenden Schicht 32 verse¬hen. Dazu wird vor dem Einbringen der Leckschutzauskleidung 7 ein Roboter 33 (oder auch nurein Roboterarm, nicht gezeigt) über die Öffnung 6 des Tankdoms 5 in den Tank 1 eingebracht.Der Roboter 33 ist beispielsweise mittels Rädern 34 autark im Tank 1 verfahrbar und hat z.B.rotierende Sprüharme 35. Die Sprüharme 35 sind an einem Träger 36 gelagert, der aus demRoboter 33 mittels einer Schwenklagerung 37 und Schwenkkolben 38 aufklappbar oder sonstwie aus dem Roboter 33 ausfahrbar ist.
[0050] Im zusammengeklappten bzw. eingefahrenen Zustand des Trägers 36 mit den Sprühar¬men 35 kann der Roboter 33 durch die Öffnung 6 hindurchgeführt werden, z.B. an einem Seilhinabgelassen werden. Anschließend werden durch Ausfahren der Kolben 37 die Sprüharme35 aufgerichtet bzw. ausgeklappt und dann in Rotation versetzt. Versorgungsleitungen 39 zumSpeisen der Sprüharme 35 sowie zur Steuerung und zum Antrieb des Roboters 33 könnendabei über die Öffnung 6 nach außen zu einer Versorgungs- und Steuereinrichtung des Robo¬ters 33 geführt werden (nicht gezeigt).
[0051] Mit Hilfe des Roboters 33 bzw. seiner Sprüharme 35 wird ein sprühfähiges Material, z.B.selbsthärtendes Epoxidharz, als Schicht 32 auf die Innenoberfläche 31 des Tanks 1 aufge¬bracht. Der Roboter 33 und seine Sprüharme 35 werden dazu entsprechend verfahren, bewegtund rotiert. Eine Kamera 40 auf dem Roboter 33 kann dabei zur genauen Positionierung undSteuerung des Roboters 33 verwendet werden.
[0052] Vor dem Aufträgen der Schicht 32 können optional allfällige undichte Stellen in derInnenoberfläche 31, wie Risse, Spalten usw., verspachtelt werden, z.B. mit einer Kitt- oderSpachtelmasse, die über entsprechende Düsen, Spateln oder Arme des Roboters 33 aufgetra¬gen wird.
[0053] Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt, sondernumfasst alle Varianten, Kombinationen und Modifikationen, die in den Rahmen der angeschlos¬senen Ansprüche fallen.
Claims (20)
- Patentansprüche 1. Verfahren zum Einbringen einer Leckschutzauskleidung (7) in einen Tank (1), umfassend:Bereitstellen einer an die Innenform des Tanks (1) angepassten, kollabierbaren Hülle (8),die mit einem Stützgerüst (14) aus druckbeaufschlagbaren Schlauchsegmenten (15 - 23)versehen ist, welches im druckbeaufschlagten Zustand die Hülle (8) zumindest annäherndzu der genannten Innenform aufspannen kann; Einbringen der Hülle (8) in kollabiertem Zustand mitsamt ihrem Stützgerüst (14) in drucklo¬sem Zustand über eine Öffnung (6) des Tanks (1) in den Tank (1); undDruckbeaufschlagen des Stützgerüsts (14) mit zumindest einem Druckfluid, bis die Hülle(8) sich zu der genannten Innenform aufspannt;dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (8) nach dem oder bereits während des Druckbeaufschlagen(s) des Stütz¬gerüsts (14) mit vergleichsweise geringerem Druck oder langsamer oder zeitverzögert auf¬geblasen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Druckbeaufschlagendes Stützgerüsts (14) zumindest zwei Schlauchsegmente (15 - 23) mit unterschiedlichemDruck oder unterschiedlicher Geschwindigkeit oder unterschiedlicher Zeitverzögerungdruckbeaufschlagt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stützgerüst (14)mit zumindest einem geraden Schlauchsegment (15, 16) und zumindest zwei normal dazuverlaufenden ringförmigen Schlauchsegmente (17 - 22) verwendet wird.
- 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindesteines der Schlauchsegmente (15 - 23) anschließend evakuiert wird.
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindesteines der Schlauchsegmente (18-21) anschließend ausgeschäumt wird.
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle(8) in einem zusammengefalteten und/oder zusammengerollten Zustand über einen Dom(5) des Tanks (1) in den Tank (1) eingebracht und ein Hals (9) der Hülle (8) am Dom (5)des Tanks (1) befestigt wird.
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6 zum Sanieren eines Tanks, dadurch ge¬kennzeichnet, dass vor dem Einbringen der Leckschutzauskleidung (7) eine abdichtendeund/oder korrosionsschützende Schicht (32) auf die Innenoberfläche (31) des Tanks (1)aufgebracht wird.
- 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die genannte Schicht (32)von einem in den Tank (1) eingebrachten Roboter (33) oder Roboterarm aufgesprüht wird.
- 9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Aufbringen derSchicht (32) allfällige undichte Stellen des Tanks (1) mit Hilfe des Roboters (33) bzw. Ro¬boterarmes mit einer Dichtmasse verspachtelt werden.
- 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass als Schicht(32) ein sprühfähiges und selbsthärtendes Epoxidharz verwendet wird.
- 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass nach demAufblasen die Hülle (8) mit einer Innenbeschichtung oder Innenhülle zur Erhöhung ihrerchemischen Resistenz versehen wird.
- 12. Leckschutzauskleidung für einen Tank, umfassend eine an die Innenform des auszuklei¬denden Tanks (1) angepasste kollabierbare Hülle (8), die mit einem Stützgerüst (14) ausdruckbeaufschlagbaren Schlauchsegmenten (15 - 23) versehen ist, welches im druckbe¬aufschlagten Zustand die Hülle (8) zumindest annähernd zu der genannten Innenform auf¬spannt, dadurch gekennzeichnet, dass das Stützgerüst (14) an zumindest eine erste Druckfluidquelle (24) und die Hülle (8)an eine zweite Druckfluidquelle (26) mit vergleichsweise geringerem Druck oder langsame¬rem oder späterem Druckaufbau angeschlossen ist.
- 13. Leckschutzauskleidung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindestzwei der Schlauchsegmente (15 - 23) voneinander getrennt druckbeaufschlagbar sind.
- 14. Leckschutzauskleidung nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass dasStützgerüst (14) zumindest ein gerades Schlauchsegment (15, 16) und zumindest zweinormal dazu verlaufende ringförmige Schlauchsegmente (17 - 22) umfasst, bevorzugt anden Enden des geraden Schlauchsegments (15,16).
- 15. Leckschutzauskleidung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zumindestzwei weitere ringförmige Schlauchsegmente (18 - 21), und zwar je zwei unter Bildung einesRingspalts (29) jeweils eng nebeneinander, über die Länge des geraden Schlauchseg¬ments (15, 16) verteilt sind.
- 16. Leckschutzauskleidung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die weiterenringförmigen Schlauchsegmente (18 - 21) in der Montagestellung der Leckschutzausklei¬dung (7) ausgeschäumt sind.
- 17. Leckschutzauskleidung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet,dass die Hülle (8) aus einer luftdichten Folie gefertigt ist und auf ihrer Außenseite eine Ab-standshalteschicht (11) trägt, bevorzugt Noppen oder ein luftdurchlässiges Vlies.
- 18. Leckschutzauskleidung nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet,dass die Hülle (8) einen Hals (9) zur Auskleidung eines Doms (5) des Tanks (1) hat, wobeiein kragenförmiges Schlauchsegment (23) des Stützgerüsts (14) am Ansatz des Halses (9)liegt.
- 19. Leckschutzauskleidung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle (8)an ihrer Außenseite mit einer Absaugleitung (12) und einer Druckmessleitung (13) verse¬hen ist, die zum Hals (9) führen.
- 20. Leckschutzauskleidung nach einem der Ansprüche 12 bis 19, dadurch gekennzeichnet,die die Hülle (8) mit einer Innenbeschichtung oder Innenhülle zur Erhöhung ihrer chemi¬schen Resistenz versehen ist. Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
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