AT501096B1 - Transportsack - Google Patents
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Description
2 AT 501 096 B1
Die Erfindung betrifft einen Transportsack aus Textilgewebe oder Folie für den Transport und/oder Lagerung von Lasten, wobei der Sack wenigstens vier Seitenwände und einen Boden umfasst und an wenigstens einer Seitenwand eine aus Textilgewebe oder Folie gebildete Transportschlaufe vorgesehen ist, wobei die Transportschlaufe mit ihrer Scheitellinie auch unter 5 Belastung unter der Oberkante des Sackes liegt, und wobei die Transportschlaufe entlang einer unteren Mantellinie gefaltet und die Falte mit der Seitenwand vernäht wird.
Derartige Transportsäcke sind bekannt. Die DE 698 00810 T2 zeigt beispielsweise einen solchen Transportsack, wobei aus den verlängerten Seitenwänden des Transportsacks durch io Umschlagen und Vernähen Transportschlaufen gebildet sind. Diese Transportschlaufen können dazu dienen, die Gabeln eines Gabelstaplers aufzunehmen, um so den Sack anheben zu können. Nachteilig ist, dass diese Transportschlaufen unter Belastung immer höher liegen als der Deckel des Transportsackes. Ein weiterer Nachteil ist, dass derartige Transportschlaufen nach dem Aufstellen des Sackes und Befüllung an der Seitenwand des Sackes anliegen und somit 15 das Einführen der Gabeln des Gabelstaplers erschwert ist. Im praktischen Betrieb benötigt man zumindest eine Hilfsperson, die solche Transportschlaufen auseinander spreizt.
Die US 6 318 594 B1 zeigt einen flexiblen Transportsack für Schüttgut. Der Sack weist auf den Seitenwänden angeordnete Gurte auf, die sich jedoch aufgrund ihrer Vernähung beim Aufrich-20 ten des Sackes nicht selbstständig entfalten und aufgrund ihrer Gestalt zum Verdrehen neigen. Ein einfaches Einführen von beispielsweise den Gabeln eines Gabelstaplers ohne zusätzlicher händischer Manipulation der Gurte ist auch hier nur schwer möglich.
Die EP 80 126 A1 zeigt Transportsäcke mit darin integrierten Paletten, welche vom Boden aus 25 zu bedienen sind. Entsprechend mögliche Transportschlaufen sind bei dieser Ausführung mit dem Boden des Sackes bzw der unteren Kante verbunden. Nachdem diese Schlaufen sich ebenfalls nicht selbstständig entfalten, ist auch hier die Manipulation des Sackes erschwert.
Es stellt sich somit die Aufgabe, einen verbesserten Transportsack zu schaffen, dessen Trans-30 portschlaufen die notwendige Festigkeit aufweisen, nicht über den Deckel oder die Oberkante des Transportsacks hervorstehen und leicht in eine geöffnete oder halb geöffnete Stellung bringbar sind, sodass die Gabeln eines Gabelstaplers oder Haltestangen eines Lagerregals leicht einführbar sind. 35 Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Transportschlaufe eine entlang ihrer beiden offenen Kanten in Richtung zur Oberkante des Sackes genähte Schlaufennaht aufweist, wobei die obere Mantellinie der Transportschlaufe die Scheitellinie bildet.
Nach einem weiteren Merkmal ist die Transportschlaufe in unbelastetem Zustand entlang ihrer 40 Scheitellinie nach innen und gegen die Seitenwand des Sackes faltbar und während der Benutzung des Sackes von der Seitenwand wieder entfaltbar. In einer bevorzugten Ausführungsvariante ist die Transportschlaufe aus einem Rundgewebe gebildet, welches quer über die Seitenwand des Sackes befestigt, bevorzugt genäht ist. 45 Ferner ist es ein Merkmal, das die Transportschlaufen an den einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Sackes vorgesehen sind.
Im nachfolgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Fig. 1 zeigt schematisch die Schrägansicht eines erfindungsgemäßen Transportsackes in auf-50 rechter Stellung. Die Figuren 2 und 3 zeigen schematisch in Seitenansicht zwei Funktionsstellungen der Transportschlaufe.
Gemäß Fig. 1 besteht der Transportsack im wesentlichen aus vier Seitenflächen 1 und ist unten durch den Boden 2 abgeschlossen. Entlang der Oberkanten 5 des Transportsackes ist der 55 Deckel 9 vorgesehen. An den Seitenkanten 10 sind in bekannter Weise Hebegurte 11 befestigt, 3 AT 501 096 B1 um den Transportsack z.B. mittels eines Kranes bewegen zu können.
Der Transportsack kann mit den üblichen Funktionselementen versehen sein, wie z.B. einer Einfüllöffnung am Deckel 9 und einer Ausschüttöffnung am Boden 2. Solche Elemente sind hier 5 der einfacheren Darstellung wegen nicht eingezeichnet. t i
Entlang zweier einander gegenüberliegenden Seitenflächen 1 befinden sich die erfindungsgemäßen Transportschlaufen 3, die entweder dazu dienen, den Sack mit einer Hebevorrichtung z.B. Gabelstapler anheben und transportieren zu können, oder um den Transportsack auf Hal-io testangen eines Regals aufhängen zu können.
Die Transportschlaufen bestehen in bevorzugter Weise aus einem Rundgewebe, welches den Vorteil hat, dass entlang des Mantels keine Verbindungsnähte vorgesehen sind, und daher eine besonders hohe Reißfestigkeit vorliegt. Weiters ist beim Rundgewebe der Nähaufwand geringer 15 als bei bahnförmigen Flachgeweben.
Zur Verbindung mit der Seitenwand des Sackes ist das Rundgewebe entlang einer unteren Mantellinie 6 zu einer unteren Falte 7 gequetscht und diese Falte ist mit der Seitenwand fest vernäht, zB durch vier parallel verlaufende Nähte. Entlang der offenen Kante 8 des Rundgewe-20 bes ist, zur Befestigung an der Seitenwand je eine Schlaufennaht 12 vorgesehen, die sich in Richtung zur Oberkante 5 erstreckt. Entlang einer oberen Mantellinie des Rundgewebes ergibt sich die obere Scheitellinie 4 der Transportschlaufe, die in den Bereich der oberen Falte 13 fällt. Diese Falte 13 ist dadurch gebildet, dass die Transportschlaufe in unbelastetem Zustand entlang ihrer Scheitellinie nach innen und gegen die Seitenwand des Sackes faltbar ist. Entlang 25 der Öffnungen der Transportschlaufe wird das Rundgewebe durch Nähen eines Saums 16 zusätzlich vor Abnutzung geschützt.
Die Fig. 1 zeigt die Stellung des Transportsackes, wenn er aufrecht aufgestellt wird oder schon mit Transportgut gefüllt ist. Die Seitenwände 1 stehen aufrecht und die Transportschlaufen 30 haben sich nach beiden Seiten hin entfaltet, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Die obere Falte 13 ist derart gespreizt, dass die Gabel eines Gabelstaplers leicht eingeführt werden kann. Diese Spreizung der Falte 13 kann bereits durch das Eigengewicht des Materials erfolgen.
Andererseits hat der Aufbau der Transportschlaufe den Vorteil, dass beim Transport des Sa-35 ckes in leerem Zustand die Transportschlaufen eng an die Seitenwände angepresst werden können, sodass der Platzbedarf in leerem Zustand minimal ist. In der Praxis werden viele solche Transportsäcke in zusammengefaltetem Zustand übereinander gelegt transportiert, sodass geringer Platzbedarf beim Transport wesentlich ist. 40 Die Fig. 2 zeigt eine Funktionsstellung nach dem Aufrichten des Sackes, wobei die Transportschlaufe beginnt, sich auseinander zu falten. Es kommt dabei zu einer Bewegung in Richtung des Pfeiles 14.
Die Fig. 3 zeigt die Situation beim Einschieben einer Haltestange oder der Gabel 15 eines 45 Gabelstaplers. Wenn die Zugbelastung wieder aufgehoben wird, lässt sich die Transportschlaufe wieder in die Konfiguration gemäß Fig. 2 zurückklappen, sodass keine störenden Vorsprünge vom Sack zu beachten sind.
Wenn zuvor beschrieben ist, dass die Ausbildung der Transportschlaufen durch Rundgewebe so vorteilhaft ist, so kann dennoch die Transportschlaufe auch aus Flachmaterial gebildet werden. Die beiden Stöße der Flachbahn müssen dann entsprechend fest im Bereich der unteren Falte 7 vernäht werden. 55
Claims (4)
- 4 AT 501 096 B1 Patentansprüche: 1. Transportsack aus Textilgewebe oder Folie für den Transport und/oder Lagerung von Lasten, wobei der Sack wenigstens vier Seitenwände und einen Boden umfasst und an 5 wenigstens einer Seitenwand eine aus Textilgewebe oder Folie gebildete Transportschlau fe vorgesehen ist, wobei die Transportschlaufe mit ihrer Scheitellinie auch unter Belastung unter der Oberkante des Sackes liegt, und wobei die Transportschlaufe entlang einer unteren Mantellinie gefaltet und die Falte mit der Seitenwand vernäht wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportschlaufe (3) eine entlang ihrer beiden offenen Kanten (8) in io Richtung zur Oberkante (5) des Sackes genähte Schlaufennaht (12) aufweist, wobei die obere Mantellinie der Transportschlaufe (3) die Scheitellinie (4) bildet.
- 2. Transportsack aus Textilgewebe oder Folie für den Transport und/oder Lagerung von Lasten nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportschlaufe (3) zur 15 platzsparenden Lagerung des Transportsackes entlang ihrer Scheitellinie (4) nach innen und gegen die Seitenwand (1) des Sackes faltbar und während der Benützung des Sackes von der Seitenwand (1) wieder entfaltbar ist.
- 3. Transportsack aus Textilgewebe oder Folie für den Transport und/oder Lagerung von 20 Lasten nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportschlaufe (3) aus einem Rundgewebe gebildet ist, welches quer über die Seitenwand (1) des Sackes befestigt, bevorzugt genäht, ist.
- 4. Transportsack aus Textilgewebe oder Folie für den Transport und/oder Lagerung von 25 Lasten nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass Transportschlaufen (3) an den einander gegenüberliegenden Seitenwänden (1) des Sackes vorgesehen sind. Hiezu 2 Blatt Zeichnungen 30 35 40 45 50 55
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