AT506302B1 - Schliesszylinder - Google Patents
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B15/00—Other details of locks; Parts for engagement by bolts of fastening devices
- E05B15/16—Use of special materials for parts of locks
- E05B15/1614—Use of special materials for parts of locks of hard materials, to prevent drilling
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Description
&ic>'?icsisthes ßätefl:äl»t AT506 302B1 2009-08-15
Beschreibung [0001] Die Erfindung betrifft einen Schließzylinder mit einem in einem Zylindergehäuse drehbar angeordneten Zylinderkern, wobei beidseitig des Schlüsselkanals im Zylinderkern Sicherungselemente aus aufbohrfestem Material angeordnet sind.
[0002] Solche Sicherungselemente sind seit längerer Zeit bekannt und bestehen üblicherweise aus geraden Hartmetallstiften, die den Zylinderkern in Bohrungen parallel zum Schlüsselkanal durchragen und in möglichst geringem Abstand zu diesem angeordnet sind. Derartige Hartmetallstifte sind üblicherweise auch parallel zur Stirnfläche des Zylinderkerns angeordnet, können aber auch durchgehend schräg angeordnet sein, wie z.B. aus der DE 199 29 936 A1 erkennbar ist.
[0003] Weiters ist es bekannt, den Abstand zwischen den beiden Sperrelementen so gering zu wählen, dass ein Bohrer nicht mit dem für das Nachsperren erforderlichen Durchmesser eingesetzt werden kann. Bisher haben die Hartmetallstifte dazu geführt, dass die bekannten Bohrer abgebrochen sind und das Aufbohren verhindert haben. Das Aufbohren von Zylinderkernen ist eine bekannte Einbruchsart, bei der der Zylinderkern soweit aufgebohrt wird, dass die im Schließzylinder liegenden Abtast- und Sperrelemente wirkungslos werden oder gemacht werden können.
[0004] Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Materialien für die Herstellung von Bohrern immer bessere Bohrleistungen erzielen, sodass die herkömmlichen Anordnungen von Hartmetallstiften wirkungslos wurden. Es ist somit Aufgabe und Ziel der vorliegenden Erfindung, die Aufbohrsicherheit und damit Einbruchssicherheit von Zylinderschlössern zu verbessern.
[0005] Die vorliegende Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungselemente zu beiden Seiten des Schlüsselkanals je zwei Anschlagflächen oder Anschlagkanten aufweisen, die schräg zur Stirnfläche des Zylinderkerns und stumpfwinkelig zueinander angeordnet sind. Weitere vorteilhafte Merkmale der Erfindung sind den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung sowie den Zeichnungen zu entnehmen.
[0006] Bevorzugt sind die Sicherungselemente in Ausnehmungen des Zylinderkerns angeordnet, die sich parallel zur Mittellängsebene des Zylinderkerns und von der Zylinderfläche des Zylinderkerns schräg in Richtung zur Stirnfläche des Zylinderkerns erstrecken, wobei sich die Ausnehmungen treffen. Weiters umfassen die Sicherungselemente vorteilhafter Weise je zwei Sicherungsstifte, die verschiedene Länge aufweisen. Dabei kann die in Aufsicht auf die Stirnfläche rechts unten und links oben liegende Sicherungsstifte die längeren sein und dabei die Symmetralebene, die 90-grädig zur Mittellängsebene des Zylinderkerns liegt, überragen. Daraus folgt, dass die jeweils zweiten Sicherungsstifte kürzer sind.
[0007] Bevorzugt sind die Sperrelemente gehärtete Stifte oder Stifte aus gehärtetem Stahl, Hartmetall, Sintermetall oder Keramik. Die Stifte können runden Querschnitt oder auch anders profilierten Querschnitt haben.
[0008] Die Anordnung der längeren und kürzeren Sicherungsstifte richtet sich nach der bevorzugten Drehrichtung von Bohrern. Die gekennzeichnete Anordnung ergibt sich daraus als bevorzugt, dass 99 % aller Bohrer rechtsdrehende Bohrer sind. Damit ist sichergestellt, dass die rechtsdrehende Bohrer beim Eindringen in das Material des Zylinderkerns innerhalb des vorgegebenen Schlüsselkanals mit ihrer Bohrschneide in erster Linie auf die langen schrägen Kanten auftreffen und von dort in nicht vorhersehbarer Weise in das umgebende Material des Zylinderkerns abgelenkt wird. Die Bohrerschneide bewegt sich dabei gegen die Anschlagkante oder -fläche der längeren Sicherungsstifte und muss gegen den Anpressdruck des Bohrgerätes auflaufen. Aber auch das Auftreffen auf die kürzeren Stifte verhindert das gezielte Bohren.
[0009] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der Figuren näher erläutert. Die Figuren 1 bis 3 zeigen einander zugeordnet die Aufsicht auf einen Zylinderkern und jeweils Schnitte nach den 1/7 ijitirriiWiSF'iS pätsmamt AT506 302 B1 2009-08-15
Linien ll-ll und lll-lll in Figur 1. Diese Schnitte sind in den Figuren 2 und 3 dargestellt. Figur 4 zeigt eine Aufsicht auf die Stirnfläche des Zylinderkerns in Richtung des Pfeiles IV in Figur 1.
[0010] Die Figur 1 zeigt in Aufsicht von oben den Zylinderkern 1, der in üblicher Weise einstückig aus Metall gefertigt ist. Im montierten Schließzylinder sitzt dieser Zylinderkern 1 in der Zylinderkernbohrung 2 des Zylindergehäuses 3, wie dies schematisch in den Figuren 2 und 4 dargestellt ist. Der Zylinderkern 1 ist in der Zylinderkernbohrung 2 mit seiner Zylinderfläche 4 gelagert. Im Inneren des Schließzylinders liegt der Kupplungsabschnitt 5, der in bekannter Weise entweder auf eine Sperrnase oder auf ein nachgeschaltetes Betätigungselement wirkt und die Drehbewegung des Zylinderkerns in die Sperr- oder Aufsperrfunktion des nachfolgenden Schlosses einer Tür oder dergleichen umsetzt.
[0011] Die sonstigen Bestandteile eines Schlosses und Schließzylinders sind hier nicht dargestellt, da sie in Kombination mit der vorliegenden Erfindung beliebig ausgeführt sein können. Insbesondere zeigen die Darstellungen auch nicht die Abtast- und Sperrelemente im Zylinderkern und die zugehörigen schließtechnischen Elemente des Zylindergehäuses, die ebenfalls nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind. Der Schließzylinder kann die schließtechnischen Elemente, z.B. der herkömmlichen Stiftzuhaltungen aufweisen oder auch die Elemente von magnetcodierten Rotoren, die durch einen mit Magnetpillen bestückten Schlüssel in eine definierte Drehlage gebracht werden, sodass Abtast- und Sperrelemente eine Offenstellung oder eine Sperrsteilung einnehmen können.
[0012] Bei den hier verwendeten Richtungsangaben ist zu beachten, dass davon ausgegangen wird, dass sich das Schloss in Ruhelage befindet, wie dies üblicherweise im eingebauten Zustand bei abgezogenem Schlüssel der Fall ist. Dabei befindet sich der Zylinderkern 1 in unverdrehter Lage und in dieser Lage steht der Schlüsselkanal 6, der in Figur 4 in Frontansicht dargestellt ist und in Figur 1 mit strichlierten Linien eingezeichnet ist, in senkrechter Stellung und die Mittellängsebene 7 des Zylinderkerns fällt mit der Längssymmetrieebene des Schließzylinders zusammen. Wenn der Schließzylinder in einer anderen Lage eingebaut wird, sind die entsprechenden Richtungsangaben anzupassen.
[0013] Der Zylinderkern verfügt weiters an seinem frontseitigen Ende den Zylinderkernkopf 8, der auch Kernbund genannt wird. Der Zylinderkernkopf ist dem Benutzer des Schlosses mit der Stirnfläche 9 zugewandt. Ein Teil des Zylinderkernkopfs 8 ist in einer ringförmigen Nut 10 versenkt, um den Spalt zwischen der Zylinderfläche 4 des Zylinderkerns und der Zylinderkernbohrung zu verdecken.
[0014] Im Bereich knapp hinter dem Zylinderkernkopf 8 sind gemäß vorliegender Erfindung knapp zu beiden Seiten des Schlüsselkanals 6 je ein Sicherungselement 11 angeordnet. Jedes dieser Sicherungselemente besteht aus zwei Sicherungsstiften 12, 13, wobei der eine Sicherungsstift 12 kürzer und der andere Sicherungsstift 13 länger ausgebildet ist. Diese beiden Sicherungsstifte sind in Ausnehmungen 14, 15 eingelegt oder besser eingepresst, wobei beide Sicherungsstifte zur Gänze innerhalb der Zylinderfläche 4 liegen.
[0015] Wie den Figuren 2 und 3 zu entnehmen ist, sind die Sicherungsstifte schräg zur Stirnfläche des Zylinderkerns angeordnet und liegen auch zueinander in einem Winkel, nämlich stumpfwinkelig zueinander. Gemäß Figur 3 betragen die Winkel zur Stirnfläche 9 etwa 21 °, wobei dieser Winkel aber auch variieren kann, in Abhängigkeit von den geometrischen Gegebenheiten der Zylinderkernabmessungen.
[0016] Wie den Figuren weiters zu entnehmen ist, sind die Ausnehmungen 14,15 schräg aufeinander zulaufende und ineinander übergehende Bohrungen, die dem Durchmesserder Sicherungsstifte 12,13 angepasst sind.
[0017] Der jeweils längere Sicherungsstift 13 ragt am weitesten in Richtung zur Frontfläche 9, ohne diese zu durchbrechen.
[0018] Wie der Schnittführung in den Figuren 2, 3 und insbesondere auch der Figur 4 zu entnehmen ist, sind die kurzen Sicherungsstifte 12 und langen Sicherungsstifte 13 versetzt zuein- 2/7 öits'rsKä sches (ötsmäftrt AT506 302B1 2009-08-15 ander angeordnet. Die nach vorne zum Betrachter weisenden Flächen oder Kanten der Sicherungsstifte 12, 13 stellen Anschlagflächen - oder Anschlagkanten 16, 17 dar, an denen ein Bohrer anschlägt, der von einem Einbrecher von vorne durch die Stirnfläche 9 hindurch in den Schlüsselkanal 6 eingeführt werden soll. Da Bohrmaschinen und zugehörige Bohrer zumeist rechtsdrehende Bohrer sind, würde ein solcher Bohrer beim Ansetzen an die übliche Zentrier-fräsung 18 der Stirnfläche 9 geringfügig in das Material des Zylinderkernkopfs einbohren und dann auf die beiden langen Anschlagflächen 17 der langen Sicherungsstifte 13 anschlagen. Die Bohrerschneiden laufen entlang der Anschlagkanten hinauf und bewegen den Bohrer entgegengesetzt des Bohrdruckes der Bedienungsperson. Dabei kommt es zu einem unkontrollierbaren Auswandern des Bohrers, sodass der Aufbohrversuch fehlschlägt.
[0019] Für die erfindungsgemäße Funktion ist es wesentlich, dass die schräggestellten Auflaufflächen 16 und 17 vorhanden sind, unabhängig von der sonstigen Formgebung der Sicherungselemente 11. Die Sicherungselemente können z.B. aus Stiften aus Hartmetall, gehärtetem Stahl, Karbiden, Keramik oder ähnlichen harten Metallen oder Hartstoffen gefertigt sein. Sie können den dargestellten kreisförmigen Querschnitt aufweisen, aber auch anders geformt sein. Weiters ist es möglich, im Verlauf des Zylinderkerns noch mehrere gleiche oder ähnliche Sicherungselemente vorzusehen, um mehrere aufeinander folgende Hindernisse für einen eindringenden Bohrer vorzusehen. 3/7
Claims (2)
- ÖitiffiidisNs SJäteBiäfitf AT506 302 B1 2009-08-15 Bezugszeichenliste: 1. Zylinderkern 2. Zylinderkernbohrung 3. Zylindergehäuse 4. Zylinderfläche 5. Kuppiungsabschnitt 6. Schlüsselkanal 7. Mittellängsebene 8. Zylinderkemkopf 9. Stirnfläche 10. Nut 11. Sicherungselement 12. Sicherungsstift kurz 13. Sicherungsstift lang 14. Ausnehmungen 15. Ausnehmungen 16. kurze Anschlagfläche 17. lange Anschlagfläche 18. Zentrierfräsung 19. Längsquerebene Patentansprüche 1. Schließzylinder mit einem in einem Zylindergehäuse (3) drehbar angeordneten Zylinderkern (1), wobei beidseitig des Schlüsselkanals (6) im Zylinderkern (1) Sicherungselemente (11) aus aufbohrfestem Material angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungselemente (11) zu beiden Seiten des Schlüsselkanals (6) je zwei Anschlagflächen (16, 17) oder -kanten aufweisen, die schräg zur Stirnfläche (9) des Zylinderkernes (1) und stumpfwinkelig zueinander angeordnet sind.
- 2. Schließzylinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungselemente (11) in Ausnehmungen (14, 15) des Zylinderkerns (1) angeordnet sind, die 4/7
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| AT518143B1 (de) * | 2015-11-17 | 2019-03-15 | Evva Sicherheitstechnologie | Schließzylinder mit Anbohrschutz |
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