<Desc/Clms Page number 1>
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Spritzgiesseinrichtung mit einer über mindestens zwei Kniehebel bewegbaren Formaufspannplatte und einem Kreuzkopf, welcher über jeweils mindes- tens eine Pleuelstange mit jeweils einem Kniehebel über drehbare Gelenke verbunden ist.
Gattungsgemässe Spritzgiesseinrichtungen sind bereits in unterschiedlichsten Ausprägungsfor- men bekannt. Ziel der Verwendung von Kniehebeln zum Verschieben der bewegbaren Formauf- spannplatten beim Öffnen und Schliessen der Spritzgussform ist es, ein möglichst schnelles Öffnen und Schliessen zu ermöglichen und bei geschlossener Form hohe Anpressdrücke bzw. Schliesskräfte realisieren zu können. Die EP 0 511 170 B1 zeigt zum Beispiel eine gattungsgemässe Einrichtung, bei der der Kreuzkopf auf denselben Holmen wie die Formaufspannplatte geführt ist. Die in dieser Schrift geoffenbarten Pleuelstangen sind jedoch relativ kurz. Durch Verwendung längerer Pleuel- stangen können höhere Schliesskräfte erreicht werden.
So zeigt die EP 0 775 567 bereits eine gattungsgemässe Einrichtung, bei der die Pleuelstangen verlängert worden sind, indem die Ansatz- punkte der Pleuelstangen an den Kniehebeln an die Aussenseiten der Kniehebel verlagert wurden.
Dies hat jedoch den Nachteil, dass hierdurch ein erhöhter Platzbedarf entsteht, da die Gelenke, mit denen die Pleuelstangen an den Kniehebeln angreifen, bei gestreckten Kniehebeln nach oben und nach unten über diese hinaus ragen.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine gattungsgemässe Einrichtung zu schaffen, bei der möglichst lange Pleuelstangen verwendet werden können, ohne dass hieraus ein erhöhter Platzbedarf erwachsen würde.
Dies wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass mit verschiedenen Kniehebeln verbundene Pleuelstangen zueinander gekreuzt angeordnet sind.
Durch das erfindungsgemässe Überkreuzen der Pleuelstangen können sehr lange Pleuelstan- gen verwendet werden, ohne dass hieraus ein erhöhter Platzbedarf entstehen würde. Hierbei kön- nen die Pleuelstangen sowie der Kreuzkopf in der Weise angeordnet sein, dass sie in allen Stellun- gen innerhalb des durch die anderen Maschinenteile vorgegebenen Bereichs geführt sind und somit keinen zusätzlichen Platzbedarf schaffen.
Eine konstruktiv besonders günstige Anordnung der Pleuelstangen wird erreicht, wenn diese, vorzugsweise annähernd S-förmig oder C-förmig, gebogen sind.
Zur Bewegung des Kreuzkopfes zwischen seinen Endlagen ist günstigerweise eine elektrische oder hydraulische Antriebseinrichtung vorgesehen. Der Begriff der hydraulischen Antriebseinrich- tung umfasst hierbei alle möglichen, beim Stand der Technik bekannten hydraulischen Kolben- Zylinderanordnungen. Eine verwendbare elektrische Antriebseinrichtung kann mindestens einen elektrischen Motor, welcher eine Zahnstange oder eine Gewindestange antreibt, vorsehen. So können durch den erfindungsgemässen Einsatz von überkreuzten und dadurch langen Pleuelstan- gen hohe Schliesskräfte auch mit vergleichsweise schwachen elektrischen Servomotoren erreicht werden. Der elektrische Motor kann alternativ auch durch einen hydraulischen Motor ersetzt wer- den. Darüber hinaus sind auch die beim Stand der Technik bekannten Linearantriebe geeignet als Antrieb des Kreuzkopfes zu dienen.
Um auch bei Spritzgiessmaschinen, bei denen nur ein Kniehebel oder mehrere Kniehebel auf nur einer Seite des Kreuzkopfes vorgesehen sind, hohe Schliesskräfte erreichen zu können, sieht ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung vor, dass die Pleuelstange auf der dem Kniehebel entgegengesetzten Seite des Kreuzkopfes an diesem angelenkt ist. Durch diese Art der Anordnung wird erreicht, dass auch hier lange Pleuelstangen bei geringem Platzbedarf verwendet werden können, wobei wiederum hohe Schliesskräfte erreichbar sind.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfol- genden Figurenbeschreibung. Dabei zeigt: Fig. 1 eine vereinfacht dargestellte Draufsicht auf eine Schliessseite einer Spritzgiesseinrichtung, Fig. 2 bis 4 schematische Seitenansichten zu einem Ausführungsbeispiel der Erfindung in verschiedenen Positionen, und Fig. 5 eine Projektion eines Schnittes entlang der Gerade A-A aus Fig. 2.
Fig. 1 zeigt vereinfacht eine Schliessseite einer als Dreiplattenmaschine ausgebildeten Spritz- giesseinrichtung. Die erfindungsgemässe Anordnung der Kniehebel 1 und Pleuelstangen 4 ist in Fig. 1 nicht eingezeichnet. Die bewegbare Formaufspannplatte 6 ist auf den Holmen gelagert und kann mittels der Kniehebel 1 zwischen der ortsfesten Formaufspannplatte 7 und der rückwärtigen
<Desc/Clms Page number 2>
ortsfesten Platte 9 in Maschinenlängsrichtung 13 verfahren werden. Jeder Kniehebel 1 weist zwei Kniehebelglieder 2 auf, welche mittels der Kniehebelmittengelenke 11 miteinander verbunden sind.
In Fig. 2 ist ein erfindungsgemässes Ausführungsbeispiel in der Schliessstellung mit vollständig gestreckten Kniehebeln 1 dargestellt. Fig. 3 zeigt die Öffnungsstellung, bei der die bewegbare Formaufspannplatte 6 vollständig zurückgezogen ist. Fig. 4 zeigt eine Zwischenstellung. Die Holme 8 sowie weitere beim Stand der Technik bekannte, aber für die Erfindung nicht weiter wesentliche Details sind bei diesen Darstellungen vernachlässigt. Die Kraftübertragung auf die Kniehebel 1 erfolgt über die Pleuelstangen 4, welche wiederum über Gelenke 5 seitlich am Kreuzkopf 3 ange- lenkt sind. Der Kreuzkopf 3 wird durch eine elektrische oder hydraulische Antriebseinrichtung in Maschinenlängsrichtung 13 entlang der Führungen 10 verfahren. Im gezeigten Beispiel besteht die Antriebseinrichtung im wesentlichen aus einem Elektromotor 15 und einer damit angetriebenen Spindel 16.
Der Kreuzkopf 3 ist, wie in Fig. 2 dargestellt, bei gestreckten Kniehebeln 1 in deren Zwischenbereich angeordnet. Die drehbaren Gelenke 5, über die die Pleuelstangen 4 mit den Kniehebeln 1 verbunden sind, sind jeweils auf einer Längsmittelachse 12 eines Kniehebelgliedes 2 angeordnet.
Durch die gekreuzte Anordnung der Pleuelstangen 4 können diese sehr lang ausgebildet wer- den, wodurch sowohl eine schnelle Öffnungs- und Schliessbewegung, als auch grosse Kräfte in der Schliessstellung aufgebracht werden können. Anhand von Fig. 2 bis 4 ist darüber hinaus gezeigt, dass die gesamte Anordnung aus Kniehebeln 1, Pleuelstangen 4 und Kreuzkopf 3 in allen Stellun- gen nicht über die Platten 6 und 9 hinausragt und somit durch die erfindungsgemässe Art des Kniehebelantriebs kein zusätzlicher Platzbedarf geschaffen wird.
Fig. 5 zeigt einen Vertikalschnitt entlang der Gerade A-A (siehe Fig. 2). Die Darstellung in Fig. 5 ist hierbei eine Projektion in Richtung der Pfeile 14 und zeigt die Anordnung der Pleuelstan- gen 4, Kniehebelglieder 2 und des Kreuzkopfes 3 sowie dessen Führungen 10.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Spritzgiesseinrichtung mit einer über mindestens zwei Kniehebel bewegbaren Formauf- spannplatte und einem Kreuzkopf, welcher über jeweils mindestens eine Pleuelstange mit jeweils einem Kniehebel über drehbare Gelenke verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass mit verschiedenen Kniehebeln (1) verbundene Pleuelstangen (4) zueinander gekreuzt angeordnet sind.
<Desc / Clms Page number 1>
The present invention relates to an injection molding device with a mold mounting plate which can be moved via at least two toggle levers and a crosshead which is connected to at least one connecting rod with in each case one toggle lever via rotatable joints.
Generic injection molding devices are already known in a wide variety of forms. The aim of using toggle levers to move the movable platen when opening and closing the injection mold is to enable opening and closing as quickly as possible and to be able to achieve high contact pressures or closing forces when the mold is closed. EP 0 511 170 B1, for example, shows a generic device in which the crosshead is guided on the same spars as the platen. However, the connecting rods disclosed in this document are relatively short. By using longer connecting rods, higher closing forces can be achieved.
For example, EP 0 775 567 already shows a generic device in which the connecting rods have been extended by moving the connecting points of the connecting rods on the toggle levers to the outside of the toggle lever.
However, this has the disadvantage that this results in an increased space requirement, since the joints with which the connecting rods engage the toggle levers project upwards and downwards beyond these when the toggle levers are extended.
The aim of the present invention is therefore to provide a generic device in which connecting rods as long as possible can be used without increasing the space requirement.
This is achieved according to the invention in that connecting rods connected to different toggle levers are arranged crossed over to one another.
By crossing the connecting rods according to the invention, very long connecting rods can be used without this resulting in an increased space requirement. The connecting rods and the crosshead can be arranged in such a way that they are guided in all positions within the range specified by the other machine parts and therefore do not require any additional space.
A particularly favorable arrangement of the connecting rods is achieved if they are bent, preferably approximately S-shaped or C-shaped.
An electric or hydraulic drive device is advantageously provided for moving the crosshead between its end positions. The term hydraulic drive device includes all possible hydraulic piston-cylinder arrangements known in the prior art. An electric drive device that can be used can provide at least one electric motor that drives a toothed rack or a threaded rod. The use of crossed connecting rods, which are therefore long, means that high closing forces can be achieved even with comparatively weak electric servomotors. Alternatively, the electric motor can also be replaced by a hydraulic motor. In addition, the linear drives known in the prior art are also suitable for serving as the crosshead drive.
In order to be able to achieve high closing forces even in injection molding machines in which only one toggle lever or a plurality of toggle levers are provided on only one side of the crosshead, a further aspect of the present invention provides that the connecting rod on the side of the crosshead opposite the toggle lever on this is articulated. This type of arrangement ensures that long connecting rods can also be used here in a small space, and again high closing forces can be achieved.
Further features and details of the present invention result from the following description of the figures. 1 shows a simplified top view of a closing side of an injection molding device, FIGS. 2 to 4 show schematic side views of an exemplary embodiment of the invention in different positions, and FIG. 5 shows a projection of a section along the line A-A from FIG. 2.
1 shows in simplified form a closing side of an injection molding device designed as a three-plate machine. The arrangement according to the invention of the toggle levers 1 and connecting rods 4 is not shown in FIG. 1. The movable platen 6 is mounted on the spars and can by means of the toggle 1 between the fixed platen 7 and the rear
<Desc / Clms Page number 2>
stationary plate 9 can be moved in the machine longitudinal direction 13. Each toggle lever 1 has two toggle lever members 2 which are connected to one another by means of the toggle lever center joints 11.
2 shows an exemplary embodiment according to the invention in the closed position with the toggle levers 1 fully extended. Fig. 3 shows the open position in which the movable platen 6 is fully retracted. Fig. 4 shows an intermediate position. The spars 8 and other details known in the prior art, but not essential for the invention, are neglected in these illustrations. The power transmission to the toggle lever 1 takes place via the connecting rods 4, which in turn are articulated laterally on the crosshead 3 via joints 5. The crosshead 3 is moved along the guides 10 in the machine longitudinal direction 13 by an electrical or hydraulic drive device. In the example shown, the drive device essentially consists of an electric motor 15 and a spindle 16 driven thereby.
The cross head 3 is, as shown in FIG. 2, arranged in the intermediate region with the toggle levers 1 extended. The rotatable joints 5, via which the connecting rods 4 are connected to the toggle levers 1, are each arranged on a longitudinal central axis 12 of a toggle lever member 2.
Due to the crossed arrangement of the connecting rods 4, they can be made very long, as a result of which both a rapid opening and closing movement and large forces can be applied in the closed position. 2 to 4 it is also shown that the entire arrangement of toggle levers 1, connecting rods 4 and crosshead 3 does not protrude beyond the plates 6 and 9 in all positions and thus no additional space requirement is created by the type of toggle lever drive according to the invention becomes.
Fig. 5 shows a vertical section along the line A-A (see Fig. 2). 5 is a projection in the direction of the arrows 14 and shows the arrangement of the connecting rods 4, toggle link members 2 and the crosshead 3 and its guides 10.
PATENT CLAIMS:
1. Injection molding device with a mold clamping plate that can be moved via at least two toggle levers and a crosshead, which is connected via at least one connecting rod to each toggle lever via rotatable joints, characterized in that connecting rods (4) connected to different toggle levers (1) cross each other are arranged.