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Das Betonfertigwandschalsystem mit nur einer Sichtseite ist im Prinzip gleich aufgebaut wie jenes mit zwei Sichtseiten (Doppelwand siehe AT 408 004 B). Der Vorteil liegt darin, dass bei Bauten (Wänden), bei denen es geologisch bedingt nur eine Sichtseite gibt, auch nur eine gemacht werden muss. Die zweite "Schalseite" ist - wie erwähnt - durch eine steinige, felsige bzw. mit Spritzbeton versteifte "Rohwand" vorgegeben.
Der Unterschied des Betonfertigwandschalsystems mit nur einer Sichtseite liegt gegenüber der Doppelwand darin, dass anstelle eines erstaufgestellten Schalelementes an hang-, brust- bzw. ulmseitig ausgerichteten und befestigten Trägern, Stehern und dgl. eine Baustahlgittermatte derart befestigt ist (senkrecht oder schräg geneigt und fluchtend), dass Distanzhalter in ihren entsprechenden Positionen (It. Plan) eingesteckt sind, und das Betonfertigwandschalelement mit der fabrikmässig gefertigten Sichtseite auf die aus dem Fundament bzw. der Sohle herausragenden Aufnahmebolzen aufgefädelt und mit den eingesteckten Distanzhaltern der-bauseits aufgestellten - Baustahlgittermatte mit von oben durchgefädelten Verbindungsbolzen verbunden und gesichert sind, sodass ein Hinterfüllen (wie bei Doppelwänden) bei Beachtung der Betoniergeschwindigkeit möglich ist.
Massgeblich dafür sind Dimension und Qualität der Bauteile selbst, sowie der Abstand (horizontal und vertikal) der Distanzhalter zueinander.
Notwendige Vorarbeiten auf der Baustelle sind : Das Setzen von Höhenausgleichsunterlagen (bei unebenem Untergrund) und das Setzen der Aufnahmebolzen für das Auffädeln der untersten Distanzhalter des Betonfertigwandschalelementes. Ausserdem ist bzw. sind die Baustahlgittermatte (n) an der Rohwand mittels ausgerichteter Steher oder dergleichen auszurichten und zu fixieren und die Distanzhalter - It. Plan - einzustecken.
Ausserdem kann dieses Schalungssystem auch im Tunnel- und Stollen bau eingesetzt werden und zwar als Firstverbau bzw. Firstverkleidung. Hiebei wird die Firste (das Hangende) mit entsprechenden Ankern gesichert. Die unten vorstehenden Enden der Anker (bzw. Zwischenstücke) sind so ausgebildet, dass damit die Bewehrungsgittermatte - mit den eingesteckten Distanzhaltern fixiert und höhenmässig einjustiert werden kann bzw. können. Dann wird das "Betonfertigdecken- element" mit entsprechenden Hebezeugen angehoben, positioniert, und mit den Verbindungsbolzen, welche durch alle horizontal auf einer Linie liegenden Distanzhalter (der Gittermatte und des Deckenschalelementes) durchgefädelt und (durch Verdrehen) gesichert sind, verbunden. Beim Ausbetonieren muss das Schalelement jedoch unterstützt sein.
Die bei Betonfertigwandschalelementen (für die Positionierung) notwendigen Aufnahmebolzen sind beim Firstverbau nicht notwendig. Die Gewichtskräfte der Deckenverkleidung - inklusive Versatzbeton - werden von den Firstankern aufgenommen. Bei Firstverbauten nach Fig. 5 ist für Installationsleitungen (z. B. Löschwasser) genügend Platz vorhanden. Durch die "Betonummantelung" sind die Installationsleitungen auch brandgeschützt.
FIG. 1 zeigt einen Vertikalschnitt mit felsiger bzw. befestigter roher Wand 26, ausgerichteten und an der Wand 26 befestigten Stehern bzw. Trägern 24, einer an den Stehern 24 befestigte Baustahlgittermatte 12, darin eingehängten Distanzhaltern 13 und die bauseits eingebohrten-in bezug auf die Steher 24 ausgerichteten - Aufnahmebolzen 17. Ein Betonfertigwandschalelement 11 mit den untersten Distanzhaltern 13 auf die Aufnahmebolzen 17 aufgefädelt und weiters auf Verbindungsbolzen 18 - durch die senkrecht auf einer Achse liegenden Distanzhalter 13 der Bau-
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zen 18 verdreht und dadurch gesichert. Der Verbindungsbolzen 18 ist nicht bis zur Sohle gezeichnet, bis zu welcher er eigentlich reicht.
FIG. 2 zeigt einen Vertikalschnitt wie Fig. 1, jedoch mit nach oben hin kleiner werdendem Abstand des Betonfertigwandschalelementes 11 in bezug auf die senkrecht ausgerichtete Baustahlgittermatte 12. Erreicht wird dies, durch Distanzhalter 13 mit untereinander verschiedenen Bezugsmassen (= Mitte Baustahlgittermatte im Schalelement 11 bis Mitte der beiden Distanzhalter Längsdrähte 15) in Bezug auf eine Horizontalebene und gleichen Abständen in bezug auf die Höhe.
FIG. 3 zeigt einen Vertikalschnitt wie Fig. 1 bzw. Fig. 2. Hier ist der Träger, die Stütze bzw. der Steher 24 schräg zum Berg hin geneigt und entsprechend an diesem abgestützt. Das Betonfertigwandschalelement 11 ist parallel zum Steher 24 und somit auch parallel zur Baustahlgittermatte 12. Äusserlich unterscheiden sich Fig. 2 und Fig. 3 nicht. Die Aufnahmebolzen 17 sind jedoch in der Schräge der Mittelachse zwischen 11 und 12 einzubohren.
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FIG. 4 zeigt einen Vertikalschnitt der Verbundbauweise (Stossfugen der einzelnen Schalelemente auf gegenüberliegenden Seiten gegeneinander der Höhe nach versetzt). Diese ist für hohe bzw. sehr hohe Wände geeignet. Die Betonfertigwandschalelemente 11 sind perspektivisch darge- stellt - mit Höhenausgleichselementen 28 zur geraden und ebenen Unterkante des Schalelementes 11. Die Verbundbauweise (Verbundsystem) ist auch für geneigte Wände (Fig. 2 u. Fig. 3) einsetzbar.
FIG. 5 zeigt einen Vertikalschnitt der oberen Profilhälfte 36 eines Tunnels mit Firstankern 31 und der daran befestigten und horizontal ausgerichteten Baustahlgittermatte 12. Dargestellt sind ferner das positionierte Deckenschalelement 11. 1 und die durchgesteckten Verbindungsbolzen 18 durch die Distanzhalter 13, die aus der Gittermatte 12 und aus dem Deckenschalelement 11. 1 herausragen und einander zugewandt sind, und seitliche Abdichtungen 33 (zum Verfülen des Raums oberhalb des Schalelements 11. 1 mit Beton).
PATENTANSPRÜCHE :
1. Betonfertigwandschalelement - System mit nur einseitiger Sichtbetonseite, dadurch ge- kennzeichnet. dass es aus einer mittels eines Stehers (24), entsprechend positionierten, ausgerichteten und befestigten Baustahlgittermatte (12), mit darin eingesteckten Distanz- haltern (13) einerseits, und einem Betonfertigwandschalelement (11) - mit in diesem mit- eingegossener Bewehrungsgittermatte (nicht dargestellt) und ebenfalls darin eingesteckten
Distanzhaltern (13)-andererseits besteht, wobei mindestens zwei (vorzüglich mehrere) der untersten Distanzhalter (13) des Betonfertigwandschalelementes (11) auf untereinan- der entsprechend positionierte Aufnahmebolzen (17) aufgefädelt sind, und die einander zugewandten Teile der Distanzhalter (13) (Bügel (14) und daran angeschweisste Längs- drähte (15)) des Betonfertigwandschalelementes (11)
und der bergseits aufgestellten - positionierten, ausgerichteten und befestigten - Baustahigittermatte (12) über den gesam- ten Höhenbereich von mindestens zwei lotrechten Verbindungsbolzen (18) gleichermassen aufgefädelt und nach dem Verdrehen der Verbindungsbolzen (18) gesichert und dadurch miteinander verbunden sind (Fig. 1).
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The precast concrete wall formwork system with only one visible side is basically the same as that with two visible sides (double wall see AT 408 004 B). The advantage is that in buildings (walls) where there is only one visible side due to geology, only one must be made. The second "formwork side" is - as mentioned - given by a stony, rocky or "reinforced wall" stiffened with shotcrete.
The difference of the prefabricated concrete wall formwork system with only one visible side compared to the double wall lies in the fact that instead of a first erected formwork element on beams, uprights and the like on the slope, chest or elm side and fastened, a structural steel mesh mat is attached in this way (vertically or obliquely inclined and aligned) that the spacers are inserted in their corresponding positions (according to the plan), and the prefabricated concrete formwork element with the factory-made visible side is threaded onto the locating bolts protruding from the foundation or the sole and with the inserted spacers on-site installed - structural steel mesh mat with thread through from above Connecting bolts are connected and secured so that backfilling (as with double walls) is possible if the concreting speed is observed.
Decisive for this are the dimension and quality of the components themselves, as well as the distance (horizontal and vertical) between the spacers.
The necessary preparatory work on the construction site is: the setting of leveling pads (for uneven ground) and the setting bolts for threading the lowest spacers of the prefabricated concrete formwork element. In addition, the structural steel mesh mat (s) must be aligned and fixed on the bare wall using aligned supports or the like, and the spacers - according to the plan - must be inserted.
In addition, this formwork system can also be used in tunnel and gallery construction as a ridge shoring or ridge cladding. The ridge (the hanging end) is secured with appropriate anchors. The ends of the anchors (or intermediate pieces) projecting below are designed in such a way that the reinforcing mesh mat can be fixed with the inserted spacers and adjusted in height. Then the "precast concrete slab element" is lifted, positioned, and connected to the connecting bolts, which are threaded through all spacers lying horizontally on a line (the mesh mat and the ceiling formwork element) and secured (by twisting). However, the formwork element must be supported when concreting.
The mounting bolts required for precast concrete formwork elements (for positioning) are not necessary for ridge shoring. The weight of the ceiling cladding - including offset concrete - is absorbed by the ridge anchors. 5 there is enough space for installation lines (e.g. fire water). The installation lines are also fire-protected due to the "concrete coating".
FIG. 1 shows a vertical section with rocky or fastened raw wall 26, aligned and fastened supports or supports 24 fastened to the wall 26, a structural steel mesh mat 12 fastened to the upright 24, spacers 13 suspended therein and the drilled-in on-site with respect to the upright 24 aligned - locating bolts 17. A prefabricated concrete wall formwork element 11 with the lowest spacers 13 is threaded onto the locating bolts 17 and furthermore onto connecting bolts 18 - through the spacers 13 of the construction which are perpendicular to an axis.
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zen 18 twisted and thereby secured. The connecting bolt 18 is not drawn to the sole to which it actually reaches.
FIG. 2 shows a vertical section as in FIG. 1, but with an increasing distance between the prefabricated concrete wall formwork element 11 and the vertically oriented structural steel mesh mat 12. This is achieved by spacers 13 with different reference masses (= middle structural steel mesh mat in the formwork element 11 to the middle of the two spacers longitudinal wires 15) with respect to a horizontal plane and equal distances in terms of height.
FIG. 3 shows a vertical section like FIG. 1 or FIG. 2. Here the support, the support or the upright 24 is inclined obliquely towards the mountain and is supported accordingly on the latter. The precast concrete wall formwork element 11 is parallel to the upright 24 and thus also parallel to the steel mesh mat 12. Externally, FIGS. 2 and 3 do not differ. However, the locating bolts 17 are to be drilled in between 11 and 12 in the slope of the central axis.
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FIG. 4 shows a vertical section of the composite construction (butt joints of the individual formwork elements offset on the other side in terms of height). This is suitable for high or very high walls. The prefabricated concrete wall formwork elements 11 are shown in perspective - with height compensation elements 28 for the straight and flat lower edge of the formwork element 11. The composite construction (composite system) can also be used for inclined walls (FIGS. 2 and 3).
FIG. 5 shows a vertical section of the upper profile half 36 of a tunnel with ridge anchors 31 and the horizontally oriented structural steel mesh mat 12 fastened thereon. Also shown are the positioned ceiling formwork element 11.1 and the plug-in connecting bolts 18 through the spacers 13, which come from the mesh mat 12 and from Project ceiling formwork element 11.1 and face each other, and side seals 33 (to fill the space above the formwork element 11.1 with concrete).
PATENT CLAIMS:
1. Concrete prefabricated wall formwork element - system with only one-sided exposed concrete side, marked. that it consists, on the one hand, of a structural steel mesh mat (12), appropriately positioned, aligned and fastened by means of a post (24), with spacers (13) inserted therein, and a prefabricated concrete wall formwork element (11) - with a reinforcing mesh mat (also not shown) cast therein ) and also inserted in it
There are spacers (13) on the other hand, at least two (preferably several) of the lowest spacers (13) of the prefabricated concrete wall formwork element (11) being threaded onto correspondingly positioned locating bolts (17), and the mutually facing parts of the spacers (13) ( Bracket (14) and longitudinal wires (15) welded to it of the prefabricated concrete formwork element (11)
and the structural steel mesh mat (12) set up, positioned, aligned and fastened on the mountain face are equally threaded over the entire height range by at least two vertical connecting bolts (18) and secured after the connecting bolts (18) have been rotated and are thereby connected to one another (FIG. 1 ).