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Die Erfindung bezieht sich auf eine Vakuum-Aussenkalibrierung für Kunststoff.
Bei der Herstellung von Kunststoffprodukten oder -Profilen durch Extrudieren ist es notwendig und üblich, in der Fertigungsstrecke nach dem Extruderwerkzeug eine Kalibrierung vorzusehen, die die Masshaltigkeit des Querschnitts des extrudierten Produktes sicherstellt sowie gleichzeitig zum Kühlen des aus dem thermoplastischen Kunststoff extrudierten Produktes dient.
Bekannt sind hierbei auch eine sogenannte Vakuum-Aussenkalibrierung, die zur Kühlung und Kalibrierung eines extrudierten Kunststoffproduktes an seiner Aussenfläche dient. In der Praxis besteht eine derartige Vakuum-Aussenkalibrierung aus zwei Blöcken, die an zwei Flächen, an denen die Blöcke aneinander anschliessen, zur Bildung eines beidendig offenen Kalibrierkanals bearbeitet sind. Die beiden Blöcke bestehen aus einem harten, verschleissfesten Stahl. Um das für die Kalibrierung notwendige Anliegen des extrudierten Kunststoffmaterials an den Innenflächen bzw. Kalibrierflächen des Kalibrierkanals zu erreichen, ist es notwendig, in jedem Block in den Kalibrierkanal mündende Vakuum-Kanäle vorzusehen. Weiterhin ist es notwendig in jedem Block eine Vielzahl von Kühlkanälen vorzusehen, die vom Kühlmedium (Kühlwasser) durchströmt wer- den.
Diese Ausbildung bedeutet einen erheblichen Fertigungsaufwand, da eine Vielzahl von Boh- rungen und dabei teilweise auch sich kreuzende Bohrungen in den Block aus dem harten Material mit hoher Präzision eingebracht werden müssen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vakuum-Aussenkalibrierung aufzuzeigen, die diese Nachteile vermeidet und die mit wesentlich geringerem Aufwand und mit wesentlich geringeren Kosten realisiert werden kann. Zur Lösung dieser Aufgabe ist eine Vakuum-Aussenkalibrierung entspre- chend dem Anspruch 1 ausgebildet.
Bei der Erfindung besteht der wenigstens eine, die Vakuum-Aussenkalibrierung bildende Block aus einer Vielzahl von Blechen oder Platten, die stapelartig zu dem Block miteinander verbunden sind. In den Platten sind dann Ausnehmungen vorgesehen, von denen sich erste zu dem Kalibrier- kanal ergänzen und zweite sowie dritte den wenigstens einen Kühlkanal sowie den einen Vakuum- kanal mit den Vakuumaustrittsöffnungen bilden. Durch entsprechende Strukturierung der Platten und durch die dicht aneinander anliegenden Platten ist dafür gesorgt, dass durch die zweiten bzw. dntten Ausnehmungen der wenigstens eine geschlossene und nur an einem Kühlmediumzulauf und Kühlmediumablauf offene Kühlkanal sowie der wenigstens eine Vakuumkanal und die ent- sprechenden Vakuumöffnungen gebildet sind.
Ein besonderer Vorteil der erfindungsgemässen Ausbildung besteht u.a. dann, dass durch die stapelartige Ausbildung des wenigstens einen Blockes der Kalibriereinrichtung die Kühlkanäle bis unmittelbar an die Enden des Kalibrierkanals und dabei insbesondere auch bis unmittelbar an das vordere Ende dieses Kanals reichend ausgebildet werden können, so dass eine Kühlung unmittel- bar an den Enden und dabei insbesondere am vorderen Ende des Kalibrierkanals möglich ist. Der axiale Abstand zwischen der Ebene und insbesondere auch des vorderen Endes des Kalibrierka- nals und dem auf diese Ebene folgenden Kühlkanal kann so klein gehalten werden, wie dies die Festigkeit des verwendeten Werkstoffes zulässt. Dieser Abstand beträgt beispielsweise nur wenige Millimeter (z. B. 2 mm).
Bei der herkömmlichen Ausbildung einer Vakuum-Aussenkalibrierung beste- hend aus einem massiven Block, in dem die Kühlkanäle durch Bohrungen realisiert sind, ist es hingegen erforderlich, diese Bohrungen insbesondere auch am vorderen und rückwärtigen Ende des Blockes bzw. des Kalibrierkanals durch Stopfen zu verschliessen, die eine gewisse Länge, beispielsweise eine Länge von wenigstens 10 mm aufweisen. Dies bedeutet, dass der Abstand zwischen der Ebene des vorderen oder rückwärtigen Endes des Kalibrierkanals und dem ersten Kühlkanal dieser Stopfenlänge entspricht und dadurch die Aussenkalibrierung am vorderen Ende des Kalibrierkanals eine mangelhafte Kühlung aufweist, und zwar mit der Folge, dass der heisse Kunststoff des extrudierten Produktes bzw. Profils ander aussenkalibrieurng festkleben kann.
Bei der erfindungsgemässen Vakuumkalibrierung erstrecken sich die zweiten und dritten Aus- nehmungen vorzugsweise jeweils in der Ebene der diese Ausnehmungen aufweisenden Platten mit dem Vorteil, dass die Ausnehmungen und damit der von diesen jeweils gebildete Kühl- oder Vakuumkanal problemlos an jeden beliebigen Bereich des Kalibrierkanals herangeführt werden kann.
Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung ist in einigen der Platten eine vierte Ausnehmung vorgesehen, die einen in den Kalibrierkanal mündenden Hilfskanal bildet, über den Sperrwasser eingebracht oder abgesaugt werden kann. Hierdurch wird eine verbesserte
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Kühlung beim Kalibrieren erreicht, aber auch vermieden, dass von aussen her verschmutzte Kühlluft oder verschmutztes Kühlwasser in den Kalibrierkanal gelangen kann.
Bei einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung mündet die dritte Ausnehmung mit wenigstens einem Abschnitt in die den Kalibrierkanal bildende Ausnehmung, wodurch sich eine besonders einfache Ausbildung der Austrittsöffnungen für das Vakuum ergibt.
Nach einer weiteren möglichen Ausführungsform der Erfindung, sind in den Platten Bohrungen vorgesehen, die sich bei zum Stapel oder Block miteinander verbundenen Platten zu Kanälen zum Zu- und Abführen des Kühlmediums und/oder zum Zuführen des Vakuums und/oder zum Zuführen und/oder Abführen eines Hilfsmediums, beispielsweise zum Zu- und/oder Abführen von Sperrwas- ser ergänzen. Die zweiten und/oder dritten und/oder vierten Ausnehmungen in den Platten münden dann jeweils in eine dieser Bohrungen. Durch diese Bohrungen ergibt sich eine besonders einfa- che Ausbildung der Kanäle zum Zu- und Abführen des Kühlmediums, zum Zuführen des Vakuums und/oder zum Zu- und/oder Abführen eines Hilfsmediums.
Entsprechend einer weiteren möglichen Ausführungsform ist der wenigstens eine Block zumin- dest von Platten eines ersten Typs und von Platten eines zweiten Typs gebildet.
Die Platten des ersten Typs weisen dabei die Ausnehmungen auf, die den wenigstens einen Kühlkanal bilden. Die Platten des zweiten Typs weisen die dritten Öffnungen oder Ausnehmungen auf, die den wenigstens einen Vakuumkanal und die Austrittsöffnungen dieses Kanals bilden.
Durch Verwendung derartiger Platten unterschiedlichen Typs ergibt sich eine Vereinfachung der Fertigung.
Bei einer weiteren Ausführungsform erstrecken sich die zweiten, den wenigstens einen Kühl- kanal bildenden Ausnehmungen zwischen zwei Bohrungen, die den Kanal zum Zuführen bzw.
Abführen des Kühlmediums bilden, so dass ohne weitere Massnahmen der von den zweiten Aus- nehmungen jeweils gebildete Kühlkanal an die Kühlmediumzuführung und Abführung angeschlos- sen ist.
In gleicher Weise mündet vorzugsweise auch die dritte Ausnehmung, die in der jeweiligen Plat- te den Vakuumkanal bildet in die Bohrung, die bei zum Block verbundenen Platten Bestandteil des Kanals zum Zuführen des Vakuums ist.
Die Platten bestehen bei der Erfindung vorzugsweise aus Metall, und zwar beispielsweise aus einem unterschiedlichen Metall in der Weise, dass die Platten des ersten Typs, die die den jeweili- gen Kühlkanal bildenden Ausnehmungen aufweisen, aus einem Metall oder einer Metall-Legierung mit hoher Wärmeleitfähigkeit gefertigt sind, während die Platten des zweiten Typs, in denen die den jeweiligen Vakuumkanal bildenden Ausnehmungen vorgesehen sind, aus einem verschleissfes- ten Material, beispielsweise aus hochfestem Stahl oder einer entsprechenden Stahllegierung und damit besonders verschleifest hergestellt sind.
Um die Ausbildung der einzelnen Platten besonders zu vereinfachen, ist es entsprechend einer weiteren Ausführungsform der Erfindung möglich, zwischen einer Platte des ersten Typs und einer Platte des zweiten Typs jeweils eine Zwischenplatte vorzusehen. Hierdurch ist es dann möglich, die Ausnehmungen in den Platten jeweils als durchgehende Schlitze auszuführen.
Die erfindungsgemässe Vakuumaussenkalibrierung ist beispielsweise zweiteilig ausgebildet, z.B. bestehend aus einem Unterteil und einem Oberteil, wobei das Ober- und/oder das Unterteil aus dem von den Platten gebildeten Block oder Stapel besteht. Durch die zweiteilige Ausbildung kann die Aussenkalibrierung im Bedarfsfalle geöffnet werden.
Zur Erzielung einer zusätzlichen Kühlung kann es zweckmässig sein, in den Platten zur Bildung eines axialen Kühlkanals sich deckende Öffnungen vorzusehen. Dieser Kühlkanal ist dann bei- spielsweise über eine Ausnehmung in einer Anschlussplatte mit einer Zuführung oder Abführung für das Kühlmedium verbunden, mit dem Vorteil, dass selbst bei einem solchen zusätzlichen dicht an der Kalibrieröffnung verlaufenden Kühlkanal die Zuführung und Abführung für das Kühlmedium mit ausreichendem Abstand von dem Kalibrierkanal vorgesehen ist.
Vorteilhaft sind Passbolzen vorgesehen, die zum Zentrieren der Platten aneinander durch Pass- öffnungen dieser Platten hindurchreichen. Hierbei ist es dann auch möglich, auf gemeinsamen Passbolzen in Achsrichtung aufeinander folgend zwei Aussenkalibrierungen bzw. deren Blöcke vorzusehen.
Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche. Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren näher erläutert. Es zeigen: Fig. 1 ein Extruder mit einem Profilwerk-
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zeug und einer anschliessenden Vakuum-Aussenkalibrierung nach dem Stand der Technik ; 2 in vereinfachter Darstellung und in Seitenansicht eine Vakuum-Aussenkalibrierung gemäss der Erfin- dung ; Fig. 3 und 4 Querschnitte durch die Vakuum-Aussenkalibrierung der Figur 2 in zwei unter- schiedlichen Querschnittsebenen; Fig. 5 und 6 in schematischer Darstellung Schnitte entsprechend den Linien I - I bzw. 11-11; Fig. 7 eine Darstellung ähnlich Figur 3 und 4, einen Querschnitt durch eine weitere mögliche Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 8 eine Vakuum-Platte zur Verwendung bei der Vakuum-Aussenkalibrierung der Figur 7 ; Fig. 9 eine Kühlplatte zur Verwendung bei der Vaku- um-Aussenkalibrierung der Figur 7 ; 10 eine Zwischenplatte zur Verwendung bei der VakuumAussenkalibrierung der Figur 7 ; 11 eine Anschlussplatte zur Verwendung bei der VakuumAussenkalibrierung der Figur 7 ; 12 in sehr vereinfachter Darstellung eine Vakuum-Aussen- kalibrierung, die von zwei axial aneinander anschliessenden Einzel-Kalibrierungen gebildet ist.
In den Figuren ist 1 ein Extruder mit angeschlossenem Extruder- bzw. Profilwerkzeug 2 zum Herstellen eines Kunststoffprofilstranges 3, welcher in den Figuren der einfacheren Darstellung wegen als Zweikammer-Hohlprofil 4 mit äusserem rechteckförmigen Querschnitt wiedergegeben ist, wobei das Profil selbstverständlich auch jede andere Formgebung, insbesondere auch eine we- sentlich kompliziertere Formgebung aufweisen kann. Dem Extruder- bzw. Profilierwerkzeug ist zur Abkühlung des Kunststoffes und zur Sicherstellung der vorgegebenen Aussenmasse des Profil- strangs 3 eine sogenannte Aussenkalibrierung nachgeschaltet, in welchem der extrudierte Profil- strang 3 auf die exakten Aussenabmessungen gebracht und zugleich abgekühlt wird.
In der Figur 1 ist eine bisher übliche Vakuum-Aussenkalibrierung 5 dargestellt. Diese Kalibne- rung 5 ist zweiteilig ausgeführt und besteht aus einem unteren Teil 5' und einem oberen Teil 5", die abnehmbar aneinander verbunden sind und zwischen sich den Kalibrierkanal 6 bilden, durch welchen der Profilstrang 3 für die Kalibrierung und Abkühlung hindurchgeführt wird. Für die Abküh- lung des Profilstranges 3 sind sowohl im oberen als auch im unteren, aus Metall gefertigten Teil 5' bzw. 5" der Kalibrierung 5 eine Vielzahl von Kühlkanälen 7 gebildet, die von einem Kühlwasser- strom durchströmt werden. Weiterhin sind in dem oberen und unteren Teil 5' bzw. 5" eine Vielzahl von Vakuumkanälen 8 vorgesehen, die mit einer schlitzdüsenartigen Öffnung 9 jeweils an einer dem Kalibrierkanal 6 begrenzenden Kalibrierfläche 10 münden.
Die Vakuumkanäle 8 sind jeweils über eine Verteilerkammer 11an einen an eine Vakuumquelle führenden Anschluss 12angeschlos- sen, so dass über das Vakuum an den Öffnungen 9 das Material des Profilstranges 3 gegen die Kalibrierfläche 10 angesaugt und somit die optimale Kalibrierung und Masshaltigkeit des Profil- stranges 3 bzw. des Profils erreicht wird.
Die beiden Teile 5' und 5" sind jeweils Blöcke aus einem Stahl hoher Härte, wobei jeder Block zur Bildung des Kalibrierkanals 6 an einer Aussenfläche entsprechend bearbeitet und im übrigen zur Bildung der Kühlkanäle 7 und der Vakuumkanäle 8 mit einer Vielzahl von Bohrungen versehen ist, von denen zumindest die in der Figur 1 quer zur Achse des Profilstranges 3 (Längsachse L) und damit senkrecht zur Zeichenebene dieser Figur verlaufenden Bohrungen der Kühlkanäle 7 jeweils beidendig nicht dargestellte, den Kühlwasservorlauf und -rücklauf bildende Bohrungen schneiden, die dann mit dem Kühlwasserzulauf 13 und dem Kühlwasserablauf 14 in Verbindung stehen. Dies bedeutet, dass eine Vielzahl von unterschiedlichsten, sich teilweise schneidenden Bohrungen in einem extrem harten Material vorgesehen werden müssen.
Dies bedeutet weiterhin auch, dass die die Kühlkanäle 7 bildenden Bohrungen und die nicht dargestellten, den Kühlwasser- vorlauf und den Kühlwasserrücklauf bildenden Längs-Bohrungen jeweils beidendig an der Aussen- fläche des jeweiligen Blockes verschlossen werden müssen.
Die Figuren 2 ff zeigen eine Vakuum-Aussenkalibrierung 15 gemäss der Erfindung. Diese Vaku- um-Kalibrierung ist wiederum zweiteilig ausgebildet, d. h. sie besteht aus einem Unterteil 15' und einem Oberteil 15", die über geeignete Mitte! lösbar miteinander verbunden sind, so dass die Vaku- um-Aussenkalibrierung für Zwecke einer Inspektion, Reinigung, Reparatur usw. geöffnet werden kann. Die Besonderheit besteht darin, dass jedes Teil 15' bzw. 15" aus einer Vielzahl von Blechen oder Platten 16 bzw. 17 besteht, die in der Figur 2 allgemein mit 16 angegeben sind und die jeweils in einer Ebene senkrecht zur Längserstreckung L der Vakuum-Aussenkalibrierung 15 angeordnet sind.
Die Platten 16 des Unterteils 15 sind durch Spannbolzen 17 zu einem Block oder Paket fest miteinander verbunden, in welchem benachbarte Platten jeweils dicht aneinander angepresst anlie- gen. In gleicher Weise sind die Platten 17 des Oberteils 15" durch Spannbolzen 19 zu einem Paket bzw. Block miteinander verbunden.
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An den einander benachbarten Seiten des Unterteils 15' und Oberteils 15" sind die Platten 16 und 17 so bearbeitet, dass sie den Kalibrierkanal 6 bilden, wie dies in den Figuren 3 - 6 deutlich dargestellt ist. Jede Platte 16 bzw. 17 besitzt demnach eine Ausnehmung 20 bzw. 21, wobei sich die Ausnehmungen 20 sämtlicher Platten 16 zu dem im Unterteil 15' gebildeten Teil des Kalibrier- kanals 6 und die Ausnehmungen 21 in den Platten 17 zu dem im Oberteil 15" gebildeten Teil des Kalibrierkanals 6 ergänzen.
In den Platten 16 und 17 sind weiterhin zur Bildung der in Ebenen senkrecht zur Längsachse L liegenden Kühlkanäle Ausnehmungen 22 und zur Bildung der ebenfalls in Ebenen senkrecht zur Längsachse L liegenden Vakuumkanäle Ausnehmungen 23 vorgesehen, welch letztere über einen eine Schlitzdüsenöffnung bildenden Abschnitt 23' in die Ausnehmung 20 bzw. 21 münden, und zwar wiederum an der von diesen Ausnehmungen gebildeten Kalibrierfläche 10 des Kalibrierkanals 6.
In den Platten 16 bzw. 17 sind weiterhin Bohrungen 24 und 25 vorgesehen, in die die Ausneh- mungen 22 mit ihren Enden jeweils einmünden. Bei fertigmontierter Vakuum-Aussenkalibrierung 15 liegen sämtliche Bohrungen sämtlicher Platten 16 bzw. 17 jeweils deckungsgleich. Ebenso sämtli- che Bohrungen 25, so dass die Bohrungen 24 einen sich in Längsrichtung L erstreckenden Kanal zum Zuführen des Kühlwassers, der an dem Kühlwasserzulauf 13 angeschlossen ist, und die Bohrungen 25 einen sich in Längsrichtung L erstreckenden Kanal zum Abführen des Kühlwassers bilden, der an den Kühlwasserablauf 14 angeschlossen ist. Die Ausnehmungen 23 münden mit ihrem den Abschnitt 23' entfernt liegenden Ende jeweils in eine Bohrung 26.
Die Bohrungen 26 sind wiederum so angeordnet, dass diese Bohrungen in den Platten 16 bzw. 17 einen durchgehen- den, sich in Längsrichtung L erstreckenden Vakuum-Verteilerkanal bildet, der über den Vakuum- anschluss 12 an die nicht dargestellte Vakuumquelle angeschlossen ist.
Es versteht sich, dass die Ausnehmungen 22 und 23 sowie die zugehörigen Bohrungen 24 - 26 in den Platten 16 und 17 derart vorgesehen sind, dass sich keine Vermischung der verschiedenen Medien (Kühlwasser und Vakuum) ergibt. Um dies zu erreichen sind bei der in den Figuren 3 - 6 dargestellten Ausführungsformen von den Platten 16 und 17 jeweils zwei unterschiedliche Ausfüh- rungen vorgesehen, die in den Figuren 3-6 jeweils mit 16a und 16b bzw. 17a und 17b bezeichnet sind, und die sich in Längsrichtung L im Block 15' und 15" jeweils abwechseln. In sämtlichen Plat- ten 16a, 16b und 17a, 17b sind jeweils die Bohrungen 24 - 26 vorgesehen.
In den Platten 16a und 17a sind jeweils Ausnehmungen 22 an einer ersten Seite als nutenarti- ge Vertiefungen vorgesehen. In den Platten 16b und 17b sind jeweils an einer ersten Seite als nutenartige Vertiefungen die die Vakuumkanäle bildenden Ausnehmungen 23 mit Abschnitten 23' vorgesehen. Die Platten 16a und 16b bzw. 17a und 17b sind dann so zum Paket miteinander verbunden, dass die Ausnehmungen 22 bzw. 23 in einer Platte jeweils von der zweiten, eine solche Ausnehmung nicht aufweisenden Seite einer benachbarten Platte abgedeckt ist, wie dies in den Figuren 5 und 6 in verschiedenen Längsschnitten jeweils für zwei benachbarte Platten dargestellt ist.
Die die Vakuumkanäle bildenden Ausnehmungen 23 mit ihren Abschnitten 23' sind insbeson- dere dort vorgesehen, wo Flächen für den Profilstrang 3 mit hoher Masshaltigkeit gefordert werden.
Die Platten 16 und 17 der Vakuum-Aussenkalibrierung 15 lassen sich mit den erforderlichen Ausnehmungen und Bohrungen sehr einfach und preiswert fertigen. Hierdurch ergibt sich insge- samt eine preiswerte und einfache Herstellung der Vakuum-Aussenkalibrierung 15. Es ist nicht mehr notwendig, eine Vielzahl von Bohrungen in einem Block aus einem harten Material vorzusehen.
Weiterhin besteht bei der Erfindung die Möglichkeit, die Platten 16 und 17 jeweils aus einem unterschiedlichen Material zu fertigen, beispielsweise die Platten 16a und 17a für die Kühlung aus einem eine gute Wärmeleitfähigkeit aufweisenden Metall, z. B. aus Messing. Die Platten 16b bzw.
17b, an denen die Vakuumaustrittsdüsen durch die Abschnitte 23' gebildet sind, bestehen dann aus einem harten Stahl, der eine besonders hohe Verschleissfestigkeit, aber eine nicht so optimale Wärmeleitfähigkeit besitzt.
Ein weiterer wesentlicher Vorteil besteht auch dann, dass unmittelbar an den Enden der Vaku- umaussenkalibrierung 15 und dabei insbesondere auch an dem dem Extruder zugewandten vorde- ren Ende eine Kühlung mit Hilfe der Platten 16a und 17a möglich ist.
Weiterhin besteht die Möglichkeit, beispielsweise die die Kühlkanäle bildenden Ausnehmungen
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22 so vorzusehen, dass diese Kanäle bis unmittelbar an die Kalibrierfläche 10 bzw. an die Ausneh- mungen 20 oder 21 reichen, so dass sich extrem kurze Kühlstrecken bzw.-wege ergeben.
An den beiden Enden sind die von den Platten 16 und 17 gebildeten Pakete bzw. das Unterteil 15' und das Oberteil 15" jeweils mit einer Abschluss- oder Spannplatte 27 bzw. 28 versehen, die auch Verbindung- und Verteilerkanäle enthalten und von denen bei der dargestellten Ausführungs- form die Platte 27 den Kühlwasserzulauf 13 und die Platte 28 den Kühlwasserablauf 14 sowie auch den Vakuumanschluss 12 aufweisen.
Bei der vorbeschriebenen Ausführungsform wurde davon ausgegangen, dass die Ausnehmun- gen 22 und 23 jeweils als an einer Oberflächenseite der betreffenden Platte offene Nut ausgebildet sind. Grundsätzlich besteht aber die Möglichkeit, die Ausnehmungen 22 und 23 jeweils als durch- gehende Schlitze auszuführen, wobei dann durch entsprechende Strukturierung oder Wahl des Verlaufs der Ausnehmungen selbstverständlich sichergestellt ist, dass keine vom Rest der jeweili- gen Platte 16 bzw. 17 getrennten Flächenbereiche durch den Verlauf der Ausnehmungen 22 und 23 entstehen.
Sind die Ausnehmungen 22 und 23 als durchgehende Schlitze ausgeführt, so ist weiterhin durch den Verlauf der Ausnehmungen 22 in den Platten 16a bzw. 17a und durch den Verlauf der Ausnehmungen 23 in den Platten 16b und 17b dafür gesorgt, dass sich beim Übereinanderlegen der Platten 16a und 16b bzw. 17a und 17b die Ausnehmungen 22 und 23 nicht überschneiden, sondern jede Ausnehmung 22 in einer Platte 16a bzw. 17a durch Flächen zweier benachbarter Platten 16b bzw. 17b oder einer Abschlussplatte 27 bzw. 28 beidseitig abgedeckt ist, die (Flächen) die Ausnehmungen 23 nicht aufweisen. Gleiches gilt umgekehrt dann auch für die Ausnehmungen 23 der Platten 16b bzw. 17b, die ebenfalls beidseitig durch Flächen benachbarter Platten 16a bzw.
17a geschlossen sind.
Die Figuren 7 - 11 zeigen als weitere mögliche Ausführungsform eine Vakuum-Kalibrierung 15a gemäss der Erfindung. Diese Kalibrierung besteht wiederum aus dem Unterteil 15a' und dem Ober- teil 15a", wobei Oberteil und Unterteil aus einer Vielzahl von Platten zusammengesetzt sind, die mit den Ebenen ihrer Oberflächenseiten senkrecht zur Längserstreckung der Kalibrierung 15 angeord- net sind, wie dies vorstehend für die Vakuum-Aussenkalibrierung 15 beschrieben wurde.
Soweit Elemente der Vakuum-Kalibrierung 15a denen der Vakuum-Kalibrierung 15 entspre- chen, sind diese wiederum mit gleichen Bezugszeichen versehen, d.h. obwohl bei der Vakuum- Kalibrierung 15a bzw. bei dem Oberteil 15a' und dem Unterteil 15a" die Anordnung und/oder Strukturierung der einzelnen Ausnehmungen und Bohrungen von der Vakuum-Aussenkalibrierung 15 abweicht, sind in den Figuren 7 - 11 für die Bohrungen und Ausnehmungen die gleichen Be- zugszeichen wie in den Figuren 2 - 6 verwendet, soweit diese Ausnehmungen und Öffnungen die gleiche Funktion haben, allerdings jeweils mit dem Zusatz a"
Die Figuren 9 - 11 zeigen die Platten 30,31, 32 und 33, aus denen sich das Unterteil 15a' der Vakuum-Kalibriereinrichtung 15a zusammensetzt.
Hierbei bildet die Platte 30 eine Vakuumplatte mit der Ausnehmung 23a für den Vakuumkanal, wobei diese Ausnehmung 23a bei dieser Ausfüh- rungsform als durchgehende Öffnung ausgeführt ist. Weiterhin sind in der Platte 30 ebenso wie in den übrigen Platten 31,32 und 33 die Ausnehmung 20a für die Kalibrieröffnung sowie u. a. auch Bohrungen 24a bzw. 25a vorgesehen, die in dem von den Platten 30 - 33 gebildeten Stapel bzw.
Unterteil 15a' die Kanäle zum Zuführen und Abführen des Kühlmediums bilden.
Die Platte 31 bildet die Kühlplatte, in der die Ausnehmung 22a vorgesehen ist, und zwar wie- derum bei der dargestellten Ausführungsform als durchgehende Durchbrechung. In der Platte 31 ist weiterhin u. a. auch eine Bohrung 26a vorgesehen, die zusammen mit den entsprechenden Bohrungen oder Ausnehmungen der anderen Kanäle den Vakuumkanal bildet.
Mit 32 ist eine Zwischen platte bezeichnet, die bei dieser Ausführungsform jeweils zwischen zwei in Längsnchtung der Aussenkallbrierung 15a aneinander anschliessenden Platten 30 und 31 vorgesehen ist. Diese Zwischenplatte 32 besitzt die Ausnehmungen 22a und 23a nicht, aber u.a. die Bohrungen 24a, 25a und 26a. Durch die Zwischenplatten 32 sind die von den Ausnehmungen 22a bzw. 23a gebildeten Kühlkanäle bzw. Vakuumkanäle jeweils in Achsrichtung der Aussenkalib- rierung 15a beidseitig abgeschlossen. Mit 33 ist in der Figur 11 die äussere Anschlussplatte darge- stellt, die die nachstehend näher erläuterte Funktion hat.
Wie die Figuren 7 - 11 zeigen, besteht eine Besonderheit der Vakuum-Kalibrierung 15a darin, dass in den von der Ausnehmung 20a gebildeten Teil des Kalibrierkanals 6 ein schmaler Vorsprung
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34 hineinreicht, der sich stegartig über die gesamte Länge des Kalibrierkanals 6 erstreckt und von dem zu kalibrierenden Profil an drei Oberflächenseiten umschlossen ist. Im Bereich dieses Vor- sprungs 34 ist ebenfalls eine intensive Kühlung des Profilstranges 3 notwendig. Aus diesem Grun- de ist im Vorsprung 34 ein sich über die gesamte Länge des Kalibrierkanals erstreckender Kühlka- nal 35 ausgebildet Wegen der geringen Abmessungen des Vorsprunges 34 ist es nicht möglich, diesen Kühlkanal durch Ausnehmungen allein in den Kühlplatten 31 zu realisieren.
Vielmehr ist der Vorsprung 34 und der zugehörige Kühlkanal 35 dadurch realisiert, dass jede Platte 31 - 33 einen in die Ausnehmung 20a hineinragenden Fortsatz 34a aufweist, der mit einer am Umfang geschlosse- nen, aber durch die Platte hindurchgehenden Öffnung 35a versehen ist, wobei sich sämtliche Fortsätze 34a zu dem leistenartigen Vorsprung 34 und sämtliche Öffnungen 35a zu dem axialen Kühlkanal 35 ergänzen. In der Anschlussplatte 33 ist eine in die dortige Öffnung 35a mündende Ausnehmung 36 vorgesehen, die in eine Bohrung 37 mündet, welche dann den Anschluss zum Zuführen bzw. Abführen des Kühlmediums über die Ausnehmung 36 in den von den Ausnehmun- gen 35a gebildeten Kühlkanal 35 bzw. zum Abführen des Kühlmediums aus diesem Kühlkanal bildet.
Jeweils eine Anschlussplatte 33 ist dann beispielsweise an die jeweilige äussere Spannplatte 27 bzw. 28 anschliessend vorgesehen.
Grundsätzlich besteht bei der in den Figuren 7 - 11 dargestellten Ausführungsform auch die Möglichkeit, den Kühlkanal 35 in Längsrichtung der Aussenkalibrierung 15a in mehrere, axial anein- ander anschliessende Abschnitte zu unterteilen, wobei am Anfang und am Ende jedes Abschnittes jeweils eine Anschlussplatte 33 vorgesehen ist. Bei der vorbeschriebenen Ausführung ist der axiale Kühlkanal 35 in dem leistenartigen Vorsprung 34 vorgesehen. Auch an anderen räumlich beengten Bereichen, die einen beispielsweise von der Ausnehmung 22 oder 22a in der jeweiligen Kühlplatte gebildeten Kühlkanal nicht zulassen, aber dennoch eine intensivere Kühlung erfordern, können derartige axiale Kühlkanäle vorgesehen werden.
Mit 38 sind in den Figuren 7 - 10 noch Passbolzen bezeichnet, die zur Zentrierung der einzelnen Platten 30 - 33 dienen und jeweils durch Passöffnungen 38' dieser Platten hindurch reichen.
Wie die Figur 12 zeigt, können die Passbolzen 38 länger ausgebildet sein als der jeweilige, von den Platten 30 - 33 gebildete Block bzw. das jeweilige Unterteil 15a' und Oberteil 15a".
Bei der in der Figur 12 dargestellten Ausführungsform sind die unteren Passbolzen 38 mit die- ser grösseren Länge so ausgeführt, dass auf den gemeinsamen Passbolzen 38 axial aufeinander folgend zwei hintereinander liegende und axial exakt ausgerichtete Unterteile 15a' voneinander beabstandet vorgesehen sind. Die zugehörigen Oberteile 15a" sind jeweils unabhängig voneinan- der. Durch diese Ausbildung ergibt sich eine Vakuum-Aussenkalibrier-Anordnung mit zwei axial oder kaskardenartig aufeinanderfolgenden und voneinander beabstandeten Vakuum-Aussen- kalibrierungen. Auf den beiden Passbolzen 38 sind zwei Distanzhülsen 39 vorgesehen, die den Abstand zwischen den beiden Vakuum-Aussenkalibrierungen 15a sicherstellen.
Die Erfindung wurde voranstehend an Ausführungsbeispielen beschrieben. Es versteht sich, dass zahlreiche Änderungen sowie Abwandlungen möglich sind, insbesondere auch hinsichtlich der Ausbildung und/oder des Verlaufs der die Kühlkanäle und/oder Vakuumkanäle bildenden Ausneh- mungen. Weiterhin ist es auch möglich, durch entsprechende Strukturierung einzelner Platten 16 bzw. 17 weitere Kanäle vorzusehen, beispielsweise einen Kanal zum Einbringen eines Sperr- oder Frischwassers in den Kalibrierkanal 6, um so ein eventuelles Austreten von Kühlwasser in diesem Kalibrierkanal zu vermeiden und damit auch zu verhindern, dass aus dem Kühlwasserkreislauf Verschmutzungen in den Kalibrierkanal gelangen, die zu einer Beeinträchtigung der Oberfläche des hergestellten Profilstranges 3 führen.
Weiterhin können durch entsprechende Strukturierung einzelner Platten 16 und 17auch zusätzliche Absaugkanäle usw. gebildet werden.
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