AT406155B - Verfahren zum herstellen von chromatfreien anorganischen bindemitteln - Google Patents
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von chromatfreien anorganischen Bindemitteln oder anorganischen Bindemitteln mit verringertem Cr (VI)-Gehalt. Es ist bereits seit langem bekannt, dass die Ausgangsprodukte für die Zementherstellung einen mehr oder minder hohen Chromgehalt aufweisen können Insbesondere das Vorliegen von wasser-löslichem sechswertigem Chrom im Zementmehl kann in der Folge von längerem Hautkontakt zu Hautausschlägen führen und ist aus diesem Grunde unerwünscht Seit langem werden daher Verfahren und Massnahmen vorgeschlagen, um den unerwünschten löslichen Chrom(VI)-Gehalt zu reduzieren und in der reduzierten Stufe zu fixieren Zu diesem Zweck Ist es insbesondere bekanntgeworden, Eisen ( !))-Sulfat einzusetzen, wobei der wasserlösliche Chromatante ! i m Zementen durch Eisen ( ! !)-Su ! fat zu dreiwertigem Chrom reduziert werden soll. EMI1.1 Eisen ( !))-lonen zu Elsen (lll)-lonenerfolgt unter Zersetzung aber auch bereits schon unter Luft- bzw. Sauerstoffzutritt Man spncht hier von Autoxidation Beimengungen von bekannten Eisen () !)-Verbindungen zum trockenen Zementmehl können somit ihre reduzierende Wirkung häufig schon nach relativ kurzer Zelt verlieren, da sie bereits unter Luftzutritt zu unwirksamen Eisen(III)-Verbindungen oxidiert werden können In der EP-B1 54 314 wurde In diesem Zusammenhang ein Zusatz von festem, trockenem, jedoch hygroskopischem Eisen(II)-Sulfat in Mengen von 0, 3 bis 1 Gew % zum Zement vorgeschlagen, wobei alternativ auch gelöstes Eisen(II)-Sulfat dem Zement zugesetzt wurde Zur Beseitigung des Chromat-Ions wurde ebenfalls neben einer Reduktion alternativ auch die Ausfällung mittels Bleisalzen, Bariumsalzen und auch Gips vorgeschlagen, um auf diese Welse den löslichen Chromat-Gehalt zu senken In der GB 22 80 901 wurde die Reduktion von Chrom (V In Abfallmatenallen uber ein zweistufiges Verfahren vorgeschlagen, bei welchem in alkalischer Lösung wasserlösliche Eisen (11)- Sulfate eingesetzt werden und sich in der Folge mit Phosphaten eine stabile M ! nera) phase biiden soll. Der WO 84/01942 ist zu entnehmen, dass Eisen(II)-Sulfathydrate bei relativ niedriger Temperatur vorgetrocknet werden müssen, um ein unerwünschtes Zusammenbacken und Klumpenbildung zu vermeiden Aus der WO 84/02900 wiederum ist die Verwendung von Grünsalz und Gips zu entnehmen. In der WO 96/33133 wird vorgeschlagen, Grünsalz mit CaO auf einen pHWert zwischen 1, 5 und 5 einzustellen, wobei hier als CaO-haltige Matenallen auch Zemente vorgeschlagen werden Die beschriebenen Grünsalze stehen in ausreichender Menge aus der Titandioxid-Produktion zur Verfügung. Schliesslich wird In der WO 91/15435 bereits vorgeschlagen, kristallines Mangan(II)-Suifat als Reduktionsmittel einzusetzen. Allen bekannten Vorschlägen ist gemeinsam, dass die verwendeten Metallsalze relativ leicht autoxidieren, d h., dass sie bei Luftzutritt nach mehr oder minder kurzer Zeit ihre reduzierende Wirkung verlieren. Somit haben derartige Trockengemische von Metallsalzen mit Zementen nur eine beschränkte Lagerdauer In Bezug auf ihre chromatreduzierenden Eigenschaften Im Zuge der Beimischung zu Zementen neigen diese meist hygroskopischen Salze zusätzlich noch zu unerwünschter Klumpenbildung und Verfarbung im Zement. Die vorliegende Erfindung zielt nun darauf ab, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, wodurch alle vorhergenannten Nachteile - ohne zusätzliche aufwendige schritte und insbesondere ohne Fällungsreaktionen - vermieden werden und eine Reduktion des Chrom (V !) zu Chrom () t !) unmittelbar stöchiometrisch und selektiv ermöglicht wird. Zur Lösung dieser Aufgabe besteht das erfindungsgemässe Verfahren im wesentlichen darin, dass den anorganischen Bindemitteln metallorganische Verbindungen bzw. organo-metallische Komplexe mit reduzierenden Eigenschaften zugegeben werden. Dadurch, dass metallorganische Verbindungen bzw organometallische Komplexe mit reduzierenden Eigenschaften zugegeben werden, werden sowohl die selektive Komplexbildungstendenz als auch die Redox-Stabilitätskonstanten der Jeweiligen MetallKomplexe genützt. Bevorzugt wird das erfindungsgemässe Verfahren so durchgeführt, dass als anorganische Bindemittel Zemente, Puzzolane, Schlacken, Aschen und CaS04-Modiflkationen sowie deren Abmischungen untereinander verwendet werden. Bevorzugte Komplexbildner im Rahmen des erfindungsgemässen Verfahrens sind Poiyhydroxycarbonsäuren und/oder niedere Carbonsäuren, welche sich durch besonders günstige selektive Komplexbildungstendenz und günstige Redox-Stab ! ! itätskonstanten ausze) chnen <Desc/Clms Page number 2> Reduzierende Eigenschaften werden dann sichergestellt, wenn, wie es einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung entspricht, als Zentralatome im organischen Metall-Komplex Metalle der IV - VIII Nebengruppe des Periodischen Systems der Elemente, insbesondere Fie (11) und/oder Mu (11), eingesetzt werden, welche Cr(VI) reduzieren können. Durch die Verwendung organometallischer Verbindungen oder Komplexe von Mangan (lI) und/oder Eisen (11). z B von Komplexen der Polyhydroxicarbonsäuren in einem C2- bis Ca-GeriJst, wird die Reduktion von Chrom (VI)-Verbindungen dadurch wesentlich beschleunigt, dass die bel der Umsetzung auftretenden Zwischenstufen die Redox-Reaktion begünstigen und die entstehenden Komplexe höherer Oxidationsstufe wesentlich stabiler sind als jene der ursprünglich eingesetzten Eisen (11)- bzw Mangan (11)-Komplexe. Die bevorzugt höhere Stabilität der jeweiligen organischen EMI2.1 thermodynamisch zu einer spontanen Reduktion des Chrom (Vi) zu Chrom (111) Der jeweilige metallorganische Ausgangskomplex, insbesondere Gluconsäure-Komplex ist gegenuber Sauerstoff thermodynamisch deutlich beständiger als z.B. konventionnelle Eisen(II)Sulfathydrate. Darüber hinaus zeichnen sich die organometallischen Komplexe bzw metallorganischen Verbindungen, insbesondere die der Polyhydroxycarbonsäuren, durch produktneutrale Farben aus, wohingegen die Reaktionsprodukte des Eisen (11)-Sulfates eine deutlich färbende Wirkung haben können. Das bei der Umsetzung gebildete Eisen(III)-Sulfat bewirkt, z B bei höheren Zusatzmengen, eine schmutzig-braune Verfärbung der Endprodukte Die Chromat-Reduktion, welche durch die Bildung und die Stabilität der neu entstehenden Komplexe der E ! sen ( ! ii)- bzw. Mangan (IV)-Verbindungen initiiert und deutlich begünstigt wird, führt zusätzlich zu einer weiteren spontanen, selektiven und quantitativen Umsetzung zu stabilen Chrom(III)-Komplexen Ein weiterer bedeutender technologischer Vorteil des Einsatzes von organischen Eisen (11)- bzw. Mangan(II)-Kompexen bzw. entsprechender organometalllscher Komplexe mit Polyhydroxycarbonsäuren und/oder niederen Carbonsäuren gegenüber Fe(II)Sulfaten besteht u. a. aber auch darin, dass die Neigung zur Autoxidation sehr gering ist, so dass eine verbesserte Langzeitwirkung (Lagerfähigkeit) derartiger organometallischer Verbindungen oder organometai ! ! scher Komplexe in Zement-Trockenmischungen gewährleistet wird Aufgrund der selektiven Komplexierungseigenschaften und der hohen Stabilität der Umsetzungsprodukte können die erfindungsgemäss metallorganischen Komplexe In vergleichsweise geringen, nahezu stöchiometrischen Mengen eingesetzt werden Wie es einer bevorzugten Verfahrensweise entspricht, werden metallorganische Verbindungen und/oder organometallische Komplexe von Mn(II)-oder Fe(II) je nach Chrom (VI) -Gehalt und unter Berücksichtigung der jeweiligen Molekulargewichte in Mengen von 0, 01 bis 2 Gew % einem Zement zugegeben Daruber hinaus sind die hier vorgeschlagenen metallorganischen Verbindungen bzw. Organometall-Komplexe nicht hygroskopisch, so dass auch keine Klumpenbildung Im Ausgangsbzw Endprodukt zu erwarten ist. Metallorganische Komplexe von Polyhydroxycarbonsäuren und niederen Carbonsäuren werden grosstechnisch als Viehfutterzusatz verwendet, sind kommerziell also verfugbar bekannt und können daher unbedenklich eingesetzt werden. Eisen(II)- und/oder Mangan(II)-Komplexe können bevorzugt einem Zementklinker vor und während des Mahlprozesses zugesetzt werden. Die metallorganischen Verbindungen bzw Organometall-Komplexe können in besonders einfacher Weise in gelöster Form zugegeben werden Der Einsatz der erfindungsgemässen metallorganischen Verbindungen bzw OrganometallKomplexe kann bevorzugt auch in Gemischen mit herkömmlichen Mahlhilfsmitteln und/oder Zement bzw Betonzusatzmitteln erfolgen. **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (10)
- Patentansprüche : 1 Verfahren zum Herstellen von chromatfreien anorganischen Bindemitteln oder von anorganischen Bindemitteln mit verringertem Cr(VI)-Gehalt, dadurch gekennzeichnet, dass den anorganischen Bindemitteln metallorganische Verbindungen bzw organo-metallische Komplexe mit reduzierenden Eigenschaften zugegeben werden <Desc/Clms Page number 3>
- 2 Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als anorganische Bindemittel Zemente, Puzzolane, Schlacken, Aschen und CaS04-Modifikationen sowie deren Abmischungen untereinander verwendet werden.
- 3 Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als organische Komplexbildner Polyhydroxycarbonsäuren und/oder niedere Carbonsäuren eingesetzt werden
- 4 Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Zentralatome im organischen Metall-Komplex Metalle der IV. - VIII Nebengruppe des Periodischen Systems der Elemente, insbesondere Fe(II) und/oder Mn(II), eingesetzt werden, welche Cr (VI) reduzieren können.
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die metallorganischen Verbindungen oder organometallischen Komplexe aus einem Mu (11)- oder Fe (H)-Zentratatom sowie Polyhydroxycarbonsauren und/oder niederen Carbonsäuren mit einem C2- bis C8 -Gerüst bestehen.
- 6 Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass insbesondere Gluconsäure-Komplexe des Fe(II) und/oder Mn(II) eingesetzt werden
- 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass metall- organische Verbindungen bzw. organo-metallische Komplexe in Mengen von 0, 01 bis 2, 00 Gew % einem Zement zugemischt werden.
- 8 Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass Fie (11)- und/oder Mn ()))-Komptexe einem Zementklinker vor und/oder während des Mahlprozesses zugesetzt werden.
- 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die metall- organischen Verbindungen bzw. Organo-Metallkomplexe in gelöster Form zugegeben werden.
- 10 Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die metall- organischen Verbindungen bzw. Organo-Metallkomplexe in Gemischen mit herkömmlichen Mahlhilfsmitteln und/oder Zement- bzw. Betonzusatzmitteln eingesetzt werden
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|---|---|---|---|
| AT116497A AT406155B (de) | 1997-07-07 | 1997-07-07 | Verfahren zum herstellen von chromatfreien anorganischen bindemitteln |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| ATA116497A ATA116497A (de) | 1999-07-15 |
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ID=3507996
Family Applications (1)
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| AT116497A AT406155B (de) | 1997-07-07 | 1997-07-07 | Verfahren zum herstellen von chromatfreien anorganischen bindemitteln |
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|---|---|
| AT (1) | AT406155B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102005044941A1 (de) * | 2005-09-20 | 2007-03-22 | Eric Blauenstein | Verfahren und Mittel zur reduktiven Chromatentgiftung von Zementzubereitungen |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0455582A2 (de) * | 1990-03-28 | 1991-11-06 | HILTI Aktiengesellschaft | Verwendung von in Gegenwart von Wasser abbindenden Massen zur Befestigung von Dübeln und Ankerstangen. |
| EP0495336A1 (de) * | 1991-01-09 | 1992-07-22 | HILTI Aktiengesellschaft | Verwendung von in Gegenwart von Wasser abbindende Massen zur Befestigung von Ankerstangen. |
-
1997
- 1997-07-07 AT AT116497A patent/AT406155B/de not_active IP Right Cessation
Patent Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| EP0455582A2 (de) * | 1990-03-28 | 1991-11-06 | HILTI Aktiengesellschaft | Verwendung von in Gegenwart von Wasser abbindenden Massen zur Befestigung von Dübeln und Ankerstangen. |
| EP0495336A1 (de) * | 1991-01-09 | 1992-07-22 | HILTI Aktiengesellschaft | Verwendung von in Gegenwart von Wasser abbindende Massen zur Befestigung von Ankerstangen. |
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE102005044941A1 (de) * | 2005-09-20 | 2007-03-22 | Eric Blauenstein | Verfahren und Mittel zur reduktiven Chromatentgiftung von Zementzubereitungen |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA116497A (de) | 1999-07-15 |
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