AT395200B - Blindstock bzw. (tuer)zarge - Google Patents
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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- E06B3/96—Corner joints or edge joints for windows, doors, or the like frames or wings
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Description
AT 395 200 B
Die Erfindung betrifft einen Blindstock bzw. eine (Tür)Zarge, insbesondere aus Holz für in Maueröffnungen zu versetzende Bauelemente, vorzugsweise Fenster oder Türen, wobei die einzelnen den Blindstock bzw. die (Tür)Zarge bildenden Bauteile, z. B, Pfosten, Bretter, Platten, Paneele, Spanplatten od. dgl., über zumindest eine Dübel-Schraub-Verbindung zusammengehalten sind, wobei in aneinander anliegenden Bereichen der Bauteile in 5 einem der Bauteile zumindest ein Sackloch ausgebildet ist, in das ein Dübel, vorzugsweise aus Metall oder Hartkunststoff, eingesetzt ist, wobei vorzugsweise die aneinander anliegenden Flächen der Bauteile (Pfosten) plan ausgebildet sind und aneinander flächig anliegen, wobei in dem an diesem Bauteil anliegenden weiteren Bauteil durchgehende Löcher für in den Dübel einführbare Schrauben ausgebildet sind, und wobei die Dübel aus den Sacklöchem herausragen bzw. überstehen und ihre Enden von dem Bauteil bzw. von den von den Schrauben 10 durchsetzten Löchern, insbesondere mit Paßsitz, aufgenommen sind.
Bei einer Ausführungsform einer Dübelverbindung gemäß der CH-PS 609 753 wird in den einen Bauteil ein Dübel mit einem Kragen eingesetzt, welcher Kragen bedingt, daß zuerst die beiden Bauteile aneinander gelegt werden müssen und daraufhin erst der Dübel eingesetzt werden kann. Das vordere Ende der bei der Konstruktion der CH-PS verwendeten Schraube wird nicht in den Boden eines in dem anderen Bauteil ausgebildeten Sackloches IS eingeschraubt; dieses Sackloch dient lediglich zur Aufnahme eines kurzen Zylinders bzw. eines sich verjüngenden
Konus an der Spitze der verwendeten Schraube, welche Teile der Schraube kein Gewinde tragen. Die eingedrehte Schraube bewirkt ein Aufspreizen von Schneiden des Dübels, um eine verbesserte Verankerung der Schraube zu erzielen; gerade dieses Aufpressen der Schneiden bewirkt jedoch ein Aufreißen des Bauteiles, welches Aufreißen anmeldungsgemäß völlig vermieden wird. Gemäß der AT-PS 389 146 sind für eine Eckverbindung von zwei 20 Bauteilen drei Schrauben und Dübel üblicher Art vorgesehen, die eine Stützformation in Form eines Dreieckes ausbilden.
Ziel der Erfindung ist die Erstellung von Blindstöcken bzw. Zargen, die rasch zusammenbaubar sind, gut lagerbar und vom Hersteller einfach zu der Baustelle zu transportieren sind, die beim Zusammenstellen eine ebene Verbindung der den Stock begrenzenden Seitenflächen gewährleisten, stabil aufgebaut sind und von einem Mann 25 zusammengebaut werden können.
Diese Ziele werden bei einem Blindstock bzw. einer (Tür)Zarge der eingangs genannten Art dadurch erreicht, daß als Dübel rohrförmige, vorzugsweise geschlitzte rohrförmige oder zylindrische Dübelhülsen vorgesehen sind, durch welche die sich mit ihrem Kopf auf dem Bauteil äbstützenden Schrauben durchsteckbar sind, und daß die die Dübelhülse durchsetzenden Schrauben mit ihrem vorderen Endbereich in den Boden des Sackloches, gegebenenfalls 30 in ein dort vorgebohrtes Loch eingeschraubt sind. Der erfindunsgemäße Blindstock (Zarge) kann in Form einzeln gefertigter Pfosten an die Baustelle angeliefert werden und wird an der Baustelle durch Einstecken der Dübelhülsen und Einschrauben der Schrauben zur gewünschten Form zusammengebaut. Es entfällt somit ein Transport sperriger Bauteile; das Zusammenbauen geht einfach und rasch vor sich. Eifindungsgemäß ist der verwendete Dübel eine Dübelhülse, durch welche die Schraube durchsteckbar ist; die durch die Dübelhülse durchgesteckte Schraube wird 35 mitihiem vorderen Ende entweder direkt in den Boden des die Dübelhülse aufnehmenden Sackloches eingeschraubt oder in ein dort vorgesehenes Loch. Auf diese Weise wird ein Aufsprengen des für die Dübelhülse vorgesehenen Sackloches vermieden; die Praxis zeigte, daß das Einschrauben der Schraube mit ihrem vorderen Endbereich in den Boden des Sackloches in keinem Fall ein Aufsprengen des Bauteiles bewirkt, wogegen ein Eindrehen einer Schraube in einen Spreizdübel, der in ein Sackloch eingesetzt wurde, sehr wohl zu einem Aufsprengen des Bauteiles führt. Nach 40 dem Einsetzen der Dübelhülse in die Sackbohrung steht ein gewisser Bereich der Dübelhülse über die Gehrungsfläche vor und auf diesen Bereich wird das die Dübelhülse aufnehmende Sackloch des mit dem ersten Bauteil zu verbindenden weiteren Bauteils aufgesetzt. Durch den relativ geringen Weg, den die Schraube in den Boden des Sackloches eingeschraubt werden muß, kann die Zeitdauer zum Aneinanderfügen der Bauteile verkürzt weiden; schließlich kann durch Vorbohren eines Sackloches im Boden des bereits ausgebildeten Sackloches die Gefahr eines 45 Aufreißens des Bauteües völlig vermieden und die Kraftaufwendung zum Einschrauben der Schraube noch weiter herabgesenkt werden. Miteiner derartausgebildetenDübel-Schraub-VerbindungwerdendieeinzelnendenBlindstock bildenden Bauteile (Pfosten) winkelgerecht und fest zusammengehalten und leisten einer Deformation beim Einbau großen Widerstand.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Löcher für die Schrauben einen erweiterten Abschnitt zur Aufnahme der 50 Dübelhülse aufweisen. Wenn die Dübelhülsen aus den Sacklöchem herausragen bzw. überstehen und ihre Enden von den Bohrungen für die Schrauben insbesondere mit Paßsitz aufgenommen sind, da durch die herausstehenden Dübelhülsen und Einführung derselben in die Sacldöcher des jeweils anliegenden Bauteües bereits vor dem Einführen der Schrauben und deren Festziehen ein guter Zusammenhalt der den Blindstock bildenden Bauteile (Pfosten) gegeben ist, wodurch der Zusammenbau erleichtert wird. 55 Die verwendeten Dübelhülsen können Metalldübel oder Dübelhülsen aus Hartkunststoff sein; bevorzugt ist es, wenn rohrförmige bzw. hohlzylindrische Dübelhülsen verwendet werden, die einfach und billig hersteübar sind; zweckmäßigerweise werden geschlitzte Dübelhülsen verwendet; derartige Dübelhülsen ein und desselben Durch- -2-
AT 395 200 B messers können elastisch verformt in Sacklöcher mit verschiedenen Durchmessern eingesetzt worden, sodaß die Herstellungsgenauigkeit der Sacklöcher verringert werden kann. Bevorzugt ist es, wenn die Dübelhülse kragenfrei in Form eines Rohrabschnittes ausgebildet ist.
Zweckmäßigerweise sind die aneinanderanliegenden Flächen der Pfosten plan ausgebildet und liegen aneinander flächig an, wodurch sich beim Zusammenbau die rechteckige oder quadratische Form des Blindstockes nahezu von selbst ergibt. Es ist vorteilhaft, wenn bei auf Gehrung zusammengepaßten Flächen der Bauteile (Pfosten) die Dübelhülsen in an sich bekannter Weise in einem der Gehrung entsprechenden Winkel, insbesondere mit 45°, zu den Paßflächen verlaufen; dies gibt für auf Gehrung geschnittene Pfosten eine optimale Verbindung.
In der Zeichnung sind Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt. Es zeigen Fig. 1 und 2 Dübel-Schraub-Verbindungen bei verschieden ausgebildeten Blindstöcken bzw. (Tür)Zargen.
Fig. 1 zeigt einen Blindstock bzw. eine (Tür)Zarge (1), bestehend aus Pfosten (2) und (3), wobei die Pfosten (3) die indereingebauten Stellung waagrechten bzw.querverlaufendenPfosten seinkönnen. Beidieser Ausführungsform des Blindstockes liegt die Endfläche (7) des Pfostens (3) in der Innenfläche (7') des Pfostens (2) an. In jeder Endfläche des Pfostens (3) ist zumindest ein Sackloch (5) ausgebildet, in das eine Dübelhülse (4) insbesondere mit Paßsitz eingesteckt wird; dies kann dadurch erleichtert werden, daß die Dübelhülse (4) in Längsrichtung einen Schlitz (9) besitzt und so in gewissem Ausmaß seinen Durchmesser verändern kann.
In dem Pfosten (2) ist zumindest ein mit dem Sackloch (5) korrespondierendes Loch (8) ausgebildet. Dieses Loch (8) kann den gleichen Durchmesser wie das Sackloch (5) haben (Fig. 2) oder wenigstens teilweise (Fig. 1) geringeren Durchmesser besitzen, welcher geringere Durchmesser jedoch derart bemessen ist, daß eine Schraube (6) durch das Loch (8) durchsteckbar ist, in den Boden des Sackloches (5) eingeschraubt werden kann und sich ausreichend am Pfosten (2), z. B. einer Ausnehmung (6'), abstützen kann.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ist vorgesehen, daß die Dübelhülse (4), die in das Sackloch (5) eingesetzt ist, aus diesem heraussteht und in einen erweiterten Abschnitt (8') des Loches (8) ragt, welcher vorteilhaft mit Paßsitz auf die Dübelhülse (4) aufgesetzt werden kann. Die Schraube (6) ist in das Loch (8) versenkt und hält die Pfosten (2) und (3) zusammen. Die plan ausgebildeten Flächen (7), (7'), d. h. die Endfläche des Pfostens (3) und die Innenfläche des Pfostens (2) bewirken, daß die quaderförmigen Pfosten (2), (3) im rechten Winkel zueinander stehen. Die Schraube (6) ist durch die Dübelhülse (4) durchgesteckt und in ein z. B. mit einem Stufenbohrer hergestelltes, an den Durchmesser der Schraube (6) angepaßtes Loch (5') in den Boden des Sackloches (5) eingeschraubt.
Die Dübelhülse (4) kann auf einem oder beiden Enden Schrägflächen (10) aufweisen, damit sie besser in das Sackloch (5) bzw. in den Abschnitt (8') einführbar ist bzw. ohne hindernde Gradausbildung an ihren Endkanten eingeschlagen werden kann.
Die Dübelhülse (4) ist vorzugsweise ein Lochdübel mit oder ohne Schlitz (9), die die Pfosten (2), (3) zusammenhält; die Schraube (6) ist in die Dübelhülse (4) nicht einschraubbar sondern durch diese durchsteckbar und kann in den Pfosten (3) direkt, z. B. bei Spanplatten oder Holz, eingeschraubt werden, in welchem Fall das Loch (5’) fehlt; als Alternative kann die Schraube (6) in das vorgebohrte Loch (5') eingeschraubt werden. Somit hält die Schraube (6) die Pfosten (2), (3) zusammen; die Dübelhülse (4) dient zur provisorischen Verbindung beim Zusammenbau.
Fig. 2 zeigt eine alternative Ausführungsform, bei der die Pfosten (2) und (3) auf Gehrung geschnitten und aneinander angepaßt sind. Die Verbindung der Pfosten (2), (3) erfolgt auf die gleiche Weise aber mit einer Sechskantkopfschraube (6), ähnlich wie im Zusammenhang mit Fig. 1 beschrieben wurde. Die überstehende Dübelhülse (4) sorgt für einen Zusammenhalt der Pfosten (2), (3), bevor die Schraube (6) eingeschraubt wird. Das Eindringen der Schraube (6) in den Boden des Sackloches (5) ist strichliert dargestellt. Ferner stehen sowohl das Loch (5) als auch die Dübelhülse (4) in einem Winkel von 45° zu den jeweiligen Flächen (7), (7'). Auf diese Weise werden auf Gehrung geschnittene Blindstöcke bzw. (Tür)Zargen erstellt, deren Einzelteile paßgenau in einfachster Weise zusammenbaubar sind und gegebenenfalls die Stockseitenflächen ohne Sprung bzw. Absätze ineinander übergehen.
Die Anzahl der vorzusehenden Dübelhülsen (4) bzw. Sacklöcher (5) variiert nach den Abmessungen der Pfosten (2), (3) und wird entsprechend dem Einsatzzweck gewählt Es ist ferner möglich, Blindstöcke bzw. Zargen herzustellen, die zwei seitliche Pfosten (2) und nur einen quer verlaufenden Pfosten (3) besitzen; in diesem Fall ist z. B. der untere Pfosten (3) durch einen lediglich angenagelten Abstandhalter ersetzt, welcher nach dem Einsetzen des Blindstockes wieder entfernt wird. Die Erfindung umfaßt somit auch Blindstöcke, die lediglich einen Längs- oder Querbauteil bzw. -pfosten besitzen, der mit einer erfindungsgemäßen Dübel-Schraub-Verbindung mit dem benachbarten Bauteil bzw. Pfosten verbunden ist.
Die Form, Abmessungen und Querschnitte der Bauteile (Pfosten) können beliebig gewählt werden; die Abmessungen der Sacklöcher (5) bzw. die Länge des Überstandes der Dübelhülse (4) aus dem Sackloch (5) kann praxisgerecht variiert werden. -3-
Claims (4)
- AT 395 200 B Bei auf Gehrung zusammengepaßten Bauteilen gemäß Fig. 2 (insbesondere bei Zargen) kann selbstverständlich auch die gemäß Fig. 1 erläuterte Vorgangsweise angewandt werden und umgekehrt. Es wird bemerkt, daß die erfindungsgemäß miteinander verbundenen Bauteile unterschiedliche Abmessungen, d. h. Breite und/oder Höhe und/oder Länge besitzen können; lediglich die gemeinsame Anlagefläche sollte plan ausgebildet sein. Zusätzlich, insbesondere folgend dem erfindungsgemäßen Zusammenbau, können die den Blindstock bzw. die die Zarge bildenden Teile selbstverständlich auch noch verschraubt werden. PATENTANSPRÜCHE 1. Blindstock bzw. (Tür)Zarge, insbesondere aus Holz für in Maueröffnungen zu versetzende Bauelemente, vorzugsweise Fenster oder Türen, wobei die einzelnen den Blindstock bzw. die (Tür)Zarge bildenden Bauteile, z. B. Pfosten, Bretter, Platten, Paneele, Spanplatten od. dgl., über zumindest eine Dübel-Schraub-Verbindung zusammengehalten sind, wobei in aneinander anliegenden Bereichen der Bauteile in einem der Bauteile zumindest ein Sackloch ausgebildet ist, in das ein Dübel, vorzugsweise aus Metall oder Hartkunststoff, eingesetzt ist, wobei vorzugsweise die aneinander anliegenden Flächen der Bauteile (Pfosten) plan ausgebildet sind und aneinander flächig anliegen, wobei in dem an diesem Bauteil anliegenden weiteren Bauteil durchgehende Löcher für in den Dübel einführbare Schrauben ausgebildet sind, und wobei die Dübel aus den Sacklöchem herausragen bzw. überstehen und ihre Enden von dem Bauteil bzw. von den von den Schrauben durchsetzten Löchern, insbesondere mit Paßsitz, aufgenommen sind, dadurch gekennzeichnet, daß als Dübel rohrförmige, vorzugsweise geschlitzte rohrförmige oder zylindrische Dübelhülsen (4) vorgesehen sind, durch welche die sich mit ihrem Kopf (6) auf dem Bauteil (2) abstützenden Schrauben (6) durchsteckbar sind, und daß die die Dübelhülse (4) durchsetzenden Schrauben (6) mit ihrem vorderen Endbereich in den Boden des Sackloches (5), gegebenenfalls in ein dort vorgebohrtes Loch (5'), eingeschraubt sind.
- 2. Blindstock bzw. (Tür)Zarge nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher (8) für die Schrauben (6) einen erweiterten Abschnitt (8') zur Aufnahme der Dübelhülse (4) aufweisen.
- 3. Blindstock bzw. (Tür)Zarge nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß bei auf Gehrung zusammengepaßten Flächen der Bauteile (Pfosten) (2,3) die Dübelhülsen (4) in an sich bekannter Weise in einem der Gehrung entsprechenden Winkel, insbesondere mit 45°, zu den Paßflächen (7,7') verlaufen.
- 4. Blindstock bzw. (Tür)Zarge nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dübelhülse (4) kragenfrei in Form eines Rohrabschnittes ausgebildet ist. Hiezu 1 Blatt Zeichnung -4-
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