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Die Erfindung bezieht sich auf einen Schirm zum Schutz von Personen gegen die Witterung, mit zwei mit einem Ende an einem Handgriff gelagerten Stöcken, die aus einer parallelen und dicht benachbarten Lage V-förmig spreizbar sind und von denen jeder in der Nahe des anderen Endes eine Stangennabe trägt, mit Dachstangen in Gestalt biegsamer Ruten, die bezüglich der Stockachse über den Umfang verteilt an einem Ende an der Stangennabe in einer durch die Stockachse gehenden Ebene schwenkbar gelagert sind und von denen Paare zwischen den Stöcken an den Enden miteinander verbunden sind, mit je einem auf den Stöcken bis zu einem gegen das freie Stockende gelegenen Ende eines Verschiebeweges verschiebbaren Schieber, mit an jedem Schieber und jeweils im Mittelbereich einer Dachstange angclenkten Streben,
mittels deren die Dachstangen beim Vorschieben des Schiebers aus einer an den Stock angelegten Lage in eine vom Stock abstehende Lage ausstellbar sind, und mit einer mit den Dachstangen verbundenen, den Dachstangen beider Stöcke gemeinsamen Bespannung, die durch das Ausstellen der Dachstangen zu einem den von den Spitzen der ausgestellten Dachstangen umschriebenen Bereich überdeckenden Schirmdach ausbreitbar und beim Anlegen der Dachstangen an den Stock in
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der Rundumblick möglich ist.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Ausführungsform besteht darin, dass zum Aufspannen des bekannten Schirms im Grunde drei Hände erforderlich sind : eine Hand zum Erfassen des Schirmgriffes und je eine weitere zum gleichzeitigen Hochschieben der beiden Schieber bis in die Einraststellung am oberen Ende der Stöcke. Wird nämlich zuerst das Schirmdach nur eines Stockes geöffnet, während dasjenige des zweiten Stocks geschlossen ober halbgeöffnet hängenbleibt, so erfahren die mittleren Dachstangen eine starke Biegebcanspruchung, und es ergibt sich eine sehr missliche Handhabung des Schirms beim Aufspannen.
Ein weiterer Schirm mit zwei spreizbaren Stöcken und daran von Hand hochschiebbaren Schiebern ist aus der US-PS 34 64 431 bekannt. Dieser Schirm hat aber keine den Dachstangen beider Stöcke gemeinsame Bespannung, die zu einem von den Spitzen der ausgestellten Dachstangen umschriebenen Bereich überdeckenden Schirmdach ausbreitbar sind. Es sind vielmehr im Grunde zwei einzelne Schinmdächer vorhanden, zwischen denen eine Vertiefung und im Grundriss eine Einschnürung vorhanden ist, an der das Regenwasser herabrinnt. Es kommt
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In der DE-PS 602 502 ist ein Schirm anderer Art, d. h. mit nur einem Stock, beschrieben, bei welchem das Zentrum des von acht gleich langen Dachstangen getragenen Schirmdaches gegenüber dem Stock seitlich versetzt ist, was durch unterschiedlich lange, von dem Schieber bis zur Mitte der Dachstangen verlaufende Streben ermöglicht ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen gattungsgemässen Schirm so auszugestalten, dass er einfach aufgespannt werden kann und sich im aufgespannten Zustand ein relativ flaches Schirmdach ergibt.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die Paare zwischen den Stöcken einander benachbarter Dachstangen gegenüber den anderen Dachstangen verkürzt sind und eine Federanordnung umfassende automatische Ausstellvorrichtung für beide Stöcke vorgesehen ist.
Durch die Verkürzung der zwischen den Stöcken einander benachbarten Dachstangen ist es möglich, die oberen
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einschliessenSchirmdach nicht so stark gewölbt ist. Die automatischen Ausstellvorrichtungen an den beiden Stöcken bedürfen lediglich das Auslösens in der Nähe des Handgriffes, ohne dass Schieber gegen die Spannung des Schirmdaches bis gegen das obere Ende der Stöcke geschoben werden müssen. Das Aufstellen des Schirmes ist also mit zwei Händen ohne weiteres möglich.
In einer ersten Ausführungsform kann die Federanordnung der automatischen Ausstellvorrichtung eine jedem Stock zugeordnete, den Stock in an sich bekannter Weise umgebende, zwischen dem Schieber und den Streben wirksame Schraubendruckfeder umfassen.
Bei einer anderen in Betracht kommenden Ausführungsform umfasst die Federanordnung Zugfedern, die an den Dachstangen und den Streben jeweils mit Abstand vom Anlenkpunkt der Streben an den Dachstangen angreifen und auf der Seite des sich bei der beim Aufspannen des Schirmes einstellenden Verschwenkung der Streben gegenüber den Dachstangen verkleinernden Winkels zwischen diesen angeordnet sind.
Ausfllhrungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht eines Doppelschinnes in auf volle Breite ausgespanntem Zustand, wobei die
Bespannung wie in den weiteren Figuren durch eine strichpunktierte Linie nur angedeutet ist,
Fig. 2 zeigt eine Ansicht gemäss Fig. l von oben,
Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht entsprechend Fig. 1 einer weiteren Ausführungsform,
Fig. 4 zeigt schematisch den Aufspannvorgang,
Fig. S zeigt eine vergrösserte Teilansicht aus dem Bereich des Anlenkpunktes einer Strebe an einer Dachstange und
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Fig. 6 zeigt die Ansicht einer weiteren Ausführungsform von oben.
Die als Ganzes mit (200), (400) bzw. (500) bezeichneten Schirme besitzten jeweils zwei Stöcke (211),
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Bei der Parallellage der Stöcke (211), (411) und (511) sind die Dachstangen (16) mit der Bespannung (214), (414) und (514) an die Stöcke herangeklappt. Dies entspricht wie bei einem Schirm mit nur einem Stock der normalen zusammengefalteten Ruhe- bzw. Transportlage. Durch das Vorhandensein der zwei Stöcke (211,411 bzw. 511) kann eine gegenüber einen normalen Schirm vergrösserte, den beiden Stöcken gemeinsame Bespannung stramm aufgespannt werden.
Um die V-förmige Spreizung der Stöcke (211), (411) und (511) und damit das Aufspannen des Schirmes vornehmen zu können, ist kein besonderes Spreizgestange vorgesehen, sondern es wird die Spreizung der Stöcke (211), (411) und (511) durch die Dachstangen (16), (16'), (16") selbst vorgenommen, von denen die zwischen den Stöcken (211), (411), (511) einander zugewandten Dachstangen (16'), (16") (Fig. 2), (16) (Fig. 3) bzw. (16') (Fig. 6) durch Gelenke (34) miteinander verbunden sind.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2 umfasst jeder der den beiden Stöcken (211) zugeordneten Dachstangensätze acht im Winkel von 45 zueinander versetzte Dachstangen (16), (16'), (16"), von denen zwei benachbarte und zwischen den Stöcken (211) angeordnete Dachstangen (16") kürzer als die übrigen sechs untereinander gleichlangen Dachstangen (16) bzw. (16') sind. Mit den Seiten, auf denen sich die kurzeren Dachstangen (16") befinden, sind die Dachstangenanordnungen der beiden Stöcke (211) einander zugewandt. Die einander entsprechenden Paare der kürzeren Dachstangen (16") der beiden Stöcke (211) sind durch Gelenke (34) miteinander verbunden, ebenso wie die einander entsprechenden Paare der diesen benachbarten längeren Dachstangen (16').
Auf diese Weise ergibt sich eine zwickelförmige Schinnfläche (214b) zwischen den beiden
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derStimende eine Schraubendruckfeder (221) anliegt und auf der dem Schieber (218) abgewandten Seite gegen einen Schiebeteil (218a) wirkt, der gegenüber dem Schieber (218) auf dem Stock (211) beweglich ist. An den
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Kraft ausübt, dass der Schieber (218) vom Handgriff (12) hinweg bewegt und dabei gleichzeitig über die Streben (17) die Dachstangen (16), (16'), (16") ausgestellt werden. Zum Öffnen des Schirmes (200) braucht also lediglich die Verrieglung an den beiden Schiebern (218) gelöst zu werden. Der Schirm (200) entfaltet sich dann automatisch in der aus den Fig. 1 und 2 ersichtlichen Weise.
In Fig. 1 ist in strichpunktierten Linien eine Blende (201) angedeutet, die sich vom unteren Rand der den Dachstangcn (16') benachbarten Sektoren der Schirmfläche bis zu einer Befestigungsstelle am Handgriff (12) erstreckt. Sie besteht aus durchsichtigem Material und kann dazu dienen, von vorne kommenden Regen und Wind fernzuhalten.
In den Fig. 3 bis 5 ist ein Schirm (400) dargestellt, der in seinem grundsätzlichen Aufbau dem Schirm (200) der Fig. 1 und 2 entspricht. Es wird also die Spreizung der Stöcke (411) durch die Dachstangen (16) selbst vorgenommen, von denen die zwischen den Stöcken (411) einander zugewandten Dachstangen durch Gelenke (34) miteinander verbunden sind.
Während aber bei dem Schirm (200) eine automatische Ausstellvorrichtung vorhanden ist, die auf den Stöcken (211) angeordnete Schraubendruckfedern (221) umfasst, fehlen solche Schraubendruckfedern bei dem Schirm (400). Stattdessen wird die automatische Ausstellvorrichtung bei dem Schirm (400) durch Zugfedern (421) gebildet, die zwischen den Dachstangen (16) und den jeweils zugehörigen Streben (17) wirken. Wie besonders gut aus Fig. 5 ersichtlich ist, sind auf den Streben (17) und den Dachstangen (16) mit jeweiligem Abstand von dem Gelenkstück (420), an dem die Streben (17) an den Dachstangen (16) angelenkt sind, Haltestücke (401) vorgesehen, an denen die Enden der Zugfedern (421) eingehängt sind.
Die ZugfcJem (421) sind so angeordnet, dass sie sich bei der sich im Aufspannen des Schirmes einstellenden Verschwenkung der Streben (17) gegenüber den Dachstangen (16) verkürzen. Die in Fig. 5 in ausgezogenen Linien dargestellte Lage entspricht dem geschlossenen Schirm, während die Strebe (17) bei aufgespanntem Schirm etwa die gestrichelte Lage einnimmt. Beim Aufspannen verkürzen sich die Zugfedern (421) in dem dargestellten Ausführungsbeispiel auf etwa die Hälfte.
Sobald also der geschlossene Schirm etwas gelockert wird und die Streben (17) nicht mehr ganz parallel zu
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den Dachstangen (16) liegen, wie es in Fig. 5 zu erkennen ist, sondern einen kleinen Winkel einnehmen, wie es etwa in Fig. 4 in ausgezogenen Linien angedeutet ist. versuchen die Zugfedern (421) die Öffnungsbewegung der Dachstangen (16) fortzusetzen und in die in Fig. 4 gestrichelte Aufspannlage zu gelangen. Es brauchen also lediglich die Schieber (418) gelöst zu werden, und der Schirm (400) springt von selbst in die aufgespannte Lage auf, in der er durch Verriegelung in der in Fig. 4 ersichtlichen oberen Lage der Schieber (418) arretiert werden kann.
Der Schirm (400) ist besonders vorteilhaft, weil sein Aufbau trotz des Vorhandenseins einer Aufspannautomaük besonders einfach ist, wie aus Fig. 3 ohne weiteres hervorgeht.
In Fig. 5 ist ein Schirm (500) ebenfalls besonders einfacher Ausführungsform dargestellt, bei dem jeder Stock (511) sieben Dachstangen (16), (16') trägt, von denen jeweils die beiden inneren, der Verbindungscbene zwischen den Stöcken (511) benachbarten Dachstangen (16') verkürzt und an den einander zugewandten Enden durch Gelenke (34) verbunden sind. Die übrigen Dachstangen (16') sind untereinander gleich lang, und es sind alle Dachstangen (16), (16') in Umfangsrichtung in gleichen Abständen angeordnet. Die den Dachstangen
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der Schirm (SOD) in Breitenrichtung eine Spitze aufweist bzw. besonders weit vorragt.
Die den Dachstangen (16') benachbarten Dachstangen (16) sind an den Enden nicht miteinander verbunden.
Die fehlende Verbindung bringt es mit sich, dass der mittlere zwickelförmige Teil (514b) der Bespannung (514) in seinem Zuschnitt nicht festliegt, sodass z. B. durch Verändern der Länge der äusseren Seiten (501) des Bespannungsteiles (514b) das Schirmdach in aufgespanntem Zustand mehr oder weniger gewölbt ausgebildet werden kann.
Besonders im Verein mit der automatischen Aufstellvorrichtung mit den Federn (421) der Fig. 3 bis 5 ergibt sich bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ein besonders einfacher, leichter und dabei dennoch automatisch aufspannbarer Schirm.