<Desc/Clms Page number 1>
Elektromagnetischer Selbstunterbrecher.
Bei den bisher bekannt gewordenen Selbstunterbrechern mit zwei differential gegeneinander wirkenden Elektromagneten, wie ein solcher beispielsweise in den Fig. 1 und 2 schematisch an-
EMI1.1
als doppelarmiger Hebel, in letzterem Falle als einarmiger Hebel. In beiden Fällen aber findet eine Hebelarbeit statt, und zwar innerhalb eines Bewegungsfeldes x, das durch Verschiebung des Kontaktanschlags c vergrössert oder verkleinert, d. h. für den praktischen Betrieb in gewissen Grenzen eingestellt werden kann. Bei dieser Einregulierungsmethode durch Bewegung einer Kontaktschraube c treten nun folgende Vorgänge bezw. Verschiebungen ein :
1.
Die wirksame differentiale Beeinflussung des Ankers a durch das Elektromagnetenpaar e,
EMI1.2
so wird die Anziehung des Ankers a seitens seines Pols p1 verstärkt, diejenige des Gegenpols p2 aber geschwächt ; hiedurch ändert sich die Frequenz des Unterbrecherspiels.
2. Gleichzeitig hiemit wird aber auch die wirksame Kraft der Aufhängefeder f geändert. indem sie nun im Moment des Kontaktschlusses c entsprechend angespannt bleibt (wie durch eine punktierte Linie in Fig. 1 angedeutet ist). Diese Federwirkung verstärkt nun umgekehrt wiederum die Beeinflussung des Ankers a im Sinne der Anziehungsrichtung durch den Elektro- magneten e2.
Die unter 1 (und 2) genannten, durch Bewegung der Regulierschraube c gleichzeitig hervor- gebrachten Wirkungen widersprechen mithin einander und machen diese Regulierungj methode zu einer unklaren und diffizilen, namentlich dort, wo es sich für die Erzeugung hoher Frequenzen um ein tatsächliches Schwingungsfeld x des Ankers a allerminimalster Ausdehnung handelt.
3. Die Grösse des überhaupt möglichen Bewegungsfeldes x für den hebelartig schwingenden
Anker a ist räumlich begrenzt auf der einen Seite durch die unveränderliche Lage der Pole l tus2, auf der anderen Seite durch diejenige des unverschiebbaren Drehpunkts c des Ankers a. kann mithin über ein bestimmtes Mass hinaus nicht variiert werden. Es kommt dieses namentlich dort praktisch zur einschränkenden Geltung, wo es sich behufs Erzeugung geringer Frequenzen um weite Ausschläge des schwingenden Ankers handelt.
4. Die hebelartige Bewegung des Ankers a hat zur Folge, dass die Kontaktgabe c nicht durch reinen Stossanschlag bewirkt wird, sondern in ungünstigster Weise durch eine Art Schleifkontakt. namentlich wenn eine elastische, beim Anschlag sich durehbiegende Kontaktfeder h eingefügt ist, um den Kontaktschluss zeitlich zu verlängern.
5. Die Hebelbewegung des Ankers a an einer Aussenseite der Elektromagnete e1 e2 ist in den Fällen konstruktiv unbequem, wo es sich um den geschützten Einbau des Systems in ein röhr- förmiges Gehäuse handelt, beispielsweise in den Handgriff eines Mikrotelephons.
Demgegenüber verfolgt die vorliegende, in den Fig. 3,4 und 5 schematisch dargestellte
Erfindung nachgenannte Ziele. Der Schwingungsanker n bewegt sich bei wechselnder magnetischer
Beeinflussung im Innern der Differentialspulen e1 e2 nach Art eines, beiden Spulen gemeinsamen eintauchenden Kerns, den Pnterbrecherkontakt c durch zentralen Stoss betätigend und ist hiefür mit seinen beiden Enden bezw. Tragstiften s s an zwei spiralförmig ausgestaltete Blattfedern f/ (Fig. 4) oder auch an analog wirkende Membranen oder dergl. aufgehängt.
Das Wesentliche dieser
<Desc/Clms Page number 2>
Anordnung besteht darin, dass der Anker a von geringem Gewicht einerseits vermöge der Steifigkeit. der Blattfedern f1 f2 in der Ebene der Spirale stets in der Achsenlinie y z der Spulen el e2 frei schwebend getragen wird, mag das System auch die verschiedensten Lagen im Raum einnehmen, andererseits allein in Richtung der Achsenlinie y z leicht beweglich bleibt, entsprechend der Biegungsfähigkeit der Blattfedern nach dieser Richtung hin ; Die Abstimmung dieser Federwirkung erfolgt in bequemer Weise und in beliebig weiten Grenzen durch entsprechende Vorwärts- bezw. Rückwärtsbewegung der in ihrer Mitte an dem, Anker a befestigten Federn// wiederum auch nur in Richtung der Achsenlinie y z.
Desgleichen kann die Kontaktfeder c unabhängig hievon in analoger Weise verschoben werden. Diese Anordnung ermöglicht es, Summereinrichtungen zu schaffen, durch deren Wechselströme geringer Frequenz polarisierte Wecker, Klappen an Klappenschränken, Relais und dergl. betätigt werden, was bisher nicht erreicht war.
Als Schaltungsanordnung für die Stromspeisung der Elektromagnete e1 e2 bebufs Erzeugung ihrer differential wirkenden Kraftlinienfeder kann bei vorliegender Erfindung jede der üblichen bekannten Methoden Anwendung finden, beispielsweise die in Fig. 2 schematisch dargestelltes Bei dieser wird, solange die Taster t geschlossen sind, die Spule e2 von einem schwachen Dauerstrom t die Spule e1 hingegen nur im Moment des Kontaktschlusses bei c über diesen Kontakt
EMI2.1
trägt noch die Eisenscheibe b, welche zwischen den inneren Polen der Elektromagnete e1 e2 mitpendelt.
Die Elektromagnete e1 e2 können in dem aus unmagnetischer Substanz hergestellten Verbindungsrohr r vor-und zurückbewegt werden behufs Abstimmung des Bewegungsfeldes für die Ankerscheibe b. Alle die Spulen e1 e2 umgebenden Metallteile sind zur Vermeidung von Wirbelströmen geschlitzt.
Durch diese Anordnung entstehen im Interesse der Leistungsfähigkeit des Systems sehr günstig geschlossene magnetische Kreise. Der Übergang der Kraftlinien durch den Luftraum zwischen dem Anker a, b einerseits und den Kernen n1 n2 bezw. den Mänteln m1 m2 andererseits wird dadurch begünstigt, dass beide Teile verhältnismässig grosse Flächen sich zukehren.
PATENT-ANSPRÜCHE : i. Elektromagnetischer Selbstunterbrecher mit zwei differential gegeneinander auf den Anker wirkenden Elektromagneten, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker zwischen den koachsial angeordneten Magneten mittels Trag-bezw. Kontaktstiften. welche durch die Magnetspulen in ihrer Achse frei durchgeführt sind, an zwei sprialförmig ausgebildeten Blattfedern oder an Membranen oder dergl. aufgehängt ist, zum Zwecke, eine möglichst geschlossene Konstruktion und eine gute Regulierungsfähigkeit zu erhalten.