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Gegenstand der Erfindung ist ein Wechselgetriebe für Kraftfahrzeuge mit mehreren schaltbaren
Stirnradpaaren und einem dem Stirnradpaar für den ersten Getriebegang zugehörigen Planetengetriebe.
Mit Hilfe des Planetengetriebes soll ein extrem langsamer Gang, also ein sogenannter Kriechgang . erreicht werden. Es ist bereits ein Wechselgetriebe bekannt (AT-PS Nr. 313075), bei dem das
Planetengetriebe neben dem grösseren Stirnrad des Stirnradpaares für den ersten Getriebegang angeordnet ist, wobei das Sonnenrad und das grössere Stirnrad dieses Stirnradpaares nur fallweise gekuppelt sind und der Planetenradträger die Getriebeabtriebswelle unmittelbar antriebt. Das Sonnenrad, der
Planetenradträger und gegebenenfalls auch der Aussenkranz des Planetengetriebes sind zu einer aixal verschiebbaren Einheit verbunden, um die Schalt- bzw. Kupplungsbewegungen durchführen zu können.
Bei dieser bekannten Getriebeausbildung ergibt sich neben dem grösseren Rad des Stirnradpaares für den ersten Getriebegang ein beträchtlicher Raumbedarf für das Planetengetriebe, wobei ausserdem letzteres nicht auch gleichzeitig für den Rückwärtsgang herangezogen werden kann, so dass sich der technische
Aufwand um das Umkehrrad mit entsprechender Schaltmuffe noch erhöht.
Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, diese Mängel zu beseitigen und das eingangs geschilderten Wechselgetriebe so zu verbessern, dass sich eine beträchtliche Verkürzung des Getriebes in
Richtung der Getriebewellen und damit auch eine entsprechende Gewichtseinsparung sowie eine
Verringerung des technischen Aufwandes durch Fortfall gesonderter Einrichtungen für den Rückwärtsgang ergeben.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass das Planetengetriebe innerhalb der Nabe des grösseren Rades des Stirnradpaares für den ersten Getriebegang angeordnet ist, wobei wahlweise, wie an sich bekannt, der Planetenradträger mit dem Sonnenrad, mit der Getriebeabtriebswelle oder einem drehfesten Teil, und das Sonnenrad mit letzterem oder mit der Getriebeabtriebswelle kuppelbar sind.
Durch die Anordnung des Planetengetriebes innerhalb der Nabe des grösseren Rades des Stirnradpaares für den ersten Getriebegang wird die gewünschte Verringerung der Getriebeabmessungen in Richtung der Getriebewellen und damit auch eine entsprechende Gewichtsverminderung erzielt. Wird der Planetenradträger einerseits mit der Getriebeabtriebswelle, anderseits mit dem Sonnenrad gekuppelt, so ist das Planetengetriebe gesperrt und es ist in üblicher Weise der erste Getriebegang eingeschaltet. Soll mit dem Kriechgang, also mit dem extrem langsamen Getriebegang gefahren werden, so muss das Planetengetriebe in Funktion treten, zu welchem Zweck das Sonnenrad mit dem undrehbaren Teil und der Planetenradträger mit der Getriebeabtriebswelle gekuppelt werden.
Schliesslich lässt sich aber auch ohne zusätzliches Umkehrrad od. dgl. der Rückwärtsgang erzielen, wenn der Planetenradträger durch Kupplung mit dem undrehbaren Teil festgehalten und das Sonnenrad mit der Getriebeabtriebswelle gekuppelt wird.
Um eine vergleichsweise einfache und leicht schaltbare Getriebekonstruktion zu erzielen, sind erfindungsgemäss eine Schaltmuffe zum wahlweisen Kuppeln des Planetenradträgers mit dem Sonnenrad oder der Getriebeabtriebswelle oder des Sonnenrades mit letzterer, und eine zweite Schaltmuffe zum wahlweisen Verbinden des Sonnenrades oder des Planetenradträgers mit dem drehfesten Teil vorgesehen.
Dabei ist es von besonderem Vorteil, wenn in weiterer Ausbildung der Erfindung die beiden Schaltmuffen an den einander gegenüberliegenden Stirnseiten des Planetengetriebes und die zugehörigen Schaltgabel in an sich bekannter Weise auf einer geminsamen Schaltstange od. dgl. angeordnet sind, weil dann mit bloss einer Schaltstange für die beiden Schaltmuffen des Planetengetriebes das Auslangen gefunden und kein zusätzlicher Handschalthebel benötigt wird, da es ohne weiteres möglich ist, die üblichen Schaltstange des Wechselgetriebes so anzuordnen, dass mit dem Handschalthebel in einer zusätzlichen Stellung auch diese Schaltstange für die beiden Schaltmuffen des Planetengetriebes erreicht wird.
In der Zeichnung ist als Ausführungsbeispiel ein fünfgängiges Wechselgetriebe mit Kriechgang und Rückwärtsgang rein schematisch dargestellt.
Das Wechselgetriebe weist eine Getriebeeingangswelle eine Vorgelegewelle --2-- und eine mit der Eingangswelle --1-- koaxiale Getriebeabtriebswelle --3-- auf. Die Vorgelegewelle --2-- wird über ein Stirnradpaar --4-- angetrieben. Die Stirnradpaare --5, 6,7 und 8-- gehören dem IV., III., II. und I.
Getriebegang zu, wogegen der V. Getriebegang durch unmittelbare Kupplung der Getriebeeingangswelle - mit der Getriebeabtriebswelle --3-- erreicht wird. Die grösseren Stirnräder der Stirnradpaare --5 bis 7-- sind sogenannte Losräder, die mit Hilfe von Schubklauenmuffen --9, 10-- wahlweise mit der Getriebeabtriebswelle --3-- gekuppelt werden können.
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Innerhalb des grösseren Stirnrades des dem I. Getriebegang zugehörigen Stirnradpaares --8-- ist ein Planetengetriebe angeordnet, das aus einem Aussenzahnkranz --11--, Planetenrändern --12--, einem Sonnenrad --13-- und einem Planetenradträger --14-- besteht. Während der Aussenzahnkranz --11-- mit dem grösseren Stirnrad des Stirnradpaares --8 - fest verbunden ist, sind das Sonnenrad --13-- und der Planetenradträger --14-- aufeinander bzw. auf Getriebeabtriebswelle --3-- frei drehbar gelagert.
Der Planetenradträger --14-- ist mit Kupplungsklauen --15, 15a-- versehen, und das Sonnenrad --13-- trägt Kupplungsklauen --16, 16a--. An jeder Stirnseite des Planetengetriebes --11 bis 14-- ist eine Schaltmuffe - -17, 18-- vorgesehen, von denen die Muffe --17-- mit den Klauen eines Kupplungsteiles --19-- auf der Getriebeabtriebswelle und die Muffe --18-- mit den Klauen eines zum Getriebegehäuse gehörenden und daher undrehbaren Teiles --20-- kuppelbar sind.
In der dargestellten Schaltstellung verbindet die Schaltmuffe --17-- den Planetenradträger --14-- mit dem Kupplungsteil --19-- und die Schaltmuffe --18-- das Sonnenrad --13-- mit dem gehäusefesten Teil --20--, so dass sich der Kriechgang --Kr-- ergibt. Werden die beiden Schaltmuffen --17, 18-- um einen Schritt nach links verschoben, so wird der Planetenradträger --14-- sowohl mit dem Kupplungsteil --19-auf der Getriebeabtriebswelle --3-- als auch mit den Klauen --16-- am Sonnenrad --14-- gekuppelt, wogegen die Klauen --16a-- freikommen, so dass das Planetengetriebe --11 bis 14-- gesperrt ist und im üblichen I. Getriebegang gefahren wird.
Erfolgt ein Schalten um einen weiteren Schritt, werden also die Schaltmuffen-17, 18-- in ihre linke Endstellung verschoben, so ergibt sich der Rückwärtsgang-R--, weil dann der Planetenradträger --14-- über die Klauen --15a-- und die Schaltmuffe --18-- vom undrehbaren Teil --20-- festgehalten werden und das Sonnenrad --13-- mit dem Kupplungsteil --19-- bzw. der Getriebeabtriebswelle --3-- gekuppelt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Wechselgetriebe für Kraftfahrzeuge mit mehreren schaltbaren Stirnradpaaren und einem dem Stirnradpaar für den ersten Getriebegang zugehörigen Planetengetriebe, d a d u r c h g e k e n n - zeichnet, dass das Planetengetriebe (11 bis 14) innerhalb der Nabe des grösseren Rades des Stirnradpaares (8) für den erste Getriebegang angeordnet ist, wobei wahlweise, wie an sich bekannt, der Planetenradträger (14) mit dem Sonnenrad (13), mit der Getriebeabtriebswelle (3) oder einem drehfesten Teil (20) und das Sonnenrad mit letzterem oder mit der Getriebeabtriebswelle kuppelbar sind.
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