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Die Erfindung betrifft Zeigerthermometer oder Zeigerkontaktthermometer mit einem Flüssigkeitsmessfühler, der über eine Kapillare mit einem Ausdehnungskörper verbunden ist, der über einen übertragungshebel ein Zeigerwerk betätigt.
Flüssigkeitsausdehnungs-Zeigerthermometer bzw.-Zeigerkontaktthermometer mit Doppelschwingfeder oder mit Stahlspiralfeder und Zahnsegment-Übersetzungswerk haben den wirtschaftlichen Nachteil, dass sowohl für die Buntmetall-Schwingfeder als auch für die Stahlspiralausdehnungsfeder hochwertige, teuere Materialien verwendet werden müssen. Ein weiterer technischer Nachteil dieser Spiralausdehnungsfedern besteht darin, dass auf Grund der grossen, gestreckten Gesamtlänge ein beachtliches Innenvolumen entsteht, das bei der Stahl-, und besonders bei der Buntmetall-Schwingfeder bei Verwendung organischer Füllflüssigkeiten eine zusätzliche Bimetall-Temperatur-Kompensation der Anzeigeverfälschung durch die Raumtemperatur erfordert.
Anderseits sind bereits Ausdehnungsmembranen bei zeigerlosen Thermostaten als Ausdehnungselemente seit Jahren für die Schaltung und Regelung von Temperaturen bekannt und haben sich bewährt, wobei zu bemerken ist, dass derartige Ausdehnungsmembranen ausserordentlich billig in ihrer Herstellung und unbedingt zuverlässig in ihrer Wirkungsweise sind. Es ist beispielsweise bekannt die USA-Patentschrift Nr. 3, 049, 924, die ein Balgausdehnungsmesssystem mit Flüssigkeitsausdehnungs-Temperaturfühler beschreibt. In der brit. Patentschrift Nr. 824, 295 ist weiterhin ein Balgtemperaturmesssystem beschrieben, wie auch in der deutschen Patentschrift Nr. 834782.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in Zeigermess- oder Zeigerkontaktinstrumenten zur Messung und/oder Regelung von Temperatur an Stelle der bislang für Zeigerinstrumente bekannten Doppelschwing- oder Stahlspiralfedern als Ausdehnungselement zwischen dem Zeigerwerk und dem Fühler eine an sich bekannte Flüssigkeitsausdehnungsmembran anzuordnen.
Diese Aufgabe wird im Rahmen der Erfindung im wesentlichen dadurch gelöst, dass als Ausdehnungskörper ein an sich bekannter Topf mit Ausdehnungsmembran verwendet wird, die über einen aussenseitig fest daran montierten Bolzen und den die Zeigerwelle des auf einer unteren Platine montierten Zeigerwerks umgreifenden Übertragungshebel mit dem Zeigerwerk in Wirkverbindung steht, wobei der Übertragungshebel gegenüber der Bewegungsrichtung des Membranbolzens seitlich versetzt auf einer Drehachse auf einer oberen Platine drehbar gelagert ist und mit seinem äusseren Ende über einen am Zeigerwerk verstellbar befestigten Stehbolzen das Zeigerwerk und damit die Zeigerwelle beeinflusst.
Die Erfindung erstreckt sich ferner darauf, dass vorzugsweise eine Stahlmembran in Anwendung kommt, die mit ihrer Verschraubung parallel zum Übertragungshebel in einem Schlitz eines Lagerarmes der unteren Platte zur Veränderung des übersetzungsverhältnisses zwischen Membranausdehnung und Zeigerwerkausschlag verstellbar angeordnet ist.
Um eine solche Anordnung auf einfache Weise vor der Endmontage bauen zu können, wird nach einer weiteren Ausbildung der Erfindung die untere Platine mit der Ausdehnungsmembran und dem gesamten Messwerk von einem einzigen Lagerzapfen auf einer Grundplatte zur Nullkorrektur verstellbar getragen.
Wie die Erfindung im einzelnen ausgeführt sein kann, ergibt sich aus der nachfolgenden Beschreibung und aus der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel zum Teil schematisch dargestellt ist, u. zw. zeigen : Fig. l eine Seitenansicht auf den teilweise dargestellten Erfindungsgegenstand und Fig. 2 eine Draufsicht gemäss Fig. 1.
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welchem das bereits vormontierte und justierte gesamte Zeigerwerk zur Nullkorrektur eingestellt werden kann.
An der unteren Platine --3"' : - ist, vorzugsweise mit dieser aus einem Stück bestehend, etwa im rechten Winkel ein Lagerarm --3'-- hochgewinkelt, der einen Schiebeschlitz-4--od. dgl. in horizontaler Richtung aufweist.
Vom nicht dargestellten Flüssigkeitsfühler her kommt die Kapillare die in der topfartigen, an sich von Thermostaten her bekannten Ausdehnungsmembran--6--endet. Diese Membran --6-- ist hiebei mittels einer Verschraubung--7--in dem Schiebeschlitz--4--in Pfeilrichtung--8-horizontal
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dgl.,Bolzen --9-- gehalten wird, wobei der übertragungshebel --11-- im Drehpunkt --13-- auf der oberen Platine --14-- gelagert ist. Durch seitliche Verstellung in Pfeilrichtung-8--der Membranverschraubung --6, 7-- kann erforderlichenfalls das übersetzungsverhältnis des Instrumentes geändert werden.
Vermerkt werden soll hiebei gleichzeitig, dass die Membran vorzugsweise aus Stahl mit genügender Rückfederungskraft gefertigt und nicht nur aus flachen (wie gezeichnet) Töpfen, sondern auch aus in ihren Bodenflächen gerillten Töpfen hergestellt sein kann. Der übertragungshebel der die Zeigerachse-15-umfasst, trägt an seinem aussenseitigen Ende, in einer Langloch-Schlitzverstellung in Richtung auf die Zeigerachse verstellbar, über den Stehbolzen --17-- das Zeiger-Zahnsegment --16--, welches wieder über das nicht dargestellte Ritzel der Zeigerachse --15-- diese je nach Temperaturschwankung am Fühler zum Ausschlag bringt.
Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin, dass bei Zeiger-Temperaturmessinstrumenten statt der bisher kostspieligen Doppelschwing- oder Stahlspiralfedern als Ausdehnungselement eine
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Membran, vorzugsweise eine Stahlmembran, Verwendung findet, die billig in ihrer Herstellung und sicher in ihrer Funktion ist, wobei sowohl diese Ausdehnungsmembran als auch das gesamte Zeigerwerk auf einer gemeinsamen Platine montiert ist, die mit einem einzigen Lagerzapfen auf der Grundplatte getragen wird, wobei sich ausserdem die Ausdehnungsmembran in ihrer Verschraubung erforderlichenfalls seitlich verstellen, d. h. die übersetzung des Zeigerwerkes erändern lässt, und die Zeigerachse vom übertragungshebel etwa mittig umfasst wird, wodurch sich anderseits ein in seinen Abmessungen kleines Instrument für grosse Messbereiche ergibt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zeigerthermometer oder Zeigerkontaktthermometer mit einem Flüssigkeitsmessfühler, der über eine Kapillare mit einem Ausdehnungskörper verbunden ist, der über einen Übertragungshebel ein Zeigerwerk betätigt,
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Ausdehnungsmembran (6) verwendet wird, die über einen aussenseitig fest daran montierten Bolzen (9) und den die Zeigerwelle (15) des auf einer unteren Platine (3) montierten Zeigerwerks (16) umgreifenden Übertragungshebel (11) mit dem Zeigerwerk (16) in Wirkverbindung steht, wobei der Übertragungshebel (11) gegenüber der Bewegungsrichtung des Membranbolzens (9) seitlich versetzt auf einer Drehachse (13) auf einer oberen Platine (14) drehbar gelagert ist und mit seinem äusseren Ende über einen am Zeigerwerk (16) verstellbar befestigten Stehbolzen (17) das Zeigerwerk (16)
und damit die Zeigerwelle (15) beeinflusst.
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