AT280908B - Vorrichtung zur selbsttätigen Desinfektion von Feststoffe führenden Abwässern - Google Patents
Vorrichtung zur selbsttätigen Desinfektion von Feststoffe führenden AbwässernInfo
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Description
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Vorrichtung zur selbsttätigen Desinfektion von Feststoffe führenden Abwässern
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur selbsttätigen Desinfektion von Feststoffe führenden Abwässern.
Derartige Vorrichtungen sind bekannt und finden in der Hauptsache in Krankenhäusern Anwendung, wo ständig mit Krankheitskeimen infizierte und Feststoffe als Abfall führende Abwässer anfallen. Bei den bekannten derartigen Vorrichtungen werden die Abwässer mit den Feststoffen zunächst durch im Fliessweg der Abwässer liegende Mahlvorrichtungen zerkleinert. Die Abwässer mit den Feststoffen müssen diesen Mahlvorrichtungen, die keine eigene Förderwirkung haben, im Gefälle zugeführt werden und auch im Gefälle abgeführt werden.
Die Abwässer mit den durch die Mahlvorrichtung zerkleinerten Feststoffen gelangen in einen Sammelbehälter und werden aus ihm durch eine Pumpvorrichtung über einen im Gegenstrom arbeitenden Wärmeaustauscher durch einen dampfbeheizten Desinfektionskessel in die Abflussleitung gegeben. Da durch die Mahlvorrichtung keine ausreichende Mischung der zerkleinerten Feststoffe mit den Abwässern erreicht wird, ist es bei den bekannten Vorrichtungen notwendig, zwischen der Mahlvorrichtung und dem Sammelbehälter einen Zwischenbehälter vorzusehen, in dem eine Mischung zwischen den flüssigen Abwässern und den zerkleinerten Feststoffen erfolgen soll. Dieser Zwischenbehälter steht über ein Sieb mit dem Sammelbehälter in Verbindung, in dem die Pumpeinrichtung angeordnet ist.
Die Durchmischung in dem Zwischenbehälter soll bei den bekannten Ausführungsformen einerseits erfolgen durch die ständige Zufuhr aus der Mahlvorrichtung und zum andern durch die Saugwirkung der Förderpumpen. Eine ausreichende Mischung, die Störungen mit Zuverlässigkeit ausschliesst, lässt sich jedoch in diesem Zwischenbehälter nicht erreichen, es sei denn, es werden besondere Rührwerke vorgesehen. Bei den bekannten Ausführungsformen besteht durchaus die Möglichkeit, dass in dem Zwischenbehälter Zusammenballungen von zermahlenen Feststoffteilen auftreten, die einmal das Trennsieb zum Sammelbehälter verstopfen oder auch in die Pumpe eindringen können und hier ebenfalls zu Betriebsstörungen führen können. Zu diesem Zweck ist es in der Regel notwendig, zwei parallel arbeitende Förderpumpen vorzusehen.
Die bekannten Ausführungsformen zeigen daher in der Regel auch eine Anordnung von zwei parallel geschalteten Pumpen, damit im Störungsfalle die zweite Pumpe eingesetzt werden kann.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung vermeidet die den bekannten Vorrichtungen anhaftenden Nachteile und gewährleistet eine einwandfreie Funktion bei einfacher Bauweise. Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung ist kein Gefälle für die Zerkleinerungsvorrichtung erforderlich, so dass diese an an sich beliebiger Stelle angeordnet werden kann.
Weiterhin erübrigt sich die Einschaltung eines mit einem Trennsieb ausgestatteten Zwischenbehälters, da mit der erfindungsgemässen Vorrichtung eine bestmögliche Durchmischung erreicht wird, die ein störungsfreies Arbeiten der gesamten Vorrichtung
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Die crfindungsgemässe Vorrichtung arbeitet einwandfrei, solange die in den Abwässern befindlichen Feststoffe durch die Nasspumpe so zerkleinert werden können, dass eine Verstopfung des
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Wärmeaustauschers zuverlässig verhindert wird. Wenn sich jedoch in den Abwässern gröbere und grössere Feststoffanteile befinden, die durch die Nasspumpe nicht mehr verarbeitet werden können, müssen diese durch ein in die Zulaufleitung zum Sammelbehälter eingeschaltetes Sieb oder einen Rechen zurückgehalten werden, um ein einwandfreies Arbeiten der Anlage zu ermöglichen.
Hiebei stellt sich aber die Forderung, dass die sich im Rechenbehälter ansammelnden Feststoffanteile, die in gewissen Abständen entnommen und der Vernichtung, beispielsweise durch Verbrennung, zugeführt werden müssen, vor der Entnahme aus dem Rechenbehälter desinfiziert werden müssen, um das mit der Handhabung dieser in dem Rechenbehälter zurückgehaltenen Feststoffanteile befasste Bedienungspersonal vor Infektionen zu schützen.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung genügt auch dieser Forderung ; sie ermöglicht es, die von der Nasspumpe nicht verarbeitbaren Feststoffanteile abzuschneiden und zu desinfizieren, ohne dass die Gefahr einer Infektion des Bedienungspersonals besteht, so dass einwandfrei desinfizierte Feststoffanteile der Vernichtung zugeführt werden können. Dabei besteht die Mahlvorrichtung aus einer an sich bekannten, als Zerkleinerungspumpe arbeitenden Zerkleinerungsvorrichtung, beispielsweise einer Nasspumpe, die die Abwässer mit den Feststoffen aus einem Sammelbehälter entnimmt und in ständigem Kreislauf in diesen zurückfördert.
Ferner ist eine ein geringeres Arbeitsvolumen als die Zerkleinerungspumpe aufweisende Förderpumpe vorgesehen, die in Abhängigkeit von dem Wasserspiegel im Sammelbehälter betätigbar ist und das Gemisch aus Abwasser und zerkleinerten Feststoffen aus der Druckleitung der Zerkleinerungspumpe über den Wärmeaustauscher und den Desinfektionskessel in die Abflussleitung fördert.
Erfindungsgemäss ist im Zulauf zum Sammelbehälter ein geschlossener, durch eine sieb-oder rechenartige Trennwand in zwei untereinander liegende Kammern geteilter Behälter angeordnet, dessen untere, grössere Kammer zur Aufnahme der die Feststoffe enthaltenden Flüssigkeit dient, und dessen obere, kleinere Kammer einen den flüssigen Abwasseranteil dem Sammelbehälter zuführenden Abfluss besitzt, und dass die Bodennähe der unteren Kammer eine der Desinfizierung der Feststoffe dienende Dampfzuführung angeordnet ist.
Die die Feststoffe enthaltenden Abwässer werden der unteren Behälterkammer zugeführt, wo sie sich unter Wirkung der Schwerkraft absetzen, während die Abwässer mit den kleineren Feststoffteilen über die siebartige Trennwand in die obere Behälterkammer eintreten und von hier aus in den Sammelbehälter fliessen. Wenn die untere Behälterkammer mit zurückgehaltenen Feststoffen ausreichend gefüllt ist, wird die weitere Zufuhr unterbrochen durch Abschluss der betreffenden Leitungen, und über die in der unteren Behälterkammer angeordnete Dampfzuleitung wird Dampf in den Behälter gegeben, durch den die Feststoffanteile auf die Desinfektionstemperatur von etwa 1100C erhitzt werden. Nach Abschluss der Dampfbehandlung können die desinfizierten Feststoffanteile ohne Gefährdung für das Bedienungspersonal aus dem Behälter entnommen werden.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung kennzeichnet sich dadurch, dass in der oberen Kammer eine zweite Dampfzuführung und in Bodennähe der unteren Kammer eine Abflussleitung für die desinfizierten Feststoffe angeordnet ist. Um die Abführung der desinfizierten Feststoffanteile aus dem Behälter auf einfache Weise zu ermöglichen, wird nach erfolgter Desinfektion durch die in der oberen Behälterkammer angeordnete Dampfzuleitung Dampf eingeblasen, und unter Wirkung des in dem Behälter entstehenden Dampfdruckes werden die desinfizierten Feststoffanteile über die in Bodennähe der unteren Behälterkammer angeordnete Abflussleitung abgeführt. Sie können über diese Leitung unmittelbar in eine Grube gegeben werden, wo sie durch Verbrennung vernichtet werden.
Wenn durch die Desinfektionsbehandlung die Feststoffanteile jedoch durch die Hitzeeinwirkung aufgeschlossen werden, können sie über die Abflussleitung auch in den Sammelbehälter zurückgegeben werden, wenn der Aufschluss so weit erfolgt ist, dass diese Feststoffanteile nunmehr durch die Nasspumpe verarbeitet werden können.
Ein weiteres der zuverlässigen Desinfektion dienendes Merkmal der Erfindung besteht darin, dass die der Desinfektion dienende Dampfzuführung in einem in der Bodennähe der unteren Kammer angeordneten, mit Austrittsdüsen versehenen an sich bekannten Ringrohr mündet.
Ein weiteres Merkmal kennzeichnet sich dadurch, dass in dem Deckel der oberen Kammer ein mittiger, unterhalb der Trennwand endender Zuflussstutzen zur Zuführung der die Feststoffe enthaltenden Flüssigkeit angeordnet ist. Durch die erfindungsgemässe Anordnung der Zuflussleitung für die die Feststoffe enthaltenden Abwässer wird erreicht, dass sich die in der unteren Behälterkammer zurückgehaltenen grösseren Feststoffanteile ungestört unter der Wirkung der Schwerkraft absetzen können.
Schliesslich ist für die Erfindung noch von Bedeutung, dass sämtliche in die Kammer führenden und aus ihr herausführenden Leitungen mit von Hand oder durch ein Steuerorgan betätigbaren Abschlussventilen versehen sind.
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--6-- gegeben.--9-- in eine obere und eine untere Kammer-7, 8- geteilt. In dem Deckel befindet sich der mit einem Ventil --11-- versehene Einlaufstutzen --10--, der unterhalb des Rechens --9-- endet.
EMI3.2
abgesaugt. In der Nasspumpe--4a--wird die Flüssigkeit homogenisiert und im Kreislauf über die Leitung--5--in den Sammelbehälter --1-- zurückgegeben. Aus diesem Kreislauf--4, 4a, 5--
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Desinfektionskessel zugeführt und unter Rückführung über den Wärmeaustauscher in einen Abfluss gegeben wird.
In Bodennähe der unteren Kammer --8-- ist eine mit einem Ventil --15-- versehene
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versehener Ausflussstutzen --19-- vorgesehen, an dem eine in den Sammelbehälter--l-fuhrende Leitung --21-- angeschlossen ist.
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über die Leitung --3-- in den Sammelbehälter-l-abfliesst, während die Feststoffanteile sich in der unteren Kammer --8-- ablagern. Die Ventile-15 und 18-- der Dampfzuleitungen --14 und 17-und das Ventil --20-- der Abflussleitung --19-- sind hiebei geschlossen.
Wenn sich in der
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--8-- dieRingrohres-16-in den Behälter --6-- ein, und die in der Kammer --8-- befindlichen Feststoffanteile werden auf die zur Desinfektion erforderliche Temperatur erhitzt, wodurch sämtliche Infektionskeime zuverlässig abgetötet werden. Wenn die Desinfektion beendet ist, wird das Ventil
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und 20-geschlossen und die Ventile-11 und 13-wieder geöffnet, so dass der Behälter --6-erneut mit Abwässern gespeist wird, die Feststoffe enthalten. Wenn sich wieder in der Kammer-8- eine ausreichende Menge von Feststoffanteilen angesammelt haben, wird die Desinfektion und die Abfuhr dieser Feststoffanteile erneut, wie vorgeschrieben, durchgeführt.
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Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur selbsttätigen Desinfektion von Feststoffe führenden Abwässern, beispielsweise aus Krankenhäusern u. dgl., bei der die Feststoffe durch eine im Fliessweg der Abwässer liegende Mahlvorrichtung zerkleinert werden und die Abwässer mit den zerkleinerten Feststoffen aus einem Sammelbehälter durch eine Pumpe über einen im Gegenstrom arbeitenden Wärmeaustauscher durch einen dampfbeheizten Desinfektionskessel gegeben werden, wobei die Mahlvorrichtung aus einer als Zerkleinerungspumpe arbeitenden Zerkleinerungsvorrichtung, beispielsweise einer Nasspumpe, besteht, die die Abwässer mit den Feststoffen aus einem Sammelbehälter entnimmt und in ständigem Kreislauf in diesen zurückfördert, und eine ein geringeres Arbeitsvolumen als die Zerkleinerungspumpe aufweisende Förderpumpe vorgesehen ist,die in Abhängigkeit vom Wasserspiegel im Sammelbehälter <Desc/Clms Page number 4> betätigbar ist und das Gemisch aus Abwässern und zerkleinerten Feststoffen aus der Druckleitung der Zerkleinerungspumpe über den Wärmeaustauscher und den Desinfektionskessel in die Abflussleitung EMI4.1 geschlossener, durch eine sieb-oder rechenartige Trennwand (9) in zwei untereinander liegende Kammern (7, 8) geteilter Behälter (6) angeordnet ist, dessen untere, grössere Kammer (8) zur Aufnahme der die Feststoffe enthaltenden Flüssigkeit dient, und dessen obere, kleinere Kammer (7) einen Abfluss (3) zum Sammelbehälter (1) besitzt, durch den die die feinen Feststoffe enthaltende Flüssigkeit abfliessen kann, und dass in Bodennähe der unteren Kammer (8) eine der Desinfizierung der Feststoffe dienende Dampfzuführung (14) angeordnet ist.EMI4.2 Kammer (7) der Behälter (6) eine zweite Dampfzuführung (17) und in Bodennähe der unteren Kammer (8) eine Abflussleitung (19) für die desinfizierten Feststoffe angeordnet ist. EMI4.3 Dampfzuführung (14) in ein in Bodennähe der unteren Kammer (8) angeordnetes, mit Austrittsdüsen an sich bekanntes Ringrohr (16) mündet. EMI4.4
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| CN114804308A (zh) * | 2022-05-18 | 2022-07-29 | 深圳市第三人民医院 | 一种crrt废液处理系统 |
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1968
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