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AT287011B - Verfahren zur Gasführung in katalytischen Hochdrucksyntheseanlagen, beispielsweise für die Ammoniaksynthese - Google Patents

Verfahren zur Gasführung in katalytischen Hochdrucksyntheseanlagen, beispielsweise für die Ammoniaksynthese

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Publication number
AT287011B
AT287011B AT264069A AT264069A AT287011B AT 287011 B AT287011 B AT 287011B AT 264069 A AT264069 A AT 264069A AT 264069 A AT264069 A AT 264069A AT 287011 B AT287011 B AT 287011B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
gas
synthesis
cooling
pressure
conducting gas
Prior art date
Application number
AT264069A
Other languages
English (en)
Inventor
Anna Dr Klingst
Helmut Dr Hinrichs
Johann Dipl Ing Niedetzky
Original Assignee
Chemie Linz Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Chemie Linz Ag filed Critical Chemie Linz Ag
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Application granted granted Critical
Publication of AT287011B publication Critical patent/AT287011B/de

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  • Physical Or Chemical Processes And Apparatus (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Gasführung in katalytischen Hochdrucksyntheseanlagen, beispielsweise für die Ammoniaksynthese 
Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Gasführung bei katalytischen Hochdruckreaktionen, beispielsweise bei der Ammoniaksynthese unter Druck. Bei katalytischen Hochdruckreaktionen ist es nicht nur von Bedeutung, die Temperatur in den Kontaktschichten dem jeweiligen Optimum anzupassen, sondern auch den konstruktiv teuren Innenraum des Hochdruckreaktors möglichst günstig auszunutzen und den Druckverlust im Reaktor klein zu halten. 



   Zur optimalen Temperaturführung sind verschiedene Einrichtungen bekanntgeworden. Sie bestehen beispielsweise aus mehreren axial durchströmten Katalysatorschichten, zwischen denen von kaltem Frischgas (österr. Patentschrift Nr. 225 722) oder andern Kühlmitteln (deutsche Patentschrift Nr. 946342) gespeiste Wärmetauscher liegen. Auch Kombinationen von axialem Gleich-und Gegenstrom der Frischgaswärmetauscher wurden beschrieben (österr. Patentschrift   Nr. 247371).   Axial durchströmte Katalysa-   torschichten   zeigen verhältnismässig hohen Druckverlust. 



   Weiters kann auch in bekannter Weise durch Zumischen von kaltem Frischgas zwischen die einzelnen Katalysatorlagen gekühlt werden. 



   Ferner gibt es auch Reaktoren mit radial durchströmten Kontaktschüttungen (Deutsche Auslegeschrift 1256205). Diese neigen zu Kurzschlüssen im Gasstrom, da sich der Kontakt im Betrieb setzt. Um diese zu vermeiden, sind wieder Einrichtungen notwendig, wie   z. B.   in   die Kontaktschüttung eintau-   chende Ringblenden   ode ähn1.   Konstruktionen, die entweder Teile der Kontaktschüttung stillegen oder sonstwie Raum beanspruchen. Ähnlich liegen die Verhältnisse bei quer durchströmten   Kontaktschich-   ten. 



   Zweck der Erfindung ist eine Verringerung der genannten Mängel, wobei die optimale Ausnutzung des umbauten Druckraumes im Vordergrund steht ; in zweiter Linie folgt die Verminderung des Druckverlustes. 



   Es konnte nämlich gefunden werden, dass durch eine annähernd wendelförmige Gasführung durch den Ofen von oben nach unten eine besonders günstige Ausnutzung des Reaktionsraumes, verbunden mit geringem Druckverlust, zu erreichen ist. 



   Gegenstand der Erfindung ist demnach ein neues Verfahren zur Gasführung in katalytischen Hoch-   drucksynthesereaktoren, beispielsweise für die Ammoniaksynthese,   bei welchem die reaktorinterneTemperaturregelung mittels stufenweiser Kühlung des heissen Reaktionsgases jeweils unmittelbar nach dem Austritt aus den einzelnen gasdicht voneinander getrennten Katalysatorlagen entweder durch   Kuhlrdh-   renbündel, die in diametral angeordneten Schächten untergebracht sind und von frischem Synthesegas oder Kühlmittel durchströmt werden oder durch Kaltgaszufuhr in diese Schächte erfolgt. 



   Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass das den Hauptwärmetauscher verlassende, in bekannter Weise nach oben geführte vorgewärmte Frischgas nach Richtungsumkehr unter abwechselndem Durchgang durch Katalysatorlagen und   Kühl- oder Mischräume annähernd wendelformig abwärts ge -   

 <Desc/Clms Page number 2> 

 führt wird. 



   Diese wendelförmige Gasführung kann dadurch erreicht werden, dass der den Hauptwärmetauscher verlassende, durch ein Zentralrohr oder durch in zwei diametral angeordneten Kühlschächten senkrecht 
 EMI2.1 
 
Gasstromi ten senkrecht zu ihnen liegende und sie gasdicht verbindende Zwischenwand, die den Reaktorraum in zwei symmetrische Hälften teilt, in durch schräg abwärts liegende gasundurchlässige Schikanebleche gebildete, an der Zwischenwand der beiden Innenraumhälften angrenzende Katalysatorräume, deren
Austrittsfläche mit der Eintrittsfläche der nächstfolgenden, jenseits der Trennwand in der andern Ofen- hälfte angeordneten Katalysatorlage auf gleicher Höhe ist und bei denen die untere Begrenzung der vor- ) hergehenden Katalysatorlage zur oberen Begrenzung der nächstfolgenden einen Winkel bildet, abwärts geführt wird,

   wobei nach Durchgang durch eine Katalysatorlage und den anschliessenden nach oben und unten gasdichten Kühlschachtabschnitt und dortiger Kühlung eine Umlenkung in den angrenzenden Ka- talysatorraum der andern Ofenhälfte erfolgt. 



   Die Verbesserung lässt sich mit jeder der an sich bekannten Kühlungsarten kombinieren. Bei Kalt-   ì gaszumischung in die Kühlschachtabschnitte oder Kühlung   durch fremde Kühlmittel muss das vorgewärm- te Gas durch ein Zentralrohr in der Mitte des Einsatzes hochgeführt werden. 



   Die gasdichte Trennung der einzelnen Mischkammerabschnitte wird durch Doppelrohrböden bewirkt, so dass in jedem Abschnitt nach Bedarf eine verschiedene Anzahl von Rohren (= Wärmetauschflächen) untergebracht werden kann. 



   Die an sich bekannte und übliche elektrische Heizeinrichtung zum Anfahren kann im obersten Ab- schnitt der Kühlschächte in Höhe des ersten Kontaktschusses oder bei den Varianten mit Kaltgaszumi- schung oder   Fremdkühlung   im oberen Teil des Zentralrohres angebracht werden. 



   Vor dem Eintritt in die nächste Kontaktschicht ist die Homogenisierung durch eine Mischkammer sicherzustellen, da das Rohrbündel einen   Kreuzstromwärmetauscher   mit seinem zwangsläufig inhomo- genen Temperaturprofil im Ausgang bildet. Diese Mischkammer ist unten durch einen Schlitz mit dem
Kühlschachtabschnitt verbunden. 



   Die Eigenart des Verfahrens lässt es zu, dass der Reaktor in allen    seinen Varianten auch in w aagrech -   ter Stellung betrieben werden kann, ohne dass Störungen auftreten. 



   Eine   möglicheAusführungsform   einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfah-   rens,   die ebenfalls einen Gegenstand der Erfindung bildet, zeigt   Fig. 1   im   Längs- und Fig. 2   im Quer- schnitt. 
 EMI2.2 
 die gasdurchlässigen Trennwände gegen die Kühlschächte, --8-- die Umlenkbleche in den Kühlschächten und--9-- die Abdeckbleche der   Mischkammer--10--.   Die   Kühlschachtabschnitte--3-- sind   mit der   Mischkammer --10-- am   unteren Ende durch einen Schlitz verbunden. --11-- sind die segmentförmigen Rohrböden, die die einzelnen Kühlschachtabschnitte gasdicht voneinander trennen. Um Totwasserzonen zu vermeiden, ist die mittlere Trennwand im Bereich des obersten Kontaktraumes gasdurchlässig,   z.

   B. als Loch - oder   Schlitzblech auszubilden oder auch ganz wegzulassen. Die Gasführung ist durch Pfeile angedeutet. Durch verschieden steile Neigung der   Schikanebleche-6-kann   das Volumen der einzelnen Katalysatorräume den Bedürfnissen, etwa den Ergebnissen einer Optimierungsrechnung, angepasst werden. 



   Die Ausführungsform mit Zentralrohr zeigt Fig. 3 im   Längs- und Fig. 4   im Querschnitt. 



   - ist das Zentralrohr zum Hochführen des   Gases ; die Rohrbündel--4--,   die hier von einem fremden Kühlmittel gespeist werden, fallen bei der Kühlung durch Kaltgaszumischung weg und sind durch Einleitungsrohre für kaltes Frischgas zu ersetzen. 



     Beispiel   : In einen Ammoniaksynthesereaktoreinsatz, wie in Fig. 1 dargestellt, mit 6 Kontaktschüssen und 700 mmDurchmesser treten   72000 Nm3/h   Synthesegas stöchiometrischer Zusammensetzung 
 EMI2.3 
 seine Körnung 8 bis 12 mm ; der Verschmutzungsgrad der Wärmetauscher ("fouling factor") 0, 0015. Der gesamte Einsatz enthält   3,32 m3   Synthesekontakt und ohne den Hauptwärmetauscher   37, 4 m2 Wärme-   tauschflächen, bestehend aus 78 Rohren von 11/7 mm Durchmesser. Der Hauptwärmetauscher hatte eine Fläche von 35, 4 m2. Nach dem Durchgang durch die oberste Kontaktschicht werden im Kühlschacht dem Gasstrom noch   5 000 Nm 3/h   kaltes Synthesegas mit   240e   zugemischt.

   Das aus dem sechsten Kontaktschuss austretende Gasgemisch besteht aus   62000 Nm3/h   Gas mit   17, 4% NH   und einer Temperatur von   4640e.   Der gesamte Druckabfall in den Katalysatorbetten beträgt nur 1, 6 atm. Nach dem Verlassen des Hauptwärmetauschers hat das Gas schliesslich eine Temperatur von 309  C.

Claims (1)

  1. EMI3.1
AT264069A 1969-03-18 1969-03-18 Verfahren zur Gasführung in katalytischen Hochdrucksyntheseanlagen, beispielsweise für die Ammoniaksynthese AT287011B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102006061847A1 (de) * 2006-12-21 2008-06-26 Uhde Gmbh Ammoniakkonverter

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WO2008080453A1 (de) * 2006-12-21 2008-07-10 Uhde Gmbh Ammoniakkonverter
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