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AT268001B - Verfahren und Vorrichtung zum Gelbbrennen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Gelbbrennen

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Publication number
AT268001B
AT268001B AT140665A AT140665A AT268001B AT 268001 B AT268001 B AT 268001B AT 140665 A AT140665 A AT 140665A AT 140665 A AT140665 A AT 140665A AT 268001 B AT268001 B AT 268001B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
container
containers
pickling
nitric acid
rinsing
Prior art date
Application number
AT140665A
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English (en)
Original Assignee
Decker Geb
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Decker Geb filed Critical Decker Geb
Priority to AT140665A priority Critical patent/AT268001B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT268001B publication Critical patent/AT268001B/de

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  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zum Gelbbrennen 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Bei Anwendung beider Beizflüssigkeiten ist schliesslich zur Bearbeitung verzunderten Beizgutes ein
Vorbrennen mit seinen oben geschilderten Nachteilen, wie kurze Tauchzeit und Entstehung von viel nitrosem Gas, nicht zu umgehen. 



   Man ist daher zur Erreichung einer Mechanisierung der Beizanlage einen andern Weg gegangen. Es i wurden dabei die Bäder für das Vorbrennen und Glanzbrennen so eingestellt, dass in beiden Fällen gleich lange Tauchzeiten anzuwenden sind, wodurch es möglich war, ein Karusselbad vorzusehen, bei dem   dasBeizgutkreisförmig angeordnete Beiz-und Spülbottiche durchwandert.   Die durchschnittliche Tauch- zeit beträgt hiebei 1 min. Dieses bekannte Verfahren hat jedoch den Nachteil, dass für das Vor und 
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Die Erfindung bezweckt nun die Schaffung eines Gelbbrennverfahrens, das in einer im wesentlichen automatisch arbeitenden Anlage durchgeführt werden kann. 



   Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zum Gelbbrennen, bei dem das Brenngut in aneinandergereihte, mit Brenne bzw. Spülmitteln gefüllte Behälter mechanisch unter Einhaltung vorgegebener 
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 bis etwa   10/0   einer Chlorionen abgebenden Verbindung verwendet wird, deren Säuregehalt überwiegend aus Salpetersäure besteht und die praktisch frei von Sulfationen ist. 



   Die als bekannt bezeichnete Brenne geht aus der deutschen Auslegeschrift Nr. 1175523 hervor. Für das erfindungsgemässe Verfahren ist aber in erster Linie der Gehalt an Salpetersäure von Bedeutung, so dass der Säuregehalt der Brenne auch ausschliesslich aus dieser Säure bestehen kann. Durch den hohen
Wassergehalt der Brenne und das Überwiegen der Salpetersäure ergeben sich lange Beizzeiten und hoher
Glanz sowie eine hohe Beladbarkeit der Brenne, was die unveränderte Einhaltung der   Tauch- und   Überhebzeiten über eine lange Betriebszeit und somit eine Automation des Verfahrens in einfacher Weise ermöglicht. 



   Eine zur Ausführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung geht von bekannten Vorrichtungen zum Gelbbrennen mit aneinandergereihten, mit Brenne bzw, Spülmittel gefüllten Behältern mit einer selbststeuernden Transportvorrichtung aus. Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der beladenen, untereinander unabhängigen programmgesteuerten Transporteinheiten geringer ist als die Anzahl der Behandlungsstationen in der Behälterreihe. 



   Die Automatisation kann natürlich unter Einhaltung der besagten Steuervorschrift noch weiter getrieben werden und beispielsweise vorhergehende und nachfolgende Bewegungen des Beizgutes erfassen. 



  Die erfindungsgemäss langen   Brennzeiten   gestatten ein verhältnismässig langes Verweilen des Brenngutes im Bad. Durch den hohen Wassergehalt und gegebenenfalls die Beizverzögerer ist ferner das Bad ziemlich unempfindlich gegen durch längere Benutzung hervorgerufene chemische Veränderungen. Trotz dieser chemischen Veränderungen des Bades kann also längere Zeit mit vorherbestimmten gleichbleibenden   T auch- und Überhebzeiten   gearbeitet werden. 



   Da   erfindungsgemässbeimBrennen   fast keine und beim Herausnehmen und Spülen nur geringe Mengen an nitrosen Gasen entstehen, ist eine Beschickung mit grossen Mengen von Massenartikeln möglich. 



  Ein besonderer Vorteil der geringen Gasentwicklung ist die Möglichkeit, mit offenen Behältern zu arbeiten, so dass über dem Behälter Kranbahnen mit Hubvorrichtungen vorgesehen werden können, wenn rückseitig oberhalb der Behälter eine Absaugvorrichtung angeordnet ist. Die Behälter bleiben also während des Betriebes von oben stets zugänglich, ohne dass hiebei unzuträglich grosse Mengen nitroser Gase in den Arbeitsraum abströmen. Durch die verzögerte Brennwirkung wird auch eine Verätzung der Oberfläche des Beizgutes beim Herausnehmen vermieden, wodurch die Möglichkeit gegeben ist, das Beiz-   gut"auszutrommeln",   d. h., die Badflüssigkeit über   dem"Brennbehälter"abtropfen   zu lassen. Auf diese Weise wird die Ausschleppung von Brennflüssigkeit aus   dem"Brennbehälter"sehr   klein gehalten.

   Dagegen hält sich die Brenne auch länger. Notfalls kann sie mit Salpetersäure nachgeschärft werden. 



   Wegen des hohen Wassergehaltes hat die verwendete Brenne eine grosse Aufnahmefähigkeit für gelöstes Metall und bekommt dadurch sowie infolge der zusätzlichen Nachschärfbarkeit mit Salpetersäure 
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 und Fig. 3 in doppeltem Massstab einen Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 1. 



     Behälter-l-enthält   eine Flüssigkeit von 80 bis   900C   zum Entfetten,   Behälter --2-- dient   der 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 Spülung mittels Wasser und hat einen ständigen Wasserzulauf mit   Überlauf-3-. Behälter--4--ist   mit Vorbeize gefüllt, z. B. 10% iger Schwefelsäure.   Spülbehälter --5-- ist   wieder wasserdurchflossen.   Behälter--6--ist   ein Ansetzbehälter, der mit einem Deckel geschlossen werden kann. In den Behältern   - 7   und 8-- befindet sich Gelbbrenne gemäss der Erfindung. Der Behälter --9-- ist wieder mit fliessendem Wasser zum Spülen gefüllt. Im   Behälter --10-- erfolgt   eine Chromat-Passivierung, Im Behälter   - 11-wird   mit kaltem Wasser vorgespült.

   Die Reinspülung in kaltem Wasser erfolgt im   Behälter--12--   und die Heissspülung mit warmem Wasser im   Behälter --13--.   



   Die Behälter und alle sonstigen Teile, die mit den Dämpfen der Brenne in Berührung kommen, bestehen aus säurebeständigen Werkstoffen. Die Vorderwand --13a-- der Behälter ist niedriger als die   Hinterwand --J4--,   in welcher sich eine über die ganze Badlänge erstreckende   Absaugöffnung--15--   befindet.

   Diese Absaugöffnung steht in Verbindung mit Wassersaugdüsen --16--, weiche in der deut- 
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 Über der Behälterreihe befindet sich eine   Kranbahn--19--,   an der mehrere Kranwagen --20-- mit nicht gezeichnetem Fahrmotor und   Hubmotor --21-- laufen.   Jeder Kranwagen trägt ein Rohr --22--, in dem teleskopartig ein Rohr --23-- geringeren Durchmessers mit Hilfe des Hubmotors --21-- auf- und abbewegbar ist, das an seinem unteren Ende einen   Rahmen --24-- trägt.   An diesem sind die Achszapfen --25-- eines perforierten Trommelkorbes --26--, in welchem das Beizgut durch eine verschliessbare   Öffnung --27-- eingefüllt   werden kann, gelagert.

   Auf dem einen Achszapfen --25-- sitzt ein Zahnrad --28--, welches über ein Ritzel --29-- von einem Drehmotor --30-- antreibbar ist, der auf 
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DasKabel-31-fürdenMotor-38-läuft- ist, wie in Fig. 1 angedeutet, endlos, auf ihr bewegen sich die Kranwagen --20-- in Richtung des Pfeiles --34--. Nicht gezeichnete Steuervorrichtungen steuern die Auf- und Abwärtsbewegung des
Rohres --23-- und die Vorwärtsbewegung des Kranwagens --20-- in der Weise, dass die Eintauchzeiten des Trommelkorbes --26-- in die jeweiligen Flüssigkeiten der beschriebenen Behälter und mindestens die Überhebzeit aus dem   Gelbbrennbehälter-8-in   den   Spülbehälter --9-- den   vorher bestimmten
Werten entsprechen, um die Nachwirkung der Brenne zu berücksichtigen.

   Zusätzlich können auch die übrigen Bewegungen des Kranwagens und des Rohres --23-- vorher bestimmt sein und automatisch ab- laufen. 



   Die Nachpassivierung in schwach saurer Na-Bichromatlösung des   Behälters --10-- bezweckt   eine
Beseitigung der Beizschicht und Erzielung einer guten Anlaufbeständigkeit der nunmehr hochglänzenden
Oberfläche des Beizgutes. Die Bichromatlösung kann mit Ionenaustauschern in bekannter Weise regene- riert werden ; aus den anschliessenden Spülwässern kann das Bichromat zurückgewonnen werden. 



     Beispiel l :   In einer Versuchsanlage, umfassend    eineVorbeizein10%H SO.   Spülung, Be- handlung in zirka 2501 verdünnter Brenne, bestehend aus   112, 5 l   Wasser, 10 kg Beizzusatz und 112,5   l  
Salpetersäure 400   Be,   Spülung, Nachpassivierung in einem 250   l   Bad, bestehend aus 225   l   Wasser, 25kg eines Gemisches aus 40% Natriumbisulfat und 60% Natriumbichromat, Kaltspülung und   Heissspülung,   wurden stark verzunderte Rohrbögen aus MS 63 gelbgebrannt. In dieser Anlage konnten 60 kg auf einmal durchgesetzt werden gegenüber 10 kg von Hand im üblichen Beizkorb bei konz. Gelbbrenne. Die Ver- weilzeit der beschickten Trommel im eigentlichen Brennbehälter betrug   z   1/2 min. 



   Nach einer gleich langen Beizzeit in konz. Gelbbrenne wären die Teile bereits überbeizt gewesen. 



  Der Zeitbedarf für einen Trommeldurchgang mit 00 kg stellt sich auf 0 min, während ein üblicher Beizkorbdurchsatz mit 10 kg bei Handbetrieb 5 min benötigt. Hierin ist die Arbeitszeit für sorgfältige Anordnung der Rohrbögen im Beizkorb nicht enthalten. 



   Beispiel 2 : In der gemäss Beispiel 1 beschickten Anlage wurden 6 t Rohrbögen aus MS 63 gelbgebrannt, bevor die noch zusätzlich mit 30   l   Salpetersäure nachgeschärften 250   l   verdünnter Brenne verbraucht waren. Im Gegensatz dazu ist eine übliche konz. Gelbbrenne, bestehend aus gleichen Raumteilen Salpeter- und Schwefelsäure, nach dem Durchsatz von] t Beizgut bereits durch die hohlen Rohrbögen ausgeschleppt. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Gelbbrennen, bei dem das Brenngut in aneinandergereihte, mit Brenne bzw. Spül- mitteln gefüllte Behältermechanisch unter Einhaltung vorgegebener Tauch- und Überhebzeiten getaucht <Desc/Clms Page number 4> wird, dadurch gekennzeichnet, dass das Gut unter Einhaltung unterschiedlicher, untereinander unabhängiger Tauch- und Überhebzeiten, die jedoch konstant bleiben, transportiert wird, wobei eine an sich bekannte Brenne mit einem Wassergehalt von 50 bis 73% und 0, 02 bis etwa 2% einer Chlorionen abgebenden Verbindung verwendet wird, deren Säuregehalt überwiegend aus Salpetersäure besteht und die praktisch frei von Sulfationen ist.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Brenne verwendet wird, deren Säuregehalt ausschliesslich aus Salpetersäure besteht.
    3. Mechanische Transportvorrichtung zum Gelbbrennen in aneinandergereihten, mit Säuren und Spülmitteln gefüllten Behältern und mit einer selbststeuernden Transportvorrichtung zur Ausführung des VerfahrensgemässdenAnsprüchen1und2, dadurchgekennzeichnet,dassdieAnzahlderbeladenen, untereinander unabhängigen programmgesteuerten Transporteinheiten geringer ist als die Anzahl der Behandlungsstationen in der Behälterreihe.
AT140665A 1965-02-17 1965-02-17 Verfahren und Vorrichtung zum Gelbbrennen AT268001B (de)

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