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Vorrichtung zur Bestimmung des Parallaxwinkels zwischen zwei
Strahlengängen
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beiderseitsWinkeländerung kann auf die Verstelleinrichtungen für Entfernung, Blende und Zeit dabei derart übertragen werden, dass sich jeweils die richtigen Werte einstellen (deutsche Auslegeschrift 1062543).
Diese bekannte Vorrichtung ist wohl geeignet, ein einmal angemessenes Objekt auch in bezug auf seine Entfernung zu verfolgen, nicht aber die Entfernung eines beliebigen Objekts, auf das einer der Messstrahlen gerichtet wird, selbsttätig zu ermitteln.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, unter Verwendung des Prinzips des Basisentfernungsmessers mit seiner hohen Messgenauigkeit eine Einrichtung zu schaffen, d ie die aufgezeigten Mängel beseitigt. Erfindungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass zur selbsttätigen Entfernungsmessung die bei unterschiedlicher Helligkeitsverteilung der beiden Abbildungen eine Spannungsdifferenz erzeugenden pho- toelektrischen Empfänger unter Zwischenschaltung einer Verstärkereinrichtung bzw. einer Relaisanordnung mit einem zum Einstellen der dem anvisierten Objekt zugeordneten Parallaxe dienenden Verstellmotor zwecks Steuerung elektrisch verbunden sind.
Damit ist neben der Entfernungsmessung eine automatische Objektivverstellung möglich. Die vier erwähnten Empfänger bilden eine Brückenschaltung mit der Eigenschaft, dass sich die Photoströme bei richtig eingestellter Entfernung vollständig kompensieren, bei unrichtig eingestellter Entfernung jedoch einen Steuerstrom erzeugen, der mittelbar über ein Relais, oder nach Verstärkung direkt auf den Servomotor wirkt, der die der Objektentfernung entsprechende Abgleichsstellung herbeiführt.
Die Ausführungsform mit geteiltem Messfeld hat gegenüber der mit ungeteiltem Feld mehrere Vorteile ; u. zw. wirkt sich eine Helligkeitsverteilung innerhalb des Objekts stärker als bei ungeteiltem Feld aus. Auch sehr schlanke, die Breite des Messfeldes wesentlich unterschreitende Objekte sind der Messung zugänglich, wenn das Objekt in der Weise anvisiert wird, dass die Teilungslinie des Messfeldes das Objekt schneidet. Ausserdem ist der Absolutwert der Beleuchtungsstärke in den beiden Messfeldern ohne Belang, da es für den Abgleich nur auf das Verhältnis der integralen Beleuchtungsstärken in den beiden Teilfel- dern des bzw. der Messfelder ankommt.
Um bei der praktischen Handhabung eines automatischen Entfernungsmessers nach der Erfindung zu brauchbaren Messergebnissen zu kommen, müssen gewisse Vorsichtsmassregeln angewendet werden, die bei entsprechender Ausbildung des Entfernungsmessers die Handhabung aber nicht erschweren. Zu Beginn der Messung ist im allgemeinen damit zu rechnen, dass der Entfernungsmesser stark verstellt ist. Besonders dann, wenn sehr kleine Objekte angemessen werden sollen, oder wenn der Entfernungsmesser eine sehr grosse Basis besitzt, ist es zweckmässig, zu Beginn der Messung ausser dem anvisierten Objekt noch Teile des Umfeldes in das bzw. die Messfelder abzubilden.
Während der Messung werden dann Messfeld und Objekt mehr und mehr in bezug auf ihre Grösse aneinander angeglichen.
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das Messfeld bei konstantem Abbildungsmassstab allmählich oder in Stufen, u. zw. motorisch-automatisch oder von Hand verändert. Es ist sogar möglich, dabei so zu verfahren, dass das Messfeld während der Messung völlig zusammenschrumpft. Eine Fehleinstellung Ist dabei nicht zu erwarten, da der Entfernungsmesser auf diese Weise immer unempfindlicher wird und praktisch den bei optimaler Messfeldgrösse gewonnenen Einstellwert beibehält. Sofern das Objekt gegen strukturlosen Hintergrund, z. B. gegen den Himmel anvisiert wird, ist diese Arbeitsweise nicht notwendig, da ein im Messfeld zur Wirkung kommender Anteil des Hintergrundes dann die Messung nicht fälscht.
Das gleiche ist der Fall, wenn beabsichtigt ist, den Entfernungsmesser automatisch auf eine mittlere Entfernung von im Messfeld befindlichen Objekten einzustellen.
Unter diesen Bedingungen stellt sich der Entfernungsmesser richtig ein, und das Kameraobjektiv erzeugt in der Auffangfläche ein scharfes Objektbild. Das früher übliche subjektive Einstellprinzip nach dem Schnittbild- bzw. Mischbildverfahren wird also durch ein automatisch arbeitendes objektives ersetzt.
Besonders geeignet ist das erfindungsgemässe Verfahren für Laufbild- und Fernsehkameras, bei denen häufig der Wunsch besteht, das Objektiv laufend auf ein sich näherndes oder entfernendes Objekt scharf einzustellen.
In den Zeichnungen ist der Gegenstand der Erfindung an Hand von vier Ausführungsbeispielen schematisch veranschaulicht.
Fig. l ist ein Schema eines vereinfachten Funktionsmusters. Die Fig. 2a und 2b erläutern den automatischen Einstellungsvorgang an Hand eines Sucherbildes, Fig. 4 zeigt eine Ausführungsvariante der erfindungsgemässen Vorrichtung zur automatischen Entfernungsmessung bzw. Einstellung, die Fig. 3a und 3b erläutern den Einstellvorgang an Hand des Sucherbildes, Fig. 5 zeigt Einzelheiten der Elektrodenanordnung der Photowiderstände, Fig. 6 veranschaulicht ein weiteres Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes, die Fig. 7 a und 7b zeigen die zu diesem Ausführungsbeispiel gehörenden Sucherbilder, Fig. 8 ist das
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Schema einer weiteren Ausführungsvariante, die Fig. 9a und 9b erläutern den Messvorgang an Hand von
Sucherbildern und Fig. 10 zeigt ein Detail der Vorrichtung in grösserem Massstab.
Die Fig. l, welche sinnfällig den Grundgedanken des erfindungsgemässen Verfahrens zum Ausdruck bringt, zeigt die beiden Messstrahlengänge mit den Objektivlinsen 1 und 2, den Rechteckblenden 3, 4 und den Photowiderständen 5, 6, die Licht von den Objektbildern 7, 8 empfangen. Zum Zwecke des Parallaxenausgleichs kann die Objektivlinse 2 mittels der an der Fassung 9 befestigten Zahn- stange 10, dem Zahnrad 11, dem Schneckenrad 12 und der durch den Motor 14 angetriebe- nen Schnecke 13 parallel zur Rechteckblende 4 verschoben werden. Jeder Stellung der Linse 2 entspricht eine bestimmte Objektentfernung, die an der Skala 15 aus der Stellung des Zeigers 16 abgelesen werden kann.
Der zur Durchführung des Verfahrens erforderliche Sucher ist im Beispiel als Newtonsucher mit den beiden Negativlinsen 17, 18 und dem Okular 19 dargestellt. Die Negativlinse 18 ist in bekannter
Weise randverspiegelt, um die Messfeldbegrenzungsmaske 20, die der Rechteckblende 3 entspricht, in den Sucherstrahlengang nach dem Prinzip des Albadasuchers einzuspiegeln.
Die elektrische Schaltung umfasst zunächst eine Brückenanordnung, in deren einem Zweig sich die
Photowiderstände 5,6 und in deren anderem Zweig sich der einstellbare Widerstand 21 und der Fest- widerstand 22 befinden. Sie wird durch die Batterie 23 mit Strom versorgt. Die in den Verzwei- gungspunkten zwischen den Photowiderständen 5,6 und dem Widerstand 21 und dem Festwiderstand
22 auftretende Diagonalspannung wirkt auf die komplementären Schalttransistoren 24 und 25, die je nach der Polarität der Diagonalspannung über die Emitter- Kollektorstrecke den Motor 14 entweder mit der Batterie 26 oder der Batterie 27 verbinden und Rechts- oder Linkslauf des Motors bewirken.
Der automatische Einstellvorgang wird an Hand der Fig. 2a und 2b erläutert. Fig. 2a zeigt das Sucher- bild mit dem Messfeld 7', das durch die Blende 3 rechteckig begrenzt wird. Fig. 2b zeigt das im all- gemeinen parallaktisch abweichende Bild des zweiten Messstrahlenganges mit eingetragener Umrandung des Messfeldes 8'. Während des Messvorganges verstellt sich 8'so lange, bis es in die gleiche Lage wie 7'kommt. Mit Hilfe der Photowiderstände 5. 6 werden die Objektbilder 7,8 photometriert.
Weist das anvisierte Objekt, in diesem Fall die Hauskante, einen deutlichen Hell-Dunkelsprung auf, so ist der Unterschied in der Integralhelligkeit der beiden Objektbilder 7,8 eindeutig parallaxenabhän- gig. Die Brückenanordnung 5,6, 21,22 wird mit dem Widerstand 21 derart justiert, dass sie sich bei annähernd gleicher integraler Beleuchtungsstärke auf den Photowiderständen 5,6 im Gleichge- wicht befindet, bei abweichender Beleuchtungsstärke jedoch eine als Steuerspannung für den Motor 14 wirkende Diagonalspannung liefert. Wie bereits beschrieben, wirkt sie auf die Schalttransistoren 24,25 in der Weise, dass der Motor 14 die Abgleichstellung herbeiführt. Als Ergebnis dieses Einstellvorganges kann die Entfernung des Objekts, in diesem Fall der Hauskante, mit dem Zeiger 16 an der Skala 15 abgelesen werden.
Offensichtlich versagt das Funktionsmuster nach Fig. l bei Objekten, deren Ausdehnung die der Öff- nung der Rechteckblende wesentlich unterschreitet. Solche Verhältnisse liegen insbesondere vor, wenn, wie in Fig. 3a und 3b dargestellt, auf die Entfernung eines schlanken Objektes, etwa eines Baumstammes, eingestellt werden soll. Die Breite dieses Stammes sei wesentlich kleiner als die Breitenausdehnung der
Messfelder 7'bzw. 8'. Um die Messgenauigkeit zu erhöhen, ist es zweckmässig, die Öffnung der Recht- eckblende in der durch die gestrichelten Linien 7a bzw. 7b angedeuteten Weise einzuschränken.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, die Öffnungen der Rechteckblenden 3, 4 durch
Trennlinien 28,29 in zwei Hälften zu teilen, die getrennt durch insgesamt vier Empfänger photome- triert werden. In diesem Fall ist lediglich darauf zu achten, dass die Trennlinie 28 das Messobjekt, d. h. den Baumstamm, durchsetzt.
Eine für geteilte Messfelder nach dem erfindungsgemässen Verfahren anwendbare Vorrichtung zur
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reellen Objektbilder 7, 8 erscheinen. Zur Bildteilung sind die Prismen 30,31 vorgesehen, die im Verein mit den Linsen 32,33 und 34,35 auf zweigeteilten Photowiderständen 5a, 6a je zwei benachbarte Bilder 36,37 bzw. 38,39 der Eintrittspupille, d. h. der Öffnungen von 1 bzw. 2, entwerfen.
Mit der dargestellten optischen Anordnung ist es möglich, die Breite der Messfelder ohne Beeinflussung der Ausleuchtung der Photowiderstände 5,6 zu variieren. Für diesen Zweck ist der Hebelmechanismus 40, 41 bestimmt, der durch den Triebknopf 42 und das Zahnrad 43 betätigt werden kann.
Durch Drehung von 42 werden nicht nur die durch die Rechteckblenden 3 und 4 begrenzten Messfel-
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der in der Breite variiert, sondern auch die Markierung 44 des Messfeldes im Sucher. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Sucher als Fernrohrsucher mit reellem Zwischenbild 45 dargestellt und umfasst ausser dem Objektiv 46 noch die Linsen 47 - 51 zur Zwischenabbildung bzw. Bildaufrichtung, an die sich das Okular 52 anschliesst.
Für den Abgleich ist bei diesem Ausführungsbeispiel in an sich bekannter Weise das Drehkeilpaar 53,54 vorgesehen, dessen Fassungsteile 55,56 für den Antrieb schrägverzahnt sind und gemeinsam über das Kegelrad 57 und das Schneckengetriebe 58, 59 durch den Motor 14 angetrieben werden. Die je mit drei Stromanschlüssen versehenen Photowiderstände 5a und 6a bilden die beiden Zweige einer von den Batterien 26,27 gespeisten Brücke, in deren Diagonalzweig sich das polarisierte Relais 60 befindet. Je nach der Stromrichtung im Relais verbindet es den Schalthebel 61 mit den
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63 und bewirkt so Rechts- oder Linkslauf des Motors.kennbar sind drei kammartig ineinandergreifende metallische Elektrodenraster 64 - 66, die eine auf einer Glasunterlage befindliche Photowiderstandsschicht, z. B. aus Cadmiumselenid, bedecken.
Mit Hilfe der Elektrodenraster 65 und 66 kann jeder Hälfte des Photowiderstandes getrennt Photostrom entnommen werden, der über den äusseren Stromkreis in das gemeinsame Kammraster zurückfliesst.
An Hand der Fig. 3a und 3b wird die Wirkungsweise des Ausführungsbeispieles nach Fig. 4 erläutert.
Da das Objektbild 7 auf den einen Brückenzweig, das Objektbild 8 auf den andern Brückenzweig der von den Photowiderständen 5a und 6a gebildeten Brücke wirkt, ist für den Brückenabgleich das Verhält- nis der mittleren Beleuchtungsstärken links und rechts der durch die Prismenkanten gebildeten Trennlinien 28 bzw. 29 massgebend. Durch die Brücke wird über das polarisierte Relais 60 der Motor 14 in Tätigkeit gesetzt, wenn das Verhältnis der mittleren Beleuchtungsstärken und folglich auch der Hellwiderstände bei den beiden Photowiderständen voneinander abweicht, bis der Abgleich vollzogen ist. Die Abgleichstellung kann wieder dazu benutzt werden, die Objektentfernung an einer nicht gezeichneten Skala abzulesen oder ein Objektiv auf die Entfernung einzustellen.
Der Vorzug der Vorrichtung nach Fig. 4 besteht darin, dass es möglich ist, beliebige, auch schlanke Objekte so anzuvisieren, dass sie in der Mitte des Messfeldes erscheinen, und dass die Messfeldausdehnung der Objektgrösse angepasst werden kann.
Fig. 6 veranschaulicht ein weiteres Ausführungsbeispiel, das sich von den bisher beschriebenen dadurch unterscheidet, dass die von den den parallaktischen Winkel einschliessenden Strahlengängen erzeugten Objektbilder zwei Photozellen in zeitlicher Aufeinanderfolge dargeboten werden. Die optische Anordnung umfasst einen Basisentfernungsmesser mit getrenntem Fernrohrsucher. Der Entfernungsmesser besteht wie übliche Mischbildentfernungsmesser aus dem Lichtteilungswürfel 67 und dem Schwenkspiegel 68, der zur Herstellung des Abgleiches über das Zahnsegment 69 und die Schnecke 70 vom Motor 14 angetrieben wird.
In Einfallsrichtung des Strahlenbüschels 75 folgen auf die Teilungswürfel 67 das Objektiv 71 und die Kondensorlinse 72. Zusätzlich ist der Motor 73 vorgesehen, der die Kegelblende 74 bewegt, die abwechselnd die Lichtstrahlen 75 und 76 der beiden Messstrahlengänge des Entfernungsmessers abdeckt. Diese beiden Strahlengänge erzeugen in der Ebene der Irisblende 77 abwechselnd die beiden Objektbilder 7 bzw. 8. Durch die Kante des Spiegelprismas 78 ist das kreisrunde Messfeld der Irisblende 77 mittengeteilt. Auf diese Weise entstehen zwei Bildhälften, deren Licht über die Spiegel 79,80 den Photozellen bzw. Photowiderständen 5,6 zugeführt wird. Der Fernrohrsucher ist durch die Linsen 81,82 und den Tubus 83 angedeutet. Er ist um eine im Spiegel 84 liegende Achse 85 senkrecht zur Zeichenebene drehbar. Zu diesem Zweck ist der Sucher und der Spiegel 84 auf der Platte 86 montiert.
Durch Drehung des Spiegels 84 mit dem Handgriff 87 kann erreicht werden, dass das Messfeld relativ zum Gesichtsfeld des Suchers in horizontaler Richtung frei verschiebbar ist. Um die Lage dieses Messfeldes im Sucher erkennen zu können. ist der halbdurchlässige Spiegel 87a zur Einspiegelung der Öffnung der Irisblende in den Sucherstrahlengang vorgesehen.
Die Photozellen bzw. Photowiderstände 5,6 erhalten ihre Vorspannung aus der Batterie 88, die ihnen überArbeitswiderstände 89,90 zugeführt wird. Das Nutzsignal wird den Photozellen über Widerstände 91,92 entnommen und über den Kondensator 93 dem Wechselspannungsverstärker 94 zugeführt. Ausgangsseitig ist an den Verstärker der Ringdemodulator 95 angeschlossen, der über die Widerstände 96 - 99 den Motor 14 mit Gleichspannung versorgt. Damit diese Spannung beim Durchgang durch die Abgleichsstellung ihr Vorzeichen wechselt, wird dem Ringdemodulator 95 in bekannter Weise eine zweite konstante Wechselspannung zugeleitet, die in gleicher Weise wie die Nutzspannung im Rhythmus der Verdunkelungsfrequenz der Kegelblende 74 ihr Vorzeichen wechselt.
Sie entsteht durch Induktion in der Spule 100 unter der Wirkung des auf der Achse der Kegelblende 74 rotieren-
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den Permanentmagneten 100a. Diese Hilfsspannung wird im Verstärker 101 so weit verstärkt, dass sie die Nutzspannung übersteigt. Wie bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel erhält die Verstärkeranordnung dadurch die Eigenschaft, in eine solche Stellung zu steuern, dass das Verhältnis der mittleren Beleuchtungsstärke der linken zur rechten Bildhälfte beim Objektbild 7 und 8 gleich gross ist, d. h. dass die Objektbilder 7 und 8 praktisch übereinstimmen.
Wieder kann aus dieser Einstellung dann ein Messwert für die Objektentfernung abgelesen werden, oder sie kann dazu benutzt werden, ein Gerät oder das Objektiv einer Kamera auf die Objektentfernung einzustellen.
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geöffneter Blende kann nun der Fall eintreten, dass sich ausser dem anvisierten Objekt, im Beispiel einer Person, noch weitere Gegenstände, z. B. ein Baum, im Messfeld befinden. Die Automatik zeigt dann einen Mittelwert der Entfernung von denjenigen im Messfeld befindlichen Objekten an, die sich in ihrer Helligkeit vom Hintergrund abheben.
Anderseits ist es unzweckmässig, das Messfeld von vornherein auf das anvisierte Objekt zu beschränken, da der Entfernungsmesser anfänglich stark verstellt sein kann, so dass Fehleinstellungen möglich sind.
Um diese Möglichkeiten auszuschalten, wird in Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, die Grö- sse des Messfeldes während der Messung von einem Grösstwert beginnend allmählich zu verkleinern. Für diesen Zweck ist der Motor 102 vorgesehen, auf dessen Achse sich das Zahnrad 103 befindet, das die Fassung der Irisblende 77 über eine aussen angebrachte Zahnteilung verstellt. Die Verkleinerung der Irisblende 77 kann so weit getrieben werden, dass das Messfeld die Objektgrösse unterschreitet oder in der Grenze sogar Null wird. Die Automatik wird bei abnehmender Messfeldgrösse immer unempfindlicher und bleibt schliesslich auf einer bei einer mittleren Messfeldgrösse gewonnenen Einstellung stehen.
Bei dieser Einstellmethode wird immer eine dem Objekt optimal angepasste Messfeldgrösse durchlaufen, wodurch eine grosse Einstellgenauigkeit erreicht wird. Durch weitere, nicht dargestellte Mittel wird nach beendeter Einstellung die Irisblende 77 wieder für die nächste Messung geöffnet. An Stelle der Photozellen bzw. Photowiderstände S, 6 können mit Vorteil auch Sekundäremissionsphotozellen Anwendung finden. Beide Empfängerarten haben den Vorteil der Trägheitslosigkeit und gewährleisten deshalb eine hohe Einstellgeschwindigkeit.
Das in Fig. 8 dargestellte vierte Ausführungsbeispiel des erfindungsgemässen Verfahrens verwendet das in Kameras oft benutzte Einstellprinzip des Schärfenindikators. Bei diesem Prinzip bedient man sich ablenkender Keile in der Einstellebene und beobachtet ihre Wirkung auf die auf die Keilflächen entfallenden Bildteile. Keine Bildablenkung tritt ein, wenn die Symmetrieebene der Keile mit der Einstellebene zusammenfällt.
In Anwendung dieses Prinzips weist der automatische Entfernungsmesser nach Fig. 8 ein in axialer
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ebene der Ablenkkeile 106,107 auf den Photowiderstand 5a abgebildet.
Für den Fall, dass die auf die Keilflächen entfallenden Bildteile nicht mit der Symmetrieebene zusammenfallen, erzeugen die Linsen auf dem Photowiderstand 5a parallaktisch gegeneinander versetzte Objektbilder 7,8. Dadurch, dass die Ablenkkeile 106, 107 an der Blattfeder 105 befestigt sind, können sie in der durch den Pfeil 112 angedeuteten Richtung parallel zur Schärfenebene schwingen.
Die Objektbilder 7,8 werden infolgedessen dem Photowiderstand 5a in zeitlicher Aufeinanderfolge dargeboten. Wie in Fig. 5 dargestellt, hat der Photowiderstand 5a die drei Stromanschlüsse zu den Elektrodenrastern 64 - 66. An 65 und 66 ist die Batterie 23 angeschlossen. Bei der Benutzung des Entfernungsmessers kann dann bei 64 über den Kondensator 93 immer dann eine Wechselspannung entnommen werden, wenn die Schärfenebene des Objektivs 104 nicht mit der Symmetrieebene der Ablenkkeile 106,107 zusammenfällt. Wie bei dem Beispiel nach Fig. 6 wird die bei ständiger Schwingung der Ablenkkeile 106,107 auftretende Wechselspannung im Wechselspannungsverstärker 94 so weit verstärkt, dass sie nach Gleichrichtung im Ringdemodulator 95 den Motor 14 steuern kann, dem sie über die Widerstände 96 - 99 zugeführt wird.
Damit die dem Motor 14 zugeführte Gleichspannung beim Durchgang der Schärfenebene durch die Keilebene ihre Polarität wechselt, wird wieder eine konstante Hilfsspannung gleicher Frequenz benötigt, die dem Oszillator 113 entnommen und dem Ringdemodulator 95 gleichfalls zugeleitet wird. Ebenfalls aus dem Oszillator 113 wird der Elektromagnet 114 mit der Wicklung 115 gespeist, so dass die Blattfeder 105 im Rhythmus der Oszillatorfrequenz schwingt.
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Würde das Bild, das am Ort des Photowiderstandes 5a entsteht, auf einer Mattscheibe aufgefangen, so würden zu verschiedenen Zeitpunkten die in den Fig. 9a und 9b dargestellten Bewegungszustände sichtbar werden. Die beiden Figuren machen deutlich, dass sich bei dem anvisierten Objekt durch die Wirkung der Ablenkkeile 106,107 zu jedem Zeitpunkt ein anderes Helligkeitsverhältnis der linken zur rechten Bildhälfte innerhalb der Begrenzung von 7'einstellt. Dieser ständige Wechsel der Helligkeitsverteilung ist die Ursache für das Entstehen der Photowechselspannung, mit deren Hilfe nach der Erfindung das Objektiv 104 fokussiert werden kann. Der für die Einstellung auf das Objekt weiterhin benötigte Sucher ist bei diesem Beispiel nicht mit dargestellt, da mögliche Bauformen bereits bei den vorhergehenden Beispielen besprochen sind.
In bekannter Weise kann der Sucher- und Messstrahlengang auch aus dem Aufnahmestrahlengang ausgespiegelt sein. Das Aufnahmeobjektiv übernimmt dann die Funktion des Objektivs 104.
Neuere Bauformen von Kameras sind gelegentlich mit Einstellscheiben versehen, die teilweise mattiert, teilweise mit einem Schärfenindikator versehen sind. Es werden also zwei Prinzipien der Scharfeinstellung bzw. Entfernungsmessung gleichzeitig angewendet. Diese Kombination beruht auf der Erfahrung, dass es Objekte geringen Kontrastes mit deutlicher Feinstruktur gibt, die sich bequemer mit Mattscheibe einstellen lassen, während strukturlose Objekte, die sich deutlich von der Umgebung abheben, besser mit einem nach dem Schnittbild- oder Mischbildprinzip arbeitenden Entfernungsmesser eingestellt werden. In Anwendung dieser Erkenntnis wird vorgeschlagen, das erfindungsgemässe Verfahren mit andern automatischen oder nichtautomatischen Verfahren der Entfernungsmessung zu kombinieren.
Man kann z. B. bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 6 den aus dem Schwenkspiegel 68 und dem Lichtteilungswürfel 67 bestehenden Mischbild-Entfernungsmesser mit Hilfe teildurchlässiger Spiegel gleichzeitig oder mit einschwenkbaren Spiegeln vor oder nach der automatischen Einstellung für eine subjektive Kontrollmessung benutzen. Es sind aber auch Kombinationen verschiedener automatischer Entfernungsmesser denkbar, bei denen die benutzten Bauteile für zwei verschiedene Einstellprinzipien angewendet werden können.
Fig. 10 zeigt in Sonderheit, wie der aus der Ablenkkeilen 106 und 107 bestehende Schärfenindikator des Ausführungsbeispieles nach Fig. 8 abgeändert werden kann, um neben der erfindungsgemässen Wirkungsweise gleichzeitig als bewegtes Kammraster nach dem eingangs zitierten bekannten Einstellverfahren zu wirken. Nach Fig. 10 werden die Ablenkkeile 106 und 107 je in zwei gleich stark wirkende Keile 106a und 106b sowie 107a und 107b aufgespalten. Diese Keile sind auf eine durchsichtige Scheibe 116 aufgekittet, die beiderseits die gegeneinander versetzten, undurchsichtigen, als Kammraster 117, 118 wirkenden Streifen trägt.
Wird diese Einstellscheibe an der Blattfeder 105 befestigt und in dem in Fig. 8 durch den Pfeil 112 angedeuteten Sinne hin und her bewegt, so modulieren die Kammraster 117 und 118 zusätzlich das Licht beiderseits der Schärfenebene und geben so Anlass zu einer weiteren Wechselstromkomponente, die auch bei ausgedehnten Objekten mit sehr feiner Struktur eine automatische Entfernungsmessung ermöglicht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Bestimmung des Parallaxwinkels zwischen zwei Strahlengängen, mittels derer das durch den Sucher einer photographischen Kamera anvisierte Objekt auf photoelektrische Empfänger abgebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur selbsttätigen Entfernungsmessung die bei unterschiedlicher Helligkeitsverteilung der beiden Abbildungen eine Spannungsdifferenz erzeugenden photoelektrischen Empfänger (5,6, 21,22) unter Zwischenschaltung einer Verstärkereinrichtung (24,25) bzw. einer Relaisanordnung (60-63) mit einem zum Einstellen der dem anvisierten Objekt zugeordneten Parallaxe dienenden Verstellmotor (14 bzw. 59) zwecks Steuerung elektrisch verbunden sind.