[go: up one dir, main page]

AT250908B - Verfahren zur Herstellung von Natriumtrimetaphosphat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Natriumtrimetaphosphat

Info

Publication number
AT250908B
AT250908B AT202765A AT202765A AT250908B AT 250908 B AT250908 B AT 250908B AT 202765 A AT202765 A AT 202765A AT 202765 A AT202765 A AT 202765A AT 250908 B AT250908 B AT 250908B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
sep
salt
sodium
ammonia
trimetaphosphate
Prior art date
Application number
AT202765A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Adolf Dr Rohlfs
Heinz Schmidt
Original Assignee
Albert Ag Chem Werke
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Albert Ag Chem Werke filed Critical Albert Ag Chem Werke
Priority to AT202765A priority Critical patent/AT250908B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT250908B publication Critical patent/AT250908B/de

Links

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von Natriumtrimetaphosphat 
Es ist bekannt, dass beim Erhitzen von Mononatriumphosphat unter Abgabe von Wasser über das saure
Pyrophosphat ein wasserunlösliches Polyphosphat, das sogenannte Maddrellsche Salz, entsteht. Durch
Erhitzen auf Temperaturen zwischen 505 und 6070 C, vorzugsweise zwischen 550 und 6070 C, geht dieses
Salz in einer technisch annehmbaren Zeit in das wasserlösliche Natriumtrimetaphosphat    (NaP0) über.  
Diese Umwandlung erfolgt also in einem engen Temperaturbereich. Dieser kann in einer einfachen, für die kontinuierliche Herstellung geeigneten Vorrichtung, beispielsweise in einem im Inneren gasbeheizten
Drehrohrofen, nur schwierig eingehalten werden. Wird die genannte Mindesttemperatur nicht erreicht, so findet keine vollständige Umwandlung des Maddrellschen Salzes statt.

   Wird jedoch die Schmelztemperatur, die bei etwa 6200 C liegt, überschritten, so entstehen kettenförmige hochkondensierte Phosphate. 



   Nach einem andern bekannten Verfahren gelangt man zu kristallinem wasserfreiem Natriumtrimetaphosphat, indem man geschmolzenes Natriumhexametaphosphat (Grahamsches Salz) abkühlt. Die Abkühlung muss dabei sehr langsam erfolgen, da sich das Trimetaphosphat nur in dem genannten engen Temperaturbereich bildet. 



   Im Hinblick auf diese Schwierigkeiten hat man auch schon ein Gemisch von Natrium- und Kaliumtrimetaphosphat, das zwischen etwa 12 und etwa 53   Gew. -0/0   als Kaliumsalz enthält, statt des reinen Natriumtrimetaphosphats hergestellt. Dieses Verfahren soll den besonderen Vorteil haben, dass das Endprodukt nur noch geringe, zwischen 0, 5 und etwa   10/0 liegende   Beimengungen von wasserunlöslichem Polyphosphat enthält. 



   Es ist weiter bekannt, dass man die   Bildungsgeschwindigkeit von Tripolyphosphatoder   höheren Homologen aus Orthophosphat erheblich steigern kann, wenn man dem Ausgangsgemisch noch mindestens   lGew.-"/o   eines oder mehrerer Nitrate zusetzt. Als geeignete Nitrate werden die Alkalinitrate, besser aber Erdalkalinitrate, Aluminium- oder Ammoniumnitrat angegeben. 



   Es ist schliesslich bekannt, Gemische von stöchiometrischen Mengen von Dinatriumhydrogenphosphat und Ammoniumnitrat zu erhitzen. Das Reaktionsprodukt enthält etwa die Hälfte des Natriums in Form von Natriumnitrat und die andere Hälfte in Form von Trimetaphosphat, das mit Maddrellschem Salz verunreinigt ist. Zu diesem Verfahren bemerken Karbe und Jander in den Kolloid-Beiheften, Band 54 [1942], S. 35, folgendes : "Wie bei allen genannten Verfahren ist jedoch auch hier die Menge des gebildeten unlöslichen Maddrellschen Salzes von Fall zu Fall auch unter Einhaltung scheinbar gleicher äusserer Bedingungen sehr verschieden. Im allgemeinen erhält man jedoch eine ganz gute Ausbeute an Trimetaphosphat."
Es wurde nun überraschend gefunden, dass man in einfacher Weise ein praktisch reines Natriumtrimetaphosphat erhalten kann.

   Erfindungsgemäss erhitzt man ein Gemisch von Natriumdihydrogenphosphat    (NaH PO4)   mit mindestens 0, 5%, bezogen auf das Gewicht des Natriumdihydrogenphosphats, eines Salzes aus einer höchstens zweibasischen anorganischen Säure, vorzugsweise der Salpetersäure, und Ammoniak oder eines Salzes aus der genannten höchstens zweibasischen anorganischen Säure und einer beim Erhitzen Ammoniak liefernden Verbindung, oder eines Gemisches solcher Salze auf Temperaturen zwischen 3000 C und dem Schmelzpunkt des Reaktionsgemisches. Im allgemeinen liegt die Temperatur unterhalb 6100 C und vorzugsweise zwischen 400 und 5500 C. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Ammoniumsalze werden zweckmässig in einer Menge von 1, 5 bis 10, vorzugsweise von 2 bis
6   Gew. -0/0   verwendet. Es können aber auch grössere Mengen, z. B. 20   Gel.-%   zugesetzt werden. Geeignete Ammoniumsalze sind z. B. das Ammoniumchlorid, Ammoniumcarbonat, Ammoniumsulfat oder Ammoniumpersulfat, vor allem aber das Ammoniumnitrat. Geeignete Ammoniak liefernde Verbindungen sind z. B. Harnstoff und Guanidin. Auch Gemische mehrerer Salze können verwendet werden. Naturgemäss ist die Verwendung von solchen Salzen bevorzugt, die unter den Reaktionsbedingungen ganz zu gasförmigen Produkten zersetzt werden. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren konnte aus dem bekannten Stand der Technik auch deswegen nicht hergeleitet werden, weil die Ammoniumverbindungen, soweit sie bei bekannten Verfahren in katalytischen Mengen verwendet werden, zur Beschleunigung der Bildung von kettenförmigen Phosphaten und nicht etwa von ringförmigen Phosphaten zugesetzt worden sind. Ausserdem wird in der deutschen Patentschrift Nr. 966681 ausdrücklich angegeben, dass Nitrate bei der Herstellung von saurem Natriumpyrophosphat nicht katalytisch wirken. Da aber Natriumdihydrogenpyrophosphat eine Zwischenstufe bei der Herstellung von Natriumtrimetaphosphat ist, war die katalytische Wirkung gerade der erfindungsgemäss vorgeschlagenen Verbindungen bei dem Verfahren nicht vorauszusehen.

   Die Tatsache, dass sie sich zur Beschleunigung der Bildung von ringförmigem Natriumtrimetaphosphat besonders eignen, ist daher in hohem Masse überraschend, umsomehr, als die Herstellung des   Kalium-und Ammoniumtrimetaphosphats   in analoger Weise nicht möglich ist. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren kann sowohl diskontinuierlich als auch kontinuierlich in hiefür ge-   eigneten, z.   B. an sich bekannten Apparaturen, ausgeführt werden. Beispielsweise kann man im Drehrohrofen, mit besonderem Vorteil aber im Sprühturm, arbeiten. Vielfach setzt man die katalytisch wirksame Verbindung einer wasserhaltigen Schmelze von Natriumdihydrogenphosphat zu, die z. B. durch Schmelzen des Dihydrats erzeugt werden kann. Man kann aber auch das Gemisch von Natriumdihydrogenphosphat und der wirksamen Verbindung, z. B. Ammoniumnitrat, bei einer relativ niedrigen Temperatur zu einem festen Produkt,   z. B.   durch Versprühen, verarbeiten und dieses dann in Natriumtrimetaphosphat umwandeln. 



   Nach der Erfindung kann man ein Produkt erhalten, das ein praktisch   zigues   Natriumtrimetaphosphat ist, das auch keine oder nur geringe Spuren von Maddrellschem Salz enthält. Unter optimalen Be- 
 EMI2.1 
 waren die   1'eigen   wässerigen Lösungen der Reaktionsprodukte immer noch trüb. Dagegen wurde schon   beim Erhitzen des Ausgangsmaterials, dem 2 Gew. -0/0 NH NO zugesetzt war, innerhalb 22 min von 100 auf 4500 C ein von Maddrell-Salz freies, d. h. vollkomnfen 1dar wasserlösliches Trimetaphosphat er-   halten. 



   Beispiel 2 : In der folgenden Tabelle sind die Ergebnisse zusammengestellt, die beim Erhitzen   eines Gemisches von 24, 2 g NaH PO mit den angegebenen Mengen des Zusatzstoffes während 1 h bei 4000 C erhalten werden.   
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Zusatzstoff <SEP> % <SEP> Unlösliches <SEP> 
<tb> a) <SEP> kein <SEP> Zusatzstoff <SEP> 63
<tb> b) <SEP> 0, <SEP> 12 <SEP> g <SEP> Ammonnitrat <SEP> 4
<tb> c) <SEP> 0, <SEP> 24 <SEP> g <SEP> Ammonnitrat <SEP> 1, <SEP> 5 <SEP> 
<tb> d) <SEP> 0, <SEP> 48 <SEP> g <SEP> Ammoiinitrat <SEP> O
<tb> e) <SEP> 1, <SEP> 28 <SEP> g <SEP> Ammonchlorid <SEP> 4. <SEP> 6 <SEP> 
<tb> f) <SEP> 0, <SEP> 95g <SEP> Ammonsulfat <SEP> 5, <SEP> 3 <SEP> 
<tb> g) <SEP> 0, <SEP> 97gAmmoncarbonat <SEP> 7, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> h) <SEP> 0, <SEP> 97 <SEP> g <SEP> Harnstoffnitrat <SEP> 2, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> i) <SEP> 1, <SEP> 99 <SEP> g <SEP> Guanidincarbonat <SEP> 5, <SEP> 2 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI2.3 
 erheblich verbessern. 



   Beispiel 3 : 24, 0 g Mononatriumorthophosphat werden mit 0, 96 g Ammonnitrat und 0. 4 g Harn- 

 <Desc/Clms Page number 3> 

 stoffnitrat intensiv verrieben und anschliessend 1 h auf   450    C erhitzt. Es werden 19, 45 g eines klarlöslichen reinen Natriumtrimetaphosphats erhalten. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
 EMI3.1 
 Natriumdihydrogenphosphat mit mindestens   0, 50/0,   und im allgemeinen unter   20%,   bezogen auf das Gewicht des Natriumdihydrogenphosphats, eines Salzes aus einer höchstens zweibasischen anorganischen Säure und Ammoniak oder eines Salzes aus der genannten Säure und einer beim Erhitzen Ammoniak liefernden Verbindung oder eines Gemisches solcher Salze auf Temperaturen zwischen 3000 C und dem Schmelzpunkt des Reaktionsgemisches erhitzt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Salz aus einer höchstens zweibasischen anorganischen Säure und Ammoniak oder aus der genannten Säure und einer beim Erhitzen Ammoniak liefernden Verbindung oder das Gemisch solcher Salze in einer Menge von 1, 5 bis 1 Olo, vorzugsweise von 2 bis 6%, bezogen auf das Gewicht des Natriumdihydrogenphosphats, eingesetzt wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gemisch auf eine Temperatur zwischen 300 und 6100 C, vorzugsweise zwischen 400 und 5500 C, erhitzt wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein solches Salz des Ammoniaks oder einer beim Erhitzen Ammoniak liefernden Verbindung verwendet wird, das unter den Reaktionsbedingungen ganz zu gasförmigen Produkten zersetzt wird. EMI3.2 wasserhaltigen Schmelze des Natriumdihydrogenphosphats zugesetzt wird.
    7. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren in einem Sprühturm ausgeführt wird.
AT202765A 1965-03-08 1965-03-08 Verfahren zur Herstellung von Natriumtrimetaphosphat AT250908B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT202765A AT250908B (de) 1965-03-08 1965-03-08 Verfahren zur Herstellung von Natriumtrimetaphosphat

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT202765A AT250908B (de) 1965-03-08 1965-03-08 Verfahren zur Herstellung von Natriumtrimetaphosphat

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT250908B true AT250908B (de) 1966-12-12

Family

ID=3526217

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT202765A AT250908B (de) 1965-03-08 1965-03-08 Verfahren zur Herstellung von Natriumtrimetaphosphat

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT250908B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1567674C3 (de) Wasserunlösliche Ammoniumpolyphosphate
DE1567822C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumpolyphosphat enthaltendem Ammoniumphosphat mit selbstrnaskierenden Eigenschaften
AT250908B (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumtrimetaphosphat
DE1567661A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Polyphosphaten
DE1940688A1 (de) Streu- und lagerfaehiges Calciumnitrat-Harnstoff-Duengesalz
DE1767547B1 (de) Verfahren zur Herstellung eines wasserloeslichen NP-Duengemittels
CH497341A (de) Verfahren zur Herstellung von Metall- und Ammoniumfluorphosphaten bzw. Gemischen davon
DE1216265B (de) Verfahren zur Herstellung von Natriumtrimetaphosphat
AT204054B (de) Verfahren zur Herstellung eines Harnstoff und Ammonsulfat enthaltenden Düngemittels
DE965126C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyphosphaten, insbesondere Natriumtripolyphosphat
DE1767655A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Ammoniumpolyphosphat
DE873392C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Mehrstoffduengemittel mit einem Gehalt anMetallsalzen
DE4012796A1 (de) Verfahren zur herstellung von aktivierungsmitteln fuer die zinkphosphatierung
DE932189C (de) Verfahren zur Herstellung von Mischduengern
DE950911C (de) Verfahren zur Herstellung von festen Polymerisationsprodukten der Blausaeure
DE2437748A1 (de) Verfahren zur herstellung von kaliumphosphat bzw. -polyphosphat
AT223216B (de) Verfahren zur Herstellung eines zusammengesetzten stickstoff-, kalk- und phosphathaltigen Kunstdüngers
DE564133C (de) Verfahren zur Verarbeitung von Rohphosphataufschlussloesungen
AT267558B (de) Verfahren zur Herstellung von festen Ammoniumphosphaten bzw. von solche enthaltenden Düngemitteln
DE700921C (de) Verfahren zur Herstellung von Duengemitteln
DE1022566B (de) Verfahren zur Herstellung von Stickstoff-Phosphorsaeure-Verbindungen
DE1944716C3 (de) Ammoniumpolyphosphat, Verfahren zu seiner Herstellung und seine Verwendung in einer Detergentienmasse
DE876401C (de) Verfahren zur Herstellung von kristallisiertem neutralem Ammoniumpyrophosphat
AT202576B (de) Verfahren zur Herstellung eines Düngemittels
DE569207C (de) Verfahren zur Herstellung von streufaehigen und lagerbestaendigen Nitrophosphaten