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AT228137B - Verfahren zur Rückgewinnung der nach dem Beizen von Metallen im Spülwasser enthaltenen ausgeschleppten Beizsäure - Google Patents

Verfahren zur Rückgewinnung der nach dem Beizen von Metallen im Spülwasser enthaltenen ausgeschleppten Beizsäure

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Publication number
AT228137B
AT228137B AT442760A AT442760A AT228137B AT 228137 B AT228137 B AT 228137B AT 442760 A AT442760 A AT 442760A AT 442760 A AT442760 A AT 442760A AT 228137 B AT228137 B AT 228137B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
pickling
rinsing
water
acid
rinsing water
Prior art date
Application number
AT442760A
Other languages
English (en)
Inventor
Othmar Ing Ruthner
Original Assignee
Othmar Ing Ruthner
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Othmar Ing Ruthner filed Critical Othmar Ing Ruthner
Priority to AT442760A priority Critical patent/AT228137B/de
Application granted granted Critical
Publication of AT228137B publication Critical patent/AT228137B/de

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  • Cleaning And De-Greasing Of Metallic Materials By Chemical Methods (AREA)

Description


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  Verfahren zur Rückgewinnung der nach dem Beizen von Metallen im Spülwasser enthaltenen ausgeschleppten Beizsäure 
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Rückgewinnung der nach dem Beizen von Metallen im Spülwasser enthaltenen ausgeschleppten Beizsäure und beseitigt die bisher bestehenden Schwierigkeiten bei Vernichtung oder   Unschädlichmachung   der Spülabwässer. 
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 den bekannten Belzanlagenanlage, wo die an der Oberfläche des Beizgutes noch anhaftende Beizsäure entfernt wird. Bei der Spülung des Gutes   tällt   eine der Menge des eingesetzten Wassers entsprechend verdünnte Beizsäure an, die wegen ihres   Eisen- und Säuregehaltes   nicht ohne weiteres in den Kanal abgelassen werden kann. Bisher erfolg- te die Beseitigung dieser Spülabwässer durch Neutralisation mit Kalk.

   Das neutralisierte Wasser wird vom   Neutralisatlol1sschlamm   abgetrennt und in den Kanal abgelassen. Die Beseitigung des abgetrennten
Schlammes bleibt aber nach wie vor ein ungelöstes Problem, welches das bekannte Verfahren als wenig ideale Lösung der Spülabwasserfrage erscheinen lässt. Neben diesen technischen Mängeln   bilde\1diehohen  
Anschaffungs- und Betriebskosten sowie der grosse Platzbedarf der zur Durchführung dieses Verfahrens er- forderlichen Anlage einen weiteren Nachteil desselben. 



   Im Gegensatz zu dieser bekannten Arbeitsweise brauchen nach dem erfindungsgemässen Verfahren keine Spülabwässer vernichtet oder unschädlich gemacht werden, es wird sogar verhindert, dass solche überhaupt anfallen. 



   Um dies zu erreichen wird erfindungsgemäss das nach dem Spülen des Beizgutes im Gegenstrom, vorteilhaft in einem mehrstufigen Spülsystem, anfallende, mit Beizsäure angereicherte Spülwasser einge- dampft und dabei in ein metallsalz- und säurehältiges Konzentrat und in reinen Wasserdampf umgewan- delt und das genannte Konzentrat als beizfahige Saure in den Beizbottich und der Wasserdampf nachKondensation in die Spülanlage zurückgeführt. 



   Das Eindampfen des Spülwassers wird dabei im allgemeinen nur bis zur Konzentration der ausgeschleppten Beizsäure getrieben. Es kann jedoch vorteilhaft sein, bis über die ursprüngliche Beizsäurekonzentration hinaus einzudampfen, jedoch nicht so weit, dass sich bereits Eisensalze abscheiden, wie das   z. B.   bei der bekannten Aufbereitung von Beizsaure zu Eisensulfat der Fall ist. Bei dem   erfindungsgemä -     ssen   Verfahren wird   lediglich die ausgeschleppte Beizsäure als solche zurückgewonnen   und nicht eine hochkonzentrierte, eisenarme Restsäure. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren bezieht sich auf die Aufbereitung der nach dem Beizen anfallenden Spülwasser durch deren Destillation. Dabei wird erstens die Beizsäure als solche, zweitens das Spülwasser als destilliertes Wasser zurückgewonnen, so dass ein-und dasselbe Wasser in geschlossenem Kreislauf immer wieder zur Spülung des Beizgutes benutzt wird. 



   Drittens kann die für die Destillation benötigte Wärme aus dem entstehenden Sekundärkopf grösstenteils zurückgewonnen werden. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren wird an Hand der Zeichnung näher erläutert, in welcher ein Aus-   fuhrungsbeispieleiner Aniage   zum Beizen und Spülen des Beizgutes verbunden mit einer Anlage zur Aufbereitung des Spülwassersdargestellt ist. 



   Es bezeichnet 1 das   Beizgut, welches   beispielsweise ein kontinuierlich bewegtes Band oder Drahtsein kann und in der ersten Verfahrensstufe in der Richtung des Pfeiles A eine Beizanlage 2 und eine ihr nachgeschaltete   Spülanlage3 durchläuft, die   im vorliegenden Falle dreistufig ausgebildet ist, wobei das Spülwasser entgegengesetzt zur Bewegungsrichtung des Beizgutes von Stufe zu Stufe geführt wird. Die Spül- 

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 anlage-wird vorteilhaft zwei-bis vierstufig ausgebildet, da bei dieser Art der Spülung mit einer verhält-   nismässig,   geringen   Spulwassermenge   das Auslangen gefunden werden kann. Es kann aber   selbstverständ -   lich auch nur mit einer Stufe bzw. mit mehr als vier Stufen gearbeitet werden.

   Durch das Gegenstrom- prinzip reichert sich das Spülwasser mit Beizsäure an, so dass bei der eingesetzten Spülungsartnureinege-   ) ringe Spuiwassermenge   in schon vorkonzentrierter Form anfällt. 



   In der zweiten Verfahrensstufe wird das in der ersten Stufe mit Beizsäure angereicherte Spülwasser über eine Pumpe 4 in einen Verdampfer 5 geleitet, wo es durch Verdampfen aufgearbeitet wird. Dadurch tritt eine Konzentrierung der im Spülwasser enthaltenden Beizsäure, vornehmlich bis zur ursprünglichen   Beizsäurekonzentration   oder darüber hinaus ein. Das Beizsäurekonzentrat   fliesstalswiederbeizfähige Säu -   ) re aus dem unteren Teil des Verdampfers 5 über die Leitung 6 in den Beizbottich 2 zurück und wird zu- sammen mit der Beizsäure in einer Regenerationsanlage 7 ohne Abwasseranfall aufgearbeitet. Die abwas - serfreie Aufbereitung geschieht bei schwefelsaurem Beizen durch eine der bekannten Kristallisationsanla- gen, die im Endprodukt zu   isensu1fat-Hepta- oder -Monohydrat führen.

   Salzsaure   Abbeizen können durch andere Verfahren zu wieder beizfähiger Salzsäure und Eisenoxyd ohne Abwasseranfall aufgearbeitet weri den. Auch für Phosphorsäure und andere Beizsäuren sind Aufbereitungsverfahren bekannt. 



   Neben dem Beizsäurekonzentrat fällt als zweites Erzeugnis bei der Destillation des Spülwassers rei- ner Wasserdampf an,   bei dessen Erzeugung, insbesondere bei salzsauren Abbeizen, an den Verdampfer   5 eine entsprechende Rektifizierkolonne angeschlossen sein kann. Der Verdampfer selbst kann als Umlauf- verdampfer, Fallfilmverdampfer oder in irgend einer andern bekannten Form ausgebildet sein. Er ist mit einer Dampferzeugungsanlage,   z. B. einem Dampfkessel 8,   verbunden, aus dem er Dampf bezieht und in den er über einen Kondenstopf 9 das Kondensat   zurückliefert.   



   Der vom Verdampfer gelieferte Wasserdampf des Spülwassers wird zwecks Ausnützung der ihm inne- wohnenden Energie zur Beheizung des Beizbades herangezogen. Er wird in der dritten Verfahrensstufe fiber die Leitung 10 zur indirekten Beheizung des Beizbades in den Wärmetauscher 11 geleitet, durch welchen die Pumpe 12 Beizsäure aus der Anlage 2 treibt. Die erhitzte Beizsäure kehrt durch die Leitung 13 in die
Anlage 2 zurück und der zu Wasser   kondensierteDampfwird über die Leitung   14 derletzten Stufe der Spül- anlage 3 zugeführt. 



   Berücksichtigt man, dass bei den   üblichen Beizanlagen Hochdruckdampf   zur direkten Beheizung des
Beizbades herangezogen wird, so erfordert die vorliegende Anlage mit der Einrichtung zur Spülwasserauf- bereitung nicht wesentlich mehr Energie als die üblichen Anlagen, da die dem Hochdruckdampf zur Ver- dampfung des Spülwassers entnommene Wärme einerseits durch das heisse Beizsäurekonzentrat und ander- seits durch den gebildeten Wasserdampf im Wärmeaustauscher 11 an das Beizbad abgegeben. wird. 



   Das einmal zur Spülung eingesetzte Wasser durchläuft also im geschlossenen Kreislauf,   wie beschrie-   ben, in der ersten Stufe die Gegenstromspülung 3, in der es mit der durch das Beizgut ausgeschleppten
Beizsäure angereichert wird, in der zweiten Stufe eine Destillationsanlage, die im vorliegenden Falle durch den Verdampfer 5 verkörpert wird und   111   der dritten Stute in Form von Dampf den Wärmetauscher
11, in welchem der Dampf zu destilliertem Wasser kondensiert, das in die erste Stufe der Spülung 3 zu- rückfliesst. Es fällt somit kein Wasser an, das kostspielig vernichtet oder in den Kanal abgeführt werden müsste. 



   Falls der Wärmeinhalt des durch die Leitung 10   gefuhrtenDampfes im Wârmetauscher UnîchtvoU-   ständig ausgenutzt werden sollte, können weitere Wärmetauscher angeschlossen werden. Zu diesem
Zwecke kann eine Abzweigleitung 15 vorgesehen sein, die über ein Ventil 16 zu einem   nicht dargestell-   ten Wärmetauscher führt. In gleicher Weise können auch mehrere Abzweigungen vorgesehen sein. 



   Sollten vorübergehend überschüssige Brüden anfallen, können diese in einem weiteren Kondensator
17 ebenfalls zu destilliertem Wasser niedergeschlagen und anderwertig als reines, warmes Wasser imBe- trieb eingesetzt werden. 



   In der Folge wird das erfindungsgemässe Verfahren an einem Zahlenbeispiel erläutert :
Stündlich werden 10. t Warmband in einer mit einer Regenerationsanlage gekoppelten Beizanla-   ge gebeizt. Die Beizsäure hat die konstante Zusammensetzung von 70 g Fe/Liter und 190 g Hz SO 4ft, iter. 



  Beim Übersetzen des Beizgutes in die dreistufige Gegenstromspülung werden von 10 t Beizgut 60 Liter   Beizsäure ausgeschleppt. Dem Beizgut entgegen fliessen 300 Liter destilliertes Wasser, die aus der Kon- densation des verdampften Spülwassers gewonnen werden. Hiebei reichert sich das destillierte Wasser von der dritten bis zur ersten Spülstufe so weit an, dass eine verdünnte Beizsäure mit einem Gehalt von
14 g Fe/Liter und 38 g   HSO/Liter   entsteht. Dieses angereicherte Spülwasser wird aus der ersten Spülstufe in den Verdampfer gepumpt und dabei auf die ursprüngliche Konzentration   derBeizsEureeingedickt.   



  Das Konzentrat fliesst in den Beizbottich zurück und wird, zusammen mit der Beizsäure, in dem ange- 

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 Wasser in die letzte   Spülstufe   der SpUlanlage zurück. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Rückgewinnung der nach dem Beizen von Metallen im Spülwasser enthaltenen ausgeschleppten Beizsäure, dadurch gekennzeichnet, dass das nach dem Spülen des Beizgutes im Gegenstrom, vorteilhaft in einem mehrstufigen Spülsystem, anfallende, mit   Beizsäure angereicherte Spülwasser ein-   gedampft und dabei in ein   metallsalz- und säurehältiges   Konzentrat und in reinen Wasserdampf umgewandelt wird und dass das genannte Konzentrat als beizfähige Säure in den Beizbottich und der Wasserdampf nach Kondensation in die Spülanlage zurückgeführt wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der beim Eindampfen des Spülwassers entstehende Wasserdampf zu Beheizungszwecken, beispielsweise zur Beheizung der Beiz- oder Spülbäder, herangezogen wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Eindampfen von salzsäurehältigen Spülwasser ein Verdampfer mit Rektifikationskolonne zur Erzeugung eines salzsäurefreien, destillierten Wassers verwendet wird.
    4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Spülwasser bis zur Konzentration der Beizsäure oder darüber hinaus unter Vermeidung der Abscheidung von Eisensalzen eingedickt wird.
AT442760A 1960-06-10 1960-06-10 Verfahren zur Rückgewinnung der nach dem Beizen von Metallen im Spülwasser enthaltenen ausgeschleppten Beizsäure AT228137B (de)

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AT (1) AT228137B (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3286763A (en) * 1964-10-19 1966-11-22 Jacoby Process Equipment Co In Recovering heat from a blow evaporator for use in a surface evaporator
EP2470689A1 (de) * 2009-08-25 2012-07-04 Poligrat GmbH Beizverfahren für edelstahl

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3286763A (en) * 1964-10-19 1966-11-22 Jacoby Process Equipment Co In Recovering heat from a blow evaporator for use in a surface evaporator
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