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AT211941B - Ejektoreinrichtung zum Abziehen der Rauchgase in Dampflokomotiven - Google Patents

Ejektoreinrichtung zum Abziehen der Rauchgase in Dampflokomotiven

Info

Publication number
AT211941B
AT211941B AT639958A AT639958A AT211941B AT 211941 B AT211941 B AT 211941B AT 639958 A AT639958 A AT 639958A AT 639958 A AT639958 A AT 639958A AT 211941 B AT211941 B AT 211941B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
steam
section
ejector device
blowpipe
cross
Prior art date
Application number
AT639958A
Other languages
English (en)
Inventor
Oedoen Ing Daboczy
Gyoergy Ing Heller
Egon Ing Janosdeak
Denes Ing Kassai
Istvan Ing Torma
Original Assignee
Nikex Nehezipari Kulkere
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nikex Nehezipari Kulkere filed Critical Nikex Nehezipari Kulkere
Application granted granted Critical
Publication of AT211941B publication Critical patent/AT211941B/de

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Description


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  Ejektoreinrichtung zum Abziehen der Rauchgase in
Dampflokomotiven 
Die Ejektoreinrichtung mit Blasrohr gemäss der Erfindung bezweckt, im Vergleich zu den bekannten mit Blasrohr versehenen Vorrichtungen, den Wirkungsgrad trotz der Kürze des verfügbaren Einbauraumes zu erhöhen und demzufolge den auf den Dampfzylinderkolben der   Dampflokomotive   wirkenden Gegendruck zu vermindern. Infolge Verminderung des Gegendruckes wird die auf den Zughaken der Lokomotive wirkende Zugkraft erhöht, während der Dampfverbrauch der Lokomotive pro indizierte Pferdekraftstunde vermindert wird. 



   Es ist eine, insbesondere bei den älteren Lokomotiven angewandte, Rauchabzugsvorrichtung bekannt, bei welcher ein Blasrohr mit Kreisquerschnitt in der Nähe der Kehle des kegelförmigen Schornsteins mit Kreisquerschnitt angeordnet ist : eine Vorrichtung solcher Anordnung arbeitet mit einem   verhältnismässig   gutem Wirkungsgrad, jedoch können an den modernen Hochleistungslokomotiven bei einer solchen Anordnung die für den Schornstein erforderlichen Abmessungen nicht eingehalten werden, da die Schornsteinlänge nach oben   z. B.   wegen der Tunnel, nach unten wegen der hohen Lage der Kesselmittellinie nicht erhöht werden kann. 



   Gegenwärtig sind vor allem diejenigen Rauchgasabzugsvorrichtungen verbreitet, bei welchen das Blasrohr einen Kreisquerschnitt hat und der Ausströmungsquerschnitt des Blasrohrs zwecks Erzeugung eines langen freien Dampfstrahles sehr tief unterhalb des engsten Schornsteinquerschnitts angeordnet ist und der Schornstein daher nur äusserst kurz bemessen werden kann.

   Mit Vorrichtungen solcher Anordnung ist es sogar bei den modernen Hochleistungslokomotiven möglich, in der Rauchkammer das erforderliche Vakuum zu erzeugen, doch ist der Wirkungsgrad dieser Vorrichtungen nicht ausreichend, da bei der Mischung des Abdampfes und des Rauchgases ein beträchtlicher Stossverlust entsteht ; im Augenblick des Stosses istnämlich die   Rauchgasgeschwindigkeit   sehr gering. 
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 engsten Schornsteinquerschnitts liegt, ist auch bekannt, doch ist der Ausströmungsquerschnitt des Blasrohrs abweichend vom Kreisquerschnitt sternförmig, wogegen der obere Teil des Schornsteins zylindrisch geformt ist. Der Wirkungsgrad dieser Vorrichtung ist jedoch ebenfalls nicht ausreichend, einerseits wegen der grossen Stossverluste und anderseits wegen der grossen Geschwindigkeit, mit welcher das Gemisch den Schornstein verlässt. 



   Zur Annäherung der richtigen Abmessungen hat man versucht, die Lokomotive mit mehreren,   z. B.   mit vier Schornsteinen von geringen Durchmessern zu versehen, diese Lösung bedeutet jedoch eine Komplikation in der Konstruktion. 



   Es werden auch flache Schornsteine mit länglichem Vierecksquerschnitt angewandt, welche Schornsteinkonstruktion eigentlich mehrere, hintereinander angeordnete. Schornsteine mit kleinem Durchmesser und Kreisquerschnitt ersetzt ; bei dieser Schomsteinform wandelt sich die Bewegungsenergie des Abdampfund Rauchgasgemisches mit ungünstigem Wirkungsgrad in Druckenergie um, da wegen Abweichung vom Kreisquerschnitt die Strömung im Schornstein nicht genug turbulent werden kann. Die Turbulenz ist nützlich, indem sie verhindert, dass der Strahl sich von der Wand abtrennt. 

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   Gemäss der Erfindung wird das Ziel, nämlich die Erreichung eines guten Wirkungsgrades bei geringer Bauhöhe, durch gleichzeitige Anwendung folgender vier Merkmale erreicht : a) Der Schornstein hat einen kreisförmigen Querschnitt (an sich bekannt) ; b) der Ausströmungsquerschnitt des Blasrohres ist sternförmig (an sich bekannt) ; c) der Ausströmungsquerschnitt des Blasrohres liegt in einem vorgeschriebenen Abstand vor der Schornsteinkehle   (neu) :   d) der Schornstein ist unten zylindrisch und oben konisch ausgebildet   (neu).   



   Der kreisförmige Querschnitt des Schornsteines begünstigt die Entwicklung einer turbulenten   Strömung,   so dass sich die Geschwindigkeitsenergie mit einem guten Wirkungsgrad in Druck umwandeln kann. Der   sternförmige Ausströmungsquerschnitt   begünstigt eine gute Vermischung des Abdampfes mit den Rauchgasen, sowie eine vollständige Ausfüllung des Schornsteinquerschnittes, weit vor   dem Ausströmungsquer-   schnitt desselben. Durch die Anordnung des Ausströmungsquerschnittes des Blasrohres in unmittelbarer Nähe der Schornsteinkehle wird der Stossverlust zwischen Abdampf und Rauchgasen geringer. Durch die konische Ausbildung des   Ausströmdngsendteiles   des Schornsteines entsteht eine Diffusorwirkung,   d. h.   die Geschwindigkeitsenergie wandelt sich in Druckenergie um. 



   Nach der Erfindung besteht die neuartige Ejektoreinrichtung darin, dass der sternförmige Ausströmungsquerschnitt des Blasrohres von der Schornsteinkehle in einem Abstand angeordnet ist, welcher nicht grösser ist, als drei Viertel des kleinsten Schornsteindurchmessers,   und dass der Einströmangsendteildes   Schornsteins zylindrisch und der anschliessende   AusströmJngsendteil   des Schornsteins sich nach oben konisch erweiternd ausgebildet ist. Daraus ergibt es sich, dass, obwohl die erfindungsgemässe Einrichtung die Kürze der bekannten kurzen Vorrichtungen erreicht, ihr Wirkungsgrad günstiger ist, als derjenige irgendwelcher   Rauchgasabzugsvorrichtungen   mit Blasrohr, welches während der Zeiteinheit eine ebensolche Rauchgasmenge befördert und deren Baulänge dieselbe ist. 



   Bei der erfindungsgemässen Ausführung entsteht bei der Mischung nur ein geringer Stossverlust. Infolge sternförmiger Ausbildung des Blasrohrs hat der Abdampfstrahl grosse   Flächen. der Mischungsvorgang wird   daher früher vollendet ; der Mischraum kann kürzer, der Diffusor länger bemessen werden. Die zylindrische Ausbildung des Mischraumes und die abzweigende Gestaltung der Sternzacken führen bei der Einrichtung zu einer weiteren Erhöhung des Wirkungsgrades. 



   Da der Wirkungsgrad der erfindungsgemässen Einrichtung bedeutend günstiger ist, als derjenige der gebräuchlichen Vorrichtungen, ist die Ausströmungsquerschnittfläche des erfindungsgemässen Blasrohrs erheblich   grösser.   als bei den gebräuchlichen Blasrohren, also ist der auf den Kolben wirkende Gegendruck des Abdampfes geringer. 



   Weitere Einzelheiten der Erfindung bezwecken den Wirkungsgrad der Einrichtung zu steigern, ihre Baulänge zu verkürzen und die bei der Anwendung der erfindungsgemässen Einrichtung eventuell auftretenden Nebenwirkungen zu vermindern, welche der   Dampf- bzw. Brennstoff ersparnis 1m   Wege stehen. 



   In der Zeichnung zeigt Fig. 1 eine der Ausführungsformen der erfindungsgemässen Ejektoreinrichtung 
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 Blasrohrkopf, bei welchem die Sternzacken schief angeordnet sind. Fig. 8 stellt den Schnitt des Blasrohrkopfes gemäss Fig. 3 mit dem Zylindermantel vom Durchmesser m in eine Ebene abgewickelt dar. Fig. 9 veranschaulicht den Schnitt des Blasrohrkopfes laut Fig. 7 mit dem Zylindermantel vom Durchmesser m in eine Ebene abgewickelt. Fig. 10 zeigt die in eine Ebene abgewickelte innere Fläche der Lokomotivschieberbuchse mit der erfindungsgemässen Ausbildung der Öffnungen, durch welche der Frischdampf in den Zylinder und der Abdampf aus dem Zylinder strömt. 



   Fig. l ist die Darstellung derjenigen Ausführungsform der   erfindungsgemässen   Einrichtung, bei welcher der Schornstein nicht durch einen einzigen Kegel gebildet ist, sondern das Einströmungsende des Schornsteins aus einem Zylinder mit Kreisquerschnitt besteht, dessen Fortsetzung ein konisches Ausströ- 
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 diseIm zylindrischen Teil findet die Mischung des Abdampfes mit dem Rauchgas statt. Die zylinderförmige Ausführung des Mischraumes begünstigt den Wirkungsgrad der Energieumwandlung, da im Falle einer entsprechenden Länge des zylinderförmigen Teiles die Mischung noch vor Beginn der Umwandlung der Geschwindigkeitsenergie in Druckenergie beendet wird,   d. h.   bevor das Gemisch in den kegelförmigen Teil bzw. in den Diffusor   gelangt.

   Fig. l   zeigt den   Vierweg-Blasrohrkopf l   laut Fig. 4 im Schnitt nach der Linie   I-I   der Fig. 4. Ein Vorteil der sternförmigen Ausbildung des Ausströmungsquerschnittes 2 besteht darin, dass der Umfang eines solchen Querschnittes erheblich grösser ist, als derjenige eines Kreisquerschnit- 

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   tes von ebenso grosser Fläche, so dass der ausströmende Abdampf auf einer grösseren Fläche mit dem Rauchgas in Berührung tritt. Ein anderer Vorteil dieser Ausführung gegenüber derjenigen mit Kreisquerschnitt ist der, dass bei gleichem Querschnitt der Durchmesser des Sternblasrohrs d2 grösser sein muss.

   Demzufolge kommen die Umfangspunkte des Ausströmungsquerschnittes zu der den Mischraum begrenzenden Wand näher zu liegen, der Mischungsvorgang endet nach einer kürzeren Länge und zur Umwandlung der Geschwindigkeit in Druck bleibt ein längerer kegelförmiger Teil frei. Eine weitere Verkürzung der Mischraumlänge resultiert aus dem Umstand, dass die Sternzacken divergent sind, wie es der Kegelwinkel a der Sternzakken (Fig. l) zeigt. Somit vergrössert sich auch der Kegelwinkel des ausströmenden Abdampfstrahles. 



  Der Erfindung gemäss hat der Blasrohrkopf mit Sternquerschnitt eine ebenfalls sternförmige äussere Kontur, damit durch die Flächen 4 und 5 geführt (Fig. 4), ein Teil der Rauchgase schon in der Höhe des Ausströmungsquerschnittes des Blasrohrkopfes nahe zur Mittellinie des Blasrohres zu liegen kommt. Diese stromlinienartige Ausführung beschleunigt den Mischungsvorgang und vermindert die Stossverluste. Die Vollkommenheit der Mischung und ihr Abschluss nach einem kurzen Weg wird durch eine derartige Ausführung der Sternzacken begünstigt, welche ermöglicht, zwischen je zwei Sternzacken einen entsprechend grossen Strömungsquerschnitt für das Rauchgas zu haben. Zu diesem Zweck wird zweckmässig der Aussendurchmesser des Blasrohrkopf-Ausströmungsquerschnittes grösser bemessen, als die Hälfte des kleinsten Schornsteindurchmessers. 



  Bei der Ausführung laut Fig. l liegt der Ausströmungsquerschnitt des Blasrohres im Abstand a unterhalb der Schornsteinkehle. Das Einströmungsende des Schornsteins beginnt im allgemeinen mit einer weiten Maulöffnung. In der vorliegenden Beschreibung wird unter Kehle derjenige, am Einströmungsende des Schornsteins befindliche Querschnitt verstanden, dessen Durchmesser das l, 2-tache des kleinsten Schornsteindurchmessers D beträgt. Es ist günstig, wenn der Abstand a kürzer ist, als drei Viertel des kleinsten Schornsteindurchmessers, u. zw. zu dem Zwecke, dass das Rauchgas vor seiner Berührung mit dem Abdampf eine grosse Geschwindigkeit erreicht und daher bei der Mischung der Stossverlust gering ist.

   Vor-   
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 gleicher Höhe, doch kann gemäss der Erfindung der Blasrohrkopf so hoch gehoben werden, dass der Aus- strömungsquerschnitt in erheblichem Masse über dem Schornsteinquerschnitt 3 liegt. Es ändert am
Wesen der Erfindung nichts, den Mischraum, von der zylindrischen Form abweichend, kegelförmig aus- zubilden, es ist aber wesentlich, den Ausströmungsquerschnitt des Blasrohres im Verhältnis zur Schornsteinkehle derart anzuordnen, dass der Querschnitt der Rauchgasströmung in der Höhe des Blasrohrausströmungsquerschnittes klein ausfällt und so eine grosse Strömungsgeschwindigkeit vorhanden ist. 



   Es ändert nichts am Wesen der Erfindung, wenn der Blasrohrkopf nicht in Vier-, sondern in Zweioder Mehrwegausführung hergestellt wird. Selbstverständlich ist in den verschiedenen Höhen des Blasrohrkopfes der Abdampf-Strömungsquerschnitt desto kleiner, je mehr dieser Querschnitt dem Ausströmungsquerschnitt nahe liegt. Der Strömungsquerschnitt ist beim Durchmesser   d,   des Blasrohres am grössten und beim Durchmesser d am kleinsten. 



   Nach der Erfindung kann der Wirkungsgrad des Diffusors derart verbessert werden, dass man die Sternzacken des Blasrohrkopfes schräg anordnet. Infolge dieser Anordnung erhält die Strömung des Gemisches eine Spirallinienform im Diffusor. Wenn man die Sternzacken gemäss Fig. 6 gerade anordnet, so bleibt derjenige Abdampfstrahl, welcher in der Ebene   I - I (Fig. 4)   vom Blasrohrkopf austritt, durchgehends in dieser Ebene. Wenn man hingegen die Sternzacken und   die Ausströmungsquerschnitte   der einzelnen Sternzacken gemäss Fig. 7 schräg anordnet, so verlässt der vom Blasrohrkopf austretende Abdampfstrahl die durch die Schornsteinachse gehende Ebene, in welcher er sich im Moment des Austritts befand und es setzt sich seine Strömung im Mischzylinder und nachher im Diffusor in Spirallinienform fort, gemeinsam mit dem Rauchgas-Gemisch.

   Wenn man den mit geraden Zacken ausgeführten Blasrohrkopf mit dem Zylindermantel vom Durchmesser m verschneidet (Fig.   3)   und den Schnitt in eine Ebene abwickelt, so entsteht der in Fig. 8 dargestellte Schnitt. Der Abdampf verlässt die Sternzacke in der Richtung des Pfeiles 6. Der Schnitt laut Fig. 9 entsteht bei der schrägen Anordnung der Sternzacken. Bei dieser Ausführung tritt der Abdampf in der Richtung des Pfeiles 7 aus und die Ebene 8 des Ausströmungsquerschnittes steht senkrecht zur Richtung des Pfeiles 7, der in der Halbierenden des durch die Linien 9 und 10 gebildeten Winkels liegt. Die Spiralbewegung der Mischung erhöht im Diffusor die Turbulenz der   Strömung,   wodurch auch der Wirkungsgrad des Diffusors erhöht wird.

   Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass der Winkel   ss ohne Abschei-   dungsgefahr über 120 erhöht werden kann, wodurch der Durchmesser D2 grösser, also die Bewegungsenergie des ausströmenden Gemisches kleiner wird. Infolge der schrägen Anordnung der Sternzacken wird der Kegelwinkel der austretenden Dampfstrahlen grösser, die Dampfstrahlen füllen sogar bei kürzerer Mischraumlänge den Mischraum vollständig aus. Infolge der Spiralbewegung verlängert sich im Mischrohr der 

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Strömungsweg und die Vermischung wird wegen der Turbulenz intensiver. Unter Berücksichtigung dieser   V orteile kann dIe Höhe h 1 vermindert   werden. 



   Je kleiner der   kleinste Schornsteindurchmesser ist, desto   grösser ist die Geschwindigkeit der Rauchgasströmung vor dem Moment des Zusammenstosses und desto geringer ist der Stossverlust, dagegen umso en- ger der Ausströmungsquerschnitt des Schornsteins und umso grösser der Verlust der Ausströmungsgeschwindigkeit. Durch die schräg angeordneten Sternzacken kann die Konizität des Schornsteins und somit auch   der Ausströmungsquerschnitt   des Schornsteins   vergrössert   werden. Letzten Endes kann der Stossverlust durch die schräge Anordnung der Sternzacken ohne Erhöhung der Ausströmungsverluste vermindert werden. 



   Mit der Vergrösserung des Blasrohr-Ausströmungsquerschnittes nimmt auch diejenigeDampfmenge zu, welche während der Zeit der Vorausströmung den Dampfzylinder verlässt. Dieser Umstand steigert die Stossartigkeit der Rauchzugstärke, wodurch manchmal bei der Anwendung von minderwertiger Kohle der
Zugstoss die Kohle vom Rost hochhebt, die starke Flugaschenbildung Verlust an Kohle verursacht und die Dampferzeugung abnimmt. Gemäss der Erfindung strömt der vom Dampfzylinder austretende Abdampf zuerst in den Ausgleichbehälter 11   (Fig. 1   und 2) durch die Rohre des Diffusors 12 und tritt vom Behälter durch die Öffnung 13 in das Blasrohr. Während der Zeit der Vorausströmung steigert ein Teil desdemBehälter zuströmenden Dampfes den Dampfdruck im Behälter und diese Dampfmenge strömt nur nach der Vorausströmung in das Blasrohr.

   Die Diffusoren 12 haben den Zweck, den auf den Kolben wirkenden Gegendruck zu vermindern, da der Strömungsquerschnitt des aus dem Zylinder ausströmenden Abdampfes wegen Mangel   an Raum nicht vergrössert werden kann, die Strömungsgeschwindigkeit desselben wird aber   durch die Diffusoren 12 bedeutend gesteigert. 



   Die Fläche des Zylinderdiagramms nimmt entlang der Vorausströmungslinie in schädlicher Weise ab, da sich der Dampfinhalt des Dampfzylinders während der Zeit der Vorausströmung vermindert. Die während der   Vorausströmdiigszeit   aus dem Dampfzylinder strömende Dampfmenge und die Stossartigkeit der Zugstärke kann durch Verkleinerung des Querschnitts der an der Schieberbüchse oder am Ausströmungventil des Dampfzylinders angewandten Ausströmungsöffnung vermindert werden. Der Ausströmungsquerschnitt wird zweckmässig derart verengt, dass die Verengung nur während der Zeit der Vorausströmung einen erheblichen Wert hat. Eine solche Ausbildung des Ausströmungsquerschnittes ist in Fig. 10 dargestellt, wo die innere Steuerung der Dampflokomotive mit Schieber ausgeführt ist. Fig. 10 zeigt die Innenfläche der Schieber büchse in eine Ebene abgewickelt.

   Der Innendurchmesser der Schieberbüchse ist t, die Breite der Innenfläche also t   ir.   Auf der Büchse sind sechs Dampfeinströmungsöffnungen angeordnet, welche gleichzeitig auch als Ausströmungsöffnungen dienen. Die Breite einer jeden Öffnung beträgt b. Die Dampfausströmung beginnt dann, wenn die   Ausströmungs-Steuerkante   des Schiebers die mit der Linie 14 bezeichnete Stellung einnimmt ; die Gesamtbreite der Dampfausströmungsöffnung beträgt also zu Beginn der Dampfausströmung 3b beim späteren Vorgang der Dampfausströmung 6b und am Ende der Dampfausströmung 3b.

   Die Länge   f des Ausströmungsöffnungsteiles   von verminderter Breite ist mindestens ein Viertel der Einströmüberdeckung und die durchschnittliche Gesamtbreite des Anfangsteiles der Ausströmungs-   öffnung   ist geringer als diejenige des Restes der Ausströmungsöffnung. Bei der Ausführung laut Fig. 10 sind die Längen der Öffnungen 11 bzw. l, verschieden und dieser Umstand verursacht die Änderung der Gesamtbreite der Öffnungen. 



   Bei Anwendung des erfindungsgemässen Blasrohres liegt die Ausströmungslinie des Zylinderdiagrammes tiefer. Wenn also beabsichtigt wird, die indizierte Zugkraft der Lokomotive nach Austausch des Blasrohrs bei gleichem Schieberkastendruck und bei gleicher Drehzahl des Lokomotiventreibrades gleich wie vor dem Austausch des Blasrohres zu halten, so muss die Zylinderfüllung   vermindert werden. Der Lokomo-   tivführer hält sich jedoch sehr oft nicht an einen Schieberkastendruck bestimmter Grösse, sondern, aus Gewohnheit und Bequemlichkeit, sowie um den Stangenschlag zu vermindern, an eine Zylinderfüllung bestimmter Grösse, umso mehr, als auf vielen Lokomotiven auch kein Manometer zum Messen des Schieberkastendruckes vorhanden ist.

   Voraussichtlich wird der Lokomotivführer nach dem Blasrohrwechsel die Schleppkraft nicht durch Verminderung der Zylinderfüllung, sondern durch Drosselung des Reglers auf den vor dem Austausch gewesenen Wert herabsetzen, wodurch sich die aus. dem Blasrohraustausch resultierende Ersparung verringert. Gemäss der Erfindung wechselt man beim Blasrohraustausch auch die Schieberbüchse aus. An der neuen Schieberbüchse ist im Anfangsteil der Einströmungsöffnung die DurchschnittsDreite der Öffnung enger, als im breiteren Teil der Öffnung. Infolge Verengung des Einströmungsquer-   schnittes fällt die Einsttömungslinie des Zylinderdiagrammes steiler, die Diagrammfläche   vermindert sich, es ist also unnötig den Schieberkastendruck durch Drosselung des Reglers zu vermindern.

   Gemäss den früheren Strahl'schen Versuchen wird durch die Verengung des Einströmungsquerschnittes bis zu einer gewissen Grenze der Dampfverbrauch nicht erhöht. Im vorliegenden Falle vermindert die Verengung des Ein- 

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   strömungsquerschnittes   den Dampfverbrauch aus dem Grunde, weil dadurch das Drosseln durch den Regler wegbleibt. Bei der in Fig. 10 dargestellten Buchse ist im Anfangsteil der Einströmungsöffnung der Einströ- mungsquerschnitt verengt. Die Dampfeinströmung beginnt, sobald die Einströmungs-Steuerkante des
Schiebers die mit Linie 15 bezeichnete Stellung einnimmt.

   Zu Beginn der Dampfeinströmung fliesst der Dampf durch nur drei Öffnungen in den Zylinder, die Gesamtbreite der Dampfeinströmungsöffnung beträgt also zu Beginn der Dampfeinströmung 3b, im späteren Verlauf der Dampfeinströmung 6b und am Ende der
Dampfeinströmung wieder 3b. Das Verengen des Einströmungsquerschnittes im Anfangsteil der Einströ- mungsöffnung ist auch deswegen günstig, weil dadurch während der Zeit der Voreinströmung in der Zeit- einheit weniger Dampf in den Zylinder strömt. Im schädlichen Raum steigt also der Dampfdruck nicht so rapid im Zeitpunkt, wo beim Kurbelzapfen oft ein Kraftrichtungswechsel stattfindet ; infolge Verengung des Einströmungsquerschnittes entsteht beim Kraftrichtungswechsel eine geringere Schlagarbeit.

   Gegen- wärtig vermindert der Lokomotivführer die Schlagarbeit, also den Stangenschlag, durch Verminderung des Schieberkastendruckes. Durch die Verengung des Einströmungsquerschnittes kann also die zum Herab- setzen des Stangenschlages auch früher erwünschte Reglerdrosselung teilweise beseitigt werden. Die Län- ge g des weniger breiten Teiles der   Einströmungsöffnung   ist zweckmässig gleich der Länge der linearen
Voreinströmung, damit nach Beendigung der Voreinströmung die Wirkung der Querschnittsverengung geringer ausfällt. 



   Gemäss   Fig.10 sind   die   Ein-und Ausströmungsöffnungen   der Büchse rechtwinklig, doch bleibt naturlich das Wesen der Erfindung unberührt, wenn die   Öffnungen von   der in der Zeichnung dargestellten Form abweichen und wenn nicht sechs, sondern mehr oder weniger Öffnungen angewandt werden. Im Falle einer Ventilsteuerung müssen die   Öffnungsverhältnisse   der Ventile wie weiter oben ausgestaltet werden. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Ejektoreinrichtung zum Abziehen der Rauchgase in Dampflokomotiven, bei welchen der Querschnitt des Schornsteins kreisförmig und der des Blasrohrkopfes   stemförmig   ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der sternförmige Ausströmungsquerschnitt des Blasrohres vor der Schornsteinkehle in einem Anstand (a) angeordnet ist, welcher nicht grösser ist als drei Viertel des kleinsten Schornsteindurchmessers   (dol),   und dass der Einströmungsendteil des Schornsteins zylindrisch und der anschliessende Ausströmungsendteil desselben sich konisch nach oben erweiternd ausgebildet ist (Fig.   1).  

Claims (1)

  1. 2. Ejektoreinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auch die äussere Kontur des Blasrohrkopfes (1) in an sich bekannter Weise sternförmig gestaltet ist.
    3. Ejektoreinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Sternzacken in an sich bekannter Weise nach oben divergieren.
    4, Ejektoreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Sternzacken um die Achse des Blasrohres gedrallt sind (Fig. 7).
    5. Ejektoreinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Konizität des Schornsteinausströmungsendteiles in an sich bekannter Weise mehr als 120 beträgt.
    6. Ejektoreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Leitung zwischen der Ausströmungsöffnung des Dampfzylinders und dem Blasrohr ein Ausgleichbehälter (11) angeordnet ist, welchem der Abdampf, vom Dampfzylinder kommend, zuströmt, und aus welchem er dann nach dem Blasrohr abströmt.
    7. Ejektoreinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampf über Diffusorrohre (12) dem Ausgleichbehälter zuströmt.
    8. Ejektoreinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtbreite der Auslassöffnung der Schieberbüchse auf einer Länge (f), die zumindest einem Viertel der Ein- strömungsüberdeckung gleichkommt, im Anfangsteil der Auslassöffnungen kleiner ist, als im Rest dieser Öffnungen.
    9. Ejektoreinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtbreite der Einlass- öffnungen der Schieberbüchse zumindest auf einer der linearen Voreinströmung gleichen Länge (glim Anfangsteil der Einlassöffnungen kleiner ist als im Rest dieser Öffnungen.
AT639958A 1958-05-29 1958-09-13 Ejektoreinrichtung zum Abziehen der Rauchgase in Dampflokomotiven AT211941B (de)

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