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Mehrschichten-Dämmstoff
Die Erfindung betrifft Mehrschichten-Dämmstoffe für Schall- und Wärme-Isolierungen aller Art, insbesondere für Bauzwecke, Fahrzeuge sowie für zu entdröhnende Geräte, mit einer Bahn, Platte od. dgl. aus Bitumen-Filz, Bitumen-Korkfilz, aus mineralischen und/oder organischen Faserstoffen, Pappen,
Vliesen, aus einer imprägnierten, bitumen-, kautschuk- oder kunststoff-haltigen Schichte od. dgl. ; solche Dämmstoffe sollen nun als selbstklebende Beläge ausgebildet werden, die für alle in der Praxis vorkommenden Temperaturen einwandfreie Klebefestigkeit und daher dauernde Haftung des Belages gewährleisten, insbesondere auch beim Aufkleben auf Blech, wie z. B. bei Karosserien oder sonstigen Gehäusen von Geräten.
Zur Entdröhnung sowie auch zum Wärme-bzw. Kälte-Schutz weiden sowohl in Karosserienvon Fahrzeugen aller Art, ebenso aber auch im Apparatebau sowie in andern zu entdröhnenden Geräten Isolierstoffe aller Art eingeklebt ; es sind nun einerseits Dämmstoffe bekannt, bei denen erst unmittelbar vor ihrer Aufbringung auf das betreffende Objekt entweder auf den Isolierstoff selbst bzw. auf die zu isolierende Oberfläche oder auch auf beide Flächen Klebstoff aufgebracht wird und beide Teile dann vereinigt werden ; dieses Verfahren ist jedoch zeitraubend und kostspielig.
Anderseits wurden auch schon geeignete Isoliermaterialien, wie Bitumen-Filze, Bitumen-Korkfilze oder vollständig mit Bitumen getränkte Pappen, bereits bei Herstellung mit Bitumen-Klebschichten versehen, die dann bei Verarbeitung erwärmt und festgeklebt wurden ; diese Methode ergibt jedoch bei extremeren Wärme- oder Kälte-Bereichen insbesondere auf Blech, denen z. B. Verkehrsmittel ohne weiteres ausgesetzt sind, keine verlässliche Haftung des Belages ; bei solchen bitumen-, kautschuk-oder kunststoff-haltigen Dämmschichten ergab sich weiter die Schwierigkeit, dass diese vorpräparierten Platten oder Bahnen bei den in Werkstätten oder Lagerräumen vorkommenden Temperaturen nicht mehr blockfestsind, d. h. bei Stapelung von selbst aneinander kleben.
Nach der Erfindung werden nun Mehrschichten-Dämmstoffe des eingangs beschriebenen Aufbaues für Isolationszwecke aller Art dadurch selbstklebend ausgebildet, dass ihre imprägnierte Isolierschichte mindestens auf einer Seite mit einer zusätzlichen, von der Imprägniermasse der Isolierschichte unterschiedlichen, als Klebstoff dienenden Heisssiegel-Schichte versehen ist, die bei Hitze-Aktivierung klebfähig wird.
Für bestimmte Zwecke, insbesondere zur Belegung grösserer, ebener Flächen, erweist es sich als vorteilhaft, dass auf der imprägnierten Isolierschichte eine mit der Heisssiegel-Präparation ausgerüstete Folie - vorzugsweise aus Papier, Pappe od. dgl. - aufgebracht ist,
Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist zwischen imprägnierter Isolierschichte und Heisssiegel-Schichte bzw. der mit dieser versehenen Folie eine glättende Zwischen-Schichte angebracht wie z. B. aus Bitumen, Kunststoff-Polymerisaten od. dgl..
Die zur Präparation der Dämmstoffe verwendeten Heisssiegel-Schichten sollen im allgemeinen einen Gehalt an lösungsmitte1freiem Klebstoff aufweisen, der durch Wärme aktiviert, d. h. klebrig gemacht werden kann ; als solche Klebstoffe können je nach Verwendungszweck Naturharz-Leim, Kautschuk-Klebstoff mit hohem Anteil an vulkanisiertem Kautschuk sowie Kunstharz-Klebstoff oder auch Mischungen dieser verschiedenen Komponenten verwendet werden.
Zu den besonders vorteilhaften Kunstharz-Kleb-
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stoffen gehören Phenol-Kresol-Formaldehyd-Kunstharz-Leime, Harnstoff-Formaldehyd-Kunstharz-Leime,
Melamin-Formaldehyd-Kunstharz-Leime, ferner Kunstharz-Leime auf Basis Polyvinylacetat, Polyacryl- säureester, Polymerisate von Vinyläther und Vinylchlorid, sowie Butadien-Polymerisate ; diese Kunstharz-
Leime können gleichfalls einen Gehalt an Monomeren enthalten, die durch Wärme polymerisiert werden. i Für den erfindungsgemässen. Heisssiegel-Belag, sei es bei direkter Aufbringung auf den Dämmstoff oder für entsprechende Präparations-Folien oder Papiere, können z. B. solche heisssiegel-fähige Aufstriche verwendet werden, die unter Hitzewirkung erweichen und unmittelbar nach Ausschalten der Heizquelle sofort wieder erstarren.
Ebenso kommen aber in beiden Fällen auch solche heisssiegel-fähige Präparatio- nen in Betracht, bei denen die Klebschichte durch Erwärmung aktiviert wird, dann aber nach Entfernung I der Wärmequelle noch einige Zeit lang klebrig bleibt und erst allmählich erstarrt, wie z. B. Polyadhäsiv-
Papier ; auf diese Weise bleibt noch genügend Zeit für entsprechend längere Manipulationen, wie Ein- bringung und Festkleben des Blattes in Karosserien, was natürlich erhebliche Sorgfalt erfordert, so dass der Arbeits-Vorgang durch das langsame Erstarren wesentlich erleichtert wird.
Die erfindungsgemäss aus- gerüsteten Mehrschichten-Dämmstoffe, u. zw. mit beiden oben angefertigten Varianten der heisssiegel- fähigen Klebschicht, können auch ohne weiteres auf heisse Bleche aufgelegt werden, wodurch die Akti- vierung des Klebstoffes erfolgt ; der Belag haftet dann nach Abkühlen des Bleches automatisch fest.
Schliesslich können Dämmstoffe mit der erfindungsgemässen selbstklebenden Schichte bei Tempera- tur bis 40 C ohne weiteres meterhoch gestapelt werden, ohne dass ein Verkleben der einzelnen Bahnen untereinander eintritt.
Nach einem, weiteren Merkmal der Erfindung kann der mit der selbstklebenden Heisssiegel-Schichte versehene Mehrschichten-Dämmstoff derart ausgebildet sein, dass auf der andern, nicht klebenden Seite
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B.adhäsiv-Folien besteht ; vorzugsweise kann dabei auch diese Nutzschichte aussen mit einer Klebschichte versehen sein, die vorzugsweise selbstklebend, wie z. B. als Heisssiegel-Schichte ausgebildet ist.
Dadurch können die erfindungsgemäss selbstklebenden Dämmstoffe nicht nur im Karosserie-Bau, son- dern mit Vorteil auch im Apparatebau, wie z. B. bei Schreibmaschinen, Fernseh-und Rundfunk-Geräten als Schallisolation verwendet werden ; je nach dem ausgewählten Material der aussenseitig aufkaschierten
Nutzschichten, die gegebenenfalls auch wieder selbstklebend eingestrichen sein können, können die er- findungsgemässen Dämmschichten auch auf Wände, Fussböden und Decken von Gebäuden, auf Holz. Metall, Beton, Leitungsrohre, Lüftungskanäle od. dgl. zu Isolierzwecken aufgebracht werden.
In der Zeichnung sind in Fig. 1 - 5 fünf Ausführungsbeispiele des erfindungsgemässen MehrschichtenDämmstoffes dargestellt.
In allen fünf Figuren ist die Bahn oder Platte des eigentlichen Isolierstoffes mit 1 und die auf ihrer oberen Seite aufgebrachte Heisssiegel-Schichte mit 2 bezeichnet.
Fig. 1 zeigt die einfachste AusfUhrungsform mit auf dem Isolierstoff 1 direkt aufgebrachter Heisssiegel-Schichte 2 ; diese Form ist daher verhältnismässig flexibel und eignet sich somit insbesondere zur Belegung gewölbter oder gekrümmter Oberflächen, wie z. B. die Umwicklung von Rohrleitungen od. dgl.
In Fig. 2 ist die andere grundsätzliche Variante dargestellt, bei der auf dem Isolierstoff 1 eine mit der Heisssiegel-Präparation 2 versehene Folie 3, vorzugsweise aus Papier, befestigt, insbesondere aufgeklebt ist ; diese Ausführungsform ist einesteils stabiler und verlässlicher im Gebrauch, eignet sich aber anderseits mehr zur Isolation ebener Flächen, da sich bei stärkerer Krümmung derartiger Bahnen die Bindung zwischen Isolierstoff und Papier unter Umständen lösen bzw. die Papier-Folie abspringen kann.
In Fig. 3 ist eine weitere Verbesserung veranschaulicht, bei der zwischen Isolierstoff 1 und Präparations-Folie 3 noch eine klebende Zwischen-Schichte angebracht ist, z. B. aus Bitumen oder KunststoffPolymerisaten. wodurch Dauerhaftigkeit und Beständigkeit der Klebschichte wesentlich verbessert werden ; diese gleiche Massnahme ist selbstverständlich sinngemäss auch bei der ersten Form nach Fig. 1 möglich.
In Fig. 4 und 5 sind schliesslich die für verschiedenste geschmackliche und architektonische Verwendungszwecke ausgestatteten Dämmstoff-Schichten dargestellt, u. zw. einfachheitshalber mit direkt aufgestrichener Heisssiegel-Schichte 2, die auf der freien Aussenseite mit einer zusätzlichen Nutzschichte 5 versehen sind, wie z. B. Zierpapier, Tapeten, Folien, Gewebe, Beflockungen oder auch Polyadhäsiv-Folien, die, wie aus Fig. 5 ersichtlich, einerseits aussen wieder mit einer vorzugsweise selbstklebenden Klebschichte versehen sein können.
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Multi-layer insulation material
The invention relates to multilayer insulating materials for sound and heat insulation of all kinds, in particular for building purposes, vehicles and for devices to be deadened, with a sheet, plate or the like made of bitumen felt, bitumen-cork felt, mineral and / or organic fibers, cardboard,
Fleeces, made of an impregnated, bitumen, rubber or plastic-containing layer or the like.; Such insulation materials should now be designed as self-adhesive coverings that ensure perfect adhesive strength and therefore permanent adhesion of the covering for all temperatures occurring in practice, especially when glued to sheet metal, such. B. on bodies or other housings of devices.
For anti-drumming as well as for warming or. Insulation materials of all kinds are glued into the bodies of vehicles of all kinds, but also in apparatus engineering and in other devices to be deadened; On the one hand there are insulation materials in which adhesive is only applied immediately before being applied to the object in question, either on the insulation material itself or on the surface to be isolated or on both surfaces, and both parts are then combined; however, this process is time consuming and costly.
On the other hand, suitable insulating materials such as bitumen felts, bitumen cork felts or cardboard completely soaked with bitumen have already been provided with bitumen adhesive layers during manufacture, which are then heated and glued during processing; However, this method results in more extreme hot or cold areas, especially on sheet metal where z. B. means of transport are readily exposed, no reliable liability of the surface; In the case of such bitumen-, rubber- or plastic-containing insulating layers, there was also the problem that these pre-prepared panels or sheets are no longer block-resistant at the temperatures occurring in workshops or storage rooms, i.e. H. stick together when stacked.
According to the invention, multi-layer insulation materials of the structure described at the outset are made self-adhesive for insulation purposes of all kinds in that their impregnated insulating layer is provided on at least one side with an additional hot-seal layer that is different from the impregnation compound of the insulating layer and that serves as an adhesive Heat activation becomes adhesive.
For certain purposes, in particular for covering larger, flat surfaces, it has proven to be advantageous that a film equipped with the heat seal preparation - preferably made of paper, cardboard or the like - is applied to the impregnated insulating layer,
In a preferred embodiment of the invention, a smoothing intermediate layer is attached between the impregnated insulating layer and the hot-seal layer or the film provided with this, such as, for. B. from bitumen, plastic polymers or the like.
The hot-seal layers used for the preparation of the insulating materials should generally contain a solvent-free adhesive which is activated by heat, i.e. H. can be made sticky; Depending on the intended use, natural resin glue, rubber glue with a high proportion of vulcanized rubber and synthetic resin glue or mixtures of these different components can be used as such adhesives.
The particularly advantageous synthetic resin adhesive
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substances include phenol-cresol-formaldehyde-synthetic resin glues, urea-formaldehyde-synthetic resin glues,
Melamine-formaldehyde synthetic resin glues, also synthetic resin glues based on polyvinyl acetate, polyacrylic acid esters, polymers of vinyl ether and vinyl chloride, and butadiene polymers; this resin
Glues can also contain monomers which are polymerized by heat. i For the inventive. Hot-seal coating, whether it is applied directly to the insulation material or for appropriate preparation foils or papers, can be used, for. B. such hot-sealable spreads are used that soften under the action of heat and immediately solidify again immediately after switching off the heat source.
Likewise, in both cases, those heat-sealable preparations come into consideration in which the adhesive layer is activated by heating, but then remains sticky for some time after removal of the heat source and only gradually solidifies, such as B. Polyadhesive
Paper; In this way there is still enough time for correspondingly longer manipulations, such as inserting and sticking the sheet in the body, which of course requires considerable care, so that the work process is made considerably easier by the slow solidification.
The multilayer insulation materials equipped according to the invention, u. Between the two variants of the heat-sealable adhesive layer produced above, they can also be placed on hot metal sheets without further ado, whereby the adhesive is activated; the covering then automatically adheres after the sheet has cooled down.
Finally, insulation materials with the self-adhesive layer according to the invention can easily be stacked meters high at temperatures of up to 40 ° C. without the individual webs sticking to one another.
According to a further feature of the invention, the multi-layer insulation material provided with the self-adhesive hot-seal layer can be designed in such a way that on the other, non-adhesive side
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B. consists of adhesive foils; Preferably, this wear layer can also be provided on the outside with an adhesive layer, which is preferably self-adhesive, such as. B. is designed as a hot-seal layer.
As a result, the self-adhesive insulating materials according to the invention can be used not only in bodywork, but also advantageously in apparatus construction, such as B. used in typewriters, television and radio equipment as sound insulation; depending on the material selected, the one laminated on the outside
Wear layers, which, if necessary, can also be coated in a self-adhesive manner, can also use the insulation layers according to the invention on walls, floors and ceilings of buildings, on wood. Metal, concrete, pipes, ventilation ducts or the like. Can be applied for insulation purposes.
In the drawing, five exemplary embodiments of the multilayer insulating material according to the invention are shown in FIGS. 1-5.
In all five figures, the sheet or plate of the actual insulating material is denoted by 1 and the hot-seal layer applied to its upper side is denoted by 2.
1 shows the simplest embodiment with a heat-seal layer 2 applied directly to the insulating material 1; this shape is therefore relatively flexible and is therefore particularly suitable for covering arched or curved surfaces, such as. B. the wrapping of pipes od. Like.
In FIG. 2, the other basic variant is shown, in which a film 3, preferably made of paper, provided with the heat-seal preparation 2 is fastened, in particular glued, to the insulating material 1; this embodiment is on the one hand more stable and reliable in use, but on the other hand it is more suitable for the insulation of flat surfaces, since with greater curvature of such webs the bond between the insulating material and paper may loosen or the paper foil may come off.
In Fig. 3 a further improvement is illustrated, in which an adhesive intermediate layer is attached between the insulating material 1 and the preparation film 3, for. B. bitumen or plastic polymers. whereby the durability and resistance of the adhesive layer are significantly improved; this same measure is of course also possible in the same way with the first form according to FIG. 1.
Finally, in Fig. 4 and 5, the insulation layers equipped for a wide variety of taste and architectural uses are shown, u. zw. For the sake of simplicity with directly painted hot-seal layer 2, which are provided on the free outside with an additional wear layer 5, such as. B. decorative paper, wallpaper, foils, fabric, flocking or polyadhesive foils, which, as can be seen from FIG. 5, on the one hand can be provided on the outside again with a preferably self-adhesive layer.