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AT203321B - Verfahren zum aluminothermischen Zwischengußschweißen von Werkstücken, vorzugsweise Schienen, und Vorrichtung zur Ausübung der Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum aluminothermischen Zwischengußschweißen von Werkstücken, vorzugsweise Schienen, und Vorrichtung zur Ausübung der Verfahrens

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Publication number
AT203321B
AT203321B AT482756A AT482756A AT203321B AT 203321 B AT203321 B AT 203321B AT 482756 A AT482756 A AT 482756A AT 482756 A AT482756 A AT 482756A AT 203321 B AT203321 B AT 203321B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
mold
box
aluminothermic
rails
casting mold
Prior art date
Application number
AT482756A
Other languages
English (en)
Inventor
Wilhelm Dr Ing Ahlert
Original Assignee
Elektro Thermit Gmbh
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Elektro Thermit Gmbh filed Critical Elektro Thermit Gmbh
Application granted granted Critical
Publication of AT203321B publication Critical patent/AT203321B/de

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  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description


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  Verfahren zum aluminothermischen Zwischengussschweissen von Werkstücken, vorzugsweise Schienen, und Vorrichtung zur Ausübung der Verfahrens   Es ist bekannt, Werkstücke beliebiger Form, vornehmlich Schienen, nach dem aluminothermischen Zwischengussverfahren zu verschweissen. 



  Dabei wird z. B. zwischen die vorgewärmten, in einer Giessform befindlichen Enden von zu schweissenden Schienen aluminothermisch erzeugter. Stahl gegossen, wobei idie Aufschmelzung des Schienenmaterials und seine porenfreie Verschwei- ssung mit dem aluminothermischen Stahl erfolgt. 



  Das bekannte, bisher übliche Zwischengussverfahren wird z. B. für eine Schweissung von Schienen gemäss den Fig. 1-5 so durchgeführt, dass die beiden Enden der Schienen 1 und 2 mit einer aus feuerfestem Formsand bestehenden zwei- oder mehrteiligen Giessform 3 umgeben werden. Mittels einer Anpressvorrichtung 4 werden die einzelnen Teile der Giessform 3 zusammen-und gleichzeitig an die Schienen 1 und 2 gepresst (vgl. 



  Fig. l und 2). 



  In dem Raum 7 der Giessform 3 wird durch einen Kanal 8 mittels eines Gebläses 9 ein nicht brennendes Gemisch von Propan (oder Butan, Benzin, Benzol u. a. ) mit Luft, gegebenenfalls unter zusätzlicher Beimischung von Sauerstoff, eingeblasen und in der Giessform gezündet und verbrannt. Die Verbrennungsgase entweichen durch die Steigerkanäle 10 und andere öffnungen der Form, z. B. auch durch die an den. Schienenfüssen angeordneten Kanäle 11. Nach Vorwärmung der zu schweissenden Schienenenden und nach Trocknen und Ausglühen. der Giessform 3 wird nach Entfernung des Gebläses 9 der Kanal 8 mittels eines Stopfens 12 verschlossen (Fig. 3). 



  In dem genau über der Giessform 3 ausgerichteten Tiegel 17 wird die aluminothermische Schweissmasse zur Reaktion gebracht und der dabei erzeugte aluminothermische Stahl durch Entfernen des'unten im Tiegel befindlichen Verichlussstiftes 13 entnommen. Der Stahl fliesst über die im oberen Teil der Giessform 3 befindliche topfartige Vertiefung 14 durch die beiden Stei- gerkanäle 10 (Fig. 4) oder durch getrennt von   den Steigern angeordnete   Einlaufkanäle 15 ins   Innere der Giessform (Fig. 5). 



   Die beim aluminothermischen Prozess anfallen-   de flüssige   Schlacke fliesst nach dem Stahl aus dem Tiegel 17 aus und wird in dem oben in der. 



  Giessform liegenden Raum 16 aufgefangen. 



   Wenige Minuten nach dem aluminothermischen   Guss wird die   Giessform entfernt und es werden , dann die Steiger und Schweisswülste am Schienen, kopf im rotwarmen Zustand abgemeisselt. Der   Schweissvorgang ist, damit ! beendet.    



   Die Durchführung dieses bekannten Verfahrens 
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    Wachsamkeit Ibezuglich derGiessvorganges.   Bisher wird die Form fast aus-   schliesslich am Orte. der   Schweissung aus feuchtem, feuerfestem Sand über einem Modell gestampft. Der verwendete Sand muss hinsichtlich der Feuerfestigkeit, des Gehaltes an Ton und an Feuchtigkeit, Verteilung. der Korngrössen und der Durchlässigkeit gegenüber Gasen festgelegte Bedingungen erfüllen. Versuche, die Form vorzu. trocknen, hatten keinen Erfolg, weil beim Anpressen an die Schienen Risse eintraten, die zum Auslaufen des   a-luminothermischen   Stahls geführt haben. 



   Für eine gleichmässige Vorwärmung ist die Beschaffenheit des Brennstoffes von besonderer Bedeutung. Man kann erfahrungsgemäss nur Brennstoffe mit geringer   Entzündungsgeschwin-   digkeit, hoch liegendem Zündpunkt und mässiger Verbrennungstemperatur benutzen. Brennstoffe,   wie Wiasserstoff   oder Acetylen, d. h. solche mit niedrig liegenden Zündpunkt, hoher Entzündungsgeschwindigkeit und hoher Verbrennungstemperatur, sind für dieses Verfahren weder in Mischung mit Luft noch in Mischung mit Sauer- 
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Das nachträgliche Verschliessen des Einblas-   : kanals   mit einem Stopfen vor dem aluminother-   mischen Guss bedingt einen Zeitverlust.

   Während dieser Zeit können sich die vorgewärmten Schie-   

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   neu'unerwünscht abkühlen.   Auch kann die beim folgenden aluminothermischen Guss eintretende Berührung des flüssigen Stahls mit dem Ende des meist kalten Verschlussstopfens Anlass zur Po- 
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Es wurde nun gefunden, dass es mittels eines neuen sogenannten   Schnellverfahrens     möglich ist,   die für eine Zwischengussschweissung erforderliche Zeit durch Veränderung und Vereinfachung der Geräte, durch Veränderung der Vorwärmung 
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 vermindern. 



   Die Erfindung betrifft daher ein Verfahren zum aluminothermischen Zwischengussschweissen von Werkstücken, vorzugsweise Schienen, bei dem die von   Formikörpsrn umgebenen   Werkstückenden vorgewärmt werden, das dadurch gekennzeichnet ist, dass an einem andern Ort vorgefertigte, aus feuerfestem Material bestehende Formkörper mittels einer Schnellspannvorrichtung, zweckmässig unter Zwischenschaltung eines Einsatzkastens an die zu schweissenden Werkstückenden angepresst werden und die Vorwärmung durch von oben in einen   Steigerkanal   schlagende Flammen erfolgt. 



   Die z. B. nach dem Kohlensäure-Erstarrungsverfahren hergestellten Giessformen werden zusammen mit einem Polster aus schmiegsamer Masse, z. B. Formsandbrei, Asbest oder Glaswolle, in aus Blech oder   Stahlguss bestehenden   Formkästen derart eingebettet, dass die schmiegsame Masse zwischen   Formkastenwand   und Giessformen liegt. Durch die Anordnung dieses Polsters können die Giessformen genügend fest gegen die zu schweissenden Schienen gepresst werden. Treten dabei Risse auf, so verhindert der hinter den Giessformen liegende Polster ein Auslaufen des aluminothermischen Stahls. Die Rückseiten der Giessformen können erfindungsgemäss durch eine Glasur oder andere wasserabstossende Mittel geschützt werden.

   Eine weitere Möglichkeit der Isolierung der Giessformen gegen Feuchtigkeit be- 
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 vor ihrem Einbetten in die   Formkasten   mit einem aus dünnem Stahlblech oder beliebigen andern Werkstoffen hergestellten, genau der Giessform angepassten Hilfskasten umgeben wird. Dieser Hilfskasten hält die einzelnen Teile der Giessform zusammen und bildet gleichzeitig bei der Verwendung eines feuchten Polsters einen Schutz gegen das Durchdringen von Wasser. Der Hilfskasten wird nach erfolgtem Guss zusammen mit dem Formkasten abgenommen und kann genau wie dieser immer wieder verwendet werden. 



   Um die serienmässig z. B. nach dem   Kohlsnsäu-     re-Erstarrungsverfahren   hergestellten Giessformen auch bei abweichenden Abmessungen, z. B. abgefahrenen Schienen, verwenden zu können, sind sie erfindungsgemäss am   Schie, nenkopf g, eteilt,   Durch einfache Bearbeitung, wie z. B. Schmirgeln oder   Raspeln können   sie der Abfahrung des Schie- nenkopfes entsprechend in ihren Massen verändert werden. 



   Die zwei- oder mehrteilige, aus feuerfesten Materialien, z. B. hochgebrannter Schamotte, bestehende und eine grosse Standfestigkeit besitzende Giessform kann ohne die Gefahr einer Rissbildung unter Fortfall der oben beschriebenen Form- bzw. Hilfskästen an die zu schweissenden Schienen angepresst werden. 



   Erfindungsgemäss sind die hochgebrannte Giessform bzw. deren Hälften oder Teile mit Nuten oder Erhöhungen bzw. abgeflachten Kanten versehen, in die zur Abdichtung gegenüber den zu schweissenden Schienen in bekannter Weise beliebige Dichtungsmittel, wie Formsandbrei, feuerfester Kitt u. a. eingestrichen werden. Mittels einer ein- oder anzulegenden schmiegsamen Asbestschnur kann gleichfalls eine Abdichtung vorgenommen werden. 
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 aus zwei seitengleichen Stücken bestehen, können infolge grosser Abriebfestigkeit des Materials nicht in der oben beschriebenen'Weise nachgearbeitet oder der Schienenform angepasst werden.

   Erfindungsgemäss wird   beim ischweissen   von bereits abgefahrenen Schienen der Abnutzung des Schie-   nenkopfes   dadurch Rechnung getragen, dass die nach oben offene Giessform durch feuerfeste Massen oder Riegel mit seitlicher Führung, die in dafür vorgesehene Nuten oder Aussparungen der Giessform passen, teilweise so verschlossen wird, dass der Abschluss der Giessform gegen die abgenutzte Fahrfläche des Schienenkopfes von oben her erfolgt. Je nach dem vorhandenen Grad der Abnutzung der Schiene rutschen die Riegel mehr oder weniger tief, bis zwischen Riegel und Fahrfläche ein Abstand von nur wenigen Millimetern besteht. Zuletzt werden die Riegel von aussen durch Abdichtung mit feuchtem, feuerfestem 
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Der bisher benutzte und bereits weiter oben beschriebene Anpresser für die Giessform besteht aus mehreren Einzelteilen.

   Seine Handhabung ist zeitraubend'und erfordert meist zwei   Arbeitskräf-   te.   Erfindungsgemäss   wird dieser Anpresser für die Giessform durch einen einfacheren, von einem Mann zu bedienenden ersetzt. Entsprechend der wahlweisen Verwendung von nach dem Kohlen-   säure-Erstarrungsverfahren   oder andern beliebigen Verfahren hergestellten Giessformen einerseits 
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 z. B. Schamotte-Giessformen, anderseits, kommen zwei verschiedene Ausführungen zur Anwendung :
Der Anpresser für die nach dem   Kohlensäure-   Erstarrungsverfahren oder andern beliebigen Verfahren hergestellten Giessformen besteht aus einem Stück mit federndem Bügel.

   Die eine   Haalt-   te des Formkastens mit Hilfskasten und eingesetzter Giessform wird durch Zweipunktanlage, die andere durch Einpunlktanlage mittels Handrad in kürzester Zeit an die Schienen gepresst. Der 

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 schmiegsame Polster zwischen der Rückwand des Formkastens und der Giessform sorgt für eine gleichmässige Verteilung des punktförmig angreifenden Drucks auf die gesamten, an den. Schienen anliegenden   Giessformflächen.   



   Der Anpresser für die aus feuerfestem Material, z. B. hochgebrannter Schamotte, bestehenden Giessformen besteht aus zwei voneinander getrennten seitengleichen und unabhängigen Teilen, bei dem jeder Teil die Anpressung einer Giessformhälfte an die zu schweissenden Schienen übernimmt. Gegen ein bei der Vorwärmung oder dem Guss gegebenenfalls eintretendes Zerplatzen sind die ein- oder mehrteiligen Giessformen durch Einsetzen in aus Stahlblech bestehende   Stützrah-   men gesichert. Diese Stützrahmen verteilen die punktförmig aufgebrachte Anpressung auf eine grössere Aussenfläche der Giessform. 



   Jeder Teil des Anpressers wird z. B. durch eine den Schienenkopf umfassende Kappe mit Hilfe von Schrauben, Keil od. dgl. an der Schiene   befe-   stigt. Seitlich an der Kappe   befindet   sich ein drehbar angeordneter Schwenkarm, der vor die eine Hälfte der Giessform geklappt wird. Mittels einer am Ende des Schwenkarms befindlichen Druckschraube od. dgl. wird der Stützrahmen mit der Giessform an die Schiene gedrückt. Die   beiden Giessformen   können zeitlich nacheinander angepresst werden, so dass ein Mann die gesamten   V orlbereitungsar. beiten   für die Schweissung vornehmen kann. Die beiden Anpresser haben auf ihren Befestigungskappen zylindrische oder beliebig geformte Ansätze, auf die wahlweise entweder die Halterung für den Brenner oder die Stütze für den Tiegel aufgeschoben wird. 



   Es wurde weiterhin gefunden, und das ist auch ein integrierender Bestandteil der Erfindung, dass 
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 Luft-Gemische dann eine sehr kurzzeitige, genügend gleichmässige, alle Erfordernisse erfüllende Vorwärmung der aluminothermisch zu schwei- ssenden Schienenenden erzielt wird, wenn die   Vorwärmeflamme   von oben her durch den oder die über dem Schienenkopf in der Giessform befindlichen   Steigerlkanä1e brennt.   Man benutzt hiezu vorteilhafterweise sogenannte Brause-Brenner, deren Austrittsdüsen je nach der Querschnittsgestalt des Steigerkanals reihenförmig angeordnet sind. 



   Dieses   erfindungsgemässe   Vorwärmeverfahren eignet sich ganz besonders. gut bei Verwendung vorgefertigter, z. B. aus zwei oder mehr Teilen bestehender Giessformen. Die Zeit zur Vorwärmung beträgt, wie eingehende Versuche zeigten, weniger als die Hälfte der bisher üblichen Zeit. Ein weiterer Vorteil ist der, dass nach erfolgter Vorwärmung keine Kanäle abzudichten sind, da die   Austrittsöffnungen   aller Kanäle oben in der Form liegen. 



   Der Giessvorgang vollzieht sich bei dem neuen Verfahren durch Zwischenschalten eines mit feu- erfestem Material ausgekleideten, mit   Ausflussöff-   nungen bzw.   Ausflusstülle   versehenen Giesstopfes, der sich zwischen Reaktionstiegel und Giessform befindet und den aluminothermisch erzeugten
Stahl den Einlaufkanälen zuführt. Durch die An- ordnung des Giesstopfes wird erreicht, dass noch während der   Vorwärmung   der Reaktionstiegel bereits ausgerichtet und der Tiegelinhalt zur
Reaktion gebracht werden kann. Somit   geht'kei-   ne der durch die   Vorwärmung In die   Giessform eingebrachten Wärme verloren. 



   Der   Giesstopf kann   entweder durch eine beliebige Verbindung mit dem Anpresser verbunden werden oder auch an den oben beschriebenen
Stützrahmen für die   Giessform angebracht   wer- den. Es ist auch vorteilhaft, statt des Giesstopfes eine einfache, schalenartige, feuerfeste und mit geringen Kosten serienmässig herzustellende Rinne zu benutzen. Sie kann bei Unbrauchbarkeit leicht ersetzt werden. 



   Zur beschleunigten Abwicklung des SchweissVorganges wird die dem aluminothermischen Stahl folgende Schlacke nach Durchgang durch den Giesstopf sofort in einen an der Schweisseinrichtung beliebig   angeordneten Schlackenbehälter   abgeleitet und zusammen mit diesem entfernt. 



   Die nach beendeter Schweissung bisher erforderliche, von Hand zu leistende Abarbeitung der Steiger und der oberen und seitlichen Schweisswülste am Schienenkopf kann durch eine nur einige Minuten dauernde maschinelle   Schleift. arbeit   ersetzt werden, wenn der über dem Schienenkopf liegende Steiger so verkleinert wird, dass er nur noch wenige Millimeter hoch ist.

   Dieses wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass unmittelbar vor dem Einguss des aluminothermischen Stahls, d. h. nach Entfernung des Brenners, die zur   Vorwärmung erforderliche und gleichzeitig   als Steiger dienende obere öffnung der Giessform mit einem vorteilhafterweise vorgewärmten feuerfesten Riegel verschlossen wird, der so geformt ist, dass der einlaufende aluminothermische Stahl nur noch einen kleinen, zu einer guten   Verschwei-   ssung des Schienenkopfes jedoch ausreichenden Wulst von wenigen Millimetern Stärke oberhalb des Schienenkopfes bilden kann. 



   Die seitlichen Kopf'wülste werden ebenfalls verkleinert, indem schon bei der Herstellung der Giessformen die dafür vorgesehenen Hohlräume schwächer ausgeführt sind. Es hat sich gezeigt, dass trotz dieser vorgenommenen Änderungen die Vorwärmung nicht verschlechtert wird bzw. ver-   längert   wird. Die Aufgaben des nunmehr verschlossenen Kopfsteigers, wie Entgasung der Giessform, Herausspülen von losgelöste Formteilchen u. a. übernehmen die in jeder Formenhälfte vorhandenen Einlaufkanäle, die   zweckmässigerweise   durch die ganze Giessformhälfte geführt werden. Diese Kanäle sind in der Mitte zwischen den beiden Luftpfeifen angeordnet und enden auf der Oberkante des Schienenfusses.

   Fernerhin ist in 

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 diesem Kanal ein seitlicher Abfluss zur   Unterkan,   te des Schienenkopfes hin vorhanden. 



   Das   erfindungsgemässe Verfahren   soll an Hand der Fig. 6-12 an einer beispielsweisen Ausführungsform näher erläutert werden. 



   Die beiden vorgefertigten, gegebenenfalls aus den Teilen 3a, 3b und 3c bestehenden, nach dem   Kohlensäure-Erstarrungsverfahren   oder beliebigen andern Verfahren hergestellten trockenen   Giessformhälften   werden entweder direkt zusammen mit dem Polster 18 aus schmiegsamer Masse in die beiden Formkastenhälften 5 gedrückt oder vor dem Einsetzen vorteilhafterweise mit dem Hilfsformkasten 27 umgeben. Mittels Formanpresser 4 werden die   Formkastenhäl : ften 5   durch Betätigung des Handrades 4a punktförmig an die Schienenenden 1 und 2 gepresst. Der zwischen den Giessformteilen 3a-3c und der Rückwand des   Formkastens   liegende schmiegsame Polster 18 lässt eine exakte Anpressung zu.

   Anschliessend wird die Form in üblicher Weise mit Formsandbrei oder Lehm gegen die Schienen abgedichtet. 
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10aeingeführt. Dieser wird durch einen   dreibeinarti-   gen Bock 26 gehalten. Zwei Beine 26a greifen in Ösen des   Formanpressers 4   ein, während das dritte Bein 26b auf der Schiene aufliegt. Damit wird erreicht, dass die Brennermitte sich stets mit der Mitte des   Steigers 10a   deckt. Die vom Brenner ausgehende Flamme bestreicht den Schienenkopf gerade in der Zone ihrer höchsten Temperatur. Der Schienensteg wird nur von einem schmalen Flammenband bestrichen. Das gesamte Flammenband erweitert sich nach unten und trifft mit bereits abgeschwächter Temperatur den Schienen- 
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 Abführung der Verbrennungsgase aus der Form erfolgt durch die Kanäle 11 und 15. 



   Kurz vor Beendigung des Vorwärmevorganges wird der   Giesskopf 16a   aus der Vorwärmestellung (in Fig. 6 strichpunktiert) in Giessstellung gebracht. Der Brenner 9a wird entfernt, während die aluminothermische Reaktion im Tiegel 17 abläuft. Der aluminothermische Stahl wird nach Beendigung der Reaktion in bekannter Weise durch Entfernen des Tiegelverschlussstiftes 13 zum Ausfliessen gebracht. Der flüssige Stahl gelangt über den Giesstopf 16a über die beiden Ausflussöffnungen 16b durch die Einlaufkanäle 15 ins Innere 7 der Giessform   3a-3c.   Es ist auch möglich, statt des   Giess topfes 16a   einen Giesstopf 28 mit Ausflusstülle zu verwenden, der am Formkasten 5 angehängt wird.

   Hiebei fliesst der Stahl einseitig durch einen der beiden Einlaufkanäle 15 in den Hohlraum 7 der Giessform   3a3c.   Die Schlacke   fliesst   seitwärts in, den an den Formkasten 5 angehängten Schlackenkasten 24 ab, der dann sofort entfernt wird. Anschliessend wird die Giessform   3  -3c abgenommen   und die   Sohweiss-   stelle in an sich bekannter Weise bearbeitet.
Das erfindungsgemässe Verfahren unter Verwendung feuerfester hochgebrannter Giessformen, z. B. aus Schamotte, soll anhand der Fig. 13-17 näher erläutert werden.

   Vor dem Ansetzen dei   Giessformhälften   3a und 3b werden die beiden Teile 22a und 22b des Formanpressers so am 
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 den in die Horizontale heruntergeklappten Schwenkarme sich mit den Druckpunkten bzw.   - flächen ungefähr   auf Stossmitte befinden. Nach diesem Einrichten werden die Schwenkarme um ihre auf den Befestigungskappen liegenden Drehpunkte hochgeklappt. Nunmehr werden die beiden   Giessformhälften   3a und 3b lose in die beiden Stützrahmen 23a und 23b eingesetzt und zusammen mit diesen gleichzeitig oder nacheinander an die zu verschweissenden Schienen 1 und 2 'durch Herunterklappen der Schwenkarme der Formanpresserteile 22a und 22b und Betätigung der Druckschrauben   angepresst.

   Anschliessend   wer- 
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 gegenabgeflachten Kanten 30 oder durch Einlegen einer   Asbestschnur   abgedichtet. In die oberhalb des Schienenkopfes innerhalb der Giessform liegenden z. B. schwalbenschwanzartigen oder beliebig geformten Nuten oder Aussparungen werden aus feuerfestem Material bestehende Körper oder Rie- 
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 zungsgrad der Schienen entsprechend mehr oder weniger tief in die Giessformhälften hineingedrückt werden. 



   Anschliessend wird die Halterung 31 für den Brenner auf den Stutzen des Formanpresserteils 22a oder 22b aufgeschoben und durch Verstellschrauben oder mit andern Mitteln befestigt. Auf dem   andern Formanpresserteil   wird in gleicher Weise die Stütze 20 für den vorbereiteten Reaktionstiegel 17 befestigt und für die Schweissung ausgerichtet. Zwischen Tiegel und Giessform wird   die Giessrinne 25   angeordnet. 



   Nach beendeter Vorwärmung wird die Brennereintrittsöffnung 10a durch einen ebenfalls vorgewärmten feuerfesten Körper oder Riegel 21 derart verschlossen, dass sich zwischen der Schienenoberfläche und dem eingesetzten Körper nur noch ein Hohlraum von wenigen Millimetern Höhe befindet. Die dorthin fliessende Menge aluminothermischen Stahls reicht jedoch aus, um eine 
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 rials zu erreichen. Statt des Einsetzens der beiden Abdichtungsriegel 19 und des Steigerverschlussriegels 21 kann auch nach beendeter Vorwärmung ein gemeinsames Verschlussstück 32 eingesetzt werden. 



   Der aluminothermische Stahl fliesst über die   Giess rinne 25   einseitig durch einen der beiden 
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 den Abzweigkanal 15a unterhalb des Schienenkopfes in die Form gelangt. Man kann auch den 

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 Abzweig zum Schienenfuss weglassen. Der in. der Form hochsteigende Stahl füllt auch den über dem Schienenkopf liegenden sehr schmalen Raum zwischen eingeschobenem Körper oder Riegel 21 bzw. Verschlussstück 27 und Oberkante Schienenkopf aus, ohne dass ein grösserer nachträglich zu entfernender Steiger entsteht. Die seitlichen Kopfwülste können nach kurzer Abkühlungszeit maschinell abgeschliffen werden. Die   Möglichkeit   eines Zugverkehrs über die Schweissstelle besteht jedoch schon vor der Nachbearbeitung. 



   Das Verfahren nach der Erfindung eignet sich ganz besonders gut bei der Verschweissung von Schienen. Vorgefertigte Giessformen, verkürzte Vorwärmung, Vereinfachung und Gewichtserleichterung des Geräts setzen bei ihrer gemeinsamen Anwendung die für eine Zwischengussschwei- ssung erforderliche Zeit um mehr als die Hälfte herab, so dass jetzt während sehr kurzer Sperrpausen im   Bahnbetrieb   Zwischengussschweissungen durchgeführt werden können, ausserdem tritt eine Schonung der menschlichen Arbeitskraft ein. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zum aluminothermischen Zwischengussschweissen von Werkstücken, vorzugsweise Schienen, bei dem die von Formkörpern umgebenen Werkstückenden vorgewärmt werden, dadurch gekennzeichnet, dass an einem andern Ort vorgefertigte, aus feuerfestem Material bestehende Formkörper mittels einer Schnellspannvorrichtung zweckmässig unter   Zwischensch ! a1. -   tung eines Einsatzkastens an die zu schweissen-   den Werkstückenden   angepresst werden und die Vorwärmung durch von oben in einen Steigerkanal schlagende Flammen erfolgt.

Claims (1)

  1. 2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch vorgefertigte, aus feuerfestem Material bestehende Formkörper (-. ? c , die vorteilhafterweise in einem Einsatzkasten (5) eingesetzt sind, durch eine Schnellspannvorrichtung (4) zum Anpresser der Formkörper (3a-3c) an tdie zu schweissenden Werkstücke (1, 2) und durch einen im oberen EMI5.1 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein schmiegsames Polster (18) z. B. au Formsandbrei, Asbest oder Glaswolle, zwischen den Formkörpern (3ayez und dem Einsatzkasten (5) (Fig. 7).
    4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Ider Einsatzkasten (5) die Form eines Stützrahmens hat.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Formkörpern (3a-3c) und dem schmiegsamen Polster (18) ein Hilfskasten (27) angeordnet ist (Fig. 9 und 10), 6. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zum Anpassen der Giessform an das Profil und dem jeweiligen Kopfabnut- zungsgrad der zu schweissenden Schiene aus feuerfestem Material bestehende Riegel (19, 21) vorgesehen sind (Fig. 16).
    7. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Steiger (10a) durch ein Einsatzstück (32) verschiebbar Ist (Fig. 17).
    8. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnellspannvorrichtung (4) mit voneinander unabhängigen, mit Druckschrauben oder Druckknabeln ausgerüsteten Schwenkarmen versehen ist, die an den Halterungen (22a, 22b) für die Spannvorrichtung angeordnet sind (Fig. 13,14).
    9. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schnellspannvorrichtung (4) Halterungen (20, 31) für den Reaktionstiegel (17) und für den Vorwärmebrenner (9a) angebracht sind.
    10. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass seitlich am Einsatzkasten (5) ein Schlackenkasten (24) angeordnet ist (Fig. 8).
AT482756A 1955-08-16 1956-08-09 Verfahren zum aluminothermischen Zwischengußschweißen von Werkstücken, vorzugsweise Schienen, und Vorrichtung zur Ausübung der Verfahrens AT203321B (de)

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