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Wälzlager mit einem unter Spannung an der Lagerstelle angebrachten, als elastisch nachgiebiges Polster wirkenden Kapselgehäuse aus ölbeständigem, plastischem Kunst- stoff Die Erfindung betrifft ein Wälzlager mit einem unter Spannung an der Lagerstelle angebrachten, als elastisch nachgiebiges Polster wirkenden Kapselgehäuse aus ölbeständigem, plastischem Kunststoff.
Mit der schon mehrfach vorgeschlagenen Anbringung ring-, hülsen- oder kapselförmiger Polsterkörper bei Wälzlagern wird in erster Linie bezweckt, die unangenehmen und in vielen Fällen störenden Laufgeräusche von Wälzlagern dadurch zu vermeiden, dass die durch kleinste Fertigungsungenauigkeiten des Wälzlagers bei der Umlaufbewegung entstehenden regellosen Impulse durch eine elastische Zwischenlage isoliert werden, so dass sie nicht auf die das Wälzlager umgebenden metallischen Teile übertragen werden und diese Teile zu Eigenschwingungen anregen können, was den als Laufgeräusch abgestrahlten Körperschall verursacht.
Wird der Polsterkörper, wie es ebenfalls schon vorgeschlagen worden ist, als den Lagerkörper völlig umschliessendes Kapselgehäuse ausgebildet, dann wird ausser der Schwingungsisolierung auch eine Minderung der Abstrahlung des Geräusches erzielt, das durch die Metall- auf Metallreibung der Wälzkörper an den Laufflächen verursacht wird. Zugleich bildet ein solches Kapselgehäuse einen gut abgedichteten Aufnahmeraum für das Schmiermittel, und es schützt das Wälzlager sowie das Schmiermittel gegen Verschmutzungen und andere nachteilige äussere Einflüsse. Ausserdem können die elastischen Polster dazu beitragen, dass die Wälzlager nicht mehr mit der bisher für die Montage erforderlichen äusserst genauen Toleranzen hergestellt zu werden brauchen.
Die Ausnutzung dieser bekannten Vorteile der Einkapselung von Wälzlagern in elastisch nachgiebige Polsterkörper scheiterte in der Praxis bislang vornehmlich an folgenden Schwierigkeiten : Das Kapselgehäuse soll als elastisches Polster einerseits kleine Schwingungen niedriger Frequenzen dämpfen, was die Anwendung eines Kunststoffmaterial von einer bestimmten Federweichheit notwendig macht ; anderseits darf die elastische Zusammendrückbarkeit des Polsters nur klein sein, damit keine allzu grossen Verlagerungen des umlaufenden gegenüber dem feststehenden Maschinenteilen eintreten können. Wenn die Auslenkung der Welle eine bestimmte Toleranz überschreitet, so würde beispielsweise bei Elektromotoren die ordnungsgemässe Umlaufbewegung des Läufers gestört und bei Antrieben mit grossem Zahndruck oder mit grossem Riemen- bzw.
Kettenzug eine Einkapselung der Wälzlager von vornherein unmöglich sein.
Bis vor kurzem standen keine ölbeständigen elastischen Kunststoffe mit ausreichend grosser spezifischer Belastbarkeit zur Verfügung, welche mit der aus dem vorgeschilderten Grunde notwendigen hohen Vorspannung in die Lagerstelle eingepresst werden konnten. Bei früheren Vorschlägen zur Einkapselung von Wälzlagern hat man sich daher damit begnügt, einem elastischen Polsterkörper nur gerade eine solche Spannung zu geben, dass er ein Mitdrehen des einen Laufringes des Wälzlagers verhindert. Derartige als Lagerbremsen anzusprechende Anordnungen sind aber nur für Lager mit kleinen Belastungen anwendbar und würden bei Wälzlagern mit grösseren Belastungen zu den oben erläuterten Verlagerungsschwierigkeiten führen.
Im übrigen erschien es auch im Hinblick auf die Montage des Lagers und des Polsterkörpers geboten, die Vorspannung des elastischen Polsterkörpers möglichst klein zu halten.
Bei einer bekannten Anordnung ist der in ein besonderes Traggehäuse eingebaute elastische Polsterkörper zum Zwecke der Bildung mehrerer voneinander getrennter Dichtungskammern mit zwei sich vorwiegend axial erstreckenden Dich-
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Scheibe macht einerseits erhöhten Materialaufwand erforderlich und erschwert anderseits die Montage der aus mehreren Einzelteilen bestehenden Dichtungselemente.
Demgegenüber ist das Problem der praktischen Anwendbarkeit von ein- oder zweiteiligen Kapselgehäusen aus Kunststoff, die unter grossem Pressdruck in die Lagerstellen eingedrückt werden, unter flüssigkeits-und staubsicherer Abdichtung des Wälzlagers in der Weise gelöst worden, dass das Kapselgehäuse aus Kunststoff mit
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einer spezifischen Belastbarkeit von 100 kg'/cm2 und mehr, z. B. aus Polyurethan, hergestellt und am Randkantenabschnitt der Mittenausnehmung für den Durchtritt der Welle zu einer gegen den inneren Laufring des Wälzlagers vorspringenden, sich an die senkrecht zur Welle stehende Stirnfläche des Laufringes weich-elastisch anlegenden ringförmigen Dichtungslippe ausgebildet ist.
Die. ausserordentlich feste dauerhafte Einspannung des elastischen Kapselgehäuses verhindert eine unzulässig grosse Verlagerung der Welle bzw. des Wälzlagerkörpers durch die auf das Wälzlager wirkenden Kräfte, ohne dass die Hauptaufgabe des Kapselgehäuses eine Einbusse erleidet, die darin besteht, dass das Kapselgehäuse als schwingungsdämpfendes und geräuschminderndes Polster wirksam werden soll.
Das unter hoher Vorspannung angebrachte Kapselgehäuse ergibt eine vollkommene Abdichtung, die Schmierölverluste und ein Verschmutzen des Schmiermittels völlig ausschliesst. Die gegen. den inneren Laufring des Wälzlagers weich anliegende'Dichtungslippe lässt weder nn dieser noch am inneren Laufring des Wälzlagers Reibungsverschleiss entstehen, demzufolge die Lebensdauer des einen oder andern Teiles eingeschränkt werden könnte. Die Lippenabdichtung hat auch keine nennenswerte Leistungsminderung zur Folge, da nur sehr geringe Reibungswiderstände auftreten können.
Die Montage des Wälzlagers und des den Wälzlagerkörper umgebenden Kapselgehäuses ist nicht schwieriger als die eines normalen Lagers, weil das Kapselgehäuse nicht auf die Welle eingepasst zu werden braucht und es nicht mehr notwendig ist, für den äusseren Durchmesser und die Breite des Wälzlagers Feinsttoleranzen einzuhalten.
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stischen Polsterkörpers mit in axialer Richtung verlaufenden ringförmigen Dichtungslippen ergibt sich durch Fortfall einer Anlagescheibe für die Dichtungslippen und eines besonderen Traggehäuses für den Polsterkörper ausser dem Vorteil der einfachen Formgebung des elastischen Dichtungskörpers der Vorzug einer leichteren Montierbarkeit der aus einer Mindestzahl von
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Darüber hinaus bietet ein im Sinne der Erfindung ausgebildetes Kapselgehäuse den grossen Vorteil,
dass es das Wälzlager schon vor der Mon-
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alen Verpackungsbehälter für den Versand und einen Aufbewahrungsbehälter für die Lagerung des Wälzlagers darstellt, der die Gefahr einer Korrosion oder einer Staubverschmutzung zuverlässig ausschliesst. Bei zweiteiliger Ausbildung des Kapselgehäuses wird dieser Erfolg durch dichtschliessendes Aneinanderliegen der beiden Kapselhälften und bei einteiliger Ausbildung des Kapselgehäuses dadurch erreicht, : dass in dem über den Lagerkörper vorstehenden zylindrischen Wandungsteil des Kapselgehäuses eine starre Ab- deckplatte bzw. ein Abdeckring eingedrückt wird. Vor der Montage wird in das Kapselgehäuse eine Menge Schmieröles oder Schmierfettes eingebracht, die ohne Wartung auf lange Zeit hinaus eine einwandfreie Schmierung der Reibflächen des Wälzlagers sicherstellt.
Eine Abdichtungslippe von besonderer Weichheit lässt sich nach einem weiteren Vorschlag der Erfindung dadurch erzielen, dass die in bekannter Weise mit dünnerer Wandstärke als der äussere Mantel des Kapselgehäuses ausgeführte ringförmige Seitenwand zumindest am inneren Randkantenabschnitt nach Art einer Hohlkehle gegen den inneren Laufring des Wälzlagers gerundet ausgebildet ist und unter Vorspannung gegen den inneren Laufring federnd anliegt. Dabei kann die die Dichtungslippe bildende ringförmige Seitenwand vorteilhaft so gestaltet sein, dass sie mit dem überwiegenden Teil ihrer Fläche in einer senkrecht zur Welle stehenden Ebene liegt.
Um den Aufnahmeraum des Kapselgehäuses für die Schmierflüssigkeit zu vergrössern und die um-
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tungslippe im sicheren freien Abstande von der Innenfläche der ringförmigen Seitenwand bzw. der ringförmigen Seitenwände des Kapselgehäuses zu halten, ist es zweckmässig, die Innenfläche
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lung mit Erhebungen als Abstandshaltestücke für den äusseren Laufring des mit dem grössten Teil seiner Seitenfläche oder Seitenflächen im Kapselgehäuse frei liegenden Wälzlagers zu versehen.
Bei zweiteiliger Ausbildung kann das Kapselgehäuse vorteilhaft aus zwei Hälften hergestellt werden, deren zylindrische Wandungsteile in der Symmetrieebene des Wälzlagers stumpf aneinander stossen. Ein Austreten der Schmierflüssigkeit durch die Verbindungsfuge der beiden Kapselhälften ist dabei zufolge des grossen Pressdruckes, mit dem die beiden Kapselhälften in der Lagerstelle gegeneinander gedrückt werden, mit Si- cherheit ausgeschlossen. Ausserdem bietet die vorbeschriebene Unterteilung des Kapselgehäuses fertigungstechnische Vorteile insofern, als die beiden Kapselhälften bis auf die die Dichtungslippen tragenden ringförmigen Seitenwände übereinstimmend aufgeführt werden können.
In der Zeichnung ist die Erfindung in zwei
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erstes Ausführungsbeispiel den senkrechten Querschnitt nach der Linie 7I der Fig. 2 durch ein Kugellager mit einem zweiteiligen Kapselgehäuse, Fig. 2 stellt die Seitenansicht der einen Hälfte dieses Kapselgehäuses dar, und Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie III-III der Fig. 2 ; Fig. 4 bringt als zweites Ausführungsbeispiel den senkrechten Querschnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 5 durch ein horizontal angeordnetes Kugellager mit von unten her angesetztem Kapselgehäuse, Fig. 5 zeigt die Draufsicht zu Fig. 4, und Fig. 6 ist ein Teilquerschnitt nach der Linie VI-VI der Fig. 5.
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In den gezeichneten Ausführungsbeispielen ist a der äussere und b der innere Laufring eines Ku- gellagers genormter Grösse und Ausführung ; c sind die zwischen den beiden Laufringen ange- ordneten Wälzkörper, beispielsweise Kugeln, und d ist die Welle, auf welcher das Kugellager, wie üblich, gegen eine Schulter der Welle anliegend montiert ist. ! bezeichnet die das Wälzlager auf- nehmende Einbaustelle des entweder geteilt aus- geführten oder, wie in Fig. 1 und 3 gezeichnet, mit einem Ringdeckel g versehenen Lagergehäu- ses h.
Das zwischen den Lagerkörper f, g und das Wälzlager a, b, c unter Spannung eingesetzte, aus elastischem Kunststoff, wie z. B. Polyurethan gefertigte Kapselgehäuse i besteht beim Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 3 aus zwei Hälften, von denen jede einen zylindrischen Wandungsteil i2 und eine ringförmige Seitenwand i3 aufweist.
Der den äusseren Laufring a an der Aussenmantelfläche umfassende zylindrische Wandteil i2 ist mit grösserer Wandstärke ausgeführt als die Seitenwand i3, in der eine dem Wellendurchmesser angepasste kreisrunde Mittenausnehmung ausgespart ist. Gegen diese Mittenausnehmung k hin ist die Seitenwand i3 mit leicht verstärkter Wanddicke ausgeführt, und der das Mittenloch k umgrenzende Randkantenabschnitt ist in das Innere des Kapselgehäuses i so einwärts gekrümmt, dass der Randkantenabschnitt eine sich mit breiter ebener Fläche gegen den inneren Laufring b anlegende Dichtungslippe i4 bildet.
Wie aus Fig. 1 und 3 ersichtlich, ist das zwei- teilige Kapselgeh1iuse i so unterteilt, dass die zy- lindrischen Wandungsteile i2 der unter Spannung in die Einbaustelle f des Lagergehäuses h zwischen diesem und dem Ringdeckel g eingefügten bei- den Kapselhälften stumpf gegeneinander stossen und fest aneinander liegen. Die Dichtungslippen i4 reichen mit ihren äusseren Randkanten an die Welle d heran. Da die Welle an der in Fig. 1 linken Seite einen kleineren Durchmesser hat als an der rechten Seite, sind die Durchmesser der Mittellöcher k der ringförmigen Seitenwände is beider Kapselhälften unterschiedlich gross. Im übrigen aber sind beide Kapselhälften in Form und Grösse übereinstimmend ausgeführt.
Bei nicht zu grossem Unterschied des Wellendurchmessers vor und hinter der Anlageschulter für das Wälzlager können auch die beiden ringförmigen Seitenwände gleich grosse Mittellöcher k haben, da der biegsame Werkstoff kleine Unterschiede ohne weiteres ausgleicht.
Die ringförmigen Seitenwände i, beider Kapselhälften i sind an der Innenfläche in regelmässiger Teilung mit Erhebungen m versehen, die von der Seitenwandaussenkante sich ein kleines Stück über die Seitenwandfläche erstrecken und im gezeichneten Beispiel die Grundrissform eines Kreisabschnittes haben (s. Fig. 2), jedoch auch anders gestaltet sein können. Die Erhebungen m stützen den äusseren Laufring a des Kugellagers an gleich- mässig verteilten Stellen ab. Dadurch ist der grösste Teil der Innenfläche beider ringförmiger Seitenwände ia im freien Abstande vom Kugellager a, b, c gehalten, so dass die Dichtungslippen i4 freie Bewegungsmöglichkeit haben und zufolge der Elastizität des Werkstoffes weich-federnd gegen den inneren Laufring b anliegen.
Zugleich bilden die so geschaffenen Zwischenräume n eine Vorratskammer für das zur Schmierung der Wälzkörper c erforderliche Schmieröl q, das sich im unteren Teil des Kapselgehäuses i sammelt und beim Umlauf des Wälzlagers ständig an alle Teile desselben herangelangt. Die vorbeschriebene Unterteilung des zweiteiligen Kapselgehäuses i und die Dichtungslippen i4 verhindern jeden Schmier- ölverlust. Die Zwischenräume n dienen ausserdem als Sammelstellen für Abriebteile des Wälzlagers.
Bei horizontaler oder etwa horizontaler Anordnung des Wälzlagers (s.
Fig. 4) genügt zur Isolierung des Wälzlagerkörpers a, b, c gegen das Lagergehäuse h ein einteiliges Kapselgehäuse i,
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mässigerweise so lang ausgeführt ist, dass er in der von unten her auf das Wälzlager aufgeschobenen Einbaustellung den äusseren Laufring a des Wälzlagers nach oben hin ein Stück übergreift. Das elastische Kapselgehäuse wird ebenfalls wieder unter Vorspannung in die Einbaustelle f einge- bracht. Auch hier ist an der ringförmigen Seiten- wand i3 rings um das Mittelloch keine Dich- tungslippe i4 und sind am Aussenrand der Seiten- wand an deren Innenfläche Erhebungen m zur Abstützung und Auflagerung des äusseren Lauf- ringes a des Wälzlagers gebildet.
Die Erhebungen m sind etwas höher gestaltet als beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bis 3, um einen vergrösserten Auffang- und Vorratsraum für das Schmieröl q und Ablagerungsstellen für die Abriebteile der Wälzlager zu schaffen.
In den vergrösserten Raum nl ragen in bekann- ter Weise Förderorgane, beispielsweise kleine Schaufeln r hinein, die im Ausführungsbeispiel nach Fig. 4 bis 6 an dem wie üblich ausgebildeten Kugelkäfig s des Kugellagers in regelmässiger Teilung, beispielsweise um 1200 versetzt angenietet sind, und zwar jeweils an eingezogenen Stellen des Kugelkäfigs 5, die zwischen je zwei aufeinander folgenden Kugeln c liegen. Die Schaufeln r bestehen aus schmalen Blechstreifen, die am freien Ende durch einen mittleren Längseinschnitt zu zwei Zungen rv r2 unterteilt und mit diesen Zungen nach entgegengesetzten Seiten ge- krümmt sind (s. Fig. 6).
Die Zungen rl'r2 fördern, gleichgültig in welcher Richtung das Wälzlager umläuft, die unterhalb des Kugellagers im ölauffang- und Sammelraum nt befindliche Schmierflüssigkeit q beim Lagerumlauf ständig gegen die Kugeln c und deren Laufflächen am äusseren und inneren Laufring a bzw. b heran und bewirken somit eine ununterbrochene gründ-
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Statt am Käfig s können die Förderschaufeln r auch am inneren Laufring des Wälzlagers z. B. durch Anschweissen, Anlöten oder in sonst geeigneter Weise befestigt werden. Die Anbringung am inneren Laufring b kommt insbesondere dann in Betracht, wenn das Wälzlager ohne Käfig ausgeführt ist.
Die Anwendbarkeit des erfindungsgemässen Kapselgehäuses ist selbstverständlich nicht auf Kugellager beschränkt, sondern erstreckt sich
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Tonnenlager u. dgl.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Wälzlager mit einem unter Spannung an der Lagerstelle angebrachten, als elastisch nachgiebiges Polster wirkenden Kapselgehäuse aus ölbeständigem, plastischem Kunststoff, dadurch gekennzeichnet, dass das Kapselgehäuse (i) aus Kunststoff mit einer spezifischen Belastbarkeit von 100 kg ! cm2 und mehr, z. B. aus Polyurethan, hergestellt und am Randkantenabschnitt der Mittenausnehmung (k) für den Durchtritt der Welle
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Wälzlagers (a, b, c) vorspringenden, sich an die senkrecht zur Welle stehende Stirnfläche des Laufringes weich-elastisch anlegenden ringförmigen Dichtungslippe (i4) ausgebildet ist.
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Rolling bearing with a capsule housing made of oil-resistant, plastic material and acting as an elastically yielding cushion, attached under tension to the bearing point. The invention relates to a rolling bearing with a capsule housing made of oil-resistant, plastic plastic and acting as an elastically yielding cushion, attached under tension to the bearing point.
The application of ring-, sleeve- or capsule-shaped cushioning bodies to rolling bearings, which has already been proposed several times, is primarily intended to avoid the unpleasant and in many cases annoying running noises of rolling bearings by causing the irregular impulses caused by the smallest manufacturing inaccuracies of the rolling bearing during the rotary movement an elastic intermediate layer can be insulated so that they are not transferred to the metallic parts surrounding the roller bearing and can stimulate these parts to oscillate, which causes the structure-borne noise emitted as running noise.
If the cushion body, as has also already been proposed, is designed as a capsule housing that completely encloses the bearing body, then in addition to vibration isolation, a reduction in the radiation of the noise caused by the metal-to-metal friction of the rolling elements on the running surfaces is achieved. At the same time, such a capsule housing forms a well-sealed receiving space for the lubricant, and it protects the roller bearing and the lubricant against soiling and other adverse external influences. In addition, the elastic pads can contribute to the fact that the roller bearings no longer need to be produced with the extremely precise tolerances previously required for assembly.
The exploitation of these well-known advantages of encapsulating roller bearings in elastically flexible cushioned bodies has so far failed in practice mainly due to the following difficulties: The capsule housing, as an elastic cushion, is intended to dampen small vibrations at low frequencies, which makes the use of a plastic material with a certain degree of flexibility necessary; on the other hand, the elastic compressibility of the cushion may only be small, so that no excessive displacements of the rotating compared to the stationary machine parts can occur. If the deflection of the shaft exceeds a certain tolerance, the proper rotation of the rotor would be disturbed in the case of electric motors, for example, and in drives with high tooth pressure or with large belt or
Chain hoist encapsulation of the rolling bearings would be impossible from the outset.
Until recently, there were no oil-resistant elastic plastics available with a sufficiently high specific load capacity which could be pressed into the bearing point with the high preload required for the reason described above. In previous proposals for the encapsulation of roller bearings, it was therefore sufficient to give an elastic cushion body just such a tension that it prevents the one race of the roller bearing from rotating at the same time. Such arrangements to be addressed as bearing brakes can only be used for bearings with small loads and would lead to the displacement difficulties explained above in the case of rolling bearings with greater loads.
In addition, with regard to the assembly of the bearing and the cushion body, it seemed advisable to keep the preload of the elastic cushion body as small as possible.
In a known arrangement, the elastic cushion body built into a special support housing is provided with two predominantly axially extending sealing chambers for the purpose of forming several separate sealing chambers.
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Washer on the one hand requires increased material expenditure and on the other hand makes the assembly of the sealing elements consisting of several individual parts more difficult.
In contrast, the problem of the practical applicability of one- or two-part capsule housings made of plastic, which are pressed into the bearing points under great pressure, has been solved with liquid- and dust-proof sealing of the roller bearing in such a way that the capsule housing made of plastic with
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a specific load capacity of 100 kg / cm2 and more, e.g. B. made of polyurethane and is formed on the edge portion of the central recess for the passage of the shaft to a protruding against the inner race of the roller bearing, on the perpendicular to the shaft end face of the race soft-elastic applied annular sealing lip.
The. The extremely firm permanent clamping of the elastic capsule housing prevents an inadmissibly large displacement of the shaft or the roller bearing body due to the forces acting on the roller bearing, without the main task of the capsule housing being impaired, which is that the capsule housing acts as a vibration-damping and noise-reducing cushion should.
The capsule housing, which is attached under high pre-tension, creates a perfect seal that completely rules out lubricating oil loss and contamination of the lubricant. Against. The sealing lip, which rests softly on the inner race of the roller bearing, does not allow frictional wear to occur either in this or on the inner race of the roller bearing, as a result of which the service life of one or the other part could be restricted. The lip seal also does not result in any significant reduction in performance, since only very low frictional resistance can occur.
The assembly of the roller bearing and the capsule housing surrounding the roller bearing body is no more difficult than that of a normal bearing because the capsule housing does not have to be fitted onto the shaft and it is no longer necessary to adhere to the finest tolerances for the outer diameter and width of the roller bearing.
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Tical cushion body with axially extending annular sealing lips results from the omission of a contact washer for the sealing lips and a special support housing for the cushion body in addition to the advantage of the simple shape of the elastic sealing body, the advantage of easier assembly of the minimum number of
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In addition, a capsule housing designed in accordance with the invention offers the great advantage
that the rolling bearing was already
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alen packaging container for shipping and a storage container for storing the rolling bearing, which reliably excludes the risk of corrosion or dust contamination. With a two-part design of the capsule housing, this success is achieved by tightly fitting the two capsule halves and with a one-part design of the capsule housing by: that a rigid cover plate or a cover ring is pressed into the cylindrical wall part of the capsule housing protruding over the bearing body. Before assembly, a quantity of lubricating oil or grease is introduced into the capsule housing, which ensures perfect lubrication of the friction surfaces of the rolling bearing for a long time without maintenance.
According to a further proposal of the invention, a sealing lip of particular softness can be achieved in that the annular side wall, which is designed in a known manner with a thinner wall thickness than the outer jacket of the capsule housing, is rounded at least on the inner edge section in the manner of a groove against the inner race of the roller bearing and bears resiliently against the inner race under prestress. The annular side wall forming the sealing lip can advantageously be designed in such a way that the majority of its surface area lies in a plane perpendicular to the shaft.
In order to increase the space in the capsule housing for the lubricant and
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To keep processing lip at a safe free distance from the inner surface of the annular side wall or the annular side walls of the capsule housing, it is expedient to keep the inner surface
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ment with elevations as spacer pieces for the outer race of the rolling bearing exposed with most of its side surface or side surfaces in the capsule housing.
In the case of a two-part design, the capsule housing can advantageously be made from two halves, the cylindrical wall parts of which butt against one another in the plane of symmetry of the roller bearing. A leakage of the lubricating fluid through the connecting joint of the two capsule halves is definitely excluded because of the high pressure with which the two capsule halves are pressed against each other in the bearing point. In addition, the above-described subdivision of the capsule housing offers advantages in terms of manufacturing technology insofar as the two capsule halves can be made to correspond to the annular side walls carrying the sealing lips.
In the drawing the invention is in two
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The first embodiment shows the vertical cross section along the line 7I of FIG. 2 through a ball bearing with a two-part capsule housing, FIG. 2 shows the side view of one half of this capsule housing, and FIG. 3 is a cross section along the line III-III of FIG. 2; As a second embodiment, FIG. 4 shows the vertical cross section along the line IV-IV of FIG. 5 through a horizontally arranged ball bearing with a capsule housing attached from below, FIG. 5 shows the top view of FIG. 4, and FIG. 6 is a partial cross-section according to the line VI-VI of FIG. 5.
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In the illustrated embodiments, a is the outer and b the inner race of a ball bearing of standardized size and design; c are the rolling elements arranged between the two races, for example balls, and d is the shaft on which the ball bearing is mounted, as usual, resting against a shoulder of the shaft. ! denotes the installation location of the bearing housing h, which is either divided or, as shown in FIGS. 1 and 3, provided with an annular cover g, which accommodates the roller bearing.
The inserted between the bearing body f, g and the roller bearing a, b, c under tension, made of elastic plastic, such as. B. polyurethane-made capsule housing i consists in the embodiment of FIGS. 1 and 3 of two halves, each of which has a cylindrical wall part i2 and an annular side wall i3.
The cylindrical wall part i2 encompassing the outer race a on the outer jacket surface is designed with a greater wall thickness than the side wall i3, in which a circular central recess adapted to the shaft diameter is cut out. Towards this central recess k, the side wall i3 is designed with a slightly increased wall thickness, and the marginal edge section bordering the center hole k is curved inwardly into the interior of the capsule housing i in such a way that the marginal edge section has a sealing lip i4 with a wide flat surface resting against the inner race b forms.
As can be seen from FIGS. 1 and 3, the two-part capsule housing i is subdivided so that the cylindrical wall parts i2 of the two capsule halves inserted under tension into the installation point f of the bearing housing h between this and the annular cover g butt against each other and lie tightly together. The sealing lips i4 reach up to the shaft d with their outer marginal edges. Since the shaft has a smaller diameter on the left-hand side in FIG. 1 than on the right-hand side, the diameter of the central holes k of the annular side walls is of the two capsule halves are of different sizes. Otherwise, however, both capsule halves are designed to match in shape and size.
If the difference in the shaft diameter in front of and behind the contact shoulder for the roller bearing is not too great, the two annular side walls can also have central holes k of the same size, since the flexible material easily compensates for small differences.
The annular side walls i of both capsule halves i are provided on the inner surface in regular division with elevations m, which extend a little bit over the side wall surface from the side wall outer edge and have the plan shape of a circular segment in the example shown (see Fig. 2), however can also be designed differently. The elevations m support the outer race a of the ball bearing at evenly distributed points. As a result, most of the inner surface of both ring-shaped side walls is generally kept at a free distance from the ball bearings a, b, c, so that the sealing lips i4 can move freely and, due to the elasticity of the material, rest softly against the inner race b.
At the same time, the spaces n created in this way form a storage chamber for the lubricating oil q required to lubricate the rolling elements c, which collects in the lower part of the capsule housing i and constantly reaches all parts of the bearing as it rotates. The above-described division of the two-part capsule housing i and the sealing lips i4 prevent any loss of lubricating oil. The spaces n also serve as collection points for abrasion parts of the rolling bearing.
With a horizontal or approximately horizontal arrangement of the rolling bearing (see Sect.
Fig. 4) a one-piece capsule housing i is sufficient to isolate the rolling bearing body a, b, c from the bearing housing h,
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is moderately designed so long that, in the installation position pushed onto the roller bearing from below, it overlaps the outer race a of the roller bearing upwards a little. The elastic capsule housing is also brought back into the installation point f under pretension. Here, too, there is no sealing lip i4 on the annular side wall i3 around the center hole and elevations m are formed on the outer edge of the side wall on its inner surface to support and rest the outer race a of the roller bearing.
The elevations m are designed slightly higher than in the embodiment according to FIGS. 1 to 3 in order to create an enlarged collecting and storage space for the lubricating oil q and deposits for the wear parts of the roller bearings.
Conveyor elements, for example small blades r, protrude into the enlarged space nl in a known manner, which in the exemplary embodiment according to FIGS. 4 to 6 are riveted to the conventionally designed ball cage s of the ball bearing at regular intervals, for example offset by 1200 each at retracted points of the ball cage 5, which are between two consecutive balls c. The blades r consist of narrow sheet metal strips which are divided into two tongues rv r2 at the free end by a central longitudinal incision and which are curved to opposite sides with these tongues (see FIG. 6).
The tongues rl'r2 promote, regardless of the direction in which the roller bearing rotates, the lubricant q located below the ball bearing in the oil collecting and collecting space nt continuously against the balls c and their running surfaces on the outer and inner race a and b during the bearing rotation thus an uninterrupted
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Instead of the cage s, the conveyor blades r can also be attached to the inner race of the roller bearing z. B. be attached by welding, soldering or in any other suitable manner. Attachment to the inner race b comes into consideration in particular when the rolling bearing is designed without a cage.
The applicability of the capsule housing according to the invention is of course not limited to ball bearings, but extends
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Barrel bearing u. like
PATENT CLAIMS:
1. Rolling bearing with a capsule housing made of oil-resistant, plastic plastic and acting as an elastically resilient cushion, which is attached under tension to the bearing point, characterized in that the capsule housing (i) made of plastic with a specific load capacity of 100 kg! cm2 and more, e.g. B. made of polyurethane, and on the edge portion of the central recess (k) for the passage of the wave
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Rolling bearing (a, b, c) projecting ring-shaped sealing lip (i4) which rests softly and elastically on the end face of the running ring perpendicular to the shaft is formed.